Ich habe mich zum Thema “Gewalt auf dem Fußballplatz”, welches zum Thema “Spieler ist im Punktspiel ausgerastet “ passt, einmal um professionellen Rat gekümmert.
Die nachstehende Antwort habe ich von Leuten erhalten, die in der Jugendhilfe tätig sind. Angaben, wie Telefonnummer und Adresse habe ich entfernt.
Der Absender hat sich mit den Beiträgen hier im Forum beschäftigt und schaut hier bestimmt wieder rein. Deshalb von mir ein dickes “Danke” für die schnelle und unbürokratische Hilfe an den Verfasser der Antwort. Im Text sind mit Sicherheit interessante Ratschläge enthalten.
Gewalt auf dem Fußballplatz
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Hallo Herr Bluhm,
wir haben Ihre Anfrage erhalten und werden versuchen, Ihnen entsprechend unserer Möglichkeiten zu antworten.
Das Thema Gewalt im Sport und hier speziell im Fußball ist ein gerade für jugendliche Spieler sehr relevantes Thema. Meiner Meinung nach ist es jedoch nicht isoliert vom gesellschaftlichen Umfeld der Spieler zu betrachten. Oft entstehen die Ursachen der Gewalt, die sich dann auf dem Fußballfeld zeigt, nicht aus dem Spiel heraus sondern die Spieler bringen diese Verhaltensweisen aus ihrem sozialen Umfeld mit auf den Fußballplatz.
Entsprechend schwierig ist natürlich auch eine Gewaltprävention, die sich auf den Sport beschränken würde.
Interessante Hinweise und Lösungsansätze bietet hier die Internetseite www.fussball-gegen-gewalt.de, allerdings sollten bei Präventionsmaßnahmen neben den Übungsleitern auch immer Eltern, Lehrer und Sozialpädagogen aus dem Umfeld der Kinder und Jugendlichen einbezogen werden.
Möglicherweise bietet auch die Sportjugend im Kreissportbund oder eine zuständige Polizeidirektion Projekte zur Gewaltprävention, bzw. Schulungen für Übungsleiter und Trainer an. Auf alle Fälle sollten sich betroffene Übungsleiter zusammenfinden und derartige Angebote bei ihrem zuständigen Kreissportbund anregen.
Für permanent auffällige Jugendliche könnte ein AntiAggressionstraining organisiert werden bzw. die Teilnahme an einem solchen Training als Voraussetzung der Teilnahme am weiteren Trainings- und Spielbetrieb auferlegt werden. Anbieter von entsprechenden Kursen finden sich im Internet, oft kennen auch die zuständigen Jugendämter oder Schulbehörden entsprechende Anbieter aus ihrer Region.
Zum Abschluss möchte ich Ihnen das Buch Freiburger Anti-Gewalt-Training (FAGT), der Autoren Klaus Fröhlich-Gildhoff empfehlen, in dem die der Gewalt zugrunde liegenden Faktoren (inadäquate Selbst- und Fremdwahrnehmung, unzureichende Selbststeuerung, geringer Selbstwert, unzureichende soziale Kompetenzen) erläutert und Alternativen aufgezeigt werden. Das in der Praxis mehrfach erfolgreich angewandte und systematisch evaluierte Programm ist aus einzelnen Trainingseinheiten mit Kindern und Jugendlichen sowie Elementen der Elternarbeit aufgebaut.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Hinweisen erst einmal weiterhelfen zu können. Wenn Sie weitere Fragen haben, können Sie sich gern wieder an uns wenden. Sie erreichen uns telefonisch unter ……. oder ………. oder persönlich in der …………….. oder per eMail: ……………... -
so geschehen am letzten Samstag.
Ein Spieler des Gegners verliert den Ball gegen meinen Sohn und beschwert sich beim Schiri (also in dem Fall bei seinem Vater).
Schiri sagt, dass da nichts war. Darauf hin der Spieler wütend und fängt an zu heulen.
