Ärger mit einem Vater

  • Hi


    Vielleicht hat von euch jemand einen Rat. Zu uns ist seit einem Monat ein neuer Spieler gekommen. Gleich beim ersten Training kam der Vater auf mich zu und wollte auch Trainer in der Mannschaft werden. Wir sind aber schon zu dritt. Ich habe ihm höflich erklärt das wir zu dritt sind und keinen Bedarf momentan haben. Ich habe ihm aber angeboten das er gerne an Spieltagen und Turnieren helfen kann. Nach 2 Wochen kam er wieder mit der selben frage. Und heute habe ich von meinem Co Trainer erfahren das der Vater zu meinem Co Trainer gekommen ist und will das der Co Trainer es zusammen mit dem Vater machen soll. Und der Vater mich als Trainer raus werfen will. Was soll man mit so einem anfangen?

  • Was soll man mit so einem anfangen?

    Ich würde dem direkt sagen, wenn er weiter macht kann er gehen und seinen Sohn direkt mitnehmen.

    Wo kommen wir denn dahin wenn jeder Vater auf einmal Trainer werden will, nur weil sein Kind in der Mannschaft ist. Was sagt denn dein Co ? Was sagt die Jugendleitung etc ?

    Lass den Typ einfach links liegen und fertig.

  • Jemanden, der sich freiwillig als Helfer anbietet, würde ich mit Kusshand nehmen. Was hätte dagegen gesprochen, dass ihr zu viert trainiert oder die anfallenden Aufgaben durch vier aufteilt? Vorausgesetzt natürlich, dass er mit den Kids kindgerecht umgeht und sich an das Konzept hält.


    Okay, nach der Aktion danach würde ich auch ablehnen, da wäre das Vertrauen schon von vornherein nicht mehr vorhanden.

  • Na ja, das wichtigste ist, dass Teams harmonieren. Wenn man kein gutes Gefühl hat, muss man es lassen.

    Da hast du recht. Den Zusatz hatte ich sogar erst mit drin, ihn dann aber wieder gelöscht. In so einem Fall könnte man den Vater aber fragen, ob er sich nicht vorstellen kann, bei einer anderen Mannschaft mitzuhelfen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit hoch wäre, dass er ablehnt.


    Wieso braucht man bei 12 Kindern 4 Trainer? Wir kommen sehr gut zu dritt durch. Aber dieses Verhalten ist unter aller Sau.

    Wieso braucht man bei 12 Kindern 3 Trainer? Wieso braucht man bei 12 Kindern keine 4 Trainer? Wenn du in einem Forum nach Rat fragst, dann kommen auch Fragen, die dich hinterfragen und nicht zu deinen erhofften Antworten gehören. Wenn du darauf so unhöflich reagierst, wirft das kein gutes Licht auf dich.

  • Rausschmeißen. Hört sich nur nach Problemen an.

    Ohne es zu hinterfragen? Jede Geschichte hat immer zwei Seiten! Was ist wenn es der Co anders rüberbringt als ausgesprochen?

    Daran auch schon mal gedacht?


    Allerdings ist die Frage berechtigt warum man 3 Trainer braucht um 12 Kinder zu trainieren.

    Ich verstehe nicht warum diese Frage auftaucht? Seid doch froh das mal ein Kollege auf die Butterseite gefallen ist und aus dem vollen schöpfen kann.

    In Kleingruppen trainieren ist doch das schönste was es gibt. Erste macht 1vs1, der zweite Passspiel und er dritte 2vs2, danach wechselt das Rädchen. Jeder hat seinen Schwerpunkt und die Kinder können aus dem vollen schöpfen und haben eine schöne Schlagzahl beim Training!

    Überall als Spielform aufbauen und gut ist es...

  • Ich verstehe nicht warum diese Frage auftaucht? Seid doch froh das mal ein Kollege auf die Butterseite gefallen ist und aus dem vollen schöpfen kann.

    In Kleingruppen Trainieren ist doch das schönste was es gibt. Erste macht 1vs1, der zweite Passspiel und er dritte 2vs2, danach wechselt das Rädchen. Jeder hat seinen Schwerpunkt und die Kinder können aus dem vollen schöpfen und haben eine schöne Schlagzahl beim Training!

    Überall als Spielform aufbauen und gut ist es...

    Unter anderem darauf wollte ich hinaus und nach dieser Logik sind 4 Trainer besser als 3. Deswegen verstehe ich nicht, wieso man jemanden direkt ablehnt, der sich zur Hilfe bereit erklärt. Vorteile liegen doch auf der Hand:


    1) Man kann sich im Training abwechseln (es kann immer einer, wer mag oder zeitbedingt, aussetzen)

    2) Kleinere Trainingsgruppen

    3) Bessere Verteilung der Arbeitsaufgaben

    4)...


    Fast überall herrscht Trainermangel und dann werden helfende Hände abgelehnt, weil man schon zu dritt ist und vier zu viele wären. Das kann ich nicht verstehen. Es braucht nur einer aus dem Dreiergespann aufhören, und ja, ich habe die Erfahrung gemacht, dass das schneller passieren kann als einem lieb ist.

