Unser 12jähriger Sohn hat mittlerweile keine große Motivation mehr zum Fußballtraining zu gehen. Die Gründe sind mir bekannt. Er ist im Sommer 2014 zu einem Juniorenförderverein gewechselt und spielt eine Jugend höher. Zuerst lief es ganz gut. Im Oktober 2014 kam das erste Tief. Verletzungsbedingt und Heimwehbedingt. Dann kam die Hallensaison und es lief wieder einigermaßen. Erst kam die Kreismeisterschaft, dann kamen die Jungs weiter zur Bezirksmeisterschaft. Zur Bezirksmeisterschaft wurde unser Junior ohne jegliche Begründung nicht mitgenommen. Er hatte bis zum Finale der HKM zum Erfolg der Mannschaft beigetragen. Dann wurden Jungs von einem anderen Kreis (was für die Bezirksmeisterschaft erlaubt ist) genommen und der eigentliche vorherige "Gewinnerkader" blieb zum Teil zu Hause. Das sorgte für Frust und Unmut, nicht nur bei den Kids auch bei den Eltern. Die Trainer habe ich darauf angesprochen per Mail und telefonisch. Nur leider meldeten sie sich nicht zurück. Erst eine Woche später auf dem Platz wurde es aufgeklärt. Unser Sohn fühlt sich nicht mehr so wichtig für die Mannschaft und nicht mehr dazugehörig. Bei den letzten Spielen wurde er maximal 5 Minuten eingesetzt und war fast nie von Anfang beim Spiel dabei. Die Trainer kritisieren sein Zweikampfverhalten. Er kann sich nicht genug gegen die älteren Spieler durchsetzen. Das wissen wir schon. Unser Sohn gehört nicht zu den Größten und ist etwas zarter. Die D-Jugend Jungs sind teilweise 1,5 bis 2 Köpfe größer. Ich habe den Trainern auch gesagt, dass es ihm schwerfällt zum Training zu gehen und er fast gar keine Lust mehr hat. Ich hatte den Eindruck, dass es den Trainern gleichgültig ist. Das Problem ist auch, dass 4 Trainerkinder in der Mannschaft sind und diese teilweise vorgezogen werden, die Kinder merken das auch und finden es ungerecht. Zum Sommer wechselt unser Junior zu seinem Jahrgang (im selben Verein) und spielt dann also mit "Seinesgleichen" Der jetzige Verein hat leider keinen 2003er Jahrgang, daher muss er noch bis Juli 2015 durchhalten. Aber dann wird eine neue Mannschaft U13 (Kader steht fest) aufgemacht, mit neuem Trainer und ca. 7 Kindern, mit denen er bereits seit ca. 1 Jahr beim Stützpunkt trainiert. Über diese neue Mannschaft freut er sich sehr und kann es kaum abwarten, das ist sein kleines Licht am Horizont. Das heißt in Zukunft, dass die Kids dann 1x Stützpunkt und 2x Fussi im JFV trainieren und sich schon kennen. Daher glaube ich, dass er dann auch wieder Erfolgserlebnisse hat und sich besser "durchbeißen" kann. Was sehr schade ist, dass er teilweise die Lust am Fußball spielen verloren hat. Mein Mann und ich haben gesagt, er soll bitte Fußball spielen, weil er Freude daran hat, nicht um unsere Erwartungen zu erfüllen. Aber komplett hinschmeißen will er auch nicht. Denn der Stützpunkt macht ihm am meisten Spaß und dass will er auf keinen Fall aufgeben. Kennt jemand solche Abschnitte beim Fußball? Wir versuchen ihn aufzubauen und zu unterstützen. Nur hat er dieses "Strahlen in den Augen" wenn es um Fußball spielen geht, irgendwie verloren. Ich muss hinzufügen, dass die Mitgliedschaft in diesem besagten Verein mit Aufwand verbunden ist, d. h. einfache Fahrt 48 km. Wir machen eine Fahrgemeinschaft. Wenn Spiele sind, sind es manchmal auch ca. 50 km einfache Fahrt und dann nur 5 Minuten Spieleinsatz, das ist ärgerlich.Nun hat er auch die Schule gewechselt. Dort läuft es aber wesentlich besser und Schule macht ihm wenigstens wieder Spaß. Habt ihr Tips, wie er durchhalten kann? Danke schon mal für Eure Nachrichten.
Sohn hat kaum noch Motivation zum Training zu gehen
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Also
habt ihr euch denn vor dem Wechsel irgendwie informiert über den Verein.? Selektion fällt ja nicht vom Himmel!
