Umfrage: Wiederaufnahme Training Schwerpunkt

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!
  • Was wird der Schwerpunkt in der ersten Woche sein? 24

    1. Spielen (22) 92%
    2. Techniktraining (1) 4%
    3. Taktiktraining (1) 4%
    4. Koordination (0) 0%
    5. Kondition (0) 0%

    Was macht ihr in der ersten Woche, angenommen das Kinder- und Jugendtraining ist ohne Beschränkungen möglich?

  • Ich tendiere zu einer Woche Kreuz und Quer, um zu schauen, in welchen Bereichen die meisten Defizite sind. Wenn die Fitness nicht passt - und die wäre im höheren Jugendbereich Grundlage für alles andere - wird diese bei mir definitiv im Vordergrund stehen.


    Allerdings habe ich das Gefühl, dass Technik und Koordination extrem wichtig sind für Spieler, die 5 Monate lang kaum etwas gemacht haben (und vor allem wenig mit dem Ball).

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Das eine schließt ja das andere nicht aus. Ich würde mit einem freien Spiel anfangen um mir mal einen allgemeinen Überblick zu schaffen. Dann würde ich je nachdem was ich sehe weitermachen wie bisher. Spielformen anhand von taktischen Überlegungen, angepasst an die körperliche Konstitution der Spieler mit den dazugehörigen technischen Elementen. Koordination und Kräftigung ist wie immer Bestandteil des Aufwärmens.

    I've missed more than 9000 shots in my career. I've lost almost 300 games. 26 times, I've been trusted to take the game winning shot and missed. I've failed over and over and over again in my life. And that is why I succeed. (Michael Jordan)

  • Da die ersten zwei Wochen kontaktfrei laufen sollen fallen die meisten Spielformen ja erst einmal flach.

    Es gibt zwar auch viele Gute kontaktfreie Spielformen. Ich habe aber im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass man zumindest im U11-Bereich damit sehr dosiert umgehen muss. Bei "Tischkicker" oder Spielen mit festen Zonen, die man nicht verlassen darf sind die Jungs schnell frustriert, weil die Regeln sie zu sehr einschränken.

    Da sind eine Partie Fußballtennis, Dribbelparcours mit Wettbewerbscharakter oder Fußballbiatlon teilweise motivierender.

    Entscheidend wird es sein eine gute Mischung zu finden und die Kids möglichst individuell an dem Punkt an dem sie in Punkto Technik, Motorik und Fitness gerade stehen abzuholen und mit abwechslungsreichen multisportiven Übungen wieder auf Touren zu bekommen. In der Altersklasse die ich betreue geht es ohnehin weniger um eine Basis auf der die gesamte Mannschaft entwickelt werden soll, sondern darum jedem einzelnen auf seinem Level die aktuell für ihn realistischen Entwicklungssprünge zu ermöglichen. Deshalb bin ich über die zwei Wochen kontaktfreies Individualtraining gar nicht böse.

  • Hallo :)


    Ich stimme den Beiträgen über mir in der Hinsicht zu, dass ich ebenfalls zu Beginn eine kleine (oder auch längere, je nachdem) Spieleinheit präferieren würde, nur um nachzuschauen und evtl. einschätzen zu können, wie das ganze nun nach so einer Pause bei den Spielern aussieht.


    So wie ich das ganze einschätze, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Ausdauer bei uns allen etwas verschlechtert haben sollte, da man die vergangene Zeit nun einmal oft zu Hause gewesen ist und nicht unbedingt viel bzw. wie gewohnt Sport machen konnte. Für einige Tipps zur Erzielung oder Verbesserung einer guten Ausdauer kann ich euch diesen Artikel sehr empfehlen. So können Aspekte des Artikels auch im Rahmen des erneuten Einstieges in das Training eingesetzt werden :)

  • Ich werde anders an mein Training rangehen. Die Spieler sollen grundsätzlich entscheiden, was und wie viel sie Trainieren möchten. Es wird Angebote, in Form von Teambuildingspielen und Fußballspielen von mir geben, doch soll erstmal das Soziale und die Partizipation im Vordergrund stehen.

    Ich denke das die Spieler alle in sehr schwierigen Situationen sind und sie neben der Bewegung vor allem einen sozialen Ausgleich brauchen. Da brauche ich als Trainer nicht von oben kommen und einem strengen Trainingsplan folgen oder viel vorgeben. Das haben sie schon genug in der Onlineschule, wo die vielen Formen des Miteinanders und Partizipationsmöglichkeiten einfach wegfallen.

    Ich denke die Jungs wissen ganz genau, was sie jetzt vom Training erwarten und brauchen, ich möchte das lediglich moderieren.


    Ich selber habe jetzt erst im Lockdown gelernt wie wichtig das Mitwirken für mein Selbstwertgefühl ist. Ich denke Partizipation wird einen viel höheren Stellenwert in den kommenden Jahren in meinem Training einnehmen.

  • Ich habe das erste Training gestern gehabt. Wir (Trainerteam) haben nach einem Warm-Up, die Jungs (C-Jugend gemischt) dann einfach nur spielen lassen, das werden wir wohl nächste Woche auch so mache, da mit den immer wieder steigenden Inzidenzen, eine Trainingsabsage sehr wahrscheinlich ist. Und jetzt mit einem "Trainingsprogramm" zu starten finde ich zu schnell.

    Die Jungs sollen erstmal wieder miteinander was machen und es genießen Fußball zuspielen.

    Das sehe ich dann auch wie Skriwer.

  • Ich habe das erste Training gestern gehabt. Wir (Trainerteam) haben nach einem Warm-Up, die Jungs (C-Jugend gemischt) dann einfach nur spielen lassen, das werden wir wohl nächste Woche auch so mache, da mit den immer wieder steigenden Inzidenzen, eine Trainingsabsage sehr wahrscheinlich ist. Und jetzt mit einem "Trainingsprogramm" zu starten finde ich zu schnell.

    Die Jungs sollen erstmal wieder miteinander was machen und es genießen Fußball zuspielen.

    Das sehe ich dann auch wie Skriwer.

    Genau das denke ich mir inzwischen bei den steigenden Zahlen auch.


    Viel Spaß in Spielformen und Spielen rüberbringen, nicht zu viel (im Fitnessbereich) fordern und gute Laune verbreiten. Wenn vielleicht in zwei Wochen wieder alles zu ist, dann bringen uns Spielfitte Spieler nichts, sondern eher Kinder, die auch durch den nächsten Lockdown mit Sehnsucht nach Fußball kommen und danach gerne wiederkommen.


    Spaß spielt natürlich immer eine Rolle, aber es gibt nunmal Übungen und Spielformen, die weniger auf Fitness und Anstrengung abzielen und mehr auf Spaß gehen.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg