Beiträge von Malikinho

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    Wenn die Jungs im Spiel keine Kondition haben, würde ich mehr und intensiver spielen.


    Reines Ausdauer-Laufen in der D-Jugend find ich persönlich nicht sinnvoll.


    Lieber in kleineren Spielformen intensiv spielen lassen. 3vs3, 4vs4, 4+1 sind sehr intensiv. Mit der Feldgröße kann man es auch gut steuern.


    Wenn du mehrere Felder aufbauen musst, bau die Felder am besten so auf, dass du zentral zwischen allen Feldern stehst und alles mit einer Körperdrehung im Blick hast.


    Wichtig ist auch, dass man darauf achtet, dass Kinder sich nicht immer zurückziehen und mehr stehen und gehen. Immer wieder pushen und dafür sorgen, dass sie aktiv mitmachen.


    Oben wurden auch schon ein paar Vorschläge gemacht, wie zb dass alle Gegner über die Mittellinie laufen müssen.


    Auch Über- / Unterzahlspiele lassen die Jungs mehr laufen.


    Reines Laufen/Joggen würde ich persönlich jedoch nicht machen. Aber auch da gibt es andere Meinungen. Ich würde in der D-Jugend den Ball und das spielnahe bevorzugen.

    Der Passus "selbst die" war dann wohl der casus knacksus.


    Durch "selbst die" war von mir weder eine Herabsetzung der Wichtigkeit der Körperfinte beabsichtigt, noch eine Hervorhebung anderer Finten.


    Anscheinend sprechen wir über das gleiche Thema aber aneinander vorbei - wie bei einer perfekt getimten Körperfinte ^^


    Ich finde unterschiedliche Meinungen und kontroverse Diskussionen auch gut :thumbup:


    In diesem Fall werden wir uns beide wohl missverstanden haben.


    Nichts für ungut ;)

    Diese Reaktion wundert mich jetzt aber und kenne ich so gar nicht aus diesem Forum.


    Ich lasse viele Finten üben, aber schlußendlich wird jedes Kind von 100 gelernten Finten eh nur zwei bis vier anwenden. Aber trainieren lasse ich sie aufgrund der Verbesserung der Motorik und Bewegung und als mögliche Lösung für bestimmte Situationen.


    Das mit der Körperfinte war auch überhaupt nicht negativ oder gar abwertend gemeint. Die Körperfinte ist eine der effektivsten und meistverwendeten Finten überhaupt.


    Ich finde es absolut schade, dass du mir meine Aussage negativ auslegst, ohne zu fragen was man damit gemeint hat.


    Ich frage mich auch, wie du auf diese Annahme kommst? Wegen dem Wort "einfach"?


    Das Wort "einfach" deswegen, weil es nicht viele verschiedene Kontakte mit dem Ball braucht wie zb. ein Götze, Neymar, etc.


    Hier bräuchte der Spieler erstmal "nur" seinen Körper, Haltung, Bewegung zu trainieren ohne in der Finte mit Ball ebenfalls etwas gleichzeitig zu koordinieren.


    Dass die Körperfinte nicht einfach ist, ist mir bewusst, da neben der Körperhaltung, dem Ausfallschritt, etc das Timing extrem wichtig sind.


    Aber zum Lernen ist diese Finte eine der "einfacheren".


    Und "einfach" bedeutet für mich nicht minder wichtig oder gar anspruchslos!


    Schade, dass man dann direkt so angegangen wird....

    Oft ist es nur eine Kopfsache. Und habe es selbst bei mir in der Mannschaft.


    Das Kind zweifelt meist in diesen Situationen an sich und glaubt nicht daran an ihm vorbeizukommen und wird langsamer bzw bricht/kappt ab.


    Das 1vs1 hilft schon, aber ich könnte wetten, dass er sich den Ball nicht weit genug vorlegt oder er nicht fintiert und der Gegner weiß, wo er lang läuft und trennt ihn vom Ball.


    Wenn er mit Tempo auf ihn zudribbelt und ihn mit einer Finte "verlädt" und sich dabei den Ball weit genug vorlegt wird er an ihm vorbeikommen.


    Wenn die Kinder zweifeln legen sie sich den Ball oft einfach nur kurz vor und müssen ihn dann wieder führen was das Tempo reduziert und ausreicht um den Spieler vom Ball zu treffen.


    Das weit vorlegen sorgt dafür, dass die Kinder dann richtig anziehen um den Ball wieder zu erreichen. Probier es mal aus.


    Denn wenn er wirklich mit Tempo auf ihn zu dribbelt wird ihn auch ein schneller Verteidiger ihn nicht abfangen können.


    Der Spieler muss es wollen und dran glauben. Hört sich banal an, aber versuch es mal damit.


    Ball weit vorlegen/explodieren nach der Finte.


    EDIT: Und ganz wichtig finde ich das Ermutigen und Pushen nach missglückten Dribblings, es immer wieder zu versuchen. Er darf keine Angst haben. Wenn er negatives Feedback oder bei einem Gegentor Vorwürfe von Mitspielern und Trainer anhören muss, wird er es garantiert nie wieder versuchen.


    Immer für den Versuch loben und ermutigen! Vor allem in der Situation selbst.


    In Meisterschaftsspielen bei knappen Ergebnissen ist es in der U13 natürlich etwas schwer, aber da wird es Spiele geben wo man es auch in der Meisterschaft oder am besten in Freundschaftsspielen anwenden und üben kann.


    Steuern kannst du es übrigens auch dadurch, dass du ihm im Training zuerst Gegenspieler gibst, wo die Chancen und Erfolgserlebnisse höher sind. Wenn er an diesem dauernd vorbeifliegt, gibst du ihm Spieler des nächsten Levels.


    Das stärkt das Selbstvertrauen und lässt ihn mutiger und selbstsicherer in die Aktion gehen.


    Voraussetzung ist aber auch immer eine gute Finte (Übersteiger, Götze, ...) um den Gegner aus der Balance bringen. Der Verteidiger wird das Tempo nicht verteidigen können. Selbst eine einfache Körpertäuschung vollbringt gut ausgeführt wahre Wunder.

    Ich hätte noch eine andere Frage hier für den Corona-Thread: Wie schätzt ihr die Chancen ein, dass es eine Hallensaison geben wird?

    Turniere scheinen mir unrealistisch, aber irgendwie weiß ich gerade so gar nicht, wo die Reise hingeht. Bei mir setzt auch eine ziemliche Corona-Müdigkeit ein (im Sinne von „wann ist das endlich vorbei / ich mag nicht mehr“). Ich bin auch beruflich (Lehrerin) immer mittendrin und habe - gemeinsam mit meinen Schülern und Kollegen - ein wirklich anstrengendes, zeitweise zermürbendes Schuljahr erlebt und hoffe eigentlich auf ein besseres nächstes Schuljahr (Schule geht nächste Woche wieder los). Ich selbst kann mit Einschränkungen für mich wirklich leben, aber für die Kinder (meine eigenen sind 5 und 8 J.) und Jugendlichen (meine Schüler sind 15+) wünsche ich mir sehr, dass sie so unbeschwert wie möglich das tun können, was in dem Alter einfach so wichtig ist. Freunde treffen, was unternehmen, Sport treiben und normaler Schulalltag. Das wünschen wir uns sicher alle.

    Vom Gefühl her würde ich sagen, dass Veranstaltungen in geschlossenen Räumen stattfinden werden.


    Ich nehme daher an, dass Hallenturniere erlaubt sein werden. Natürlich unter bestimmten variablen Auflagen (3G, 2G, begrenzte Anzahl Teams/Zuschauer, nur regionale Teams, etc)


    Aber ob sich die Vereine den Aufwand machen und das Risiko eingehen diese zu organisieren und zu planen, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.


    Tendenziell glaube ich aber schon, dass es vom Grundsatz her in einigen Kommunen erlaubt sein wird, aber die Anzahl der angebotenen Turniere wird nicht hoch sein.

    Die Meldung "Sie dürfen nur X Spieler aufstellen!" sollte eigentlich nur auftauchen, wenn man die max. Anzahl der Startaufstellung überschreitet, wenn ich mich recht erinnere.


    Pflegt ihr die Aufstellung und die Bank per Handy über die App oder über den PC und den DFBnet-Zugang?


    Ich würde beide Varianten ausprobieren und schauen, ob es über das jeweils andere klappt.

    Ich finde das Problem könnte und sollte man ganz anders angehen.


    Hauptproblem ist doch der biologische Vorteil/Nachteil der Spieler, sprich in unserem System. In der Regel ist es dann ja so, dass während in der ganzen Jugend, angefangen von den Bambini, bis zur A-Jugend, der biologisch weitere (in der Regel der Frühgeborene) immer einen Vorteil hat und gefördert wird, während der biologisch zurückliegende immer einen Nachteil hat.


    Wenn man die Jahre zählt von der G-Jugend bis, sagen wir nur bis zur B-Jugend (danach relativiert sich der Effekt), sind es insgesamt bis zu 12 Jahre (!) in dem der andere ein Vorteil und der andere ein Nachteil hat.


    Verstärkend ist dann noch die Pubertät in der Mitte wo der Frühgeborene einen noch größeren Sprung macht und der andere weiter abfällt.


