Und wieder: Fouls im FPL-Modus

  • Seit gestern lässt mich wieder das Thema Foulspiel in der Fairplay Liga nicht los. vielleicht sollte der Thread besser in den Frustabbau. aber ich muss den Kopf jetzt frei schreiben.


    Hallenfunino. Wir spielten gegen Team A aus Verein X - ich war perplex: Krass Laut wie der Trainer bei jedem Verhalten Brüllte und immer wieder Pässe forderte und vor allem wie er verlangte die Kinder sollten "drauf" gehen wenn wir den Ball hatten "Drauuuuffffffff" und zwar immer und immer wieder. seine Kinder haben es auch entsprechend getan. Und traten meinen permanent hinten in die hacken. Meine spielten entsprechend verängstigt und warfen mir schon nach wenigen Spielzügen fragende und hilfesuchende Blicke zu ich habe ein paar mal regulierend eingegriffen, aber da die Spiele im Hallenfunino so kurz sind - nur 6 Minuten - blieb ich dummerweise sonst still. Mir war klar - wir treffen die wieder - und so kam es zwei spiele später und ich nahm mir vor die Fouls zu unterbinden. Gesagt getan - ich tat es - natürlich nur bei einem wirklich rüden Foul. die dutzenden anderen blieben ja meist wirkungslos - es sind ja "nur" tritte in die Hacken von hinten - dank der Unfähigkeit der Gegner passierte nicht mehr. als ich dann noch eine Grätsche am Mann als foulspiel unterbinden musste bin ich nach 2 Minuten zu dem Kollegen hin und habe mit ihm über Grätsche und Foulspiel geredet. Er gab mir recht und stimmte in allem zu - änderte aber nichts - "drauuuuuuffff" .... "weeeeeg!" ... "liiiiinks!" etc ...

    Auch dieses Spiel ging vorüber und im Verlauf des Spiels wir dann noch auf Team B von Verein X - Exakt das selbe bild! Exakt das selbe Verhalten des Trainers. Krass. da war alles "passt schon" ... "weiter" ... und vor allem "DRAUUUFFF!" "DRAUUUFFF". Das selbe Spielerische Unvermögen, die selbe Körperlichkeit und immer von hinten und der seite auf Beine und in die Hacken. Die Krönung war dann aber: genau vor meinen Füßen grätscht einer einen meiner Jungs richtig hart um. Fast schon "auf meinen Füßen" Ich schau auf ihn runter und rufe 3 Buchstaben: "Hey!" - und schau den Jungen an. Der schaut hoch. Wir machen den Freistoß und weiter gings ... Am Ende, nachdem mein Tem permanent diesen drohenden Körperverletzungen mit knapper Not entkam (einer der Jungs war mein kleiner Sohn ein G-Spieler, der in der F nur aushalf) kann ein gegnerischer Vater zu mir warum ich seinen Sohn so krass anmache! Ich solle aufpassen was ich sage!


    Dann gab ein Wort das andere - Traube Menschen - Drohgebärden etc. Ich bin nicht zurückgewichen und durfte hinterher noch belehrt werden warum ich mich dem Testosteron-Orientalen so unnachgiebig und pädagogisch unsinnig verhalten habe - ich hätte doch ganz locker einfach nicht mit ihm reden müssen und es wäre nicht zu dem Streit gekommen! Natürlich war ich in diesem Streit nicht mehr nur besonnen und habe unüberlegtes zurückgeschossen! Aber ich denke ich hatte in dieser Situation jedes recht auch grantig zu sein!


    Leute! Im Spiel war ich dauernd schon der Dumme, weil ich viel zu lange mit angekuckt habe was passiert in der Hoffnung es würde nachlassen. Dann werde ich hinterher angegiftet wie ich ein offensichtliches derbes Foul mit einen lauten Ruf unterbinde (der bestimmt bei weitem leiser gewesen eist alle rufe der gegnerischen Trainer) und am ende soll ich noch zurückstecken wenn ich angegiftet werde und ich hätte es besser machen sollen? Mein Sohn wird dauernd umgetreten und das soll OK sein und wenn man einen Ausruf tut ist man der Esel? Was ist denn das für eine verschobene Wahrnehmung?


