Um 180 Grad gedreht

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  • Hallo,


    meine Tochter spielt in einer C-Junioren-Mannschaft und ich bin Co-Trainerin. 11 der 18 Kids spielen seit dem Bambini-Alter in dieser Mannschaft und auch der Trainer ist von Anfang an dort. Ich und meine Tochter sind vor 4 Jahren dazugekommen. Meine Tochter hat schon mehrmals den Mädchenverein gewechselt und mein Sohn spielt Handball und in keinem der Teams habe ich eine Zuverlässigkeit wie in dieser Mannschaft je erlebt. Bis auf 1-2 Spieler waren bei den Spielen immer wirklich alle dabei und auch die Trainingsbeteiligung war immer sehr hoch.


    Davon ist leider so gut wie nichts mehr übrig. :( Also die Spieler sind alle noch da. Aber leider absolut unzuverlässig. Bis auf 3-4 Jungs und Mädels kann man sich wirklich auf keinen mehr so verlassen wie vorher. Wir nutzen eine App und bei jedem Spiel muss man zusätzlich mehrmals in der Whatsapp-Gruppe erinnern in der App zu- bzw. abzusagen. Für jedes Spiel müssen wir uns Spieler aus anderen Mannschaften ausleihen, weil zu wenige zusagen. Es ist wirklich zum verzweifeln.


    Wir vereinbaren viele Freundschaftsspiele in der spielfreien Zeit. Aber ehrlich gesagt vergeht mir langsam die Lust. Ein Beispiel von vor zwei Wochen: Nachdem ich schon mehrmals sowohl in der Whatsapp-Gruppe der Kinder als auch in der, der Eltern erinnert hatte, bitte zu- oder abzusagen und das dann endlich auch alle gemacht hatten, habe ich mich um 2 Kinder aus einer anderem Mannschaft bemüht um genügend Kinder zu haben. Dann fällt einem plötzlich ein Tag vorher ein, dass er doch kommen kann, ein anderer kann 2 Stunden vorm Spiel plötzlich doch nicht mehr kommen, weil seinem Vater der Weg zu weit ist für ein Freundschaftsspiel (sowohl das Spiel als auch der Ort standen 4 Wochen vorher fest) und ein Junge kam doch früher vom Praktikum und wollte spielen, sollte aber bitte abgeholt werden. Und dieses Chaos sehr ähnlich jedes mal vor jedem Spiel. Eins der Mädchen entscheidet sich ganz plötzlich kurz vorm Spiel doch lieber für ihre Mädchenmannschaft zu spielen an dem Tag usw. Es macht einfach keinen Spaß mehr!


    Liegt es an Corona? Liegt es am Alter? Liegt es daran, dass die Kids in diesem Alter vieles selbst übernehmen? Ich bin echt am Ende mit meinem Latein und finde es auch echt schade wie es läuft, gerade weil es in dieser Mannschaft immer so super lief.


    Hat jemand von euch Ideen woran es liegen könnte und was wir tun könnten?

  • Ich habe noch keine Lösung, aber das gleiche Problem. Bis Herbst war alles zuverlässig und vernünftig, dann kam langsam der Schlendrian rein. Sogar ein Freundschaftsspiel an einem Spielfreien Wochenende musste ich absagen, weil plötzlich bei vielen was dazwischen gekommen ist. Diesen Montag war ein Katastrophentraining und wenn sich das heute und morgen so wiederholt, ist Samstag ebenfalls kein Vorbereitungsspiel. Wozu Vorbereitungsspiele, wenn man entweder nicht zum Training kommt oder gar nicht umsetzen will, was vermittelt wird?


    Wir haben von Weihnachten bis Ende Januar "Spaßtraining" gemacht: wer kommt der kommt und kann zur Trainingszeit auf dem Platz machen, was er will. War ganz gut besucht und alle konnten sich austoben. Es wirkt aber so, als hätten die meisten diesen Modus noch nicht wieder verlassen.


    Es geht um eine B-Jugend!

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • kenne ich und kommt irgendwann bei vielen Mannschaften, leider...


    Wir haben beobachtet, dass es meistens mit dem älteren C-Jugend Jahrgang los geht.

    Spätestens wenn dann der Führerschein ansteht wird es nochmal schlimmer.


