Wenn Schiedsrichter streiken!

  • Liebe Trainerkollegen,


    jeder sollte das Recht haben seinen Unmut mit legalen Mitteln in der Öffentlichkeit zu zeigen. So auch die Bezirksliga-Schiedsrichter!? Stein des Anstoßes war zunächst das Fehlverhalten eines Fans. Seiner Meinung nach habe der Schiedsrichter das Spiel total verpfiffen, warum er unmittelbar nach dem Spiel zum Schiedsrichter lief, um ihm zu sagen: "Sowas wie dich sollte man vergasen"! Der Schiedsrichter hatte dies im Spielbericht vermerkt, worauf der Verein eine Geldstrafe erhielt, weil die Ordner nicht in der Lage gewesen waren, den Schiedsrichter vor wütenden Fans zu schützen. Dies sah der Verein jedoch anders. Man habe unter normalen Voraussetzungen nicht annehmen können, dass sich ein Fan zu solch einer Bemerkung hinreißen ließ. Man ging in Berufung, welches stattgegeben wurde. Die Geldstrafe wurde aufgeboben und man ließ es bei einer Belehrung.


    Diese Herabwürdigung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit wollten sich die Schiedsrichter nicht gefallen lassen und beschlossen gemeinsam an diesem Wochenende zu streiken. Die Vereine wurden angehalten sich selbst auf andere Schiedsrichter zu einigen. In den meisten Fällen ging es wohl gut.


    Jetz aber mal eine Frage an euch: Wie findet ihr es, wenn Schiedsrichter streiken?

  • Generell bin ich der Meinung das sich Schiedsrichter allgemein viel zu viel bieten lassen (müssen?).


    Natürlich kann auch ein SR einen schlechten Tag haben und Fehler machen zu denen er dann auch stehen muss. Aber was auf vielen Sportplätzen abgeht finden ich weit übers Ziel hinaus. Der SR Mangel tut natürlich auch das seine hinzu indem jeder auch nur ordentlich Leitende SR unmittelbar nach oben gezogen wird und in den unteren Klassen eben nur noch der Rest bleibt.


    Meiner Meinung nach sollte Spiele viel öfter Abgebrochen oder ähnliches werden. Mit entsprechenden Strafen für den Verein (auch nur bei Beleidigung) würde man sicher ziemlich schnell auch wieder Ordner auf den Plätzen sehen. Heute hängt ja leider nur irgendwo ein Schild und die Umsetzung interessiert keinen der Verantwortlichen.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • Finde ich ganz schlimm, wie mit den Schiedsrichtern umgegangen wird.
    War Anfang der Saison bei unserer Mannschaft auch relativ ausgeprägt.
    Haben fast Vorträge darüber gehalten, wie wichtig der Schiedsrichter ist; er gehört genau wie der Gegner zum Fußball- ein Bestandteil dessen, dass man sich trifft, um Fußball zu spielen.


    Hin und wieder lassen wir mal Spieler; die sich vorher aufgeregt haben, spiele der D2 oder C2 pfeifen... hinterher sagen die wenigsten etwas.



    Streik in dem Fall völlig gerechtfertigt. Auch wenn es mich als Betroffene Mannschaft natürlich richtig stören würde.

  • Generell bin ich der Meinung das sich Schiedsrichter allgemein viel zu viel bieten lassen (müssen?).

    Sehe ich auch so!


    Allerdings gehört m.E. eine derartige Beleidigung vor ein Zivilgericht. Hier hätte ich Strafanzeige erstattel, wiel m.E. der Straftatbestand einer Beleidigung vorhanden. Die Würde des Menschen ist unantastbar. (das gilt auch für Schiedsrichter)


    Aber für mich ist auch die Reaktion des Sportgerichts interessant. Denn in ihrer Besetzung findet sich ein gesellschaftliches Spiegelbild. Man erkennt m.E. durch das Herunterspielen die Tendenz einer gesellschaftlichen Verrohung. Selbst die Androhung: "sowas wie dich sollte man vergasen" erntet keine Emphörung, sondern gilt nur noch als ein erträgliches Cavaliersdelikt, weshalb eine einfache Ermahnung reicht.


    Aber kommen wir auf das Sportliche zurück:
    Wenn darauf die Schiedsrichter durch einen kollektiven Streit diesem Sportgericht die "rote Karte" zeigen, so sollte die Sportgerichtsbarkeit schleunigst in Klausur gehen. Denn offensichtlich war dies nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Ganz leicht könnte diese Reaktion zu einem Flächenbrand werden, weil Schiedsrichter nicht mehr zu allen Kommentaren schweigen.


    Denn es zeigt gerade in diesem Beispiel einmal mehr, dass sich die Sportgerichte unabhängig von der Gesellschaft ihre eigenen Gesetze gegeben haben, die von den unterschiedlichen Interessensgruppen nur dann hinterfragt werden, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen.


    Es fehlt ganz offensichtlich an der notwendigen Weitsicht in den Urteilen deutliche Hinweise zu geben, wie man sich den friedlichen Fussball der Gegenwart und Zukunft vorstellt.


    Mir fehlen fast die Worte!

  • Ich stelle fest man kann trotz Einigkeit sehr unterschiedliche Sichtweisen haben!


    Aber für mich ist auch die Reaktion des Sportgerichts interessant. Denn in ihrer Besetzung findet sich ein gesellschaftliches Spiegelbild. Man erkennt m.E. durch das Herunterspielen die Tendenz einer gesellschaftlichen Verrohung. Selbst die Androhung: "sowas wie dich sollte man vergasen" erntet keine Emphörung, sondern gilt nur noch als ein erträgliches Cavaliersdelikt, weshalb eine einfache Ermahnung reicht.

    Am Ende hab ich zu diesem Fall nur sehr wenig am Wochenende gelesen und stütze mich daher fast ausschließlich auf deinen Text.
    Ich denke eher das Sportgericht folgt genau deiner Meinung. Die Beleidigung gehört vor ein Zivilgericht (und da Stimme ich zu). Was also bleibt für das Sportgericht zu Ahnden? In meinen Augen ist es die Tatsache das der "Beleidigende" überhaupt auf den Platz treten konnte, scheinbar ohne daran gehindert worden zu sein. Warum, Wieso, das kann ich nicht beurteilen. War es vielleicht ein Spieler der Reserve oder ein fremder, keine Ahnung.


    Ohne dies genau zu kennen kann ich nicht beurteilen ob nun eine höhere Strafe angemessen wäre oder nicht. Es scheint ja auch kein "Platzsturm" gewesen sein. Wenn also eine einzelne Person, womöglich noch ohne jedes Anzeichen von Ärger oder Gewalt, nach Spielende über den Platz spaziert und im Vorbeigehen den SR beleidigt ist auch das "nicht Einschreiten" erklärbar. Es bleibt aber ein Fehler. Damit möchte ich auch nichts entschuldigen sondern nur erklären das vieles denkbar ist.


    Wenn darauf die Schiedsrichter durch einen kollektiven Streit diesem Sportgericht die "rote Karte" zeigen, so sollte die Sportgerichtsbarkeit schleunigst in Klausur gehen.

    Ob die SR nun dem Sportgericht im speziellen oder dem Umgang mit Ihnen im allgemeinen die rote Karte gezeigt haben bleibt für mich an dieser Stelle auch offen. Die Tatsache das es sich scheinbar in erster Linie um höherklassige Ansetzungen gehandelt hat lassen den Schluss aufs Sportgericht zu. Aber spielen denn in dieser Region die anderen Klassen überhaupt bereits wieder? Es ist also durchaus möglich das es auch als allgemeines Zeichen zu verstehen ist. Gerade vor dem Hintergrund das SR in den höheren Klassen ja meist bereits besser abgeschirmt und betreut werden als in den unteren Klassen.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • Leider haben nur die SR auf Landesliga- und Bezirksligaebene gestreikt.. um ein Zeichen zu setzen, hätten ALLE SR streiken müssen..das wäre ein Zeichen gewesen. Und leider werden bei den Spielen, wo die SR gestreikt haben, viele vereinseigene SR, die ja auch andere Spiele offiziell leiten, in die Bresche gesprungen sein...


    Das ist viel TAMTAM um wenig Qualität....

  • Leider haben nur die SR auf Landesliga- und Bezirksligaebene gestreikt.. um ein Zeichen zu setzen, hätten ALLE SR streiken müssen.

    War denn dies bewusst so gesetzt? Dann gebe ich dir Recht "viel TamTam für wenig Ertrag"
    Oder spielen die Klassen darunter schlicht noch nicht weshalb es auch diese Klassen beschränkt war?


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • Mit entsprechenden Strafen für den Verein (auch nur bei Beleidigung) würde man sicher ziemlich schnell auch wieder Ordner auf den Plätzen sehen.

    finde ich auch.
    Es wird oft einfach "laufen gelassen".
    Vor allem bei jugendlichen Schiedsrichtern ist sofortiger Beistand von Vereinsseite sehr wichtig!


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Wenn man da etwas erreichen wollte, müsste man ganz oben in der Bundesliga anfangen und den SR als "unantastbar" ansehen. Entscheidungen wären dann weder durch Worte noch durch Gesten zu kommentieren. Wenn ich die Schnösel da schon im TV immer sehe... da wird gejammert, abfällig abgewunken, gemeckert, sich schmerzverzerrt aufm Boden gewälzt um nach dem Pfiff sofort wieder aufzuspringen... und das ganze wird dann nach dem Spiel vor den Kameras mit Kommentaren wie "das sind halt Emotionen" gekrönt und gerechtfertigt. <X


    Nee nee, das geht in anderen Sportarten auch. Zeitstrafen fürs Meckern... direkt 10 Min. aufs Sünderbänkchen. Danach wäre schnell Ruhe. Und das dann runterbrechen bis in die Jugend...


    Ich finde, es ist längst überfällig, dass die SR sich wehren.

  • @TrainerT
    Genau hier sehe ich den Unterschied. Natürlich würde es helfen wenn in der BuLi Vorbilder unterwegs wären. Allerdings fände ich es noch besser wenn wir das Verständnis dafür hätten das auch der Kreisklassen-SR das ganze als Hobby betreibt und eben nicht der BuLi-SR auf dem Platz steht. Und das ganze flächendeckend.


    In den Klassen wo es um Geld und Profitum geht wird der SR ja bereits durch Zäune und anderes geschützt. Es bleiben also "nur" Sprüche über den Zaun. In den anderen Klassen sind z.T. tätliche Angriffe, Betreten des Platzes und ähnliches ja fast jede Woche irgendwo "normal".


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • Wenn ich ein Interview mit dem Verbandsjuristen richtig verstanden habe, lässt es die Satzung des NFV nicht zu, in einem solchen Fall den Verein zu bestrafen.
    Somit hat das Verbandssportgericht also nach den derzeit gültigen Regeln entschieden. Die Regeln mögen schlecht sein - das ändert aber nichts daran, dass sie gültig sind.
    Auf dem Platz entscheidet der Schiri aufgrund der gültigen Fußballregeln. Da ist sicherlich auch manch Regel dabei, die wir schlecht finden und die vielleicht sogar der Schiedsrichter schlecht findet. Dennoch entscheidet er nach den gültigen Regeln.


    In diesem Fall haben die Schiris jetzt gestreikt, weil sie es schlecht fanden, dass eine Entscheidung aufgrund gültiger Regeln getroffen wurde... Haben sie damit das richtige Zeichen gesetzt?


    Noch etwas von Fupa zu diesem Fall...:


    http://www.fupa.net/berichte/f…llen-streiken-653118.html
    http://www.fupa.net/berichte/s…sballplaetzen-653994.html
    http://www.fupa.net/berichte/d…t-aber-falsch-653125.html

  • @Follkao


    Vielen Dank für die Verlinkung mit Beiträgen, die den Hintergrund besser darstellen.




