Beiträge von Don Quijote

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    Mit dem "verheizen" wäre ich vorsichtig. Wenn ein F-Jugendlicher Spass dran hat, ist 3-mal Training die Woche+Spiel sicher kein Problem. Wenn er es nur macht, weil die Eltern das so wollen, sieht es anders aus. Aber das ist von außen (offenbar geht es nicht um Euren Verein?) kaum seriös abzuschätzen.


    Dass Bambinis in der F mittrainieren, halte ich auch für unproblematisch solange die a) spielerisch & körperlich einigermaßen mithalten können (also eher Frühentwickler sind) und b) solange sie das selbst wollen. Wobei auch hier b) wichtiger als a) ist.


    Vielleicht haben die beiden genannten Vereine auch nur einfach mehr Spieler als notwendig? Dann ist es ja sehr sinnvoll, zusätzlich zu den Pflichtspielen auch noch Freundschaftsspiele anzubieten, damit jeder mal dran kommt. Gerade auch die 3x20min klingen danach.


    Grüße
    Oliver

    Melde ein zweites Team.

    Mit 15 Spielern in der F-Jugend? Dann kann man aber nur die Daumen drücken, das keiner krank wird. Mir wäre das zu knapp. Aber das hängt sicher auch davon ab, wie bei Euch im Landesverband das Aushelfen der Mannschaften untereinander geregelt ist und ob man die Termine der beiden Mannschaften entzerren kann.


    Wir haben bei uns derzeit ein ähnliches Problem. Wir gehen zum größten Teil nach der Trainingsbeteiligung. Wer immer kommt, wird auch spielen.
    In der Theorie soll ja jeder die selben EInsatzzeiten bekommen.

    Im Spiel eingesetzt werden bei mir nur die Spieler, die auch ins Training kommen. Wer nur sporadisch trainiert, spielt auch nur sporadisch. So verstehe ich auch die von Dir zitierte "Theorie". Es kann nicht sein, dass einer immer da ist und sich anstrengt - und dann lässt Du den zuhause für jemanden, der nur alle 4 Wochen mal beim Training aufkreuzt. Ich dachte, das wäre selbstverständlich.


    Grüße
    Oliver

    Hmm, Tom, ich verstehe Dein Posting nicht, vor allem nicht Deinen letzten Satz. Die Aussage von TW-Trainer ist doch:


    - Man kann annehmen, dass das Fussballertalent nicht vom Kalendermonat der Geburt abhängt.
    - Folgerichtig sind in der Nationalmannschaft die Geburten (fast) ausgeglichen über alle Monate.
    - Aber in den U-Mannschaften sind die früh im Jahr geborenen deutlich in der Überzahl.


    Das bedeutet, dass
    a) in den U-Mannschaften Spieler spielen, die nur deshalb besonders gut in ihrem Jahrgang sind, weil sie früh im Jahr geboren sind und daher Entwicklungsvorteile haben
    und
    b) Dass Spieler nur deshalb NICHT in den U-Mannschaften spielen, weil sie das Pech hatten, spät im Jahr geboren zu sein und daher relativ zu ihrem Jahrgang Entwicklungsnachteile haben.


    Löst man diese beiden Punkte, dann wird man im Resultat eine bessere Förderung erhalten.


    Grüße
    Oliver

    Aber nochmal zur Beteiligung der Eltern: manche Eltern ziehen toll mit, sind immer da, machen Fahrdienste, helfen beim Kuchenstand usw. Andere halten sich da ziemlich raus. Natürlich sind die Voraussetzungen unterschiedlich, Eltern eines Einzelkindes haben einfach mehr Zeit als Eltern von 3 Kindern z.B. Problematisch ist das gerade bei den Kleinen (G+F), die noch permanent bemuttert werden sollen/wollen.


    Ein Patentrezept habe ich nicht, außer den betreffenden Eltern permanent auf die Nerven zu gehen. Die Kinder zu benachteiligen (z.B. nicht einzusetzen) und so indirekt Druck auf die Eltern auszuüben halte ich für falsch. Aber klar, mit einem 12er Kader kann es dann schnell eng werden. Wenn die Eltern schlecht mitziehen brauchst Du eher 15 Spieler.