Die Kritik am Trainer ist selbstverständlih berechtigt, Transparenz ist immer wichtig, aber wenn der Sohn sich von phasenweise niedrigen Einsatzzeiten aus der Bahn werfen lässt dann wird der Verein wohl auf Dauer nicht der richtige sein.
Dass der Junior dadurch keine Lust mehr hat ist auch nachvollziehbar, aber einem Leistungsverein kann man hier keinen Vorwurf machen. Das ist, so blöd es sich auch anhört, ein "mentales Problem".Was kann man also tun?
1)den Trainer um mehr Transparenz bitten
2)abwarten und Tee trinken bis die Saison rum ist -
Deine Beschreibung ist leider nicht neu! Wenn ich jetzt sagen würde: "die Dummen sterben leider nicht aus", dann möchte ich dir nicht zu nahe treten, sondern dich ein wenig daran erinnern, wie leichtgläubig viele Eltern auf die Versprechungen dieser Abwerber sind! Dabei hätte die Frage, wie viele dieser Neulinge pro Jahrgang noch in der A-Jugend spielen rasch Aufschluß darüber bringen können, dass es hier nicht um die Ausbildung von Talenten, die man sich gründlich anschaut geht, sondern um den großen Bedarf an "Frischfleisch" für ein paar Hobbytranier, die mit dem großen Vereinsnamen werben. Ja es gibt sogar Eltern, die ihre Kinder dort wie Sauer Bier anbieten und es so diesen Trainern noch leichter machen, diese Kinder auf die Reservebank zu setzen, falls tatsächlich mal die "Leistungsträger" ausfallen. Die Heimatvereinstrainer muß man bei Laune halten, weil sich diese Leute ja untereinander kennen und sich wohlmöglich ein schlechtes Image herumsprechen könnte.
Leider verlieren viele junge Talente während der Zeit, in der sie sich gegen jahrgangsältere und damit natürlich physisch stärkere Gegner spielen müssen, die Lust am Fussball und insbesondere die Lust an der eigenen Leistung. Denn für die "Gewinnerteam-Trainer" ist es nicht relevant, dass jeder nur deshalb so fleißig trainiert, um das Erlernte im Wettkampf ausprobieren zu dürfen und somit jeder eine Recht auf die gleiche Chance besitzt. Nein, für sie zählt nur das jetzt und das heute! Sie sind nicht an der Ausbildung interessiert, sondern bilden sich ein, dass man durch permanente Selektion schon die Richtigen bekommt.
Dass das nicht so ist und man Talente verliert, wenn man entweder zu früh oder nach falschen Merkmalen selektiert, stelle ich schon seit vielen Jahren fest.
Es besteht also gar kein Grund, jetzt schon die Flinte ins Korn zu werfen, sondern gemeinsam mit dem Kind die Enttäuschung dadurch zu verarbeiten, dass es wieder in einer angstfreien Umgebung mit Bekannten und Freunden den Spaß am Fussball neu entdecken kann.
Um eine Erfahrung reicher geworden werdet ihr bestimmt bei späteren Abwerbeversuchen die Werbebotschaften von Informationen unterscheiden können und euch gründlich über die Rahmenbedingungen der Jahrgänge in diesen Vereinen informieren..
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@Fußballvirus
Nur zu meinem Verständnis:
Euer Sohn wechselte im vergangenen Sommer den Verein, obwohl ihr wusstet, dass a) im neuen Verein gar keine Mannschaft seiner Altersklasse existiert und b) euer Sohn körperlich wahrscheinlich nicht mithalten wird?
Was waren denn die Gründe für den Wechsel?
Hätte er beim Verbleib im bisherigen Verein auch am Stützpunkt trainieren können?Wie 16er schon schrieb, abwarten bis die Saison rum ist und hoffen, dass sich die Vorstellungen von der neuen Saison bewahrheiten.
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Grätsche
wir haben uns vorher informiert. Vorträge angehört, Gespräche mit Trainern, Betreuern, Vorstand des Vereins gehabt. Hatten einen guten Eindruck und ein gutes Bauchgefühl.