    Und hier komme ich zur Frage, weswegen ich diesen Bericht nicht in den Frustabbau geschoben habe:


    Nur weil meine Kinder sich nicht hinfallen lassen und laut "Aua" schreien bleibt doch ein Foul ein Foul!

    Wann und wie soll ich oder würdet ihr bei solchen Nickeligkeiten das Spiel unterbrechen? Denn ich habe das Gefühl 95% aller Anwesenden lassen alle Fouls weiterlaufen, die das Kind nicht zu Fall bringen. Oder sind das dann gar keine Fouls? Wo ist denn die Grenze?
    Wo zieht ihr bei Euch die Grenze bevor Ihr einschreitet? Wie oft schreitet ihr ein?

    Die Kinder sollen es selbst versuchen zu regeln und ich finde das klappt auch ganz gut, aber wann und wie zieht ihr die Reissleine? So ein Spiel ist bei uns 6 (Halle) oder 7 (Feld) Minuten lang. Da kann ich eigentlich nicht 3 Minuten zukucken Däumchen drehen.
    Bei dem Gegner gestern habe ich auch bemerkt einige Fouls kommen aus Unvermögen - die konnten nicht anders weil sie einfach viel zu reaktionsträge und ungelenk sind.

    Aber auch dann sind und bleiben doch Fouls Fouls!


    Was sagt ihr dazu? Oder bin ich falsch gewickelt? Wann ist ein Foul ein Foul?

  • Schweres Thema. Und harte Lernkurve die hier beschreibst.


    Natürlich bleibt es ein Foul auch wenn es aus Unvermögen oder unabsichtlich geschieht. Ich stelle aber auch immer wieder fest das 90% auch der selbst spilenden) Zuschauer das nicht kennen oder kennen wollen. Eine Argumentation wie "das wollte er doch nicht!" oder das sorry aber zum Kotzen ausgerufene "Ball gespielt!" ist doch allgegenwärtig.


    Aber was ist denn das Resultat davon? Eben genau das was du beschreibst. Wenn ein Team überlegen ist nehmen Tritte auf die Füße und in die Hacken zu. Gerade wenn die Kinder noch von Trainern zum Angreifen aufgfordert werden geht oft alle Kontrolle verloren. Natürlich wollte der Spieler nicht den Fuß treffen, aber der Ball war halt schon weg und die Koordination zum stoppen des Fußes fehlte. Ich habe leider derzeit selbst einen Spieler der den anderen in Sachen Koordination und Fußballverständnis deutlich nachhängt. Wenn dieser nun mal zum Zweikampf ansetzt, oder sogar von Mitspielern dazu aufgefordert wird, ist das Foul oft nicht weit. Das Problem hierbei ist genau was du auch feststellst.


    Fällt der Gegner nicht entsteht häufig schlicht ein Vorteil für den gefoulten (Spieler ausgespielt). Nun bin ich durch die Erfahrung als Schiedsrichter zwar in der Lage so etwas ggf. auch später (beim Verlust des Vorteils) zu stoppen, aber wie sollen denn das Kinder in der FPL handhaben? Und genau aus diesem Grund ist es wohl so das in der FPL ein Foul erst als solches gilt wenn der gefoulte auch fällt. In Kombination mit der Foulbeurteilung "Absicht muss vorliegen" werden dann selbst diese oft noch verharmlost. Also sind wir wieder bei SR, der aber ebenfalls viel zu oft aus unwissenden (Eltern) besteht und einfach diese falschen Maßstäbe aufs Feld (über-)trägt.


    Natürlich ist es schade das es bei eigentlich friedlichen Veranstalltungen wie Funino zu solchen Discussionen kommt. Ich kann dich aber auch verstehen. Gerde im "Affekt" wenn meine Spieler oder unsere Ausbildung, in Verbindung mit der vorhandenen Anspannung eines Spieles, angegriffen werden, bin auch meist nicht in der Lage besonnen zu reagieren. Beste Lösung ist dann oft noch einfach gehen und nichts sagen, das klappt aber auch nicht immer.


    Leider habe ich aber auch keine Lösung parat. Schiedsrichter macht es nicht zwangsweise besser, bring aber auch andere Probleme mit sich. FPL und Funino stehen und fallen mit einfach den Betreuern und hier gibt es leider keine Kriterien nach denen es eine Zulassung gibt.


