Züchten für den höherklassigen Fußball?

  • Guten Morgen,


    in einem anderen Thread besprechen wir das Thema, warum wir das Traineramt übernommen haben bzw. warum wir es tun. Hobby, nicht Hobby, Pünklichkeit, Zuverlässigkeit, Besserwerden, unsere Aufgabe,etc.


    Was ist der Sinn unseres Daseins?


    Möchten wir gute Fußballer für die erste Liga züchten? Können wirs?
    Möchten wir gute Jungs/Mädels nur "vorbereiten" (geistig wie körperlich) für höhere Ligen?
    Möchten wir als Trainer dieses Amt als Hobby sehen oder als Aufgabe?
    Dürfen wir Erwartungen haben an Kindern? Dadurch machen wir den Kindern evtl. Stress, dürfen wirs?


    Ist es unser Hobby?
    Wenn es unser Hobby ist, warum üben wir Druck aus, in vielelerlei Hinsicht, dass die Kinder besser werden? Warum stellen wir uns auch unter Druck, dass wir besser werden? Ist HOBBY mit ZWANG vereinbar?
    Sollen die Kinder überhaupt besser werden, wenn das Fußballspielen auch ihr Hobby ist? Gibts ein systematisiertes Hobby?


    Sollen wir die Kinder lieber in Ruhe lassen?
    Mit dem Besserwerden?


    Gruß,
    Uzunbacak

  • Möchten wir gute Fußballer für die erste Liga züchten? Können wirs?

    Ja, aber die Trainer in den Vereinen, die meist aus einem Elternteil besteht, können es nicht, da meist die Ausbildung / Lizenz fehlt.

    Wenn es unser Hobby ist, warum üben wir Druck aus, in vielelerlei Hinsicht, dass die Kinder besser werden? Warum stellen wir uns auch unter Druck, dass wir besser werden?

    Wie schon woanders geschrieben wurde, ist es der eigene Ego, damit man sich selbst gut fühlt, und ggf vor anderen prahlen kann.

  • @UZU


    gut so.

    Zitat von »uzunbacak«
    Möchten wir gute Fußballer für die erste Liga züchten? Können wirs?


    Ja, aber die Trainer in den Vereinen, die meist aus einem Elternteil besteht, können es nicht, da meist die Ausbildung / Lizenz fehlt.

    allein diese Aussage von @Onkel zeigt, dass @Uzu ein bedeutendes Thema angeschnitten hat.


    @Onkel


    dies kann und darf nicht das Ziel eines KIFUTrainers sein, erst recht nicht eines Dorfvereinstrainers.


    Diese Denkweise und die tatsächlichen Bedürfnisse vor Ort sind nicht selten Ursache mancher Probleme.


    Trainer mit dieser Denkweise gehören nicht in den Kifu sondern in einen Leistungsverein.

  • @uzunbarak


    Ich finde, du hast ein sehr gutes Diskussionsthema eröffnet. Die Bezeichung: "ZÜCHTEN für den höherklassigen Fussball" mag zwar im ersten Moment ein wenig übersteigert sein. Aber spielt nicht in den Köpfen vieler neuer, engagierter Trainer genau dieser Wunsch eine große Rolle? Besser zu sein als die Anderen und durch Pokale und Meisterschaftssiege gekröhnt, so auch im Privatleben einen höheren Status der gesellschaftlichen Anerkennung zu erringen, ist das nicht auch der geheime Wunsch von Menschen, die sich der zweitschönsten Nebensache der Welt verschrieben haben?


    Aber wieviel Emotionen darf der Fussball haben und wo muß die Ratio als Entscheidungshilfe einsetzen, dass ist die Frage?


    Ich mag dafür keine allgemeingültige Erklärung abgeben, denn ich habe wie jeder Mensch nur eine subjektive Wahrnehmung. Gerne möchte ich aber dieses Thema auch von der anderen Seite durchleuchten! Wie kommt jemand in eine höhere oder sogar die höchste Mannschaft? Wie als Spieler und wie als Trainer? In den überwiegenden Fällen spielt die besonders ausgewogene Konstitution dieser Menschen, alle möglichen Formen des Streß an sich abprallen zu lassen, dem gewünschten Ziel entgegen. D.h. wer sich trotz Kritik und Fehlschlägen nicht von seinem Weg abbringen läßt, gelangt eher ans Ziel. Wer sich nciht mit den Tausend Dingen beschäftigt, wodurch das Ziel in Gefahr geraten könnte, sondern mit den paar Dingen, die sich lohnen, wird eher ans Ziel gelangen! Wer keinen Druck verspürt, der wird seinen Anforderungen eher gewachsen sein.