Unser Sohn ist mit noch einem Jungen (auch 2003er), den er kannte gewechselt. Es sah alles viel versprechend aus. Das sich das alles in diese Richtung entwickelt konnte keiner ahnen. Nun haben wir festgestellt, dass so ein JFV auch nur "mit Wasser kochen kann". Unser Sohn hatte vorher noch nie höher gespielt. Er hat bis vor kurzem 1-2 monatlich noch bei einem Bundesligisten als Gastspieler ausgeholfen und spielt seit Anfang 2013 Kreisauswahl, im Sommer 2014 ist er zum Stützpunkt aufgestiegen. Andere Vereine haben auch schon bei uns angebaggert
Ihn persönlich bringt es nichts einen Jahrgang höher zu spielen. Seinem Kumpel schon, der ist trotz Jahrgang 2003 körperlich robuster und 1 Kopf größer und ihm ist es "Latte" wo er spielt. Unser Sohn ist etwas sensibler und braucht einen sicheren Hafen. Die Sicherheit wird er dann im Sommer 2015 bekommen, wenn er mit seinen Kumpels vom Stützpunkt trainiert. Da sind dann 3 sehr gute Freunde von ihm dabei und die restlichen kennt er auch von der Bundesliga...Der Spaß am Fußi wird auch wieder kommen, nur jetzt muss er durchhalten bis Ende Juni 2015. Was ich eben schade finde, dass die Trainer nur ihre eigenen Vorteile sehen und die Persönlichkeit des Kindes ist sch...egal. Es stimmt eben doch, das dort Talente verheizt werden. Traurig, wie eben TW-Trainer sagte, dass die guten Talente aufgeben durch solche Umstände. Ganz ehrlich, wenn das in der kommenden Saison auch nicht läuft, geht er lieber zu seinem Heimatverein und hat dort Spaß. Der Fokus sollte eh auf Schule liegen. Es ist eine Erfahrung aber der Weg nach oben ist wirklich steinig und frustierend. -
wir hatten auch das Gefühl, dass er mit den 2002ern mithalten konnte, da er bis vor kurzem Leistungsmäßig top war. Dass Probleme in der damaligen Schule und auch teilweise die beginnende Pubertät dazu führte, dass es nicht so gut läuft, konnte auch keiner wissen. Tja, hinterher ist man immer schlauer

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Über diese neue Mannschaft freut er sich sehr und kann es kaum abwarten, das ist sein kleines Licht am Horizont
ich finde so klein ist dieses Licht gar nicht.
Das sollte das neue Ziel sein. Die Vorfreude kann ihm die Übergangszeit verkürzen.
Auch bei den erfolgreichsten Fußballern dürfte es wenige geben, die nicht mal Rückschläge in der einen oder anderen Form "verarbeiten" mußten.
Gab´s Gespräche mit dem Stützpunkt-Trainer über dieses Thema hier ??? Was rät dieser? -
@Fußballvirus
Danke für die ehrlichen Worte. Meine Fragen zielten auch nicht darauf ab, dich/euch anzugreifen.
Letztendlich zeigt das Beispiel eures Sohnes wieder, dass gerade in diesem Alter viele Unbekannte lauern. Es lässt sich kaum eine verlässliche Prognose abliefern und selten verlaufen Entwicklungen gerade.
Persönlich finde ich es gut, dass eine Rückkehr zum Heimatverein nicht vorn herein ausgeschlossen wird, falls es bei dem JFV nicht klappt. Kenne einige Beispiele, wo die Kinder eher aufgehört haben mit dem Fußball, als zurück zu gehen.
JFV kenne ich näher nur Wenige. Allerdings bei denen ist es ähnlich wie von dir beschrieben. Gerade weil sie überregional sind, meinen sie sich die besten Spieler heraus picken zu können. Oftmals wird dann der kurzfristige Erfolg noch als Lockmittel genutzt, um weitere Kinder anzuwerben (Bezirksliga statt Dorfliga). Bleibt die Entwicklung eines Einzelnen dann hinter den Erwartungen zurück, wird teilweise gnadenlos aussortiert. Es stehen ja genügend gute und willige Spieler bereit, um den Kader aufzufüllen. In den Dorfvereinen muss man sich hingegen viel mehr um die Kinder bemühen.
Wenn euer Sohn die Situation meistert und weiterhin dran bleibt, dann wird er dadurch sicher ein gutes Stück gereift sein. Also seht es positiv.
