Beiträge von AKjfv

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    Wo gibt es denn ein Winterfenster zum Wechsel bei den Junioren. Bei uns nur für Senioren.

    Daher 3-6 Monate Sperre! abhängig von dem abgebenden Verein.

    Durch die Kunstrasenplätze ist im Winter ein neues Problem entstanden.

    Gestern Kleinfeldspiele bei den Kleineren aus dem Zug heraus beobachtet.

    Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, wären konservative Plätze für unbespielbar erklärt worden.

    Der trockene Kunstrasen reguliert mögliche Unvernunft jedoch nicht.

    Angesichts des polarem Wind und der logischerweise ungeschützten Lage der meisten Plätze halte ich Training und Spiele zumindestens in dieser Woche bei uns für total unvernünftig.

    Wenn die Wetterämter vor möglichen Erfrierungen warnen, gibt es eigentlich keinen Entscheidungsspielraum.

    Kann das Problem verstehen. Habe auch zu lange mit der geballten Faust in der Tasche zugesehen. Meist fehlt es an geeigneten Alternativen. Es fehlt zumindest bei uns im Umfeld zunehmend an Vereinen mit einer wirklichen ernsthaften und nachhaltigen Jugendarbeit.

    Die Ortsvereine im sog. Breitensportbereich haben häufig kein gelebtes Konzept.

    Jeder Trainer macht was er will, Hauptsache die Position ist besetzt.

    Die Kenntnisse über die Ausbildungsinhalte der betreffenden Jahrgangsstufe sind meist eher rudimentär. Daher wird meist in den sauren Apfel gebissen und die Erfolge der sog. Leistungsvereine mit einer guten Ausbildung gleichgesetzt.

    Hier wird wenigstens verlässlich trainiert, zudem die Infastruktur meist besser ist.

    Trotz Desillusionierung kehren die wenigsten in ihren Heimatverein zurück und beenden häufig früh ihre sportliche Laufbahn.

    Scheinbar wird eine Rückkehr als Scheitern empfunden und leider ihnen manchmal auch suggeriert. Die sportliche Perspektive in Jugendabeilungen, in denen im Schnitt weniger als ein Jugendspieler sich pro Saison in der Seniorenabteilung, selbst in den unteren Klassen durchsetzt sind wenig rosig.

    Aber auch hier sind wohl meist die Kinder und Jugendlichen Schuld.

    Solange Jugendarbeit nicht als langfristige Chance für sportliche Perspektive des Gesamtvereins gesehen wird und nicht als notwendiges Anhängsel.

    Solange sich nicht fläschendeckend die Einsicht einer qualifizierten Jugendarbeit durchsetzt, werden die erfolgsblinden Trainer und Vereine weiterhin Zulauf bekommen.

    Rein schematisch handelt es sich bei einer D Jugend, um den ersten Jahrgang des Aufbaubereichs.

    Bei einer U 13 handelt es sich begrifflich eigentlich noch um Kinder! Was eigentlich vollkommen Wurscht ist.

    Sicherlich kann und darf ein Trainer bei den Einsatzzeiten der Kinder in einem gewissen Rahmen differenzieren.

    Die Kriterien hierfür sollten jedoch fair und transparent sein. ( Trainingsteilnahme, Lern- und Einsatzbereitschaft im Training, ab einem gewissen Alter auch die erforderliche Disziplin im Training). Zudem finde ich hat jeder aufgestellte Spieler Anrecht auf die halbe Spielzeit. Kurzeinsätze gegen Ende der Spielzeit, empfinde ich als Verarschung von Kindern, die einen Tag des Wochenende um den Spieltag ausgerichtet haben.

    Ein Wettbewerb um die Einsatzzeiten, entspricht dem Denken des Seniorenbereichs und hat im Aufbaubereich noch nichts verloren.

    Am besten trainieren in dieser Altersstufe, diejenigen die voller Neugier und Streben neues erlernen wollen. Dies erfordert aber die Risikobereitschaft, das erlernte ausprobieren zu wollen und zu können.

    Der propagierte Wettkampf um die Einsatzzeiten kommt in diesem Alter höchstens denjenigen zu gute, welche entweder körperlich bereits weiter entwickelt sind, oder welche egomanisch und mit völlig übersteigerten Selbstbewusstsein von den Eltern zur Ich- AG gezüchtet werden.


    Die geringe Spielzeit der Kinder haben komischerweise immer die Kinder zu vertreten, niemals der für die sportliche Entwicklung verantwortliche Trainer.

    Das eigene Versagen wird durch den sportlichen Erfolg einzelner überdeckt.

    Interessanter Weise lässt sich bei Teams in diesem Alter häufig in der zweiten Hälfte der Saison eine starke Stagnationen beobachten.

    Das Streben nach der Bewahrung des Status Quo ( Status als Stammspieler) , kombiniert mit der fehlenden Risikobereitschaft im Training und Spiel, resignierte und frustrierte " Ergänzungsspieler" müssen dann mit Frischblut kompensiert werden.

    In den leistungsorientierten Vereinen mit sportlichen Erfolgen wird dies gelingen. In Breitensportvereinen können und werden die Folgen gravierender sein. Eine C Jugend kann dann möglicherweise nicht mehr gestellt werden. Den zu vollkommen Überraschung werden dann mindestens 16-18 engagierte Spieler für eine Saison benötigt.


    Dies alles geschieht auf dem Rücken von Kindern die eigentlich nur ihr Hobby ausüben wollen und sollen.

    Wow. 600 Euro Jahresbeitrag. Selbst der beste (Leistungsstärkste) verlangt bei uns nicht Mal die Hälfte.

    Entspricht zwar in etwa dem Beitrag für Klavierunterricht. Auch wenn in der Realität der Preis halt doch keine Leistung garantiert. Oder vielleicht doch, was haben die Eltern bei dem Preisgefüge erwartet, totalen Leistungsdruck oder wirklich pädagogische Vereinsarbeit. Bei dem Preis war das Ergebnis doch wohl klar und wird wahrscheinlich vom großen Teil der Eltern als Konsumenten auch mitgetragen.

    Investieren für die professionelle Zukunft des Kindes, wird nicht funktionieren, aber ein interessantes Geschäftsmodell.

    Genug Schafe zu scheren sind immer vorhanden.

    Sorry aber was wurde hier erwartet. Vegetarische Haifische im Becken der gefräßigen " Jugendarbeit".

    Wenn das Hobby des Kindes im Vordergrund steht, sofort die Reißleine ziehen. Jedes Abwarten ist nach meiner Erfahrung total falsch und wird nichts nützen.

    Ich finde es nicht schlimm gewisse Sachen wie in einer Gebetsmühle zu wiederholen.

    Verkürzt dient eIn Spielsystem in der Defensive der Verringerung des Riskos eines Gegentores und in der Offensive in der Erhöhung der Chance ein Tor zu erzielen.

    Dadurch ist das System per se auf Erfolg ausgerichtet, nämlich das benannte Ziel mit höherer Wahrscheinlichkeit zu erreIchen.

    Hierdurch steht das System in seiner Interpretation durch Erwachsenen insbesondere in der Defensive unter der Maxime der Risikominimierung. Dies steht jedoch im Widerspruch zu der Intentionen einer nachhaltigen Kinder- und Jugendfoerderung. Ein kontrollierter Spielaufbau von hinten, Rückpässe zum Torwart sind insbesondere in den jüngeren Jahrgängen fehlerbehaftet und führen auch zu Gegentoren. Hatte mit einem Elternteil längere Diskussionen, weil ich von seinem Sohn einforderte in der Defensive weniger klärend ( klären über die Seitenlinie) sondern mehr auf Ballgewinn zu agieren. Sicherlich mit ein höheren Fehlerquote behaftetes Verhalten. Aber aus unzähligen Einwuerfen entsteht in der Regel auch das ein oder andere Gegentor.

    Im Fußball geht es häufig um die Abwägung von Risiko und Erfolgsaussichten. Diese Abwägung müssen aber die Kinder lernen selber zu treffen.

    Handlungsoptionen zu erkennen, einzuschätzen und später häufig auch die richtige zu treffen, wird ausschließlich durch seine individuelle Ausbildung und dem Zulassen von Fehlern erreicht.

    Ein System was auf die Verminderung von Fehlerquoten ausgelegt ist, oder lediglich die Fehler des Gegners ausnützt, ( z.Bsp. lange hohe Bälle in die Spitze) werden die Entwicklung behindern.

    In den jüngeren Jahrgängen werden sich nach meiner Meinung immer die besser ausgebildeten Kinder durchsetzen. Mannschaften die in ihrer Entwicklung noch hinterherhinken, werden durch ein eingeübtes System lediglich Ergebniskosmetik betreiben können und wieder Zeit verlieren.


    Kurzer Gedanke Nach meiner Ansicht lernen Kinder im taktischen Bereich entgegen der alten Weisheit selten aus Fehlern,

    ( Fehler zu thematisieren um alternatives Handeln zu erreichen ist daher insbesondere bei den Kleinen eher unsinnig) sondern häufiger durch das Erleben und der positiven Selbst- und Fremdwahrnehmung der Handlungsalternative. Wobei es mehrere positiver Erlebnisse bedarf um dieses zu verstärken und zu festigen.

    Mit den letzten beiden Threads kann ich wenig anfangen. Hilft sicherlich wenig das Spannungsverhältnis Eltern- Trainer zu entspannen.

    Sicherlich wIrd die Startelfberücksichtigung im Kinder und Jugendfußball überschätzt, in der Realität wird mit den Einsatzzeiten von Trainerseite viel und oft Schindluder betrieben.

    Daher reagieren vielleicht viele Eltern übersensibel und übers Ziel hinaus, aber hier erwarte ich von Trainerseite hohe Transperenz, Fairness und Gelassenheit.

    Unter Aushilfsspieler muss ich mir wohl Spieler aus dem jüngeren Jahrgang oder der höheren Mannschaft des gleichen Jahrgangs vorstellen.

    Wenn ich von einem 7 Spiel E Jugend ausgehe wären übrigens 37,5 min ein gleichmäßiger Anteil gewesen.

    Noch einmal in einem öffentlichen Forum in dieser Form nachzulegen, wirkt weniger frustriert, als unangenehm herablassend.

    Nach meiner Erfahrungen ein nicht nur ein bei den Mädchen zu beobachtendes Phänomen! Hier jedoch verstärkt auftretend. Der Abstand zur ballführenden Gegenspielerin ist weit größer als sinnvoll. Die Individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse der defensiven Zweikampfführung sind rudimentär. Von einer lenkenden Zweikampfführung sind sie meist weit entfernt.

    Dadurch geraten Sie weder in eine geeignete Zweikampfdistanz, noch eine geeignete Zweikampfposition für eine getimte Zweikampfaktion.

    In der Wettkampfsituation werden sie in ihrem Bestreben Fehler zu vermeiden, noch stärker passiv agieren.

    Auch wenn viele Mädchen hier eher mit wenig Lust darauf reagieren, wird sich eine kurze Basisschulung 1-1 Defensiv nicht vermeiden lassen.

    Mit allen nötigen Apekten einer erfolgreichen Zweikampfführung. Eine leider wahrscheinlich etwas längere Coachingliste.

    Auch das passive Mitwirken der anderen Mitspieler ist bei Mädchenmannschaft verstärkt zu betrachten. Stark verkürzt: Es wird eher die eigene Gegenspieler bewacht, als ggf. die weit aus gefährlIchere ballführende Spielerin.

    Natürlich kann und sollte ich auch visualisieren. Stop in der Spielform usw. Bei den Kleinen ist die Taktiktafel jedoch zu abstrakt.

    Hat vielleicht den Reiz des Neuen und die Kinder finden es vielleicht toll ( Oh wie bei den Großen), aber wirklichen Nutzen werde ich nicht erzielen. Kommt aber sicherlich zu lustigen Fragen. Bin ich jetzt die weisse oder die rote Scheibe. Insbesondere wenn der Trainer die farbigen Magnete für die Spieler und den Ball in Hütchenspielermanier über das Feld bewegt.

    Die letzten zwei Kommentare ( leider etwas veraltert) haben mir gut gefallen. Insbesondere den Begriff " Tanzabstand" fand ich Klasse und leider sehr zutreffend.

    Auf die Ausgangsfrage zurückkommend" Wie sollte ich die Kinder an Spielsysteme und Taktiken heranführen", möchte ich auf das Training zurück kommen. Obwohl leider immer noch selbst bei den Kleinsten isolierte Übungen aus dem Erwachsenenbereich zu beobachten sind, sieht man im Training doch in der Zwischenzeit häufig Training in Spielformen.

    Problem diese werden scheinbar lediglich aus dem Netz heruntergeladen. Die richtige Übung alleine reicht jedoch nicht. Sondern erforderlich ist, vorab zu überlegen warum und für was ich die Übung mache und damit die möglichen Coachingpunkte festlege.

    Insbesondere bei Spielformen 3-1 oder 3-2, kann ich bis in die älteren Jahrgängen, alle individualtaktiischen Aspekte erarbeiten.

    Nur Beispielhaft 3-2 auf 2 Tore. Verschieben in der Defensive. Vermeiden des Deckungschattens, Herbeiführen einer Überzahlsituation.

    Hier möchte ich kurz nachhaken.

    Letztes Jahr beim parallelen Training einer höherklassigen B Jugend beobachtet. 3- 2 aufs grosse Tor. Start in der Mitte. Der

    ballführende Spieler lief den Raum zwischen den beiden Verteidiger immer genau in der Mitte an. 20 Angriffe kein Tor. Der Trainer wurde zwar ärgerlich, löste den gordischen Knoten jedoch nicht auf, sondern beendete die Übung.

    Richtige Übung, aber letztendlich Zeit verschwendet und Spieler möglicherweise verunsichert.


    Wichtig und wesentlich ist die Analyse und den Input den ich den Spielern zur Verfügung Stelle. Aber auch hier kann ich bei den einzelnen Spielern differenzieren, um eine Über- bzw. Unterforderung zu vermeiden.

    Dringend abraten möchte ich vom mitspielenden Trainer. Zum Einen finde ich, das die Beobachtung, Analyse und das nötige Coachen den Trainer ausreichend beschäftigt, zum anderen wird in der Regel dem Trainer die Verantwortung übergeben, die die Kinder lernen sollen.

    (Ob die Lernziele ausschließlich in Frageform oder durchaus auch erklärend herbeigefuehrt werden, lass ich hierbei aussen vor)

    Wichtig ist, daß ich später auf dem Platz nur das Verlangen darf, was ich als Trainer vorher im Training mit den Kindern erarbeitet habe und bitte bei den Kleinen keine Taktiktafel.

    Jetzt beginnt die Diskussion über die unterschiedliche Wahrnehmung und Definition von Taktik. Hatten wir bereits an anderer Stelle.

    Nach meinem Verständnis ( bin gerne bereit mich vom Gegenteil zu überzeugen zu lassen) befinden wir uns bei einem Spielgerüst noch im Indivualtaktischen Bereich. Nämlich der individuellen Zuordnung von Aufgaben im Spielsystem.

    Von einer wirklichen Gruppentaktik spricht man erst vom kollektiven bewussten Zusammenwirken mehr als zweier Spieler.

    In den jüngeren Jahrgängen wohl eher große Kunst.

    Von daher ist das Spielsystem 3-3, 3-2-1, usw.in den jüngeren Jahrgängen per se keine Mannschaftstaktik ( begrifflich erst ab 11 Feld) sondern abhängig ausschließlich von der individualtaktiischen Entwicklung eurer Kinder.

    Von daher steht die Taktik der "Mannschaft" in den jüngeren Jahrgängen nur in der Wahrnehmung der Trainer im Vordergrund, in der Wirklichkeit spielt die Mannschaft fast gänzlich ohne Taktik im eigentlichen Sinne.

    Sich dessen Bewusst zu machen und daher erst den Einzelnen im Fokus zu haben, ist die Erfahrung meiner letzten Jahre.

    Klingt etwas zu dramatisch, aber halte ich in Reflexion eigener Erfahrungen für den erforderlichen Weg, mehr Kinder für eine wirkliche sportliche Zukunft auszubilden.

    Die eigentliche Frage ist doch welchen Wert gebe ich dem Gerüst und wem dient es.

    Sicherlich kann ich durch gezielte Massnahmen meine Erfolgsaussichten gegen gleichwertige Gegner erhöhen.

    Hohe lange Bälle auf einen körperlich starken Stürmer usw.

    Dies endet aber ähnlich wie das Schusstraining in den jüngeren Jahrgängen. Kenne unzählige Trainer die bis zur E Jugend ihre Schützlinge aufgefordert haben hoch und fest zu schießen. Sicherlich ein Mittel um inklusive der E Jugend ein Tor zu erzielen.

    Jetzt wo die Spieler älter sind, gelingt ihnen im Anschluss wenig. Sie schießen immer noch hoch, meist fehlt es an den erforderlichen anderen Schusstechniken. Aber der Torwart ist jetzt meist über 1,85 m.

    Ähnliches gilt für mein genanntes Fussbeispiel.

    Es ist eine Frage der Fussballphilosophie.

    Bei mir haben diejenigen mit einem starken rechten Fuss häufiger links und nicht Rechts gespielt.

    Zum einen fördert es das Spiel mit dem schwächeren Fuss und zum anderen steht das Tor in der Mitte und nicht Aussen.

    Alle Spieler sollten bei mir einen Zug zum Tor entwickeln und nicht zur Eckfahne.

    Taktische Vorstellungen und Begrifflichkeiten der Kinder sind meist eine unreflektierte Wiedergabe der aufgeschnappten Thesen der Eltern und Trainer. Durch Fussball im TV kann kein Kind Spielverständnis entwickeln, wahrscheinlich eher durch FIFA 17. Aber auch hier bleibt die Wahrnehmung auf ein Ausschnitt des Gesamten begrenzt.

    Erwachsenentaktik hat unberücksichtigt ihrer Qualität, meist veraltert, im Kifu wenig bis gar nichts zu suchen.

    Taktische Vorstellungen verfestigen sich und entwickeln falsche Automatismen.

    Nocheinmal ein kurzer Rückgriff auf die häufig veralteten taktischen Vorstellungen.

    Gehen wir von einem etwa 40 jährigen Trainer ( oder auch Elternteile) aus, der damals zu seinen aktiven Zeiten von einem 40 jährigen trainiert würde. So entspricht seine Grundvorstellung vom Fussball etwa der Taktik der Nationalmannschaft von 1990- 1996.

    Betrachtet man nun ein beliebiges D Jugendspiel, so wird häufig der Lieblingssatz des Trainers sein. Macht das Spiel breit und spielt über aussen! Dann stehen vorne 3 Spieler auf einer Linie und zwei Aussen kleben an ihrer Linie egal wo sich der Ball im Spiel befindet. Findet der Ball dann seinen Weg auf die aussen, wird der Spieler seinen starken Fuss nutzen und weiter der Aussenlinie folgen. In der Mitte fehlt jedoch das berühmte Kopfballungeheuer und Tore entstehen eher aus Zufall, da die Verteidigung nicht in der Lage ist den flankenähnlichen Ball aus der Gefahrenzone zu befördern.

    Schlimmes Gekicke als Folge falscher Ausbildung und falscher gruppentaktischer Vorstellungen.

    Ich verstehe den Sinn und die Intension ein Weg aus dem Chaos der G Jugendwolke zu finden. Aber die Fallstricke sind hier sehr eng gestrickt. Die Kinder müssen im Sinne von H. Wein eigene Entscheidungen zu treffen lernen. Diese Spontanität wird jedoch durch ein gruppentaktisches Gerüst eingeschränkt. Die selben Trainer versuchen dann ab der D Jugend oder C Jugend mit sinnlosen Übungen zum Kreuzen und Hinterlaufen ihre eingefahrenes und statisches Spielsystem zu beheben. Scheitern jedoch am mangelnden Spielverständnis der Kinder. Schuld sind dann die Kinder.

    Außerdem ist es völlig Wurscht, in welchen späteren Spielsystem sich die Versäumnisse der individuellen technischen und koordinativen Ausbildung widerspiegeln. Nach meiner Erfahrung haben 90% Prozent der Spieler in der Kreisklasse und Kreisliga in der D und C Jugend keine wirkliche Ahnung wie ein defensiver Zweikampf geführt wird.

    Daher ist nicht die Frage wie viel Funinio verträgt ein Kindertraining, sondern wie viel Spielsystem ist wirklich zukunftsweisend und notwendig.

    Noch ein kurze Nachfrage: Wer stellt bereits im Kleinfeld einen Spieler mit einem starken rechten Fuss nach Rechts und den mit dem stärkeren linken Fuss nach links.( Bitte keine Rotationsdiskussion)

    Sorry Abwehrreihe und eine Sturmreihe. Ich hoffe ihr habt das gegenüber den Kindern nicht so benannt.

    Strukturen zu entwickeln ist sicherlich bei den älteren Jahrgängen im Grundlagenbereich sinnvoll und auch notwendig.

    Eine begriffliche Einteilung Trennung der Aufgaben der Spieler ist jedoch kontraproduktiv für ihre weitere Entwicklung.

    Dieser Einwurf klingt zwar möglicherweise nach Wortklauberei, aber in der Praxis ist im Breitensport in fast allen älteren Jahrgängen eine totale Passivität der Abwehrreihen in der Offensive und der Offensive in der Verteidigung zu beobachten.

    Vor kurzem hörte ich in einer D1 die Antwort " Ich verteidige nicht mit, ich bin doch Stürmer!"

    Daher ist die Philosophie "Alle verteidigen und alle greifen an", kein Ausschluss von Strukturen, oder einer räumlichen Aufteilung, sondern erfordert das bereits vorhandene erforderliche rudimentäre Spielverständnis der Kinder. Durch Strukturen alleine werde ich dies nicht erreichen. Zu Recht wurde eingewendet, gegen halbwegs ausgebildete Mannschaften, sind die zwei tiefstehenden Abräumer völlig nutzlos, was übrigens auch für langes Gekicke gilt.

    Deutlich: Gruppentaktische Massnahmen durch die Trainer, werden kurzfristig vielleicht eine geringe Ergebniskosmetik bringen, können scheinbare Defizite in der individuellen Ausbildung jedoch nicht kompensieren.

    Ich gehe von einer Mannschaft im Breitensport aus. Halte Kopfballtraining hier für ziemlich ineffizient. Wahrscheinlich sind generell Probleme bei der Verarbeitung und Annahme von hohen und langen Bällen zu beobachten. Würde erst mit niedrigen und mittleren Höhen anfangen. Schult auch die Defizite in der Einschätzung von Flugkurven.

    Möglich wäre auch das Naka Naka von Mathias Nowak. Video im Netz.

    Ausgangspunkt für den Thread war die mögliche schlechtere Qualität der Schiedsrichter bei Mädchenspielen.

    Dieser Kritik wollte sich unser Verband, bzw.Kreis scheinbar nicht aussetzen.

    Bei den Regionalmeisterschaften und Qualifikationsturnier für die Hessischen Futsalmeisterschaften erschien einfach überhaupt kein Schiedsrichter.

    Trotz Anwesenheit einer Bundesliga und einer Hessenligamannschaft war wahrscheinlich jedes Kreis- oder Stadtmeisterschaftsturnier von höherer Bedeutung für die Schiedsrichteransetzung.

    Den Mädchen wurde wieder deutlich vor Augen geführt, welchen Stellenwert sie in den Augen der Verantwortlichen einnehmen.

    Fast ironisch am heutigen Sonntag erschien in der kostenlosen Regionalzeitung ein Artikel über die Förderung des Mädchenfussball durch den Verband unter der Überschrift " Mehr Mädchen auf den Rasen". Aussendarstellung und Realität liegen mal wieder Meilenweit auseinander?

    So wurde bei uns letztes Jahr auch gepfiffen.

    Eigentlich ist im Jugendbereich jede Grätsche im Zweikampf in der Halle gefährdent.

    Gesten wie Ball gespielt trotz stürzenden Gegenspielers haben in der Halle nach meiner Meinung nichts zu suchen. Wahrscheinlich bedarf es einiger schwerer Verletzungen bis wieder Einsicht einkehrt. Sicher bin ich mir bei den Entscheidungsträgern jedoch nicht.

    Bin eh der Meinung, dass das Rad hinsichtlich Kinder - und Jugendorientierten Vereinsarbeit sich bei uns in der Region schwer rückwärts dreht. Obwohl man hinsichtlich der Mannschaftszahlen fast von einem Massensterben sprechen kann.

    Toll !!! scheinbar wird Grätschen beim Futsal im Jugendfußball wieder akzeptiert.

    Ein Foul liegt dann nur vor, wen eine klare Gefährdung des Gegenspielers vorliegt.

    Ist ja immernoch ein Männersport. Angeblich eine Anpassung an die FIFA Regelauslegung.

    Der Schwachsinn der sich dann den Zuschauern bot. Dutzendweise wurde Verstöße beim Einschießen abgepfiffen. Tacklings gegen den Torwart und die Stürmer wurden jedoch als körperliches Spiel geduldet.

    Bin eigentlich immer bereit die Schiedsrichter zu unterstützen und vor Kritik zu schützen, aber das sinnlose und überhebliche Auftreten war nicht zu ertragen.

    Als sich ein Trainer über das ungeahndete überharte Einsteigen gegen seinen Torwart beschwerte( Mit offener Sohle voran gegen die ballhaltende Hand) wurde im nahegelegt sich doch um seine Mannschaft zu kümmern. Nach dem Spiel wurde unter den Schiedsrichtern über das rubbige Spiel mit vier gelben Karten geflaxt. Wie gut das in der D Jugend die Schiedsrichtervereinigung die HallenKreismeisterschaft ausrichtet, da wünscht man sich ja besser die FairPlay Liga zurück.

    Leider wird im Kinder und Jugendfußball zu Lasten anderer Trainingsinhalten viel zu oft Passspiel außerhalb von Spielformen trainiert. Leider führt das schematische Einüben von angeblich spielorientierten Laufwegen incl. Passspiel ins Niegendwo.

    Vor den Herbstferien bei einer F Jugend eine Übung zum Flanken in den 16ner mitangesehen. Mit Hütchen und Laufwegen, die hat wahrscheinlich Sepp Cramer in seinem Buch gehabt.

    Gehört eigentlich in den Frustabbau Bereich.

    Leider sind die meisten Jugendlichen im Breitensport trotzdem nicht in der Lage beidfüßig einen Ball anzunehmen und weiterzuleiten. Hier müssen wir Trainer uns an die Nase packen! An den Kindern liegt es nämlich nicht. Sondern an dem vorgesetzten und abverlangten langweiligen Unsinn.

    Eine Festlegung auf die Torwartposition und Herausnahme aus dem allgemeinen Trainingsalltag zwecks Torwarttraining ist vor der C Jugend eigentlich Quatsch. Zum einen lässt sich im Normalfall das Längenwachstum eines Kindes noch garnicht absehen und ein Torwart unter 1,85 ist später eher selten( Ausnahmen bestätigen die Regel) Zum anderen sieht man später die totalen fußballerischen Mängel. Ein guter Torwart sollte mindestens bis und in der C auch im Feld problemlos mitspielen können. Spielt er bereits ab der D Jugend fest im Tor, hat er in manchen Spielen 10 oder weniger Aktionen mit dem Ball. Ab der B Jugend sollte man diesen Torwart eher nicht mehr anspielen. Leider in den unteren und mittleren Klassen Alltag und bei den Senioren kommen diese Spieler fast nie an.