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • FPL und Funino stehen und fallen mit einfach den Betreuern und hier gibt es leider keine Kriterien nach denen es eine Zulassung gibt.

    genau so ist es.


    Tja, ne Patentlösung gibt es nicht und die Erfahrung, dass man - wie du jetzt - angefeindet wird, hab ich auch schon machen dürfen. Irgendwie steht man diesem Phänomen in der Tat sehr hilflos gegenüber.


    Meine Beobachtung ist, dass es dann ein Foul ist, wenn ein Kind fliegt/heult. Vorher nicht. Das deckt sich aber wohl mit "Straßenfußball", in sofern...

  • Meine Beobachtung ist, dass es dann ein Foul ist, wenn ein Kind fliegt/heult. Vorher nicht. Das deckt sich aber wohl mit "Straßenfußball", in sofern...

    Das ist wohl so nicht ganz richtig. Da ich selbst auf Bolzplätzen und zwischen Garagen meine Nachmittage verbracht habe weiß ich das es bei Straßenfußball meist noch ein weiteres Kriterium gab. Nämlich das gute alte "Dann mach ich nicht mehr mit!".


    Aus Mangel an Spielern wurde dann häufig das Foul und der Freistoß gegeben. Wenn auch erst nach langer Diskussion (Streitereien). Aber in Summe hatten jeder einzelne aufgrud der Rahmenbedingungen, welche im Spielbetrieb ja allein schon einschüchternd auf die Kinder wirken, deutlich mehr Stimme als es hier der Fall ist. Hier wird im schlimmsten Fall gewechselt und es geht weiter. Das will doch auch kein Kind.


    Aus diesem Grund bin ich immer wieder am Zweifeln ob der Bolzplatz Ansatz überhaupt funktionieren kann. Vollständig, das ist sicher, werden wir ihn aber nie einbringen können.


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • Ich finde totog hat es ganz trefflich beschrieben.


    Das Problem ist doch oftmals in der Person des Trainer begründet.

    Dieser legitimiert durch sein Verhalten die Spielweise seiner Kinder und das Verhalten der Eltern.

    Zum einen animiert er seine Kinder durch sein verbal aggressives Verhalten zu einer rüderen Spielweise, durch welche zwangsläufig das Risiko von (bösen) Foulspielen erhöht wird, was für die ausführenden (Foul spielenden) Kinder dann aber leider "normal" ist.

    Zum anderen sind die Eltern oftmals auch ein Spiegelbild des Trainers, dessen Verhaltensweise übernommen wird.


    Die Floskeln "das wollte er/sie doch nicht" und "er/sie hat doch (auch) den Ball gespielt" greifen hier auch nicht, weil durch ein entsprechendes Gebaren an der Außenlinie ein derartiges Verhalten zumindest toleriert und verharmlost wird.


    Und jetzt der Kernpunkt, den ich leider häufig genug beobachtet habe:

    Wir kann es sein, dass nach einem "nicht gewollten", gleichwohl rüden Foulspiel, welches die Auswechslung des Gefoulten zur Folge hat, der foulende Spieler nicht einmal zur Seite genommen, im Idealfall (von mir aus auch nur kurzfristig) ausgewechselt wird und der Trainer ihm erklärt, dass die Spielweise nicht in Ordnung ist.

    Wie solle der foulende Spieler denn erkennen, dass es nicht in Ordnung ist, wenn keinerlei Reaktion von Außen erfolgt?

  • Ok. Den Ansatz von Torsten den Abpfiff bei später verlorenem Vorteil, greife ich schon mal mit auf! Dieser Punkt fiel mir schon öfters auf und ich bin da noch ratlos. Denn die Kinder können das wirklich noch nicht regeln. Würde aber schon mal vieles in meinen Augen verbessern.

    Aber die Umsetzung dieses Problems stelle ich mir echt schwer vor!! Das sieht dann letztlich so aus, als würde ich immer dann Foul rufen, wenn wir den Ball verlieren! Es würde mir schwer fallen, das ohne Pfeife (wir haben keine Pfeifen, weil die Felder so eng beieinander liegen) entsprechend schnell zu vermitteln und umzusetzen. Denn ich würde ja völlig unerwartet das Spiel stürmen müssen, weil das Foul ja schon zurückliegt.

  • Die FPL und da insbesondere die SR Regel funktioniert leider nur bedingt.

    Gerade in der zurückliegenden Hallensaison musste ich das immer wieder feststellen.

    Ich glaube meine Kinder haben auf dem Feld noch nie ein Foul gegen sich reklamiert. Maximal nach dem Spiel haben sie sich über einen ruppigen Gegener beschwert.

    Die Spiele laufen im Prinzip einfach weiter. Wenn beide Mannschaften im Grunde fair spielen ist das für mich auch völlig ok.

    Da braucht es keinen Schiedsrichter und niemanden der Eingreift.

    Bei einigen Truppen könnte ich wahrscheinlich mit dem gegnerischen Trainer Kaffe trinken gehen.

    Die Kids würden nach 2 Stunden friedlich kommen und uns das Ergebnis mitteilen.

    Bei anderen Mannschaften geht das halt leider nicht. Da fühle ich mich als Trainer unwohl. Ich möchte nicht dauernd eingreifen.

    Da wünsche ich mir tatsächlich eine unparteiische Person.

    Ich habe keine Lust, mit jemandem über Grätschen bei der F-Jugend zu diskutieren.

  • Ich kann Deinen Frust verstehen. Manchmal verzweifele ich da auch. Grade wenn man selbst ruhig bleibt, brichts dann irgendwann raus. Bsp. Ellbogen im Gesicht meines Sohnes. Ich (relativ besonnen): Vorsicht Junge. Der gegnerische Trainer: Lass meine Jungs in Ruhe. Ich: Würde ich gern, aber Du sagst ja nichts. Er: Das war eine Ausholbewegung ;-), die sollen sich auch -mal- wehren.

    Ich hab dann meinen heulenden Sohn ausgewechselt und beruhigt.

    Da es ohnehin eher tretend zur Sache ging, mußte ich meine Jungs in der Halbzeit beruhigen und sagen Sie sollten die Antwort eben auf dem Platz geben.

    Soll nur zeigen, wo es begründet liegt. Im Trainer und daran, was er anscheinend selbst im Training fordert.

    Diese -lasst euch nichts gefallen- Mentalität geht mir schwer auf den Geist. Da wird oft vermittelt, das spielerisch überlegene Teams mit Unfairness -bekämpft- werden müssen. Ich höre auch oft: Nehmt denen den Spaß am Spielen. Wie Kinder mit 9,10 das auffassen ist klar. Den Spaß nehmen die ja dann auch. Inklusive dem eigenen. Das hat alles nichts mit (Kinder) fußball zu tun.

    Das Ersatzbank dann auch mal der Kragen geplatzt ist, ist irgendwie sympathisch.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • na ja, das hat aber auch nur bei den besseren gezogen. Dieses "Argument" verpuffte aber bei allen dicken Pauls...

    Gerade bei dem! Das ist nämlich auch eine Abweichung vom Bolzplatz und unserem Wunsch. Der dicke Paul war entweder trotzdem gut, oder eben im Tor. Und wenn der ging musste einer der guten ins Tor. Das wollte man eben auch nicht. Somit hatte selbst der Dicke Paul in dieser Situation mehr Stimme als es im Spielbetrieb der Fall ist, wenn er nicht schon vorher ausgesiebt wurde oder nur auf der Bank sitzt.


    Aber ich gebe dir Recht das wir auch mal ein Foul schlucken mussten weil alle anderen anderer Meinung waren und die andere Option heiß eben nicht mehr mitspielen. Vielleicht muss man das dasnn eben unter Sozialer erfahrung oder Entwicklung von sozialer Kompetzenz abhacken. Mit Blick auf manche übervorsichtigen Eltern wäre selbst das heute manchmal wünschenswert.

    Wir kann es sein, dass nach einem "nicht gewollten", gleichwohl rüden Foulspiel, welches die Auswechslung des Gefoulten zur Folge hat, der foulende Spieler nicht einmal zur Seite genommen, im Idealfall (von mir aus auch nur kurzfristig) ausgewechselt wird und der Trainer ihm erklärt, dass die Spielweise nicht in Ordnung ist.

    Wie solle der foulende Spieler denn erkennen, dass es nicht in Ordnung ist, wenn keinerlei Reaktion von Außen erfolgt?

