Beiträge von Don Quijote

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    Mein Kleiner war 6 als ich das erste mal mit ihm in Frankfurt im Stadion war. Wir hatten "normale" Karten, also nicht im Familienblock, aber auch weitab von den Ultra-Blocks. Dennoch sind auch wir geduscht worden, irgendein Depp hat halt immer nur eine Restekarte bekommen und sitzt dann mittendrin.


    Was meinem Sohn allerdings viel mehr Angst eingeflöst hat, war die Zugfahrt. Zum einen das Gedränge, zum anderen die alkohol-enthemmten Menschen. Bei der Rückfahrt sind wir in einen der Sonderzüge zum Hauptbahnhof gestiegen. Der wurde dann komplett von Eintracht-Ultras geentert, das Licht ging bis auf die Notbeleuchtung aus, alle waren am Grölen....Seitdem fahre ich mit dem Kleinen Auto, auch wenn's viel länger dauert.


    Trotz alledem: Es sind genau diese Fans, die die Stimmung im Stadion machen. Schau Dir mal ein Spiel an, wo nur friedliche Familien zusehen. Daher wäre ich vorsichtig bei Verboten, es muss nicht alles reglementiert werden. Und insofern haben die Verein sehr wohl ein sehr großes (auch finanzielles!) Interesse an diesen Fans.


    Andre
    Deine Aussagen gehen weit über das angemessene Maß hinaus! "Tiere", "Abschaum", Arbeitslager ("Steinbruch") für jemanden, der Dich mit Bier begießt, ja geht's noch ?( ?! Ich verstehe, dass Dich das erlebte schockiert, aber mit ein paar Stunden Abstand muss man das bei allen Emotionen einfach relativieren.


    Grüße
    Oliver


    PS: "Fun" ist engl. Spaß, der Vereinsanhänger schreibt sich "Fan".
    PPS: Mertesacker jetzt bei Schalke?!

    Wenn Du ein guter Coach sein möchtest, förderst Du Stärken und behebst Schwächen. So wird ein Schuh draus.

    Damit ist ja eigentlich alles gesagt :). Schierig wird es halt immer dann, wenn man sich (z.B. aus Zeitgründen) zwischen beiden Dingen entscheiden muss. Lasse ich den Lukas lieber noch ein paar Schüsse mit seinem starken linken Fuss machen, oder versuche ich, ihm in der Zeit beizubringen, dass man auch mit rechts schießen kann? Sicher versucht man beides, aber nochmal explizit daran zu denken, die Stärken zu fördern, finde ich das nicht verkehrt.


    Grüße
    Oliver

    Hallo Forum,


    bei uns in Hessen spielten wir in der F-Jugend die Saison 2010/11 mit einem Ball der Größe 4, 290gr., siehe z.B. http://www.ardgoedel.de/Richtl…F-u._G-Junioren_10-11.pdf


    Jetzt habe ich mehr durch Zufall gesehen, dass offenbar für die Saison 2011/12 mit 5er-Bällen gespielt werden muss: http://www.hfv-online.de/spiel…chfuehrungs-bestimmungen/


    Ist das korrekt?


    Ja, ich weiss, dass ich das zuallererst den Jugendwart/Klassenleiter fragen muss. Das werde ich tun. Aber vielleicht weiss ja auch jemand im Forum etwas über diese Änderung.


    Grüße
    Oliver

    Verbindlich ist, dass die D nicht 11:11 spielt, siehe http://www.dfb.de/uploads/media/08_Jugendordnung_03.pdf


    Zitat

    § 8a
    Spielfeldgröße und Anzahl der Spieler/Spielerinnen
    1. Bei den G- bis D-Junioren/Juniorinnen wird auf einem verkleinerten Spielfeld gespielt. Die Mannschaften der G-Junioren/Juniorinnen bestehen aus bis zu sechs, die Mannschaften der F-Junioren/Juniorinnen und E-Junioren/Juniorinnen aus bis zu sieben Spielern/Spielerinnen, die Mannschaften der D-Junioren/Juniorinnen aus bis zu neun Spielern/Spielerinnen. Die Größe der Tore beträgt bis zu 5 x 2 m.


    Das "bis zu" erlaubt Spielraum nach unten für die Einzel-Verbände, der in Sachsen offenbar genutzt wird, denn dort spielt die D quer auf dem halben Platz mit 8:8, siehe http://www.sfv-online.de/files/kleinfeldrichtlinien_2011.pdf -> dort S.5. Vielleicht hat man Angst, dass mit 9 das halbe Grossfeld zu klein ist?


