Mit welchem Schwerpunkt die neue Runde beginnen?

  • Und das Dribbling oder die Finten sollten dann doch mM nach meinem Selbstzweck unterliegen, sondern um eben den Gegner zu täuschen, um dann Anschlussaktionen möglich zu machen. Ich finde das wichtig.

    Sehe ich absolut genauso. Nur muss ich um auch wirklich Vorteile erzielen zu können, in der Lage sein, den Ball sauber und unter Bedrängnis zu führen und zu kontrollieren. Und dafür braucht es gutes Training im unteren Jugendbereich.

  • Verstehe ich dich richtig, dass du in einer E-Jugend den taktischen Schwerpunkt "Ballbesitz halten" trainieren würdest? Dass man die Schwerpunkte in E-Jugend, F-Jugend etc. überwiegend technisch benennt, hängt damit zusammen, dass hier das Schulen von technischen Fertigkeiten und koordinativen Fähigkeiten oberstes Trainingsziel sein muss. Sicher kannst du den einen oder anderen taktischen Tipp einwerfen, mehr aber auch nicht. Systematisches Taktiktraining beginnt in der D-Jugend mit dem 1vs1 (offensiv und defensiv), aber selbst hier muss die Technik weiter intensivst geschult werden

    Ja, das mache ich so auch in der E. Es geht darum das Spielverständnis, die Spielintelligenz, zu schulen. Ich frage mich, was soll ich denn beim Thema Dribbling coachen was nicht taktisch ist? Fußstellung korrigieren, da muss dann der Spieler ja wissen warum und welche ausnahmen es gibt und schon sind wir wieder dabei über mindestens individualtaktik zu reden.

    Deswegen ist es doch aus einer methodologischen sicht irgendwie schwachsinnig seine Schwerpunkte so zu setzten. Sowieso kann ich für eine "technische Blockperiodisierung" eigentlich kaum Argumente finden, außer das es vielleicht schön einfach ist und man dann gut mit Übungssammlungen und dergleichen Arbeiten kann. Nur zum Anfeuern beim Hütchenparcour geh ich aber nicht auf den Sportplatz.


    PS Mir ist sämtliche DFB-Propaganda bekannt ;-)

  • Wie kommst du darauf, Andre?


    Gerade im unteren Jugendbereich sieht man doch sehr schnell große Fortschritte im koordinativen und technischen Bereich, erst Recht, wenn man methodisch/didaktisch die wichtigsten Prinzipien beherzigt.

    Das schließt ja nicht aus, dass du viel in Spielformen arbeiten kannst und sollst.

    Selbst der "Letzte" Spieler einer D1 spielt zum Ende dieser Altersgruppe einen gezielten Pass zum Mitspieler, spielt mal einen gut getimten Pass in den Lauf oder eine Schnittstelle (spätestens zur C).


    Das machen die allermeisten Spieler der G, F, E noch nicht....und das auch nicht... wenn der weltbeste Trainer mit den intergalaktisch besten Übungen in höchster Frequenz eines 30 Stundentages nonstop übt.


    Es gibt Kinder, die kommen erst zur C als Rohlinge hinzu. Sie können Selbiges direkt oder benötigen nur sehr kurze Zeit um das tun zu können. Dem Eindruck nach wäre dieses Ergebnis auf dem Niveau der Kreisliga möglicherweise auch ganz ohne Trainer erreichbar. Erreichbar durch körperliche und geistige Entwicklung,... unbeeinflusst von einem Trainer.


    Bei einem Brüllaffentrainer ist es wahrscheinlich, das der trainerische Anteil noch kleiner ist, da er Spuelintelligenz unterdrückt bis vereitelt.


    Das ist für manch einen wichtigen und oberschlauen Trainer selbstverständlich kaum erträglich. Ich finde, aus dieser Meinung heraus, daß wir Trainer uns entsprechend nicht zu wichtig nehmen sollten.


    Die Chance darin ist, die innere Ruhe und Gelassenheit zu finden, um den kleinen... winzig kleinen tatsächlich möglichen trainerischen Anteil nicht zu zerstören und die Chance darin zu nutzen. Gr. Andre


    P.S. Ein 3, 5 oder 7-8jähriger läuft auch eher über die befahrene Strasse... trotz das Mama es mit ihm übte (er wird wissenschaftlich bewiesen. Keine Geschwindigkeiten richtig einschätzen können...) Das wird er aber mit 10, 12 oder 13 Jahren automatisch können... so gut wie unbeeinflusst. Über die richtigen Übungen mag man ein paar Wochen rausholen... das mag ja sein... nur.... wenn automatisch auch kommt, bliebe die Frage, ob man das nicht aussitzen kann, um Fußballtraining mal so ganz anders anzudenken und zu gestalten!!!