Nach 2 Minuten und im Rücken des Schiris rennt dieser Junge zu meinem Sohnemann und tritt ihn einfach so um. Darauf mein Sohn, nicht besser als er, steht auf und tritt den anderen Jungen um.
Ich aufs Feld gelaufen und beide heulenden Kinder gefragt, warum sie das gemacht haben.
Der andere Junge machte auf unschuldig. Sein Papa hatte nichts gesehen und trotzdem gut reagiert, als er sagte, dass beide nun eigentlich eine rote Karte verdient hätten. Wir haben den beiden dann gemeinsam erklärt, dass das so nicht geht und sie gebeten, sich die Hand zu geben und gut war's wieder.
Aber trotzdem, und deswegen schreibe ich das hier. Offene Gewalt entsteht häufig durch latente und/oder verdeckte Gewalt.
Wir als Trainer sind gefragt, möglichst frühzeitig ermahnen und aufzuklären. Und das auch schon im Training.
Sonst laufen wir Gefahr, dass die Gewalt auf den Plätzen eskaliert.
Gruss,
Tom -
Paßt vielleicht nicht ganz, aber zum Thema -Gewalt auf den Plätzen- dann wieder doch.
Ich habe gestern in einem Fernsehbericht gesehen, dass irgendwo eine B oder A Jugend ca. 70 Prozent seiner Spieler mit einem Schierischein ausgestattet waren.
In diesem Zusammenhang dachte ich gerade daran, dass wir in der F und auch ein Stück in der E Jugend jeden Spieler auf jeder Position spielen ließen. Hintergrund war u.a. , dass der Einzelne sich besser in die Situation des anzuspielenden Mitspieler versetzen kann.
In diesem Sinne...
wenn viele Spieler -vor allem diejenigen, die zu Gewaltausbrüchen neigen- einen Schierischein machen würden, könnten sie sich auch in dessen Position eindenken. Da würden die Reaktionen auf diesen Mann vielleicht etwas anders aussehen. Da würde der ein oder andere Spieler vielleicht eher Einfluß auf einen ausrastenden Mitspieler nehmen, weil er ja weiß, wie schwierig es für den Schieri sein oder werden kann und er auch weiß, daß ein Schieri auch nur ein Mensch ist, der wenig Geld für sein "Ehrenamt" bekommt und man davon ausgehen sollte, dass er grundsätzlich bestrebt ist, ein Spiel nach bestem Gewissen zu regeln. In diesem Zusammenhang wäre es auch für einen Trainer von Vorteil, diese Ausbildung zu erhalten.
Ich komme auf die Beleuchtung dieses Teils des Themas -Gewalt auf dem Fußballplatz-, weil vor einiger Zeit in der Presse berichtet wurde (ich habe es so heftig noch nicht erlebt), dass der Mann in schwarz verprügelt wurde oder ein beim Kloppen der Rivalen in einen Boxkampf verwickelt wurde und vom Platz verletzt flüchtete. Oft (nicht immer) waren es wohl Mitbürger und Mannschaftskollegen ausländischer Herkunft. In anderen Fällen kamen auch die Zuschauer in Betracht.
Ich denke, dass es für dieses Problem keine Lösung gibt. Ich glaube jedoch, dass man das Problem auf ein Problemchen -auf eine Randerscheinung- mildern kann. Es spielt hier vieles eine Rolle, auch die Zivilcourage spielt hier eine Rolle. Ein kollektives vernünftiges gezieltes im Rahmen der Verhältnismäßigkeit abgestimmtes Vorgehen wäre nicht von Nachteil.
Solange es jedoch Menschen gibt, die es schaffen, mit einer Gehirnzelle lebensfähig zu sein (und die lerne ich täglich kennen), wird das Problem nicht weg zu radieren sein. Nicht umsonst verlagert sich die Randale in den Stadien in die unteren Ligen. Die wollen sich kloppen, es stellt sich eigentlich nur die Frage nach dem WO. Gruß Andre -
Hier ein Link zu dem Bericht

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/359600
Ist übrigens mein Verein - das mit den 70-80 % ist ein bisschen übertrieben, aber das Prinzip stimmt schon... -
Da lese ich heute in der Zeitung, dass Van Bommel gesagt haben soll, ....dass er eine Klopperei auf dem Platz ganz toll findet.