    Grüße
    Oliver

    EXTREM zufriedene Spieler - das hört sich doch an, als wenn Du das ziemlich gut machst. Wenn Deine Erfahrungen mit dem Laissez Faire wirklich so gut sind, dann würde ich auch die F3 das so weiter machen lassen. Wozu willst Du etwas ändern?


    Achja: willkommen im Forum!


    Grüße
    Oliver

    soccerdrills.mobi klappt mit meinem Blackberry 9700 im Prinzip. Habe mir gleich mal ein Lesezeichen gesetzt :). Es sieht gut aus, Ladezeiten sind allerdings recht lang. Ich kann nicht entscheiden, ob das an meiner Mobil-Anbindung liegt oder an Eurem Server, aber andere Seiten (Spiegel online) laden gefühlt schneller.


    Schön wäre es, wenn auch das Forum in Mobilversion verfügbar wäre. Das normale Layout ist auf dem Blackberry (mit einem für ein Smartphone kleinen Bildschirm) praktisch nicht lesebar, viel zu winzig.


    Grüße
    Oliver

    Zitat

    Sind Fußballer auch gleichzeitig in anderen Ballsportarten gut?

    Ja. Koordinativ begabte Kinder sind im Fussball gut, aber auch in anderen Ball-Sportarten. Das liegt aber vorrangig an der koordinativen Begabung, nicht am Training.

    Zitat

    Trainiert das Fußballtraining auch gleichzeitig andere Ballsportarten?

    Da wäre ich skeptisch. Natürlich gibt es in verschiedenen Sportarten ähnliche Bewegungsabläufe. Insofern hilft es z.B. einem Basketballer sicher, wenn er zusätzlich Fussball trainiert (statt in dieser Zeit auf der Couch zu sitzen). Ich vermute aber, es wäre für den basketballerischen Erfolg noch effektiver, wenn er den Fussball sein lassen würde und stattdessen die Umfänge im Basketball hochfahren würde.


    Aber: Gerade bei jungen Kindern halte ich eine vielseitige Bewegungsschulung für sehr angesagt. Zu frühe Spezialisierung bringt langfristig nix. Zumal es ja auch die Möglichkeit gibt, dass das Kind nach einigen Jahren Fussball lieber einen anderen Sport betreiben will.


    Grüße
    Oliver

    Selbst schon erlebt und als demütigend empfunden:

    • "Geh ran, der kann nix" als Anfeuerung vom Spielfeldrand - wurde schon genannt, scheint also offenbar häufiger vorzukommen. Als ich den Trainer danach darauf ansprach, hat er überhaupt nicht kapiert, was ich von ihm wollte. Er hat das als positive Motivation seines Spielers aufgefasst.
    • "Einer geht noch" als Schlachtgesang der gegnerischen Eltern beim Stande von 0:9. Das war das einzige Mal, dass ich Mühe hatte, einen Vater meiner Spieler im Zaum zu halten.

    Auch schon erlebt und als sportlich ok empfunden:

    • "Tut mir Leid" als Kommentar des gegnerischen Trainers nach dem 0:17
    • Jubeln der gegn. Mannschaft beim Schlusspfiff

    Das Problem scheint mir aber zu sein, dass es extrem subjektiv ist, wie das Verhalten beim Gegner ankommt. Ich sehe hier uns Trainer in der Pflicht, auch auf die Reaktion der generischen Mannschaft zu achten und ggf. auch die eigene Mannschaft zu bremsen, wenn man merkt, dass die Gegner den Jubel als Spott empfinden. Andererseits gehört verlieren können halt dazu. Wer gerade ein knappes Spiel verloren hat, der wird jeden Jubel als schmerzhaft empfinden.


    Grüße
    Oliver

    Bei uns im Verein starten wir Fussballtraining erst mit 4 bis 5, kleinere Kinder versuchen wir eher ins Kinderturnen zu schicken. Aber offenbar läuft das bei Euch anders...Bei so kleinen Kindern sollten Bewegungsspiele, die die allg. Koordination trainieren Vorrang haben vor dem Kicken. D.h. versuche Spiele (mit oder ohne Ball) anzubieten, bei denen alle Kleinen möglichst durchgängig beschäftigt sind. Die Idee mit den Plastik- oder Softbällen fibnde ich gut, das ist sicher besser als die Light-Lederbälle.


