These: D-Jugend soll Kleinfeld spielen!

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  • Paul,


    schon gut, ...du bist nicht gegen das Konzept des Dfb.


    Wie gesagt, habe vor noch nicht allzu langer Zeit genauso "gewettert", weil wir im Verein ausbilden und andere kassieren unsere Leute. Mit dem nötigen Hintergrundwissen erkenne ich eine Struktur, die nach meiner persönlichen Problemerkennung meinen Frust auf ein Mininmum schmelzen läßt. Gruß Andre

  • Meine persönlichen erfahrungen mit einem jungen Jahrgang D und Großfeld Bezirksklasse


    nie wieder


    Meine Kinder waren total überfordert, hatten große Probleme ind er Raumaufteilung,es war kein Fußballspiel, körperlich überfordert ,weil sehr lange Laufwege,die Ecken kamen nicht rüber , das Tor und die spielfläche zu groß.


    Ich hätte gerne Kleinfeld wieder gespielt.


    Natürlich sind wir kein Leistungszentrum,sondern eine Freizeitmannschaft und für diese Kinder war das Großfeld nicht günstig.

  • mahlzeit,



    bei uns wird 1:6 (manchmal auch 1:5 da wir nur wenige kids haben) auf kleinfeld (halbfeld) gespielt und ich empfinde das als sehr altersentsprechend. es entsteht meist ein recht schnelles spiel mit vielen aktionen für jeden einzelnen spieler. es kann sich eigentlich kaum einer verstekcken ;).
    auch wenn ja überall viele 1:1 aktionen gefordert werden, kommt man auf dem kleinfeld meist nur durch schnelles gutes abspiel und guten spielaufbau zum erfolg, da an sonsten der platz zu gering ist und immer 'irgendwie ein fuß dazwischen ist' wenn viel 'gefummelt' wird. durch die 'mittellinienregel für abstöße/abwürfe' müssen auch alle immer viel in bewegung sein und entwickeln dadurch ein gutes spielverständnis. eigentlich die besten voraussetzungen, um ab der c-jugend den übergang auf's großfeld 'geistig und körperlich' gut hinzubekommen.
    wenn bei uns die kreisauswahl auf großfeld, oder verkürztem großfeld spielt, stelle ich fest, das die meisten mit dem großfeld doch noch überfordert sind.


    also ich find d-jugend auf kleinfeld mit 1:6 optimal.



    gruß

  • Bei uns wird in der D-Jugend 1+7 auf Halbfeld gespielt. Die Jugenden darunter spielen 1+6 auf einem verkleinerten Halbfeld (E>F>G). Halte diese Variante für die beste, weil das Feld mit den Kindern "mitwächst" und nach und nach mehr Spieler auf dem Platz spielen.

  • Habe den Trainerbrief/Elternbrief des DFB vom Stützpunktkoordinator via Leiter des Stützpunktes erhalten.



    Fazit: Ab Saison 2010/2011 ist unser Stützpunkt nicht nur Stützpunkt sondern Nachwuchsleistungszentrum (NLZ). Die Sichtung läuft nun etwas anders. Der BFV mit Zustimmung des DFB will, dass die Talente möglichst alle bei dem NLZ spielen um die Jugendlichen optimal fördern zu können. Einen Zwang zum Wechsel gibt es natürlich nicht - man kann auch anderswo Fußball spielen. Um die umliegenden Vereine zu "schützen" (Zitat) wird der ausgewählte Spielerkreis (Kader) aber so klein wie möglich gehalten (Anm.: In unserem Stützpunkt wurden 18 Spieler gesichtet. 13 davon spielen 2010/11 beim NLZ). Weiteres Zitat: "Der DFB und BFV bekennt sich eindeutig zur Förderung der Elite."


    Unser Stützpunkttrainer verhält sich also völlig korrekt und im Sinne des DFB Konzepts.