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Grätsche
Ja richtig, wir versuchen immer 2 Seiten zu sehen. Es gibt immer etwas Positives was man an schwierigen Situationen mitnehmen kann.
open-minded
Nein, wir haben noch nicht mit dem Stützpunkttrainern gesprochen. Als damals der Wechsel vom Dorfverein zum JFV anstand, hat uns ein Stützpunkttrainer gesagt, sie dürfen nichts zu irgendeinem Wechsel zu einem anderen Verein sagen oder gar etwas befürworten...Sie haben als Stützpunkttrainer die Verpflichtung, dass sie absolute Neutralität ggü. den umliegenden Vereinen wahren müssen. Als letztes Jahr im Frühling ein eventueller Wechsel zur U12 eines Bundesligisten für unseren Junior anstand, haben sie uns eher davon abgeraten...da brauchten sie scheinbar nicht neutral sein. Das Problem beim Wechsel zur Bundesliga ist nämlich, dass dann die Kreisauswahl und der Stützpunkt wegfallen. Die Stützpunkttrainer haben die Erfahrung gemacht, dass ein Wechsel zur festen Mannschaft der Bundesligisten unter 15/16 Jahren meistens nicht so gut ausgeht. Die wenigsten Spieler bleiben bei den Bulivereinen und kommen nach ca. 1/2 Jahr zurück. Das gibt einigen Jungs erst Recht einen Knacks im Selbstbewußtsein. Ich werde nächstes Mal gucken und ggf. einen Stützpunkttrainer ansprechen. Dort beim Stützpunkt ist unser Sohn meistens in Bestform und gibt alles. Auf jeden Fall bekommt er dort konstruktive Kritik und viel positives Feedback. Daher geht er auch gern dort hin. -
Ein paar Fragen und Anmerkungen:
Zuerst ein Jugenförderverein klingt vom Namen toll, ist in der Regel jedoch nichts anderes als eine erwiterte JSG mit anderem rechtlichem Rahmen, der Name hat zumindest nach meiner Erfahrung keinen Aussagewert für die Qualität der Jugendarbeit. Das Fehlen eines gesamten Jahrgangs ist jedoch merkwürdig.
Geringere Spielzeiten für D Jugendspieler in der Hallenrunde sind die Regel. Es ist logischerweise schwer einen Kader von 13-15 Spieler gerecht auf das Hallenspielsystem von 4+ 1 runter zu brechen.
Die Zugehörigkeit zum Kreis bzw. Bezirk wie ausgeführt verstehe ich nicht. Der Spieler ist für die JFV spielberechtigt. Der Heimatverein spielt keine Rolle, da er gleichzeitig Mitglied der JFV ist.Aushelfen für einen Bundesligisten? Der betreffende Verein spielt in der D Jugend keine Bundesliga und die Gastspielerlaubnis gilt zumindest in Hessen nur für Freundschaftsspiele.
Eine weitere Frage spielt er Kreisauswahl oder trainiert er im regionalen DFB Stützpunkt. Denn dies sind regional zwei unterschiedliche Fördereinrichtungen.
Zu Letzt eine kleine Aufmunterung und Anmerkung. Der Schritt von einem Dorfverein zu einem " höheren Verein" ( leider habe ich scheinbar übersehen in welcher Klasse er spielt) ist immer schwer. Der Übergang von der E in eine D 1 noch zusätzlich. Wenn er sich noch nicht 100 Prozentig auf diesen Übergang eingestellt hat ist dies kein Wunder und auch keine Katastrophe. Wichtiger in fußballerischer Kontext ist ob er sich weiterentwickelt hat und im Training gut gefördert wird.
Können wir nicht beurteilen! Aber!! Wenn der Druck für euren Sohn bereits hier zu hoch ist, ( was nicht gegen euren Sohn spricht) würde ich vom Schritt in das Haifischbecken eines NLZ dringend abraten.
Wichtig ist was euer Sohn will! -
Zuerst ein Jugenförderverein klingt vom Namen toll, ist in der Regel jedoch nichts anderes als eine erwiterte JSG mit anderem rechtlichem Rahmen, der Name hat zumindest nach meiner Erfahrung keinen Aussagewert für die Qualität der Jugendarbeit. Das Fehlen eines gesamten Jahrgangs ist jedoch merkwürdig.
Allerdings bei denen ist es ähnlich wie von dir beschrieben. Gerade weil sie überregional sind, meinen sie sich die besten Spieler heraus picken zu können. Oftmals wird dann der kurzfristige Erfolg noch als Lockmittel genutzt, um weitere Kinder anzuwerben (Bezirksliga statt Dorfliga). Bleibt die Entwicklung eines Einzelnen dann hinter den Erwartungen zurück, wird teilweise gnadenlos aussortiert. Es stehen ja genügend gute und willige Spieler bereit, um den Kader aufzufüllen. In den Dorfvereinen muss man sich hingegen viel mehr um die Kinder bemühen.
Wohl nicht überall, aber die Realität, die ich auch kennengelernt habe.