    Doch in diesem Teil wird gar nicht diskutiert, ob der Leistungsdruck überhaupt notwendig ist, um die bestmögliche Leistung zu erreichen! Nach der allgemeinen Ethik ist Druck natürlich, weil nur durch sie sicher gestellt werden kann, dass die gewünschten Ergebnisse erzielt werden können.


    Aber braucht man Druck. Kann der Druck in Form von: "...wenn du das (nicht) machst, dann schaffst du (nicht) das Ziel X..." alle anderen Formen von Leistungsbereitschaft kompensieren?


    Naionalspieler, die von ihren Mannschaftskameraden als "faule Socken" (natürlich nur intern) bezeichnet werden, lassen da Zweifel aufkommen. Denn wie kann man Spaß an der eigenen Leistung gewinnen, wenn der Spaß durch Druck ersetzt wird?


    Die Neugier ist ein guter Motivator. Die Neugier sollte nicht enttäuscht oder gar durch Druck ersetzt werden. Druck ist ein wesentlicher Faktor, warum das "Züchten für den höherklassigen Fussball" zum scheitern verurteilt sein kann. Denn unter einer Drucksituation kommen nur die Wenigsten an ihr Ziel.


    Dieses Ziel kann sehr unterschiedlich sein. Aber egal, was es ist, es wird immer dann zu einem höherklassigen Fussball führen, wenn es euch gelingt, die Kids mit auf eine Fussball-Abenteuerreise zu nehmen, bei der der Moment auf dem Weg des noch unbekannten Ziels zählt. Denn wer schon lang genug lebt, der weiß, dass allzuhäufig der Zufall Pate steht und der Wunsch, alles regeln zu wollen, mehr als einmal in andere Bahnen gelenkt wird! Aber so soll es auch sein, sonst wäre es doch langweilig?


    Ist Druck als Mittel zur Zielerreichung nicht auch langweiliger als die Befriedigung von Neugier?

  • also ganz kurz gesagt, jeder trainer hat die verpflichtung die spieler auszubilden, das ist die grundaufgabe jedes trainers, wer das nicht so sieht hat in meinen augen den falschen job oder das falsche hobby. denn egal ob pro oder amateur die ausbildung muss immer der beweggrund sein, denn für nix anderes steht ein trainer oder coach!


    folglich bilden wir die spieler aus , nicht für irgendwas bestimmtes sondern einfach der spieler wegen, damit jeder spieler das mit auf den weg bekommt was man als spieler benötigt um effecktiv fussballspielen zu können. ob das erlernte dann für höhere aufgaben reicht oder nicht zeigt sich sowieso erst mit der zeit.

  • Eigentlich meinte Ich meine Aussage anders, als eventuell verstanden wird/wurde.


    Mit Ja meinte Ich , das es die Trainer wollen, und sogar teilweise der Verein selbst, aber da ja in den meisten (fast alle Vereine) nur "Hobbytrainer" sind, weil sie ein Elternteil OHNE Lizenz sind, werden die Vereine es nie schaffen.

  • Zitat von »uzunbacak«




    Möchten wir gute Fußballer für die erste Liga züchten? Können wirs?
    Ja, aber die Trainer in den Vereinen, die meist aus einem Elternteil besteht, können es nicht, da meist die Ausbildung / Lizenz fehlt.

    Hi,


    ist die Lizenz so entscheidend?


    Kann man sich auf die Trainer verlassen, die selber gut Fußball spielen, dass sie ein Kind auch geistig (ich meine damit nicht psychologie) wie körperlich gut ausbilden kann?
    Was ist, wenn ein Fußballer, der nie Profi-Fußball gespeilt hat, (wie ich), besser ausbilden kann?
    Wie kann man es messen, wer besser ausbildet?

    Wie schon woanders geschrieben wurde, ist es der eigene Ego, damit man sich selbst gut fühlt, und ggf vor anderen prahlen kann.

    Prahlen mit sich selber oder mit den Kindern?
    Oder beides?


    Prahlen als Anerkennung?
    Prahlen als Selbstbefridigung?


    Gruß,
    Uzunbacak

  • Danke uzu!