    Genau das ist wohl ein ganz wichtiger Punkt. Ich versuche meinen Spielrn nach jedem Spiel die Fouls, und das warum, zu erklären. Wenn ich einem Spieler von hinten in die Beine greifen ist es eben egal ob ich den Ball spiele oder nicht. Es ist ein Foul! Das ganze mache ich zum einen um den Kindern die Regeln näher zu bringen und zum anderen um das SR genörgel, welches mit der E Jugend beginnt einzudämmen. Denn auch das ist ein Resultat vom Trainervorbild.

    Gerade auf Hallenturnieren ist es häufig an älteren Teams bereits zu erkennen dass ein Trainer welcher im Turnier vorher die Jahrgänge darunter betreute, bereits länger im Geschäft ist. In der E-Jugend diskutiert der Trainer ständig mit den SR und in der D-Jugend des selben Vereins sind es dann die Spieler. So etwas kann ich gar nicht ab!


    Trainer E die Situation mit "Spaß am Spiel nehmen" hat wohl jeder schon erlebt. Und um mit den Floskeln weiter zu machen, Emotionen gehören zum Fußball. Daher kann ich sehr gut nachvollziehen wenn einem Kollegen mal die Hutschnur reißt und man nicht alles einfach schluckt. Und die selbst eröffnete Diskussion zeigt ja auch das sich Ersatzbank wohl selbst gerne anders verhalten hätte. Aber manchmal kann man nicht aus seiner Haut. Und gerade mit dem Background Funino, was ja auch immer noch viel Energie kostet es aufzubauen, und dann kommt einer neu dazu und tropediert das ganze. Somit ist Frust verständlich und ein Eintretten für das eigene Team oder einzelne Spieler darf ja auch mal sein.


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

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    - (Quelle: paderball.com)

  • Immer wieder fällt es auf Trainer und Betreuer zurück. Die Vorbilder.

    Und wieder stecken im Kreislauf aus Trainermangel, Trainerqualifikation, Durchsetzung der Vereinsinteressen mit Blick auf das Trainerverhalten und dem Blick auf den Kifu fest.


    Ich denke ich werde mal eine Rundmail an die Betreuer der anderen Teams verfassen in unserer Gruppe verfassen, wenn sich das rüde Spiel noch mehr verstärkt.

  • Das trifft wohl leider zu! Und eine FPL oder Funino sind hier auch keine Lösung. Am Ende bleibt es wohl ein Zielkonflikt der selbst mit Ausbildung und Qualifizierung nicht zwangsweise besser werden würde.


    Kein SR eröffnet diesen Trainern noch mehr Möglichkeiten, bietet gleichzeitig aber den Kindern die besten Entwicklungschancen. Und umgekehrt.
    Im Gegenzug macht eine Trainerausbildung noch keinen guten Trainer. Und auch ein verstärkter schwerpunkt auf diese Themen in der Ausbildung verschwindet dann im Anschluss bei diese Herren einfach im Schrank.


    Aber gerade ihr mit Funino solltet doch noch in der Lage sein alle Vereine und Verantwortlichen zu erreichen. Oder ist das ganze bei euch bereits so groß das dies nicht mehr der Fall ist?


    In dem Fall wäre ich nicht sicher ob ich neidisch und froh sein soll.


    Gruß

    Torsten

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    - (Quelle: unbekannt)

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    - (Quelle: paderball.com)

  • Genau das ist der Weg, den ich jetzt gehe: Foulsspiel thematisieren. Die Gruppe wächst zwar beständig, ist aber noch überschaubar und es gibt gemeinsame Verteiler.:thumbup:

  • Vielleicht ist aber genau dieses "dann mach ich nicht mehr mit" ein bei euch gangbarer Weg...


    Was würde denn passieren, wenn eure Kinder im zweiten Durchgang genau das gemacht hätten? Einfach auf den Boden setzen und sagen: "wir machen nicht mehr mit". Dann können die anderen ungestört 20 Tore machen und sich wundern. Und wenn der gegnerische Trainer nix mehr zu brüllen hat ist wenigstens Ruhe an der Seitenlinie.



    Ist das bei euch im Kreis jetzt eigentlich die offizielle Liga oder ein nebenher geduldetes Projekt?

