Bringt es etwas, schwache Neulinge aufnehmen?

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  • MightyReds : es gibt einen Trainer und Co-Trainer - 2 Personen können aus meiner Sicht 2 Mannschaften (1 Person pro Mannschaft) am Wochenende betreuen.


    Und bei dem Vergleich mit der Schule ging es mir nicht um den/die Trainer, sondern um die Kinder. Und da akzeptieren wir in der schulischen Ausbildung einen viel schlechteren Betreuungsschlüssel als in der fußballerischen Ausbildung!?!


    luibo : bietet ihr in den D-Mannschaften diesen 1-5 Schlüssel? Kinder, die diesen Schlüssel benötigen, sind aus meiner Sicht für Fußball (7 gegen 7 oder in der D-Jugend 9 gegen 9) nicht geeignet - selbst die Inklusionsmannschaften bei uns im Umkreis haben diesen Schlüssel nicht. Und Trainer, die eine persönliche Kapazität unter 11 Spieler haben, sind aus meiner Sicht auch nicht für den (Jugend-)Fußball geeignet.

  • MightyReds : es gibt einen Trainer und Co-Trainer - 2 Personen können aus meiner Sicht 2 Mannschaften (1 Person pro Mannschaft) am Wochenende betreuen.


    Und bei dem Vergleich mit der Schule ging es mir nicht um den/die Trainer, sondern um die Kinder. Und da akzeptieren wir in der schulischen Ausbildung einen viel schlechteren Betreuungsschlüssel als in der fußballerischen Ausbildung!?!


    luibo : bietet ihr in den D-Mannschaften diesen 1-5 Schlüssel? Kinder, die diesen Schlüssel benötigen, sind aus meiner Sicht für Fußball (7 gegen 7 oder in der D-Jugend 9 gegen 9) nicht geeignet - selbst die Inklusionsmannschaften bei uns im Umkreis haben diesen Schlüssel nicht. Und Trainer, die eine persönliche Kapazität unter 11 Spieler haben, sind aus meiner Sicht auch nicht für den (Jugend-)Fußball geeignet.

    Es sind ja nicht "wir", die es akzeptieren, dass in Schulen ein Lehrer teilweise über 30 Kinder zu betreuen hat. Ich persönlich finde es katastrophal und, wenn ich politische Entscheidungsgewalt hätte, würde ich versuchen das zu ändern (z.B. durch bessere Bezahlung von Lehrern.)


    De Facto ist ja auch nicht die Fähigkeit des Trainers entscheidend, wie viele Kinder er betreuen kann, sondern umgekehrt wirkt sich der Betreuerschlüssel auf die Qualität des Trainings aus. Die U19 des FC Bayern hat 9 Trainer und 24 Spieler. Das ist ein Schlüssel von ca. 2,5. Und das, obwohl die mutmaßliche ein paar der besten 18-jährigen in DE haben und wahrscheinlich auch ein paar der besten Trainer. Oder Bayern ist einfach zu doof und hat keinen Trainer gefunden, der alleine ein paar 18-Jährige unter Kontrolle bekommt ;-) .


    Ich bin, obwohl ich mit meinen 17 U14 Spielern sicher auch alleine zurecht kommen würde, froh einen Co-Trainer dabei zu haben. Das bietet mir die Möglichkeit mich auch mal aus Übungen raus zu nehmen und evtl. auch mal einzelnen Spielern meine Zeit zu widmen ohne, dass die ganze Übung schlechter wird. Auch hat man so die Möglichkeit in kleineren Gruppen zu trainieren und so einerseits Standzeiten zu verringern, sowie Feedback zu individualisieren.

  • An deiner Stelle würde ich dringend mit der Jugendleitung reden.

    Deine Mannschaft mit den Kindern, die schon länger dabei sind, haben höchste Priorität. Dennoch sollte es im Interesse des Vereins sein den dazugestoßenen Kindern ein anständiges Training zu bieten. Das Problem mit den fehlenden Spielern in der D-Jugend hat nämlich unser Verein auch.

    Wir haben von G-D ausreichend Spieler, aber ab der D wird es mau.


    Das heißt du wirst als zukünftige C-Jugend dann als jüngerer Jahrgang Probleme haben. Daher ist es wichtig die neuen halbwegs integrieren zu können. Deine besten Spieler werden sich bei so einer Vereinskonstellation früher oder später Gedanken machen. Und wenn deine 3-4 besten Spieler weg sind wirst du dankbar über jeden Spieler sein.


    Ich beispielsweise habe damals in der F-Jugend als übergewichtiges Kind angefangen. Ich war als älterer Jahrgang (sogar frühes Januar Kind) immer in der untersten Mannschaft. Ab der D-Jugend sind die guten Spieler weggegangen und man hat "notgedrungen" auf mich gesetzt. Mit viel Ehrgeiz und Leidenschaft habe ich es sogar zum Stammspieler in einer damaligen Bezirksliga Mannschaft geschafft. Wenn dieser Schritt ein halbes Jahr später gekommen wäre, hätte ich vermutlich die Lust auf den Fußball verloren.


    Was ich damit sagen will ist, dass es viele ungeschliffene (Breitensport)-Juwele gibt. Es muss sich nur jemand um die Jungs kümmern. Daher mein dringender Rat - sofort zum Jugendleiter.

  • luibo : bietet ihr in den D-Mannschaften diesen 1-5 Schlüssel? Kinder, die diesen Schlüssel benötigen, sind aus meiner Sicht für Fußball (7 gegen 7 oder in der D-Jugend 9 gegen 9) nicht geeignet - selbst die Inklusionsmannschaften bei uns im Umkreis haben diesen Schlüssel nicht. Und Trainer, die eine persönliche Kapazität unter 11 Spieler haben, sind aus meiner Sicht auch nicht für den (Jugend-)Fußball geeignet.

    Den Schlüssel erreichen wir natürlich nicht.

    Trainer sind auch bei uns Mangelware und in der Regel rekrutieren wir kpl. aus der Elternschaft.
    Das diese Kinder nicht für ein reguläres Spiel geeignet sind sehe ich auch so.

    Aber aus dem Verein werfen geht natürlich nicht.

    Dem Trainer dieser D-Jugend nun zu sagen, er wäre ungeeignet für den Jugendfußball weil er nur 10 Problemkinder bewältigt ist wirklich daneben.

    Du selber wählst doch für deine Mannschaft auch einen extrem geringen Schlüssel.

    Laut deiner eigenen Dokumentation liegt der Schlüssel in deiner Mannschaft bei den Trainings in den letzten Monaten bei unter 5.

    4 Trainer bei 13 Kindern ist ein Traum.

    Das will ich gar nicht kritisieren. Im Gegenteil. Das ist Top. Wenn ich jetzt vermute, dass sich deine Co- bzw. Mittrainer aus der Elternschaft rekrutieren zeigt das ein tolles Engagement für die Kinder.

    Ihr werdet den Weg ja nicht umsonst so gehen.

    Aber eigentlich könnte eure Mannschaft nach deiner Rechnung problemlos aus 44 Kindern bestehen.

    Jeder muss selber anhand seiner Kinder sehen ob die Kapazitäten für einen weiteren reichen oder nicht.

    Da kann bei 16 noch locker Luft sein, weil die Kids eine hohe Eigenmotivation haben oder schon bei 10 Kids die Schmerzgrenze erreicht sein weil die Kids nur Mist bauen.


    Im eigenen Verein sehe ich das tagtäglich.

  • luibo : ja, wir haben teilweise einen Top-Schlüssel. In meinem Fall sind wir 2 Väter und 2 Jugendspieler. Wir setzen in unserem Verein vermehrt auf Jugendspieler - und das finde ich gut. Auch werden alle Trainer ermuntert sich weiterzubilden.

    Und wenn ich den Betreuungsschlüssel von Ferien Fußballschulen nehme (der liegt meistens bei 10-14 Kindern), dann könnten wir anstatt 13 auch 40-56 Kinder (4 Mannschaften) trainieren, sofern alle immer da sind. Und genau deshalb sind wir so viele, weil nicht immer alle da sind bzw. in der Planung Unsicherheiten bestanden, dass alle da sind (ich könnte es gerade auch alleine machen, weil ich coronabedingt Zeit habe - so ist es natürlich schöner).

    Bei uns im Verein melden wir auch die Jugendmannschaften anhand der Kinderzahl und nicht der Trainerzahl - da leistet unsere Jugendleitung in Zusammenarbeit mit den Trainern jährlich auch gute Arbeit. Und deshalb gilt bei uns auch, dass wir jeden aufnehmen (Ausnahmen bestätigen die Regel).


    Constantin : selbstverständlich sind das "wir" - "wir" als Gesellschaft. Ich schicke meine Kinder auch täglich in dieses Schulsystem obwohl ich es für stark verbesserungswürdig sehe.

    Und ja, die NLZs sind hier meistens Vorreiter - und wehe der Breitensportverein zieht nicht nach. Nein, es geht auch anders und die (Trainings)Qualität nimmt auch nicht mit jedem weiteren Trainer zu - das haben mittlerweile sogar die NLZs bemerkt (da hat es sich teilweise umgekehrt - z.B. 3 Trainer für 2 Spieler beim Sondertraining).

  • es gibt einen Trainer und Co-Trainer - 2 Personen können aus meiner Sicht 2 Mannschaften (1 Person pro Mannschaft) am Wochenende betreuen.


    Und bei dem Vergleich mit der Schule ging es mir nicht um den/die Trainer, sondern um die Kinder. Und da akzeptieren wir in der schulischen Ausbildung einen viel schlechteren Betreuungsschlüssel als in der fußballerischen Ausbildung!?!

    Du beantwortest es dir ja fast schon selbst:

    Und genau deshalb sind wir so viele, weil nicht immer alle da sind bzw. in der Planung Unsicherheiten bestanden, dass alle da sind

    Dass der Verein sich mit einem Aufnahmestopp langfristig selbst ins Bein schneidet, ist klar. Es geht nur darum, kann und muss man nicht die Versäumnisse des Vereins auffangen. Wenn der Trainer nur eine Anzahl X an Kindern trainieren kann, und irgendwann muss eine Grenze gesetzt sein, um noch vernünftig trainieren zu können, dann ist der Verein in der Pflicht, Optionen zu schaffen.

    Dem Trainer deshalb Vorwürfe zu machen, ist mMn verkehrt.

  • Lies meinen Beitrag nochmals. Ich habe nicht geschrieben, dass Du unbegrenzt Spieler aufnehmen sollst, sondern dass es Aufgabe der Jugendleitung ist, Lösungen zu finden.

    Aufnahmestopp und unbegrenzte Aufnahme sind in solchen Fällen nicht die einzigen Lösungen.

    Was soll es da groß an Lösungen geben ?

    Bei 95 Prozent der Vereine zumindest in den Kreisen in meiner Umgebung gibt es bis in die hohe Jugend nur Vatertrainer.
    Und dann will man die noch damit fremdbestimmen in dem man ihnen vorschreibt wie die Eintteilung und größe ihrer Kader sein soll ?

    Ich glaube nicht das das die Realität in den meisten Vereinen ist...

  • Was soll es da groß an Lösungen geben ?

    Bei 95 Prozent der Vereine zumindest in den Kreisen in meiner Umgebung gibt es bis in die hohe Jugend nur Vatertrainer.
    Und dann will man die noch damit fremdbestimmen in dem man ihnen vorschreibt wie die Eintteilung und größe ihrer Kader sein soll ?

    Ich glaube nicht das das die Realität in den meisten Vereinen ist...

    sehe ich auch so - da gibts nicht viel zu diskutieren. Wenn du als Trainer dann hin schmeißt dann, kann der Jugendleiter machen was er will. Fertig.

  • Was soll es da groß an Lösungen geben ?

    Bei 95 Prozent der Vereine zumindest in den Kreisen in meiner Umgebung gibt es bis in die hohe Jugend nur Vatertrainer.
    Und dann will man die noch damit fremdbestimmen in dem man ihnen vorschreibt wie die Eintteilung und größe ihrer Kader sein soll ?

    Ich glaube nicht das das die Realität in den meisten Vereinen ist...

    ...und dann entscheidet jeder, wie er will. Der F-Vater so, der E-Vater anders, der D-Vater wieder komplett anders usw.
    Am Ende weiß keiner mehr, wofür dieser Verein eigentlich steht.
    Für die Jugendleitung kann es durchaus mehrere Lösungen geben: Z.B. Zusammenarbeit mit anderen Vereinen (evtl. auch nur auf Mannschaftsebene), Spitzenausgleich zwischen Altersgruppen, Meldung anderer Mannschaftsgrößen und noch reichlich mehr.

    Man muss da manchmal kreativer sein, als es ein Trainer alleine sein kann...

  • Das es keine Lösungen gibt, ist falsch.

    - Lösung Jugendliche: Jugendliche ins Training und den Spielbetrieb einbinden, führt in einigen Fällen zu langfristigen Trainern. Wenn ich die Jugendlichen nicht habe, weil ich keine B- und A-Jugend stellen kann, weil ich die schlechteren nicht genommen habe und schon in unteren Jugenden einen Aufnahmestopp habe, dann fällt diese Möglichkeit wahrscheinlich weg.

    - braucht jede Mannschaft von mir einen Trainer? Aus meiner Sicht nein. Zum einen können es mehrere sein und zum anderen reichen Betreuer auch vollkommen aus. In dem Beispiel hier, machen halt die 2 Trainer das Training mit 20 Mann und am Wochenende nehmen sie ein Elternteil als Betreuer für eine 2. Mannschaft dazu - bei 2x 7er Teams (war eine Lösungsmöglichkeit bei uns in den letzten Jahren in der E- und C-Jugend).

    - warum werden immer nur die Väter angesprochen? Mütter und Geschwister gibt es auch.

    - Anzahl der Trainingseinheiten: trainiere ich mit der G- und F-Jugend nur 1x anstatt 2x, können diese Trainer die 2. Einheit bei einer E- oder D-Jugend anbieten. Für mich stellt sich auch die Frage, ob ich im Breitensportverein unbedingt 2(+) Trainingseinheiten anbieten muss.

    - Inhalte des Trainings: muss jedes Training ein Training sein oder reicht es auch nur zu "bolzen"

    - Trainingsaufbau: Stationentraining - ich habe hiermit nur in der C-, E- und F-Jugend Erfahrung, aber warum sollte das in einer D-Jugend nicht funktionieren?

    - die professionellen Fußballschulen laufen den Vereinen den Rang ab - was machen die? Was davon kann ich im Verein umsetzen?


    Das sind nur einige. Ich freue mich auf weitere von euch.


    Vereine, die sich von einzelnen (Vater)Trainern abhängig machen, haben keine lange Haltbarkeitszeit. Die Angst vor dem "Hinschmeißen" eines Trainers ist ein Armutszeugnis für einen Verein/Jugendleiter. So macht man sich abhängig von diesem und er kann tun und lassen was er will (hier ging es um die Gruppengröße, dort um die Taktik, Aufstellung, Einsatzzeiten, Umgang mit den Kindern, Verhaltensweisen usw.). Der "Hinschmeißer" ist kein gutes Fundament für einen Verein - und deshalb sollte man auf ihn verzichten.

  • Kennt jemand einen Verein der das durchgezogen hat?

    Einen Trainer rauszuschmeissen (Grund ist erst mal egal) ohne eine Alternative zu haben.


    Würde mich interessieren wie so was weitergeht?

    Wird die Mannschaft dann abgemeldet oder vermittelt man die Spieler an Nachbarvereine etc..

  • Ab der D Jungend soll es meiner Meinung nach Leistungsorientiert gehen, da sonst einige aufhören oder sich einen anderen Verein suchen. Hier würde ich dann ein D1 und eine D2 evtl D3 melden die da nach Spielstärke spielt. Max 14 Spieker pro Manschaft. Anders gehts nicht und die Qualität des Trainings wird unter den schwächeren Leiden. Sowie der Spaß.....

    Maximal 14 Spieler in einer D-Jugend ist aber schon relativ knapp bemessen, finde ich. Kommt natürlich auch darauf an wie zuverlässig deine Spieler sind. Wir haben 16 Kinder im Team, wovon nur 1-2 eher unzuverlässig sind. Klar müssen wir dann bei Spielen auch mal 1 oder 2 Spieler aus dem Kader aussortieren, aber grundsätzlich ist es für einen älteren D-Jahrgang perfekt, denke ich. Nächstes Jahr spielen wir C, d.h. 11 Spieler, da wird es mit 16 schon echt knapp. Wenn dann evtl. noch 1-2 Kinder aufhören oder in andere Vereine wechseln und keine neuen kommen, wirds schon echt problematisch. Deshalb finde ich 14 schon sehr knapp.

  • Ja. Ich habe schon das "Hinschmeißen" und das "Rausschmeißen" erlebt (mehrmals) und bei allen Vereinen/Mannschaften ging es weiter. Rentner, AH-Spieler, Trainer, die eine Pause machten oder Personen, die man gar nicht auf dem Radar hatte sprangen kurzfristig ein oder übernahmen die Mannschaft.

    Was macht ihr heute, wenn mal jemand krank ist? Da hilft man sich gegenseitig auch aus (ich habe kürzlich eine mir fremde B-Jugend am Spieltag begleitet, weil der Trainer nicht konnte).


    weitere Lösungsmöglichkeit: Gestern hatte ich noch ein Gespräch mit einem G-Jugend-Trainer. Die haben zu Zweit 47 Kinder - haben dann 2 Gruppen gemacht. Trainieren 1x mit der einen und ein andermal mit der anderen Gruppe. Sie lassen die Kinder viel FUNino spielen und sind von deren Entwicklung begeistert (insbesondere auch von den anfangs Leistungsschwächeren). Und diese Begeisterung überträgt sich - sie haben weiterhin Zulauf. Die Zeit jetzt nutzen sie, um weitere Trainer/Betreuer zu finden.

  • Maximal 14 Spieler in einer D-Jugend ist aber schon relativ knapp bemessen, finde ich.

    Aus meiner jetzigen D-Jugend Saison kann ich nur sagen: Kleine Kader klingen in der Theorie gut und befürworte ich absolut, in der Praxis im Breitensport allerdings nicht immer realisierbar. Da kommt es doch sehr auf die Einstellung der Mannschaft inkl. Eltern an.

  • 9 Feld Spieler reicht ein 14er Kader. Spieler sollen regelmäßig spielen. Generell bin ich einer der viel spielen lässt. Meiner lange Erfahrung - man lernt besser im Spiel als stupiedes Torschußtraining. Gestern wieder gesehen in meiner Trainingseinheit 1,5 Std nur spielen spiel spielen. paar mal eigefroren und Situationen erklärt wie man etwas besser lösen könnte. Ich war gestern bei einem Spieler überrascht was der plötzlich für ein Raumspiel hatte. Und alle Spieler hatten freude und waren ausgepowert. Nichtsdestotrotz sind Techniktraining usw. wichtig. Um zurück zu kehren - D Jugend den Spielern viel Spielzeit geben. Das schafft man nur mit Kadern mit max 14 (Erfahrung) 18 Spieler da bleiben dann ja einige zuhause - das ist nicht so gut. Meine Meinung.

  • let1612

    Ich glaube wir haben beide unterschiedliche Situationen im Kopf.

    Ich rede nicht von den Trainern, die sich die besten 10 Kinder nehmen um dann souverän Kreismeister in der E-Jugend zu werden.

    Der Kinder in diesen überschaubaren Kader nur integriert, wenn es sich sportlich für ihn lohnt und dafür das Kind mit der schwächsten Leistung rausschmeißt.

    Diesen Vollidioten ist nicht zu helfen und sie schaden dem Vereinsleben massiv.

    Das sind aber gottseidank eher Ausnahmen.

    Der wird dir immerwieder die Pistole auf die Brust setzen und fordern, fordern, forden.

    Am Ende schmeißt man ihn raus, und verliert zumeist einen Jahrgang.

    Es wird dann oft mit samt der Mannschaft der Verein gewechselt.

    Schon mehrfach erlebt.


    Ich rede von dem Elternteil, dass sich bereiterklärt eine Mannschaft zu übernehmen.

    Das ganze auch mit viel Hingabe macht und irgendwann feststellt, dass die Kraft langsam ausgeht.

    Der tolle Übungs- oder Spielformen anbietet aber nun leider das Pech hat, dass neben seinen 10 motivierten Kids

    auch 10 weitere dabei sind die eigentlich alles andere im Sinn haben als Fußball.

    Der schon jetzt nur Teile der Inhalt umsetzen kann, weil er damit beschäftigt ist Ole-Finn, Jeronimo-Pasqual und Lennox-Tattanka-Tattonka davon abzuhalten sich gegenseitig ans Leder zu wollen.

    Dem kann ich nicht zumuten weitere Kinder aufzunehmen, sondern muss diese Ressource die ich habe schützen.
    Da muss zunächst eine Veränderung her.

    Und um die Frage ging es ja grundsätzlich erstmal.


    Kann ein Trainer sagen STOPP meine Kapazität ist erreicht.

    Ich kann die Qualität nicht mehr gewährleisten.

    Und für mich muss er das sogar!!!


    Dann analysiert man das gemeinsam mit dem betreffenden Trainer und sucht nach Lösungsmöglichkeiten.

    Diese können wie du ausgeführt hast vielfältig sein.


    Nicht jedem Verein ist es vergönnt viele Jugendspieler als Trainer zu gewinnen.

    Bei uns ist es verdammt schwer in A- und B-Jugend jemanden zu finden. Das liegt auch daran, dass die Jungs es zeitlich nicht hinbekommen pünktlich am Platz zu sein. Die meisten gehen auf weiterführende Schulen außerhalb unserer Ortschaft. Wir haben keinen wirklichen Bahnanschluß (bzw. sie fährt 1x pro Stunde). Bei Jugendlichen in der Ausbildung sieht es ähnlich aus. Ausbildungsplätze im Ort sind wenige vorhanden. Also fahren die Jungs auch gerne mal über eine Stunde um am Platz zu sein.

    Ich bedaure das sehr, weil B- oder A-Junioren viel besser als sportliche Vorbilder dienen können als ich alter Sack es kann.

    Als Funino bei uns Einzug gehalten hat haben wir einige Junioren als Feldbetreuer gewinnen können.

    Die hatten auch Spaß und für die kleinen war es auch cool. Aber wenn es organisatorisch nicht passt muss man das halt einfach akzeptieren.


    Wir hatten in mehreren Jugenden bereits Aufnahmestopps. Und sind trotzdem in der Lage, von G bis C je zwei Teams zustellen.

    Darüber wird es für Mannschaften auf dem Dorf natürlich ein wenig schwerer. Aber seit mehr als 10 Jahren haben wir auch A- und B-Jugend ohne Spielgemeinschaft besetzt. Teilweise auch schon 2 B-Jugend Jahrgänge.

    Von 20 Kindern eines Jahrgang die in der G- oder F-Jugend starten landen ca. 15 bei uns im Großfeld. Teilweise ist die Quote noch höher.

    Kann vielleicht auch damit zusammenhängen, dass wir auch mal Stopp sagen.

    Was nicht bedeutet, dass wir ein geschloßener Kreis sind. Kinder kommen immer wieder zu uns, wenn wir die passenden Voraussetzungen geschaffen haben. Daran arbeiten wir regelmäßig.

    Sind die Voraussetzungen noch nicht geschaffen sagen wir aber auch mal nein.


    Nur kurz zum Thema Fußballschule

    Das ist mit einem Fußballverein schwer vergleichbar.

    Die Gebühren für eine Fußballschule liegen massiv über denen eines Fußballvereins.

    Alleine damit verhindert man schon Kinder, deren Interessen vielleicht eher anderweitig gelagert sind.

    Somit bleiben tendenziel die Kinder übrig, die auch wirklich Fußballspielen wollen.

    Theoretisch müßte also die Qualität der Ausbildung steigen.

    Dafür sind die Eltern dann auch bereit mehr zu bezahlen.

    Das würde im Umkehrschluß bedeuten, dass zu große Trainingsgruppen oder eine Verringerung von Trainingszeiten in den Vereinen den Fußballschulen in die Karten spielt.

  • 9 Feld Spieler reicht ein 14er Kader. Spieler sollen regelmäßig spielen. Generell bin ich einer der viel spielen lässt. Meiner lange Erfahrung - man lernt besser im Spiel als stupiedes Torschußtraining. Gestern wieder gesehen in meiner Trainingseinheit 1,5 Std nur spielen spiel spielen. paar mal eigefroren und Situationen erklärt wie man etwas besser lösen könnte. Ich war gestern bei einem Spieler überrascht was der plötzlich für ein Raumspiel hatte. Und alle Spieler hatten freude und waren ausgepowert. Nichtsdestotrotz sind Techniktraining usw. wichtig. Um zurück zu kehren - D Jugend den Spielern viel Spielzeit geben. Das schafft man nur mit Kadern mit max 14 (Erfahrung) 18 Spieler da bleiben dann ja einige zuhause - das ist nicht so gut. Meine Meinung.

    Wir nehmen immer höchstens 4 Auswechselspieler mit, d.h. 13 Kinder werden für die Spiele nominiert. Für jedes Spiel gibt es mindestens 1 Absage, manchmal auch 2. Es werden also 1-2 Spieler nicht nominiert, diese spielen dann aber im nächsten Spiel definitiv. Außerdem machen wir an jedem spielfreien Wochenende ein Freundschaftsspiel, sodass alle Kinder genügend Spielpraxis bekommen.

    Wie kannst du dir sicher sein, dass bis zur C genügend neue Kinder dazu kommen bzw. nicht zu viele aufhören? Und in der C wird es dann ja wohl definitiv viel zu eng mit einem 14er Kader.

  • luibo stimmt schon. Es gibt jedoch unterschiedliche Fußballschulen mit verschiedenen Konzepten. Alle sind da nicht gut aber es gibt wirklich auch sehr sehr gute die nah am Nachwuchsleistungszentrum sind und hier Ihrn Pool an guten Spielern halten sowie ausbilden. Das kann man keinenfalls mit den Vereinstraining vergleichen. Da sind immer ausgebildete Trainer die das Training abhalten. Meiner Meinung nach weit höher anzusiedeln als bei Stützpunkten. Viele Stützpunktspieler nutzen solche Trainings zusätzlich.

  • Wir nehmen immer höchstens 4 Auswechselspieler mit, d.h. 13 Kinder werden für die Spiele nominiert. Für jedes Spiel gibt es mindestens 1 Absage, manchmal auch 2. Es werden also 1-2 Spieler nicht nominiert, diese spielen dann aber im nächsten Spiel definitiv. Außerdem machen wir an jedem spielfreien Wochenende ein Freundschaftsspiel, sodass alle Kinder genügend Spielpraxis bekommen.

    Wie kannst du dir sicher sein, dass bis zur C genügend neue Kinder dazu kommen bzw. nicht zu viele aufhören? Und in der C wird es dann ja wohl definitiv viel zu eng mit einem 14er Kader.

    Wir haben hier dann Sichtungstage die dann den neuen C Kader auffüllt. Das heißt D Jugend haben wir mehr Mannschaften gemeldet und bei der C werden Manschaften weniger....