    Das Ganze steigert sich dann noch, wenn der Kader nur 17-18 Spieler groß ist und 2-3 Spieler aufhören.

    Dann weiß der Rest, ich spiele am WE sicher.


    Lösungen/Verbesserungen/Abstellmaßnahmen habe ich leider keine.

  • Noch bleib ich davon etwas verschont.
    Von meinen 19 Alterjahrgang C Jugend Spielern sind regelmäßig mehr als 13/14 da. (Also eher mittelgeringe Ausfallquote) Wobei einige momentan immer wegen Corona fehlen.

    Hab aber vielleicht auch das Glück, dass die Spieler alle schon etwas ehrgeiziger sind und waren und auch in der D-Jugend Verbandsliga gespielt haben. Vielleicht pusht sowas auch ein wenig mehr.


    Aber würden mir Lösungen einfallen? Glaube nicht, zumindest fallen mir jetzt auch keine Lösungen für euch ein...

  • Ob es die richtige Lösung ist weiß ich nicht, aber für das Trainerteam wäre es vielleicht befreiend das Thema auf den Tisch zu bringen.
    Damit meine ich jetzt aber keine "Brandnachricht" in der WhatsApp-Gruppe, sondern Teamversammlung (inkl. Spieler und Eltern) aus gegebenem Anlass. Das passt zum Rückrundenauftakt vielleicht ja sogar ganz gut.
    Dabei solltet Ihr ganz sachlich erklären, wie sich veränderte Situation für Euch im Moment darstellt und welche Probleme dadurch für das Trainerteam und die verbliebenen zuverlässigen SpielerInnen ergeben.
    Das Ergebnis ist offen. Entweder die Aussprache fruchtet und die Disziplin kehrt wieder zum alten Status zurück, oder der ein oder andere gibt zu, dass sich die Prioritäten verschoben haben und ihr müsst mit der neuen Situation irgendwie klarkommen.

    Zumindest weiß man dann als Verantwortlicher woran man ist und muss nicht enttäuscht sein, wenn die eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden.

  • Oft ist es ja leider so, dass neben dem Fußball andere Interessen in den Vordergrund rücken, die sie vom Fußball fernhalten. Aber auch charakterliche Veränderungen gehören dazu. Sie möchten jetzt auch mehr Selbstbestimmung. Einerseits ist das ja gut und gehört zur Persönlichkeitsentfaltung dazu. Oft erkennen Sie aber auch nicht, dass Entscheidungen Konsequenzen für sie und andere haben können.


    Sie müssen noch lernen damit umzugehen.


    "Bestrafungen" soll man gut abwägen. Meist sind sie kontraproduktiv und je nach Zustand der Mannschaft kann sie dadurch auseinanderbrechen. Gespräche werden die ersten Schritte.


    Man könnte auch versuchen den Fußball wieder mehr in den Vordergrund der Kinder zu rücken und attraktiver zu machen. Damit meine ich eher Dinge wie Teambuilding durch Unternehmungen, Veranstaltungen, wie zb ein Trainingslager oder auch mal ein weiter entferntes Freundschaftsspiel oder auch Turnier wo man im Anschluss gemeinsam essen geht oder auch etwas macht, was den Kindern Spaß macht, wie ins Spaßbad, Kino, Paintball, Laser-Tag, oder ähnliches.


    Es muss ja nicht direkt mit Übernachtung sein, und kann auch eine Tagesveranstaltung sein wo die Kinder mehr Zeit miteinander verbringen.


    Wenn die Bindung der Kinder untereinander größer, fester ist, "suchen" sie sich auch mehr und kommen dann auch mehr zum Training.


    Am besten auch die Kinder für die Planung mit ins Boot holen. Eure sind ja schon älter und reifer und kann man auch mit so einer Organisation beauftragen. Dann erkennen sie auch den Aufwand den man als Trainer zb hat um Training, Spiele und Turniere zu organisieren. Auch wird man da ein passenderes Event für sie finden, als wenn es der Trainer auswählt.


    Dies ist aber auch nur ein Vorschlag/Anregung. Ein Patentrezept gibt es leider nicht und jedes Kind, jede Mannschaft ist anders. Da hilft nur ausprobieren und Einsatz von viel Fingerspitzengefühl.


