Positionen festlegen im Jugendfußball

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  • Hi zusammen,


    natürlich gibt es schon den ein oder anderen Thread dazu, der dieses Thema behandelt. Aber die sind teilweise schon einige Jahre alt, viele neue sind hier dazu gekommen, evtl. haben sich Ansichten dazu geändert oder es gibt Studien, Beobachtungen etc. die Rückschlüsse zulassen, was jetzt besser ist und was nicht.

    Ich bin da schon oft gegen Windmühlen angerannt leider. Hier mal meine Meinung nämlich zu dem Ganzen.

    Ich bin ein klarer Befürworter des Rotationsprinzips und zwar bis in die C-Jugend rein mindestens. Allerdings immer mit dem Hintergedanken die Kinder wirklich in ihrer Gesamtheit besser zu machen, sie zu entwickeln. Während wir bis in die E-Jugend hinein immer zwei Dreierreihen gespielt haben, diese dann immer im Block gewechselt so wie hintere Reihe nach vorne, vordere dann raus usw wieder von vorne usw. Die Kids wurden dann auch in aller Regelmäßigkeit links und rechts getauscht, so wie Mitte natürlich auch.

    Im Kinderfußball wurde das so komplett durchgezogen. Jetzt im D-Jugend Bereich unterstütze ich unter anderem eine Truppe als Co-Trainer. Der Haupt-Trainer ist eher so auf dem Trip die Kinder jetzt schon zu positionieren mit der Ansicht: je eher die eine Position so früh schon spielen bzw. jetzt ab D desto besser werden die auf dieser Position.

    Kurz gesagt, ich teile diese Meinung absolut gar nicht weil:

    - die Kinder/Jugendlichen sich teilweise selber gar nicht auf den Positionen sehen wo sie eingesetzt werden (was auch ein Punkt ist, natürlich hat der Trainer da mehr Überblick)

    - die Kinder/Jugendlichen sich gerne auch auf anderen Positionen mal ausprobieren/spielen möchten

    - sie einfach in meinen Augen zu jung sind um sie schon so dermaßen auf Positionen festzulegen

    - sie durch Rotation auch lernen was es heißt und bedeutet auch andere Positionen zu spielen und welche Anforderungen diese jeweils mit sich bringen wo für mich auch mit der Wichtigste Punkt liegt, dass sie einfach fußballerisch kompletter entwickelt werden und so auch zu einem besseren Spieler werden. Die verschiedenen Positionen bringen ja jede für sich seine Eigenheiten mit die da wären:

    mehr mit dem linken Fuß spielen, mehr mit dem rechten Fuß spielen, viele 1gg1 Situationen (defensiv/offensiv), Spielübersicht, Bälle verteilen, Tempodribbling, Flanken, Torschuss, usw. usw. usw.

    Natürlich steht nicht jedem jede Position und ja, teilweise kann man das sicher auch schon in der D-Jugend erkennen evtl. was aber für mich im Umkehrschluss nicht zu bedeuten hat, dass ich die Kids dann Partou nicht mehr immer mal wieder auch woanders spielen lasse, auch wenn ich dann mal ein Spiel verlieren sollte, es beim ersten Mal nicht so gut klappt usw. Ich denke bei den allermeisten wird sich das am Ende der Ausbildung immer positiv bemerkbar machen, wenn die Kinder an den Wochenenden immer mal wieder auch andere Positionen gespielt haben um sie jeweils individuell in "schwächeren" Bereichen besser zu machen und sie somit kompletter zu machen.

    Vor allem sag ich mir immer. Im Training spielen auch alle alle Positionen in den Spielformen etc. vor allem bei den Kleingruppenspielen usw. warum dann am Wochenende nicht?

    Wie ist denn eure Meinung zu dem Ganzen, kann man die Argumente erweitern mit Studien/Beobachtungen die das belegen oder bin ich da total aufm falschen Dampfer unterwegs und man kann meine Ansichten widerlegen und sagen, ne, das siehst du total falsch!?

    Und bitte nicht sagen, da gab es schon genug Themen zu, ja, da gab es schon was dazu und ich habe alles dazu hier auch schon gelesen, aber ich würde gerne gegenwärtig das Thema noch mal eröffnen hiermit, vielen Dank.

    LG

  • Bis inkl. D bin ich vollkommen bei Dir, wobei ich da mal den Torwart rausnehmen würde. Da wird es schon langsam Zeit, dass klar ist ob man Feldspieler oder Torwart ist.
    Ich denke ab der D sollte sich auch schon etwas herauskristallisieren, ob ein Spieler seine Stärken eher offensiv, oder defensiv, eher im Tempodribbling (Außenbahn) oder Ballverteilen (IV oder Zentrum) hat.
    Dementsprechend kann man ja auch die Häufigkeit der Einsätze steuern, indem ein Spieler, der eher für Außen geeignet scheint, zwischen offensiv, defensiv, links, rechts rotiert und eher seltener in der Innenverteidigung oder im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommt und umgekehrt. Es spricht aber auch nichts dagegen immer mal wieder auch in diese Richtung zu mischen, damit die Spieler unterschiedliche Positionen kennenlernen und auch wissen, was z.B. der Innenverteidiger an Unterstützung vom Außenverteidiger braucht...
    Das ließe sich meiner Meinung nach auch in der C noch fortführen. Wenn man sieht, wie viele Spieler im Profibereich erst mit dem Eintritt in den Erwachsenenfußball z.B. vom Außenstürmer zum Außenverteidiger (z.B. Davies) umgeschult wurden oder wie oft auch Innenverteidiger als Außenverteidiger eingesetzt werden (Pavard, Süle, Höwedes 2014).
    Niemand weiß wie sich die Systeme und Spielweisen in den nächsten Jahren verändern.