Ich wünsche diesem Vorbild unserer KInder, dass er
a) aus dem Zusammenhang zitiert wurde
und
b) falls dem nicht so ist, dass er der erste ist, der mal so richtig einen auf die Leiste bekommt!
Gruß Andre
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Guten Tag liebe Trainekollegen/ innen
Ok. Die Jugendlichen sind sehr gewaltbereit. Die meisten Situationen entstehen doch sehr oft bei unfairness hinter dem Rücken des Schiris... ich spreche hier von Tätlichkeit...keine Fouls.
In der Herbstrunde hatten wir einen Spiel gegen einen Verein... ich nenne es mal "FC Metzgerei". Nach 23 Minuten musste ich 3 Auswechslungen betätigen.... natürlich alle Verletzungsbedingt, nach überhärteren Fouls... die vom Schiri "NIE" konsequent bearbeitet wurden.
Im "unfairen" Spiel...gab es natürlich auch gemotze (auch ich habe beim Schiri gemotzt). Es ging soweit, dass ich dem Verband eine E - Mail geschrieben hatte, der "FC Metzgerei" ebenfalls und der Schiri hat super raportiert (es war in seinen Augen, ein Spiel wie alle anderen). Zum Glück hatte ein Pappa eines Juniors alles aufgenommen. Diese DVD ging direkt zur Wettspielkommission. Der Schiri wurde gesperrt und der Gegner wurde darauf hin noch ein Spiel beobachtet. Natürlich wurden auch wir beobachtet... nur konnte man auch da feststellen, dass meine Junioren eben zu lieb sind und sich nicht gross wehren... sie lassen sich nicht irritieren von solchen unfairen Gegnern.
Nun wurden wir in der Gruppeneinteilung wieder in der Gruppe 1 eingeteilt und treffen "heute" Nachmittag auf dem FC Metzgerei. Da frage ich mich ob es sinnvoller gewehsen währe, wenn wir in der Gruppe 2 hätten spielen dürfen. Nanu... ich habe meinen Junioren gestern wieder "Fairness" geprädigt und keine "Rachetaten" usw. Ich hoffe, dass ein strenger Schiri kommt.
Aber was will ich damit sagen; Die Verbände auchten und reagieren auf Gewalt aber auch nicht korrekt! Man hätte doch diese zwei Teams in zwei verschiedenen Gruppen einteilen müssen.
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Warum sollen sie nicht mehr gegen deine Truppe spielen dürfen, dafür aber gegen andere???
Ich unterstelle dir das nicht, aber überspitzt formuliert hört sich das so an wie: Sollen sie doch andere Gegner umtreten, aber uns nicht mehr... -
Warum sollen sie nicht mehr gegen deine Truppe spielen dürfen, dafür aber gegen andere???
Ich unterstelle dir das nicht, aber überspitzt formuliert hört sich das so an wie: Sollen sie doch andere Gegner umtreten, aber uns nicht mehr...Hallo Dido
Ich glaube nicht, dass ich es richtig kommuniziert habe.
Ich hoffe, dass es "nur" beim Umtretten bleibt... und der Schiri die unfairness auch entsprechend bearbeitet. Trotzdem hätte der Verband reagieren sollen... Es ist doch gefälligst zu erwarten, dass das Spiel aus der Kontrolle geraten könnte. -
Als ich habe ja ähnliche Erfahrungen gemacht, siehe "Spiel ohne Grenzen". Ich finde den Einwurf von Andre sehr interresant, der auf Mark Bommel hingewissen hatte. Die BL Spieler sind sich glaube ich ihrer Vorbild Funktion überhaupt nicht bewußt. Unsere C-jgd. spielte zum Beispiel gegen die U-14 des VfB Stuttgart. Natürlich waren ich und einige meiner Spieler als Zuschauer dabei. Ich habe meine Spieler darauf hingewissen mit welcher Proffesionalität die Jungs vom VfB zu Werke gingen. Da wurde nicht ein einziges Mal mit dem Schieri lammentiert, nach einem Foul egal ob geahndet oder nicht wurde sofort wieder aufgestanden und weiter gespielt. Ich war von soviel Disziplin sehr beeindruckt. Als ich das wie gesagt meinen Jungs darauf hinwieß, meinten sie nur in der Bundesliga bei den Profis wird aber gemeckert, wird liegen geblieben usw.da widerum mußte ich ihnen Recht geben. Die Bundesligaspieler sind nun mal die Idole unserer Kinder und dennen eifern sie nach. Auch war das nur ein Freundschaftsspiel und ich weiß nicht wie die Spieler vom VfB in Punktspielen reagieren.
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Hallo Leute
Ich möchte Euch beruhigen... die die es nicht waren; Das Spiel verlief verletzungsfrei und der Schiri hatte alles im Griff. Es gab eine gelbe Karte im ganzen Spiel (für den Gegner).
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MIt Gewalt wurde ich zum Glück bisher nicht konfrontiert. Aber es ist schon so, dass die Gewalt leider immer mehr zunimmt bei den SPielen, auch bei den junioren!
Leider wurde unser Verein in ein negatives Licht geworfen in dieser Sache, und zwar beim SPiel der 2. Mannschaft vor einer Woche. 5 rote Karten, und eine üble Schlägerei nach dem Spiel, wobei einer ins Krankenhaus musste.
Solche Szenen wollen wir NIE mehr sehen auf dem Platz!
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MIt Gewalt wurde ich zum Glück bisher nicht konfrontiert. Aber es ist schon so, dass die Gewalt leider immer mehr zunimmt bei den SPielen, auch bei den junioren!
Leider wurde unser Verein in ein negatives Licht geworfen in dieser Sache, und zwar beim SPiel der 2. Mannschaft vor einer Woche. 5 rote Karten, und eine üble Schlägerei nach dem Spiel, wobei einer ins Krankenhaus musste.
Solche Szenen wollen wir NIE mehr sehen auf dem Platz!
Stimmt... Ihr habt im OFV ein ganze schlechten Ruf... Aber da wo ich bin auch... obwohl ich ganz liebe und anständige Jungs habe (zu lieb).
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ZitatAlles anzeigen
TSV Korntal wehrt sich gegen Rassismus-Vorwürfe
Sportgericht verurteilt Fußball-A-Ligist zu 300 Euro Geldstrafe, weil der Club bei Italia Markgröningen nicht angetreten ist - Schlägerei im HinspielLeonberg. Zu einer Geldstrafe von 300 Euro ist Fußball-A-Ligist TSV Korntal verurteilt worden, weil er zum Spiel bei Italia Markgröningen nicht angetreten ist. Zudem muss der Club für die fehlenden Einnahmen von Italia aufkommen.
Von Andreas Klingbeil
Das Hinspiel in Korntal zwischen beiden Vereinen hatte mit einem Polizeieinsatz geendet. Spieler und sogenannte Fans waren nach Platzverweisen gegen je einen Akteur der beteiligten Mannschaften in eine Schlägerei verwickelt, die nach Meinung der Korntaler Verantwortlichen von Markgröningen ausgegangen war. Um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen, haben sich die Korntaler Spieler und die Abteilungsleitung dazu entschlossen, zum Rückspiel bei ACI Markgröningen nicht anzutreten.
Das Sportgericht des Bezirks Enz/Murr wertete die Partie nun mit 3:0 für Italia Markgröningen. Die Höhe der Geldstrafe beträgt 300 Euro plus Kostenersatz für entgangene Einnahmen (ermittelt aus dem Durchschnitt der letzten fünf Punktspiele auf eigenem Platz). Nach Auffassung des Sportgerichts ist das Verhalten des TSV Korntal grob sportwidrig, wettbewerbsverzerrend und rassistisch. Rassistisch deshalb, so heißt es in der Urteilsbegründung, "weil mit diesem Verhalten alle übrigen Vereine ausländischer Mitbürger verunglimpft werden". Reinhard Hälbig, Sportgerichtsvorsitzender des Bezirks Enz/Murr: "In den Stellungnahmen des Vereins kam zum Ausdruck, gegen ausländische Vereine ein Zeichen setzen zu wollen."
Frank Widmaier, Fußball-Abteilungsleiter beim TSV Korntal, kündigte gestern an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Die Berufungsfrist endet am Sonntag, 17. Mai. Widmaier: "Der Rassismus-Vorwurf entbehrt jeder Grundlage. Es ist nicht unser Anliegen, Ausländer zu diskreditieren." Schließlich habe man selbst ausländische Spieler in den eigenen Reihen - und das sei auch gut so. Keiner in der Korntaler Mannschaft habe etwas gegen ausländische Mitbürger. "Uns geht es generell um die Gewalt auf Sportplätzen. Und da ist es ganz egal, ob ausländische oder deutsche Spieler beteiligt sind."
Die Spielwertung wird vom TSV Korntal kommentarlos akzeptiert, nicht aber die Höhe der Geldstrafe. "Die ist unverhältnismäßig hoch, wenn man sieht, was andere Vereine bezahlen müssen, wenn sie ein Spiel absagen", sagt Widmaier.
Die drei Punkte, die Italia am grünen Tisch zugesprochen bekommt, haben keinen Einfluss auf die Tabellenkonstellation. Bei noch drei ausstehenden Spielen hat Markgröningen bereits ohne diese Wertung zwölf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Nach oben ist bis zum Saisonende maximal eine Verbesserung vom neunten auf den sechsten Platz möglich.
13.05.2009 - aktualisiert: 13.05.2009 06:04 Uhr
Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung…-rassismus-vorwuerfe.html
Ich finde dass Korntal in dem Fall richtig gehandelt hat und dass der Verein nun mit solchen Vorwürfen und Geldstrafen belegt wird finde ich eine Sauerei seitens des Sportgerichts. Hier wird nichts gegen die Gewalt auf dem Fussballplatz getan.......
Vor allem der Rassismus Vorwurf ist absolut lächerlich. -
Wo war denn der Verband, der Kreis und das Sportgericht als es zu den unsinnigen Ausschreitungen (Gewalt auf dem Platz) gekommen ist. Ist es denn nicht sinnvoll eine Wiederholung dieser Vorfälle im Keim zu ersticken bzw. auch mal darauf hinzuweisen das sich entsprechende Mannschaften, die zur Gewalt neigen, von anderen Teams gemieden werden? Wie wurde die gewaltbereite Mannschaft bzw. deren Spieler für die angezettelten Schlägereien bestraft? Welche Maßnahmen haben die Verantwortlichen unternommen, um entsprechende Aktionen ein für alle mal zu unterbinden?
Wenn es die einzige Maßnahme der Verantwortlich ist, Gewaltbereite zu integrieren, dann gute Nacht für alle denen es um fairness und den sportlichen Wettkampf geht. Denn dann werden die Opfer zu Tätern. Und genauso liest sich das gefällte Urteil.
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habe hierzu mal ein wenig im Archiv der Stuttgarter Zeitung geblätter
ZitatAlles anzeigen
Sportplatz-Schlägerei: Sperren für drei Spieler
TSV Korntal wird gegen Bescheid des Fußball-Bezirksgerichts Einspruch einlegen - Unverständnis über Strafen bei beiden VereinenKorntal-Münchingen. Milde Strafen hat das Sportgericht des Fußball-Bezirks Enz/Murr ausgesprochen. Nach der Schlägerei bei der A-Liga-Partie zwischen dem TSV Korntal und ACI Markgröningen verhängte das Gericht Sperren zwischen einem und 2,5 Monaten gegen drei Spieler.
