Offenen Brief des Fussballkreises Köln zur Diskussion

  • Wie überall nur schöne Reden.
    Selbst in den Jugendmannschaften, werden Schiedsrichter von Elternschaft und teilweise auch von den Trainern verbal attackiert. Bereits bei der F Jugend habe ich es erlebt das ein Trainer als Grund für die Niederlage seiner Mannschaft die Bestechlichkeit des Schiedsrichters gegenüber seinen Kindern anführte.
    Der selbe Trainer der nach meinem Wissen zuvor 6 Monate wegen Tätlichkeit gegenüber einem Trainerkollegen gesperrt war.


    In letzter Zeit wurden nach einem Vorfall mehrere Spieler eines Vereins bei einem Turnier mehrere Seniorenspieler gesperrt. Aussage der Vereinsverantwortlichen dies wäre ein bedauernswerter und nicht zu untschuldbarer Vorfall der sich nicht wiederholen dürfe.


    Doch wie sieht die Realität aus? Bereits im Sommer hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, nach der betreffenden Mannschaft ein Jugendspiel austragen zu dürfen.
    Das Verhalten der Zuschauer war ein leuchtendes Vorbild für meine Schützlinge.


    Wenn nicht bald insbesondere die Vereinsverantwortlichen und die sonstigen Vertreter der Vereine verstehen lernen das sie die Schiedsrichter als Partner brauchen, wird es bald keinen mehr geben der für das " Geld" bereit ist ein Spiel zu Leiten.


    Bei aller Emotion, die den Fußball ausmacht, sind alle im Verein tätigen Vorbild im Umgang mit den Schiedsrichtern. Obwohl ich die Vorbildfunktion von Trainern im Jugendbereich nicht soweit ausdehnen möchte, wie hier an anderer Stelle.( da die Kinder und Jugendliche uns als Mensch, auch mit unseren Fehlern wahrnehmen und auch sollen)
    Im Hinblick auf den Umgang mit dem Schiedsrichter sind wir Vorbild und müssen diese Rolle auch wahrnehmen.

  • mit google hat's geklappt........... ;)


    nach dem lesen dieses briefes bleibt bei mir folgende frage offen:


    wenn der fußballkreis köln bei "gelebter integration" die nummer ein ist und ein musterbeispiel dafür seien könnte, wo kommen dann die ganzen probleme her???

    wir haben hier in unserer strukturschwachen gegend recht wenig zu integrieren und auch in dem mass keine probleme wie in dem brief angesprochen.


    wenn man das einführen der fair-play-regeln über den g/f-bereich hinaus als stein der weisen ansieht, brauchen sie das doch nur konsequent einfach bis zu den alten herren ausweiten............ ;)


    ich halte das für wenig zielführend briefe zu verfassen und vereine aufzufordern ihre 'störenden mitglieder' vor die tür zu setzen, da der fussball nur ein spiegelbild der gesellschaft ist und dinge, die im großen gesellschaftlichen rahmen schon nicht funktionieren auch im kleinen (dem fussball) nicht klappen werden.


    fehler, die über jahre gemacht wurden, lassen sich nicht einfach mit gutem willen revidieren.


    vielleicht hilft es bei den problemvereinen nur, und davon scheint es ja im fußballkreis zu viele zu geben, die entsprechende spieler, oder gleich die ganzen vereine, für den ganzen spielbetrieb zu sperren. vielleicht sogar in drei schritten:


    1. schritt
    verwarnung durch den verband bei ausschreitungen wie in dem brief erwähnt,


    2. schritt
    ausschluss von zuschauern bei den spielen für den rest der saison


    3.schritt
    ausschluss des ganzen vereins vom spielbetrieb.................



    ..............und das am besten recht resulut, von mir aus inclusive einer sperre für die betroffenen vereinsmitglieder, damit die nicht gleich wieder bei andern vereinen landen.


    wahrscheinlich würden sich entweder die ligen ausdünnen, oder die vereinsmitglieder/spieler reißen sich am riemen.


    was mir in dem brief fehlt, ist der ansatz einer ursachenanalyse, aber vielleicht traut man sich auch nicht diese schonungslos vorzunehmen.


    wie schon erwähnt, im bereich meines fussballerischen wirkens kann ich von so problematischen dingen nicht berichten. bei allen ligen der region (kreisklassen bis landesligen) kann ich mich an drei spielabbrüche in den letzte jahren erinnern, die auch auf ausschreitungen/pöbeleien zurückzuführen waren............auch das sind drei zuviel.




    gruss

  • Zitat aus dem Link


    Haben Sie mehr den Mut, bei allem normalen auch sportlichen Ehrgeiz, sich von bestimmten
    Personen, seien es Spieler, Trainer, andere Offizielle wie Zuschauer, zu trennen. Diese
    bringen Ihren Verein ohnehin nur in Verruf und tragen zu einem oft nachhaltigen, negativen
    Image Ihres Clubs bei.