  • Ich sehe das ähnlich wie Andre,

    ein Straßenfußballer, der 3x die Woche kickt und erst in der D in den Verein kommt ist wahrscheinlich nicht viel schlechter als ein vergleichbar talentiertes Kind, das seit den Bambinis nur im Verein spielt, und wenn die Trainer noch so perfekt coachen.


    Also was können wir als Trainer im E/F Alter tun?

    - Den Kindern den Spaß am organisierten Fußball vermitteln

    - Den Kindern Teamgeist vermitteln und den Spaß daran, als Mannschaft etwas gemeinsam zu erreichen

    Wenn man dann Glück hat, sind die Kinder so vom Fußball eingenommen, dass sie bis zum Herrenbereich weitermachen


    Aber zurück zum Thema:

    Aufgrund der Ferien ist bei uns erst Anfang September Trainingsbeginn, d.h. ich habe maximal für die Herbstrunde 2 Monate im Freien Zeit für Training. Mehr als maximal 4 Schwerpunkte sind da nicht drin. Was sollte man da in einer E1 am besten anfangen?

  • Ich frage mich, was soll ich denn beim Thema Dribbling coachen was nicht taktisch ist? Fußstellung korrigieren, da muss dann der Spieler ja wissen warum und welche ausnahmen es gibt und schon sind wir wieder dabei über mindestens individualtaktik zu reden.

    Gerade beim Dribbling sehe ich in der Tat die Fußstellung zunächst als elementar an. Bei F und E geht es zunächst um das Kennenlernen der unterschiedlichen Techniken. Natürlich macht es Sinn, den Kindern zu vermitteln, wann welche Dribbeltechnik erfolgversprechend ist, aber der Fokus liegt hier doch ganz klar auf der technischen Ausführung und nicht bei der taktischen Anwendung.


    Letztlich spielt die Frage, wie ich einen Schwerpunkt benenne, eine völlig untergeordnetet Rolle. Im Kern geht es doch darum, dass ich den Kindern altersgemäß und strukturiert Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittle. Und so wie ich tommy verstanden habe, ging es ihm um eine diesbezügliche Hilfestellung.



    Selbst der "Letzte" Spieler einer D1 spielt zum Ende dieser Altersgruppe einen gezielten Pass zum Mitspieler, spielt mal einen gut getimten Pass in den Lauf oder eine Schnittstelle (spätestens zur C).


    Das machen die allermeisten Spieler der G, F, E noch nicht....und das auch nicht... wenn der weltbeste Trainer mit den intergalaktisch besten Übungen in höchster Frequenz eines 30 Stundentages nonstop übt.


    Es gibt Kinder, die kommen erst zur C als Rohlinge hinzu. Sie können Selbiges direkt oder benötigen nur sehr kurze Zeit um das tun zu können. Dem Eindruck nach wäre dieses Ergebnis auf dem Niveau der Kreisliga möglicherweise auch ganz ohne Trainer erreichbar. Erreichbar durch körperliche und geistige Entwicklung,... unbeeinflusst von einem Trainer.

    Meine Erfahrungen sagen ganz klar: nein. 1. gibt es heutzutage kaum noch Kinder, die in der C zum Fußball kommen. Und schon gar keine, die mit Fußball vorher nix am Hut hatten. In den letzten 10 Jahren hatte ich ich genau zwei Jugendliche bei denen es so war. 2. Diejenigen, die tatsächlich noch auf dem Bolzplatz kicken, spielen zu 95 % im Verein. Die verbleibenden 5 % haben sich bewusst dafür entschieden, nicht in einen Verein zu gehen (meist aus Zeitgründen oder aber aus Unverbindlichkeit).