    Grüße
    Oliver

    Sorry Tobias, Dein Posting ist recht euphorisch betitelt mit "Kinderfußball/Rotation und Sieg im Einklang". Dir muss doch klar sein, dass ein Gegner, der eine 0:19-Klatsche einfängt, kein Prüfstein pro oder contra irgendein Rotationkonzept sein kann. Genausowenig kann Jogi Löw aus einem noch so deutlichen Sieg etwa gegen Andorra irgendwelche Erkenntnisse gewinnen. Warte mal auf stärkere Gegner und sage uns dann, wie's mit dem Rotieren geklappt hat.


    Meine Jungs haben am Wochenende ein 1:10 eingefahren.Gegner war die F1 eines Vereins, der die besten Jungs aus 4 F-Mannschaften auswählt. Wir haben eine 2003er Jahrgangsmannschaft (will der Jugendleiter so) und sind entsprechend inhomogen besetzt. Ganz ehrlich: Das sind die Spiele, wo ich mich wirklich überwinden muss, auch die schwächeren Spieler einzusetzen. Hätte ich die komplett draussen gelassen, wäre die Niederlage sicher maximal halb so hoch ausgefallen. Aber was soll's, da muss man durch...


    Grüße
    Oliver

    Hallo Frank,


    ja, natürlich ist die Gefahr da, dass einer der schlechteren die Lust verliert. Es wird auch keiner eine Garantie abgeben können, dass die Leistungsunterschiede sich innerhalb einiger Monate nivellieren. Im Optimalfall tun sie das, aber im Regelfall dauert es länger oder passiert nie. Daher solltest Du individuelle Fortschritte loben, weniger die Leistung relativ zu den anderen Spielern. Für meinen oben schon erwähnten schlechten Spieler versuche ich z.B. die Übungen einfacher zu gestalten. Z.B. lege ich ihm beim Schusstraining den Ball 2m weiter vor als den anderen. Oder er bekommt ein flaches Zuspiel, alle anderen ein hohes. Und wenn er trifft, kriegt er auch für einen im Vergleich zu den anderen mittelmäßigen Schuss ein dickes Lob. Das ist zwar manchmal auch doof, weil jemand meckert ("ungerecht"), aber im Normalfall läuft das.


    Grüße
    Oliver

    Ja, das kann ich bestätigen, das ist bei mir auch so. Einige der Spieler entwickeln sich toll weiter, andere hängen da weit hinterher. Zum Teil liegt das sicher an der Häufigkeit des Übens (die, die sich gut entwickeln, sind überwiegend immer im Training und spielen auch mal privat), aber ich habe auch einen Spieler, der fast immer da ist, aber dennoch mit Abstand der schlechteste ist. Aber so lange er Spass hat, soll er weiter mitspielen.


    Was mich jetzt im 2ten Jahr F aber wirklich gefreut hat ist, dass bei einigen der schwächeren ein wenig der Knoten geplatzt ist. Die sind zwar immer noch nicht auf dem Niveau der besseren, aber bei diesen Spielern ist die Lücke kleiner geworden. Wobei das auch selbst verstärkende Effekte sind (Gut gespielt => mehr Spass und mehr Selbstvertrauen => besser gespielt...).


    Fazit: Die Entwicklung verläuft schubweise und ist für den Trainer kaum vorhersehbar. Unser Job ist, auch die schwächeren bei der Stange zu halten (also zu unterstützen) in der Hoffnung, dass bei denen sich auch mal ein Erfolg einstellt.


    Grüße
    Oliver

    Wobei man sich ja schon fragt, was der tiefere Sinn hinter diesen Regeln ist :love:. Warum kein Einteiler? Weil der Gegner dann nicht mehr so gut festhalten kann? Und warum nicht ärmellos (funktioniert z.B. im Basketball doch auch)? Aber die Herren 20er und Blatter werden das schon wissen...


    Grüße
    Oliver

    http://www.dfb.de/fileadmin/us…sballregeln_2010_2011.pdf


    Regel 4 Grundausrüstung
    Die zwingend vorgeschriebene Grundausrüstung eines Spielers besteht aus den folgenden
    einzelnen Gegenständen:

    • Hemd oder Trikot mit Ärmeln ...
    • Hose – werden Unterziehhosen getragen, muss ihre Farbe mit der Hauptfarbe der
      Hosen übereinstimmen
      ...