Dass Probleme in der damaligen Schule und auch teilweise die beginnende Pubertät dazu führte, dass es nicht so gut läuft, konnte auch keiner wissen. Tja, hinterher ist man immer schlauer

Klar ist man hinterher schlauer. Aber nicht allzzuselten steht auch ein gewisse Naivität, bedingt wohl auch fehlende Kenntnisse
der Gegebenheiten,und im Vertrauen auf Schöngeredetes, im Raum.Gerade diese Zusammenhänge der Erwartungen, Hoffnungen mit der Realität in enger Verbundenheit mit der persönlichen
Entwicklung eines Kindes (Pupertät, Schule) haben wir hier im Forum ja schon bis ins kleinste Detail durchdiskutiert.Der Junge ist nun mal aber in den Brunnen gefallen. Eigendlich nicht so tragisch, wenn er rechtzeitig wieder herausgezogen wird.
d.h. sofort Handeln, zurück zum alten Verein oder alternativ zu einem einem Verein, der leistungsmäassig etwas tiefer angesiedelt ist
und das ganze als Erfahrung abtun aus denen man lernen kann und auch einer Weiterentwicklung dient. -
Ein paar Fragen und Anmerkungen:
Zuerst ein Jugenförderverein klingt vom Namen toll, ist in der Regel jedoch nichts anderes als eine erwiterte JSG mit anderem rechtlichem Rahmen, der Name hat zumindest nach meiner Erfahrung keinen Aussagewert für die Qualität der Jugendarbeit. Das Fehlen eines gesamten Jahrgangs ist jedoch merkwürdig.
Geringere Spielzeiten für D Jugendspieler in der Hallenrunde sind die Regel. Es ist logischerweise schwer einen Kader von 13-15 Spieler gerecht auf das Hallenspielsystem von 4+ 1 runter zu brechen.
Die Zugehörigkeit zum Kreis bzw. Bezirk wie ausgeführt verstehe ich nicht. Der Spieler ist für die JFV spielberechtigt. Der Heimatverein spielt keine Rolle, da er gleichzeitig Mitglied der JFV ist.Aushelfen für einen Bundesligisten? Der betreffende Verein spielt in der D Jugend keine Bundesliga und die Gastspielerlaubnis gilt zumindest in Hessen nur für Freundschaftsspiele.
Er spielt beim DFB-Stützpunkt hatte ich aber bereits vorher hier geschrieben. In Niedersachsen durfte er bei den "Grün-Weißen" im Talentteam spielen. Das geht bei uns auch für Punktspiele, das ist eine separate Geschichte. Allerdings falls es Terminüberschneidungen gibt, geht der DFB-Stützpunkt vor Bundesliga. Zunächst möchte unser Sohn in dem jetzigen Juniorenförderverein bleiben, da dort ja ab Juli 2015 eine Mannschaft seines Jahrgangs aufgebaut wird, wo er wie gesagt schon viele Spieler kennt und mit diesen seit knapp 2 Jahren beim Stützpunkt spielt. Die 2003er Jungs haben sich schon beschnuppert und Probetraining gehabt, Söhnchen war begeistert
Falls es dann immer noch nicht hinhaut, hat er gesagt geht er zu seinem Heimatverein zurück. Das kann er dann zum 31.12.15 machen. Jetzt heißt es durchhalten und sich auf den Sommer freuen :]Na klar, richten wir uns danach was unser Junior will ;)Denn er steht dort auf dem Platz und muss mit seinem Verein und Mitspielern/Trainern klar kommen, nicht wir. -
Zunächst einmal hast du deinen "Nick" sehr treffend gewählt, denn nicht wenigen Eltern von talentierten Kindern geht es so wie dir! Sie werden vom Fussballvirus angesteckt und sind euphorisch über die ausergewöhntliche Entwicklung des Kindes. Sie reiben sich die Augen, dass sie jetzt plötzlich dort stehen, worüber man normalerweise nur etwas aus der Zeitung erfährt!
Doch wer die "Erfolgsleiter" zu schnell hinaufsteigt, der kann auch tief fallen. Denn das Problem vieler Eltern und Kinder ist die fehlende Vergleichbarkeit. Gehörte das Kind im Heimatverein, der Kreisauswahl oder dem DFB-Stützpunkt noch zu den Leistungsträgern, so ist es gerade unter Jahrgangsälteren Eines unter Vielen! Nach dem Prinzip des "first in, first out" werden zu früh auf Leistungsniveau getrimmte Kinder nicht nur von den Trainern dieser "seelenlosen Haufen" verheizt, nein auch die wegschauenden Eltern tragen ihr Schärflein dazu bei, dass das Kind eines Tages "nicht mehr funktionieren will" und dem Fussball endgültig adieu sagt.