    Andre: Frust nun minimal und Strategie klar ;)


    LG Paul

  • Die Beweggründe des DFB von 11er auf 9er Mannschaften umzustellen, sind in erster Linie demografischer Natur. Da darf man sich nichts vormachen. Es ist ein Verband, der seine Interessen kommerziell vertritt. Die zu erwartenden finanziellen Einbußen aufgrund reduzierter Jahrgangsstärken und damit verbundener Abmeldung von 11er Teams mußten entgegen gewirkt werden. Die Argumente für die kleinere Spielfeld- und Mannschaftsgröße sind durchaus strittig. Da wird z.B. angeführt:


    - mehr Ballkontakte (die meisten haben die Bambinis, die in einem "Kneul" von einem Ende des Platzes zum Anderen das Leder


    vor sich hertreiben)


    - 11er Team für den Einzelnen schwieriger durchschaubar (das Problem hat wohl altersunabhängig Jeder, der in ein Team mit


    einer anderen Mannschaftsgröße spielt)


    Ich habe auf technisch und läuferisch hohem Niveau spielende 11er D-Jugend-Mannschaften gesehen, aber auch katasprophale Leistungen in 9 gegen 9 bzw. 7 gegen 7 beobachten dürfen. Deshalb glaube ich, dass es auch ein wenig auf uns Trainer ankommt! Was machen wir mit und aus den uns anvertrauten Kindern? Inwieweit erfahren wir dabei Unterstützung von den Verbänden, damit wir unseren Nachwuchs bestmöglich fördern können? Wie groß ist die Distanz zwischen den "Bürohengsten" der Verbands- und DFB-Büros zu den Alltagserlebnissen auf unseren Plätzen entfernt? Hat sich da in den letzten Jahrzehnten etwas zum Guten verändert? Schon bei der Beantwortung der ersten Frage, wie es um die Kompetenz (Trainerlizenzquote) der "Dorftrainer" bestellt ist, gerade ich in große Zweifel. Und weil der Prozentanteil der Trainer mit Ausbildung so gering ist, gibt es eine hohe Fluktuationsquote, die für die Kinder gerade in der Orientierungsphase besonders nachträglich ist. Wege zur Qualifizierungsoffensive gäbe es. Hier mehr Geld für die dezentrale Ausbildung in den Vereinen auszugeben, würde sich schon nach wenigen Jahren lohnen. Auch über eine "Online-Ausbildung", bei der der Teilnehmer selbst über das Volumen und die Lerngeschwindigkeit entscheiden kann, wäre eine Möglichkeit. Und wer würde sich nicht darüber freuen, wenn endlich das Ausbildungskonzept auf die heutigen Bedürfnisse angepaßt würde.


    M.E. ist es auch nicht die Frage, ob jetzt 7-er, 9-er oder 11-er Teams das Beste für unsere "Talente" ist, sondern was wir daraus machen!

  • Beantwortung der ersten Frage, wie es um die Kompetenz (Trainerlizenzquote) der "Dorftrainer" bestellt ist, gerade ich in große Zweifel. Und weil der Prozentanteil der Trainer mit Ausbildung so gering ist, gibt es eine hohe Fluktuationsquote, die für die Kinder gerade in der Orientierungsphase besonders nachträglich ist. Wege zur Qualifizierungsoffensive gäbe es. Hier mehr Geld für die dezentrale Ausbildung in den Vereinen auszugeben, würde sich schon nach wenigen Jahren lohnen. Auch über eine "Online-Ausbildung", bei der der Teilnehmer selbst über das Volumen und die Lerngeschwindigkeit entscheiden kann, wäre eine Möglichkeit. Und wer würde sich nicht darüber freuen, wenn endlich das Ausbildungskonzept auf die heutigen Bedürfnisse angepaßt würde.


    genau das wäre ein guter Weg, denn gerade die Dorftrainer, auf die aber die Vereine angewiesen sind, haben nicht die Zeit
    und meistens Familie.
    gerade die Online-Ausbildung böte hier sehr gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten, verbunden dann mit Kurzlehrgängen vor Ort - die Quote qualifizierterer Trainer stiege gewaltig an.
    Günter


  • Sehe ich auch so. Die Umstellung ist in erster Linie deshalb im Gespräch, damit mehr Mannschaften gemeldet werden können. Dass die Ausbildung bis zum einem gewissen Grad noch nicht online vorgenommen wird verstehe ich auch nicht. Es scheint wirklich so, dass der DFB diese Möglichkeit noch nicht wahrgenommen hat oder einfach von gestern ist. Oder hat das eventuell finanzielle Hintergründe? Wer weiß?


    Den letzten Satz von TW-Trainer würde ich auch so unterschreiben.

    Wenn sie begriffen haben, daß zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät. Dann werden sie Trainer. (Luis Aragonés)

  • @ TW Trainer
    hier irrst Du gewaltig.
    Ich befasse mich seit 2003 sehr intensiv mit dem Kinderfußball. Wie du aus meinem Namen erkennen kannst, bin ich ein Anhänger der Coerver-Methode. Wiel Coerver war in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts ein/der Vordenker im Kinderfußball. Schon sehr früh erkannte er das die Mannschafts-- und Feldgrößen dem Kinderfußball angepasst werden müssen. Seine Theorien wurden dann von vielen Nationalverbänden auf Praxistauglichkeit überprüft. Einige Nationalverbände, (Schweiz, Deutschland) untersuchten seine Thesen in den 1990er Jahren sogar wissenschaftlich. Aufgrund der Ergebnisse waren sich die daran beteiligten Fußballtrainer, Sportlehrer, Mediziner, Pädagogen und Funktionäre einig, dass die Felder und die Mannschaftsgrößen verkleinert werden müssen. In einem früheren Posting habe ich schon einmal mit einem Link auf die Ergebnisse des Schweizer Fußballverbandes hingewiesen. Leider finde ich ihn nicht mehr.


    Als es an die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse (ab ca.. 2001-2003). ging, kam, wenn auch etwas später, der demografischer Faktor (ab ca. 2006-2007) als weiteres Argument hinzu. Somit hatten die verantwortlichen Funktionäre noch einen gewichtigen Grund mehr für die Einführung des Kleinfeldfußballs.
    Zu aller erst ging es bei der Einführung des Kleinfeldfußballs um die bessere technische, taktische und konditionelle Ausbildung der Kinder.


    Online Ausbildung:
    Dort laufen die ersten Studien und Versuche beim DFB. Wenn ich mich recht erinnere, wird die Online-Ausbildung ab dem nächsten Jahr angeboten.
    Meine persönliche Meinung zu diesem Thema: Die Online Ausbildung ist nicht wirklich effektiv. Es fehlt die Kommunikation mit dem Referenten und der Lerngruppe.
    Ganz nach dem Motto: Erzähle mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere. Lass es mich tun und ich verstehe


    Die Idee von TW Trainer mit den Kurzschulungen vor Ort in Kombination mit der Online Schulung ist nicht die Schlechteste und müsste mal beim DFB angedacht werden.


    Ausbildung zum Trainer:
    Warum haben gerade die Dorftrainer keine Zeit wenn sie Familie haben?


    Wer sich ausbilden lassen will, findet beim DFB und bei den Landes- oder Kreisverbänden alle möglichen Varianten der Zeitwirtschaft.
    Angefangen vom dreiwöchigen Intensivkurs über die Ausbildung an den Wochenenden bis hin zur allabendlichen Schulung kann man das passende für sich aussuchen. Das geniale daran ist, das es eine Modulausbildung ist. Alle Module müssen im Bereich des DFB inhaltlich gleich ausgebildet werden.
    Jedes der 3 Module könnte, wenn man es nur wollte, in einer anderen Variante absolvieren. Hauptsache man hat alle Module inklusive Prüfungsmodul innerhalb von 2 Jahren abgeschlossen.
    Mittlerweile ist es schon sehr schwer geworden eine Ausrede zu finden, warum man sich nicht ausbilden lassen möchte.


    Toto2
    Warum sollte irgend jemand Interesse daran haben, mehr Mannschaften zu melden?


    @ All
    Zitat von TW-Trainer

    Zitat

    M.E. ist es auch nicht die Frage, ob jetzt 7-er, 9-er oder 11-er Teams das Beste für unsere "Talente" ist, sondern was wir daraus machen!


    Hier noch noch einmal eine mögliche Antwort auf die meines Erachtens falsche These von TW Trainer.
    D7 statt D11

    Ein Kind trainieren heißt nicht, eine Vase zu füllen, das heißt, ein Feuer anzuzünden

    Einmal editiert, zuletzt von Dirk Coerverfan ()

  • Dirk, ...


    ich kann leider kein Zeitmodell "fahren", weil ich im Früh.-Spät.-Nachtdienst von Mo.-So.- tätig bin. Lediglich in der Urlaubszeit könnte ich den dreiwöchigen Crashkurs machen. Ich müßte dann meinen Haupturlaub für den Kurs opfern und meine Frau würde mich dann erschlagen, weil sie wohl mit den Kindern allein in den Urlaub fahren müßte, weil ich ....tja.


    Alles andere könnte ich nicht mitmachen, weil ich mehrere Termine nicht einhalten könnte,...weder am Wochenende (Früh,.-Spät.,-Nacht), noch in der Woche abends, wo ich Nachtschicht und Spätdienst hätte.