    Drücke euch die Daumen, dass alles wieder in die richtige Bahnen kommt.

    "Kinder die nichts dürfen, werden Spieler die nichts können!"


    "Die erste Frage, die ich mir stelle ist, kann der Spieler dribbeln?

    Ich möchte nur Spieler die diese Fähigkeit haben, also suche ich immer danach.

    Ich möchte Innenverteidiger, Außenverteidiger, Mittelfeldspieler, Flügelspieler

    und Stürmer, die dribbeln können."

    - Pep Guardiola -

  • Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!


    Dabei solltet Ihr ganz sachlich erklären, wie sich veränderte Situation für Euch im Moment darstellt und welche Probleme dadurch für das Trainerteam und die verbliebenen zuverlässigen SpielerInnen ergeben.

    Wir werden als erste Handlung jetzt mal ein Gespräch mit allen Spielern halten und sie auch darauf aufmerksam machen, was sie mit ihrer Unzuverlässigkeit auch uns und ihrem Mitspielern "antun". Vielleicht ist ihnen das garnicht so bewusst. Danke für den Hinweis! Wenn das nicht funktioniert, wird es einen Elternabend geben.

    Da bin ich voll deiner Meinung, dass dies auch ein wichtiger Aspekt ist. Habe ich damals bei meinem Sohn in der Handballmannschaft festgestellt. Die haben sehr viel auch außerhalb vom Handball mit der Mannschaft unternommen und waren ein super Team.

    Allerdings ist es auch nicht so, dass wir solche Dinge garnicht tun. Wir haben z.B. eine Grillhütte auf dem Vereinsgelände und da lassen wir auch regelmäßig mal eine Trainingseinheit ausfallen, bestellen Pommes und Currywurst im Vereinsheim aus der Mannschaftskasse und sitzen einfach nur zusammen. Aber vielleicht sollte man tatsächlich auch mal einen Ausflug gemeinsam machen. Für Juli haben wir ein Wochenendturnier mit zelten in Kaiserslautern geplant und auch schon gebucht. Aber das ist halt auch noch lange hin.

    Ich werde mal nachfragen in der Mannschaft und etwas organisieren.

  • wo man im Anschluss gemeinsam essen geht oder auch etwas macht, was den Kindern Spaß macht, wie ins Spaßbad, Kino, Paintball, Laser-Tag, oder ähnliches.

    Macht Fußball keinen Spaß? Bin ich Animateur im Ferienclub?

    Man könnte auch versuchen den Fußball wieder mehr in den Vordergrund der Kinder zu rücken und attraktiver zu machen.

    Fußball im Spaßbad; WM-Film im Kino; Paintball mit dem Fußball im Schlammtraining usw. ;)

  • Man könnte auch versuchen den Fußball wieder mehr in den Vordergrund der Kinder zu rücken und attraktiver zu machen.

    Fußball im Spaßbad; WM-Film im Kino; Paintball mit dem Fußball im Schlammtraining usw. ;)

    Fußballgolf, Bundesliga-Spiel im Stadion gucken, Fußball-Tennis-Turnier auf dem Tennis-Platz, Fifa-Turnier, Beachsoccer. Es gibt ja auch genügend Aktivitäten, die mit Fußball zu tun haben, aber absolute Abwechslung sind!

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • wo man im Anschluss gemeinsam essen geht oder auch etwas macht, was den Kindern Spaß macht, wie ins Spaßbad, Kino, Paintball, Laser-Tag, oder ähnliches.

    Macht Fußball keinen Spaß? Bin ich Animateur im Ferienclub?


    Ich habe doch gar nicht behauptet, dass Fußball keinen Spaß macht :huh:


    Mit "auch etwas das Spaß macht" meinte ich andere zusätzliche Aktivitäten ausserhalb des Trainings- und Spielalltags die ebenfalls Spaß machen ;)


    Sogenannte Teambuilding-Maßnahmen.


    Und Animateurfähigkeiten (Betonung liegt auf Fähigkeiten, nicht, dass wir ausschließlich Animateure sind) gehören zu unserem Portfolio im Breitensport-Fußball dazu.