Natürlich müssen sich die DFB-Stützpunkt gegenüber den Vereinen neutral verhalten. Dennoch erhält man fast immer einen Rat, der weiterhelfen kann, weil sie eben neutral sein müssen.
Talente, die in einer behüteten sozialen Umgebung aufwachsen und ihre Entwicklungsschritte langsamer machen dürfen, bekommen seltener einen "Knacks im Selbstbewußtsein". Sie durften ohne Leistungsdruck in einer angstfreien Umgebung in kleinen Schritten den Fussball erlernen.
Ein Wechsel vor der C-Jugend in einen anderen Verein aus Leistungsgründen macht fast nie einen Sinn, weil es der falsche Weg ist. Talent allein genügt nur für die ersten Schritte. Selbstbewußtsein kann nur wachsen, wenn soziale Kompetenz und mentale Stärke hinzukommt. Dafür braucht es eine stabile soziale Umgebung und vor allen Dingen ein Elternhaus, in der es mal stark und mal schwach sein darf! Weil man bei den Vereinen oder Trainern auch mal auf die Nase fallen, ist es wichtig für das Kind zu wissen, dass seine Eltern nur das Beste für ihn wollen und gemeinsam durch Dick und Dünn gehen.
Kinder, die kein behütetes Elternhaus haben, die haben es auch im Fussball schwer. Denn für sie ist der Fussball häufig eine Ersatzfamilie. Sie strengen sich deshalb besonders an, um dort das Lob, was ihnen ein Zuhause nicht bieten kann, abzuholen. Fällt das Lob für einen bestimmten Zeitraum aus, so fallen sie in ein tiefes Loch aufgrund fehlenden Selbstbewußtseins.
Kaum ein Mensch macht sich Gedanken darüber, was ein Profi auf dem Weg dorthin alles hat aushalten müssen! Wenn aber fast jeder zugibt, dass es in der Jugend eine Reihe von höher talentierten Kameraden gab, die man schließlich hinter sich gelassen hat, dann sollte es insoweit zu denken geben, dass es keinen Sinn macht, eine Entwicklung im Fussball in ein- oder zwei Jahren (in diesem Zeittakt sortieren viele Nachwuchs-Teams mit Leistungsanspruch aus), sondern über den gesamten Jugendzeitraum zu planen.
Es liegt noch sehr viel Potenzial in der Ausbildung des Fussballnachwuchses. Man kann in am besten mit und im Sinne der Kinder bestreiten! Der erste Schritt dahin wäre, sich eigene Irrtümer zuzugestehen und daraus die Konsequenz zu ziehen, aus dem staitschen Talentmerkmalen (die sich ausschließlich nach fussballerisch nutzbaren Fähigkeit im Messzeitpunkt orientieren) zu einer dynamischen Talentbeurteilung zu gelangen, in der die gesamten Entwicklungsfortschritte in Betracht gezogen werden sollen. Bei eiinem rein auf das biologische Alter bezogenes System der Jahrgangsstufen hat ihre Schwächen, ganz besonders für die Talente, die aufgrund ihrer späteren Geburt und Einschulung eine andere Leistungsentwicklung erfahren. Wenn wir die Fairness als ein oberstes Gebot im Sport ansehen, dann haben alle eine gleiche Chance verdient. Denn was heute noch nicht im gleichen Maße vorhanden ist, wird sich spätestens in der Reife der körperlichen und geistigen Entwicklung vollenden.
Kinder, die früh als Talente erkannt und in der Kreis- oder Stützpunktauswahl gefördert werden, sind deshalb besonders gefährdet, "in die falschen Hände zu geraten", wenn man dort ganz einfach mal alle Stützpunktspieler kontaktiert und gutes ausbildungstraining durch permanentes Aussortieren ersetzt.
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Das, was Werder da mit dem Talentteam macht, dürfte nicht allen bekannt sein, da diese Vorgehensweise von anderen NLZ abweicht.