    Frühschicht: 6-14, Spätschicht: 14-22, Nachtschicht: 22-06 und das sowohl in der Woche, als auch am Wochenende, auch über Feiertage, nonstop.


    Deswegen wäre ich dankbar für die Internetgeschichte, ..die würde ich glatt mitmachen, ...wäre es halt ein C Schein zweiter Klasse, auch egal.


    Ich weiss nicht, ob es das gibt, aber eine "Modulausbildung" ohne Zeitdruck, die wäre optimal für Leute wie mich. Man sollte in den Stützpunkten (schnelle Anfahrtzeit) zu gleichen Themen mehrere Module anbieten, die ab einer bestimmten Anzahl von Besuchern abgehalten würden. Irgendwann hätte man die Module zusammen und würde sich zur Prüfung anmelden. Das wäre machbar und für alle -absolut für alle- machbar. Gruß Andre

  • Es spircht eigentlich nichts dagegen, den früheren Straßenfussball in ein "Kleinfeldspiel" umzusetzen. Von mir aus darf man den dann auch Coever nennen. Die "Aachener Schule" besagt sogar, dass das noch viel besser ohne Schiri gehet. Nicht wiedersprechen möchte ich, dass man mit der Reduzierung von Feld- und Mannschaftsgröße gerade im unteren Bereich gute Rahmenbedingungen schafft. Wollte man dieses jedoch als das abschließende "Allheilmittel" sehen, so wäre der Rahmen zu eng gezogen, weil auch die Förderung durch Trainer eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Genau darauf wollte ich das Thema erweitert wissen. Und weil Fussball ohne Emotionen und Leidenschaft gar keinen Spaß macht, glaube ich auch nicht, dass sich die Masse der "Dorttrainer" vor einer Ausbildung drücken will. Vielmehr möchte ich, dass die guten Ideen und Gedanken in die Dörfer getragen werden, damit eine möglichst große Menge an unerfahrenen und unausgebildeten Trainern mit mehr Kompetenz ihre Leidenschaft an die Kinder weitertragen. Man schätzt, dass auf dem Lande die Quote der Trainer ohne Lizenz bei ca. 90 %. Das sind weiß Gott nicht alles schlechte Trainer, aber dennoch ein Grund darüber nachzudenken, wie man durch eine verbesserte Trainerausbildung auch eine optimierte und umfassendere Junioren-Fussballausbildung hinbekommt. Wiedersprechen möchte ich deshalb, dass durch kompetente Trainer bestmögliche Spieler nur in einem 7-er, 9-er oder 11-er Team spielen können. Denn ohne die individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften eines Spielers klappt auch ein Mannschaftsspiel nur schlecht. Genauso hatte ich das gemeint, mit guten 11-er und schlechten 7-er Teams. Wir Trainer tragen einen guten Teil an Verantwortung mit, was aus den uns anvertrauten Kindern wird. Aus dieser Verantwortung können und wollen wir uns gar nicht stehlen. Allerdings haben wir auch ein Interesse daran, dass man uns den Weg zu einer Aus- und Weiterbildung so gut es geht, bereitet. Und gerade im Bildungswesen könnten der DFB und die Verbänden noch nachbessern! (Nur noch eine Bemerkung: Wie du aus meinem Nick erkennen kannst, beschäftigte ich mich mit der Ausbildung von Torspielern. In Deutschland hat man bis heute keine lizensierte DFB-Torwarttrainerausbildung auf den Weg gebracht.)

  • @TW Trainer
    Es bewegt sich etwas.
    hier ein kleiner Lichtblick.


    http://www.bdfl.de/assets/file…10/Programm%20ITK2010.pdf (siehe Programmpunkt Montag 02.08.2010 11.30 Uhr bis 12.15 Uhr Referent Jörg Daniel)