Von Michael Nachreiner
Und das Gerangel geht in die zweite Runde. Wolfgang Lutz hat bereits angekündigt, dass die Sache in Berufung gehen wird. "Dieses Urteil können wir so nicht stehen lassen", sagt Korntals Spielleiter. Im Einzelnen will sich Lutz aber nicht näher dazu äußern: "Ich werde ich dazu nicht so viel sagen - und möchte es auch nicht. Wir geben es an einen Rechtsberater." Bis zum 13. November ist Zeit, das Sportgericht des Württembergischen Fußballverbands (WFV) anzurufen. Dessen Entscheidung ist rechtskräftig und kann nicht mehr angefochten werden. Auch der ACI Markgröningen erwägt, Einspruch einzulegen. "Der Vorstand berät noch", erklärt Spielertrainer Pasquale Bellarosa. "Die Schilderung mit dem Kabinentrakt ist schlicht falsch. Warum hätte sonst Wolfgang Lutz Anzeige gegen unbekannt gestellt, wenn unser Spieler auf ihn eingeschlagen hätte. Und es wird bei den Sperren mit zweierlei Maß gemessen."
Was war passiert? Beim Stand von 3:2 für den gastgebenden TSV Korntal hat der Schiedsrichter die Partie gegen den ACI Markgröningen abgebrochen. Ein 34 Jahre alter Markgröninger Spieler hatte einem 28-jährigen Korntaler mit der Faust auf den Hinterkopf geschlagen. Daraufhin hat sich der Korntaler mit einigen netten Worten bei seinem Kontrahenten bedankt, worauf der Unparteiische beide Spieler mit der Roten Karte vom Platz stellte. Zwischen beiden Spielern kam es zu einem Gerangel, zu dem weitere Spieler und auch Zuschauer hinzueilten und das dann in einer Schlägerei mündete.
Doch mit der Hinausstellung der beiden Spieler war die Situation nicht beendet. Im Kabinentrakt ging die Auseinandersetzung weiter. In der Urteilsbegründung des Bezirksgerichts heißt es: "Es kommt zu weiteren tätlichen Auseinandersetzungen, wobei der Markgröninger Spieler auf einen Korntaler Betreuer und den Korntaler Spieler einschlägt. Vier bis fünf Zuschauer von Italia Markgröningen dringen in die Umkleidekabine ein, um ihre Spieler zu ,schützen". Ein Spieler der zweiten Korntaler Mannschaft, der schlichtend eingreifen will, wird verletzt und muss ins Krankenhaus zur ambulanten Behandlung eingeliefert werden."
Der 28 Jahre alte Korntaler Spieler wird für einen Monat bis einschließlich 26. November gesperrt. Den 34-jährigen Markgröninger sperrt das Sportgericht für zehn Wochen bis einschließlich 11. Januar. Zusätzlich erhält er eine Geldstrafe von 50 Euro.
Außerdem hat ein weiterer Markgröninger Spieler einen weiteren Korntaler mit Worten beleidigt. Der 29 Jahre alte Spieler wird vom Sportgericht für sechs Wochen bis einschließlich 11. Dezember gesperrt. "Eine Beleidigung ist eine Beleidigung. Unser Spieler wird für anderthalb Monate, der Korntaler laut Urteilsbegründung für fast die gleichen Wörter und dazu noch eine Tätlichkeit nur einen Monat gesperrt", echauffiert sich Bellarosa. Auch versteht der Markgröninger Spielertrainer nicht, warum sein Spieler für eine Tätlichkeit zusätzlich zur Sperre eine Geldstrafe bekommt, der Korntaler aber nicht. Bellarosa: "Insgesamt 280 Euro sind sehr viel Geld für uns." Dagegen findet Lutz die Sperren gegen die Markgröninger viel zu kurz: "Nach dem, was da passiert ist, hätte ich mit härteren Strafen gerechnet."
Gegen beide Vereine wird zudem eine Geldstrafe verhängt. Korntal muss 180 Euro, Markgröningen 230 Euro zahlen. Das Spiel wird für beide mit 0:3 als verloren gewertet. Bellarosa: "Das ist sehr hart. Kein Wiederholungsspiel, gar nichts. Allerdings hatte ich damit gerechnet, dass nur wir das Spiel verlieren."
