Haut ruhig drauf, das gibt ein Vorgefühl für morgen...

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  • weiterhn gibt es Schleichwege, die nicht jeder nimmt, und auch Wege die nicht regelkonform gefahren werden dürfen (auch diese bin ich schon gegangen).


    Man muss diese nur kennen und dann erreicht man auch Ziele, die andere nicht erreichen.


    und jetzt hab ich eindeutig vom Fussball gesprochen und auch ohne Smiley.

  • Um mal wieder richtig zum Thema zu kommen:


    Was hält denn das Kind davon, dass sein Vater, welcher überhaupt kein Vereinsmitglied ist, in der Art aktiv ist ? Schliesslich ist es doch der Fussball des Sohnes und nicht der des Vaters.

  • Es geht hier doch um erzieherische Verantwortung, Lernziele, da das richtige Leben nicht nur im Freizeitpark statt hat. Das ist ja das üble Dilemma, wo Leute im Fußball tonangebend sind, die eigentlich ihre eigene Suppe kochen, also zB ein Kind ins Tor stellen, das dies weder kann noch will, dafür andere ausschließend. Soll man nur wegschauen o. Zivilcourage zeigen, auch wenn's nur Ärger bringt. Was, wenn "Trainer" Kindern das Trainieren verbieten, obwohl ihnen lt Satzung alle Veranstaltungen offen stehen müssten? Wenn schon x Kinder aus erzeugter Unlust aufgehört haben? Wenn ein Trainer deinem Kind etwas einredet, was es sich nachher nicht zu sagen traut, man nur sieht: vorher wollte es unbedingt im Team seiner Freunde mittrainieren, wogegen deren Trainer auch nichts hatte, nachher nicht mehr u. dieser Trainer will es plötzlich auch nicht mehr? Das ist dann Hinterzimmer-Politik statt echter Sportsgeist im Miteinander. Es geht hier um konkrete Probleme, die solch Trainer Kindern - ihnen Schaden zufügend - und so Eltern bereiten, erst produzieren (wo alles so einfach wäre), nicht theoretische Fragen. Wenn wenigstens Motive und Ziele klar wären: will solch ein Trainer, dass Kinder aufhören o. gehen, aber wieso dann nicht auf sanftem Weg im Guten? Oder meint er durch Trainingsverbote - sei es von TW-Trainings (seinerzeit bei mir) o. zusätzlichem Training - sie für sich bunkern zu können? Der Fall ist zu kompliziert, um ihn erschöpfend darzustellen. Überlege dir mal: dich schießt wer hintenrum als Trainerkollege ab, da du seiner Autorität u. Stellung wg mehr Beliebtheit o. Qualität und "sportlicheren" Vorstellungen der Teamführung (nicht Papa's Kind wird zur Nr. 1 bestimmt, sondern die 2, 3 besseren Torleute erhalten ihre faire Chance o. wenigstens auch TW-Training, denn hier lernen sie ja das Meiste, nicht im Spiel) "gefährlich" wirst, dann gehen schon mal 3 Spieler, dann blockiert er dein Kind, das mehr trainieren wollte (da im Teamtraining bei Nichtfußballern eben kaum was läuft und gelernt werden kann), nimmt es dagegen und gegen dich ein... alles normal und nur schweigend hinzunehmen? Natürlich leidet dein Kind, wenn du versuchst, für mehr sportliche Vernunft, Sozialität oder Fairplay für alle zu sorgen, da Stress gemacht wird, aber alles, dein Kind als Fußballer, nur aufgeben, ist das die bessere Alternative, um Ruhe zu haben?


    Dieser innere Konflikt zerreisst dich dann u. schlaue Sprüche, faule Witze oä dazu kannst du eigentlich nicht mehr hören, zumal du im 7 km entfernten Nachbarverein einen Toptrainer gut kennst, der deinen Sohn unbedingt gern hätte, wobei der aber zu sehr an seinen Freunden vor Ort hängt: die einen sagen dir, dass es im Fußball zuerst um guten Sport, Potentialentwicklung, nicht lustige Geselligkeit gehen solle, die anderen wie deine Frau liegen dir in den Ohren: lass das Kind doch einfach Spaß mit seinen Freunden haben. Ist nicht lustig... ;(

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • ...wobei der aber zu sehr an seinen Freunden vor Ort hängt: die einen sagen dir, dass es im Fußball zuerst um guten Sport, Potentialentwicklung, nicht lustige Geselligkeit gehen solle, die anderen wie deine Frau liegen dir in den Ohren: lass das Kind doch einfach Spaß mit seinen Freunden haben. Ist nicht lustig... ;(

    Dein Sohn hängt zu sehr an seinen Freunden? Kicker, kann man zu sehr an seinen Freunden hängen? Sollten Eltern nicht zunächst froh sein, dass ihre Kinder Freunde haben?