    3. Passspiel bei G oder F ist doch auch überhaupt nicht der Schwerpunkt. Wer in diesem Alter zuviel Zeit darauf verwendet ist doch selbst Schuld. Aber hier müssen die koordinativen und kognitiven Voraussetzungen dafür geschaffen werden, später (z.B. in der D) einen Schnittstellenpass spielen zu können. Und hier unterscheiden sich die Kinder eben ganz deutlich von den Kindern vor 10 oder 15 Jahren. Schulweg per Auto, Sportunterricht in der Schule vielleicht 2 Stunden (falls man mitmachen möchte, ansonsten gibt es ein Attest vom Arzt), Spielen im Garten oder im Wald? Das ist doch die Realität und dann fällt einem Kind mit 12 Jahren dann ein, es möchte Fußball im Verein spielen. Hast du schon mal solche Kinder trainiert bzw. versucht in ein solches Kind in ein bestehendes Team zu integrieren?

    Das war vor 10 oder 15 Jahren anders, da gab es immer mal noch Quereinsteiger, die vorher Handball oder Basketball gespielt hatten. Sie hatten eine solide motorische Ausbildung, Spielverständnis und fanden sich in einer Mannschaft zurecht.

    Bei den beiden Jugendlichen, die ich kennengelernt habe, merkt man ganz deutlich, dass ihnen die fußballerische Grundausbildung fehlt. Vorallem technisch, aber auch individualtaktisch hinkten sie ihren Altersgenossen hinterher.

  • Ja, das mache ich so auch in der E. Es geht darum das Spielverständnis, die Spielintelligenz, zu schulen. Ich frage mich, was soll ich denn beim Thema Dribbling coachen was nicht taktisch ist? Fußstellung korrigieren, da muss dann der Spieler ja wissen warum und welche ausnahmen es gibt und schon sind wir wieder dabei über mindestens individualtaktik zu reden.

    Deswegen ist es doch aus einer methodologischen sicht irgendwie schwachsinnig seine Schwerpunkte so zu setzten. Sowieso kann ich für eine "technische Blockperiodisierung" eigentlich kaum Argumente finden, außer das es vielleicht schön einfach ist und man dann gut mit Übungssammlungen und dergleichen Arbeiten kann. Nur zum Anfeuern beim Hütchenparcour geh ich aber nicht auf den Sportplatz.


    PS Mir ist sämtliche DFB-Propaganda bekannt ;-)

    Ich glaube, dass wir gar nicht so weit auseinander sind.


    Spielverständnis und Spielintelligenz altersgemäß zu schulen gehört für mich immer dazu. Genauso die Kinder auf Dinge hinzuweisen (also hier individualtaktische Hilfe) oder hinzuführen, wann bestimmte Dinge Sinn ergeben oder nicht. Das steht für mich ohnehin in engem Verhältnis zum Spielverständnis.

    Eine "technische Blockperiodisierung" wie du sie genannt hast, ist m.E. insofern wichtig, als dass ich immer noch zu viele Trainer sehe, die jede Woche irgendwas trainieren. Da wird dann eine Woche mal ein bisschen Finten trainiert, dann eine Woche Passspiel, dann eine Woche 1vs1 usw. Der langfristige Effekt ist hier praktisch Null. Mir ist bewusst, dass das für dich nicht gelten wird, aber es gibt ja eine große Anzahl an Mitlesern (Gästen) hier im Forum, die vielleicht nicht so in der Materie stecken und für die ist es meiner Meinung wichtig, dass sie langfristig und planvoll in Schwerpunktperioden arbeiten.


    Ab der D-Jugend handhabe ich das übrigens zumeist so, dass ich parallel einen indivdualtaktischen und technischen Schwerpunkt trainiere. Zum Beispiel 1vs1 und Dribbling/Fintieren. Aber hier beginnt auch das Alter, in dem sich die kognitiven Fähigkeiten stark weiterentwickeln und dementsprechend im taktischen Bereich schnell Fortschritte erzielt werden können. Leider verschwenden zu viele Trainer im unteren Jugendbereich Trainingszeit für ihrer Ansicht wichtige taktische Dinge. Das Ergebnis ist, dass in der D und C Spieler ankommen, die Riesenprobleme mit den Grundtechniken haben. Deswegen bleibe ich bei meiner Meinung - systematisches Trainieren von Taktik im Normalfall nicht vor der D-Jugend :)

  • Deswegen ist es doch aus einer methodologischen sicht irgendwie schwachsinnig seine Schwerpunkte so zu setzten. Sowieso kann ich für eine "technische Blockperiodisierung" eigentlich kaum Argumente finden, außer das es vielleicht schön einfach ist und man dann gut mit Übungssammlungen und dergleichen Arbeiten kann. Nur zum Anfeuern beim Hütchenparcour geh ich aber nicht auf den Sportplatz.