    Fällt mir schwer hierzu was zu sagen - ich betreibe Fußball als großes Hobby aber mit der Ambition meinen Lebensunterhalt früher oder eher später damit zu bestreiten.
    Ich mache Camps mit Kindern in den Ferien - zum Spaß - weil es mich erfüllt, mir Freude bereitet und ich abschalten kann - dabei kann ich die Seele baumeln lassen den es ist ein himmelweiter unterschied zu der Arbeit mit einer Jugendmannschaft im NLZ Bereich - und für mich persönlich geht ab U12/U13 der Übergang in Richtung "profesionellerem" Fußball über.


    Das heißt, hier gehört in den oberen Ligen ein gewisser Druck rein - dieser muss aber so dosiert sein, das die Kinder nicht verbrannt werden - das gelingt sicher nicht jedem und vor allem nicht immer.


    Schaffe ich aber für eine solche Truppe ein strukturiertes, geordnetes Umfeld mit dem Ziel die Leistung und Ausbildung voranzutreiben und gehe mit gutem Beispiel top motiviert und nachhaltig an dieses Thema, kann ich enorme Leistungssteigerungen - den Willen der Spieler vorausgesetzt - erzielen ohne die Spieler zu überfordern.


    Im Spiel-/Trainingsbetrieb kommen für mich Mannschaften U10 abwärts nicht in Frage, den diese könnte ich mit meinem Ehrgeiz bzw. meiner Einstellung und Motivation nicht kindgerecht betreuen. Durch das eingestehen dieser Schwäche kann ich mich in dem angestrebten Bereich U12 bis Herren austoben.


    Mein Ziel ist es mit motivierten, talentierten Kindern zu arbeiten und ihnen mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen als Partner/Lehrer zur Seite zu stehen.


    Grüße
    Björn

  • Ich finde, du hast ein sehr gutes Diskussionsthema eröffnet. Die Bezeichung: "ZÜCHTEN für den höherklassigen Fussball" mag zwar im ersten Moment ein wenig übersteigert sein. Aber spielt nicht in den Köpfen vieler neuer, engagierter Trainer genau dieser Wunsch eine große Rolle? Besser zu sein als die Anderen und durch Pokale und Meisterschaftssiege gekröhnt, so auch im Privatleben einen höheren Status der gesellschaftlichen Anerkennung zu erringen, ist das nicht auch der geheime Wunsch von Menschen, die sich der zweitschönsten Nebensache der Welt verschrieben haben?

    Mit Züchten wollte ich ein wenig provakativ sein. Nix weiteres.
    Privatleben in einem 3000 Seelendorf, da die Anerkennung so wichtig?
    Ist evtl. nur die Selbstbefriedigung / Selbstverwirklichung wichtiger?




    Ich mag dafür keine allgemeingültige Erklärung abgeben, denn ich habe wie jeder Mensch nur eine subjektive Wahrnehmung. Gerne möchte ich aber dieses Thema auch von der anderen Seite durchleuchten! Wie kommt jemand in eine höhere oder sogar die höchste Mannschaft? Wie als Spieler und wie als Trainer? In den überwiegenden Fällen spielt die besonders ausgewogene Konstitution dieser Menschen, alle möglichen Formen des Streß an sich abprallen zu lassen, dem gewünschten Ziel entgegen. D.h. wer sich trotz Kritik und Fehlschlägen nicht von seinem Weg abbringen läßt, gelangt eher ans Ziel. Wer sich nciht mit den Tausend Dingen beschäftigt, wodurch das Ziel in Gefahr geraten könnte, sondern mit den paar Dingen, die sich lohnen, wird eher ans Ziel gelangen! Wer keinen Druck verspürt, der wird seinen Anforderungen eher gewachsen sein.

    braucht der Kifu solche harte Hunde?

    Doch in diesem Teil wird gar nicht diskutiert, ob der Leistungsdruck überhaupt notwendig ist, um die bestmögliche Leistung zu erreichen! Nach der allgemeinen Ethik ist Druck natürlich, weil nur durch sie sicher gestellt werden kann, dass die gewünschten Ergebnisse erzielt werden können.


    Druck beim Hobby wäre der richtige Anstoß, den ich angesprochen habe. Wollen alle Kinder Profi werden? Abgesehen davon, dass ein beinahe 0 % dieser Kinder Profi werden.