    Dementsprechend bringt es nichts einen Spieler mit 11/12 Jahren schon auf die eine Position zu fixieren. Variabilität wird weiter wichtig bleiben. Ein Spieler sollte frühzeitig erkennen, was seine Stärken sind und wo er sich noch entwickeln kann / muss. Genauso gibt es vielleicht auch natürliche Grenzen, die er einfach nicht überwinden kann. Da gilt es zu erkennen und realisieren wie und wo man die Stärken des Spielers bestmöglich in die Mannschaft einbringen kann und wo seine Schwächen am wenigsten ins Gewicht fallen.
    Das ist eine dauerhafte Aufgabe für Trainer und Spieler.
    Schade ist in dem Zusammenhang natürlich nach wie vor das Thema Auf-/ Abstieg. Es ist wie Du schon schreibst kein Drama, wenn man mal ein Spiel verliert, weil Spieler auf Positionen eingesetzt werden, die nicht ihre Sahneseite bedienen, damit sie sich weiterentwickeln können. Passiert das allerdings zu oft und man steigt ab, führt es dazu, dass in der neuen Saison die Qualität im Wettkampf nachlässt, weil die Gegner ggf. schwächer werden.
    Hier wäre wieder mal eine offen Liga ohne Auf und Abstieg wünschenswert, in der man sich regelmäßig mit einigermaßen gleichstarken Gegnern messen kann und z.B. auch mal ganz bewusst mit dem gegnerischen Trainer vereinbart, dass heute die schwächeren Spieler eingesetzt werden, oder dass beide Teams bewusst durchrotieren und alle Spieler ihnen Fremde Positionen spielen sollen.

  • Also in meiner Jugend gab es schon seit der Bambini grob feste Positionen. Unterteilt wurde in Defensiv und Offensiv und je nach "Fuß" halt links oder rechts. Spätestens ab der E-Jugend gab es keine Experimente mehr.

    Ich persönlich finde das gut. Klar gab es immer mal wieder Trainer, die Nuancen verändert haben (6 auf 8, IV auf 6, LM auf LV), aber keine Experimente á la heute Mittelstürmer und nächstes Wochenende Rechtsverteidiger.

    Aus meiner Sicht kann man auch nur so Stärken stärken und die Mannschaft sich einspielen. Ich bin nicht der Auffassung, dass sich ein Kind weiterentwickelt, wenn es auf einer Position eingesetzt wird, die dem Kind nicht liegt. Mal davon abgesehen, dass man durch solche Aufstellungen auch viel wahrscheinlicher verliert.

    Das soll nicht heißen, dass die Jungs nicht über die Jahre andere Positionen bekleiden und sich mit fortschreitendem Alter anders entwickeln (dürfen). Höwedes z.B. war früher Mittelstürmer. Aber innerhalb eines Spiels, eines Monats oder einer Halbserie massiv zu rotieren, davon halte ich persönlich gar nichts.

  • Also in meiner Jugend gab es schon seit der Bambini grob feste Positionen. Unterteilt wurde in Defensiv und Offensiv und je nach "Fuß" halt links oder rechts. Spätestens ab der E-Jugend gab es keine Experimente mehr.

    Ich persönlich finde das gut. Klar gab es immer mal wieder Trainer, die Nuancen verändert haben (6 auf 8, IV auf 6, LM auf LV), aber keine Experimente á la heute Mittelstürmer und nächstes Wochenende Rechtsverteidiger.

    Aus meiner Sicht kann man auch nur so Stärken stärken und die Mannschaft sich einspielen. Ich bin nicht der Auffassung, dass sich ein Kind weiterentwickelt, wenn es auf einer Position eingesetzt wird, die dem Kind nicht liegt. Mal davon abgesehen, dass man durch solche Aufstellungen auch viel wahrscheinlicher verliert.

    Das soll nicht heißen, dass die Jungs nicht über die Jahre andere Positionen bekleiden und sich mit fortschreitendem Alter anders entwickeln (dürfen). Höwedes z.B. war früher Mittelstürmer. Aber innerhalb eines Spiels, eines Monats oder einer Halbserie massiv zu rotieren, davon halte ich persönlich gar nichts.

    Hi,


    mega, vielen Dank auch für deine Meinung zu dem Thema. Finde es nämlich superwichtig auch andere gegenteilige Ansichten dazu zu hören. Ich wäre ja quasi derjenige der es komplett anders sieht und finde es aber auch wichtig und richtig andere Meinungen dazu zu lesen/hören.