    PS Mir ist sämtliche DFB-Propaganda bekannt ;-)

    Genau hier ist aber dein Irrtum, auch wenn du die DFB Propaganda kennst.


    Der DFB rät dazu den Haupteil im Verhältnis 2:1 zu gestalten. Zwei Spielformen, eine Übungsform.


    Scheinbar hat man sich hier bei der Schweiz (GAG) und Österreich (STS) bedient.


    Ich habe hier im Thread zwei Beispieleinheiten angerissen wie ich trainieren lasse. In beiden gibt es im Hauptteil zwei Spielformen zum Schwerpunkt.


    In der E Jugend findet der Übergang vom Spiel- ins Lernalter statt. Ich bin auch der Meinung viel Spielen ist in dem Alter angemessen, dennoch sollte es auch auch Übungsformen geben.


    Wenn man die in Wettkampfform anbietet sind sie dennoch motivierend.


    Ich bin der Meinung man kann für alle Grundtechniken Spielformen aufbauen die den Schwerpunkt fördern.


    Sei es durch Dribbeln in Endzonen, über Endlinien, durch Hütchtentore, durch Mindestkontakte usw, wenn wir beim Driblling sind.


    Auch Coachingpunkte gibts genug, gibt ja auch genügend Dribblingarten. Ballhaltend, Tempodribbling, Gegnerüberwindend.


    Klar ist, entsprechende Wiederholungen hole ich mir über die Übungsform, praktische Erfahrung in den Spielformen.


    Das ist auch das was ich in F und E Jugend haben will.


    Aber das wiederhole ich irgendwie dauernd. Scheinen die Kritiker nur nicht zur Kenntnis zu nehmen.

  • Eine "technische Blockperiodisierung" wie du sie genannt hast, ist m.E. insofern wichtig, als dass ich immer noch zu viele Trainer sehe, die jede Woche irgendwas trainieren. Da wird dann eine Woche mal ein bisschen Finten trainiert, dann eine Woche Passspiel, dann eine Woche 1vs1 usw. Der langfristige Effekt ist hier praktisch Null. Mir ist bewusst, dass das für dich nicht gelten wird, aber es gibt ja eine große Anzahl an Mitlesern (Gästen) hier im Forum, die vielleicht nicht so in der Materie stecken und für die ist es meiner Meinung wichtig, dass sie langfristig und planvoll in Schwerpunktperioden arbeiten.

    Leider beobachte ich dies auch immer noch sehr häufig. Hinzu kommt, dass das Training aufgrund von "Fehlern" im Spiel am Wochenende aufgebaut wird. Da fällt dem Trainer irgendetwas auf und das meint er dann wegtrainieren zu müssen. Auch hier hilft eine Perodisierung, wenn nämlich am Spieltag der Fokus der Beobachtung auf dem Thema des aktuellen Blocks liegt.

  • Das Passspiel in der Qualität unterscheidet sich in der D-Jugend signifikant.

    Ich sehe das ganz min gegenteil zu der These, dass jeder Hans das dann (gut) kann.


    Passschärfe auf Rasen zb, Spiel in den offenen Fuß, der Pass beim zweiten Kontakt unter Zeit- und Gegnerdruck mal als Schlagworte.

    Da sind erhebliche Unterschiede leicht festzumachen.


    Und klar, da gehört gutes Coaching dazu, diese Dinge eben zu vermitteln.

    Gerade, weil man als Spieler das direkte offensichtliche Feedback ja gar nicht bekommt, wenn der Pass zwar ankommt, aber eben zu lasch und nicht in den offenen Fuß, so dass dem Passempfänger dadurch viele Handlungsoptionen wegbleiben.

    In der Statistik ist es aber ein angekommener Pass.

    Das ist, wie ein Vorredner schon schrieb ebenso Individualtaktik, den Pass in den offenen Fuß zu spielen, etc.

    Genauso, wie beim 1gg1/Dribbling.

    Individualtaktik gehört für mich zwingend auch in die E-Jugend. Sogar ganz weit nach oben.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Der erste Schwerpunkt der Saison wäre bei allen Altersklassen bis einschließlich E Kommunikation. Ich bereite gerade meine vierte Saison Kinderfußball vor und erlebe als Kleinfeldkoordinator, dass bei unserem Breitensport Verein die Kinder in Massen kommen und gehen und Mannschaften wechseln etc. Deswegen zuerst dafür sorgen, dass alle viel Kontakt miteinander haben, auch die Eltern und Zeit bleibt, sich auszutauschen.

