Umfrage: Zustimmung zur Teilnahme am Training eines anderen Vereins

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  • Hallo zusammen,


    in einem anderen Thread wird gerade über die Trainingsbescheinigungen und den Versicherungsschutz diskutiert.


    Mich interessiert, wie ihr in euren Vereinen die Teilnahme am Training eines anderen Vereins handhabt.


    Stellt ihr auf Anfrage solche Bescheinigungen sofort aus oder erst nach Abschluss der Saison?
    Unbegrenzt oder nur für einen Training?
    Gebt ihr die Zustimmung nur für bestimmte Vereine oder untersagt ihr sogar das Training bei bestimmten Vereinen (direkte Konkurrenz zum Beispiel)?


    Bei uns haben die Jugendtrainer sowie Jugendleiter und Jugendgeschäftsführer einstimmig entschieden, die Erlaubnis erst nach dem letzten Meisterschaftsspiel auszustellen (dann aber für jeden, der sie haben möchte). Wir sind der Ansicht und das hat auch die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt, dass es zuviel Unruhe in die Mannschaften bringt, wenn während der Saison Kinder bei anderen Vereinen mittrainieren. Denn diesem Probetraining kann ja durchaus der Vereinswechsel folgen, es weitere Spieler davon "angesteckt" und schwupp kann man die Mannschaft zurückziehen. Dazu kommt, dass gegen Abwerbe-Praktiken in unserem Kreis leider viel zu wenig gemacht wird.


    Grüße
    Radagast

  • Ernstgemeinte Frage:


    Bringt es denn signifikant weniger Unruhe, wenn die Spieler zwar nicht woanders mittrainieren (dürfen, mitunterunter tun sie es ja heimlich), aber trotzdem Gespräche, Spekulationen etc. in vollem Gange sind?


    Ist es nicht eher die Ungewissheit, über die Mannschaftszusammensetzung der neuen Saison, die die Unruhe bringt? Also, ist die Unruhe nicht vor allem dann Geschichte, wenn klar ist, wer kommt, wer geht und wer bleibt?
    In diesem Fall wäre es nämlich eher kontraproduktiv, die Entscheidungsfindung so lange hinaus zu zögern.

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Also ich hab bisher auch nie gehört, das man nicht mal wonanders mittrainieren darf, teilweise auch offen mit der Wechselabsicht verbunden. Das das nicht erlaubt sein könnte, kam mir bisher nie in den Sinn. Ein Probetraining ist doch sicher auch unter Versicherungsschutz?


    Also Antwort: Probetraining bei anderen Vereinen ist erlaubt ohne schriftliche Meldung.

  • Bei uns gibt es diese Trainingsbescheinigungen nicht, und ich halte sie für Blödsinn. Wer ein Probetraining woanders machen will, sollte das dürfen. Wir sind ein freies Land.

  • Kann man so oder so sehen.


    Muss ich denn Vereine, die unsere Spieler abwerben, auch noch das durch Ausstellen einer Trainingserlaubnis unterstützen?


    Beispiel:
    Unsere C/B-Jugend spielt auswärts beim Nachbarverein. Unser Trainer muss (weil allein und kein Schiri anwesend) das Spiel pfeifen. Während das Spiel läuft, spricht einer der gegnerischen Trainer unsere mitgereisten Eltern sowie Spieler an. Ich finde, dreister geht es ja wohl nicht. Über das Abwerben kann man sich streiten, ich bin davon kein Freund und würde sowas nie machen. Und nun soll ich eine Trainingserlaubnis aussprechen?


    Ich denke, man kann wohl erwarten, dass man sich bis zum Saisonende auf die eigene Mannschaft und den eigenen Verein konzentriert. Nach dem letzten Saisonspiel (wie gesagt, dann gibt es die Bescheinigung) bleibt reichlich Zeit, an Probetrainings von anderen Vereinen teilzunehmen.


    @ koeppchen und momopx:
    Ich kenne nun nicht alle Satzungen. Da muss ich dann wohl meine Frage anders stellen. Im WFLV gibt es eine eindeutige Satzungsregelung.

    § 21 Teilnahme am Training


    (1) Allen Verbandsvereinen ist es untersagt, Junioren aus einem anderen Verein
    am Training teilnehmen zu lassen.


    (2) Eine Ausnahme ist nur dann zulässig, wenn der Verein, für den der Junior
    eine Spielberechtigung besitzt, schriftlich seine Zustimmung gibt.


    (3) Ein Verein darf Junioren anderer Vereine bei Spielen und Turnieren in seinen
    Mannschaften nicht mitwirken lassen.


  • Im Startpost schreibst du, dass es euer Ziel ist, Unruhe aus der eigenen Mannschaft fernzuhalten.


    Jetzt liest sich das schon anders bezüglich euer Intention...


    Ich will gar nicht werten. Aber man sollte sich über die Ziele einer Maßnahme schon im KLaren sein, um die optimale Entscheidung dann auch zu treffen.
    In diesem konkreten Fall:
    Wollt ihr die Unruhe innerhalb der eigenen Mannschaft minimieren oder wollt ihr anderen Vereinen (und auch den eigenen Spielern) die Sache erschweren?

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

    Einmal editiert, zuletzt von Sir Alex ()

  • Ich verwehre einem Spieler die Trainingserlaubnis, wenn sie gefordert wird, nicht. Ich sehe keinen Grund dafür und bin eher froh, wenn jemand offen zu mir kommt und die Vereine auch offen miteinander kommunizieren. Alles andere fördert doch nur heimliches Tun.
    In einem Verein, wo solche Erlaubnis verweigert wird, würde ich meine Kinder spätestens zum Saisonende abmelden. Schon aus Prinzip, denn Kinder sind nicht Eigentum von Vereinen. Und da ist es mir auch völlig egal, was Satzungen dazu sagen. Gesetze stehen immer noch über dem Vereinsrecht und ich bin mir sicher, das da einige Punkte vor einem ordentlichen Gericht nicht standhalten würden.

  • Stellt ihr auf Anfrage solche Bescheinigungen sofort aus oder erst nach Abschluss der Saison?


    Natürlich stellen wir diese Bescheinigungen aus. Nicht nur, weil jeder Verein dazu verpflichtet ist(WFLV), sondern auch weil es der normale Lauf der Dinge ist. Ein Spieler möchte aus welchen Gründen auch immer bei einem anderen Verein trainieren, warum sollte man sich da in den Weg stellen?



    Unbegrenzt oder nur für einen Training?


    In der Regeln für ein Training(während der Saison), nach der Saison auch dauerhafte.



    Gebt ihr die Zustimmung nur für bestimmte Vereine oder untersagt ihr sogar das Training bei bestimmten Vereinen (direkte Konkurrenz zum Beispiel)?




    Wer das als Trainer oder Vorstandsmitglied tut, dem empfehle ich sowieso schnellstens diesen Verein zu verlassen.





    Bei uns haben die Jugendtrainer sowie Jugendleiter und Jugendgeschäftsführer einstimmig entschieden, die Erlaubnis erst nach dem letzten Meisterschaftsspiel auszustellen (dann aber für jeden, der sie haben möchte). Wir sind der Ansicht und das hat auch die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt, dass es zuviel Unruhe in die Mannschaften bringt, wenn während der Saison Kinder bei anderen Vereinen mittrainieren. Denn diesem Probetraining kann ja durchaus der Vereinswechsel folgen, es weitere Spieler davon "angesteckt" und schwupp kann man die Mannschaft zurückziehen. Dazu kommt, dass gegen Abwerbe-Praktiken in unserem Kreis leider viel zu wenig gemacht wird.




    Da Sollte sich euer Verein mal fragen, warum das so ist. Ich denke da müsst ihr als Verein an euch selbst arbeiten. Ansonsten müsstet ihr keine Schweißperlen auf der Stirn haben, wenn jemand bei einem anderen Verein mittrainiert.

  • Siehe dazu bitte meinen Auszug aus der Jugendspielordnung des WFLV etwas weiter oben ... eine Verpflichtung liegt hier keineswegs vor.

    Gut ich habe mich etwas falsch ausgedrückt.


    Jedem Verein sollte doch klar sein, wenn er keine Trainingsbescheinigung rausgibt(Lassen wir besondere Umstände außen vor), das der Spieler sich dann eben abmeldet und somit auch ab tag der Abmeldung mittrainieren kann.


    Für mich gibt es keinen Grund einem Spieler ein Probetraining zu untersagen, außer man will diesen Spieler sowieso loswerden.

  • Also Verein A und Verein B.
    Spieler aus Verein A möchte nach Probetraining zu Verein B wechseln.
    Mein erster Gedanke ist; WARUM?
    Mein Gedanke als Juniorenleiter und Vereinsleiter wäre; WAS müssen wir besser machen um solche Verluste zu vermeiden?


    Fazit: nicht jammern, wenn Talente den Verein verlassen, sondern den Verein so gut machen, dass Talente es auch nicht verlassen und evtl. Talente von andere Vereine dazu kommen ohne dafür, abgeworben werden zu müssen.


    Viele Grüsse
    TRPietro

  • Radagast


    ich habe noch ien paar Fragen:


    C u B eine Mannschaft, wie sieht es personell gesehen in den anderen Jahrgängen aus.


    triffte es zu, dass iihr ein kleiner Dorfverein seit?


    Stadt oder Dorfverein?


    wie ist der andere Verein strukturiert? ähnlich wie ihr, oder grösser?


    geschieht die Abwerbung bzw. Probetrainingsteilnahme hauptsächlich bei diesem Verein, oder ist das ein generelles Thema mit mehrern Vereinen.


    handelt es sich um einen oder mehrere Spieler, die zum Probetraining wollen. sind das nur sehr gute oder auch durchschnittliche Spieler?


    viele Fragen, aber ich vermute ein ganz anderes Problem bei euch, als eine Trainingsbescheinigung, und das wäre dann wesentlich gravierender.


    Suchst du hier echte Unterstützung und nicht nur Bestätigung für euer Vorgehen, solltest du diese Fragen doch mal beantworten.

  • Fazit: nicht jammern, wenn Talente den Verein verlassen, sondern den Verein so gut machen, dass Talente es auch nicht verlassen und evtl. Talente von andere Vereine dazu kommen ohne dafür, abgeworben werden zu müssen.

    Da würde ich noch als dritten Punkt hinzufügen: froh sein, wenn Spieler bei euch so gut werden, dass sie für höherklassige Vereine mit vielleicht noch besserer Arbeit interessant werden. Denn was die Entwicklung des eigenen Vereins anbelangt gibt es dann doch in der Regel Grenzen aus denen schon mal der ein oder andere Spieler rauswachsen kann. Das sollte man dann meines Erachtens nicht nur akzeptieren, sondern es sollte sogar eines der vielen Ziele eines Vereins sein.


    Anders sieht das natürlich aus, wenn Graupenvereine aus der Nachbarschaft selbst keine vernünftige Arbeit machen, dafür aber munter mit großen Versprechungen abwerben. Das ist dann eher ärgerlich, allerdings glaube ich auch hier, dass das wenn man gute Arbeit macht und guten Kontakt zu seinen Spielern hat eher selten vorkommt. Und dass es wenn es doch vorkommt oft Leute sind, auf die man charakterlich eher auch mal verzichten kann.

  • Servus,


    ich kenne es so bei uns: Die Kinder, die und deren Eltern die Absicht haben zu wechseln, geben dem Trainer Bescheid, dass das Kind an dem und dem Tag beim Probetraining bei dem und dem Verein ist. Wenn es gerade keine Hoch-Saison ist für die Liga (also wichtiges Spiel, starker Gegner) oder Pokal, dann gehen die Kinder 1 von 2 malen in der Woche zum Probeverein, was auch für den Trainer zu verkraften wäre.
    Ich habe es mit meinen Sohn auch so gehandhabt. Wenn man dem Trainer ganz vernünftig Bescheid gibt und den anderen vom Bereine evtl. auch, sehe ich da kein großes, erwähnenswertes Problem. Ich fände es halt fair, wenn der aktuelle Trainer über das Kind Bescheid weißt.
    So oder so, bekommt er mit, dass das Kind Probetraining(s) absolviert, warum Geheimnistuerei. (Also ich spreche hier von D-Jugend)
    Ich glaube nicht, dass irgendeiner von unserem Verein sagt, "Nein, der darfs nicht", denke nicht. Wozu auch?
    Wenn er das sagt, hat er eh keine Kontrollmöglichkeit, oder?
    Ich denke, es ist wichtig, dass man im Guten sich verabschiedet. Es kann ja auch sein, dass das Kind wieder zurückkehrt. Meiner Meinung nach, reicht schon ein vernünftiges Gespräch zwischen Eltern und Vereinsverantwortlichen dafür aus.
    Wir sind doch alle Menschen.


    Gruß,
    Uzunbacak

  • Zunächst suche ich hier weder Unterstützung noch Bestätigung. Es interessiert mich einfach nur, wie es in anderen Vereinen gehandhabt wird. Das daraus diese Diskussion wird, war nicht beabsichtigt ... stört mich aber auch nicht.


    Gerne beantworte ich deine Fragen. Wir sind tatsächlich ein Dorfverein mit ca. 100 Kindern und Jugendlichen. Zwei F-Jugend-Teams, eine E-Jugend, eine D-Jugend, eine C/B-Jugend und eine U15-Mädchenmannschaft. Beim anderen Verein handelt es sich um einen Stadtverein, der geschätzt 4-5 x so groß ist wie wir. Die Vereine unterscheiden sich unter anderem auch deshalb, dass im anderen Verein die Leistung im Vordergrund steht und bei uns jeder fußballspielen kann.


    Die Eltern, die mit ihren Kindern zu uns kommen, berichten oft entsetzt von den Verhältnissen im anderen Verein ... vor allem wie mit Kindern umgesprungen wird, die nicht so viel Talent mitbringen. Die werden entweder sofort wieder weggeschickt oder nach einer Weile (wenn die Entwicklung zu wünschen übrig lässt) rausgemobbt. Diese Familien sind dann glücklich, wenn sie sehen, wie es bei uns gemacht wird ... zum Beispiel was die Einsatzzeiten bei den Spielen angeht.


    Das hat natürlich den Nachteil (?), dass wir den Kindern nur eingeschränkt leistungsorientierten Fußball bieten können. Ich kann meines Erachtens nicht die Meisterschaft holen, wenn ich den "talentfreien" Spielern annähernd die gleichen Einsatzzeiten bieten möchte wie anderen. Schafft man dann doch mal den Aufstieg mit einer Mannschaft, dann stehen die Vereine der Umgebung Schlange.


    Angesprochen werden überwiegend die überdurchschnittlichen Spieler. Aber das hängt auch davon ab, wo es woanders mangelt. Ab C-Jugend aufwärts haben ja viele Vereine Probleme, ihre Mannschaft voll zu bekommen. Ich habe auch durchaus Verständnis dafür, wenn sich überdurchschnittliche Spieler weiterentwickeln wollen. Da ist der Weg zu einem anderen Verein nur logisch. Lustig (nein, eigentlich traurig) finde ich es aber, wenn diesen Jungs ein Platz in der Leistungsklasse garantiert wird, der Junge sich bei Saisonstart dann aber in einer D3 wiederfindet. Ein solches Verhalten finde ich den Kindern gegenüber in hohem Maße unfair. Umgekehrt freue ich mich ernsthaft, wenn wir alle paar Jahre mal Spieler zu Erst- oder Zweitligavereinen im Umfeld abgeben dürfen oder der frühere Vereinsspieler zu den Teilnehmern eines Sichtungslehrgangs der U15-Nationalmannschaft gehört ... das zeigt schließlich auch, dass die geleistete Arbeit nicht so verkehrt war.