    Grüßeeeeee

  • Grundsätzlich sollte ein Spieler im Jugendbereich lernen, mehrere Positionen zu spielen. Wer im Herrenbereich ankommt und die rechnisch/taktischen Grundlagen nur auf einer einzigen Position beherrscht, der wird sich perspektivisch im Herrenbereich extrem schwertun. Heutzutage haben Spieler (insbesondere, wenn wir über Mannschaft oberhalb der Bezirksliga sprechen) einfach einen großen Vorteil, wenn sie flexibel einsetzbar sind.

    D.h. natürlich nicht, dass ein Spieler erst IV, dann Av und dann linker Stürmer spielt...aber z.B. ein Sechser, der auch Außenverteidiger spielen kann wird i.d.R. deutlich mehr Spielzeit sammeln können.


    Also in meiner Jugend gab es schon seit der Bambini grob feste Positionen. Unterteilt wurde in Defensiv und Offensiv und je nach "Fuß" halt links oder rechts. Spätestens ab der E-Jugend gab es keine Experimente mehr.

    Also das finde ich ehrlich gesagt schon ziemlich grob...mal davon abgesehen, dass es eine Katastrophe ist, wenn Bambini 7 gegen 7 spielen. Aber auch in der E-Jugend muss ein Spieler noch in der Lage sein jede(!) Position auf dem Spielfeld zu bekleiden - inklusive Torwart. Das ist mMn auch keine Geschmacksfrage, sondern schadet massiv der Ausbildung der Spieler.


    Ab der D-Jugend kann man das etwas differnezierter sehen. Auch da sollte ein Spieler mMn regelmäßig mindestens 2-3 verschiedene Positionen bekleiden. Das sind dann schon Dinger, die ein bisschen zusammengehören (z.B. Flügel, Stürmer, 10er)...aber trotzdem muss eine differenzierte technisch-taktische Ausbildung erfolgen. Für die ganz großen "Experimente" kann man dann auch mal ein Testspiel nutzen: In einer U12/U13 muss man dann auch noch dem Ehrgeiz der Spieler Rechnung tragen und sollte seine eigene Mannschaft durch Positionswechsel nicht zu sehr sabotieren. Da hat man dann bei den Spielern auch eher noch Argumentationsschwierigkeiten. Wobei man die natürlich vermehrt hat, wenn man den Spielern nicht vorher schon unterschieldiche Positionen beigebracht hat.


    Man kann sich dann im Laufe der Zeit weiter auf bestimmte Positionen einengen. Hier hat sich Vorteile, wenn man keinen allzu großen Kader hat. Bei einem 22 Spieler Kader neige ich dazu, Positionen in Ligaspielen "symmetrisch" zu ersetzen, wenn mal einer oder mehrere Spieler fehlen. Bei einem kleineren Kader (z.B. 17/18) muss ich als Trainer immer auch ein bisschen basteln, was automatisch eine gewisse Flexibilität der Spieler befördert. Wenn von drei Flügelspielern zwei Stück ausfallen, dann muss ich nunmal einen Spielern von einer anderen Position dahinziehen. Neben vielen weiteren Vorteilen, die ein kleiner Kader hat, ist das sicher einer der Gewichtigsten.

  • Beim Torwart muss es spätestens zur D festehen.


    Aber was anderes dazu, auch so spätestens ab D, ich kann diese manchmal formulierte Kausalkette: Wenn ich routiere dann verlieren wir vielleicht, oder steigen sogar ab ... also am besten Auf- und Abstieg oder Wettbewerb abschaffen ... nicht nachvollziehen. Fussball ist Ergebnissport.


    Wenn ich als Trainer die Spieler zwischen Positionen routiere muss ich Sie auch dementsprechend ausbilden. Defensive ist anders als Offensive. Und ich muss Sie ausbilden bevor Sie spielen, nicht im Spiel. Sonst leidet das ganze Team darunter das ein "Offensivspieler" in der ersten Pressinglinie ins Drippling geht oder einen Risiko Pass spielt oder der First Touch zu viel Risiko hat, statt einen einfachen sicheren Ball zu spielen. Haben wir gerade, komplettes Drama.

  • Beim Torwart muss es spätestens zur D festehen.

    Bei uns gibt es einen Jungen, der hat in der D-Jugend Torwart gespielt und ist jetzt Leistungsträger beim Tabellenführer einer Mannschaft in der Landesliga (3.Liga in der Altersklasse)...als Feldspieler.


    Wenn ich als Trainer die Spieler zwischen Positionen routiere muss ich Sie auch dementsprechend ausbilden. Defensive ist anders als Offensive. Und ich muss Sie ausbilden bevor Sie spielen, nicht im Spiel. Sonst leidet das ganze Team darunter das ein "Offensivspieler" in der ersten Pressinglinie ins Drippling geht oder einen Risiko Pass spielt oder der First Touch zu viel Risiko hat, statt einen einfachen sicheren Ball zu spielen. Haben wir gerade, komplettes Drama.