    Deswegen kenne ich auch viele Kinder nicht, die plötzlich im Team sind. Inhaltlich in Bezug auf Ausbildung gehört somit die Ermittlung des Status quo dazu. Erst mal schauen, was das Team kann. Dann noch eine Einheit in der sie frei kicken können während ich das Elternbriefing mache. Damit bin ich im Prinzip die ersten beiden Wochen beschäftigt. Auch administrativ - da gibt es viel zu reden... passanträge... Schulzeiten... jeder hat andere Themen... und ich will und werde dafür keine Freizeit mehr in dem masse hergeben wie vorher.

    Dann entwickle ich die Inhalte und dauer der Schwerpunkte. Ziel sind dabei die Vorgaben der dfb Pyramide und vermitteln werde ich diese massgeblich nach dem Konzept von Horst Wein. Dabei hat sich bewährt, dass ich jedes Training zwei Mal identisch durchführe, weil sonst zu wenige Kinder auf Dauer bei allen Inhalten am Ball bleiben, da wir hohe fehlzeiten haben.

    Ich wechsle dann die Schwerpunkte nicht, wenn ein bestimmtes Niveau erreicht wurde, sondern gebe mich erst mal damit zufrieden, dass es getan wurde und baue darauf, dass die Synapsen sich verknüpft haben und das Gesamtsystem wächst auch wenn noch kein ansprechendes Niveau vorliegt - ähnlich den Ansatz von live kinetik.

  • @Ersatzbank    


    Bzgl der Kommunikation stimme ich Dir absolut zu, mit allem was dazu gehört. Vorteilhaft hat sich bei uns zum Nachhalten auch eine Teambildungsmaßnahme zusammen mit den Eltern nach ca 2 Monaten erwiesen. In dieser Saison frage ich mich, ob ich, nun in der E1 angekommen, das erstmals als ein Event ohne Elternteilnahme organisiere.


    Bzgl dem 2x identischen Training frage ich mich wie das die Kinder sehen, die eher selten fehlen. Heißt 2x identisch tatsächlich alles gleich oder nur 2x gleiche (Teil-)Lernziele?

  • ... . In dieser Saison frage ich mich, ob ich, nun in der E1 angekommen, das erstmals als ein Event ohne Elternteilnahme organisiere.


    Bzgl dem 2x identischen Training frage ich mich wie das die Kinder sehen, die eher selten fehlen. Heißt 2x identisch tatsächlich alles gleich oder nur 2x gleiche (Teil-)Lernziele?

    In der E können die Eltern gerne noch mit. Hängt vom Event ab. 😎


    Tatsächlich zwei mal identisch. In der Regel schaffe ich es nie innerhalb eines Trainings alle Ausbaustufen zu spielen, sodass immer noch neues dazukommt. Auch finden die Jungs oft Übungen so gut, dass durch die Freude über das Bekannte die positiven effekte auch verstärken und richtig spaß zu verzeichnen ist.

  • Es gibt in der Kreisliga und Kreisklasse.... also im Breitensport einige wenige Spieler, die wären in der Lage so manchen da ganz oben zu verdrängen, wenn sie denn wollten. Andere könnten das so nicht und noch noch andere, die könnten das nie.


    Da sie alle keine Maschinen sind und auch nie sein werden könnte es genau so richtig sein.... dem guten Spieler seinen falschen Pass (Fussstellung) zu lassen, da der Ball ja ankommt.

    Die, die es nicht können, und nie können, da bleibt es auch egal.


    Man sieht und fühlt auf Kreisligaebene wie klein das Thema wohl sein könnte.


    Diejenigen, die einen Pass z. B. in den leeren Raum erlaufen sollen, liefen zur F und E nie in den Schnittpunkt der Ball. - bzw. Pass Linie, um den Ball An. - und mitzunehmen. Sie Bogen ab und rannten dem Ball hinterher.


    Das änderte sich dort, wo sie von Gott gegeben Geschwindigkeiten erkannten. Erst da begann das, was Trainer gern sieht. Zur C war das über Spiepraxis, Erfahrung und der körperlichen Möglichkeit durch Entwicklung automatisch möglich und das sogar mit einer übelsten Technik... so meine Erfahrung. Nicht in Perfektion, aber erkennbar ohne Fremdsteuerung durch eigene Intelligenz, Spiellesung, Antizipatition usw.... dem Eindruck nach, ohne großen Anteil des Trainers,... einfach von selbst.