    Manchmal ist es auch ganz gut, auf seine Frau zu hören...

  • Zunächst ist man auch froh und ich finde den Titel "11 Freunde" super, richtungsweisend für ne Fußballzeitung. Aber der Preis "fast nichts lernen" dafür stimmt mich doch bitter, da Fußball eben nicht nur Freunde bedeutet, auch Sich-verbessern im Wettbewerb, Leistungsvermögen steigern, sich in Potentialen ausprobieren und erfinden... Es ist sehr schade, wenn man im Sport-Verein zwischen "gut Sport" u. Vereintsein mit Freunden wählen muss - und meine Frau macht selbst Null Sport, daher hat sie eher sportphobe Affinitäten: ihr wär's egal, ob unser Sohn im Halma- o. Fußballteam spielt ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • wieder mal ganz deutlich.


    deiner Frau liegt eindeutig das Wohlbefinden eures Sohnes am Herzen. gerade weil sie keine Ahnung vom Fussball hat,
    vertritt sie eine Position , die dem ihres Kindes zumindest sehr nahe kommt, da sie auch das Gespür für die Prioritäten ihres
    Kindes sieht.


    deine Vorstellungen weichen hier offensiichtlich davon ab.
    Klar hättest du alles gerne unter einem Hut, optimale Förderung deines Kindes in seinem Freundeskreis, einen Trainer der allen und allem gerecht wrd, sowohl von senen Trainingsmethoden wie in seiner menschlichen Führung der Kinder und Eltern, wär noch
    fortführbar. Das gibt es aber nicht.


    Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass du zu den Vätern gehörst, deren Kinder ihnen ihre eigenen Fussballträume
    verwirklichen sollen. Du verstehtst das jedoch unter der gesamtsozialen Verantwortung für Kinder und der gesamtbetrachtungsweise
    des Kinderwohles gut zu verpacken.


    Es geht um dich, nicht um dein Kind. Ich glaube deine Frau hat das irgendwie erkannt, vielleicht auch unbewusst.
    Das erkennen auch andere, wohl mit ein Grund warum du überall aneckst.


    gg

  • Ich seh da nicht mehr durch. Will das Kind nun ins Tor oder nicht. Einmal wird geschrieben, dass er ins Tor musste und deshalb oft unlustig und gefrustet war. Ein andermal soll er TW - Training mitmachen. Sind Widersprüche für mich.


    Was das zusätzliche TW - Training angeht: Es macht ja keinen Sinn, sich dort mit 10 Kindern hinzustellen. Deshalb macht es keinen Sinn, dort ein Kind, welches erkennbar keine Lust aufs Tor hat, zu trainieren, bloss weil der Vater das wünscht. Genauso kann es nicht sein, dass ein Kind einfach nach lust und Laune von Team zu Team springt. Wozu gibt es eine Jugendleitung ?


    Wenn dem Sohn die Freunde wichtiger sind als eine bessere Ausbildung, frage ich mich, was er in einem LZ soll.

  • Wenn dem Sohn die Freunde wichtiger sind als eine bessere Ausbildung, frage ich mich, was er in einem LZ soll.


    Den Traum des Vaters leben, der nach eigener Aussage ja Nationalspieler geworden wäre, wenn er an einem bestimmten Tag beim Bolzen auf der Wiese nicht gefehlt hätte.

