Aufstellungsformation für die Halle: 1 Torwart 5 (!) Feldspieler

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  • Habe morgen mit meiner Grundschule ein Kreisturnier bei dem wie in der Überschrift genannt 5 Feldspieler mitspielen dürfen. Insofern entfallen die gängigen 2-2, 1-2-1 Aufstellungen.


    Aktuell hatte ich überlegt entweder 2-1-2 oder 1-3-1 zu spielen. Wir dürften eher ein schwächeres Team sein in der Halle, weshalb ich aber trotzdem nicht nur defensiv agieren möchte, sondern die Kinder lieber Pressing spielen lassen würde...Insofern wäre ein 2-1-2 vielleicht geeigneter oder? Aktuell tendiere ich zu einem kompakten Block und würde mich gegen ein 1-3-1 aussprechen, da die Breite in der Halle womöglich nicht das Problem sein wird, sondern eher das Zentrum...
    Habt ihr noch andere sinnvolle Ideen?



    Edit: Die Jungs sind nicht eingespielt, noch werden sie diese Aufstellung aus ihren Vereinen kennen (dort 1+4). Insofern soll es für die Jungs einfach zu verstehen sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Locutus ()

  • Hallo,


    würde - auch bei einer eher schwächeren Mannschaft - ein 1-1-3-1 spielen, mit em eben doch ganz gut pressen kann.


    Der hintere Spieler (das ist auch die Anweisung, die ich ihm geben würde, 'Du spielst hinten') bietet sich dem Torspieler links/rechts flexibel zum Anspiel an oder räumt alternativ mit einem Außenspieler eine Seite und macht somit Platz für den anderen Außenspieler.


    Die beiden Außenspieler sind klassische "Läufer", sie bilden jeweils mit einem der zentralen Spieler eine Dreierreihe, d.h. falls man ganz vorne presst, dann agieren sie mit der Spitze fast auf einer Linie und machen den Raum dort eng.


    Dann hat man noch einen zentralen Spieler, der entsprechend spielintelligent und gut am Ball sein sollte. Er ist die Schaltzentrale, holt sich die Bälle, verteilt sie nach außen oder an die Spitze oder er schließt selbst ab.


    Schließlich noch einen für vorne, der eben die klassischen Aufgaben der Spitze erfüllt. Zustellen, anlaufen, Räume aufmachen, in die man dann doppeln kann und natürlich auch nach vorne gefährlich sein.

    "Es gibt nur einen Ball. Wenn der Gegner den Ball hat, muss man sich fragen: Warum hat er den Ball? Ja, warum? Und was muss man tun? Ihn sich wieder holen!" (Giovanni Trappatoni)

  • Ich würde auf jeden Fall das 2-1-2 als Grundaufstellung dem 1-3-1 gegenüber favorisieren, vor allem, wenn man sich den Torhüter noch dazu denkt, dann geht es nämlich um 1-2-1-2 vs. 1-1-3-1. Mit dem 2-1-2 deckt dein Team das Spielfeld viel besser und gleichmäßiger ab, während beim 1-3-1 die Ecken verwaist sind, während sich deine Spieler auf senkrechter wie horizontaler Mittellinie im Weg stehen. Der hintere Spieler ist dabei auch noch dazu verdammt, als Ausputzer zu spielen, was aber vermutlich der Torhüter genauso gut machen könnte. Letzteren würde man auch zum Linienartisten degradieren. Von mir also ein deutliches Plädoyer für eine Grundaufstellung im 1-2-1-2. Wichtig ist dabei übrigens auch, dass du von den Kids nicht erwartest, dass sie sich an ihre Positionen halten. Im Grundschulalter wäre das zu viel verlangt.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • ballgewinnski
    Bei der Mannschaftstaktik wird der Torwart nicht extra aufgeführt!


    Locutus


    Die meisten Trainer gehen mit ihren Teams in Hallenturniere, wo sie einfach nur Spaß haben sollen. Für viele Trainer ist der fussballerische Wert beim Hallenfussball gering. Deshalb sieht man meistens Spiele, in denen die Mannschaft, die die Mehrzahl der Zweikämpfe gewinnt, auch Sieger wird. Ausnahmen und Überraschungen sind jedoch immer möglich, weil die Wettkampf-Spieldauer meistens nur zwischen 10 - 20 Minuten liegt.


    Man kann jedoch sein Team taktisch über den Winter in der Halle weiterentwickeln.


    Nachfolgend findet ihr ein Beispiel, was ihr mal ausprobieren könnt:


    Mannschaftspielsystem: 3 : 2
    1. Defensivaufgaben
    Bei gegnerischem Ballbesitz zieht sich die Mannschaft komplett in die eigene Hälfte zurück. (Ausnahme: Nachsetzen im Moment des eigenen Ballverlusts.) Es wird gewartet, bis deren Angreifer (ohne Ball) sich in der eigenen Hälfte positioniert haben und einer der Abwehrspieler den Ball an der Mittellinie führt.


    Von den beiden offensiven Spielern läuft jeweils nur Einer den ballführenden Gegner an. Der Andere deckt den zentralen Raum überlappend ab. Die 3-er Kette dahinter verschiebt mit dem Ball. Nur die Außenbahnen bleiben frei, denn für Schüsse aus spitzem Winkel hat man den Torwart. Weitaus wichtiger ist es deshalb, den Passweg im Zentrum gut zuzustellen. Kann also der Gegner an der Außenbahn Tempo aufnehmen, so rückt der ballferne Defensivspieler ins Zentrum ein und stellt den Raum am 2. Pfosten zu. Die beiden anderen Spieler stellen seitlich versetzt den zentralen Torraum am 1. Pfosten und den Raum in der Tormitte zu.


    Bei Angriffsversuchen durch das Zentrum ist es wichtig, dass auch die Spieler einen Teil des Torraums zustellen, sodass sich der Keeper nur noch auf einen Teil der Torfläche konzentrieren muß! Durch den Keeper wird aus der 3.-Kette kurzfristig eine 4-er Kette.


    2. Umschaltspiel
    a.) Ballgewinn durch eigenen Angreifer vom gegnerischen Verteidiger an der Mittellinie
    Weil der Ball von einem gegnerischen Abwehrspieler vom eigenen Angreifer erobert wurde, hat dieser nun freie Bahn zum Tor. Er kann nun selbst den Torabschluß suchen oder zum mitgelaufenen Kollegen passen. In aller Regel dauert das Umdrehen und das Tempoaufnehmen des Gegners zu lange, um diesen Konter zu verhindern.


    b.) Ballgewinn in der eigenen Abwehr
    Weil immer mindestens einer der beiden Angreifer hoch steht (Abseits gibts ja meistens nicht), kann dieser durch einen Flachpaß mit ausreichendem Druck in den Lauf angespielt werden. Selbst der Torwart hat diese Option, wenn er sofort paßt, statt den Ball erst noch zu stoppen oder aufzunehmen.


    Fazit: In der Halle lassen sich folgende Situationen trainieren:


    1. kleiner Teil des Gegenpressing. Sofort nachsetzen bei Ballverlust im gegnerischen Drittel ist besonders erfolgreich bei Rückgewinn im Zentrum, da sofort Torabschluß möglich.
    2. Agieren im Block (gegenseitiges, überlappendes Abdecken des gegnersichen Passweges)
    3. Abdrängen des Gegners an die Außenbahnen
    4. Einrücken des ballfernen Spielers zur Absicherung des torgefährlichen Zentrums
    5. Integration des Torwarts in die Abwehrkette
    6. Einfaches, schnelles Umschaltspiel bei Ballgewinn


    Ich würde mich freuen, wenn mehr Hallenturniere mit 5 plus Keeper stattfinden würden. Aber natürlich muß es die Hallengröße auch hergeben.

  • ballgewinnski
    Bei der Mannschaftstaktik wird der Torwart nicht extra aufgeführt!


    Nur als Anmerkung:


    Komme, wie man sehen kann, aus dem Württembergischen. Bei uns wird in jedem Lehrgang (und v.a. in den Prüfungen) Wert darauf gelegt, dass der Torspieler immer mitgenannt wird. Eine, wie ich finde, gute Begründung (die ich hier nur sinngemäß, nicht wörtlich wiedergeben kann) dafür lautet:


    Natürlich genießt er (der Torspieler) besondere Rechte (Ball mit den Händen spielen, gewisser Schutz im eigenen Fünfmeterraum, usw.), man sollte ihn aber bei einer taktischen Formation nicht ausklammern. Wer den Torspieler bei der Formation ausklammert, neigt jedenfalls eher dazu, bei taktischen Überlegungen oder Diskussionen über die Viererkette, die "Sechser", die "Spitzen" usw zu sprechen und den Torspieler eher stiefmütterlich zu behandeln. Darum nennen wir - auch wenn es überflüssig erscheinen mag, weil er ja stets die "eins" ist - den Torspieler stets mit und sprechen z.B. vom 1-4-3-3-, vom 1-4-2-3-1 oder vom 1-4-4-2-System.

    "Es gibt nur einen Ball. Wenn der Gegner den Ball hat, muss man sich fragen: Warum hat er den Ball? Ja, warum? Und was muss man tun? Ihn sich wieder holen!" (Giovanni Trappatoni)

  • ballgewinnski


    Schönen Gruß an euren Verbandstrainer, Herrn Adler! Er hat ja auch die C-Breitensportlizenz mit Schwerpunkt Torwarttraining ins Leben gerufen, ohne auf die langsam mahlenden Mühlen des DFB zu warten. Das er damit einen guten Job gemacht hat, zeigt sich schon an der Tatsache, dass die Inhalte in die DFB-TW-Trainer-Ausbildung für den Breitensport übernommen wurden.


    Es ist toll, wenn ihr den Torwart extra mit einbindet und die Begründung finde ich auch O.K.


    Im Rest der Republik wird das (noch) nicht gemacht! Die Begründung lautet: ohne Torwart darf das Spiel nicht angepfiffen werden. Ohne einen anderen Positionsspieler schon! Deshalb ist es selbstverständlich, dass ein Keeper dabei ist und braucht nicht extra erwähnt werden.

  • moin



    bevor über taktik und aufstellungsvarianten diskutiert wird, würde mich zum einen mal die altersklasse und nicht zu letzt die größe der halle interessieren.



    gruss

  • Wenn es Grundschüler (also U 7 bis maximal U 11) sind, kann man doch regelmäßig allenfalls eine grobe Formation vorgeben. Taktische Feinheiten und Positionsdisziplin kann und sollte man da eigentlich nach reiner Lehre nicht erwarten (dürfen?)..... :) Liege ich da falsch?

  • Mit meinen Jungs spiel ich in der Halle meistens 2 1 2 wie folgt:
    Die Jungs in den beiden Zweier Reihen halten sich wenn immer möglich an ihre Quadranten (hinten links, hinten rechts, vorne links, vorne rechts --> siehe unsere Diskussion zum Thema Quadranten).
    Ihre primäre Aufgabe ist es das Spiel "breit" zu machen und die Verteidigung damit "auseinanderzuziehen".
    Der "Mitte-Spieler" ist es in jeder Situation möglichst immer anspielbar, um dann entweder selber ein Tor zu schiessen, eine Ueberzahlsituation zu bilden oder den Ball an einen Spieler weiterzuspielen. Von diesem Spieler erwarte ich, dass er immer weiss, was er mit dem Ball macht, BEVOR er ihn erhält. Er ist damit automatisch der Spiel- und Tempomacher. Einstudierte "Moves" werden ebenfalls von diesem Mittespieler ausgelöst.
    Die Mannschaft vermeidet so Rudelbildung, nutzt den Raum, muss kräftige, weite Pässe spielen und wird zum schnellen Ab- und Zusammenspiel gezwungen. DAS muss man natürlich ein paar mal üben. Aber wenn es sitzt, kann man so auch locker mal gegen technisch und körperlich stärkere Mannschaften gewinnen. Diese Aufstellung setzt aber eine offensiv angriffige Spielauffassung voraus und ist so wohl eher technisch und läuferisch bereits fortgeschrittenen Teams vorbehalten.


    P.S.
    Das 2 1 2 ist den späteren im Futsal üblichen Aufstellungen, dem (eher deffensiven) 2 2 oder dem eher offensiven 1 2 1, ähnlicher als eine 1 3 1. Erfahrungsgemäss ist eine 2 1 2 Aufstellung auch leichter zu erklären und beizubehalten als eine 1 3 1 wo man die "3er Kette" dann praktisch doch nie auf einer Linie finden wird.

  • Für mich sind Hallenturniere meistens Zeitverschwendung.
    Wir spielen in Bayern mit Bande, und da wird mit dem Alter einfach die Verletzungsgefahr zu hoch - Handgelenksbruch, Schlüsselbeinbruch, alles schon gesehen wegen dieser unsinnigen Bandenchecks. Außerdem ist der harte Hallenboden schlecht für die Gelenke, da sind mir die vielen Fußgelenks- und Knieverletzungen der Handballer und Volleyballer in meinem Bekanntenkreis Abschreckung genug. Ist ein Hallenboden dagegen mit einer Schonschicht überzogen, die das Hängenbleiben verhindern soll, dann ist der Boden total seifig und jede Richtungsänderung und jedes Dribbling beschäftigt einen Spieler eher damit, sein Gleichgewicht zu halten, als dass er etwas sinnvolles mit dem Ball anstellen kann.
    Den einzigen Nutzen sehe ich ehrlich gesagt im Pressings- und Defensivtraining wie von TWTrainer ausgeführt, sowie im Lösen vom Gegenspieler, weil gerade nach dem Abstoß oft einfach Manndeckung in der gegnerischen Hälfte gespielt wird. Das bringt billigen Ballgewinn mit sofortiger Abschlusschance.
    Deshalb beschränken sich meine "Taktik"-Anweisungen in der Halle auch meistens darauf, den Keeper nach einem Doppelpass den Ball in die gegnerische Hälfte schlagen zu lassen und dort zu pressen. Meistens spielen wir auf seifigem Boden und da ist der Ballführer in der Regel angeschmiert. Das Bandenspiel ist in der eigenen Hälfte verboten und in der gegnerischen erlaubt, weil in beiden Fällen der Ball eben ins Zentrum zurückprallt und man das hinten nicht und vorne sehr gerne will. Zu guter Letzt wird der Anstoß immer für einen Torschuss genutzt. Das haben uns bei einem besser besetzen Turnier vor ein paar Jahren am Ende selbst die Bayern und 60er nachgemacht, weil das gerade bei jüngeren Jahrgängen mit kleinen Keepern immer für ein schnelles Tor gut ist.

  • Für mich sind Hallenturniere meistens Zeitverschwendung.


    Es gibt sowohl in Deutschland, der Schweiz und Oesterreich (Futsal-)Turniere wo ohne Banden mit Seitenlinien gespielt werden. Vielleicht solltes du mal nach solchen Ausschau halten oder ein solches organisieren (Handballhalle).
    Zudem denke ich nicht das die Banden das eigentliche Problem sind, sondern die Schiedsrichter die mit dem schnellen Spiel in der Halle überfordert sind und viel zu wenig pfeiffen.
    Auch ein Futsalball kann das Verletzungsrisiko signifikant reduzieren.
    Im Leistungsverein sind wir auf Hallenturniere angewiesen um die Intensität der Ausbildung hochzuhalten. Ausserdem dürfen hier unser wieselflinken "Techniker" glänzen die auf dem Rasen nicht so oft zum Zug kommen. Ausserdem eignet sich das kleine Format (Feldgrösse und kleine Sielerzahl) hervorragend um sich an Spielzüge heranzutasten die man im Frühling dann auch in ähnlicher Form wieder auf den Rasen übertragen kann.
    Tip: Wie in jeder Kampfsportart üblich empfielt sich ein regelmässig Sturz- und Falltraining durch einen entsprechend geschulten Spezialisten. Wer in der Halle nicht abzurollen versteht und alles nur mit gestreckten Armen und Handgelenken abfedert, hat dann sicher mal Probleme damit.

  • Wie wäre es, die Grundschüler einfach nur spielen zu lassen ??? Vielleicht werden sie schon in ihren Vereinen vor Turnieren und Spielen vollgequatscht und würden es genießen, einfach mal nach Herzenslust zu kicken.

  • ich bin seinerzeit auch mal in den genuss gekommen eine grundschule fußballerisch zu begleiten.
    zweimal draussen, einmal drinnen.


    in der halle haben wir grob etwas vorgegeben, was aber aufgrund der unterschiedlichen qualität der kinder schnell makulatur war.
    deshalb habe ich sie einfach spielen lassen und sie hatten spass. schön gemischt, mit den mädels gemeinsam, war schon toll.
    aber es gibt natürlich immer betreuer, die auch ein grundschulen turnier dann zur lehrform erheben.
    ich halte da nicht viel von, da es sich ja hier um ein einmaliges erlebnis handelt,
    an das alle mit freude zurückdenken sollen und dazu gehört für mich nicht unbedingt der titel.

  • Bei einer solchen Gelegenheit sagte eine Grundschullehrerin über ihren die Schulmannschaft betreuenden Kollegen: "Ich bin mir nicht sicher, wer aufgeregter ist - die Kinder oder er?"

  • Wie wäre es, die Grundschüler einfach nur spielen zu lassen ??? Vielleicht werden sie schon in ihren Vereinen vor Turnieren und Spielen vollgequatscht und würden es genießen, einfach mal nach Herzenslust zu kicken.


    Ich sehe das genau so und keinen Zentimeter anders. Und was mir oftmals an mir selbst und an Euch Kollegen auf den Senkel geht ist die Tatsache, dass man bei einer Fachfrage irgendwie den großen Lellek raushängen läßt, jedenfalls ungefähr so, als wenn ein Bundesligatrainer der auch noch Spitzenpolitiker ist all sein Wissen in die Schale legt, um sich selbst zu verkaufen.


    Bei einem Fußballturnier einer Schule ginge es mir um das Fair-Play. Genau hierauf hat für mich der Akzent zu liegen. Ich würde dieses Turnier unter ein Motto stellen...Fair-Play oder auch Integration....keine Chance für Rechts usw.. Ob die Spieler hier auf dem Platz die Wahrheit dahingegen suchen, wer der Beste ist und dieses dann im Rahmen des Mottos abarbeiten, wäre das Ziel...Ersteres aber für mich als Pädagoge (der ich nicht bin) e g a l!


    Entsprechend würde ich mich als Coach meiner Mittel bedienen und gehört habe ich hierzu, dass ein Pädagoge hier die Schüler das erarbeiten läßt. Sie sollten das auf dem Weg zu einer sozialen Kompetenz und Verantwortung für sich finden, was denn gut und schlecht ist im und beim Spiel und genau dafür fühle ich mich als Trainer zum Moderator berufen, statt ...wie ich es so meist empfinde....der große fähige tolle gutaussehende super Coach, der sich letztenendes -oftmals versteckt- selbst darstellen will. Dabei habe ich mich auch schon selbst erwischt und wisst ihr was, es ist zum kotzen und kleingeistig, sorry.


    Ich erinnere an Horst Wein, der den Fußball nicht neu erfunden hat. WAS meint Ihr denn, wie wir spielen sollen....hin zum.... -und das wäre mein Rat im Ergebnis, ....welches sich die Jungs erarbeiten müßten- "ALLE Verteidigen und ALLE greifen wir an" im Aufstellung scheiss egal.


    Spielen die als Fußball-AG regelmäßig auf einem Turnier...könnte diese Art der "Beschallung" zu tiefgreifenderen Abläufen in der Halle führen, z.B. Spieleröffnung (als wichtigstes Thema für mich in der Halle) usw.....wovon ich bei einer einmaligen Veranstaltung -wie eingangs betont- Abstand nehmen würde.


    Entsprechend ....den Ball in die Mitte und ab gehts. Übrigens würde ich hier den Futsalball nehmen, weil technisch schwächere Spieler damit besser klar kommen und gute Spieler anfangen zu trixen.