    Sorry, aber selbstverständlich setzt sich die Ausbildung auch im Wettkampf fort. Wer keine Fehler macht, wird auch kein besserer Fußballer. Das gilt fürs Spiel genauso wie fürs Training.

  • Außer Torhüter fallen mir kaum Spieler ein, die nur auf einer Position gespielt haben - erst Recht nicht, wenn ich noch die Auswahlmannschaften dazu nehme. Somit ist das für mich keine Option.

    Das Argument Auf- und Abstieg ist bei uns im Kreis aufgrund der Meldeliga auch keines mehr.

    Und selbst bei Torhüter sehe ich das anders - Beispiel.

  • Beim Torwart muss es spätestens zur D festehen.


    Aber was anderes dazu, auch so spätestens ab D, ich kann diese manchmal formulierte Kausalkette: Wenn ich routiere dann verlieren wir vielleicht, oder steigen sogar ab ... also am besten Auf- und Abstieg oder Wettbewerb abschaffen ... nicht nachvollziehen. Fussball ist Ergebnissport.


    Wenn ich als Trainer die Spieler zwischen Positionen routiere muss ich Sie auch dementsprechend ausbilden. Defensive ist anders als Offensive. Und ich muss Sie ausbilden bevor Sie spielen, nicht im Spiel. Sonst leidet das ganze Team darunter das ein "Offensivspieler" in der ersten Pressinglinie ins Drippling geht oder einen Risiko Pass spielt oder der First Touch zu viel Risiko hat, statt einen einfachen sicheren Ball zu spielen. Haben wir gerade, komplettes Drama.

    Hi, zu aller Erst einmal, vielen Dank für deine Meinung zu dem Thema und deinen Kommentar. Genau dafür habe ich das Thema erstellt, weil ich mir gerne auch die gegenteiligen Statement dazu anschaue, lese.

    Gerne würde ich dir direkt antworten und deine Statement was entgegenbringen. Also ich gehe konform damit, das Wettbewerb generell nicht abgeschafft werden sollte, denn mit dem Wettbewerb geht ja auch ein gewisser Ansporn für die Kids einher, ein Ziel für Kinder, Trainer und Vereine. Wobei da auch geschaut werden sollte, wessen Ziel es letzten Endes wirklich ist und was man opfern muss/sollte um dieses zu erreichen.

    Ich bin ja der Meinung, das sowohl die Spiele am Wochenende als auch das Training unter der Woche alles zur Ausbildung der Kinder gehört. Wenn ich keine "Eier" als Trainer habe auch innerhalb der Meisterschaft zu rotieren im Sinne der Ausbildung der Kinder. Und dazu gehören auch Fehler, welche ich dann als Trainer nicht von außen beschreieeeee mit Floskeln wie "Antooooooooooon, scheiss Pass, in den Fuß, Schießen, bla bla bla" kommentieren, sondern bei Gelegenheit wenn ich das Kind kurz in einer ruhigen Minute greifen kann nutze um dem Kind eigenständig alternative Lösungswege durch Fragestellung etc. anbiete.

    Das ist, für mich zumindest, Ausbildung des Kindes, damit es eigenständig, eigenkreativ und intuitiv selbstständig Fußball spielen kann in allen Bereichen auf dem Platz und dadurch natürlich auch mannschaftsdienlich. Ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Konstrukt aus Vorgaben und dem damit einhergehenden imaginären "Käfig" in dem sich viele Kids unter einigen Trainern bewegen müssen, sich total kontraproduktiv auf die Kids auswirken.

    Also worauf ich hinaus wollte ist, wenn ich die Eier dazu in der Meisterschaft nicht habe, dann habe ich ja immer noch die Möglichkeit das über Test-, Freundschafts- und Trainingsspiele zu machen, wobei es da eben auch nicht immer den gleichen Effekt hat wie in einem Meisterschaftsspiel, weil die Kids in dem Alter ja eben auch genau wissen, wann geht es eigentlich in ein Meisterschaftsspiel und wann in ein Freundschaftsspiel und worum geht es. Die Kinder wissen halt auch schon teilweise ganz genau wo evtl. der Fokus jetzt mehr drauf liegen könnte.

    Aber, ich freue mich wie gesagt auch über die Meinung anderer die das absolut gar nicht so sehen, aber dann würde ich mir auch wünschen, dass ihr eure Meinung vllt. auch untermauert woran ihr es dann genau festmacht oder festmachen könnt, dass sich das Kind besser entwickelt wenn es möglich nicht rotiert und eine feste Position hat. Das fehlt mir hier noch ein bisschen.


    LG

  • Niederrheiner

    ich antworte etwas blasphemisch und überspitzt. 😉


    wer nicht spätestens in der F-Jugend alle Kinder beidfüßig ausbildet, macht eine ganze Menge falsch.


    wer seine Kinder durch zu frühes Fixieren auf eine kleine Menge an Positionen in ihrer Entwicklung hemmt, weiß nicht was "Spielintelligenz" ist.


    Wer Positionen bis zur E-Jugend eine Bedeutung beimisst, hat die Erkenntnisse und Entwicklungen seit den 1980er Jahren nicht mitbekommt.


    Wer schlecht qualifiziert ist, der ignoriert, dass erst ab der D-Jugend das sog. Lernalter beginnt und vorher alles Spielalter ist (bewegen - "lernen" - üben)


    Wem Siege wichtiger sind als die Kindesentwicklung, der stellt sich über das Wohl der Kinder.

  • Beim Torwart muss es spätestens zur D festehen.

    Bei uns gibt es einen Jungen, der hat in der D-Jugend Torwart gespielt und ist jetzt Leistungsträger beim Tabellenführer einer Mannschaft in der Landesliga (3.Liga in der Altersklasse)...als Feldspieler.


    Wenn ich als Trainer die Spieler zwischen Positionen routiere muss ich Sie auch dementsprechend ausbilden. Defensive ist anders als Offensive. Und ich muss Sie ausbilden bevor Sie spielen, nicht im Spiel. Sonst leidet das ganze Team darunter das ein "Offensivspieler" in der ersten Pressinglinie ins Drippling geht oder einen Risiko Pass spielt oder der First Touch zu viel Risiko hat, statt einen einfachen sicheren Ball zu spielen. Haben wir gerade, komplettes Drama.

    Sorry, aber selbstverständlich setzt sich die Ausbildung auch im Wettkampf fort. Wer keine Fehler macht, wird auch kein besserer Fußballer. Das gilt fürs Spiel genauso wie fürs Training.

    1. Torwart, klar, gibt immer solche Geschichten, aber Torspieler haben erst mal auch ein Recht darauf im goldenen Lernalter auf Ihrer Position im Torwartspezifischen ausgebildet zu werden.


    2. Ich gebe Dir Recht, im Training lernst Du, das Gelernte wird dann im Spiel angewendet, Du machst Fehler, und daraus lernst Du weiter. Für wichtig halte ich aber das Dir erst das Grundgerüst der Position beigebracht wird, im Training, bevor Du es spielst. ... Das man eben nicht jeden Spieler beliebig auf die Position bringt und dieser dann die Position fremd spielt. Wie gesagt ab D oder so und mit einem gewissen Leistungsanspruch.


    3. Man kann auch mal was ausprobieren, z.b. in Freunschaftsspielen.

  • Bei uns gibt es einen Jungen, der hat in der D-Jugend Torwart gespielt und ist jetzt Leistungsträger beim Tabellenführer einer Mannschaft in der Landesliga (3.Liga in der Altersklasse)...als Feldspieler.


    Sorry, aber selbstverständlich setzt sich die Ausbildung auch im Wettkampf fort. Wer keine Fehler macht, wird auch kein besserer Fußballer. Das gilt fürs Spiel genauso wie fürs Training.

    2. Ich gebe Dir Recht, im Training lernst Du, das Gelernte wird dann im Spiel angewendet, Du machst Fehler, und daraus lernst Du weiter. Für wichtig halte ich aber das Dir erst das Grundgerüst der Position beigebracht wird, im Training, bevor Du es spielst. ... Das man eben nicht jeden Spieler beliebig auf die Position bringt und dieser dann die Position fremd spielt. Wie gesagt ab D oder so und mit einem gewissen Leistungsanspruch

    Also da muss ich echt mal fragen: Argumentierst Du als Trainer, bist Du auch als Trainer tätig oder argumentierst Du als Vater ?


    Jeden Spieler im unteren Jugendbereich ab D voll ausgebildet erst dann auf den Platz zu bringen, wenn er die Basics der jeweiligen Position im Training vermittelt bekommen hat, damit gravierende Fehler ausgeschlossen sind ? Also da dürfen vermutlich 90 % aller Jugendspieler nicht auf den Platz am Wochenende. Eher niedrig angesetzt. Und wie soll das auch gehen angesichts der Trainingsbedingungen im 'normalen' Jugendbereich hinsichtlich der Trainingsbeteiligung, unterschiedlichen Motivationen der Spieler etc. ? Oder Du sprichst ausschließlich vom Leistungsbereich, würde ich mal so ab Landesliga oberhalb der Bezirksligen ansetzen. Aber das kann ja in der D noch gar nicht sein.


    Im Jugendbereich wird gelernt, sowohl im Training als auch im Spiel. Damit muss man im Jugendbereich leben können, sonst sollte man sich keine Jugendspiele anschauen und erst Recht kein Trainer im Jugendbereich sein.


    Ich habe z.B. am Wochenende ein Spiel 0:1 verloren durch einen klassischen Anfängerfehler (Außenverteidiger klärt nach innen). Der Außenverteidiger ist Späteinsteiger, erst im Sommer angefangen und ansonsten top motiviert bei Trainingsteilnahmen, Einsatz auf dem Platz und ist für diese kurze Zeit schon wirklich gut im Spiel gegen den Mann. In der Hektik kommt es aber schon mal zu so einem Fauxpax. Ist doch wunderbar, dass er aus dieser Erfahrung lernen kann, dass er so nicht klären sollte. Diese einschneidende Erfahrung mit dem daraus folgenden Lernprozess kann er doch im Training gar nicht machen, grau ist alle Theorie.