    Hallo Dirk,


    das kenne ich, aber trotzdem vielen Dank für den Hinweis. Nur zur Info: Eigentlich hatte unser Bundestorwarttrainer A. Köpke den Auftrag, ein Konzept zur Torwartrainerausbildung auf den Weg zu bringen, gehat. Der hat`s aber nicht gebacken bekommen. So wurde der Auftrag vom "Sammer-Team" übernommen. Jetzt soll`s Jörg Daniel, selbst früher mal Keeper, übernehmen. Stand meiner Kenntnis ist, dass man sich nach der WM mit den UEFA-Verantwortlichen in Belgien treffen wollte, um sich dort über die Erfahrungen aus anderen Ländern (Niederlande, Österreich, Schweiz), in denen es bereits lizensierte Torwarttrainer gibt, berichten zu lassen. Ggf. könnte man das Konzept oder Teile daraus übernehmen. Seit ca. 2 Jahren hat es mehrfach Ankündigungen für die DFB-Torwarttrainerlizenz gegeben. Zuletzt sollte sie Ende 2009 fertiggestellt sein. Es steht deshalb zu vermuten, dass Jörg Daniel auch nicht mehr als eine blose Absichtsbekundung abgeben kann. Aber wenigestens ist der Bedarf erkannt und das Thema nicht "eingeschlafen"!

  • Ausbildung zum Trainer:
    Warum haben gerade die Dorftrainer keine Zeit wenn sie Familie haben?


    Wer sich ausbilden lassen will, findet beim DFB und bei den Landes- oder Kreisverbänden alle möglichen Varianten der Zeitwirtschaft.
    Angefangen vom dreiwöchigen Intensivkurs über die Ausbildung an den Wochenenden bis hin zur allabendlichen Schulung kann man das passende für sich aussuchen. Das geniale daran ist, das es eine Modulausbildung ist. Alle Module müssen im Bereich des DFB inhaltlich gleich ausgebildet werden.
    Jedes der 3 Module könnte, wenn man es nur wollte, in einer anderen Variante absolvieren. Hauptsache man hat alle Module inklusive Prüfungsmodul innerhalb von 2 Jahren abgeschlossen.
    Mittlerweile ist es schon sehr schwer geworden eine Ausrede zu finden, warum man sich nicht ausbilden lassen möchte.


    Dirk
    Sorry, aber da habe ich schon schwer schlucken müssen, als ich das gelesen habe. Hatte ich bei Dir doch bisher den Eindruck, dass Du Deine Aussagen aufgrund von Erfahrungen und/oder fundierten Erkenntnissen triffst. Das mit den Ausreden war/ist mir aber zu pauschal und kann und will ich so nicht stehen lassen.
    Ich wollte aber erst mal 'ne Nacht drüber schlafen (habe ich auch, aber sehr schlecht ;) ) bevor ich etwas dazu schreibe. War eine gute Entscheidung, denn Andre hat Dir ja auch Gründe (und eben nicht Ausreden :rolleyes: ) genannt, warum dies eben nicht so pauschal zu sehen ist. Habe zwar kein Schichtdienst, aber ich kann auch aus rein beruflichen Gründen einen vorgegeben Zeitrahmen nicht erfüllen und bin da auf Flexibilität angewiesen. Und wenn sich dann die wenige Zeit mit der Familie auf das Wochenende beschränkt und die Fortbildung oder meinetwegen auch einzelne Module nur am Wochenende angeboten wird/werden, verzichte ich hier zugunsten meiner Frau und meinen Kindern (und meiner Mannschaft ;) darauf :!:
    Und jetzt kommts: Obwohl ich sehr gerne meinen Horizont im Rahmen von Fortbildungen oder Schulungen in diesem Bereich erweitern würde, dies aber mangels für mich passenden Angebotes nicht realisieren kann. Ob ich dies dann auch 1:1 übernehmen würde steht auf einem anderen Blatt.


    TW-Trainer
    Ich bin auch Dorftrainer :D Und ich bin weiß Gott auch kein schlechter Trainer ;) Und ich gebe Dir Recht bei Deiner Auffassung, dass wesentlich mehr erfahrene und kompetente Trainer im Kinder-/Jugendbereich bei Dorfvereinen trainieren sollten. Das gilt aber meiner Meinung für Städter und Landeier ;) Und ich meine dies unabhängig von Lizenzen X( Da geht der Trend nämlich (zumindest bei uns in der Umgebung) in eine ganz gefährliche Richtung. Dazu nur das Stichwort Bezahlung. Wohlgemerkt im Kinder- und Jugendbereich. Anderes Thema :sleeping: :D
    Mal die außen vor, die keine Lust o. Interesse an Fortbildung haben, diese aufgrund ihrer Erfahrung oder ihres Könnens tatsächlich nicht brauchen oder glauben sie brauchen keine. Den Willigen muss man aber auch entsprechende Angebote bieten. Den Zeitfaktor habe ich ja schon angesprochen. Aber hast Du Dir schon mal Gedanken darüber gemacht, woran diese Quote auf dem Land noch liegen könnte ?( Ich gebe Dir (auch aus eigener Erfahrung) mal einen Tipp: Zeitfaktor + Anfahrtswege :!: Die angebotenen Fortbildungen oder auch vorgeschriebenen Module werden nicht gleich bei uns um die Ecke angeboten. Bevor Missverständnisse aufkommen: Ja, wir haben schon geteerte Straßen :rolleyes: ;) Aber auch hier hat Andre mir schon die Worte aus dem Mund genommen. Der Idee mit den Stützpunkten kann ich nur zu 100% beipflichten :thumbup:

  • Zunächst mal eine Ergänzung zum Ausbildungsangebot für "Dorftrainer". Ich meinte damit nicht "Dorftrottel", sondern Trainer die auf dem Lande wohnen und auf "geteerten Strassen" fahren. In meinem ersten Beitrag sagte ich bereits, dass sich die "Bürohengste" in den Verbänden und dem DFB óffensichtlich zu wenig Gedanken darüber machen, wie die Trainerausbildung aufgrund der längeren Anfahrtswege auf dem Lande funktionieren soll. Aus diesem Grunde meinte ich, dass es besser, wenn die Trainerausbilder zu den Dorfvereinen kommen. Selbst, wenn die Gebühren dafür etwas höher wäre, würden die "Dorftrainer" ja Spritkosten und vor allen Dingen Zeit sparen.



    Nun noch frische Infos zur Torwarttrainerlizenz: es sollen 3 Stufen angeboten werden. die erste Stufe für alle, die Zweite für Lizenzinhaber und die dritte Stufe für die mit bestandener zweiten Stufe und einer Prüfungsnote von 2.

  • Also ich werfe mich mal auf die Seite des DFBs hier. Denn das Angebot ist vielfältig und flexibel. Sicher hier könnte der DFB auch noch mehr tun. Aber er hat hier seit 2000 auch schon einiges getan! Hier wird immer das Zeit-Argument aufgeführt. 120 LE sind nunmal 120 LE und die müssen irgendwie geleistet werden. Für einen Schichtarbeiter stelle ich es mir schwierig vor ein vernünftiges Angebot in einem überschaubaren Zeitrahmen unterbreiten zu können, das genau mit den Arbeitszeiten übereinstimmt: weder zentral in Kompaktform in der Woche, als Kompaktlehrgang am Wochenende oder dezentral abends über 3 Monate hinweg. Das scheint mir einfach schwer vereinbar mit einer Präsenzveranstaltung. Ich halte da eher wenig von einer sogenannten Online-Schulung. Natürlich kann ich mir die ganzen schönen DFB-Folien über kindgerechtes Training, Altersziele etc. auch am eigenen Rechner zu Gemüte führen. Der Austausch darüber mit dem Referenten und den anderen Teilnehmern fehlt aber. Das ist aber nur ein Teil der Ausbildung und da kommt nicht viel, was einem nicht schon der gesunde Menschenverstand sagt. Aber der größere und mMn wesentlich wichtigere Teil ist der praktische Teil auf dem Platz, wo es um die Feinheiten der Spiel- und Übungsformen geht. Welche Variationen gibt es, wie verändere ich den Schwerpunkt, wenn die Übung nicht wie gedacht läuft, worauf ist zu achten und was kann ich wie korrigieren? Nicht zuletzt lebt so eine Fortbildung auch von den Teilnehmern, weil man sich austauscht, was auch online z.B. in einem Forum möglich wäre, aber sicher nicht in dem Maße wie auf einer Präsenzveranstaltung. Ich lasse mich hier gerne vom Gegenteil überzeugen. Eine Online-Schulung gepaart mit einem sehr weit gefasster Rahmen von Präsenzterminen wäre sicher einen Versuch wert, wie bei der Theorie zum Führerschein: eine bestimmte Anzahl von Terminen an den Stützpunkten, die innerhalb von 2 Jahren besucht werden müssen. Die Themenfolge beginnt dabei immer wieder von neuem.


    Auch ich bin einer der sogenannten Dorftrainer in einem der sogenannten Dorfvereine und wir haben auf dem nächsten C-Schein Kompaktlehrgang an mehreren Wochenende wieder 7 Jugendtrainer dabei, die halt dafür ein paar Wochenenden opfern. Aber damit erreichen wir dann auch eine Quote von über 50% ausgebildetem Trainerpersonal im Verein.