    Ich denke eher das Sportgericht folgt genau deiner Meinung. Die Beleidigung gehört vor ein Zivilgericht (und da Stimme ich zu). Was also bleibt für das Sportgericht zu Ahnden? In meinen Augen ist es die Tatsache das der "Beleidigende" überhaupt auf den Platz treten konnte, scheinbar ohne daran gehindert worden zu sein. Warum, Wieso, das kann ich nicht beurteilen. War es vielleicht ein Spieler der Reserve oder ein fremder, keine Ahnung.

    Irgendwie gewinnt man den Eindruck, als wolle das Gericht den "schwarzen Peter" von sich schieben, als es in Revision den Verein von einer Geldstrafe freisprach. Auch Satzungen bedürfen einer Interpretation, die in diesem Falle aus Sicht der Schiedsrichter dermaßen fehlgeschlagen ist, dass sie eine klare Antwort in Form eines Streits darauf gaben.


    Dennoch hat die Diskriminierung dort stattgefunden, weshalb in meinen Augen kein Unterschied darin bestehen sollte, um welche Form einer Straftat es sich hier handelt. Denn bei Böllerwürfen wird der Vorstand ja auch nicht vorher darüber in Kenntnis gesetzt. Aber der Verein haftet dennnoch, weil es im Stadion stattfand. Dass eine historisch rassistische Äußerung auf Schiedsrichter gemünzt nicht einmal eine Strafe von 400,- € wert sein soll, ist für mich beschämend!


    Sicher kann man als Verein niemals sein, dass auf ihrem Gelände nicht auch Straftaten geschehen. Gibt man ihnen jedoch die Möglichkeit, sich aus der Verantwortung zu stehlen, dass ist dieser Freispruch ein Freibrief für alle ULTRAS und Anderen, die sich besonders in der Anonymität der Stadien wohlfühlen, um ihren Frust an unschuldige Dritte auszulassen. Der Verein kann dann immer sagen: klar war das eine Diskriminierung, aber solange nur die Schiedsrichter beschimpft, haben wir nichts damit zu tun. Da sollte man doch gleich das Schild: "Wer den Schiedsrichter beleidigt, wird des Platzes verwiesen" entfernen, sodass der Schiedsrichter direkt am Stadioneingang entscheiden kann, ob der das Spiel anpfeift oder lieber gliech wieder fährt.


    Es müssen nicht immer Böller sein, die aufs Spielfeld geworfen werden. Es ist auch ein Mitwirken für ein sportliches und faires Verhalten, damit alle Spaß beim Fussball haben. Durch das passive Verhalten machen sich Vereine mitschuldigt. Das ist auch der Grund des Schiedsrichterstreiks. Denn sie sehen ihre Person nicht mehr sicher im Stadion.


    Die "private Meinung" des NFV-Präsident dazu lautet: "„Als Privatmann sage ich aber offen: Mir gefällt nicht, dass man den Fall auf dem Rücken der Vereine austrägt“, so Rothmund." Mit anderen Worten: "wes Brot ich es, des Lied ich singt!" Insofern haben die, die hier gemeint haben, es wäre eine "Trallala-Aktion" schon recht.


    Hier noch ein wenig Hintergrund (den Herr Rothermund vielleicht zum Zeitpunkt seiner Aussage noch nicht hatte)
    Andreas Janssen
    Gestern, 17:28 Uhr
    Der Verfasser dieses Kommentars kennt offenbar die wahren Hintergründe nicht. Der wahre Hintergrund ist der, dass es sich mutmaßlich um einen Wiederholungstäter handelt. Derselbe Zuschauer - ein Spielervater - hat vor einem Jahr in Firrel schon einmal einen Schiedsrichter geschlagen. "Offiziell" hat GW Firrel erklärt, man hätte ihn mit einem lebenslangen Platzverbot belegt. Tatsächlich aber treibt der da offenkundig immer noch sein Unwesen und hat nun wohl innerhalb von 12 Monaten zum 2. Mal "zugeschlagen", wenn auch diesmal nur verbal. Firrel hat dieses letztlich abgestritten und sogar eine Gegenüberstellung der Personen vor dem Sportgericht verhindert. Dass das Oberste Verbandssportgericht nun zu der Einschätzung kommt, den Verein GW Firrel treffe hier keine Schuld, empfinden die Schiedsrichter vor diesem Hintergrund natürlich als blanken Hohn. Wenn der Zuschauer in Firrel weiterhin sein Unwesen treiben darf, ist es schließlich nur eine Frage der Zeit, wann er zum 3. Mal zuschlägt."

  • Eine erste Reaktion ist nun erfolgt. Der NFV-Verbandspräsident beruft Sondersitzung für den 24.03. ein.


    Dabei heißt es in der Pressestelle des NFV: "Hintergrund ist eine verbale Entgleisung eines namentlich nicht zu ermittelnden Zuschauers („So etwas wie euch sollte man vergasen") gegenüber dem Schiedsrichtergespann nach der ohne jede Auffälligkeiten verlaufenden Bezirksliga-Partie zwischen Grün-Weiß Firrel und TuRa Westrhauderfehn im September 2016."


    Lt. "www.fubanet.de" ist der Zuschauer jedoch verifiziert, bereits aktenkundig, weshalb die Verantwortlichen für die Schiedsrichteransetzung das Sportgerichtsurteil nicht verstehen, sieht die Schutzbedürftigkeit der Schiedsrichter in Gefahr und reagiert mit ihrem Streit darauf.


    Warum der Verband dazu seine Zustimmung geben muss, wenn man doch weiß, dass hier nur noch das Faß zum überlaufen gebracht wurde, ist nur schwer zu verstehen. Ist doch die Diskussion darüber, wie man Schiedsrichter bekommt und ihnen günstige Rahmenbedingungen für ihre Entwicklung gibt, Jahre wenn nicht Jahrzehnte alt.


    Wichtig und richtig ist aber die sofortige Reaktion darauf, bevor es noch weiter aus dem Ruder läuft! Denn es wurde in jüngster Vergangenheit zu wenig miteinander gesprochen und zu wenig über gute Kompromisse nachgedacht.


    Die Gleichschaltung von unterschiedlichen Formen der Gewalt in den Stadien ist m.E. längst überfällig. Dazu zählt auch die Diskriminierung. Wie jedoch erkennbar ist, sind die Vereine und Sportgerichte damit überfordert, weil sie sich außerstande sehen, die Täter zur Strafanzeige zu bringen. Allenfalls würde der Verein gern Regress bei verurteilten Stadiontätern für die Strafen des Verbands oder des DFB nehmen.


    An wirksamen Präventionsmaßnahmen, wie z.B. eine bessere Kontrolle von Stadionverboten scheinen die Verantwortlichen wohl zu allerletzt Gedanken zu verschwenden?

  • Schaut Euch doch einfach mal Fussballvideos über Schiedsrichter ,etc bei Youtube an..wie oft hält da einer das Handy in der Hand zum filmen und man hört da irgendwelche Beschimpfungen gegen den SR....
    Hier muß knallhart durchgegriffen werden...solche Idioten müssen weg vom Sportplatz. Sollen die vorm Fernseher sitzen und da rum pöbeln..aber auf dem Sportplatz gehört das nicht. Auch sollten die SR viel mehr durchgreifen...seis bei Spielern, Trainern oder wenn da was reingerufen wird... dann schickt man halt die Trainer,etc hinter die Bande..vom Sportplatz...und meinetwegen auch bei jedem Spiel..wer sich nicht benimmt..der geht. Auch Spieler.... meckern..zack ...gelb....nochmal meckern....zack runter.... würde zwar einen Aufschrei geben..aber knall hart durchziehen ..dann wird das nach nem halben Jahr ruhiger.
    Jede Beleidigung zusätzlich einen Sonderbericht..viel Spaß den Hobbyrichtern...die müssen sehen, das es an der Tagesordnung ist.


    Hier kneifen aber viele...egal ob SR...Funktionäre..etc..