    Nur ist unsere Aufgabe noch um ein Vielfaches anspruchsvoller, da wir nicht nur dafür sorgen müssen, dass sie sich im großen und ganzen wohlfühlen und sich nicht langweilen, sondern wir ihnen parallel dazu noch unheimlich viel beibringen und vermitteln müssen. Spielerisch und charakterlich, und das alles da sie ja freiwillig da sind.


    Das Komplizierte, Schwere, Anstrengende, Schmerzhafte den Kindern so zu verpacken ist eine Kunst und unsere Arbeit ist nicht nur Trainingsvorbereitung, Hütchen aufstellen, etc. sondern beinhaltet auch eine Art Menschenführung und pädagogisches Fingerspitzengefühl.


    Sie sind ja immer noch freiwillig da und sind offen für den Fussball. (Ich rede nicht von den Chaoten und Stressern, sondern dem Großteil der Kinder die in den Verein kommen.).


    Klar könnte man sagen, dass sie dann doch zuhause bleiben können, dem stimme ich aber nur teilweise zu. Die Stresser und Unruheherde die eh keine Lust haben, sollen weg bleiben und braucht man nicht. Da bin ich voll dabei.

    Aber all die anderen Kinder wollen eigentlich, aber wenn es der Trainer nicht steuern kann und den Kindern keinen Spaß vermittelt, bzw es nicht noch nicht mal versucht, wird nicht weit kommen.


    Unsere Aufgabe als Trainer ist es dieses Feuer zu entfachen und am Leben zu halten. Es sind nicht nur die Kinder gefordert.


    Wer als Trainer fürs Training nur auf den Platz geht um seinen Matchplan am Wochenende durchzuziehen, könnte man als Gegensatz zu "Bin ich denn Animateur im Ferienclub" die Frage aus der Sicht des Kindes "Bin ich denn Angestellter und Profifußballer im Dorfverein?" gegenüberstellen, der weder Geld noch sonstiges dafür erhält.


    Neben der fussballerischen Ausbildung hat der Verein ja noch die sozialen/gesellschaftliche Verpflichtungen zu erfüllen und nicht nur den Sieg am Wochenende, und dazu gehört auch die Begeisterung der Kinder zu steigern.


    Was ich damit sagen will ist, dass unsere Aufgaben und unsere Verantwortung den Kindern mehr ist als nur der Fußball an sich bzw die Rahmenbedingungen sind anders.


    Und Spaß und Einsatz-/Leistungsbereitschaft, Gehen ans Limit und intensives Training bis zur Erschöpfung schließen sich nicht aus.


    Kinder gehen gerne ans Limit, aber wir müssen es halt derart verpacken und schmackhaft machen, dass sie es nicht merken.


    Sie bekommen kein Geld, kein Auto, keine mediale Aufmerksamkeit, sondern spielen hauptsächlich an Spaß und Freude am Fußball. Und da sind wir gefragt alles zu tun, damit sie für diesen Spaß auch die anstrengenden Dinge und körperlichen Zuständen annehmen und suchen um das bestmögliche aus sich rauszuholen.


    Und da gehören Teambuilding-Maßnahmen wie gemeinsame Unternehmungen abseits des Fußballs dazu und hat nichts mit dem Animateur im Robinson-Club gemeinsam ;)


    Aber das ist nur meine Meinung und jeder Trainer hat da seine eigenen für sich passenden Führungsstil. Es gibt bestimmt auch Trainer die keinerlei derartiger Unternehmungen als sinnvoll erachte, und respektiere ich auch voll, da ich meinen Weg auch nicht als richtig für alle anderen halte.


    Wenn jemand der Meinung ist, dass seine Tätigkeit/Verantwortung mit der Mannschaft ausschließlich fussballerischer Natur ist, ist es auch vollkommen ok.


    Ich kann nur für mich sprechen und meine Erfahrungen weitergeben. Wir unternehmen auch gerne mal etwas abseits des Platzes miteinander um den Kindern auch Spaß abseits des Platzes zu vermitteln. Aus eigener Erfahrung kann ich es nur empfehlen, da man dadurch eigentlich nur gewinnen kann. Trainer wie Spieler.


    Aber wie gesagt, es ist nur ein Tipp und Austausch eigener Erfahrungen.


