Feuer frei
Euch besucht der Fußballweihnachtsmann, was wünscht ihr euch ?
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Ich wünsche mir für den Kinder- u. Jugendfußball, dass
1. unsere Kinder nur noch von ausgebildeten Trainer betreut und trainiert werden.
2. die Ideen des DFB im Bezug auf Kinder- u. Jugendfußball flächendeckend umgesetzt werden
3. alle Trainer bei ihrer Trainingsplanung die Ausbildung des einzelnen Kindes im Fokus haben
4. alle Trainer bei ihrer Trainingsplanung immer erst auf das Alter der Kinder eingehen.
5. es endlich mit den Tabellenwahnsinn im Kinder- u. Jugendbereich ein Ende hat.
7. alle Spielfelder im Bereich des DFB auf altersgerechte Größen reduziert werden.
9. alle Kinder die gleiche Spielzeit bekommen (das gehört ins Regelbuch für den Kinderfußball)
10. es bis einschließlich D-Jugend junger Jahrgang keine Schiedsrichter mehr gibt. (mein Ideal ist die Fairplay-Liga)
11. erst ab der A-Jugend zu einer Positionierung der einzelnen Spieler kommt (Ausnahme der Torwart ab der B-Jugend).
12. die am weitesten entwickelten Spieler so lange wie möglich in den Heimatvereinen spielen können bevor sie an die NLZ wechseln.
13. die Trainer der NLZ eine mindestens 3 jährige Ausbildung zum NLZ-Trainer durchlaufen.
14. keine TV Übertragung mehr bis einschließlich U19
15. wir mit diesen Wünschen nicht immer wieder von vorne anfangen müssen.
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Ich wünsche mir ein paar warme Socken
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1. Gleiche Spielzeit im Kinderfussball für alle Kinder sofern die Disziplin bei Kind und Eltern passt.
2. Eltern, die ihre Kinder wirklich nur dann im Verein anmelden, wenn die Kinder von sich aus oft, gerne und regelmäßig kicken können und wollen und Training sowie Spielbetrieb als Fixtermine im Kalender sehen und nicht als eine Option unter mehreren Aktivitäten.
3. Verpflichtende Verhaltensregeln und Melderegister für TrainerkollegInnen (inklusive Strafen für den Verein und/oder TrainerIn), die vom Verhalten am Seitenrand eine offensichtliche Zumutung für den Kinderfussball sind.
4. Ausreichend spielwillige Kinder in jeder Altersklasse an jedem Spieltag.
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Hallo
Gleiche Spielzeit für alle Spieler wäre schön..
Aber da schon ab dem Bambinis Leistung zählt.. ziemlich utopisch.
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Wenn ich mir die Beiträge hier im Forum so anschaue, würde ich mir eine "dialektische" Diskussion zum Thema Leistung wünschen. Ich halte Leistung im (Jugend) Fußball und Leistungsförderung im Training für essentiell. Sehe aber auch, welche Auswüchse das ganze annehmen kann und wie es weniger leistungsfähigen (leistunswilligen) Kindern (und Eltern) den Spaß verderben kann. Wie findet man hier ein Lösung die wirklich ALLEN Kindern, die kicken wollen (Leistungsfähigkeit UND leistungswillig bis leistungsunwillig UND -unfähig) inkl. Eltern UND ehrenamtlichen Trainern gerecht wird.
Bin sehr gespannt auf eure Beiträge
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Ich wünsche mir mehr "miteinander" als "gegeneinander", weil das für alle Beteiligten zu besseren Lösungen führt (z.B. Kinder, Trainer, Vereine, Verbände, Eltern usw.).
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Ich wünsche mir für den Kinder- u. Jugendfußball, dass
1. unsere Kinder nur noch von ausgebildeten Trainer betreut und trainiert werden.
2. die Ideen des DFB im Bezug auf Kinder- u. Jugendfußball flächendeckend umgesetzt werden
3. alle Trainer bei ihrer Trainingsplanung die Ausbildung des einzelnen Kindes im Fokus haben
4. alle Trainer bei ihrer Trainingsplanung immer erst auf das Alter der Kinder eingehen.
5. es endlich mit den Tabellenwahnsinn im Kinder- u. Jugendbereich ein Ende hat.
7. alle Spielfelder im Bereich des DFB auf altersgerechte Größen reduziert werden.
9. alle Kinder die gleiche Spielzeit bekommen (das gehört ins Regelbuch für den Kinderfußball)
10. es bis einschließlich D-Jugend junger Jahrgang keine Schiedsrichter mehr gibt. (mein Ideal ist die Fairplay-Liga)
11. erst ab der A-Jugend zu einer Positionierung der einzelnen Spieler kommt (Ausnahme der Torwart ab der B-Jugend).
12. die am weitesten entwickelten Spieler so lange wie möglich in den Heimatvereinen spielen können bevor sie an die NLZ wechseln.
13. die Trainer der NLZ eine mindestens 3 jährige Ausbildung zum NLZ-Trainer durchlaufen.
14. keine TV Übertragung mehr bis einschließlich U19
15. wir mit diesen Wünschen nicht immer wieder von vorne anfangen müssen.
Jede Menge gute Punkte! Die Frage ist was sich realistisch umsetzen lässt?
Gleich bei Punkt 1 wird es schon unrealistisch - da wir eh kaum genug Trainer haben um den normalen Betrieb in vielen Vereinen aufrecht zu erhalten würde eine zusätzliche Ausbildungspflicht die Reihen sicherlich noch mehr lichten. Obwohl es natürlich generell schön wäre!
Punkt 2-4 ist auf jeden Fall gut. Da jeder Landesverband jedoch sein eigenes Süppchen kocht auch eher schwierig...oder Zentralisierung wünschenswert?
Das mit den Tabellen sehe ich gemischt. Ganz ohne wird es vielen (also nicht nur Trainer sondern auch Spielern) fehlen. Die Frage ist ob man nicht ein System finden kann, wie der Spielbetrieb gerechter und spassiger für alle werden kann...
Punkt 6 und 8 finde ich nicht
Punkt 7 grundsätzlich gut wobei hier auch Vorschläge fehlen was aktuell total falsch angelegt ist?
Punkt 9 ist der wichtigste Punkt, kann ich voll unterschreiben!
10. sehe ich kritisch. Auch der Schiedsrichternachwuchs muss üben und fängt damit meistens in der E Jugend an. und wenn man sieht wie schon mit Schiedsrichter der FairPlay Gedanke eher eine untergeordnete Rolle spielt finde ich das eher nicht sinnvoll...
Punkt 11 finde ich auch nicht komplett sinnvoll. Warum soll ein Spieler der seine Vorteile defensiv hat (und das kristallisiert sich schon irgendwann heraus) als Stürmer spielen oder auf Aussen wenn er nicht das Tempo dafür hat und deshalb kein Land sieht? Bringt ihn das in seiner Entwicklung wirklich mehr voran wie wenn er sich auf seiner "Sahnepostion" zu einem Topspieler entwickelt?
Der Rest ist gut!
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Uuups, wo sind 6 und 8 gebleiben???
Es sind Wünsche.
Eine meiner Lebensweisheiten ist " Wer will sucht Wege, wer nicht will sucht Gründe"
Zum Glück wird Punkt 5 (Tabellenwahnsinn) immer mehr in den Fokus der Diskussion gerückt. Nur wenn man darüber redet wird den Kinder- u. Jugendtrainern überhaupt erst einmal bewusst, dass es im Kinderfußball gar nicht um Tabellen, sondern um die individuelle Ausbildung geht.
Punkt 7:
Die Felder sind bis einschließlich A-Jugend viel zu groß. Wenn ich für die Kinder u. Jugendlichen extrem viele Ballkontakte, extrem viele inividualtaktische Handlungen, extrem viele gruppentaktische Handlungen, extrem viele Freilaufsituationen, extrem viele Sprints und kurze Antritte, extreme fußballspezifische Ausdauer, extreme fußballspezifische Koordination, extrem viel Aufmerksamkeit für das Spielgeschen, extrem viele Pässe, extrem viele Ballan, u. -mitnahmen, extrem viele Dribblings, extrem viele Torschüsse, usw.erzwingen will, dann müssen die Felder kleiner und die Spieleranzahl verringert werden.
Die ersten Ansätze sind mit dem Funio schon gemacht. Aus meiner Sicht währe es ideal, wenn auch die A-Jugend max. 7 gegen 7 auf maximal einer Platzhälfte spielt.
Warum ich mir das wünsche..?
Stell dir vor du hast eine A-Jugend auf dem 11er Feld, die sehr überlegen spielt. Zähle mal wieviel Situationen oder Ballkontakte der rechte/linke Verteidiger hat. Welchen Lerneffekt bringt diesen Spielern, das Spiel.
Punkt 10. Hier mache ich mir nur Gedanken um die Spieler und nicht um die Schiedsrichter.
Ich bin auch der Meinung, dass der Kinderfußball völlig ungeeignet ist, um die jungen Schiedsrichter an ihr Ehrenamt heranzuführen.
Aus meine Sicht werden hier die Schiris verheizt und neue junge Schiris sind auch nicht in der Lage pädagogisch zu pfeifen. Sie haben genug mit sich zu tun.