    "Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind."
    Terry Pratchett

  • Wenn dem Sohn die Freunde wichtiger sind als eine bessere Ausbildung, frage ich mich, was er in einem LZ soll.


    ganz genau - hab ganz genau das Gleiche gedacht ! Klar ist das "frustend" , wenn es den Anschein hat, dass das Kind mehr leisten könnte, wenn er anders trainiert würde . Aber wenn der Sohn mit seinen Freunden spielen möchte und nicht wechseln möchte, ist doch alles gesagt.
    Wobei, war es nicht so, dass das Kind mal im LZ reinschnuppern wollte ? Dann würde ich ihn vielleicht wirklich auch mal schnuppern lassen, dann kann er sich ja immernoch seine Meinung machen...

  • ganze Wochenende mal wieder im Fussball unterwegs. dabei führe ich auch immer wieder Gespräche mit anderen, meist ehemalige Trainern


    3 interressante Aussagen, die irgendwie hierhin passen


    ehemaliger Stützpunktrainer über die Anforderung von Vätern gegenüber den Spielern (auch eigenem) und Trainer:


    hier haben viele Glück, dass man nicht weiss, wie sie früher selbst gespielt haben, sonst müssten die ganz schnell ruhig sein.


    ehemlaiger Trainer meines Sohnes, jetzt Trainer der 5-10jährigen im Nachwuchszentrum eines Premier League Vereines
    auf die Frage was der wesentliche Unterschied zu vorher wäre:


    die Eltern sind aussen vor, wer glaubt sich einmischen zu müssen, kann sein Kind nehmen und gehen.


    ehemaliger Jugendtrainer bei enem mittleren Dorfverein über Eltern allgemein:


    Mir ist mal die Hutschnur geplatzt. Da hat man euch jahrelang nicht auf dem Sportplatz gesehen, jetzt wo euer Kind mit dem Fussball angefangen hat,
    glaubt ihr schon mitreden zu können und Forderungen stellen und mir sagen, wass ich alles machen könnte und müsste.


    Zusätzlich habe ich sogar noch 2 gute Fussballspiele meiner Söhne gesehen.


    gg

  • Zitat guenter:

    Zitat

    die Eltern sind aussen vor, wer glaubt sich einmischen zu müssen, kann sein Kind nehmen und gehen.


    Läuft bei uns auch so, wobei Vorschläge und Anregungen zum richtigen Zeitpunkt in einem sachlichen Gespräch auch willkommen sind. Nur nicht am Spieltag oder während des Trainings.


    Auch die anderen Aussagen dürften stimmen, wobei es auch viele vernünftige Eltern gibt (vorallem wenn man klare Regel des Miteinanders aufgestellt hat) genauso wie "Trainer", die wirklich null Ahnung haben. Oft sind es sogar diese, die dann keine Kritik vertragen.

  • ...
    (nicht Papa's Kind wird zur Nr. 1 bestimmt, sondern die 2, 3 besseren Torleute erhalten ihre faire Chance o. wenigstens auch TW-Training, denn hier lernen sie ja das Meiste, nicht im Spiel)

    Tut mir ja leid, aber das verstehe ich nicht, wenn ich deine Auffassung zu Talentauswahl etc. berücksichtige.


    Wie hast du denn "bessere" Torleute erkennen und auswählen können, wenn du immer postulierst, dass das Talent nur "von innen" zu beurteilen sei.


    Die Frage,wie du denn Selektieren würdest hast du nicht beantwortet, bzw.gesagt, das ginge eben nicht. Korriegiere mich, ich habe keinen konstruktiven Vorschlag dazu von dir gefunden.


    Wie also konntest du selektieren? Warum? Woher weißt du, wer mehr Talent (als Torwart) hat? Wie hast du die nicht sichtbaren Talentkriterien erkannt, berücksichtigt und gewertet?



    Für mich ist das ziemlich widersprüchlich! Wiederholt!