    Naionalspieler, die von ihren Mannschaftskameraden als "faule Socken" (natürlich nur intern) bezeichnet werden, lassen da Zweifel aufkommen. Denn wie kann man Spaß an der eigenen Leistung gewinnen, wenn der Spaß durch Druck ersetzt wird?

    Super Übergang: Spaß an der eigenen Leistung / Geleisteten .
    Muss Spaß immer dabei sein?
    Ersetzt Druck den Spaß?
    Können Sie zusammen existieren?
    Ich meine ja.
    Aber wo verliert man Spaß, wann ist der Druck so hoch, dass der Spaß Platz machen muss?


    Die Neugier ist ein guter Motivator. Die Neugier sollte nicht enttäuscht oder gar durch Druck ersetzt werden. Druck ist ein wesentlicher Faktor, warum das "Züchten für den höherklassigen Fussball" zum scheitern verurteilt sein kann. Denn unter einer Drucksituation kommen nur die Wenigsten an ihr Ziel.

    ca. 0 % ?
    Also die Realität heutzutage?


  • Was ist der Sinn unseres Daseins?


    Das frage ich Gott fast täglich, er antwortet aber nie. :thumbsup: 
    Vermutlich sind wir dan, weil wir einfach gebraucht werden und wir Spass an der Aufgabe haben.



    Möchten wir gute Fußballer für die erste Liga züchten? Können wirs?


    Offensichtlich kann ich es nicht. Etwa 70-80% der Spieler die ich trainierte drehten dem Fussball irgendwann den Rücken (not bene - nicht unter meiner Leitung). Wenige sind in erste Mannschaften oder höhere Amateurligen gelandet und ganz ganz wenige sind auf dem Weg zum Profifussball.



    Möchten wir gute Jungs/Mädels nur "vorbereiten" (geistig wie körperlich) für höhere Ligen?


    Ist mir mittlerweilen nicht mehr so wichtig wie die Freude und den Spass zu vermitteln im Training.
    Da Junioren/innen eben gefordert werden wollen, bildet man diese auch so, nach bestem Wissen und Gewissen aus, denke ich.



    Möchten wir als Trainer dieses Amt als Hobby sehen oder als Aufgabe?


    Es ist ein Mix. Ein Hobby mit Pflichten. Man muss ja anwesend sein im Training. Vorbildsfunktion etc.
    Aber ob und wann ich zu Hause Gitarre spiele, ist nicht fix geplant und somit eher entspannter als der Fussball als Hobby.



    Dürfen wir Erwartungen haben an Kindern? Dadurch machen wir den Kindern evtl. Stress, dürfen wirs?


    Aktuell kommt man nicht drum herum. Zumindest in der Schweiz nicht. Wir sind im Spielbetrieb angemeldet und einfach an Spiele nicht teilnehmen können, weil alle Spieler was besseres vor haben, bedeutet 3:0 Forfait und CHF 300.- Busse für den Club.
    Wir müssen Präsenz faktisch fordern und sogar konsequent sein.
    Ob es Stress macht oder nicht ist egal. Diese haben sich für den Angebot "Fussball im Club XY" entschieden und müssen nach dessen Regeln agieren. Da ist regelmässiges Training sowie Präsenzerwartung mit im Angebot. Niemand ist gezwungen im Fussball Club einzusteigen.



    Ist es unser Hobby?


    Für mich ist es ein Hobby. Solange ich noch Spass daran habe mache ich es, muss aber auch sagen, dass ich gut darauf verzichten kann, weil ich viele weitere Interessen resp. Hobbys habe.



    Wenn es unser Hobby ist, warum üben wir Druck aus, in vielelerlei Hinsicht, dass die Kinder besser werden?


    Weil wir es trotzdem möglichst richtig machen möchten und das Potential des einzelnen Juniors, mit gutem Gewissen, nicht verbauen will.



    Warum stellen wir uns auch unter Druck, dass wir besser werden? Ist HOBBY mit ZWANG vereinbar?


    Ich versuche bei der Gitarre immer neue Lieder zu lernen. Versuche neue Akorde zu lernen und schneller zu wecheln. Habe ich dabei Druck? Nein, würde ich sagen. Ich mache es extreme gerne. Weiters klingt es dann sogar gut. Also ist das Schlussergebniss positiv und vorhanden. Im Fussball ist es gleich. Besser werden um ein besseres Ergebnis sehen zu können.



    Sollen die Kinder überhaupt besser werden, wenn das Fußballspielen auch ihr Hobby ist?