  • Grundsätzlich bin ich zwar auch der Meinung, dass das schrittweise anheben der Feldgröße und Mannschaftsstärke aus Sicht der Entwicklung der Kinder bezogen auf räumliches Sehen und Orientierung im Raum ein guter Schritt wäre, die Argumente die jedoch teilweise angeführt werden sind mir dann aber doch oft zu speziell auf den eigenen Verein und die dortige Situation gemünzt.
    Beispiel 1: Spielerzahl: Dies ist in jedem Verein unterschiedlich und kann so oder so zu Problemen führen. Ein User schrieb er hätte in zwei mal 12-13 Kinder. Dann sind 9er Teams ideal. Ich werde 2011 voraussichtlich 15 Kinder der Jahrgänge 99/2000 haben. Für mich wäre 9er eine Katastrophe da mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 3 aufhören und ich 2013 dann ein Problem mit einer 11er habe. Rahmenbedingungen sind natürlich Dorfverein (Breitensport) und begrenzte Möglichkeiten Spieler zu "Scouten".
    Beispiel 2: Platzgröße: Bei uns gibt es Vereine die haben "Großfelder" die gerade den Minimalmaßen entsprechen. Wenn man darauf 11 gg. 11 spielt hast du wesentlich mehr zweikämpfe wie bei anderen von 16er zu 16er im 9 gg. 9.


    Die Rahmenbedingungen die vom Verband vorgegeben werden sind zwar wichtig, aber in meinen Augen hier nicht entscheidend. Viel wichtiger sind doch die Trainer. Du kannst die Spielgröße variieren wie du möchtest, wenn du einen Trainer hast, der Kinder nur anbrüllt wenn sie Fehler machen, werden sie dir der Reihe nach aufhören. Und hier hab ich im letzten Jahr so einiges erlebt.
    Und die Anzahl der Ballkontakte und 1v1 Situationen kann ich doch im Training viel besser steuern als in einem Spiel. Ich zum Beispiel spiele mit meiner D-Jugend in der untersten Spielklasse, weil in der Vergangenheit bei uns im Jugendbereich viel falsch gemacht wurde. Ich habe aber einen Jahrgang der zu den besseren im Kreis gehört. Das heißt das meine Spieler im Training wesentlich mehr gefordert werden als in den Spielen. Da hilft auch keine 9er Mannschaft. Um die Jungs voran zu bringen muss ich sie im Training fordern (Die Coerver-Methode ist hier ein Weg) und in den Spielen zu bestimmten Aufgaben zwingen (9v11, 2 Kontakte, jeder muss den Ball berühren bevor ein Tor erziehlt wird, zwingend 1v1 von jedem Spieler usw.), auch wenn das Ergebniss dann mal nicht so läuft wie es soll. Dazu spiele ich dann möglichst viele Freundschaftsspiele gegen gute Mannschaften und gutbestzte Turniere.
    Und zum Thema Ausbildung und Schein möchte ich sagen, dass man da mit Sicherheit viel lernt, der Schein alleine aber noch keinen guten Trainer ausmacht. Auch hier habe ich schon Trainer erlebt, speziell diejenigen die die alte Schule vertreten, welche D und E-Jugendliche Runden laufen und Steigerungsläufe über die Diagonale des Großfeldes machen lassen. Oder in einer D-Jugend 60% des Traings mit 14 Kindern Eckbälle. Und dafür geben Dorfvereine dann auch noch Geld aus. Das ist in meinen Augen viel schlimmer als wenn man in der D-Jugend 11v11 spielt. Das sind "Verbrechen" an Kindern und Jugendlichen, für die gehören Jugendleiter, Abteilungsleiter und Vorstände gesteinigt.

  • Wie bereits gesagt, es kommt nicht wesentlich auf die Mannschafts- und Feldgröße an, weil die meist durch vereinsbedingte Rahmenbedingungen vorgegeben ist. Vielmehr kommt`s auf die Trainer an, ob aus den Kids mal Kicker werden, die mit Spaß und umfassender Jugendausbildung dem Fußball treu bleiben! Der Vorschlag zur Online-Ausbildung für die unterste Trainerstufe liegt übrigens dem DFB bereits vor. Über die Details wird gestritten. (z.B. wie kann man praktische Ausbildung einfließen lassen?)



    Der Hinweis, dass auch lizensierte Trainer Deppen sein können, ist selbstverständlich richtig. Über Trainerscheine, die in Geschenkpapier eingepackt sein können, gibts bereits Infos zum Schmunzeln und Ärgern in den Themen: "C-Lizenz unglaublich was sich da abspielt" oder "A-Lizens Eignungsprüfung".

  • Hallo zusammen,


    die Diskussion die hier geführt wird, habe ich teilweise in gleicher zumindest aber in ähnlicher Form vor 3 Jahren im benachbarten Saarland, und vor 2 Jahren bei uns in Rheinland-Pfalz mitbekommen.
    die Argumente waren, dagegen oder dafür, die gleichen, begründet sind sie im Prinzip alle, meist jedoch aus den eigenen Gegegebenheiten heraus begründet.


    nach diesen 2 bzw 3 Jahren steht jedoch fest:


    es gibt mehr D-Jugendmannschaften als vorher
    es haben im D-Jugendbereich weniger Spieler aufgehört wie vorher
    erforderliche Spielgemeinschaften bei kleinerern Vereinen konnten von vom D-Jugendjahrgang auf den C- Jugendjahrgang verschoben werden.


    es gibt inzwischen in unserer Gegend keine kritischen Stimmen mehr gegen die 9er., keiner will mehr die Umstellung auf 11er.


    Probleme hatten viele lediglich im 1. Jahr der Umstellung, durch die Zurückstufung von 11er auf 9er.
    dieses Jahr überbrückten viele durch zusätzlicher Freundschaftsspiele mit 11er.


    das sind nicht wegzudiskutierende Tatsachen.


    Inzwischen sind auch viele Trainer der Meinung, dass die Fortentwicklung von E 7 zu D9 dann zu C11 auch der sportlichen Entwicklung der Spieler entgegenkommt.


    bei rein leistungsbezogen zusammgestellten D-Jugendmannschaften mag das durchaus etwas anders sein.


    Ich war anfangs auch skeptisch, und bin inzwischen voll überzeugt, wie gesagt aus der Sicht des Dorftrainers.


    Dorftrainer gibt es auch in der Stadt, ich verstehe darunter die Trainer in kleineren Vereinen, die nicht sichten können, und froh sind genügend Spieler
    z.B. für eine C-Jugend aus 2 Jahrgängen zusammnzubekommen.


    Günter

  • Hallo zusammen,


    die Diskussion die hier geführt wird, habe ich teilweise in gleicher zumindest aber in ähnlicher Form vor 3 Jahren im benachbarten Saarland, und vor 2 Jahren bei uns in Rheinland-Pfalz mitbekommen.
    die Argumente waren, dagegen oder dafür, die gleichen, begründet sind sie im Prinzip alle, meist jedoch aus den eigenen Gegegebenheiten heraus begründet.


    nach diesen 2 bzw 3 Jahren steht jedoch fest:


    es gibt mehr D-Jugendmannschaften als vorher
    es haben im D-Jugendbereich weniger Spieler aufgehört wie vorher
    erforderliche Spielgemeinschaften bei kleinerern Vereinen konnten von vom D-Jugendjahrgang auf den C- Jugendjahrgang verschoben werden.


    es gibt inzwischen in unserer Gegend keine kritischen Stimmen mehr gegen die 9er., keiner will mehr die Umstellung auf 11er.


    Probleme hatten viele lediglich im 1. Jahr der Umstellung, durch die Zurückstufung von 11er auf 9er.
    dieses Jahr überbrückten viele durch zusätzlicher Freundschaftsspiele mit 11er.


    das sind nicht wegzudiskutierende Tatsachen.


    Inzwischen sind auch viele Trainer der Meinung, dass die Fortentwicklung von E 7 zu D9 dann zu C11 auch der sportlichen Entwicklung der Spieler entgegenkommt.


    bei rein leistungsbezogen zusammgestellten D-Jugendmannschaften mag das durchaus etwas anders sein.


    Ich war anfangs auch skeptisch, und bin inzwischen voll überzeugt, wie gesagt aus der Sicht des Dorftrainers.


    Dorftrainer gibt es auch in der Stadt, ich verstehe darunter die Trainer in kleineren Vereinen, die nicht sichten können, und froh sind genügend Spieler
    z.B. für eine C-Jugend aus 2 Jahrgängen zusammnzubekommen.


    Günter