  • Dann hätten wir es geschafft den Kindern den Bolzplatz wieder zurück zu geben. Das wäre echt stark.


    Leider sprechen aber alle Rahmenbedingungen dagegen. Ich glaube nicht daran das Kinder bei allen Einflüssen die bei so einem Spiel bzw. Spieltag auf sie einprasseln wirklich noch selbst entscheiden werden. Vielmehr folgen Sie den Erwachsenen. Dann hat aber wieder der Trainer die Entscheidung getroffen und ist anschließend eben der Held oder der A... .


    Eine objektive Berichterstattung erfoglt doch in diesen Fällen nicht. Weder in der Press noch im Buschfunk. Da heißt es dann nur Trainer der Halle verwiesen! oder Spielabbruch im KiFu! . Zu den Hintergründen und dem Warum gint es meist nur Angaben wenn Sie "berichtenswert" sind. Also Schlägereien, einzelne Personen die an den Pranger gestellt werden können oder solche dinge. Von einem Bericht im Sinne "Trainer schützt seine Kinder vor Fouls, unser Held" habe ich leider noch nie etwas mitbekommen.


    Gruß

    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • Das kenne ich.

    Wir haben kurzfristig ein Turnier abgesagt, weil bei einem anderen Turnier vom späteren Veranstalter nur getreten wurde.

    Neben uns sagten noch 3 weitere Mannschaften aus dem selben Grund ab.

    Das wurde dem Veranstalter auch genau so mitgeteilt.

    Später durfte man bei Facebook lesen, dass wir uns der spielerischen Herausforderung nicht stellen wollten:pinch:

  • Im Prinzip, ist es das was ich vor habe: öfter unterbrechen. Denn wenn in so kurzen spielen so viel gefoult wird, dann ist das fast gleichbedeutend mit nicht mehr spielen.


    Bei uns im Kreis ist es "noch" ein nebenher geduldetes Projekt. Wohingegen die Projektgruppe in München es inzwischen offiziell in den Kreisen als Spielform eingeführt hat.

  • Moin moin zusammen,

    diese Thema juckt mich gerade, am WE hatten wir (u8) ein Spiel gegen eine vorab Siegesgewisse (u9).

    Diese Spiel verlief für die u9 leider anders als Gedacht und da ich prinzipell die Nähe zum gegnerischem Trainer suche habe ich es auch hervorragend mitbekommen wie er anfing seine Jungs 'aufzufordern' härter reinzugehen.

    Ich habe den Kollegen sofort darauf angesprochen was der Scheixx soll.

    Leider kam da nix -keine Antwort einfach nichts mehr. Allerdings ändert sich schon die Spielweise seiner Jungs und die häufigkeit der Tirtte und der Fouls welche wissentlich ignoriert wurden. Beim Foul von einem meiner Jungs bin ich dann eingeschritten und habe dem Gegner einen Freistoss gegeben und meinem Spieler gesagt das er doch den Ball ordentlich zurückholen soll, meine Intention war es eigentlich zu zeigen das es auch anders geht... Das Foul passierte an unserer Ecke!! zack sofort wurde ein Elfmeter eingefordert,(da hab ich mich dann quergestellt).

    Ebenso das ich fremde Schiri-Eltern vom Platz beten musste fand ich ein unding...


    Die Frage die sich mir stellt ist nach etwas Praktikablem... gehört sowas vielleicht doch in den Spielbericht? liest es tatsächlich einer? und welche Konsequenzen hate dies wenn ich reinschreib das der Fairplay-abstand nicht eingehalten wurde.. oder auch viele ungeahndete Fouls ... (auch wenn die Kinder selber entscheiden sollen)

    Ich möchte meinen Jungs nicht beibringen das bei jeder Berührung des Gegners sich hingeschmissen werden muss und im umgekehten Fall einfach weiterzuspielen angesagt ist. Manchmal erscheint es mir, alsob die Zwerge dies beigebracht bekommen, durch unter anderem diese Aufforderungen 'härter reinzugehen'..

    Mir ist schon klar das ich mir keine Freunde dadurch machen werde... das ist allerdings auch nicht mein Ziel-nur welche Optionen hab ich noch bei Resitenten - abgesehen davon den Schiri zu machen oder das Spiel abzubrechen ?


    cheers

    Micha