    Demnach ist der Einteiler nicht ok, sondern es muss Trikot plus Hose (einzeln) sein. Mit dem Reissverschluss hätte ich auch ein Problem, da sehe ich sogar Verletzungspotenzial (kommt auf den RV an).


    Grüße
    Oliver

    tobn
    So langsam verstehe ich, worauf Du hinauswillst. Ok, das mit dem "desinteressierten" Schauspieler sehe ich ein. Unsportlich ist mir immer noch ein etwas zu starkes Wort, aber klar, als Trainer würde ich so eine Ecke nicht einstudieren lassen.


    Grüße
    Oliver

    tobn, da kann ich Dir nicht folgen: Eine Schwalbe ist das Vortäuschen eines Regelverstoßes. Das hat mit diesem Eckentrick nix, aber auch gar nix zu tun. Aus meiner Sicht ist die Ecke vergleichbar mit eine Körpertäuschung. Letztere ist eine Täuschung eines Einzelspielers. Die Ecke ist die Täuschung eines ganzen Teams. Im Volleyball gibt es z.B. sog. Trickaufstellungen, bei denen der Gegner getäuscht werden soll, welcher Spieler vorne am netz spielt und welcher hinten. Die sind ebenso üblich und legitim.


    Aber eigentlich muss man sich ja nicht darüber streiten: So ein Trick funktioniert ja pro Spiel höchstens ein Mal (ich unterstelle mal, dass der Gegner das nicht 2-mal zulässt). Und ob daraus ein Tor fällt, ist auch sehr fraglich.


    Grüße
    Oliver

    Das entspricht auch meiner Erfahrung. Mehr als 10 oder 11 halte ich für zu viel, zumal dann die mittlere Spielzeit pro Spieler zu klein wird. Ohnehin dürfen (zumindest bei uns in Hessen) laut Statuten nur 11 Spieler auf den Spielberichtsbogen - allerdings drücken da viele Schiris ein Auge zu. Aber wie gesagt: 9 oder 10 sind ok, 11 geht noch zur Not, aber mehr würde ich nicht mitnehmen. Letztes Jahr hatte ich zum Schluss 20 Spieler, da habe ich dann immer in der Woche davor Bescheid gesagt, wer spielt. Das hat gut geklappt.


    Auswechslung alle 10 bis 15 min oder nach Bedarf (Schuhe offen, Ball ins Gesicht gekriegt, Knöchel verknackst, roter Kopf und vollkommen außer Puste... :O ). Das schöne im Jugendfussball ist ja, dass man die Spieler aus- und wieder einwechseln kann.


    Grüße
    Oliver

    ...es wäre einfach, kostet nichts und brächte sofort den Erfolg

    Genau das mit dem Erfolg bestreite ich. Du würdest alle Stadionbesucher (von denen weit über 99% vollkommen friedlich sind) massiv beeinträchtigen. Aber Idioten, die sich nicht entblöden, Exkremente auf andere Stadionbesucher zu werfen, wirst Du so nicht abhalten. Auch das Feuerwerk hat ja trotz Verbot und Personenkontrollen nicht überall aufgehört. Da halte ich Videoüberwachung und strafrechtliche Verfolgung für weit zielführender. Ausßerdem müsste von den Vereinen mehr Druck auf ihre eigenen Fans ausgeübt werden. Auch dazu sind im von Michael zitierten Artikel schon Ansatzpunkte genannt.


    Grüße
    Oliver

    Genau wegen sollen "Fans" gehe ich nicht mehr ins Stadion. Auf deren "Stimmung" kann ich pfeifen.

    Um es nochmal klar zu stellen: Ich bin absolut gegen die von Andre beschriebenen Vorkommnisse. Aber ich sehe auch, dass man mit einfachen Mitteln diese Pöbler nicht von den erwünschten Fans trennen kann. Alle bisher hier gemachten Vorschläge (Becherpfand, Essen+Trinken nur ausserhalb des Stadions, Stehplätze auflösen) sind Schnellschüsse, die das Problem nicht lösen.


    Andre
    Der DFB schreibt "Ihre Anmerkungen nehmen wir daher gerne zur Kenntnis". Übersetzt heisst das: "Die Mail von dem Quengler brauchen wir nichtmal ausdrucken, die löschen wir einfach" :).


    Grüße
    Oliver