    Trainingslager sind übrigens auch sehr zu empfehlen, und werde es auch in Angriff nehmen, und bin mir sicher, dass es für die Kinder motivierend wirken wird, wenn man eine gute und richtige Balance findet.

    "Kinder die nichts dürfen, werden Spieler die nichts können!"


    "Die erste Frage, die ich mir stelle ist, kann der Spieler dribbeln?

    Ich möchte nur Spieler die diese Fähigkeit haben, also suche ich immer danach.

    Ich möchte Innenverteidiger, Außenverteidiger, Mittelfeldspieler, Flügelspieler

    und Stürmer, die dribbeln können."

    - Pep Guardiola -

  • Fußball im Spaßbad; WM-Film im Kino; Paintball mit dem Fußball im Schlammtraining usw. ;)

    Fußballgolf, Bundesliga-Spiel im Stadion gucken, Fußball-Tennis-Turnier auf dem Tennis-Platz, Fifa-Turnier, Beachsoccer. Es gibt ja auch genügend Aktivitäten, die mit Fußball zu tun haben, aber absolute Abwechslung sind!

    Ja, genau. Den Fußball mal aus einer anderen Perspektive sehen oder mal die Vorbilder und Idole sehen und die Atmosphäre im stadion erleben. Diese Dinge wirken auf die Kinder ja extrem prägend ein, wenn man zb viele Fußballer heutzutage in Interviews liest oder hört.


    Solche Erlebnisse sind oft Katalysatoren und Motivation für die Kinder.


    Und bei Beachsoccer, Fussball-Tennis ist ist der Fun-Faktor gegeben. Selbst ein Fifa-Turnier auf der so in Verruf geratenen Playstation kann für den Mannschaftverbund fördern und motivierend sein.


    'Charles De Goal' hat da ja vieles passende genannt was sogar direkten Bezug mit Fussball zu tun hat :thumbup:


    Optionen gibt es viele, wir müssen nur die passende für die jeweilige Mannschaft/Alter finden.

    "Kinder die nichts dürfen, werden Spieler die nichts können!"


    "Die erste Frage, die ich mir stelle ist, kann der Spieler dribbeln?

    Ich möchte nur Spieler die diese Fähigkeit haben, also suche ich immer danach.

    Ich möchte Innenverteidiger, Außenverteidiger, Mittelfeldspieler, Flügelspieler

    und Stürmer, die dribbeln können."

    - Pep Guardiola -

  • Ja, ein Elternabend ist ein guter Schritt, damit alle Bescheid wissen und sehen, dass die Entwicklung in die falsche Richtung geht und man sich damit nur schadet.


    Empfehlen kann ich dir für Unternehmungen ohne Übernachtung, zb Turniere. Wir waren letztes Jahr zb auf Turnieren in Belgien und Holland, und sind danach zb noch alle gemeinsam Essen gegangen. Leckere belgische Pommes nach dem Turnier und die Kinder sind glücklich und lernen nicht wie so oft nur den Klassenkameraden der mit ihnen in die gleiche Klasse geht abseits des Platzes kennen, sondern auch die Kinder die sie sonst nur während des Trainings und Spiels sehen.

    "Kinder die nichts dürfen, werden Spieler die nichts können!"


    "Die erste Frage, die ich mir stelle ist, kann der Spieler dribbeln?

    Ich möchte nur Spieler die diese Fähigkeit haben, also suche ich immer danach.

    Ich möchte Innenverteidiger, Außenverteidiger, Mittelfeldspieler, Flügelspieler

    und Stürmer, die dribbeln können."

    - Pep Guardiola -

  • Ja, ein Elternabend ist ein guter Schritt, damit alle Bescheid wissen und sehen, dass die Entwicklung in die falsche Richtung geht und man sich damit nur schadet.

    Der Thread handelt von einer C-Jugend. Haben hier die Eltern noch so einen großen Einfluss auf die Motivation für eine Sportart?


    Ich bin auch der Meinung, dass wir die Jugendlichen so bekommen, wie wir es vorleben. Selbstverwirklichung vor Solidarität (z.B. jeder sucht seinen Vorteil und das wird dann als Leistungsgesellschaft gesehen), Unabhängigkeit vor Verantwortung (z.B. wie viele sind noch bereit ein Ehrenamt zu übernehmen und welchen Stellenwert hat es in der Gesellschaft?) und Flexibilität vor Stabilität (z.B. Vereine und Sportarten sind austauschbar geworden) um nur einige zu nennen. Und dieses wir (Eltern) soll dann ihre Kinder von Werten überzeugen, die sie selbst nicht für "wert" halten?