Deshalb mal ein paar Infos dazu:
http://www.dfb.de/trainer/d-ju…am-von-werder-bremen-946/
http://www.werder.de/media/nat…hmen_sv_werder_bremen.pdf
Diese Vorgehensweise führt dazu, dass bei einem endgültigen Wechsel beide Seiten recht genau wissen, worauf sie sich einlassen. Ich kenne aus unserer Region mehrere Spieler verschiedener Jahrgänge, die im Talentteam sind und höre von den Eltern nur Gutes. Dass Werder diese Möglichkeit hat, liegt aber sicherlich auch daran, dass die regionale Konkurrenzsituation zu anderen NLZ überschaubar ist. Richtung Ost und Süd-Ost gibt es halt noch den HSV und 96; Richtung Süd und West ist man auf 200km Alleinunterhalter. Die NLZ in Meppen und Osnabrück sind im Zweifel, wenn es um einen talentierten Spieler geht, keine Konkurrenz. Echte Konkurrenz gibt es erst in Dortmund, Schalke und Enschede.Im nördlichen Niedersachsen gibt es recht viele JFV. Grund dafür ist nicht immer der Fördergedanke, sondern eher die JSG-Beschränkung auf drei Vereine... Was ich auffällig finde, ist, dass der JFV in diesem Thread bereits in der D-Jugend startet. Welchen Sinn macht das, wenn es ein JugendFÖRDERverein ist? In der D-Jugend gibt es in Niedersachsen keinen überkreislichen Spielbetrieb.
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Viele JFVs weiten ihre Aktivität bereits auf die jüngsten Jugenden aus, um sich die sonst notwendige Passumschreibung zu sparen und eine einheitliche Jugendarbeit zu garantieren.
Auch andere NLZs haben diese Talenttruppen, die meist mit der vereinseigenen Fußballschule kooperieren, oder Teil dieser sind.
Zusätzliche Einnahmen und hin und wieder bleibt einer hängen.Die Chancen später im relevanten C- A Jugendalter für ein NLZ zu spielen, muss ähnlich wie bei den Kooperationspartnern realistisch als gering bewertet werden.
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trotz das die "Grün-weißen" unseren Sohn momentan nicht mehr im Talentteam haben, werden sie ihn weiter sichten. Im Sommer gibt es wieder Funktionsspieltage bzw. Turniere vom DFB. Scouts sind überall. Aber das hat für uns keine Priorität. Es soll wieder Spaß machen mit Kumpels zu kicken, der Rest kommt dann von allein

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Nicht immer geschieht ein Richtungswechsel in der Nachwuchsförderung freiwillig! Es hat die Verantwortlichen von Werder seinerzeit schon sehr geärgert, als sie gegen Twente nicht nur eine Niederlage in der Championsleague kassierten, sondern dort Jungs in den Reihen standen, die im "Hinterland von Werder" wohnten und nunmehr als fertig ausgebildete Spieler einen 7-stelligen Betrag kosteten. Auch hat man die Kooperation mit Meppen schon wieder gelöst, weil die dort die Frechheit besaßen, ihr A-Jugend-Team in die Bundesliga aufsteigen zu lassen.
Auch der neue Werder-Weg für Talente von der U 9 bis U 13 ist von den Niederländern "abgekupfert", weil man dort eingesehen hatte, dass man schon gründlicher arbeiten muß, um das Leistungspotenzial in der eigenen Region zu entdecken und sinnvoll auszubilden. Jedoch gibts nach wie vor Unterschiede.So scoutet Werder an Talenttagen, während z.B. Twente seine Scouts sogar bis in den kleinsten Dorfverein schickt, damit niemand durch`s Sichtungsraster fällt.
Allerdings hat Werder durchaus auch Erfolge über der jetzigen Methode. Wie notwendig die mühevolle Nachwuchsarbeit mit den eigenen Talenten ist, zeigt sich gerade in dieser Saison, wo einige junge Spieler schon früher als geplant, ins kalte Wasser der 1. Bundesliga-Mannschaft geworfen werden müssen.
Zwischen Schein und Sein klafften selbst zu erfolgreichen Zeiten manchmal Welten. So sah unter "König Otto" der Wochentrainingsplan seiner Profitruppe so aus, dass jeder Spieler genau wußte, was montags, dienstags usw. trainiert wurde! Man spielte sein Ding erfolgreich herunter und Otto ruderte mit dem Zepter! Wer Erfolg hat, der hat recht! Doch mit jungen Leuten konnte er nicht viel anfangen, weil hier die Mittel zum schnellen Erfolg denn doch eingeschränkt waren.
Aber ich denke, wir sollten die User nicht mit norddeutschen Fussballthemen langweilen. Es sei denn, im Norden würde sehr vieles mehr richtig gemacht als Anderswo. Aber das kann ich nicht erkennen.
So, wie ich mich schon über die Unzuverlässigkeit von statischen Talentmerkmalen äußerte, ist es auch sehr schwierig für eine spätere Erfolgsprognose. Denn hier treffen fussballunerfahrene Eltern auf die Intransparenz der Leistungsvereine. Jeder präsentiert sich für den Moment von seiner besten Seite und so bleiben die späteren Enttäsuchungen nicht aus.