    Dieses Jahr sind wir mit 6 Trainern für zwei E-Jugend Teams eingestiegen, einer hat sich nie blicken lassen. Einem fiel plötzlich ein, dass es zeitlich nicht hinhaut, und das nach 3 Wochen ohne sich einmal vom Training abzumelden oder sonst einen Mucks zu machen. Zwei von den übrig gebliebenen 4 können nur an einem Trainingstag in der Woche, so dass wir am zweiten Tag zu zweit mit mehr als 20 Kindern auf dem Platz stehen.

    Oder vor drei Jahren (ich mit 19 Jahren): Gemeinsam mit 2 weiteren Trainern sollte ich die D-Jugend trainieren. Von Anfang an hatte ich gesagt, dass ich nur Co-Trainer machen möchte (Ausbildung und zwei Nebenjobs ließen einfach nicht mehr zu). Nach wenigen Monaten stand ich ganz allein da. Aber okay, 3 Trainer sind besser als 4.

  • Unter anderem darauf wollte ich hinaus und nach dieser Logik sind 4 Trainer besser als 3. Deswegen verstehe ich nicht, wieso man jemanden direkt ablehnt, der sich zur Hilfe bereit erklärt.

    wobei 4 ist schon sehr mächtig. Da würde ich eigentlich auch dankend ablehnen wobei ich mir den warm halten würde um eventuell einspringen zu können wenn Bedarf wäre.

  • Nach 2 Wochen kam er wieder mit der selben frage. Und heute habe ich von meinem Co Trainer erfahren das der Vater zu meinem Co Trainer gekommen ist und will das der Co Trainer es zusammen mit dem Vater machen soll. Und der Vater mich als Trainer raus werfen will. Was soll man mit so einem anfangen?

    Ich würde ein Gespräch initiieren mit den Co-Trainern und dem Vater.
    Zum einen reicht einer um ein funktionierendes Gespann zu zerschlagen. Andererseits kann es ja auch befruchtend sein, sich dessen Meinung anzuhören. Vielleicht hat er ja moderne Erkenntnisse oder gute Ideen was er anders machen würde etc.


    Und schlussendlich kann man ihn dann am Ende mitmachen lassen oder ihn klar in seine Schranken verweisen.

  • Also ich weiß ja nicht aber 4 Trainer bei einer so kleinen Trainingsgruppe? Wäre mir ehrlich gesagt zu viel. Kann schnell passieren das die Kinder nicht mehr wissen was sie tun/ wie sie reagieren sollen weil a,b,c un d jeweils was anderes sagen. Funktioniert also nur dann wenn es ein 100% ges alignment gibt.

    Rausschmeißen habe ich deshalb geschrieben, da der Vater wohl mit aller Macht ins Team drängt und sogar über den CO versucht den Trainer aus zu booten. Sowas geht gar nicht. Es gibt so viele Aufgaben in einem Verein, da wird er bestimmt etwas für sich entdecken aber ich als Trainer würde so etwas nicht zulassen. Ist auch ein schlechtes Signal an die anderen Eltern wenn Sie das mitbekommen.

  • Das heißt ja nicht, dass in jedem Training alle der 4 Betreuer anwesend sein müssen. Es ist so viel einfacher, sich auch mal rausnehmen zu können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Wie auch bei jedem Team, egal ob 2, 3 oder 10 Betreuern, ist ein einheitliches Vorgehen wichtig. Da ist die reine Anzahl doch erst einmal sekundär. Wenn einer Hü und der andere Hott sagt, dann läuft doch generell etwas in der Absprache schief und ist nicht auf die Anzahl der Personen zurückzuführen. Deswegen finde ich, dass zu schnell abgewiesen wurde.


    Wenn das danach so geschehen ist, wie beschrieben, dann wäre die Tür auch bei mir zu.

  • Ich finde hier nicht um welche Altersklasse es geht, ist aber auch nur bedingt von Bedeutung. Je kleines die Kinder sind un so fester ist in der Regel die Bindung an den Trainer. Bei den kleinsten bist du ja noch der große Held, was sich mit der Zeit deutlich legt.


    Generell denke ich aber das es nicht mehr als zwei "Trainer" geben sollte. In diesem Kreis kann man sich gut abstimmen und auch bei Wechselnder Anwesenheit kennen die Kinder Ihren Trainer. Zusätzlich kann es natürlich auch noch weitere wechselnde Helfer geben, diese Rollen müssen aber dann auch klar (ersichtlich) sein.


    Klar kann auch anderes funktionieren, der Aufwand für Absprachen usw. nimmt aber damit deutlich zu.



    Im hier beschriebenen Fall sehe ich eher das Problem das es nicht den Anschein macht das der Vater als Helfer einsteigen möchte bzw. sich in diese Rolle einfinden würde. Daher stellt sich mir die Frage was Ihn dazu bewegt? Suche doch einfach das direkte Gespräch. Vielleicht ist er ja selbst erfahrener oder Ausgebildeter Trainer und sieht Mängel in deiner Arbeit. Auch daraus kann man lernen. Oder er ist einfach ein Arsch, dann weißt du auch woran du bist.


    Ich möchte das Vorgehen des Trainiers nicht verteidigen, aber hier Tappen auch alle im dunkeln. Lösungen wird es daher nur im direkten Kontakt geben. Wenn du uns dann weit auf dem laufenden hältst, oder in die weiteren Schritte einbeziehst wird dir hier sicherlich geholfen.


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)