    Leider muss ich hier auch sagen, daß mein Eindruck auch davon genährt wird, daß es oft so ist, daß Trainer meist keine Ahnung von dem Thema selbst hat,... was in der Kreisliga nicht selten ist. Das sind Fakten und ist nicht böse gemeint. Und dort erkennt man das was ich beschreibe auch!

  • Andre Nur kurz, da ich unterwegs bin.


    Ich verstehe deinen letzten Kommentar nicht oder nicht richtig.

    Du sprichst nur? über Schnittstellenpässe in freie Räume, die der Spieler dann frontal erlaufen kann?


    Mit geht es nicht um das Zusammenspiel, sondern um das Passspiel.

    Aber sowohl beim Passspiel, als sogar auch beim Zusammenspiel (wenn du das Thema meinst) ist der Pass in den freien Raum, den man dazu noch frontal erlaufen kann doch nur ein kleiner Teil. Wie oft kann man den spielen, wie oft siehst du den in einem Fußballspiel. ( ich meine nicht Kinder- oder Jugendfußball).


    Es geht um Passtechnik, also Passschärfe, Passgenauigkeit (und bei Pässen in den Fuß sind 50cm oft entscheidend, ob man den Ball mit einem Kontakt und in Spielrichtung verarbeiten kann), das Wissen um die offene Spielstellung, den offenen und/oder Gegnerfernen Fuß, etc.


    Den Pass in die Tiefe kann man doch gegen gute Gegner selten anbringen, der ist doch daher nicht das wichtigste.

    Mal davon ab ist der auch nicht der schwerste, weil da 2 Meter Ungenauigkeit oft völlig egal sind, weil der Spieler den Ball eh erläuft und das frontal, also leicht verarbeiten kann. Wenn sich riesige Räumr auftun und der Ballfuhrende Spieler keinen Druck hat (das Spielniveau also überschaubar ist), dann ist der Pass in der Tat für einen C-Jugrndspieler keine große Kunst. Einfach halbwegs in den riesigen freien Raum und mein Mitspieler erläuft ihn schon.


    Aber, wie gesagt, dass ist nicht das basale, elementare, was gutes Passspiel ausmacht.

    Und auf höherem Niveau hat man auch anderen Zeit- und Gegnerdruck.

    Nochmal Technik muss zwingend Zeit- und Gegnerdruck beinhalten, wenn man die Qualität der Ausführung, der Fertigkeit bewerten/vergleichen will.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Den Pass in die Tiefe kann man doch gegen gute Gegner selten anbringen, der ist doch daher nicht das wichtigste.

    Und wie willst du dann hinter eine Abwehr kommen? Du brauchst ja Optionen und kannst dich nicht immer nur, gerade gegen gute Gegner, auf individuelle Dribbelstärken verlassen. Bälle in die Tiefe werden selbst auf gutem Jugendniveau oft sehr schlecht gespielt. So haben Schnittstellenpässe schlechte Winkel (zu weit nach Außen/Innen) oder werden zu lang/kurz, Flugbälle werden nicht mit backspin gespielt und sind dadurch schlecht zu verarbeiten. Wann hast du das letzte mal einen (halb-)flachen angeschnittenen Ball , der aus dem Halbfeld perfekt 2 m hinter die Abwehr gedreht wurde, gesehen? Der Unterschied ist, dass ein guter Ball in die Tiefe noch wesentlich mehr Feinmotorik und auch kognitive Fähigkeiten verlangt als "einfach" nur den Ball über 15 m in einen offenen Fuß zu spielen.

  • Themenstellung war basale Ausbildung in der F-D Jugend.

    Dazu das Thema Technik beinhaltet Individualtaktik vs Taktik erst ab D-Jugend.

    Die These von Andre war dann, dass ab D-Jugend im Passspiel quasi keine Unterschiede zwischen den Spielern sind, alle Spieler dann gut passen können.

    Dem widerspreche ich entschieden.


    Und, der Schnittstellenpass, wie du ihn beschreibst beinhaltet erstens sicherlich nicht nur individualtaktik, mindestens Gruppentaktik, also Zusammenspiel.