    Lernen und Entwicklung immer vor Ergebnis !

  • Alles gut ;)

    Hat ja jeder seine eigene Philosophie, je nachdem wann und wo er selbst gespielt hat. 1980er waren das bei mir jedenfalls nicht :S

    Beidfüßigkeit hat doch erst mal gar nichts mit der Position zu tun. Also mir erschließt sich der Zusammenhang nicht...muss ich als Linksfuß rechts spielen um beidfüßig zu werden? Dann sind unsere Auffassungen von Fußball wohl doch sehr weit auseinander 8o

    Und vielleicht war es etwas missverständlich formuliert von mir. Ich sprach aus meiner Jugendzeit, nicht der Jugend (Jugendabteilung) des Vereins wo ich gerade tätig bin.

    Naja und der Rest ist wirklich sehr polemisch geschrieben. Was soll ich dazu sagen?:/

  • Also in meiner Jugend gab es schon seit der Bambini grob feste Positionen. Unterteilt wurde in Defensiv und Offensiv und je nach "Fuß" halt links oder rechts. Spätestens ab der E-Jugend gab es keine Experimente mehr.

    Also das finde ich ehrlich gesagt schon ziemlich grob...mal davon abgesehen, dass es eine Katastrophe ist, wenn Bambini 7 gegen 7 spielen. Aber auch in der E-Jugend muss ein Spieler noch in der Lage sein jede(!) Position auf dem Spielfeld zu bekleiden - inklusive Torwart. Das ist mMn auch keine Geschmacksfrage, sondern schadet massiv der Ausbildung der Spieler.

    Hierzu habe ich ein paar Fragen:


    Warum ist es eine Katastrophe, wenn in der Bambini 7 gegen 7 gespielt wird?

    Warum muss ein Spieler in der E-Jugend jede Position bekleiden können inkl. Torwart?

    Für mich klingt das nach total radikalen Ansätzen, wie ich sie schon bei einigen gelesen habe, aber bislang außerhalb dieses Forums noch nie vernommen habe.

    Ich meine das gar nicht sarkastisch, sondern ich möchte verstehen, wie man diese Sicht auf Fußball haben kann.


    Der Absatz jetzt hat nichts mit Deiner Aussage zu tun Constantin, sondern gilt mehr generell.

    Auch scheint es mir so, als müsste man sich dafür rechtfertigen, wenn man gewinnen will. Im Ergebnissport Fußball wohlgemerkt.

    Ich kann Schreihälse, Psychos am Spielfeldrand und fussball.de-Ergebniseintrage-Bescheisser auch nicht ab, aber es gibt doch wohl noch eine Menge grau zwischen schwarz und weiß. Ist mir völlig unverständlich warum sportlicher Ehrgeiz in diesem Forum oft so negativ dargestellt wird.

  • Niederrheiner um 10 Uhr starten am Niederrhein heute die Bambinispielfeste die ja immer noch im 7vs7 laufen. Würdest du dir die Zeit nehmen, dir das anzusehen, dann kannst du dort folgendes beobachten:


    Ein Kind von etwa 1,10 m Länge steht in einem absurd großen Tor und darf im Grunde nicht mitspielen.

    Die Spielertraube ist da wo der Ball ist aber bei genauerer Betrachtung sind es immer die gleichen, die hier außen sind und nur so tun als ob. Und so haben 2-3 "besten" Spieler die meisten Ballkontakte.

    Auf der Bank sitzen 4-5 Kinder, die erst mal gar nicht mitmachen dürfen. Das sind auch zumeist die selben weil man ja schon ne Startaufstellung hat.

    Bei einigen Teams gibt es sogar schon Abwehrspieler, die hinten bleiben müssen und sich am Tore schießen nicht beteiligen dürfen.

    Schüchterne Kinder - und wir reden ja von Kindergartenkindern - sind häufig komplett überfordert. Nach dem ersten Spiel von dreien verweigern sie und wollen nicht mehr mitmachen. Denn nein, Kinder benötigen keine Stadionatmosphäre und wild gestikulierende Trainer am Rand. Auch nicht beim Gegner.


    Es wird noch Jahre benötigen, bis kindgerechte Spielformen in den Köpfen der Erwachsenen ankommen.


    Der Niederrhein stellt zur Rückrunde auf Funino um und noch niemand weiß, wie das aussehen soll. Und so kann man sich ja vorstellen, wie hoch die Akzeptanz am Rand ist, nicht!


    Ich diskutiere das sehr häufig mit "betroffenen" Eltern und die kategorische Ablehnung bekommt erste Risse. Mehr erwarte ich auch nicht. Ich ende meist mit dem Satz "gebt dem bitte ne Chance und zerredet das nicht daheim am Küchentisch. Die Kinder werden davon keine Nachteile haben"



    Und warum ein E-Jugendlicher auf jeder Position gespielt haben sollte, kannst du dir hoffentlich selber beantworten.



    Zum sportlichen Ehrgeiz habe ich folgende Philosophie: "mit den besten im Team zu gewinnen ist einfach. Kannst Du es auch mit allen?" und damit meine ich wirklich fair verteilte Einsatzzeit für alle! Und nicht die berühmten 10 min am Ende.


    Dank den limitierten Wechselmöglichkeiten in den älteren Jahrgängen ist die Umsetzung nur über eine ganze Saison möglich. Aber auf dem Kleinfeld geht das problemlos. Frag dich: machst du deine Wechsel vom Spielstand abhängig?

  • Goodie hat mMn eigentlich schon den wichtigsten Punkt gegen 7v7 bei Bambinis angesprochen; dass eben besonders die guten Spieler viele Aktionen sammeln.

    Was man vielleicht noch hinzufügen kann: Dass die Spieler im 3 vs 3 oder von mir aus auch im 5 vs 5 mehr Ballkontakte haben ist ja naheliegend. Jetzt muss man sich bewusst machen, dass Bambinis und auch F-Jugendspieler in aller Regel nicht in der Lage sind gemeinsam mit anderen Spielern auf dem Platz Lösungen zu finden - zumindest nicht mehr als das ausspielen einer 2v1 Situation.

    Und dann macht es aus meiner Sicht auch keinen Sinn ein 7 gg 7 zu spielen, wenn die Kinder das in seiner Komplexität sowieso nicht erfassen können...so ein Spiel dient dann eher der Belustigung der zusehenden Eltern, als der ernsthaften Ausbildung von Sportlern.


    Bei meiner zweiten Aussage bzgl. E-Junioren ist es vielleicht ein bisschen komplexer. Fußball ist ein sehr komplexer Sport: Ich muss in der Lage sein in unterschiedlichsten Räumen (außen, im Zentrum, frontal etc.) und in unterschiedlichsten Situationen (Gegner im Rücken, Gegner vor mir, vorm eigenen Tor, vorm gegnerischen Tor) Lösungen zu finden. Diese Komplexität gilt für mich, zumindest im höherklassigen Bereich, auf allen Positionen. Ein Beispiel ist der Innenverteidiger; mir ist schon klar, dass man auf dieser Position meistens das Spiel vor sich hat und alles sieht. Trotzdem kann ich es mir nicht erlauben, dass ein Innenverteidiger auf hohem Niveau keinen Schulterblick macht oder nicht damit umgehen kann, wenn er einen Gegner im Rücken hat (weil er zum Beispiel beim Pressing ins Zentrum gelenkt wird oder nach einem gegnerischen Eckball den Ball sichern will). Wenn ich mir jetzt einen Jungen vorstelle, der ab der F-Jugend immer nur hinten gespielt hat, wird er nicht oft genug in solche Situationen kommen, dass er sowas können muss.

    Wenn ich einen Spieler nicht auf unterschiedlichen Positionen einsetze wird er auch kein "kompletter" Fußballer.

    Das betrifft mMn insbesondere individualtaktische (und kleine gruppentaktische) Aufgaben, welche nunmal in E- und D-Jugend der Schwerpunkt sind. Dementsprechend würde ich in diesen Altersbereichen die Spieler auch "so flexibel wie möglich" aufstellen.

  • Niederrheiner : was würdest du mir entgegnen, wenn ich ein 11 gegen 11 auf dem großen Platz auf große Tore mit Bambinis fordern würde? Wahrscheinlich: Tore zu groß, Platz zu groß, zu viele Spieler. Und genau das trifft auch auf das 7 gegen 7 zu - die Größenverhältnisse stimmen nicht.


    Zum Thema sportlicher Ehrgeiz - der wird hier nicht negativ gesehen, sofern er kindgerecht ist (z.B. auch vom Kind kommt). Kinder sollen/wollen Tore schießen und Spiele gewinnen. Und bei Fußball 3 Festivals gewinnen die Kinder mehr, mehr Kinder gewinnen ein Spiel am Wochenende und schießen mehr Tore als beim 7 gegen 7. Die Kinder sollen auch gewinnen wollen und sich im Wettbewerb messen. Und wichtig ist dabei, dass alle Kinder mitgenommen werden. Dass alle die Möglichkeit bekommen zu spielen. Dass alle die Möglichkeit bekommen sich weiterzuentwickeln.


    Würdest du deine Kinder auf eine Schule schicken, die 30% der Kinder beste Weiterentwicklungsmöglichkeiten bietet und 70% nicht? Im heutigen Kinderfußball beim 7 gegen 7 ist das der Fall. Ca. 3 Kinder spielen durch und haben die meisten Ballaktionen. 6 Kinder teilen sich im besten Fall die Spielzeiten und 1 Kind wird in ein viel zu großes Tor gestellt und nimmt die meiste Zeit nicht am Spiel teil. 3 von 10 Kindern sind 30%.

  • Hierzu habe ich ein paar Fragen:


    Warum ist es eine Katastrophe, wenn in der Bambini 7 gegen 7 gespielt wird?

    Warum muss ein Spieler in der E-Jugend jede Position bekleiden können inkl. Torwart?

    Für mich klingt das nach total radikalen Ansätzen, wie ich sie schon bei einigen gelesen habe, aber bislang außerhalb dieses Forums noch nie vernommen habe.

    Ich meine das gar nicht sarkastisch, sondern ich möchte verstehen, wie man diese Sicht auf Fußball haben kann.

    Katastrophe würde ich ein 7 gegen 7 nicht nennen. Für mich persönlich gibt es jedoch ein paar wesentlich besser geeignete Alternativen. Einige gute Argumente für die Alternativen wurden oben bereits genannt. Danke dafür.


    Hier mal höchst offizielle Quellen, mit denen du dich beschäftigen könntest.

    DFB: Trainingsvision Kinderfußball

    DFB: Die Wettspielreform im Kinderfußball

    Fussball.de: FAQ | Die neuen Spielformen im Kinderfußball


    Hier bei Kickplan geht es sogar auch kurz um das Thema des Threads (Positionen im Jugendfußball).

    Kickplan: Dr. Sebastian Schwab: Was sagt die aktuelle Fußballforschung im Kinderbereich?


    Hier nochmal eine andere Quelle.

    Advance.football: Der VfB Stuttgart und sein Nachwuchsleistungszentrum // Thomas Krücken // SPIELTRIEB Podcast


    Nur mal als Beispiele, dass nicht ausschließlich hier im Forum so geschrieben wird.



    Was mich ebenfalls zu einer Frage an dich bringt:

    Du schreibst "aber bislang außerhalb dieses Forums noch nie vernommen habe."

    Wenn mir das ein Elternteil sagt, das sonst mit Fußball nichts am Hut hat, kann ich das ja nachvollziehen. Aber du bist ja nun mal Trainer im Jugendbereich. Nur mal als Beispiel: Gefühlt poppt das Thema seit dem Sommer einmal pro Woche bei Fussball.de auf der Startseite oben auf. Der DFB hat dazu sogar Artikel auf seiner Akademie-Seite (s. die Links oben).

    Wo hättest du denn erwartet, solche Meinungen in deinem Alltag bezüglich des Kinderfußballs zu vernehmen und wo wird in deinem Alltag grundsätzlich komplett anders über die Themen gedacht und gesprochen?


  • 2. Ich gebe Dir Recht, im Training lernst Du, das Gelernte wird dann im Spiel angewendet, Du machst Fehler, und daraus lernst Du weiter. Für wichtig halte ich aber das Dir erst das Grundgerüst der Position beigebracht wird, im Training, bevor Du es spielst. ... Das man eben nicht jeden Spieler beliebig auf die Position bringt und dieser dann die Position fremd spielt. Wie gesagt ab D oder so und mit einem gewissen Leistungsanspruch

    Also da muss ich echt mal fragen: Argumentierst Du als Trainer, bist Du auch als Trainer tätig oder argumentierst Du als Vater ?


    Jeden Spieler im unteren Jugendbereich ab D voll ausgebildet erst dann auf den Platz zu bringen, wenn er die Basics der jeweiligen Position im Training vermittelt bekommen hat, damit gravierende Fehler ausgeschlossen sind ? Also da dürfen vermutlich 90 % aller Jugendspieler nicht auf den Platz am Wochenende.

    ich glaube nicht das wir uns in unserer Meinungen weitgehend unterscheiden.


    Ich sage nicht voll ausgebildet, aber eben schon etwas ausgebildet. Ich sage auch, Fehler passieren, Sie können sogar gut sein; wenn sie angesprochen und korrigiert werden. Und ich spreche von einem gewissen Leistungsanspruch. Schon klar das in der Breite nicht jeder Verein alles schafft, man sollte es aber zumindest versuchen.


    Im Prinzip sage ich, klar, lass Spieler auf verschiedenen Positionen spielen, aber schule vorher was die Position verlangt. Das sollte eigentlich ein No-Brainer sein.


    ...


    Warum melde ich mich überhaut zu Wort? Weil mich Beliebigkeit stört. Spieler einfach auf Positionen zu rotieren ohne die Grundlagenarbeit zu machen macht die Spieler nicht besser, sondern wahrscheinlich schlechter.


    P.s. Vater, 3 Kinder, 2 noch Aktiv, keine Zeit für Trainerjob aber ich war mal Trainer und vielleicht steige ich irgendwann als Koordinator noch ml ein. Falls es die Zeit erlaubt.

  • Hey, danke für die Rückmeldung.


    Ich kann das alles nachvollziehen. Muss auch dazu sagen, dass ich absoluter Breitensporttrainer in einem Dorfverein bin und den Trainer auch größtenteils alleine machen muss ohne verlässlichen Co.

    Die Situation wäre schon sofort eine andere, wenn regelmäßig ein 2. Trainer mit im Training wäre um separat trainieren zu können, also z.B. auch Spieler 'rausziehen' für postitionsspezifisches während der Rest 'normal' trainiert.

    Ist daher auch ein sehr subjektiver Blickwinkel meinerseits auf die Diskussion, von der Sache her wäre ist natürlich wünschenswert da gezielter arbeiten zu können.