    Anregungen für Spiele http://www.fd21.de/15399.asp


    Grüße :)
    Oliver

    Hmm, ich bin nicht sicher, ob ich das korrekt verstehe:


    a) Erstspielrecht SC Freiburg C-Jugend, wobei ihr in der B-Jugend antretet
    b) Zweitspielrecht Dorfverein C-Jugend bei den Jungs


    a sollte ok sein nach §11.3 der Jugendspielordnung http://www.sbfv.de/sbfv/download/Jugendordnung.pdf


    b sollte auch ok sein nach §10.3 :

    Zitat

    Das Zweitspielrecht ist beschränkt auf die altersentsprechende Mannschaft der Juniorinnen- bzw. Junioren des anderen Vereins,

    Denn "altersentsprechend" heisst doch C-Jugend bei den Dorf-Jungs. Gibt es überhaupt ein Problem?


    Grüße
    Oliver

    Kapazitätsgrenzen erkennen oder jemanden ausschließen, weil er "leistungsmäßig nicht mithalten kann" sind aber komplett unterschiedliche Dinge. Insofern musst Du schon sauber argumentieren: Offenbar betreibt Ihr in Eurem Verein Selektion. Das ist sicher der einfachste und schnellste Weg zu einer guten Kindermannschaft. Sinnvoll finde ich das dennoch nicht. Die Kinder nach Leistung einzuteilen halte ich nur dann für legitim, wenn im gleichen Verein mehrere Mannschaften parallel laufen. Jemanden aus dem Verein zu schicken, weil "er nicht gut genug ist", ist bei 9-jährigen ein NoGo.


    Grüße
    Oliver

    Wow, da hast Du Dir was aufgehalst, Respekt. Ich hatte vergangene Saison die komplette F (also 2002+2003) mit zuletzt bis zu 20 Spielern im Training und mit großem Leistungsgefälle. Das ist alleine praktisch nicht zu machen! Wenn ich alleine war, war an strukturierte Übungen kaum zu denken. Zum Glück hatte ich meistens meinen Co mit dabei, dann kann man die Gruppen aufteilen.


    Zu Deiner Frage: Spiele 6 gg. 6 sind zwar einfach zu organisieren, bringen aber m.E. wenig, gerade für die eher schwachen Spieler, die dann kaum Ballkontakte bekommen. Lass lieber 2:2, 3:3 oder max. 4:4 spielen, da haben alle mehr davon. In der F würde ich generell nur mit 2 Reihen spiele, so lange ist das Feld ja nun nicht, dass man da 3 Reihen braucht. Ich versuche lieber, die Spieler zum Laufen zu bringen. Auch das ist etwas, was man im 2:2 gut lernt.


    Grüße
    Oliver

    Spontan finde ich das prima - wobei ich nach einigen Nachdenken doch etwas skeptischer bin: Das Ganze ist vielleicht ein wenig zu "objektiv". Ich denke das ist es, was sisak oben anspricht. Einen schwachen Spieler lobe ich zum Beispiel für einen gelungenen Schuss viel deutlicher als einen starken. Dieser muss für sein Lob "mehr bringen". Durch die Aufkleber wird die Leistungsbewertung aber soweit objektiviert, dass das nicht mehr geht, ohne zu sehr ungerecht zu sein. Ich bin nicht sicher, ob das für alle Kinder ein positiver Ansporn sein wird. Für die starken sicher, aber bei den schwachen weiss ich es nicht.


    Entscheidend ist zudem die Lage der Latte. Du schreibst, dass ein mittelguter Spieler mit einiger Anstrengung jeweils Bronze erreichen können soll.Aber was ist mit den unterduchschnittlichen Spielern, die das nicht schaffen? Die kriegen dann ja in jedem Training bei der Aufkleberausgabe noch mal ganz deutlich bestätigt, dass sie nix drauf haben.


    Grüße
    Oliver

    Die reine Lehre des Kinderfussball sagt: Gleich Spielanteile, pfeif auf die Ergebnisse. Ich bin in einer ähnlichen Situation wie Du und versuche eine Gratwanderung hinzubekommen. Bei mir spielt jeder, der beim Spiel dabei ist, mind. 50% der Zeit. Gegen starke Gegner spielen eher die Besseren, während die Schlechteren eher gegen schwache Gegner zum Einsatz kommen. Gleichzeitig versuche ich, dass das Team als Mannschaft noch einigermaßen funktioniert. Mir ist klar, dass damit nicht alle Spieler auf die Minute gleiche Einsatzzeiten bekommen. Aber ich habe das Gefühl, dass das besser ist als wenn die Mannschaft in JEDEM Spiel voll eins auf die Nuss bekommt. Ab und an muss man auch mal gewinnen - nicht um dem Trainer einen Gefallen zu tun, sondern damit die Mannschaft das Gefühl nicht vergisst.


    Grüße
    Oliver