    Und der schnittstelenpass ist nur dann Spielberg, wenn der Passgeben vorher Senat einen guten Pass bekommen hat, der ihm den nötigen Raum und die erfolrderliche Zeit gibt.


    Und klar ist dieser Pass, den du skizzierst schwerer, kommen ja noch weitere Aspekte hinzu. Grundlage ist aber erstmal das Passspiel generell wirklich gut zu beherrschen. Technik/Koordinative Fähigkeiten und diese eingebettet in die individualtaktische Umsetzung.

    Und selbst da gibt es extremste Unterschiede.


    Der Pass in den Fuß, den muss man auf jeder Position im Herrenfussball gut können und den setzt man auch bedeutend öfter ein, als den Schnittstellenpass.

    Dazu kommt, das man mM nach das Passspiel(nicht das Zusammenspiel) eben auch in der E-Jugend trainiern kann und mM nach sollte.



    Aber bevor ich abschweife:

    Meine Kernaussagen:

    Individualtaktik ist mM nach elementar und gehört in die Technikschulung mit rein.

    Das größte Problem sehe ich hier, dass die meisten Trainer in den jüngeren Jahrgängen das nicht gut coachen können. „Der Ball kommt an, also gut.“

    Das ist genauso beim Torschuß, wo man Dinge wie „Knie oder Oberkörper über den Ball“ als Korrekturhinweis hört bei zu hohen Bällen. Dabei sind das nur Folgefehler, der Fehler ist dass das Standbein nicht neben dem Ball steht. Und das, nur das muss man korrigieren.



    Zum Threadthema, was zuerst trainieren:

    - für mich wäre das erste, Inhalte zu vernachlässigen und den Fokus auf den Trainingablauf legen.

    - als ersten Inhalt dann das 1gg1, die Individualtaktik offensiv, wie defensiv. Ich weiß, man soll offensiv zuerst fokussieren, damit es leichter Erfolgserlebnisse gibt. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es andersherum sinnvoller ist. (Btw. Habe ich auch im Stützpunkt gesehen, dass die beim Thema offensives 1gg1 die defensiven choachen. Wenn der Defensive sich zu schlecht anstellt, bringt es der offensiven Schulung auch wenig, weil quasi alles funktioniert.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Kann die Ausführungen von Sir Alex nur unterstützen.

    Würde aber gerne auf den Ausgang zurückkommen.

    4 Trainingsinhalte pro Trainingsschwerpunkt ist sicherlich zu kurz gefasst.

    Sicherlich muss man den Ausbildungsstand berücksichtigen, den wir nur aus den Angaben einschätzen können.

    Aber individuelle Grundtechniken sollten so wenig wie möglich isoliert trainiert werden.

    Wichtig sind die Coachingpunkte.

    Beispiel Passtechnik Passspiel.

    In der Regel fehlt es nicht nur an der Grundtechnik.

    In der Regel werden Spieler in der betreffenden Jugend den Ball mit dem rechten Fuss annehmen und mit dem selben Fuss auch den Pass spielen, leider eher einen technisch vollkommenen falschen Pass mit dem Aussenrist als mit dem empfundenen schwächen Fuss.

    In dem klassischen 3-1 im Viereck sieht man schnell die Defizite in Ballannahme- Ballmitnahme und anschließendem Pass.

    Wichtig sind vielmehr Coachingpunkte und ihre gemeinsame Umsetzung. Für eine methodische vertiefende Reihe sind 2 Wochen viel zu kurz.

    Im Breitensportverein halte ich auch Angesichts der Fehlzeiten einen einzelnen Schwerpunkt für wenig sinnvoll.

    Halte auch nichts von der klassischen Einteilung Aufwärmen -Hauptteil - Freies Spiel.

    Vorschlag: im Wechsel koordinative Übungen mit Ball. Fussballballett, oder Coerver Ballmastery und Fangspiele.


    Danach Stationen Horst Wein 3-1,3-2 und Z.B Messi Übung und 1-1 auf zwei Mini Tore, oder 1-1 mit Torabschluss..

    Am Ende lieber zwei Felder 3-3 als einFeld 6-6.

    Fazit im Breitensportverein lieber ein permanenter Rückgriff und Wiederholung von Trainingsinhalte als eine isolierte Schwerpunktsetzung?