05.11.2008 - aktualisiert: 05.11.2008 06:04 Uhr
http://www.stuttgarter-zeitung…en-fuer-drei-spieler.htmlZitatAlles anzeigen
Korntal will ein Zeichen setzen - und spielt nicht
Fußball: Nach Ausschreitungen im Hinspiel tritt die Mannschaft nun am Sonntag bei Italia Markgröningen nicht anKorntal-Münchingen. Der A-Ligist TSV Korntal tritt am Sonntag zum Spiel bei Italia Markgröningen nicht an. Nach Ausschreitungen im Hinspiel inklusive Polizeieinsatz wollen Abteilungsleitung und Mannschaft mit dieser Aktion gegen Gewalt auf Sportplätzen protestieren.
Von Andreas Klingbeil
Die Geschehnisse vom 26. Oktober des vergangenen Jahres in Korntal hat man beim TSV noch nicht vergessen. In der Schlussphase führten Platzverweise gegen je einen Spieler des Gastgebers und Italia Markgröningen zu einer Schlägerei und regelrechten Jagdszenen, die schließlich im Kabinentrakt endeten. Neben Spielern beider Teams waren darin auch Zuschauer verwickelt. Unter anderem erlitt Korntals Spielleiter Wolfgang Lutz einen Anbruch des Nasenbeins.
Aus Korntaler Sicht waren die Aggressionen von Markgröninger Seite ausgegangen. Deshalb reagierte der Verein auch mit Unverständnis über die Urteile des Sportgerichts. Neben Geldstrafen für beide Clubs gab es Sperren zwischen einem und zweieinhalb Monaten für zwei Italia-Akteure sowie eine vierwöchige Sperre für einen Korntaler Spieler, die, nachdem sie bereits verbüßt war, nach der Berufung noch halbiert wurde. Zudem wurde die Begegnung für beide Mannschaften mit jeweils 0:3 Toren als verloren gewertet.
Schon Anfang des Jahres hatten sich Verantwortliche und Korntaler Spieler zusammengesetzt und waren zu dem Entschluss gekommen, zum Rückspiel nicht anzutreten. "Nach den Androhungen, die bereits unmittelbar nach Spielabbruch gefallen sind und weiteren aggressiven Auftritten dieser Fußballmannschaft (Italia Markgröningen/Anmerkung der Redaktion) in den letzten Jahren sind sich die Korntaler einig, dass es so auf den Sportplätzen nicht weiter gehen darf. Mit dieser Aktion wollen die Spieler sich klar dazu bekennen, dass Gewalt auf Sportplätzen nichts zu suchen hat. Fußball ist und bleibt für die meisten ein Hobby, und es ist traurig wenn es so weit kommt, dass man schon vor Spielbeginn Angst haben muss, das Spielende nicht unverletzt zu erleben", heißt es in einer Erklärung der Fußballabteilung.
Staffelleiter Hans Siegl hat wenig Verständnis für das Korntaler Vorgehen. "Die Sorgen, dass etwas Ähnliches auch im Rückspiel vorfallen könnte, sind unbegründet. Wir hätten das Spiel unter Beobachtung gestellt. Und da passiert dann aus meiner Erfahrung heraus gar nichts." Weil er die TSV-Verantwortlichen nicht zu einem Umdenken bewegen konnte, sagte er die Begegnung kurzerhand ab. Über die Spielwertung entscheidet nun das Sportgericht.
Auf Korntaler Seite stellt man sich auf eine 3:0-Wertung für Italia Markgröningen und eine Geldstrafe für den eigenen Club ein. Spielleiter Wolfgang Lutz: "Wir wissen auch" dass das Spiel in Markgröningen höchstwahrscheinlich ganz normal über die Bühne gegangen wäre. Aber was damals abgelaufen ist, war einfach zu heftig. Einigen Vereinen ist es schon ähnlich gegangen. Und wir wollen eben jetzt ein Zeichen setzen, zumal wir am Ende auch noch die Gelackmeierten waren und bestraft wurden."