    Hatte noch nie Kinder trainiert, die nicht hätten besser werden wollen. Eigentlich wollten immer alle gefordert werden in den letzten 14-15 Jahren.



    Gibts ein systematisiertes Hobby?


    Ganz offensichtlich ja. Spieltage, Tabellen, Termine etc. Ganz klar systematisiert.




    Sollen wir die Kinder lieber in Ruhe lassen?
    Mit dem Besserwerden?


    Dann kommen diese nicht mehr ins Training und bevorzugen den Bolzplatz.
    Kinder wollen gefördert werden und sind nicht dumm. Diese wissen, welche Trainer sie weiter bringt und möchten auch dort spielen. Hatte kürzlich Erfahrungen sammeln dürfen... zum Teil ganz krass.

  • Über was diskutieren wir eigendlich?


    über dien KIFU (G bis E)?
    über Jugendfussball?
    über den Dorfverein?
    über einen leistungsbezogenen Verein?


    je nachdem ist da die Sichtweise doch anders zu begründen.


    eine klare Aussage von mir:


    wer sich bei einem Dorfverein in einer G bis E als Trainer in er ureigenen Bedeutung des Trainers sieht, ist dort fehl am Platz.


    es ist ein absoluter Irrglaube, dass in einem Dorfverein alle Kids, alle Eltern nur nach bester Ausbildung schauen, es ist dort eher die Minderheit


    ein Dorfverein hat ganz andere Aufgaben, als vorrangig beste Fussballer für Oben auszubilden.


    für die, die das anders sehen, egal ob Spieler, Eltern und auch Trainer, gibt es zum Glück in dem System des DFB Möglichkeiten
    sich anderweitig zu orientieren.

  • also ganz kurz gesagt, jeder trainer hat die verpflichtung die spieler auszubilden, das ist die grundaufgabe jedes trainers, wer das nicht so sieht hat in meinen augen den falschen job oder das falsche hobby. denn egal ob pro oder amateur die ausbildung muss immer der beweggrund sein, denn für nix anderes steht ein trainer oder coach!

    Hi,
    du sprichst sogar von eine " Verpflichtung".
    Ist es bei einem "Dorfverein" auch gültig?
    Muss die Ausbildung "immer" im Vordergrund stehen?


    Ich finde, Kifu und Kifu Trainer haben sehr viele andere Aufgaben, u.a. Integration eines Kindes in eine Gemeinschaft, Sozialisierung eines Individuums, "verpflichtende" Gemeinschaftsgefühle entwickeln, für Geieminwohl arbeiten ohne was zu erwarten. etc...



    Gruß,
    Uzunbacak

  • Ich persönlich möchte den Jugendlichen die Möglichkeit geben sich weiter zu entwickeln, sich sportlich betätigen zu können anstatt vor der Glotze / PlayStation etc. zu hängen.
    Das ich kein professioneller Trainer bin ist mir bewusst und ich gehe auch stark davon aus dass ich wohl kein kommendes BuLi-Talent in den eigenen Reihen haben werde, dennoch
    finde ich die Form eines (Meisterschafts-)Wettbewerbs ziemlich wichtig, denn wer Erfolg hat kreiert so ein gewisses Selbstbewusstsein. Wer Spiele gewinnt, seine Fähigkeiten verbessert,
    sich durch Konstanz weiterentwickelt (egal in welchem Bereich - sei es die Pünktlichkeit) reift so in seiner Persönlichkeit und steigert so sein Selbstbewusstsein. Im Beruf, der Schule oder
    im Studium ist das nicht anders: Wer dort keinen oder kaum Erfolg hat, wird später auch nicht sonderlich erfolgreich im Leben sein - darum finde ichs wichtig zu versuchen mit der Mannschaft
    erfolgreich zu sein - da die Parallelen in meinen Augen doch vorhanden sind.


    Der völlig Falsche Ansatz wäre es den Erfolg zu erzwingen, ständig die Besten spielen zu lassen und alles nur auf das Gewinnen auszulegen. So baut man nämlich nur 11 Spieler auf, während man
    die restlichen 10 (?) Spieler "zerstört". Die Spieler müssen das auch von sich aus wollen, ich denke wir als Trainer können ihnen nur den Weg zeigen und sie dabei unterstützen. Wenn jeder einzelne
    Spieler gewertschätzt wird, schlechte Spieler gleich wie die besten Spieler behandelt werden, ein gewisser Zusammenhalt und Freundschaften entstehen - dann finde ich haben wir als Trainer schon
    einiges richtig / gut gemacht.