Wenn alle Kinder u. Jugendlichen schon im Training lernen, dass der Trainer nicht der Schiri ist und der Trainer immer wieder von den Kindern und Jugendlichen verlangt, dass sie selbst entscheiden, wann es im Trainingsspiel ein Faul war, dann kommt innerhalb von 4 bis 6 Trainings ein sehr viel faireres Trainingsspiel und somit auch ein "Punktspiel" am WE zustande. Allerdings muss ein Trainer im Training es auch mal aushalten, dass es zu minutenlangen Diskussionen kommt.

Diese selbst erworbenen Fairniss kann man auch im Punktspiel einfordern. Das geht bis zu dem Zeitpunkt, bis die meisten Jungs in die puberale Phase eintreten.
Punkt 11:
Ist für mich einer der wichtigsten Punkte.
Auf einem Talentsymposium des HSV vor ca. 20 Jahren sagten damals unter anderem Ralf Peter (Autor mehrer DFB-Ausbildungsbücher) und der argentinscher Trainer, Jorge Griffa (der Maradonna Entdecker) das man für den Ausbildung eines Stürmers (offensiven Spielers)
13 Jahre benötigt. Um einen offensiven Spieler zu einem defensiven Spieler zu schulen, braucht man 1 Monat im Seniorenbereich. Als Beispiel zeigte er uns damals den Weg von Marcel Jansen auf.
Warum soll den Spielern die Möglichkeit nicht geben ein offensiver Spieler zu werden?
Mein Job ist es doch alle Spieler bestmöglich individuell auszubilden. Nur meine Meinung
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Uuups, wo sind 6 und 8 gebleiben???
Es sind Wünsche.
Eine meiner Lebensweisheiten ist " Wer will sucht Wege, wer nicht will sucht Gründe"
Zum Glück wird Punkt 5 (Tabellenwahnsinn) immer mehr in den Fokus der Diskussion gerückt. Nur wenn man darüber redet wird den Kinder- u. Jugendtrainern überhaupt erst einmal bewusst, dass es im Kinderfußball gar nicht um Tabellen, sondern um die individuelle Ausbildung geht.
Punkt 7:
Die Felder sind bis einschließlich A-Jugend viel zu groß. Wenn ich für die Kinder u. Jugendlichen extrem viele Ballkontakte, extrem viele inividualtaktische Handlungen, extrem viele gruppentaktische Handlungen, extrem viele Freilaufsituationen, extrem viele Sprints und kurze Antritte, extreme fußballspezifische Ausdauer, extreme fußballspezifische Koordination, extrem viel Aufmerksamkeit für das Spielgeschen, extrem viele Pässe, extrem viele Ballan, u. -mitnahmen, extrem viele Dribblings, extrem viele Torschüsse, usw.erzwingen will, dann müssen die Felder kleiner und die Spieleranzahl verringert werden.
Die ersten Ansätze sind mit dem Funio schon gemacht. Aus meiner Sicht währe es ideal, wenn auch die A-Jugend max. 7 gegen 7 auf maximal einer Platzhälfte spielt.
Warum ich mir das wünsche..?
Stell dir vor du hast eine A-Jugend auf dem 11er Feld, die sehr überlegen spielt. Zähle mal wieviel Situationen oder Ballkontakte der rechte/linke Verteidiger hat. Welchen Lerneffekt bringt diesen Spielern, das Spiel.
Punkt 10. Hier mache ich mir nur Gedanken um die Spieler und nicht um die Schiedsrichter.
Ich bin auch der Meinung, dass der Kinderfußball völlig ungeeignet ist, um die jungen Schiedsrichter an ihr Ehrenamt heranzuführen.
Aus meine Sicht werden hier die Schiris verheizt und neue junge Schiris sind auch nicht in der Lage pädagogisch zu pfeifen. Sie haben genug mit sich zu tun.
Wenn alle Kinder u. Jugendlichen schon im Training lernen, dass der Trainer nicht der Schiri ist und der Trainer immer wieder von den Kindern und Jugendlichen verlangt, dass sie selbst entscheiden, wann es im Trainingsspiel ein Faul war, dann kommt innerhalb von 4 bis 6 Trainings ein sehr viel faireres Trainingsspiel und somit auch ein "Punktspiel" am WE zustande. Allerdings muss ein Trainer im Training es auch mal aushalten, dass es zu minutenlangen Diskussionen kommt.

Diese selbst erworbenen Fairniss kann man auch im Punktspiel einfordern. Das geht bis zu dem Zeitpunkt, bis die meisten Jungs in die puberale Phase eintreten.
Punkt 11:
Ist für mich einer der wichtigsten Punkte.
Auf einem Talentsymposium des HSV vor ca. 20 Jahren sagten damals unter anderem Ralf Peter (Autor mehrer DFB-Ausbildungsbücher) und der argentinscher Trainer, Jorge Griffa (der Maradonna Entdecker) das man für den Ausbildung eines Stürmers (offensiven Spielers)
13 Jahre benötigt. Um einen offensiven Spieler zu einem defensiven Spieler zu schulen, braucht man 1 Monat im Seniorenbereich. Als Beispiel zeigte er uns damals den Weg von Marcel Jansen auf.
Warum soll den Spielern die Möglichkeit nicht geben ein offensiver Spieler zu werden?
Mein Job ist es doch alle Spieler bestmöglich individuell auszubilden. Nur meine Meinung
Das sehe ich absolut genauso. Im Kinderfußball sieht man ja auch relativ schnell, dass die besten Offensivspieler auch die besten Defensivspieler wären, wenn sie hinten eingesetzt werden würden.
Wenn du offensiv stark bist, kannst du im Erwachsenenfußball normalerweise auch die Defensivaufgaben relativ schnell umsetzen.
Die taktisch relevanten Punkte kannst du schnell erlernen, das was du fußballerisch benötigst, hast du normalerweise drauf als guter Offensivspieler.
Mit Bezug auf den Profifussball - setze mal einen Harry Kane in die Viererkette!
Ich bin überzeugt, er wird diese Rolle nach ein paar Wochen Umgewöhnung herausragend ausüben.
Jetzt mal umgekehrt - setze mal einen Jürgen Kohler in den Sturm oder als Spielmacher oder Flügelspieler ein. Er wird kaum in der Lage sein, dort Niveau reinzubringen mit seinen Fähigkeiten.
Mal ganz einfach ausgedrückt - die fußballerisch besten Spieler spielen meistens im offensiven Mittelfeld, im Sturm oder auf den Flügeln. Dort wo du eben deren Fähigkeiten brauchst, um Torchancen zu erspielen.
Und je früher diese festgelegte Positionierung im Kinderfußball beginnt und je länger sie durchgezogen wird, desto mehr wird die Schere zwischen den guten Spielern und sehr guten Spielern auseinandergehen.
Deswegen ist das was Dirk Coerverfan als Punkte aufgezählt hat auch so wichtig, weniger Ergebnisorientierung, weniger Tabellen - nimmt den Trainern den Druck Ergebnisse erzielen zu müssen und kann der Fokus auf eine sinnhafte Ausbildung der Kinder gelegt werden.
Meine Erfahrung ist, dass insbesondere im Breitensportvereinen die meisten Trainer diesen Druck nicht standhalten und teilweise schon früh im F- und E-Bereich knallhart nach Leistung aufstellen und die Kids auf bestimmten Positionen regelrecht "festspielen" und zudem den besseren Kindern deutlich mehr Spielzeit geben, weil sie die Ergebnisse sichern.
Herauskommt dann in der C- oder B-Jugend ein total unausgewogener Haufen Fußballer, wo 2-4 Spieler ein sehr gutes Niveau haben und dann der ganze Kader extrem stark abfällt nach Stärke. Die schwächsten hören dann häufig schon in der D-Jugend, spätestens C-Jugend auf.
Dann lamentieren diese Trainer häufig, dass sie ja in ihrem Dorfverein nur wenige starke Spieler haben und sie nichts dafür können, dass der Kader so ist, wie er ist.
In der Mehrheit hatten sie das aber selber in der Hand in den letzten 10 Jahren der Ausbildung dieser Jahrgänge.
Ich sage nicht, dass man aus jedem Spieler einen Messi machen kann, ich behaupte aber ziemlich sicher, dass man aus den allermeisten Spielern zumindest für den Kreisbereich und unteren Landesspielbetrieb sehr passable Spieler ausbilden kann, die die Grundlagen beherrschen.
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golfstrom : Jürgen Kohler wurde in der B-Jugend Abwehrspieler (ähnlich wie Niklas Süle) - der Podcast des Deutschen Fußballmuseum lohnt sich aus meiner Sicht (v.a. ab 9:30 min.) - im Podcast kommt auch M. Gaudino zu Wort (den kann ich mir nicht als Innenverteidiger vorstellen
)dass man aus den allermeisten Spielern zumindest für den Kreisbereich und unteren Landesspielbetrieb sehr passable Spieler ausbilden kann, die die Grundlagen beherrschen.
Das habe ich auch immer behauptet - heute bezweifel ich das. Die Breitensportvereine bringen meistens nicht viel mehr Kinder durch als die Bundesligavereine. Jetzt kann man sich die Frage stellen, ob das an den Ausbildern, den Auszubildenden oder der Ausbildungsstruktur liegt.
