Beiträge von Mapo

    Ich denke, wenn du zwischen den Zeilen liest und nicht jeden Satz auf die Goldwaage legen möchtest, kannst du schon gute Schlüsse daraus ziehen. Ich sehe es schon als meine Aufgabe an den Kindern/Teenagern eine gewisse Form von Demut zu vermitteln, denn diese verlieren die Spieler schnell aus den Augen (kritisch kann man auch die Gegenfrage stellen, ob der "Profi" mit dem Autokauf noch ein Kind ist).


    Gleiches gilt für die Frisur. Ich übersetzte das für mich so, dass in einem Mannschaftssport klar sein muss, dass das Team vor dem Einzelnen steht, aber gleichzeitig sich ein Team gerade durch die Individuen auszeichnet. Da gilt es die Stärken eines jeden Einzelnen so zu fördern und einzusetzen, dass es für das ganze Team von Nutzen ist.


    Mir imponiert in dem Bericht vor allem die positive Grundeinstellung, vor allem vor dem Hintergrund, wie er sich gibt, wenn es mal nicht so läuft. Es immer wieder zu schaffen, aus schlechten Situationen das Gute zu sehen, ist in meinen Augen sehr schwer und eine grundlegende Stärke. Außerdem gefällt mir der Punkt, dass er sich für jeden seiner Spieler interessiert, die Hintergründe kennen möchte, um den Spieler so bestmöglich zu helfen.


    Kritisch sehe ich es, dass alles in absoluter Besessenheit dem Erfolg untergeordnet wird. Ich glaube man gerät gerade in Wettkämpfen schnell in einen Wahn, in dem es schwer wird noch einen kühlen Kopf zu bewahren.
    Don Quijote beschreibt ebenfalls einen zweiten Punkt, den ich kritisch sehe, denn die Selektion findet schon vor der eigentlichen Arbeit an.

    Kannst Du konkrete NLZs benennen, wo das so ist? Alle NLZs, die ich kenne, bilden schon ab U12, U13 positionsspezifisch aus, viele sogar schon früher. Ob das gut ist, sei mal dahingestellt - ich denke auch, dass es sinnvoll ist, eine Vielseitigkeit ("Polyvalenz") anzustreben. Gerade daher interessieren mich konkrete Beispiele.
    Grüße
    Oliver

    Auch wenn diese Diskussion eigentlich nichts mit dem Thema zu tun hat, frage ich anders rum:


    Gibt es einen Unterschied in der zu frühen Festlegung der Position zwischen NLZ und Breitensportvereine? Ich sehe auf allen Fußballplätzen viele Positionsidioten, bzw. vor allem bei dem Breitensportvereinen viele unausgebildete Trainer, die sich der Wichtigkeit der "Polyvalenz" nicht bewusst sind. Da ist es zum Teil so krass, dass der Seniorenspieler seit dem Minikicker-Alter auf ein- und derselben Position spielt. Daher ist mir die Argumentation zu eindimensional.


    Positionsspezifisches Techniktraining und auch Spezialisierung ist in meinen Augen auch im Breitensport wichtig, allerdings erst ab einem gewissen Alter.




    Zurück zum Thema:
    Ich habe einen interessanten Artikel über die 10 Erfolgsregeln von Jürgen Klopp gefunden, den ich mit euch teilen möchte, denn er regt mich zum Nachdenken an:


    https://www.redbulletin.com/de/de/sports/jurgen-klopp-10-erfolgsregeln-des-liverpool-Trainers


    Was denkt ihr?

    Die Frage am Anfang war nach dem "Wie" und nicht "Wer" das Sichtungstraining macht. Die Kompetenzen die du beschreibst, sind in meinen Augen Grundvoraussetzung für ein Sichtungstraining. Dort geht es ja um Selektion und den Leistungsgedanken!


    Zum Thema "verstecken" sei gesagt, dass ein Top Innenverteidiger oder auch Torwart im 11 gegen 11 bei einer unausgewogenen Zusammenstellung der Mannschaften beispielsweise nie die Möglichkeiten bekommen sich auszuzeichnen, wenn die anderen so schwach sind, dass sie nie oder selten nach vorne kommen. Dieses Risiko wird deutlich in kleinen Spielformen reduziert, vor allem weil du immer wieder neu durchwechselst.

    Ich rede vom Großfeld Fußball, also ggf D alt, aber auf jeden Fall C, B, A.

    Andre hat es gut beschrieben, wie es ablaufen sollte. Wieso soll Andre´s Vorschlag nicht auch für diese Altersklassen gelten? Es ist für mich keine Frage der Altersklasse!


    Im 3 gegen 3 oder auch 4 gegen 4 kann sich keiner verstecken. Im 11 gegen 11 schon eher. Überlege mal du hast 24 Spieler im Sichtungstraining mit dem Ziel, dass 3-4 Trainer in kurzer Zeit einen ersten Eindruck bestenfalls von jedem Spieler verschaffen sollen. Baust du 3-4 Felder auf und lässt alle in kleinen Gruppen spielen, hat doch jeder Spieler mehr Ballaktionen und kann sich zeigen, als im 11 gegen 11.

    Ich bin auch der Meinung, dass man es trainieren kann - warum greifen sowohl die Nationalmannschaft als auch viele Bundesligaclubs auf Psychologen zurück? Und auch bei anderen Sportarten wird immer wieder "vom Mentalen" und Mentalcoach gesprochen.


    Auch das Fußballspiel wird im Training nicht 1 zu 1 transportiert und so wird auch die psychologische Seite nicht 1 zu 1 im Training abgebildet sein.


    Neben "bestrafen" gibt es ja auch noch "belohnen". z.B. anstatt Fehlpässe, kann ich angekommene Pässe zählen. Oder anstatt "Tor aufräumen" für den Verlierer, kann sich der Sieger auch etwas wünschen (z.B. seine Lieblingsübung). Ich habe mal eine Anleitung zum Loben geschrieben, die fällt mir bei dem Thema wieder ein.

    Der Punkt an den ich mich aufhalte ist doch bei den Spielern eine intrinsische Motivation (von innen) zu entwickeln. Spiele ich mit Belohnungen ist es wieder extrinsisch (Anreiz von außen), nach dem Motto, wenn ich das schaffe, bekomme ich das und das.


    Ich bin der Meinung, dass jeder Spieler lernen soll, wie geil es ist zu gewinnen (Stichwort: Gewinnertyp). Überspitzt gesagt, sollen Spieler ja auch nicht 1. werden wollen auf einem Turnier, weil es dann den größten Pokal gibt, sondern weil das Gefühl einfach überragend ist 1. zu werden. Letztlich sollte es doch dann egal sein, ob es einen Pokal, Medaille oder gar nichts dergleichen gibt. Den Hinweis von Prof. Dr. Trainer laut mitzuzählen finde ich gut. Das habe ich in letzter Zeit unbewusst weniger gemacht, bewirkt aber eigentlich, dass die Spieler noch sensibler auf die Situation reagieren.


    Dieses Selbstverständnis zu entwickeln, darauf habt ihr hier viele tolle Anmerkungen gemacht, die mich ein Stück weiter bringen. Trotzdem glaube ich, dass das Entwickeln einer intrinsischen Motivation weitaus schwieriger und schwer greifbar ist.

    Eine ähnliche Diskussion gab es hier schon mal:"Wir müssen wieder wettkampforientierter trainieren und Spiele mit großem Gewinn-Charakter ins Training implementieren"


    Im Training immer wieder Wettkämpfe einbauen fördert das Gewinnen wollen. Aufgaben müssen immer so gestellt sein, dass sie eine Herausforderung darstellen, um den Ehrgeiz der Jungs zu wecken. Sind sie zu leicht, führt es zur Überheblichkeit, wenn zu schwer zu Motivationsverlust.


    Weiterhin hilft es, gezielt die Aufmerksamkeit und Inhibition (Impulskontrolle) zu trainieren. Dadurch bekommt man Spieler, die mit Drucksituationen besser umgehen können.

    Erstmal vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen.


    Den Grundlagenbereich ausgenommen, finde ich es erstmal egal über welche Altersklasse gesprochen wird, denn es ist in meinen Augen primär eine Sache, die von der Persönlichkeit und des Temperaments eines Individuums gesteuert wird.
    Ich finde die Idee von pd33 nicht schlecht am ganzen Prozedere nichts zu ändern, aber das mache ich auch nicht. Die Spieler sind ja nicht dumm und merken selber worum es geht.
    Wettkämpfe im Training gehören in meinen Augen immer dazu, denn das ist das Salz in der Suppe. Ich denke aber trotzdem, dass durch Wettkämpfe solche KO-Runden Situationen nur schwer simulieren lassen. Wenn ich dann in den Wettkämpfen mit Bestrafungen für die Verlierermannschaft spiele (z.B. das Verliererteam sammelt alle Sachen ein), wecke ich ja auch eher wieder die Angst zu verlieren als die Lust zu gewinnen. Mache ich das aber auf der anderen Seite nicht, stelle ich mir die Frage, wie ich es dem Gewinnerteam klarmachen kann, wie geil es eigentlich ist zu gewinnen, denn ich denke ein Anreiz muss schon gegeben sein. Wenn mein Team in KO Runden gewinnt, haben sie sich ja auch damit belohnt, dass sie eine Runde weiter sind und das andere Team raus ist.


    Eure Gedanken kann ich alle nachvollziehen, finde sie aber pauschalisiert beschrieben und schwer greifbar. Ähnliches gilt auch für den verlinkten Thread. Ich könnte nicht behaupten, dass ich groß anders denke würde.


    Eine Trainingsübung, die ich gerne spiele, ist beispielsweise folgende, die jeder kennen sollte:
    Turnierform mit 4 Teams auf zwei Felder. Ein Feld erste Liga, das andere zweite Liga. Der Gewinner in der 1. ist Meister, der Verlierer steigt ab. Der Gewinner in der 2. steigt auf, der Verlierer bleibt drin. Es ist aber trotz allem irgendwie nicht das selbe, wie in den Turnierspielen.
    Außerdem spielen wir am Ende meistens einen Elfmeterkönig aus. Hier erlebe ich oft, dass wir zumindest in Elfmeterschießen nicht blockieren.


    Ich glaube aber, dass solche Spielformen noch weitergedacht werden müssen, um den Jungs in psychischen Belastungssituationen mehr Optionen für Ruhe und Gelassenheit zu geben anstatt zu blockieren.

    Eins vorweg. Ich verstehe mich nicht als Ergebnistrainer, sondern stelle mir die Frage, wie ich den Jungs bei der Erreichbarkeit der eigenen Zielen helfen kann.


    Ich habe bei meiner Mannschaft Situationen erlebt, dass sie tolle Spiele gemacht hat und dann in KO-Spielen als vermeintlicher Favorit an den Druck scheitert gewinnen zu müssen (für mich gibt es kein muss, es heißt eher zu "wollen"). Ich denke, es sollte immer die Lust zu gewinnen da sein und nicht die Angst zu verlieren. Ich erkläre meinen Spielern danach immer, dass die Welt nicht unter geht und bei uns trotzdem weiter Fußball gespielt wird, wenn wir das Spiel nicht gewinnen. Am Ende interessiert es sprichwörtlich "kein Schwein", ob wir gewinnen oder verlieren. Vor den Spielen fokussieren sich die Jungs auf ihre Aufgaben und wirken sehr ehrgeizig. Von meiner Seite gibt es da keinen Druck.


    Ich stelle mir die Frage, wie ich solche Situationen ins Training transportiert bekomme, um den Jungs aufzuzeigen, dass der positive Gedanke und das Stecken von erreichbaren Etappen-Zielen zum großen Ziel führen kann. Wie kann ich den Jungs dabei helfen sich selbst zu belohnen, bzw. mit positiver Energie aus negativen Erlebnissen herauszugehen? Habt ihr da Erfahrungen oder Ideen?

    Gerade im Kifu gilt doch, nach spätestens 1 Minute rollt der Ball, denn selbst die aufmerksamsten Kinder hören nach einer gewissen Zeit nicht zu. Die Frage, die man sich doch stellen muss ist, wie der Transfer vom "Gesagten" zum "Gehörten" am besten funktioniert. Ich lasse alle Übungen, die ich erkläre auch vormachen oder mache sie selbst vor und vor allem erkläre ich dies nicht erst im "Kreis", sondern stelle die Spieler schon dort hin, wo ich sie in der Übung haben will. Da geht sonst eine Menge an Zeit verloren. Vielleicht ist der "Träumer" kein Träumer, sondern ein Haptiker.
    In der Regel funktioniert das immer und falls der Träumer es immer noch nicht umsetzen kann, habe ich aber dann die Möglichkeit ihn aus der Übung rauszunehmen und es ihm separat zu erklären, ohne die Übung zu unterbrechen.


    Zum Thema Feedbackkultur wäre ich vorsichtig das ganze zu pauschalieren. Manche Eltern sind für jedes Feedback offen. Das bedeutet in meinen Augen nicht, dass man aber nur diesen Kindern Feedback geben sollte. Ich denke, jeder Trainer sollte sich Zeit nehmen und allen Kindern regelmäßig unter Beteiligung der Eltern Feedback geben (kann ja auch positiv sein). Dann muss ich mir für das Gespräch ein Ziel setzen und dann überlegen, wie ich diese Message transportiere. Wenn ich den kritischen Eltern Beispiele für meine These geben kann, überzeuge ich diese auch. Am Ende geht es doch nur darum dem Kind zu helfen und Tipps zu geben. Am vorteilhaftesten ist es, wenn du als Trainer durch geschickte Fragen die Kinder und Eltern dahin lenkst, dass sie selber aussprechen, was du denkst, denn ich finde die meisten Kinder haben eine gute Selbsteinschätzung.

    Ich erlebe so oft Trainerneulinge, die genau das gleiche sagen wie du. Ich denke, du wirst anders denken, wenn du die ersten Lehrgänge besucht hast.


    Sie machen dich nicht zu einem besseren Trainer, aber sie geben dir entsprechendes Handwerkszeug, was du für den Alltag absolut gebrauchen kannst. Am Anfang muss allerdings die Bereitschaft da sein, etwas lernen zu wollen, ansonsten macht das ganze keinen Sinn.


    Prinzipiell ist es gut, wenn du weißt, wie eine Kette sich verhalten muss, ich denke trotzdem du wirst neue Denkanstöße bekommen. Am Ende musst du dir aber auch die Frage stellen, wie du das Wissen zu deinen Spielern transportierst. Gerade die Frage nach dem "Wie" wird dir dort sicherlich näher beantwortet.

    NLZ´s werden immer untereinander spielen wollen. Da geht es am Ende immer um den Leistungsgedanken. Dieses Problem wurde hier im Forum auch schon umfassend thematisiert.
    Trotzdem sehe ich auch in diesem Bereich gerade in den Spielen untereinander viele NLZ´s die ohne Schiedsrichter nach FPL Regeln spielen. Das eine schließt das andere nicht völlig aus.


    Auch hier steht und fällt am Ende alles mit den Trainern und Eltern und wie diese das ganze mit Leben füllen (wollen)

    Ein Stoppen mit der Sohle sorgt natürlich dafür, dass der Ball flach weitergespielt werden kann. Nimmst du ihn in die Spielrichtung mit, kann es auch schon mal vorkommen, dass er etwas "holpert" und du dich um Optionen auf der anderen Seite beraubst.
    Im engen Raum kann es draußen auf dem Feld auch mal vorkommen, dass der Ball mit der Sohle gestoppt wird, um zu sehen, was der Gegner anbietet. Gerade in Rondo´s sehe ich das sehr oft.


    Die Philosophie in der Halle von personalityX vertrete ich auch. Ich sehe auch die ähnlichen Probleme. Letztlich steht und fällt alles mit dem Torwart. Ich erlebe es so oft, dass die Spieler die besten Freilaufbewegungen machen, aber der TW die Räume nicht sieht und sich zum Teil selbst unter Druck bringt, wenn der Gegner den Passweg anschließend klug abschneidet und den TW anläuft.

    Aber eben nur für diesen Bereichwäre diese Regel neu. Denn zumindest bei uns darf im Amateurbereich "beliebig" ein und ausgewechselt werden. Insgesamt dürfen 3 "neue" eingenwechselt werden und innerhalb dieser 15er Mannschaft darf beliebig aus und wieder zurück gewechselt werden.
    Alles andere halte ich auch im Profibereich für Augenwischerei. Denn wenn z.B. ein Herr Tuchel über die Belastung der Top 15 jammert frage ich mich warum er im nächsten Spiel nicht Nummer 16-20 aufstellt. Weil diese eben nicht in Team oder die Taktik passen oder eben im Moment nicht gut genug sind. Und eine 15min Pause für die "Stars" während der Partie macht nicht den Riesen Unterschied denn Vorbereitung und Regenerationsprogramm rund um den Spieltag bleiben in meinen Augen vergleichbar.


    Gruß
    Torsten

    Dann ist es aber die freie Entscheidung des Trainers, wie oft er wechseln mag.


    Und zu der Bankstärke der Bayern sei gesagt, dass es auch hypothetisch ist, ob die Wechselspieler im Ergebnis einen anderen Effekt bringen. Jeder sieht die Bayern pauschal als Favoriten und zum Teil auch als "unschlagbar" an. Das hat dann wenig mit der Wechselregelung zu tun. Es ist am Ende in jeder Liga so, dass der vermeintliche Favorit mit den breitesten Kader scheinbar die größten Vorteile hat, aber in der Vergangenheit wurde oft genug bewiesen, dass nicht immer die beste Mannschaft gewinnt.

    Ich denke, ihr liegt beide richtig. Es ist meiner Ansicht nach so, dass Eskalationen im Fußball von den Medien viel freudiger aufgegriffen werden. Das muss aber auch einen Grund haben.


    Ich spiele Fußball, Handball und Volleyball, von Handgreiflichkeiten hab ich bisher nur in ersterem Bereich mitbekommen. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass sich die anderen beiden Sportarten in Sachen Schirianfeindungen nicht positiv hervortun.

    Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass nur ein Bruchteil der Menschen andere Sportarten ausüben und Fußball am populärsten ist. Ich denke, es würde beim Volleyball genauso oft eskalieren, wenn die Anzahl der Sporttreibenden und die Popularität/Reputation genauso hoch wäre wie beim Fußball und umgekehrt.

    Erinnert mich irgendwie an Louis van Gaal, der 2010 auch für Regeländerungen plädierte.
    https://www.nzz.ch/fussball-vo…-linienrichtern-1.5167677


    Dort ging es aber um das passive Abseits, den Chip im Ball, den Einschuss und das Gladiatorenspiel.
    In den Niederlanden wird im Grundlagenbereich zum Teil schon mit dem Einschuss/Eindribbeln gespielt. Ich mache dies im Training auch, allerdings dann mit dem Zusatz, dass der Ball flach ins Spiel gebracht wird, da mir das Spiel ansonsten zu wild wird.


    Prinzipiell finde ich, dass man sich neuem nicht sofort verschließen sollte ohne es wirklich ausprobiert zu haben. Allerdings eignet sich das Profigeschäft nur selten als Pilotprojekt, da es dort auch ums Geschäft geht.


    Ich würde als erstes auf eine Regeländerung der Spielerwechsel plädieren, wie es z.B. Tuchel gefordert hat, gerade im Hinblick auf die hohe Belastung und die Balance im Kader wäre das sicher etwas bahnbrechendes.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Andeuten von Konsequenzen nichts bewirkt und vielmehr den Trainer unter Druck setzt. Ich würde mich jedenfalls nicht unter Druck setzen lassen. Wenn ich eine Maßnahme ergreife, dann so, dass ich diese nicht vorher 5 mal ankündige. Es ist doch ein Machtspiel, was der Vater da treibt.
    Ich bin persönlich immer am besten gefahren, nach dem nächsten Training ein Vier (oder wenn es sein muss auch Sechs)-Augen Gespräch zu führen, um den Vater dann einen Spiegel vorzuhalten, indem ich ihn frage, wie er als Trainer mit solchen Vätern, wie er es ist, umgehen würde. Da kommt schon ziemlich oft das Einsehen. Wenn ich ihm dann noch erkläre, dass ein Kind kaum einschätzen kann, dass der Vater unrecht hat, wenn er zu seinem Sohn sagt "schieß", obwohl in unserem Matchplan vielleicht der Pass die richtige Lösung wäre und er somit seinen Sohn verwirrt hat, wird er es auch inhaltlich verstehen.

    Die Frage, die ich mir stelle ist, ob ihr die Pässe hättet sehen wollen, wenn ihr das Spiel gewonnen hättet?
    Ich habe es in der C-Jugend auch oft erlebt, dass die körperlichen Unterschiede am krassesten sind.
    Betrug gehört sicher angezeigt, trotzdem ist mir die Intention bei dir nicht klar nicht klar, warum du dies erst nach dem Spiel hinterfragst, obwohl dir das vor dem Spiel aufgefallen ist.

    Ich verstehe die Botschaft deiner Antwort nicht TW-Trainer. Ich habe über das Coaching während des o.a. Spiels gesprochen und keine Grundsatzdiskussion zum Coaching angefangen.


    Ich fand die Schlussfolgerung vom Schimanski nicht schlüssig, dass bei NLZ´s alles nach Trainervorgabe geschieht und die Kinder sonst freier sind. Am Ende steht und fällt es mit dem Trainer und da ist es egal, ob es NLZ ist oder nicht.


    Ich würde mein Kind z.B. sehr gutem Gewissens in Schimanski´s Hände geben, da er sowohl fachlich als auch menschlich sich hier top präsentiert. Da wäre es mir persönlich egal, ob er NLZ Trainer oder Breitensporttrainer ist.