25.04.2009 - aktualisiert: 25.04.2009 06:04 Uhr
http://www.stuttgarter-zeitung…zen-und-spielt-nicht.htmlMeiner Meinung haben die Korntaler richtig reagiert.
hierzu bin ich volkommen Deiner Meinung.
Genauso sollte man als Verein auftreten um auf die Gewalt aufmerksam zu machen.
Die Verbände sprechen von "Zeichen setzen", Vereine welche eines setzen werden bestraft. -
wäre interessant zu erfahren ob einer der beiden Vereine für Prüfeleien auf dem Sportplatz "berüchtigt" ist? Also bei uns kennt man seine Spezis bei denen es gerne mal kracht, und da schauen auch grade bei wichtigen Spielen immermal Verantwortliche vom Kreis vorbei.
Im übrigen bin ich auch der Meinung, dass auch Trainer der Senioren mal härter durchgreifen können. Ehrgeiz und Kampfgeist in allen Ehren, aber es gibt Sachen, die haben weder bei Kleinen noch bei Großen etwas auf dem Platz zu suchen. Handgemenge und kleine Nicklichkeiten kommen im besten Verein vor, handfeste Prügeleien und rassistische Ausdrücke gehen aber zu weit, was in unserem Verein auch durch interne Spielsperren bestraft wird. (im übrigen gehen rassistische Ausdrücke nicht immer von deutschen aus, ich wurde mal als "Kartoffelfresser" beschimpft xD ich fands komisch)
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ich kenne beide Mannschaften da diese auch bei unseren Aktiven in der Staffel spielen.
Gegen die Korntaler kann ich bisher nichts negatives berichten aber die Markgröninger, sagen wir es so.....man kennt sie. -
Ich muss zugeben, es sind sehr oft Südländer dabei, wenn es um Schlägereien etc.
geht.
Die Sache ist die, (einige von uns) sind sehr leicht reizbar, vorallem wenn es um Fußball geht.
Gegnerische Teams kennen diese Schwäche und provozieren gerne, was sich der (richtig harte ps:Ironie)Südländer
nicht gefallen lassen kann und schwupps ist er mit beiden Beinen in der Kniekehle des Gegners.Leider kommt sowas sehr oft vor, auch unter Menschen mit gleichen Wurzeln, also Türken-Türken
Griechen-Griechen. Wenn sowas bei uns stattfindet mische ich mich da gar nicht erst ein, denn am Ende
bin ich der Verlierer, egal was passiert. Einmal hat ein gegnerischer Spieler nach dem Spiel ein Messer gezückt und
unseren Spielern gezeigt. Ich war da bereits auf dem Weg zur Kabine und wäre wohl der Letzte der verletzt worden wäre.
Die Polizei wurde gerufen, aber als die kam, waren alle schon weg, oder sie wurde eifach wieder zurückgeschickt, mit
der Begründung, dass alles ok sei.Am besten fand ich die Ausrede von einem der gegnerischen Betreuer, der zu meinem Onkel sagte:
"Das ist doch unsere Tradition, jeder von uns hat doch ein Messer, warum ruft ihr die Polizei"Ich kann nur sagen, ich hab keine Messer, außer in der Küche, aber mit denen schneide ich nur Gurken und Tomaten, auch wenn
diese beiden Begriffe auch auf Menschen zutreffen mögen
Mein Fazit:
Es muss was getan werden! -
Mir fällt da ein,
das oft Menschen, die sich nicht auszudrücken wissen, die schlecht sprechen können, stottern, betrunken sind und ihre Gefühle nicht mehr in Worte bringen können diejenigen sind, die oft schnell zuschlagen.
Manch ein "Ausländer" paßt in dieses Bild, aber es sind nicht alle Ausländer, die da rein passen.
Zudem kommt hinzu, dass es da -und besonders unter den Einwanderern aus dem Osten- nicht wenige Leute gibt, denen in ihren Reihen beispielsweise die Diskussion unter Männern als Schwäche ausgelegt wird, das ist dort unmännlich, damit outet man sich, ..das ist schwul, ...wenn man zuviel redet.