    Ich erwähne auch gern nochmal, dass jeder Spieler eine solche Bescheinigung bekommt. Aber halt erst nach dem letzten Spiel. Wenn die Saison gelaufen ist, legen wir niemandem Steine in den Weg. Jeder kann dann machen was er will (wobei ich damit natürlich nicht sagen will, dass es uns egal ist). Übrigens sprechen wir auch nicht von einer Masse (und demnach auch nicht von einem riesigen Problem) ... in diesem Jahr wurde lediglich eine Trainingsbescheinigung beantragt.

  • Radagast


    Dein letztes Statement klärt einiges auf. Denke, dass Du jetzt, viele qualitativ gute Antworten kriegen wirst.
    Meiner Meinung nach, solltet Ihr Euch im Verein auf die weniger guten Spieler konzentrieren als Angebot. Die guten Spieler können im grösseren Verein gehen.
    Die weniger guten Spieler aus dem grösseren Verein sollten zu Euch kommen.


    Nun spüre ich ein bisschen Ambition aus deiner Seite. Jedoch denke ich; Du wirst nie Erfolg haben können in diesen Verein.
    Und das schöne daran ist; Du musst ja gar keinen Erfolg haben, denn Euer Erfolg ist es, aus angeblich "talentfreie" Spieler, gute Spieler auszubilden.
    Wenn diese dann zum grossen Verein mit mehr talentierte Spieler gehen, ist es aus einer gewissen Sicht, ein Erfolg.


    Wenn der Verein wo Du gerade tätig bist, doch auch ambitioniert ist, so gibts zwei Optionen aus meiner Sicht:


    Sicht A:


    Ihr macht eine Gruppierung mit dem Stadtverein.
    Konzept; Gruppierung ab D-Junioren (ab E-Junioren empfehlenswert, wenn die Ortschaften, nicht zu weit entfernt sind -zB. 10 Minuten mit Auto / 30 Minuten zu Fuss)
    Ab D-Junioren gehen die Besten Spieler der beiden Vereinen in die D1-Mannschaft. Die zweitbesten in die D2 usw. Je nach Kapazität und Vereinszugehörigkeit solltet Ihr, D3/D4 etc. bei Euch haben.
    Dies geht so weiter, bis zum Senioren- Fussball.


    Vertrag: Beim erreichen des Senioren- Alters, gehen die Spieler zu den respektiven Vereinen zurück. Somit kommen die guten Spieler schlussendlich, verstärkt zu Euch zurück und umgekehrt. Falls ein Spieler, im Senioren- Altern, den Verein innerhalb der Gruppierung, wechseln will, so soll dies mit einer Loyalitäts- und Fairnesspauschale von Euro 1000 geschehen (art Transfersummer/Ausbildungsentschädigung). Somit kriegt Ihr immerhin Kohle, falls ein guter Spieler, den Verein wechselt.


    Sicht B (nur machbar, wenn man den Finger raus nimmt und überragen will - und zwar alle im Verein):


    Ihr löst Euren Fussballclub auf und macht eine Fussballschule in Kooperation mit der Gemeinde.
    Ihr bietet keine A-Jugend und B-Jugend mehr, sondern Kurse. Beispiel: Kinder 6-8 Anfänger / Mittelstufe / Fortgeschritten usw.
    Langfristiger Projekt. Unterstützung von Sponsoren (insbesondere locale Unternehmen) sowie Gemeinde ist Voraussetzung.
    Eventuelle die Fussballschule als Aussenstützpunt des nächstgrössten Verein (minimum 2. Bundesliga) anbieten. Diese sollten sich finanziell durch Erfolgsprämien beteiligen (für jeden Spieler, der denn Sprung schaft, X Euro).
    Dies ist nur machbar, wenn die Fussballschule ein gutes Konzept hat. Ein klares Ausbildungskonzept evtl. sogar ohne Spielbetrieb (was sowieso überbewertet wird), mit höhere Jahresbeiträge aber dafür Top Angebot.
    Es ist eine Fussballschule und die Spieler kriegen von Anfang an einen Vertrag und Regeln. Transfers zu andere Vereine nur nach Zahlung der Summe X als Ausbildungsentschädigung (benennung klar im Vertrag).
    Die Trainer kriegen ein klares Ausbildungskonzept und es ist strickte untersagt, die eigene Suppe zu kochen, wie es in Vereinen üblich ist.
    Werbung bis in die Stadt oder übernächste Stadt.
    Keine Rücksicht auf Verluste.


    Wenn das nicht klappt, ist es nicht schlimm, da man einen Verein schnell neu gegründet hat (stellt sich die Frage ob wirklich all 5 km, ein Verein existieren sollte).

  • Radagast


    das nenne ich mal eine vorbiildliche Antwort mit einer genauen Schilderung, womit sich ein relativ klrares Bild ergibt.


    zuerst Kurzfristiges:


    kann eure Entscheidung jetzt nachvollziehen, bei der Argumentation, diesem Verein doch mal gewisse Grenzen aufzugreifen.


    die Form der Ansprache des Spielers finde ich auch nicht in Ordnung, hat ein Geschmäckle, würde ich aber nicht überwerten.


    kann ja auch durchaus sein, dass er da auch Eltern schon persönlich gekannt hatte.


    in diesem konkreten Fall wäre auch eine sogenannte Ausbildungsentschädigung zu überlegen.


    Zumindest sollte der Verein sich unterschreiben lassen, der der Junge auch jederzeit wieder ohne Entschädigung zum Heimatverein zurückkommen kann, wenn er es nicht schafft.


    Aus Sicht der Spieler und auch der Eltern kann ich durchaus nachvollziehen, dass Wechselgedanken vorhanden sind.
    Euer Verein bietet eigendlich keine Zukunftsperspektive für Spieler.


    Gerade bessere Spieler, die auch anderweitig ihren Platzfinden können, sind sicherlich nicht zufrieden in ein B/C gemischten
    Mannschaft zu spielen, und das ohne Aussicht auf eine A-Jugend.


    diese Situation wird sich auch zukünftig nicht wesentlich anders darstellen.


    deshalb müsst ihr mittelfristig und langfristig anders planen.



    den 1. Vorschlag von TRPietro ist eine solche Alternaitve zum bisherigen.


    ich seh da aber gewisse Schwierigkeiten, da ja bei euch doch gewisse Aversionen gegen diesen Club bestehen.
    über den Schatten zu springen ist nicht einfach.



    den anderen Vorschlag von TRPietro ist zwar eine gute Idee, wird aber nicht durchführbar sein. Mag in der Schweiz möglich sein, bei uns sind aber andere Verhältnisse. da ist die Zeit bei weiten noch nicht reif.


    ich habe aber noch eine andere Variante für euch:


    sicherlich seit ihr nicht der einzige Dorfverein im Umfeld dieses Stadtvereins,. Erfahrungsgemäss dürften die ähnliche Probleme
    habe wie ihr, oder die kommen noch auf die zu.


    Hier würde ich mich umschauen, und entsprechend vorsprechen. und versuchen zu einer Kooperaton bzw. Spielgemeinschaft zu kommen.


    da ist ja dann vieles möglich. z.B. G, F, E und D bleiben in ihrem jeweiligen Heimatort, und dann ab C eine gemeinsame Mannschaft.


    Spielgemeinschaften in dieser Form sind bei uns weit verbreitet, da ja spätesten ab C-Jugend überall Spielermang el herrscht.


    ein grosses Problem ist das Kirchturmdenken gerade bei kleineren Vereinen. wer dieses Denken jedoch nicht ändert,
    wird über kurz oder lang die Konsequenzen ziehen müssen.



    in der heutigen Zeit ist jedem anzuraten , sich rechtzeitig darauf einzustellen und das auch irgendwie akzeptieren, dass in jedem Jahrgang die 1oder 2 besten Spieler sich höherklassig orientieren.