Die heutige Methode gleicht dem Tanlentprinzip "der Stecknadel im Heuhaufen suchen", was für große Ungewissheit und Unruhe auf beiden Seiten sorgt!
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Ein talentierter Junge, der keine Lust mehr hat, weil....
-man ihn aussondern wird. Aussondern wird, weil man vermutlich die Meinung hat, dass er größenbedingt sich nicht durchsetzen können wird und weil man deshalb mit ihm später kein Geld verdienen wird (?)...ich setze da mal ein vorsichtige Fragezeichen.
Deshalb sitzt er dann auf der Reservebank oder schaut von der Seitenauslinie zu. Sollte meine Vermutung richtig sein, gehe ich davon aus, dass der überwiegende Teil der Mannschaft die auf dem Platz ist....große und dazu schnelle Spieler sind und vereinzelt kleine Spieler sind....die technisch taktisch und bissiger sind als die großen und schnellen Spieler und so gleichziehen können.
Halte ich mal fest....Kind....Bankdrücker....lässt nicht bis weniger spielen
....führt dazu...
das Kind keine Lust mehr hatte.
Frage ich mich, wo der Unterschied zu den Trainern im Vereinssport...Breitensport....Dorffußball ist, die genau das SELBE wichtig flockig tun mit den Kindern die ihnen in die Obhut gegeben wurden....im großen Kampf der Kreisliga wo man nicht selten diese selben Verstöße sieht, die die gleichen Folgen haben....aber das nur mal am Rande erwähnt!
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Andre
das mit dem Bankdrücker und nicht spielen lassen...und dann später kein Geld dran verdienen, finde ich persönlich etwas weit ausgeholt. Wahrscheinlich war das so ein Gedankengang von Dir? Unser Sohn spielt seit 7 Jahren Fußball und diese Entwicklung oder Tendenz ist seit Oktober 2014 so. Aber wie gesagt, beim Stützpunkt ist er komplett anders und gibt mehr Gas. Gestern hatte er ein Freundschaftsspiel und war im Sturm im Einsatz mit seinem JFV. Dort hat er auch mal wieder gezeigt was er kann. Super Pässe und ein "fast-Tor" (Latte) :]. Was mir besonders gefallen hat, er war eine komplette Halbzeit im Einsatz und hatte richtig Spaß beim Spiel.
Wo ich Dir Recht gebe, ist die Trainer-Sache
. Da haben wir uns für einen JFV echt mehr versprochen. Es sind drei Trainer dort, wovon nur einer eine entsprechende Ausbildung hat. Die anderen haben genauso viel, wenn nicht auch noch weniger Erfahrung als ein Standard Dorf-Trainer. Ich will den Dorf-Trainern nix böses, ich denke es gibt sehr viele die wirklich alles geben -auch ehrenamtlich-. Ich kann jedoch beim jetztigen Juniorenförderverein keine individuelle Förderung für unseren Junior sehen. Dort geht es mehr auf Kraft und Ausdauer machmal auch Koordination. Dann wird immer gesagt, die Jungs sollen zusätzlich 3x pro Woche 6km laufen. Die Trainer vergessen nur, dass es nebenbei auch noch Schule gibt. Dann ist es noch so, dass in unserem Ort und umzu sehr schlecht über diesen JFV geredet wurde...Zitat: Künstlich hochgezüchtet und die sortieren schneller aus, als man gucken kann. Tja, leider ist doch was Wahres dran.
Nun habe ich gehört, dass ab Juli 2015 noch ein neuer JFV entsteht, wo auch Konkurrenz abgezogen wird. Diese "JFV's" schießen wie Pilze aus dem Boden hier...Aber es ist nicht alles Gold was glänzt
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..hab ich mal so in den Raum geworfen. Nach dem langen Winter kommt die Motivation beim Fußi wieder
Es geht auch mal wieder zum Bolzplatz und im Garten wird rumgekickt. Juhu
So oft wurde auch nicht draußen gespielt. Ich denke unser Sohn muss erst mal wieder für die Draußensaison warm werden. Geht ja anderen auch so. Im Winter trainieren die Jungs nur 1x die Woche + Stützpunkt. Nun geht's wieder los, Sonne scheint, es wird wärmer...die Hormone kommen in Schwung und die Laune steigt Es wird besser. Geduld und durchhalten zahlt sich irgendwann aus.
Dank einer besagten Fast Food Kette die beim Rückweg vom Training auf der Strecke liegt, gibt es einmal im Monat auch Leckerli als Belohnung für die Jungs