    Geschuldet ist dies der Stichtag-Regelung in Deutschland 1.1. - 31.12.


    Nehmen wir folgenden Ansatz an und man führt rollierende Stichtage ein.


    Saison: 2021/2022 Gültiger Stichtag: 1.1- 31.12.


    Saison: 2022/2023 Gültiger Stichtag: 1.4. - 30.03.


    Saison: 2023/2024 Gültiger Stichtag: 1.7. - 30.06.


    Saison: 2025/2025 Gültiger Stichtag: 1.9. - 31.08.


    Jedes Kind wäre in seiner gesamten Jugendzeit bis zu dreimal der jüngste, und auch der älteste, etc. und hat so die Möglichkeit auch aufzufallen und sich systematisch zu entwickeln.


    Die Förderung wäre gleichmäßiger und breiter und man könnte so mehr Talente mitnehmen, die sonst durchs Raster fallen würden.


    Dass die Umsetzung schwer ist, verneine ich nicht, aber möglich wäre es.


    In Belgien werden diese rollierenden Stichtage teilweise schon angewendet.

    Zu deinem ersten Satz:


    Leider hast du meine Aussage aus dem Kontext gerissen und nur einen Teil zitiert.


    Denn ich habe auch folgendes geschrieben, was du leider rausgeschnitten hast:


    "Aber um es klarzustellen: Ich meine nicht die großen, kräftigen die auch technisch beschlagen und über eine starke Spielintelligenz verfügen, und auch nicht, dass jeder kleine schmächtige Spieler ein überragender Techniker ist.


    Ich beziehe mich auf das was sich inmitten diesen beider befindet, was den Großteil der Kinder ausmacht."


    Diesen Absatz hast du leider nicht mit zitiert.


    Ich beziehe mich darauf, dass der aktuell(!) biologische Vorteil eines größeren, kräftigeren oder schnelleren Spielers mehr Gewichtung hat als die technischen und spielerischen Fähigkeiten eines kleineren.


    Es wird immer der aktuelle Zustand genommen und nicht daran gedacht, dass die Kinder für die Zeit wenn sie ausgewachsen sind, auszubilden und vorzubereiten.


    Es ist aber nicht an der Hand zu weisen, dass die Vereine/Trainer keine Geduld haben und oft Spieler nehmen die spielerisch limitiert aber körperlich weiter sind, und der spielerisch stärkere Spieler aussortiert oder abgelehnt wird.


    Man möchte ihm die Förderung nicht geben und gibt sie lieber dem anderen, und hofft dass der kleine hoffentlich irgendwie am Ball bleibt, damit man ihn in zwei Jahren nehmen kann.


    Leider werden viele Talente in diesen Jahren zerstört von Trainern und hätte man diesen gefördert, hätte man nun einen vielleicht toll ausgebildeten Kicker. Siehe "Matthäus-Modell".


    Eventuell kann mir jemand auch erklären, warum die wenigsten U-Nationalspieler Spätgeborene sind?


    In der A-Nationalmannschaft sind 12 von 25 Spielern in Q1 geboren. Und zwei Spieler im letzten Quartal. In den U-Nationalteams sieht auch nicht viel besser aus. Das sind oft gerade mal 5 Spieler aus dem letzten Quartal, aber doppelt so viele aus Q1.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kinder aus Q4 weniger talentiert sind als Q1 Kinder.


    Und zum Thema Marco Reus.


    Wäre er geblieben und hätte nicht oder kaum gespielt, wäre es nur eine Frage der Zeit gewesen den Verein verlassen zu müssen oder durch die fehlende Spielpraxis und Nichtförderung die Entwicklung zu stoppen und im Niemandsland in der Versenkung zu verschwinden.


    Hier ein Auszug aus einem Interview mit Marco Reus.


    In der Öffentlichkeit kam es so rüber, als wären Sie vom BVB ausgemustert worden. Das war aber nicht der Fall?


    Reus: Nein. Es war so, dass die Initiative von mir kam. Es hat aber sicherlich auch eine Rolle gespielt, dass ich als zu klein und zu schmächtig angesehen wurde. Ich kann nur jedem mitgeben, dass es sich schön anhört und dass es auch schön ist, bei Borussia Dortmund, bei Bochum, Schalke, Bayern oder anderen großen Klubs in der B- oder A-Jugend zu spielen. Die oberste Priorität in dem Alter ist es aber, zu spielen und Spaß zu haben. Nur so kann man sich weiterentwickeln, nur so hat man Erfolg. Natürlich gibt es auch Phasen, in denen es nicht läuft. Da muss man durch und sollte nicht gleich wegrennen. Wenn die Perspektive aber nicht da ist, muss man sich Gedanken machen. In meinem Fall kam dann relativ schnell der Entschluss, nach Ahlen zu wechseln.


    Können Sie es verstehen, dass Ihre Statur den Ausschlag gegeben hat?


    Reus: Die Qualität sollte immer an erster Stelle stehen. Und warum solltest du jemanden nicht spielen lassen, wenn die Qualität da ist? Ob er jetzt klein und schmächtig ist, macht keinen Unterschied. Von daher kann ich das bis heute nicht verstehen. Ich kann inzwischen darüber lachen, aber in dem Moment war es unheimlich schwer nachzuvollziehen.


    Quelle: Interview Marco Reus

    Vielen Aussagen hier bestätigen leider, dass was der RAE klar darlegt.


    In Deutschland ist es leider so, dass der größere, kräftigere dem kleineren, schmächtigen vorgezogen wird.


    Aber um es klarzustellen: Ich meine nicht die großen, kräftigen die auch technisch beschlagen und über eine starke Spielintelligenz verfügen, und auch nicht, dass jeder kleine schmächtige Spieler ein überragender Techniker ist.


    Ich beziehe mich auf das was sich inmitten diesen beider befindet, was den Großteil der Kinder ausmacht.


    Und hier ist es ganz klar so, dass der kleinere und bessere Spieler fast immer das Nachsehen hat bei der Auswahl im Vergleich zum limitierten aber größeren auffälligeren Spieler.


    Der kleine wird halt physisch meist das Nachsehen haben, was viele Ballverluste. verlorene Zweikämpfe etc was leider in der Regel Niederlagen mit sich bringt.


    Der größere Spieler ist aber auffälliger da er mehr Zweikämpfe gewinnt, schneller ist, einen festeren Schuss hat. Dass er eine schwächere Spielintelligenz hat oder schlechter mit dem Ball umgehen, oder Entscheidungen treffen kann, ist zweitrangig. Sein Vorteil ist im Kinder-/Jugendfussball so groß, dass die anderen Faktoren (aktuell) nicht beachtet werden. Warum auch wenn der Erfolg dem Trainer in Form von Ergebnissen "Recht" gibt.


    Letzterer wird dann gefördert, der kleinere nicht. Irgendwann wird der große zwar durch das Raster fallen, aber wenn man bedenkt, dass der kleinere bei gleicherer Förderung während dieser Zeit weitergekommen wäre, ist es schon traurig. Und das ist ein großes Problem in Deutschland.


    Reus und Lahm haben in entscheidenden Situationen das Glück gehabt, dass sie nicht durch das Raster gefallen sind, aber bei beiden war es relativ knapp. Ebenso wie viele andere schmächtige Spieler.


    Der RAE ist aber auch nur ein Teil des Problems, aber ein sehr großer.


    In meiner Mannschaft sehe ich auch, dass der frühgeborene oder auch akzelerierte Spätgeborene physisch einfach präsenter und auffälliger sind und ich deswegen auch immer auf vergleichbare Faktoren achten muss oder Situation vergleiche und bewerte in denen zwei gleichgroße/-kleine Spieler gegeneinander spielen um nicht den gleichen Fehler zu machen.


    Um jedem Kind die Möglichkeit zu geben sich zu entwickeln bin ich jetzt mit meinem Team bei 18 Kindern aus dem wir immer zwei Teams bilden. Einmal für den Staffelbetrieb und parallel haben die Jungs entweder in den neuen Spielformen (Funino, 4+1, 5+1) gespielt oder halt im 7vs7.


    Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es wirklich so ist, dass Kinder in ihrer Entwicklung stark abweichen und vor allem nicht synchron.


    Spieler die früher sehr auffällig waren, sind in der Zwischenzeit von anderen Kindern überholt wurden, weil sie die gleiche Förderung erhalten haben. Andere haben sich spielerisch schneller oder körperlich entwickelt und haben durch das gleiche Training tolle Entwicklungsschritte nach vorne gemacht.


    Hätte ich ein einziges Team wären sie evtl schon vor längerer Zeithinten rausgefallen, da ich dann damals aufgrund der begrenzten Kadergröße gezwungen wäre Entscheidungen zu treffen.


    Aber so habe ich jetzt den Kindern die Möglichkeit gegeben immer in meinem Sichtbereich zu bleiben und gebe ihnen die Möglichkeit auch Phasen wo es nicht gut läuft oder sie ins Hintertreffen geraten durch Wachstum etc in einer ihr passenden Mannschaft jedes Wochenende zu spielen.


    Alle haben das gleiche Training und an den Wochenenden spielen die Jungs wo es für sie am besten passt. Das Kind was gerade zurückfällt oder körperlich gegen die mit der Zeit fortgeschrittenen Gegner spielt im (nennen wir es mal) "B-Team", wo es wieder Selbstvertrauen aufbauen und gegen passende Gegner spielen kann.


    Andersherum wächst oder entwickelt sich das vorherige Küken so weit, dass es nicht nur technisch und spielerisch sondern vielleicht auch physisch soweit, dass es nicht mehr chancenlos ist um seine technischen und spielerischen Fähigkeiten gegen körperlich überlegene Spieler durchzusetzen.


    Es ist eine für uns Trainer eine sehr anstrengende Aufgabe, aber ich persönlich sehe das als meine Pflicht soviele Kinder und soweit wie möglich zu fördern und zu fordern.


    Aber auch ich musste natürlich Kinder in unsere untere Mannschaft abgeben, da der Unterschied zu groß geworden ist und diese Jungs immer frustrierter waren und kaum Erfolgserlebnisse gegen die spielerisch "schwächsten" Kinder hatten. Da kann ich mich leider auch nicht von frei sprechen solche Entscheidungen treffen zu müssen, da auch wir eine leistungs- (nicht ergebnis)orientierte Mannschaft sind.


    Aber diese Entscheidungen waren pro Kind, da u.a. der Druck von Elternseite und der eigene des Kindes sich immer mehr in Frust entwickelte, da die anderen halt größere Schritte machten und auch ich eine Belastungsgrenze hatte.


    Auch bei uns gibt es qualitative Unterschiede, aber im großen und ganzen können alle Kinder miteinander spielen, da sie die Grundlagen besitzen und das ist natürlich auch sehr wichtig um eine Mannschaft relativ gleich trainieren zu können.


    Hier unten der Artikel mit sehr vielen interessanten Passagen.


    Mein absoluter Lieblingsartikel seit dem ich zum ersten Mal meine Mannschaft übernommen habe, und das war in der U7 und jetzt sind wir in der U11.


    Dieser Artikel hat mich vor vielen Fehlern bewahrt.


    :!: Cruyff: "Jeder Nachteil hat einen Vorteil." :!:


    Und hier ein weiterer sehr interessanter Artikel.


    :!: "Wer zu spät kommt, den bestraft der Verband." :!:

    Damit meine ich nicht nur, dass die NLZ nur ältere und akzelerierte Spieler scouten und holen, sondern auch, dass diese frühgeborenen Kinder vorher in ihren Breitensport-Vereinen mehr gefördert wurden als Spätgeborene.


    Es ist unvorstellbar, dass Talente vermehrt in der ersten Jahreshälfte geboren werden und spätgeborene Kinder Ausnahmen sind.


    Spätgeborene und retardierte Kinder werden vorher einfach weniger beachtet und einfach nicht gefördert. Insbesondere auch, weil man kaum technisch ausbildet und vermehrt halt in Physis und Taktik.


    Wenn ich mir die 2007er und 2008er anschaue, die ich zu meiner Anfangszeit als Trainer noch in der U7 betreut habe, dann sehe ich da heute keinen Unterschied mehr zwischen dem Januar- und dem Novemberkind, der aufgrund des Geburtsmonats die sportliche Leistung der Kinder beeinflusst. Es ist eher so, dass die November/Dezemberkinder, die damals schon gut (geschickt) waren die Januarjungs, die sich in der U7 aufgrund ihres Altersvorsprungs vielleicht noch durchsetzen konnten, mittlerweile überholt und abgehängt haben.

    Das ist wie gesagt nur ein kleiner Ausschnitt aus meinem direkten Umfeld.

    ...


    In welchem NLZ siehst du denn die 2007/2008er? Also hier bei uns sieht man dass nicht so.


    Hier in einem unserer NLZ aus der Gegend sieht es da ganz anders aus. In der U14 mit einem 20/21er Kader sind lediglich 5 Kinder aus der zweiten Jahreshälfte, wovon nur 1 Kind aus Q4 ist.


    In der U16 sind sogar nur 3 Kinder aus der zweiten Hälfte wovon 1 Kind aus Q3 und zwei aus Q4, und dann auch nur aus Oktober. Also im 2005er Jahrgang gibt es kein Kind aus dem November oder Dezember.


    Stehen bei euch die Geburtsdaten drin? Würde mich interessieren in welchem NLZ es mehrere spätgeborene Kinder geschafft haben. Hier ist es leider nicht so.

    Man darf den RAE nicht alleine sehen, parallel dazu gibt es ja auch die Fälle von retardierten und akzelerierten Kindern. Nicht alle Spätgeborenen sind klein und schmächtig, und nicht alle Frühgeborenen sind groß und kräftig, aber der RAE ist wissenschaftlich bestätigt und sieht man in Deutschland weit verbreitet. Aber das sind nicht die Regelfälle. Griezmann ist zum Beispiel ein Kind aus dem 1.Quartal aber er ist einer der Spieler die physisch den anderen in der Jugend unterlegen waren. Kein NLZ in Frankreich wollte ihn damals, da sie ihm dort damals zwar eine strake Technik attestierten aber er physisch unterlegen war. Mit 1,76m ist er heute auch kein Großer.


    Erst mit 14 Jahren zu Beginn der Pubertät fiel er auf, und wurde nach Spanien vermittelt.


    In Deutschland insbesondere im Kinder- & Jugendfussball ist die Tendenz nicht von der Hand zu weisen, dass der grössere und kräftigere immer dem kleineren und schmächtigeren vorgezogen wird.


    Man sieht oft, dass zb der kleinere viel bessere Spieler welcher die Grundlagen besser beherrscht, nicht gefördert wird und der grössere welcher diese Grundlagen beherrscht, gefördert wird.


    Aktuell kann der kleine nicht am grossen vorbei dribbeln und sich durchsetzen, aber trotzdem wird ihm der große vorgezogen. Und das obwohl langfristig gesehen der kleine die bessere Grundlagen mit sich bringt, aber halt nicht für jetzt sondern erst für später.


    Und die meisten Trainer haben diese Geduld nicht und stempeln dieses Kind ab. "Es ist noch nicht soweit." heisst es dann oft. Klar, für das Ergebnis ist das Kind nicht so weit, aber zum Fussball spielen.


    Solange möchten die Trainer aber nicht warten, sondern möchten die Ergebnisse jetzt schon sehen und das geht mit akzelerierten und älteren grösseren im Juniorenfussball mit letzteren besser.


    Deswegen fände ich das System mit dem rollierenden Stichtagen ideal und effektiv.


    Parallel dazu sollte in Deutschland weiter weg vom physischen, und taktischen hin zum technischen. Trainer die in der F-Jugend mit einer Taktiktafel rumlaufen, aber deren Kinder noch nicht mal in der Lage sind, den Ball mit der Innenseite mitzunehmen oder den Ball führen können, oder noch nicht mal in der Lage sind durch motorische Grundlagen zu beherrschen, sind doch absoluter Wahnsinn.


    Nach dem Motto die Kinder werden ohne Ball Laufen geschickt, weil die Kinder ja Ausdauer brauchen.


    Ebenso ist es ein Nachteil, dass viele Trainer in Deutschland gegen Veränderungen sind. Bestes Beispiel Funino. Das ist ja für viele wie das Weihwasser für den Teufel. Das es den Kindern in den jüngsten Jahrgängen hilft, möchten sie nicht verstehen, weil sie lieber 7vs7 spielen, da das Funino "nicht mit Fussball zu tun hat".


    In meinen Augen gibt es bei uns viele Dinge die wir vom Ausland lernen können, aber der größte Faktor sind wir Trainer und was wir den Kindern vermitteln.

    Was mir auffällt ist, dass in Deutschland Spätgeborene nur Außenseiterchancen besitzen weit zu kommen.


    Ich habe mir mal ein paar Daten aktueller Kader (Quelle: WM-Quali. Europa 2021/2022 » Mannschaften) angeschaut:


    Deutschland mit einem 26er Kader:

    - 9 Spieler aus der zweiten Jahreshälfte, davon

    - 8 aus Quartal 3

    - 1 aus Quartal 4


    Frankreich mit einem 26er Kader:

    - 13 Spieler aus der zweiten Jahreshälfte, davon:

    - 7 Spieler aus Quartal 3

    - 6 Spieler aus Quartal 4


    Belgien mit einem 31er Kader:

    - 14 Spieler aus der zweiten Jahreshälfte, davon:

    - 6 Spieler aus Quartal 3

    - 8 Spieler aus Quartal 4


    Spanien mit einem 25er Kader:

    - 7 Spieler aus der zweiten Jahreshälfte, davon:

    - 3 Spieler aus Quartal 3

    - 4 Spieler aus Quartal 4


    Holland mit einem 25er Kader:

    - 12 Spieler aus der zweiten Jahreshälfte, davon:

    - 4 Spieler aus Quartal 3

    - 8 Spieler aus Quartal 4


    Irgendwie schaffen es die anderen Länder einfach, dass bei ihnen um ein Vielfaches viel mehr Kinder gefördert werden und weniger Kinder durch das Raster fallen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Deutschland keine Talente in den beiden letzten und vor allem im letzten Quartal geboren werden.


    Obwohl in dieser Statistik was die Geburtsdaten in Spanien angeht, hinterhinkt, herrscht dort eine ganz andere Spielphilosophie als bei uns in Deutschland. Dort "steht" man sehr auf technische Fähigkeiten und nicht vermehrt auf athletische und physische Vorteile.


    In Belgien wird soviel ich weiß auch mit rollierenden Stichtagen gearbeitet um allen Kindern gleiche Rahmenbedingungen zu geben.


    1. Saison Stichtage: 01.01. - 31.12.

    2. Saison Stichtage: 01.04. - 31.03.

    3. Saison Stichtage: 01.07. - 30.06.

    4. Saison Stichtage: 01.10. - 30.09.


    So ein System würde ich mir hier in Deutschland wünschen und bin mir sicher, dass die Breite an Talenten dann exponentiell steigen würde.


    Es wäre fairer, und viel effizienter, da man alle Kinder eines Jahrgangs fördert und nicht nur einen Teil.

    Charles De Goal : Ja, genau. Es sollten ausgewählte Kinder sein, bei denen das Kind dann mitmacht. Als Trainer muss man das aber auch gut abwägen und einschätzen können, welche Kinder man auch mit und gegen ihn spielen lässt. Mit der Zeit kennt man ja seine Kinder und kann das ja auch etwas steuern.


    Und wie du schon richtig sagst, sie sind zurückhaltender und vorsichtiger, aber es sind halt Jungs die auch spielerisch mitspielen können. Der Junge der aus der Verletzung kommt, wird hier ja auch nicht seine 100% abrufen und ganz behutsam mitspielen. So kann er hier langsam ins Spiel finden und mit leichtem Gegnerdruck und Körperkontakt ohne große Angst vor Verletzungen.


    Ganz zu Beginn, darf dieser Spieler zb auch nicht angegriffen werden, und da achten wir auch als Trainer drauf und steuern das.


    Hauptsächlich ist für uns aber wichtig, dass sich das Kind langsam vom Einzeltraining in das Gruppentraining/-spiel einführt. Denn wie ihr oben schon erwähnt habt, ist es ja nicht nur der Zweikampf an sich, sondern auch die vielen sonstigen Bewegungen im Fussball die ebenfalls ein Risiko mit sich bringen.


    Durch dass Spielen mit den jüngeren bieten wir ihm eine Situation wo er Pässe erstmal nur von den jüngeren Spielern verarbeiten muss die nicht mit so viel Druck gespielt werden, und der Spieler selber behutsam Pässe aus dem Lauf oder Bewegung spielen kann, er leichter an Gegner vorbeidribbeln kann, er einfacher Bälle ablaufen und erobern kann ohne groß in den Zweikampf gehen zu müssen.


    Wir erleichtern ihm all diese Faktoren um es ihm zu Beginn so leicht wie möglich zu machen, er aber dennoch Fussball spielt.


    Aber wie gesagt, dass geht auch nur bei Spielern die auch nicht übermotiviert sondern eher zurückhaltender sind und auch nur mit Kindern die die Grundlagen und auch das Spielverständnis schon besitzen und Fussball spielen.


    Coach1976: Ist schon ok, nur den ersten Satz fand ich nicht so nett und hatte mich da über den Ton etwas gewundert, aber alles ok.


    Natürlich kannst du selbstverständlich auch einen älteren Jugendlichen/Erwachsenen als Partner auswählen. In beiden Fällen /jüngere oder ältere Partner) werden wir Pro und Contras finden und ich wollte wie gesagt lediglich eine weitere Option reinbringen.



    Und ich finde es einfach riskant einen Spieler, der aus einer anscheinend schweren Verletzung kommt gegen jüngere, dann vermutlich noch besonders motivierte Kids spielen zu lassen.

    Du gehst leider immer davon aus, dass die jüngeren übermotiviert sind, was sie aber nicht immer sind. Es gibt viele Kinder die in ihrem Kopf und ihrem Verhalten weiter/reifer sind.


    Man kann dies auch nicht analog anwenden und sagen, dass wenn jetzt als Beispiel ein E-Jugend-Kind eine schwere Verletzung hat, es bei der F-Jugend mittrainieren soll. Nein, dort auf keinen Fall. Bei einem D-Jugenspieler ihn bei einer guten E-Jugend mittrainieren zu lassen, finde ich persönlich vertretbar.


    Ich stimme dir aber natürlich zu, dass bei übermotivierten jüngeren Kindern die Gefahr einer Verletzung sehr groß ist. Aber eine Gefahr kann genauso auch von einem älteren Kind/Erwachsenen ausgehen allein von der Geschwindigkeit, Masse und der Kraft die es besitzt, ausgehen.


    Ein Risiko gibt es auf beiden Seiten.


    Und unsere Vorgehensweise ist ja auch nur ein Teil aus dem ganzen Prozess. Man fängt ja erstmal mit ganz anderen Dingen an und steigert es dann über das Einzeltraining bis man zu den Zweikämpfen und dem Spiel kommt.


    Das Training, den Zweikampf mit gleichaltrigen oder älteren würden wir als folgenden Schritt umsetzen.


    Aber wie gesagt, dass ist nur ein Vorschlag und basiert auch nur auf meine Erfahrungen. Das wichtigste ist aber, dass der Junge wieder zu alter Stärke findet und verletzungsfrei bleibt und da drücke ich deinem kleinen Großen fest die Daumen und dass es die letzte große Verletzung ist :thumbup:

    Ob du davon etwas hälst oder nicht, ist natürlich deine Entscheidung und steht dir natürlich auch frei.


    Den Ausführungen von Charles De Goal stimme ich natürlich auch zu. Mein Tipp war lediglich ergänzend dazu um den Jungen ganz langsam heranzuführen.


    Wir handhaben das desöfteren so und sind damit bisher sehr gut gefahren. Dass es bei vielen jüngeren Kindern wild aussieht, ja, aber alle E-Jugendlichen in den gleichen Topf zu werfen und als weniger koordiniert und kontrolliert zu bezeichnen ist leider zu pauschal ausgedrückt.


    Aber wie gesagt, ich möchte niemanden überreden und ist ja auch nur ein Vorschlag gewesen.


    Weiterhin alles Gute dem kleinen und hoffe, dass er bald wieder fit ist und befreit auf dem Platz stehen kann :):thumbup:

    Hi, ich persönlich würde empfehlen ihn mit kleineren/jüngeren Kindern mittrainieren zu lassen.


    Mit zb E-Jugend-Spielern kann er sich dann über Spielformen langsam auch an den Körperkontakt reintasten und die ersten lockeren Zweikämpfe führen, falls man diese zu Beginn überhaupt Zweikämpfe nennen kann.


    Da er eh erstmal zurückhaltend sein wird und seinen körperlichen Vorteil nicht ausnutzen wird/kann, und die jüngeren ihm körperlich weniger antun können, wäre das für ihn ideal.


    Natürlich sollten es schon Jungs sein, die auch etwas kicken können und es sollte eine Mannschaft sein die nicht gerade das Grätschen als Hauptmittel nutzt.


    In der eigenen Mannschaft werden die Kinder es nicht schaffen nur halbaktiv/mit 50% in die Zweikämpfe zu gehen und auch von der Körpergröße und -masse sind die eigenen Mitspieler halt doch größer. Da sie kräftiger, wuchtiger als zb eine E-Jugend sind.


    Spieltempo, Körpereinsatz, Intensität ist in der E-Jugend geringer und er kann sich langsam seine Selbstsicherheit in den Bewegungen und auch sein Selbstvertrauen wiederholen, da er dort eher Erfolgserlebnisse haben kann.


    Nach einer Verletzung ist meistens der Kopf das Problem und Ursache für eine erneute Verletzung.


    Wenn er in einer Spielform von einem 12/13-jährigen Spieler aus der Mannschaft angegriffen wird, ist es für ihn zu Beginn mit mehr Angst verbunden, als wenn ihn ein 10/11-jähriger anläuft.

    Der Trainer meiner Tochter (C Jugend Jungs) hat ein Laufchallenge gestartet. Als Beweis für gelaufene Kilometer sollen die Kinder Screenshots in die Gruppe schicken. Könnt ihr eine Laufapp empfehlen, die nichts kostet?

    Danke und Gruß

    Die Adidas Running App nutzt die U14 meines Sohnes.


    Damit klappt es ganz gut.


    Man sieht auch die Strecke in Maps und bis jetzt klappt es ganz gut.

    Ich habe mal bei Blazepod nachgefragt. Sie arbeiten daran das Zeitlimit von 10 Sekunden zu erhöhen und wohl auch, dass man einzelne Pods gruppieren kann. Eine völlig chaotische Spielform auf 4 Tore ließe sich aber jetzt schon machen aber eben nur im 10 Sekunden Rhythmus:


    Please go to the create screen -> choose the focus logic -> Choose 1 station, 4 Pods, and 3 distracting Pods -> scroll to the next screen -> Choose 1 color per player and 2 distracting colors -> make sure to choose that the same color appears twice (for both player and distracting Pod) and choose another color, see below:

    ?name=inline-2072894742.png

    Scroll down and set the lights out to the max of 10 seconds, and set the light delay time (The time between one Pod's light going out, and the next one turns on) as you wish -> Press next.


    Das Problem kenne ich ^^


    Um es zu verlängern habe ich zb 4 Stationen hintereiander mit der gleichen Farbe programmiert. Dann leuchten die Pods 4mal 10sec lang.