  • Es geht bei den Jugendlichen nicht nur um die Motivation, eher um die Kinder bei ihren Entscheidungen zu begleiten. Die Konsequenzen sind nun immer größer und können weitere Ausmaße nehmen, bei der sich die Kinder vieles verbauen können.


    Da gibt es genug Beispiele für. Damals war es in einigen Fällen so, dass die Eltern in der Annahme waren, dass ihr Kinder mehrmals die Woche trainiert haben, diese aber meist nur zwei oder gar einmal da waren. Da wo sie nicht dabei waren, haben sie sich mit anderen Jugendlichen immer woanders getroffen.


    Leider waren die Eltern auch nicht bei den Spielen und hatten keine Schnittpunkte zum Trainer. Irgendwann kam heraus, dass sich die Jugendlichen zum Kiffen und saufen trafen.


    Wenn das Kind in sowas reinrutscht, ist es schwer es da wieder rauszuholen.


    Die Eltern sollten einfach begleitend dabei sein und das Kind unterstützen. Sie sind ja nicht andauernd dabei wie bei den Bambini etc.


    Die Eltern sind bei den Jugendlichen ja auch nicht gleich zu sehen wie bei den kleinen. Die Jugendlichen haben hier schon viel mehr Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung. Aber in der Pubertät sind die Jugendlichen trotzdem noch nicht so reif wie wir sie gerne hätten und sie sich selbst einschätzen.


    Und du sagst es. Die Jugendlichen bekommen wir so, wie wir es vorleben. Und ein nicht unwesentlicher Teil betrifft auch die Eltern, die vielleicht unbewusst diese Unzuverlässigkeit vorleben.


    Wenn das Kind mitbekommt, dass der bei Alten Herren kickende Vater oder im Fitnessstudio angemeldete Vater/Mutter auch immer wieder absagt oder nicht geht, weil es regnet oder Champions League läuft, wird sich das Kind oft genauso verhalten. Es kann die Unterschiede noch nicht genau auseinanderhalten.


    Ich finde dass man die Eltern (meiner Meinung nach) ruhig immer wieder mit einbeziehen kann, wenn die Gespräche mit den Kindern selbst, nicht die entsprechende Wirkung mit sich bringen.


    Das Kind kommt sich auch nicht immer bevormundet vor. Oft besprechen es die Eltern mit den Kindern wie zwei gleichwertige Partner was das Selbstvertrauen des Jugendlichen stärkt.


    Einfach zu sagen, dass es alt genug ist, finde ich noch zu früh. Denn oft machen die Kinder in der Pubertät Fehler, und die Pubertät ist nicht nur so eine sehr komplizierte Zeit.

    "Kinder die nichts dürfen, werden Spieler die nichts können!"


    "Die erste Frage, die ich mir stelle ist, kann der Spieler dribbeln?

    Ich möchte nur Spieler die diese Fähigkeit haben, also suche ich immer danach.

    Ich möchte Innenverteidiger, Außenverteidiger, Mittelfeldspieler, Flügelspieler

    und Stürmer, die dribbeln können."

    - Pep Guardiola -

  • let1612 1612 "Und dieses wir (Eltern) soll dann ihre Kinder von Werten überzeugen, die sie selbst nicht für "wert" halten?"
    100% Zustimmung.

    Es wird abgewogen was geht ( bestes Beispiel sind die Vergleichsportale) , wir als Dauerkonsument sollen alles genau abwägen und merken nicht wie wir beeinflusst werden was das Zeug hält und am Ende uns glücklich und besser fühlen, daß wir für uns das beste herausgeholt haben. Die Industrie gaukelt uns da schon was vor. Das Beispiel ist natürlich krass und nicht 100% kompatibel auf ein Verein umzumünzen. Genau das habe ich aber selber erlebt. Werte allgemein oder die Gemeinschaft zählt nix, wenn es nicht den eigenen Vorteil widerspiegelt.