  • Hier muß knallhart durchgegriffen werden...solche Idioten müssen weg vom Sportplatz. Sollen die vorm Fernseher sitzen und da rum pöbeln..aber auf dem Sportplatz gehört das nicht. Auch sollten die SR viel mehr durchgreifen...seis bei Spielern, Trainern oder wenn da was reingerufen wird... dann schickt man halt die Trainer,etc hinter die Bande..vom Sportplatz...und meinetwegen auch bei jedem Spiel..wer sich nicht benimmt..der geht. Auch Spieler.... meckern..zack ...gelb....nochmal meckern....zack runter.... würde zwar einen Aufschrei geben..aber knall hart durchziehen ..dann wird das nach nem halben Jahr ruhiger.
    Jede Beleidigung zusätzlich einen Sonderbericht..viel Spaß den Hobbyrichtern...die müssen sehen, das es an der Tagesordnung ist

    100% Zustimmung


    Was aber in meinen Augen fehlt ist die Handhabe der Schiedsrichter bei (und ich füge hier extra "einfacher") Beleidigung das Spiel abzubrechen. Das erzeugt unmittelbar Wirkung. Geldstrafen übers Sportgericht schaden den Vereinen natürlich auch aber erst eine Woche später.
    => Abbruch - Spielwertung gegen den Entsprechenden Verein und jeder sieht sofort wer Verursacher war. Spätestens beim zweiten mal überlegt es sich der Verein diese Personen überhaupt nochmal auf den Platz zu lassen.


    Bis ein Spiel abgebrochen werden kann ohne Nachspiel für den SR muss aber derzeit viel mehr passieren was den Spielraum für alle Beteiligten auf dem Platz natürölich auch erweitert.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

  • "Maßnahmen des Bezirksvorstands Weser-Ems kein zulässiges Mittel"




    Nunmehr hat der NFV ein Machtwort gesprochen und den Schiedsrichterstreik für beendet erklärt. Vorständiger Wortlaut der Presseerklärung: http://www.nfv.de/aktuelles/de…-kein-zulaessiges-mittel/


    Seltsam daran ist allein schon die Tatsache, als dass der Fan einerseits bekannt und mit Stadionverbot belegt sein soll, andererseits jedoch namenlich nicht ermittelt werden konnte. Aber selbst wenn man davon ausgehen würde, als dass es sich hierbei um einen Ersttäter handelt, ist es kaum vorstellbar, dass das in einem größeren Dorf anonym bleiben soll, weil jeder jeden kennt?


    Weil aber eine Krähe der Anderen kein Auge aushakt, blieb dem NFV fast gar nichts anderes übrig, als ihrem Sportgericht den Rücken zu stärken. Schließlich ist es das erste mal, als das eine Partei (hier Schiedsrichter) dem Urteil des Sportgerichts nicht Folge leistet, sondern darauf mit einem "wilden" Streik reagiert? Damit soetwas nicht Schule macht, sah man sich zu einem Machtwort gezwungen.


    Ob sich durch dieses Machtwort jedoch ein zukünftiger Schiedsrichterstreik abwenden läßt, bleibt fraglich?

  • Aus dem Link
    „Aus meiner Sicht bahnt sich da ein Skandal an, wenn der Verband keine Schiedsrichter mehr stellt. Welche Auswirkungen dies auf die Gesundheit der Spieler haben wird, ist dem Verband egal. Dabei ist er in meinen Augen verantwortlich dafür, dass die Spieler ihren Sport ohne Gefahr für Leib und Leben ausüben können. Diese Pflicht verletzt der Verband wissentlich.“ Gerade in den teils sehr emotionalen unteren Ligen sei ein neutrales Schiedsgericht eminent wichtig. „Ich befürchte schwere Verletzungen, vermutlich in überwiegender Zahl bei den Gästeteams, bis hin zu Handgreiflichkeiten“


    Und da fragt man sich noch warum die SR fehlen!? Gerade in den untersten Spielklassen sollten wir endlich beginnen einzusehen das es um nichts geht außer Hobby. Emotionale Spielklasse wenn ich das schon höre!
    FPL finde ich hier nicht die schlechteste Idee. Und wer es nicht gebacken bekommt soll vom Verband abgemeldet werden! - In drei Jahren funktioniert das und gut ist es. Verantwortliche die die Verantwortung über das eigene Team dem Verband abtreten. Wenn ich um die Gesundheit fürchten muss ist nicht der SR sondern andere Stellen gefordert.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)