    Zitatende



    Das sage ich ja schon seit Jahren. Und ich habe es nicht nur gesagt, sondern ich habe eines dieser Subjekte darauf angesprochen. Er wurde letztlich gedeckt und machte weiter und ich wurde über eine fette -aus meiner Sicht- strafrechtlich relevante Lüge abserviert. So sah es damals aus. Ich benenne es, weil es so typisch ist


    und


    weil es der Forderung -siehe Zitat- so weit fern ist. Diejenigen die vielleicht dazu in der Lage wären den Mund aufzumachen, tun es nicht weil die Personen die eigentlich zu entfernen sind hinterher auf Grund des Machtgefüges meist gestärkt -im Sinne von mächtiger...stark...angsteinflößender...unberechenbarer...unantastbarer...- darstehen, als sie es voher waren und derjenige der eigentlich mit einer Verdienstnadel wegen Mut ausgestattet darstehen müßte, ist hinterher das Arschloch...sorry.


    Vielleicht sollte man diese ganzen Gerichtsverhandlungen auf Vereinsbasis kürzer fassen und denjenigen der lauter als 80 Dezibel am Platzrand aus welchen Gründen auch immer (Opfer und Täter!) wurde beim ersten Mal für 4 Wochen von allen Plätzen verbannen und beim zweiten Mal seier Ämter auf Kreisebene verbannen und fertig.

  • Liebe Trainerkollegen,


    mir ist folgende Passage im offenen Brief besonders aufgefallen:


    Nach gewissen Anlaufproblemen funktioniert die „Fair-Play-Liga“ bei den F- und G-Junioren insgesamt nun recht gut, bundesweites Interesse hab en auch die im Kreis Köln erstmals neuen Fair-Play-Regeln bei den D-Junioren hervorgerufen.


    Wäre es nicht eine gute Lösung, die Fair-Play-Liga bis einschließlich der D-Jugend auszuweiten? Dadurch würde die Trennung zwischen dem Anfänger-Fussball und dem Leistungssport, der in den Vereinen sowieso erst ab der C-Jugend beginnt, sehr deutlich! Viele der derzeitigen negativen Auswirkungen dieses "grauen Bereichs" würden für die Eltern und Kinder damit sehr viel transparenter. Die Absichten der Abwerber, lediglich ihre kurzfristigen, sportlichen Vereinserfolge sicherstellen zu wollen, sehr viel klarer. Dies würde dann auch den Erfahrungen des DFB entsprechen, dass das soziale Umfeld für die Talente in diesem Alter noch wichtiger ist, als das Gezerre der größeren Vereine um sie!


    Wäre es nicht ein Geschenk für die Kinder, wenn man sie bis einschließlich der D-Jugend durch geeignete Rahmenbedingungen ihren Fussball spielen lassen würde? Beim früheren Schulhof- oder Straßenfussball gab es ja auch keine Ligen und Tabellen und kein Kind hat das vermißt!


    Wäre es nicht auch für die Nachwuchstrainer eine große Erleichterung, wenn sie sich abseits von Punkte- und Erbsenzählerei ohne Leistungsdruck um eine altersgerechte Förderung ihrer jüngsten Vereinsmitglieder kümmern könnten?


    Was meint ihr?

  • Diese Erkenntnis ist leider nicht neu! Meiner Meinung nach gibt es auch nur einen Weg wie wir hier verfahren können um es in die richtige Bahn zu lenken - und zwar mit gutem Beispiel voran gehen! Schiedsrichter trotz Fehlentscheidungen mit Respekt behandeln - Eltern die auffällig werden ermahnen und Spieler mit Fehlverhalten konfrontieren!


    Das beste Argument ist meiner Meinung nach: "Der Schiedsrichter pfeift so wie wir spielen! Kommt bei dir (den Spieler / die Eltern fragen) jeder Pass perfekt an. Ist jede Entscheidung die wir im Spiel treffen die richtige, oder machen auch wir Fehler?"


    Ich habe damit durchweg positive Erfahrungen gemacht und würdige die Schiedsrichterleistung insofern positiv das er überhaupt erscheint - ob ich Entscheidungen gut heiße oder nicht spielt dabei keine Rolle - der Mensch/die Menschen als solches der/die meinem Team die Ausübung dieses geilen Sports ermöglicht/ermöglichen - müssen mit maximalen Respekt behandelt werden - drunter geht nichts!


    Ich spreche Kollegen im Verein und vom Gegner offen auf ihr Verhalten gegenüber den Offiziellen an - auch vor deren Spielern und Eltern und stelle exakt die oben beschrieben Fragen um nur zum Nachdenken anzuregen. Beliebt macht man sich damit oft nicht, zum Nachdenken anregen wird man aber in den meisten Fällen schon - ob sich etwas ändert weiß ich nicht! Ich will es aber so wie es oft ist nicht akzeptieren!


    Grüße
    Zodiak

  • Hi,
    ich habe oft beobachtet, wie sich die "normalen" Menschen zu Monstern umwandeln, während sie den Trainer und/oder Vater am Spielfeldrand gemacht haben (auch Muttis gleicher Art habe ich erlebt).
    Ich glaube, sie finden es nicht so schlimm, weil sie sich keine Gedanken darüber machen.
    Die Fehler, die man in diesem Brief liest, kann man wieder gerade biegen, in dem man die jetzige Generation der Kinder / der Trainer erzieht. (Ok, letztes mal habe ich Kritik geerntet, als ich von einer Erziehung gesprochen habe, aber ich habe kein anderes Wort dafür, deswegen sorry für die Wortwahl, wenn es "hochnäsig" rüberkommt). Die schreienden, schimpfenden, schlagenden, zickenden, tretenden Spieler, Trainer, Eltern kann man nicht so einfach erreichen, da gebe ich dem Steini Recht.. Das größte Problem dabei ist, wie ich hier auch oft lese, Desinteresse. Warum soll ich mich dann mehr als nötig damit beschäftigen? ist die Frage.
    "Ich gehe auf den Platz und trainiere meine Mannschaft. fertig. aus. Der Rest interessiert mich kaum". sind die Antworden und weiter: Ich muss mich nicht weiterbilden lassen, da es nicht meine Aufgabe ist, mich um Soziales zu kümmern. Aber stopp. Da die meisten unter den "Jugendtrainer" Väter/Mütter sind, die nicht als Profi gespielt haben und keine Trainerlizenz besitzen, erscheint mir das Argument mit "ich mache mein Training und meine Aufgabe ist erfüllt" super schwach.


    Da ist natürlich ein berechtigtes Argument seitens dieser Trainer dabei, muss ich zugeben: Die Zeit. Aber wenn eine/r sich dafür entscheidet, sich als Trainer um eine Mannschaft kümmert, muss man damit rechnen, dass man mehr Zeit damit verbringen MUSS, als die Zeit auf dem Fußballplatz. Wenn es auch um die Kinder geht, geht es um mehr, bzw. braucht man mehr Zeit. Da ist der Trainer der Betreuer. Betreuung beansprucht Zeit und Geduld. Das Thema haben wir neulich auch hier diskutiert.


    Wenn wir uns etwas Zeit nehmen und für uns angebotene Seminare, Schulungen, etc. besuchen, dann läufts besser, sicherlich. Sie funktionieren wie unser Forum hier. Erfahrungsaustausch ist das Schlüsselwort.
    Man kann/muss sich weiterbilden. Von nix kommt nix. Wenn wir unsere eigenen Fehler nicht korrigieren und nicht korrigieren lassen, dann geht das Fußballerleben immer so weiter. Brüllende Trainer, schimpfende Eltern, ignorierende Vereinsführende (die auch aus Menschen bestehen), verletzte Kinderseelen und -körper, traumatisierte Gesellschaft, etc. Da wir die jungen Leute als Spieler/Trainer einfacher erziehen (sorry noch mals fürs Wort) können als die erwachsenen, sollen wir genau da anfangen.