    Zu dem Einwand eines Users, nämlich das die Bande ihn das Hallenspiel verwerfen lassen....ich habe das in 12 Jahren keinmal gesehen, das sich jemand wegen eines Bandenspiels verletzt. Ich habe aber schon Leute gesehen die sich im Keller versteckten, damit nix passiert und die kamen dann doch ins Krankenhaus, weil man sich beim Schutz suchenden Stehen im Türrahmen immer noch die Birne stieß ;)

  • Mir ist schon klar, dass man aus der Not eine Tugend machen soll und Training und Turniere im Winter irgendwie die Motivation hoch halten sollen. Hätte mein Verein aber einen Kunstrasenplatz, würde ich niemals in die Halle gehen. Mini-Spiele auf engem Raum kann ich draußen auch aufbauen.
    Am Verletzungsargument halte ich auch fest. Ich habe die Bruchverletzungen an der Bande in der B-Jugend selbst miterlebt und ohne Bande inklusive Check wäre das nicht passiert, da gab es gar nichts abzurollen. Teilweise war hier aber auch wieder der Boden schuld, weil der auch rutschig war und deshalb das Tempo notwendigerweise bewusst mit Wand (und leider auch mit Gegenspieler) aufgefangen wurde. Außerdem wird mit Bande merklich mehr gebolzt, weil sich Dribblingfehler nicht so gravierend auswirken, wenn man den Ball zur Not einfach über die Bande weghaut. Das soll man draußen dann mal an der Außenlinie versuchen. Und daran, dass der Hallenboden schlecht für die Gelenke und die Knie ist, habe ich auch keine Zweifel und für gegenteilige Behauptungen zu viele Mediziner in der Familie ;).
    Aber ich möchte auch nicht nur Herumnörgeln, insofern versuche ich schon, ein schönes Hallenprogramm mit meinem Team zu planen, aber immer nur mit dem Vorbehalt, dass ich doch lieber draußen wäre.

  • wie wäre es denn mit dem 2-2-1 System, wenn ihr eher ein schwächeres Team seid? So habt ihr hinten die Sicherheit und die Mittelfeldspieler könnten sich gut nach vorne mit einschalten, sodass das offensiv auch gerne mal 2-1-2 sein kann auf der Seite wo der ball is ist der Spieler somit offensiver. Nur so eine Idee

  • Ich mag die Bande in der Halle auch nicht, ich habe auch das Gefühl, das bei Vorhandensein der Bande tendenziell ruppiger gespielt wird. Glücklicherweise sind Hallenturniere mit Bande in unserer Gegend die absolute Ausnahme, in den meisten Hallen wird mit Aus gespielt.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Da wir gerade bei der Bande und somit Off-Topic sind. Hier wird in vielen Themen immer mal wieder Spielintelligenz angesprochen. Für mich zeigt sich gerade bei diesen Spielsituationen bei E und D-Jugendspielen immer wieder, wer von sich aus innerhalb von ein oder zwei Sekunden intuitiv die richtige Entscheidung trifft.
    Meist wird mit Ansage gegen die Bande gespielt oder aber versucht, sich mit Ball zwischen Bande und Gegner hindurch zu quetschen. Da entstehen oftmals die gefährlichen Duelle draus.
    Die wenigsten Spieler dieser Altersklasse sind in der Lage, die Bande als individualtaktisches Mittel zu nutzen. Pass an oder Laufweg zur Bande antäuschen und dann mit geschickter Ballmitnahme doch nach innen ziehen und Tempo verschärfen. Und in der nächsten Situation an gleicher Stelle das Dribbling nach innen antäuschen und zur Bande ziehen bzw. die Bande zum Doppelpass nutzen. Oder aber abbrechen und das Spiel wieder von hinten aufbauen weil sie von sich aus erkennen, dass beide Optionen nicht optimal sind. Achtet mal drauf.
    Diese Spieler bringen von sich aus eine Spielintelligenz mit, die sie intuitiv anwenden. Das könnte man einigen Spielern sicherlich durch hohe Wiederholungsrate als Alternative antrainieren. Es wäre jedoch nicht das selbe.


    Ich habe aber gewisse Situationen wie diese einfach auch mal natürlich ablaufen lassen ohne darauf einzugehen. Einfach um zu sehen wer etwas von sich aus mitbringt. Das erkenne ich aber nie, wenn ich alles unbedingt trainieren oder vorgeben möchte. Mal abgesehen davon das man seinen Einfluss als Trainer auch nicht überschätzen sollte.