  • Ich glaube, dass hier viel aneinander vorbeidiskutiert ist, weil nicht ganz klar ist, welcher User was genau unter Technik und Individualtaktik etc. versteht. Hier zeigt sich, dass es doch ab und an sinnvoll wäre - wie von einem ehemaligen User des öfteren gefordert - erstmal Begrifflichkeiten zu klären.


    Wenn ich zum Beispiel sage, dass für mich technische Schwerpunkte in der E-Jugend im Vordergrund stehen, beinhaltet dies sowohl die Fertigkeit an sich, als auch die entsprechende Anwendung in Spielsituationen (Weil hier grad beim Passspiel waren: Welcher Fuß spielt den Ball? Mit welchem Fuß nehme ich an? Wann spiele ich überhaupt einen Pass und wann nicht? Was ist der Vorteil eines Außenristpasses? etc.) - das ist dann natürlich per Definition bereits individualtaktischer Natur, wie hier ja richtigerweise z.B. von Sir Alex schon angemerkt wurde.


    Auf der anderen Seite steht für mich aber systematisches Taktiktraining (z.B. in der Individualtaktik), wo ich aus einer Problemstellung heraus (z.B. Grundsituation frontales 1vs1 am Flügel) schrittweise gemeinsam mit den Spielern Lösungen entwickele, indem ich sie mit gezielten Fragestellungen zur "optimalen" Lösung hinführe (z.B. Wo ist die Torgefahr größer? Was passiert, wenn ich als Verteidiger mit vollem Tempo auf den Angreifer zulaufe? etc.). Hier kommen die Kinder eigentlich immer von alleine auf die jeweilige Lösung. Das dann systematisch in all seinen Facetten zu trainieren (um beim defensiven 1vs1 zu bleiben: frontal am Flügel mit kurzer/langer Distanz, im Zentrum mit kurzer/langer Distanz, Gegner mit Rücken zum Tor mit/ohne Ball etc.) ist für mich der Schwerpunkt in der D-Jugend. Was man den Kindern in der E-Jugend schon auf den Weg mitgeben sollte/kann wäre beispielsweise, dass man schonmal das "Stürzen" abgewöhnt und sie bereits wissen, was "Tempo aufnehmen" bedeutet etc..

    Fazit im Breitensportverein lieber ein permanenter Rückgriff und Wiederholung von Trainingsinhalte als eine isolierte Schwerpunktsetzung?


    Den permanenten Rückgriff auf bereits Erlerntes machst du nicht nur im Breitensportbereich, sondern genauso auch im Profibereich oder in der Schule. Mit isolierter Schwerpunktsetzung kann ich als Begriff nichts anfangen. Wenn ich mich für einen Schwerpunkt entscheide (z.B. Passen) überlege ich mir, was alles dazu gehört und wo ich die Kinder verbessern möchte. Dass dazu dann auch, wie oben geschrieben, das Trainieren der entsprechenden Anwendungsfelder (also strenggenommen individual- bzw. gruppentaktische Dinge) dazugehört und nicht nur das Passen in Gassenform (also dass was wahrscheinlich viele unter isoliertem Technikttraining verstehen), sollte hoffentlich Konsens sein.


    Wünsche euch allen ein schönes Wochenende!


    José

  • Im offensiven 1gg1 geht es mM nach darum, mit so wenig Zeitverlust, wie nötig an dem Gegner vorbeizukommen.

    Eine Finte, da wo zB gar kein Gegner ist, wird von so einigen Trainern gelobt, ich kritisiere das, es ist schlicht nur ein Zeit-/Raumverlust.


    Wenn also das defensive 1gg1 der Akteure so rudimentär ist, dass ein Angreifer nur durch schnelles Vorbeilegen/-laufen vorbeikommt, wie will ich dann das offensive 1gg1 coachen, trainieren?

    Denn, ich will ja, dass sie Körper oder Schuss/Passfinte inklusive Tempowechsel zielgerichtet einsetzen. In dem Fall ist Ball vorbei legen aber die beste Wahl.

    Ich halte gar nichts davon, Spieler mittels Ansage zu einer Bewegungsform zu drängen, die nicht die beste ist. Wenn ich in einer Übungs- oder Spielform bestimmte Handlungen sehen/provozieren will, dann muss ich die Umstände/regeln so anpassen, dass es die beste Option wird.


    Das ist mein Argument, warum zunächst das defensive 1gg1 in basaler Fertigkeit erlernt werden muss, um dann das offensive 1gg1 sinnvoll trainieren zu können.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

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