    "Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill

  • Bessere Torwarte fliegen in Ecken, eilen heraus statt sich ängstlich wegzuducken. Tja, und wenn die Nr. 1 mir dann noch sagt, dass sie gar nicht im Tor spielen will, wogegen die aktuelle Nr.2 ständig mault und hetzt, alle anderen Kinder im Team jammern, sollte man meinen, dass etwas nicht stimme, oder? Es ging mir andernorts um das, was man bei Kindern nicht sehen könne, zB hemmende Ängste, bloße Potentiale, familiäre o. teaminterne Probleme etc. - Nicht um klar Ersichtliches bzw. von Kindern selbst Bekundetes. Aber das weißt du sicher sehr wohl, wie man erkennt, ob wer gern TW ist o. nicht, oder? Wer aber glaubt, dass immer alles stimmen müsse, was ein "trainernder" Nichtfußballer kraft Posten über alle verfüge, den werde ich in diesem Leben vom Gegenteil nicht mehr überzeugen können ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Baert: Ich glaube, man kann nicht beides gegeneinander ausspielen, da eben im Ideal 11 Freunde Fußball spielen. Kinder haben noch nicht so "realistische" Blicke auf ihr Spiel, wie wir Erwachsenen es dann betrachten. Daher sind Eltern wie Trainer als Erzieher gefordert, damit Kinder überhaupt Ziele erreichen können... Weiter oben hatte ich Hattie erwähnt, im letzten Spiegel ist nun auch ein Bericht dazu drin gewesen - die haben wohl hier mitgelesen, und immerhin was Richtiges. Hatte übrigens 2 Söhne ;)


    PS Wieso so viele Trainer nicht verstehen wollen zu scheinen, was Erziehung ist und fordert: ??? Freizeitpark liegt vielleicht unsportlichen Ehefrauen am nächsten, aber Trainern? Im Fußballverein sollte es zuerst um Fußball gehen, in allem, was er positiv ist!

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Wer aber glaubt, dass immer alles stimmen müsse, was ein "trainernder" Nichtfußballer kraft Posten über alle verfüge,


    Klartext : Woher nimmst du eigendlich diese Arroganz. Für mich ist einer, der in der Jugend nicht durchgespielt hat, nicht im
    Aktivenbereich, egal auf welcher Ebene, sich dauerhaft behaupten konnte auch ein Nichtussballer.


    Totzdem habe ich vor denen den allerhöchsten Respekt, wenn sie sich im Jugendbereich engagieren und auch weiterbilden, entsprechend
    ihren Möglichkeiten, nicht wenige sind da bessere Trainer als ich, der da zeitlebens durchgespielt hat.


    nicht kraft Posten, sondern weil sie sich über längere Zeit engagieren, nicht bei jedem kleinen Widerstand das Handtuch werfen, haben sie auch was zu sagen.


    beides vermisse ich jedoch bei dir, dauerhaft gespielt, also Nichtfussballer und auch nicht dauerhaft ein Amt ausgeübt.


    aber alles auf theoretischer Basis kritisieren.


    klare, viellecht zu deutlche Worte, bringen dich vielleicht aber mal zum Nachdenken und da wir ja hier hauptsächlich den Kinderfussball
    im Auge haben, wäre das dann zumindest für dein Kind zum Vorteil.


    gg

  • @Kicker : meinst du den heutigen Spiegel bzgl. Schulstress ? Hab ich hier, bin aber wegen Fussball-Stress noch nicht zum Lesen gekommen :) .
    Ich frage mich bei Dir inzwischen, was Du eigentlich möchtest ? Den Trainer Deines Sohnes gegen einen "Besseren" tauschen, damit Dein Sohn unter seinen Freunden ein besseres Training erfährt, denke ich ... so in etwa ?


    Ich hab die Wünsche meiner beiden Jungs jeweils genauso respektiert, wie sie eben geäußert wurden. Den Großen auf dem Ascheplatz unter seinem cholerischen Trainer trainieren lassen, obwohl mir der nette auf dem Kunstrasen um die Ecke lieber gewesen wäre . Er wollte nicht unter "Freunden" spielen, sondern lernen...
    Den Kleinen auf dem Kunstrasen um die Ecke unter dem netten Trainer, dessen Training mir nicht gefällt, aber wo seine Freunde sind .


    So unterschiedlich meine Söhne sind, so unterschiedliche Vorstellungen haben sie von Fußball . Ich kann kritisch hinterfragen, Alternativen aufzeigen, Sachen mal ansprechen, aber entscheiden tun sie selbst. Und wenn Dein Sohn unter seinen Freunden spielen möchte und nichts vermisst, was willst Du dann mehr ????
    Mein Großer im LZ , das sind keine 11 Freunde, die spielen zusammen Fußball . Mit Konkurrenz und allem ....
    Das will nicht jeder, und Du selbst willst ja lt. Deinen Aussagen auch die Kinder Kinder sein lassen . