Verein mit Kindern

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  • Hallo,


    50€ monatlich finde ich schon ordentlich.

    Ich finde die Anzahl 18 Spieler aber sinnvoll in einer D Jugend. Es spielen 9 gegen 9 plus Auswechselspieler. Bei einem 12 Spiele Kader wäre das ziemlich dünn besetzt.


    Jedoch finde ich 50€ monatlich nicht mehr gemeinnützig. Das ist schon mehr eine Private Fußball Schule.

    Da wird der Trainer schon auf 400€ Basis beschäftigt sein im Verein.

  • D Jugend ist halt kein Kinderfußball mehr laut DFB. Da finde ich es richtig das die Plätze für das Spiel am Wochenende umkämpft sind. Mit jeder Altersklasse steigt der Druck, am Wochenende ein Stammplatz zu haben.


    Dennoch müssen Kinder gefördert werden die Defizite haben. Wenn man sie nicht beachtet aber 50€ verlangt dann ist das leider keine Fußballschule. Es muss ja vertraglich was unterschrieben worden sein? Wo im AGB ganz klar aufgelistet wird, was angeboten wird. Da würde ich mich darauf berufen.

  • Hallo Vadder,


    dein Posting liest sich so, als ob du sehr sauer/emotional warst, als du es verfasst hast. Mir erschließt sich das Ganze auch noch nicht vollständig.


    Meine Gedanken dazu:

    Generell - wenn man 50 € pro Monat bezahlt, dann ist man in meinen Augen kein Vereinsmitglied sondern Kunde. Und Kunden wollen was haben fürs Geld. Im Fußball sind leider allzuhäufig Siege: Meisterschaften und Turniersiege. Der Dorfverein von nebenan muss min. zweistellig vom Platz gefegt werden... Und dein "Verein" liefert! Meisterschaft - yeah! Die Kinder sollen schließlich im besten Licht dastehen, wenn die ganzen Scouts kommen, um natürlich das eigene Kind für höhere Aufgaben zu entdecken.

    Wenn nun jedoch dein Kind am unteren Ende der aktuellen Leistungsfähigkeit des Teams agiert, dann kann man auf euch verzichten. Der Kader ist ja groß genug. Ich unke mal, dass man die besten vier Kinder des Jahrgangs entsprechend hofiert. Entsprechend blitzt du ja auch beim Vorstand ab. Wahrscheinlich giltst du längst als anstrengend.
    Mentaltraining? Lauftraining? Für 11-jährige?

    Mal im Ernst: warum macht ihr das?

  • Wow. 600 Euro Jahresbeitrag. Selbst der beste (Leistungsstärkste) verlangt bei uns nicht Mal die Hälfte.

    Entspricht zwar in etwa dem Beitrag für Klavierunterricht. Auch wenn in der Realität der Preis halt doch keine Leistung garantiert. Oder vielleicht doch, was haben die Eltern bei dem Preisgefüge erwartet, totalen Leistungsdruck oder wirklich pädagogische Vereinsarbeit. Bei dem Preis war das Ergebnis doch wohl klar und wird wahrscheinlich vom großen Teil der Eltern als Konsumenten auch mitgetragen.

    Investieren für die professionelle Zukunft des Kindes, wird nicht funktionieren, aber ein interessantes Geschäftsmodell.

    Genug Schafe zu scheren sind immer vorhanden.

    Sorry aber was wurde hier erwartet. Vegetarische Haifische im Becken der gefräßigen " Jugendarbeit".

    Wenn das Hobby des Kindes im Vordergrund steht, sofort die Reißleine ziehen. Jedes Abwarten ist nach meiner Erfahrung total falsch und wird nichts nützen.

  • Ich würde nie einem Verein oder einer Fußballschule glauben was auf der Internetseite steht. Dafür habe ich inzwischen nun zu oft erlebt, dass das schön kopierte Konzept Anderer sich zwar richtig toll liest, aber fernab aller Realität ist. Vor allem erlebe ich dauernd wie wenig Macht man auf den einzelnen Trainer als Vorstand oder Abteilungsleiter ausüben kann - weil der hört dann ja u.U. auf und die Trainer wachsen nicht auf Bäumen. etc...

    wie AKjfv schreibt: Reißleine ziehen. sofort. und nicht mehr darüber ärgern.

  • D Jugend ist halt kein Kinderfußball mehr laut DFB. Da finde ich es richtig das die Plätze für das Spiel am Wochenende umkämpft sind. Mit jeder Altersklasse steigt der Druck, am Wochenende ein Stammplatz zu haben.

    Hast du schon mal eine D-Jugend im Breitensport trainiert? Wenn ja wüsstest du, dass es für fast alle Spieler noch Kindefußball ist.

  • Ok, ich finde es halt komisch, dass ständig irgendwer behauptet Kinderfußball sei in diesem oder jenem alter vorbei und wenn es der DFB ist. Viel schlimmer finde ich dann aber, dass daraus nun sofort geschlossen wird, dass ein "gesunder" Kampf um Plätze im Kader, erhöhtes Gewinndenken etc. mit dem Voranschreiten in den Jugendfußball nötig oder unausweichlich ist.

  • Normalerweise beginnt in der D der unausweichliche dropout. In Verbindung mit dem drohenden 11er-Team in der c finde ich es im breitensport völlig daneben durch Leistungsdruck und Kampf um Plätze den Spaß durch Erfolgszwang zu verdrängen. Klingt bei mir im ersten Eindruck nach aussieben: "Schluss mit dem Kifu-kram, ab jetzt machen wir Ernst".

    Klar, wer Mitglieder vergraulen will und/oder in den Alter noch genug Zulauf hat, kann es egal sein. Wäre für mich persönlich aber wohl der falsche Verein.

  • Rein schematisch handelt es sich bei einer D Jugend, um den ersten Jahrgang des Aufbaubereichs.

    Bei einer U 13 handelt es sich begrifflich eigentlich noch um Kinder! Was eigentlich vollkommen Wurscht ist.

    Sicherlich kann und darf ein Trainer bei den Einsatzzeiten der Kinder in einem gewissen Rahmen differenzieren.

    Die Kriterien hierfür sollten jedoch fair und transparent sein. ( Trainingsteilnahme, Lern- und Einsatzbereitschaft im Training, ab einem gewissen Alter auch die erforderliche Disziplin im Training). Zudem finde ich hat jeder aufgestellte Spieler Anrecht auf die halbe Spielzeit. Kurzeinsätze gegen Ende der Spielzeit, empfinde ich als Verarschung von Kindern, die einen Tag des Wochenende um den Spieltag ausgerichtet haben.

    Ein Wettbewerb um die Einsatzzeiten, entspricht dem Denken des Seniorenbereichs und hat im Aufbaubereich noch nichts verloren.

    Am besten trainieren in dieser Altersstufe, diejenigen die voller Neugier und Streben neues erlernen wollen. Dies erfordert aber die Risikobereitschaft, das erlernte ausprobieren zu wollen und zu können.

    Der propagierte Wettkampf um die Einsatzzeiten kommt in diesem Alter höchstens denjenigen zu gute, welche entweder körperlich bereits weiter entwickelt sind, oder welche egomanisch und mit völlig übersteigerten Selbstbewusstsein von den Eltern zur Ich- AG gezüchtet werden.


    Die geringe Spielzeit der Kinder haben komischerweise immer die Kinder zu vertreten, niemals der für die sportliche Entwicklung verantwortliche Trainer.

    Das eigene Versagen wird durch den sportlichen Erfolg einzelner überdeckt.

    Interessanter Weise lässt sich bei Teams in diesem Alter häufig in der zweiten Hälfte der Saison eine starke Stagnationen beobachten.

    Das Streben nach der Bewahrung des Status Quo ( Status als Stammspieler) , kombiniert mit der fehlenden Risikobereitschaft im Training und Spiel, resignierte und frustrierte " Ergänzungsspieler" müssen dann mit Frischblut kompensiert werden.

    In den leistungsorientierten Vereinen mit sportlichen Erfolgen wird dies gelingen. In Breitensportvereinen können und werden die Folgen gravierender sein. Eine C Jugend kann dann möglicherweise nicht mehr gestellt werden. Den zu vollkommen Überraschung werden dann mindestens 16-18 engagierte Spieler für eine Saison benötigt.


    Dies alles geschieht auf dem Rücken von Kindern die eigentlich nur ihr Hobby ausüben wollen und sollen.

  • Wie soll man reagieren?

    Was kann man tun außer flüchten?

    Warum ist "flüchten", also wechseln keine Option?

    Kann ich schwer nachvollziehen. Wenn ich der Meinung bin, dass etwas so schlecht für mein Kind ist, dann setzte ich mein Kind dieser Sache nicht weiter aus.

    Ich wäre schon längst weg (wahrscheinlich läuft das ja schon Jahre in deinen Augen unbefriedigend ab), statt nach diversen Versuchen im Verein, jetzt noch im Forum nach Hilfe zu suchen. Hilfe aber nur unter der Prämisse im Verein bleiben zu wollen. Warum?

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Kann das Problem verstehen. Habe auch zu lange mit der geballten Faust in der Tasche zugesehen. Meist fehlt es an geeigneten Alternativen. Es fehlt zumindest bei uns im Umfeld zunehmend an Vereinen mit einer wirklichen ernsthaften und nachhaltigen Jugendarbeit.

    Die Ortsvereine im sog. Breitensportbereich haben häufig kein gelebtes Konzept.

    Jeder Trainer macht was er will, Hauptsache die Position ist besetzt.

    Die Kenntnisse über die Ausbildungsinhalte der betreffenden Jahrgangsstufe sind meist eher rudimentär. Daher wird meist in den sauren Apfel gebissen und die Erfolge der sog. Leistungsvereine mit einer guten Ausbildung gleichgesetzt.

    Hier wird wenigstens verlässlich trainiert, zudem die Infastruktur meist besser ist.

    Trotz Desillusionierung kehren die wenigsten in ihren Heimatverein zurück und beenden häufig früh ihre sportliche Laufbahn.

    Scheinbar wird eine Rückkehr als Scheitern empfunden und leider ihnen manchmal auch suggeriert. Die sportliche Perspektive in Jugendabeilungen, in denen im Schnitt weniger als ein Jugendspieler sich pro Saison in der Seniorenabteilung, selbst in den unteren Klassen durchsetzt sind wenig rosig.

    Aber auch hier sind wohl meist die Kinder und Jugendlichen Schuld.

    Solange Jugendarbeit nicht als langfristige Chance für sportliche Perspektive des Gesamtvereins gesehen wird und nicht als notwendiges Anhängsel.

    Solange sich nicht fläschendeckend die Einsicht einer qualifizierten Jugendarbeit durchsetzt, werden die erfolgsblinden Trainer und Vereine weiterhin Zulauf bekommen.

  • 1) Ob man es erwartet oder nicht, kann man diskutieren. Auch, ob es gut und richtig ist, oder eben nicht. Es bringt aber nichts, man (du) weißt doch mittlerweile, wie die Praxis aussieht.

    Stellt man das Kind in den Mittelpunkt - so wie es immer sein sollte, und das forderst du ja auch von den Trainern ein - , dann muss man das nicht erörtern, ob man im Recht ist oder nicht,. Dann geht es um die Fragestellung, was ist das beste für mein Kind unter den gegebenen Bedingungen.


    2) Der Satz: Für euch steht die Zukunft im Fokus. Die Zukunft der Entwcklung des Kindes oder der speziellen im Bereich des Sports? Letzteres ist mM nach der falsche Ansatzpunkt. Zumindest, wenn man dafür dann solch scheinbar gravierende Einschnitte im Bereich des Selbstwertes/etc. des Kindes in Kauf nimmt.

    Mal eine Frage: Warum habt ihr euch diesen Verein ausgesucht? Warum ist dein Sohn dahingewechselt. Hat er vorher woanders gespielt? Ich meine, 50 Euro Monatsbeitrag ist ja eher nicht die Regel.


    3) Klar ist es jetzt für einen Wechsel zu spät. Bzw. eigentlich auch nicht. Man ist im Punktspielbetrieb gesperrt, aber es gibt ja auch Tunriere, Freundschaftsspiele, Training, etc. Und bei den Punktspielen, darf er ja anscheinend auch jetzt nicht wirklich mitwirken.

    Mal davon ab, hätte man sich diese Gedanken auch ein paar Wochen früher machen können, dann hätte man noch mit Spielberechtigung wechseln können, das Winterfenster ist ja gerade erst vorbei.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Wo gibt es denn ein Winterfenster zum Wechsel bei den Junioren. Bei uns nur für Senioren.

    Daher 3-6 Monate Sperre! abhängig von dem abgebenden Verein.

    Nein, mit Zustimmung des abgebenen Vereins kann man ab D die Sperre eben drastisch verkürzen, muss nicht die 6 Monate pausieren. Je nach Fussballverband sogar zum Start der Rückrunde wieder mitmischen. Man muss allerdings vor dem 31.12. ausgetreten sein.

    Die regeln sind zwar in jedem Fussballverband des Landes unterschiedlich, aber das ist in den meisten möglich.

    Wir sind hier nicht in Österreich, wo ein Spieler einem Verein quasi "gehört".

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Es ist dann eine Frage des Unrechts und eine Frage ob das dann so weiter praktiziert werden kann das man am Nasenring durchs Dörfle geführt wird.Das man kein Recht bekommt ist das eine ob ich das aber so in der Art akzeptiere das andere. Es ist doch dann verlogen sich so darzustellen.

    Nein, diese Frage steht mM nach nicht im Mittelpunkt, wenn man das Kind in eben diesen stellt.

    Geht es dir um das beste für dein Kind, oder darum Recht zu haben und dieses auch zu bekommen? - losgelöst davon, dass ich es auch nicht gutheiße, wenn man sich nicht an Absprachen hält oder noch schlimmer einen "nicht annähernd" optimalen Umgang mit den Kindern praktiziert als Trainer.

    Aber mein Ego wäre mir dann egal, ich kann die Sachlage eh kaum ändern. Deshalb überlegen: Was ist das beste für mein Kind?

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Die Frage ob dies so praktiziert werden kann steht dann im Mittelpunkt.


    Das Kind wird dann aus der Schusslinie genommen und Alternativen werden erörtert.


    Nichtsdestotrotz wurde eine Mitgliedschaft im Grundsatz unter den Voraussetzungen dann erschwindelt.

    Mag ja sein. Du wirst es aber nicht ändern können. Vor allem, wenn alles so schlecht ist, was hält euch dann da?

    Das verstehe ich wirklich nicht.


    Nochmal zu der Frage. Warum habt ihr euch denn genau diesen Verein ausgesucht? Das würde mich schon interessieren. Hat er vorher woanders gespielt? Wahrscheinlich. Warum der Wechsel?

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • akjv hat es beschrieben wie so oft ist dann vorher keine Trainingsstruktur vorhanden bis hin zur Einstellung des Trainings im Winter.

    Man wird dann auf Empfehlung mit den Versprechen immer Training zu haben ggf Trainingscamps in den Ferien (gegen Gebühr) immer min. eine Halbzeit zu spielen (wird ja dokumentiert) ......gelockt.Was gibt es im Grundsatz dann besseres wie Struktur,Regelmäßigkeit für die Kinder?

    Was heißt denn gelockt?

    Ist dieser Verein auf euch zugekommen oder habt ihr selbst aktiv nach einem anderem/diesem Verein gesucht?

    Gab/gibt es andere Alternativen? Vereine, die womöglich sogar einen kürzeren Fahrtweg bedeuten? Ich vermute mal, ihr braucht schon ein paar Minuten zu diesem ausgewählten Verein.


    Ich bin übrigends kein Freund von Feriencamps im Fussball, wenn man eh schon (relativ) leistungsorientiert kickt. Die Kinder sollen mental mal abspannen. Bei mir ist in den meisten Ferien bewusst kein Training, eventuell mal ein Turnier, das dann eben die spielen, die Lust haben und Zeit haben. Und ich gebe die Empfehlung auch keine Fussballferienschule aufzusuchen, wenn man diese nicht benötigt, weil man wegen des eigenen Arbeitsplatzes eine Betreuung für den Nachwuchs benötigt. Dann aber auch lieber ein Camp bei einem Verein, der das eher als freizeit gestaltet.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill