Wechsel der Mannschaft zu heute

  • Hallo


    bin auf der Suche nach Antworten hier gelandet und muss euch leider gleich belästigen


    mein Sohn spielt als jüngerer Jahrgang (2006) in der c1 Kreisliga a

    Nun hat sich bei uns ein anderer Verein gemeldet und würde meinen Sohn gerne zur nächsten Saison bei sich sehen. Um für meinen Sohn zu schauen ob es passt, würde man gerne ein Probetraining machen. Also mit nem Zettel fürs Probetraining zum Jugendleiter und vorgesprochen. Leider gab es ein Nein und schlussendlich wurde sich noch so geäußert dass er auch im Sommer keine Freigabe zum Wechsel erhält.


    Da gehen bei mir natürlich die Alarmglocken an und ich schaue was man machen kann.


    Mein Sohn hat sein letztes Spiel Anfang Dezember 2019 für den Verein gemacht.


    Nun meine Frage:

    Wenn er jetzt direkt wechselt und vom Verein, verband usw. gesperrt wird, kann der Verein ihn länger sperren als wie die 6 Monate in der er für den alten Verein nicht gespielt hat oder wären es ab Abmeldung 6 Monate


    danke im Voraus

    Grüße

  • Nun meine Frage:

    Wenn er jetzt direkt wechselt und vom Verein, verband usw. gesperrt wird, kann der Verein ihn länger sperren als wie die 6 Monate in der er für den alten Verein nicht gespielt hat oder wären es ab Abmeldung 6 Monate

    Die sechs Monate gelten ab dem letzten Spiel, d.h. er wäre ab dem Juni dann spielberechtigt, sofern er nun nicht mehr beim aktuellen Verein zum Einsatz kommt.

    Sprich mit dem aufnehmenden Verein, ob dieser die Ausbildungsentschädigung im Sommer zahlen würde. Diese liegt ca. bei 200 € und hätte zur Folge, dass dein Junge nicht gesperrt werden kann. Halte dich beim aktuellen Verein bedeckt, sofern du möchtest, dass dein Junge noch Spielminuten sammelt. Gibt leider viele Trainer, die wechselwillige Jungs fallen lassen.


    Die Aussagen beziehen sich auf den NFV, es sollte aber in diesem Fall länderübergreifend sehr ähnlich sein.


    EDIT: Die genaue Ausbildungsentschädigung kann normalerweise auf der Homepage deines Landesverbandes eingesehen werden.

  • Gibt es Gründe für einen Wechsel?


    Das wäre erstmal viel wichtiger. Bis jetzt liest es sich so, als würde er nur wechseln, weil der die Möglichkeit dazu hat und das wäre ein ziemlich dämlicher Pull-Faktor.

    Wer gut zielt, macht viele Tore - Wer gut spielt, hat viel Spaß - Wer beides macht, hat Erfolg

  • Gibt es Gründe für einen Wechsel?


    Das wäre erstmal viel wichtiger. Bis jetzt liest es sich so, als würde er nur wechseln, weil der die Möglichkeit dazu hat und das wäre ein ziemlich dämlicher Pull-Faktor.

    Alleine die Ablehnung eines Probetrainings durch den JL und die Aussagen bzgl. einer Sperre wären für mich Grund genug.


    Just sayin'

  • Alleine die Ablehnung eines Probetrainings durch den JL und die Aussagen bzgl. einer Sperre wären für mich Grund genug.


    Just sayin'

    Sehe ich anders. Wenn es zwischen Spieler(-familie) und Verein keinerlei Probleme gäbe und es sich um einen Wechsel innerhalb der Kreisliga handelt, dann ist das ganze nicht nachvollziehbar und klingt nach Aktionismus, nur weil man eben die Chance dazu hat. Deshalb habe ich gefragt. Außerdem kann der Wechselwunsch ja nicht mit der Reaktion auf diesen begründet werden.


    Dass man dann ein Probetraining vom Stammverein aus ablehnen muss, denk ich nicht. Die Möglichkeit sollte man dem Spieler schon geben.


    Den Punkt mit der "Sperre" kann ich nicht nachvollziehen. Denn das ist ja keine Sperre, sondern die Forderung einer zulässigen Ausbildungsentschädigung. Wenn der aufnehmende Verein diese gerechtfertigte Summe nicht zahlen will, weiß man auch um sein Standing im neuen Verein.

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  • also es gibt da mehrere Gründe

    - Neuer Verein spielt 1-2 Ligen höher

    - alter Verein schwacher 2006 Jahrgang, d.h. nächste Saison kreisliga a 0 Punkte (ist immer so wenn er der ältere Jahrgang ist)

    - bessere Entwicklungsmöglichkeiten

    - Mobbing in der alten Mannschaft


    Und zum Schluss kam dann jetzt das Verhalten des Vereins zum Probetraining was das Fass zum Überlaufen brachte und eine Reaktion von uns auslöste die auch in uns ein gewisses Unbehagen auslöst.


    Danke nochmal an alle, Abmeldung ist erledigt und am Donnerstag geht es zum neuen Verein zum 1. Training

  • In Niedersachsen (und wahrscheinlich auch sonst), können das auch mal mehr als 1000 Euro sein, wenn die erste Herren des aufnehmenden Vereins entsprechend hoch spielt (bei Regionalliga und Wechsel nach dem ersten Jahrgang der C sind das etwa 1400 Euro...).


    Gründe für Vereinswechsel kann es viele geben: Das fängt bei unfähigen, cholerischen Trainern an (davon gibt es ja leider mehr als genug), geht über die Bedingungen im Verein (z.B. Training im Winter: Einmal pro Woche ne halbe kleine Halle oder dreimal die Woche draußen auf Kunstrasen?) und schlicht die Spielklasse. Ich weiß ja, daß es einige Trainer gibt, die Wechsel irgendwie grundsätzlich blöd finden, aber warum sollte z.B. ein 13 jähriger guter Stützpunktspieler in der C plötzlich unterste Liga spielen, wenn er ergeizig ist und drei Klassen höher in einer guten Mannschaft ein Leistungsträger sein kann? Aus den letzten Gründen ist mein älterer nach dem erstn D-Jugend Jahr gewechselt, er will halt möglichst viel Fußball auf gutem Niveau spielen, das war in seinem ersten Verein ab der D nicht mehr möglich.


    Ein Probetraining zu verbieten halte ich im übrigen für eine völlig unangemessene Verzweiflungstat. Meiner Meinung nach kann man auch niemanden verbieten, mal woanders mitzutrainiere, ich wüßte jedenfalls nicht, wie. (Höchstens natürlich indirekt, indem man den Jungen dann abstraft und ihn nicht mehr spielen läßt, was noch unangemessener ist.) Wenn in eigenem Verein alles in Ordnung ist, dann gibt es auch keine Massenabwanderung. Und mit Wechsel in höherklassige Mannschften muß man halt leben, die sind auch völlig legitim.

  • Meiner Meinung nach kann man auch niemanden verbieten, mal woanders mitzutrainiere, ich wüßte jedenfalls nicht, wie.

    Zustimmung zu deinem Posting, aber einen Hinweis zu diesem zitierten Satz: Es gibt Landesverbände, die ein unangemeldetes Probetraining verbieten. D.h. der Verein, der einen Spieler probehalber mittrainieren lässt, muss sich von diesem die schriftliche Genehmigung des Stammvereins des Spielers geben lassen, da sonst Sanktionen vom Verband drohen. Vollkommener Humbug in meinen Augen, zumal im Nachwuchs. Aber leider Realität....

  • In Niedersachsen (und wahrscheinlich auch sonst), können das auch mal mehr als 1000 Euro sein, wenn die erste Herren des aufnehmenden Vereins entsprechend hoch spielt (bei Regionalliga und Wechsel nach dem ersten Jahrgang der C sind das etwa 1400 Euro...).

    Laut NFV (https://www.nfv.de/recht/entschaedigung/fuer-amateurspieler/) komme ich bei deinem genannten Beispiel auf 700 Euro. Die 1.400 Euro wären für einen U16-Spieler fällig.


    Wir können aber festhalten, dass ich mit den in den Raum geworfenen 200€ wahrscheinlich zu niedrig gegriffen habe, es aber auch keine Rolle spielt, da die Abmeldung seitens des Threadstarters ja nun schon durch ist.

  • Laut NFV (https://www.nfv.de/recht/entschaedigung/fuer-amateurspieler/) komme ich bei deinem genannten Beispiel auf 700 Euro. Die 1.400 Euro wären für einen U16-Spieler fällig.


    Wir können aber festhalten, dass ich mit den in den Raum geworfenen 200€ wahrscheinlich zu niedrig gegriffen habe, es aber auch keine Rolle spielt, da die Abmeldung seitens des Threadstarters ja nun schon durch ist.

    Sorry, stimmt, das Beispiel, das ich im Kopf hatte, war nach der C-Jugend, also U16.

  • Zustimmung zu deinem Posting, aber einen Hinweis zu diesem zitierten Satz: Es gibt Landesverbände, die ein unangemeldetes Probetraining verbieten. D.h. der Verein, der einen Spieler probehalber mittrainieren lässt, muss sich von diesem die schriftliche Genehmigung des Stammvereins des Spielers geben lassen, da sonst Sanktionen vom Verband drohen. Vollkommener Humbug in meinen Augen, zumal im Nachwuchs. Aber leider Realität....

    Okay, ich dachte immer, daß der Verein informiert wird, ist einfach eine Frage des respektvollen Miteinanders. Manche NLZs haben auch Vordrucke, in denen der aktuelle Verein seine Zustimmung gibt. Bei einem Nicht-NLZ-Verein habe ich das allerdings noch nie gesehen. Ist halt (wie alles) in jedem Verband anders.

  • let1612 : Mag ja sein, ich sprach ja auch von meinen eigenen Erfahrungen, hier (Kreis Region Hannover) ist es nur üblich, daß der Verein/Trainer informiert wird. Da braucht es keine Genehmigung, deshalb habe ich das auch noch nicht gesehen, außer bei Kids, die in Wolfsburg oder Bremen vorgespielt haben. Aber halt nicht von den Truppen, wo die 1. Herren relativ hoch spielt (Regional- oder Oberliga) und schon gar nicht in anderen Fällen. Hier ist es übrigens auch üblich, auf die Aufwandsentschädigungen zu verzichten (also bei den größeren Vereinen untereinander, außer natürlich bei einem Wechsel in ein NLZ).


    Ich halte es für einen ziemlichen Unsinn, daß Vereine Probetrainings verhindern können. Denn dieses Training dient ja nicht nur dem aufnehmenden Verein sondern auch dem Spieler. Ich habe es es zumindest schon erlebt, daß nach ein, zwei Probetrainings und einmal Mitspielen bei einem Freundschafsspiel o.ä. der Spieler nicht wechseln wollte, weil es nicht passte, der Trainer komisch war, oder was auch immer. Wenn der Wechsel dann "blind" vonstatten gegangen wäre, hätte man eine unschöne Situation, die man durch "Beschnuppern" hätte vermeiden können.

  • let1612 : Mag ja sein, ich sprach ja auch von meinen eigenen Erfahrungen, hier (Kreis Region Hannover) ist es nur üblich, daß der Verein/Trainer informiert wird. Da braucht es keine Genehmigung, deshalb habe ich das auch noch nicht gesehen, außer bei Kids, die in Wolfsburg oder Bremen vorgespielt haben. Aber halt nicht von den Truppen, wo die 1. Herren relativ hoch spielt (Regional- oder Oberliga) und schon gar nicht in anderen Fällen. Hier ist es übrigens auch üblich, auf die Aufwandsentschädigungen zu verzichten (also bei den größeren Vereinen untereinander, außer natürlich bei einem Wechsel in ein NLZ).


    Ich halte es für einen ziemlichen Unsinn, daß Vereine Probetrainings verhindern können. Denn dieses Training dient ja nicht nur dem aufnehmenden Verein sondern auch dem Spieler. Ich habe es es zumindest schon erlebt, daß nach ein, zwei Probetrainings und einmal Mitspielen bei einem Freundschafsspiel o.ä. der Spieler nicht wechseln wollte, weil es nicht passte, der Trainer komisch war, oder was auch immer. Wenn der Wechsel dann "blind" vonstatten gegangen wäre, hätte man eine unschöne Situation, die man durch "Beschnuppern" hätte vermeiden können.

    Ich glaube die zusätzlichen Regelungen haben eventuell auch ihre Begründung.


    Optimal wäre es ja, wie hier schon häufiger geschrieben wurde, dass die höheren Vereine/NLZ ganz offen an die Vereine/Trainer herantreten. Und dann sollte der ebenfalls offene Trainer seinem Spieler auch keine Steine in den Weg legen.


    Die Praxis sah wahrscheinlich aber häufig anders aus:

    - NLZ, die einfach wild Spieler "räubern" ohne an Vereine heranzutreten, einfach weil sie ja die da oben sind.

    - Trainer, die den Erfolg ihrer Mannschaft gefährdet sehen, wenn der Star geht.


    Regelungen kommen häufig daher, dass einzelne Gruppen ansonsten nur ihren eigenen Vorteil sehen und durchsetzen.

  • Natürlich gibt es dafür Gründe. Trotzdem muss man ja deshalb keine Regel einführen, die insbesondere für die Kinder von Nachteil ist.


    Es mag sein, daß das früher (oder in manchen Fällen auch heute noch) üblich ist, daß NLZ so auftreten, wie von Dir beschrieben, ich kenne das aber nicht so (von allen NLZs hier in Niedersachsen und auch bei Bremen). Und auch in den anderen Fällen ist es üblich, daß der Verein, der Interesse hat, den bisherigen Verein anschreibt. Da gibt es vielleicht auch mal ne Ausnahme, aber die großen Vereine machen das. Es sind mir ehrlichgesagt mehr Fälle bekannt, bei denen das andersherum lief: Also Verein A (C1 in Regionalliga) schreibt Verein B (C1 Bezirksliga) wegen Spieler XY an, und B sieht keine Veranlassung, das XY weiterzuleiten. Und dann wundert man sich, daß Vereine dann die Spieler oder ihre Eltern direkt kontaktieren.