    BFV schreibt vor für einen C-Lizenz Trainer, dass er jährlich eine bestimmte Anzahl von Stunden sich weiterbilden muss, es wird bei den anderen Verbänden nicht anders sein, denke ich. Das dient dazu, dass man sich weiterentwickelt. Wenn aber ein ehrenamtlicher Kinderbetreuer/trainer sich nicht weiterbildet, passiert nix. Also dieser letzte zweideutige Nebensatz ist mMn die verkürzte Geschichte, die ich hier schreibe.
    Also die Menschen haben "keine Zeit" ((eine gesellschaftliche Krankheit) oder (eher mMn keine Lust), weil sie ja nix mehr lernen brauchen) , die haben kein Interesse an einer Weiterentwicklung, sodass die beiden Ursachen dazu führen, dass es im Fußballerleben keine Änderung gibt.


    Was ich geschrieben habe, ist nur ein Teil meiner Erfahrung. Für die Aggressionen gegenüber dem Gegner, Gegnerfans oder Schiris haben auch andere Ursachen, die man unter "gesellschaftliche Brennpunkte" klassifizieren kann. Das aber würde dann den Rahmen hier sprengen.


    Gruß,
    Uzunbacak

  • Wäre es nicht eine gute Lösung, die Fair-Play-Liga bis einschließlich der D-Jugend auszuweiten?


    Schiedsrichter trotz Fehlentscheidungen mit Respekt behandeln


    Was ist der bessere Weg?


    Kinder haben erfahrungsgemäss ein grosses Gerechtigkeitsempfinden. Demgegenüber steht jedoch, dass sie vieles aus ihrer eigen Sicht betrachten.
    Nun haben wir viele Mitbürger, die sich in ihrer Ehre verletzt fühlen, wenn sie ihr eigenes Gerechtigkeitsempfinden gestört sehen.
    Es entsteht Frust mir ihren ja bestens bekannten Folgen.


    Es ist die Aufgabe von uns Erwachsenen, den Kindern beizubringen, mit diesem Frust sinnvoll umzugehen, egal ob zu Hause, in der
    Schule oder halt beim Sport. Der Umgang mit Fehlentscheidungen, ungerechtem (auch gefühltem) Behandeln umzugehen, gehört für mich
    gerade beim Fussball zu einer elemtaren Eigenschaft um dauerhaft klar zu kommen.


    Fehlentscheidungen zu akzeptieren, war eine ständige Aufgabe meiner Trainertätigkeit.
    Höchst selten hatten meine Spieler in den vielen Jahren eine gelbe Karte wegen Meckerei erhalten.


    Meine beiden Söhne haben in insgesamt 26 Jahren Fussballspiel insgesamt keine 5 gelben Karten wegen Meckern erhalten.


    In keiner Altersstufe ist dies leichter den Kindern rüberzubringen als in G bis E-Jugend (wie vieles andere Verhalten auch).


    Für mich ist das ein Gegenargument gegenüber den sicherlich auch guten Argumenten in dieser Altersstufe ohne Schiri zu spielen.


    Ich sehe es als sinnvoller an, den Kids beizubringen mit den Problemen frühzeitig umzugehen und damit klarzukommen, als diese
    Problem für eine gewisse Zeit beiseite zu schieben, die dann nach einer gewissen Zeit noch erstärkter auftreten.


    wozu der nicht erlente Umgang mit Fust führt, lesen wir jeden Tag in der Zeitung..


    gg

  • Bereits bei der F Jugend habe ich es erlebt das ein Trainer als Grund für die Niederlage seiner Mannschaft die Bestechlichkeit des Schiedsrichters gegenüber seinen Kindern anführte.
    Der selbe Trainer der nach meinem Wissen zuvor 6 Monate wegen Tätlichkeit gegenüber einem Trainerkollegen gesperrt war.



    Hier drängt sich doch immer wieder die Frage auf: wieso können solch Personen überhaupt Kindertrainer sein? Gibt es da einen Freibrief, da es ja nur Kinder sind, man erst über ein Jahrzehnt später die Folgen bemerken muss? Dass solch Vorbilder für kleine Kinder viel in deren Köpfen anrichten, müsste auch jedem der hohen Herren im DFB klar sein, oder? Immer nur Jammern, beschwörendes Integrations-Gerede, Beschwichtigen, Appellieren, so viel Fassaden- oder Symbolpolitik, doch kann die ja nie weiterbringen, wo man Probleme an der Wurzel nur weiter wachsen, echt kritische Stimmen nur außen vor lässt, ignoriert, wenn wer von unten den Finger in die Wunden legt: da es zu unbequem wäre, mal wirklich "in sich" zu gehen? Die Missstände sind m.E. alle hausgemacht! Jeder Verein wie Verband hätte die absolute Ehrenpflicht, das Wohl von Kindern in der Betreuung 100% absichern zu wollen statt nur weg zu schauen und zu hören, wenn jemand den Mund auftut, auf psychosoziale Misshandlungen von Kindern intern hinzuweisen sucht. Doch das Gegenteil ist der Fall: der Überbringer der schlechten Nachricht wird zum Sündenbock und Prügelknaben, isoliert u.nur abgeschmettert. Nichts schützt ihn dagegen, nirgends fände man im DFB-System ein offenes Ohr - jedenfalls war dies in 10 Jahren KiFu bei mir so, dies kann ich für meinen Fall gern bezeugen: hab x Briefe, Bitten geschrieben, alles fruchtlos, oft ohne jede Reaktion! Daher les ich solch Briefe, mögen sie auch offen u. positiv ambitioniert sein, ungern. Mal sollen sie nur augenblicksbezogen von Untätigkeit zuvor ablenken, stets verhallen stets im Nirvana, bleiben ein Ruf in der Wüste... Und wer lauter ruft, der wird diffamiert, erhält schnell Anwaltsbriefe o.ä. Drohungen: stapeln sich bei mir!


    PS: Wobei ich einräumen muss, dass wir selbst desöfteren 'bestechliche Heim-Schiris' in F-Jugendspielen erleben mussten: eben Trainer u. Eltern der Heimteams, die gnadenlos fürs eigene Team pfiffen u. alles andere denn "Unparteiische" waren! Folge: in totaler Wut schreiende Trainer, so animierte Eltern, Handgreiflichkeit, Androhen von Schlägen vor allen Kinder - eben der "ganz normale" Amateur-KiFu, auf den der DFB in seiner aktuellen Kampagne so "stolz" ist. NEIN, werter DFB: unsere Kinder sind grad keine Profis, auch wenn ihr schon ab 7, 8 Jahren das Sieben startet, aber ihre Trainer oft 0 Cent kriegen u. dementsprechend eure Be-treuung dann in der Breite ausfällt! Wobei dann noch schnell der evtl. Bessere o. Mehr-tun-Wollende den selbsternannt Guten nur Todfeind, nur raus fliegt - von wegen offene Grenzen, Toleranz, Respekt, freier sportlicher Wettbewerb gemäß Leistung und so: hier hört dies alles auf. Trainer wird, wer oben gefällt, Kinder u. Eltern werden meist nie wie "Kunden" gefragt.Ok, ist ja auch nicht kommerziell, nur "sozial", was dürfte man da erwarten!? Leider habt ihr, werter DFB, mir nicht ein einziges Mal auf Kritik mit vielen Fallbeispielen geantwortet, obwohl ihr euch so gern weltoffen gebt (wo keine Grenzen moralisch real hinführen, steht ja übrigens im wohl aus purem Notstand her geschriebenen Brief). Tja, da bleibt mir jedesmal die Spucke weg, wenn ich ständig lese, wie erfolgreich u. toll KiFu in jedem Verein o. insgesamt ist, dass unsere Amateure echte Profis seien: welch Behauptung so totalneben aller Realität! Oder leide ich unter massivsten kollektiven Halluzinationen o. Lebenslügen dieses KiFu? Vermutlich ist aber auch deine Schilderung sowie der Offene Brief mit seinen Inhalten nur in meinem Kopf, Einbildung, falscher Film, wenn er nur nicht so real rüberkäm... ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

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  • Günter


    Ich sehe es als sinnvoller an, den Kids beizubringen mit den Problemen frühzeitig umzugehen und damit klarzukommen, als diese
    Problem für eine gewisse Zeit beiseite zu schieben, die dann nach einer gewissen Zeit noch erstärkter auftreten.


    Bei der Frage nach einem besseren Weg, als anderen Menschen mit Respekt zu begegnen keinen Unterschied. Es geht jedoch zunächst einmal um die Funktion des Schiedsrichters im unteren Jugendfussball! Wie die Erfahrungen aus der Fairplay-Liga ans Tageslicht brachte, fördert die Übernahme von Verantwortung über ein Spiel ohne Schiedsrichter einen partnerschaftlichen Umgang aller Anwesenden mehr, als wenn ein Schiedsrichter per unumkehrbaren Pfiff entscheidet, was Recht und damit gerecht ist!


    Das es Autoriäten gibt, dass wissen die Kinder doch schon aus der Schule! Dafür brauchen sie keinen "Klappe halten, wenn ich gepfiffen" bei der Ausübung ihres Hobby! Wenn das Spiel irgendwann so schnell wird, dass das Beurteilungsvermögen der Kinder allein nicht mehr ausreicht, dann braucht es gut ausgebildete, neutrale Schiedsrichter. Vorher nicht!


    Das Selbstverständnis einer obrigkeitshörigen Erziehung bestand auch darin, Fehlentscheidungen wort- und klaglos hinzunehmen! Wohin hat es geführt und wie leicht lies man sich dadurch verführen, dass es keine Alternative dazu gibt? Junge Menschen sollten durch Zuhören und Beobachten zur selbständigen Entscheidung geführt werden. Ein aufrechter Gang mit eigenen Meinung und verantwortliches Einbringen in Entscheidungsprozesse ist hier allemal wünschenswerter als das Katzbuckeln und Frustverdrängung.


    Günter, ich weiß, du willst auch nur das Beste für die Kinder! Aber man muß sie auch schrittweise loslassen und ihre Entscheidungen akzeptieren! Selbst wenn sie fehlerhaft sind, wenn die eigene Erfahrung sagt, das wird nicht immer gutgehen! Aber sieht man nicht auch eigenes Fehlverhalten als Kavaliersdelikt an?

  • fördert die Übernahme von Verantwortung über ein Spiel ohne Schiedsrichter einen partnerschaftlichen Umgang aller Anwesenden mehr, als wenn ein Schiedsrichter per unumkehrbaren Pfiff entscheidet,


    ohne Widerrede, das ist ja auch ein Argument für die FPL, hab ja auch geschrieben, dass es gute Argumente dafür gibt.


    Das Selbstverständnis einer obrigkeitshörigen Erziehung bestand auch darin, Fehlentscheidungen wort- und klaglos hinzunehmen! Wohin hat es geführt und wie leicht lies man sich dadurch verführen, dass es keine Alternative dazu gibt? Junge Menschen sollten durch Zuhören und Beobachten zur selbständigen Entscheidung geführt werden. Ein aufrechter Gang mit eigenen Meinung und verantwortliches Einbringen in Entscheidungsprozesse ist hier allemal wünschenswerter als das Katzbuckeln und Frustverdrängung.


    Hat für mich wenig mit der Erlernung im Umgang mit Frustbewältigung zu tun, auch wenn ich sehe, dass es da durchaus eine
    schmale Gradwanderung gibt

  • Hallo zusammen,


    für mich ist dieser Brief ein rumdoktern an den Symptomen. Nicht an den Ursachen. Schließen wir Leute aus ( Spieler, Trainer, Zuschauer ), die sich falsch verhalten, dann beseitigen wir wieder einmal nur die Symptome. Kurzfristig gedacht. Die wachsen nach.


    unzunbacak stimme ich zu: mit Bildung und somit Sachkompetenz ( im Bereich Trainer ) erreicht man am meisten. Das weiß auch der DFB. Aber es gibt nun einmal die Trainer ( oder auch Vorstände, Jugendleiter ect. ), die diese Zeit für Bildung im Bereich Fußball nicht investieren können und/oder wollen. Ich kenne viele von diesen Leuten. Aber: es gibt viele von diesen Leuten und daher werden sie von den Vereinen gebraucht. Wenn diese Unwilligen ausgeschlossen werden würden sicher eine Menge von Jugendmannschaften ohne Trainer da stehen. Und das weiß der DFB auch.


    Für mich, und sicher auch die meisten von euch, nicht nachvollziehbar. Denn es ist ja unser Hobby, bereitet uns Spaß und wir können gar nicht genug Information u. Weiterbildung bekommen.


    Der Hinweis von Zodiak ist sicherlich immer der richtige Anfang: jeder kann in seiner direkten Umgebung etwas bewirken. Aber Zodiak ist nun einmal einer von denen, die sich intensive mit allen Facetten des Fußballs beschäftigt. Im Gegensatz zu der großen Mehrheit, die dann eben nicht so häufig richtig handelt.


    Der Fußball ist in gewisser Weise, und das schrieb hier irgendwer bereits, auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Ist also der Ansatzpunkt nicht vielleicht auch woanders bzw. nicht "nur" im Fußball zu suchen?

    Wenn sie begriffen haben, daß zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät. Dann werden sie Trainer. (Luis Aragonés)

  • für mich ist dieser Brief ein rumdoktern an den Symptomen. Nicht an den Ursachen. Schließen wir Leute aus ( Spieler, Trainer, Zuschauer ), die sich falsch verhalten, dann beseitigen wir wieder einmal nur die Symptome


    ...all die sog. Einzelfälle wie sog. Fans o.ä. - und bestätigen nebenbei unser System! Pure Symbolpolitik mittels leerer Appelle, die im günstigen Fall grad mal 6 Monate halten dürften. Aber man hat ja vorzeigbar was getan, sich u. pro forma Flagge gezeigt. Immerhin: offen ungeschminkte Worte, aus der Not heraus! - Wir sind nun doch alle "echte Profis" - diese Kampagne ist für mich aktuell "echt" der Gipfel, man sollte nach ihren oberflächlichen Spots immer jenen Brief vorlesen, um die Verhältnisse wieder realistischer zurecht zu rücken, s.o.

  • Zitat von »Toto2«




    für mich ist dieser Brief ein rumdoktern an den Symptomen. Nicht an den Ursachen. Schließen wir Leute aus ( Spieler, Trainer, Zuschauer ), die sich falsch verhalten, dann beseitigen wir wieder einmal nur die Symptome


    ...all die sog. Einzelfälle wie sog. Fans o.ä. - und bestätigen nebenbei unser System! Pure Symbolpolitik mittels leerer Appelle, die im günstigen Fall grad mal 6 Monate halten dürften. Aber man hat ja vorzeigbar was getan, sich u. pro forma Flagge gezeigt. Immerhin: offen ungeschminkte Worte, aus der Not heraus! - Wir sind nun doch alle "echte Profis" - diese Kampagne ist für mich aktuell "echt" der Gipfel, man sollte nach ihren oberflächlichen Spots immer jenen Brief vorlesen, um die Verhältnisse wieder realistischer zurecht zu rücken, s.o.

    Hi,
    mit einem Brief/Appel ist es definitiv nicht getan, das stimmt.
    Ich habe einen Vorschlag, der nicht mir gehört.
    Der Verband/Kölner Fußballkreis/oder ähnliche Organisation soll das unternehmen: Wenn die Jugendleiter/-trainer/-obmann/-wart/-betreuer nicht zu den Schulungen/Seminaren/Infotagen kommen, dann soll man zu denen gehen.
    Ich denke, man hat genug Geld, (sollte zumindest dafür haben) solche Meetings zu organisieren. Man kann einfach auf die Vereine zugehen und denen Terminvorschläge machen, wann man zusammen kommen kann.
    Ok, man wird dann auch nicht alle o.g. Personen "erreichen", aber ich bin sehr zuversichtlich, dass man mehr Personen als sonst damit erreicht.
    Das wäre dann vielleicht ein Anfang.
    Gruß,
    Uzunbacak

  • Ich habe eine ganze Weile überlegt, ob ich etwas dazu sage, aber es brennt doch zu sehr unter den Nägeln.
    Mir ist nicht klar, was man mit diesem Brief erreichen will. Wie meine Vorredner bin ich sicher, daß es nichts ändern wird. Die Leute, die dieser Brief erreichen möchte, werden sich nicht einmal angesprochen fühlen!


    Man macht es ihnen aber auch zu leicht. Da kann ein Trainer vor den Kindern andere Trainer als "Nazis" beschimpfen und kommt mit einem "Du, Du" davon, da läßt ein anderer Trainer zu, daß nach einem B-Jugend-Spiel der gegnerische Keeper krankenhausreif geschlagen wird und muß popelige 250€ Strafe zahlen. Was soll das? So lange die Täter keine Konsequenzen zu spüren kriegen, passiert gar nichts!
    "Bitte, bitte, seid doch lieb." Das ist die Quintessenz des Briefes. Da lachen diese Menschen nur drüber.
    Leidtragende sind in erster Linie die Kinder, aber in zweiter auch die Trainer / Betreuer, all die Ehrenamtlichen, denen ihr Hobby, ihr Sport durch solche Menschen zerstört wird.
    Da müssen ganz andere Maßnahmen aufgefahren werden!