    Versteht mich nicht falsch: Ich finde es toll und auch wichtig zu gewinnen, denn wer spielt schon gerne um zu verlieren? - aber eben nur wenn das auch Möglich ist in dem ich JEDEN Spieler einbeziehe
    und allen Spielern in etwa die gleichen Spielzeiten gebe.


    Das was Zodiak geschrieben hat trifft auch auf mich zu: Im KiFu (U10) Bereich hätte ich nichts verloren, da ich gerne Werte vermitteln und Charaktere entwickeln möchte und ich lieber mit "Erwachsenen" als mit
    kleinkindern arbeite. Mit jungen Erwachsenen kann man reden, man kann an ihre Vernunft appellieren etc. Liegt wohl daran das ich selber kein Vater bin...

  • Über was diskutieren wir eigendlich?

    Berechtige Frage.
    Es geht um "Dorffußballvereine" Bambini - D-Jugend.

    über dien KIFU (G bis E)?
    über Jugendfussball?
    über den Dorfverein?
    über einen leistungsbezogenen Verein?

    Ich kenne den Zodiak, der in einem Leitungsbezogenen Vereine arbeitet. Sein Posting war auch dementsprechen.





    wer sich bei einem Dorfverein in einer G bis E als Trainer in er ureigenen Bedeutung des Trainers sieht, ist dort fehl am Platz.


    es ist ein absoluter Irrglaube, dass in einem Dorfverein alle Kids, alle Eltern nur nach bester Ausbildung schauen, es ist dort eher die Minderheit

    Finde ich auch. Ein Bruchteil der Eltern haben so eine Vorstellung vom Kifu.




    Gruß,
    Uzunbacak

  • Ich kenne den Zodiak, der in einem Leitungsbezogenen Vereine arbeitet. Sein Posting war auch dementsprechen.


    hab ich schon richtig eingeordnet.


    Zodiak hat ja auch die Trainerlaufbahn eingeschlagen, hat klare Vorstellungen., und hat sich somit auch nach den dazu passenden
    Vereinen orientiert und nicht in den KIFU-Bereich bei einem Dorfverein.


    für mich halt ein als Trainer zu bezeichnen.


  • also für mich gehören die punkte die du nennst einfach zur ausbildung der spieler dazu. verstehe nicht warum du sie trennst?

  • also für mich gehören die punkte die du nennst einfach zur ausbildung der spieler dazu. verstehe nicht warum du sie trennst?

    Servus,


    habe ich dich falsch verstanden?
    Eventuell.
    Ich habe gedacht, du meinst mit "die verpflichtung die spieler auszubilden" -fußballerische- Ausbildung.
    Darum geht es ja auch bei diesem Thema.


    Die Verpflichtung die Spieler (fußballerisch für die oberen Ligen) auszubilden: ist sie eine Aufgabe eines Dorftrainers? Bei deiner E-Jugend? (nicht bei deiner B-Jugend)


    Bist Du bei einem Leistungsverein tätig? Deswegen das Missverständnis?


    Gruß,
    Uzunbacak

  • In einem Dorfverein sind anfänglich alle Kinder vertreten, die Interesse am Fußball haben. Dabei ist dieses bei dem einen mehr beim anderen weniger vorhanden bzw. auf Ausbildung gerichtet.


    Ich denke, Trainer im "Dorfverein" müssen versuchen, Allen gerecht zu werden. Sowohl dem Kind, welches nur Spaß mit seinen Freunden haben möchte, als auch dem Kind, welches ergeiziger ist.


    Ganz egal, ob die talentierten und leistungswilligen Kinder später den Verein verlassen, sehe ich doch die Verpflichtung ihnen bis zu diesem Zeitpunkt eine möglichst gute Ausbildung zu ermöglichen.


    - oder man sollte ehrlicherweise allen Eltern und Kindern vor Vereinsbeitritt mitteilen, dass auf die Ausbildung der Kinder kein oder wenig wert gelegt wird, die Trainer wenig Ahnung davon haben, aber jederzeit Spaß vermitteln werden und Kinder jederzeit in einen anderen Verein wechseln dürfen ohne Ausbildungsentschädigung, da diese hier ja bezogen auf die geschilderten Rahmenbedingungen völlig widersinnig und unangebracht wäre.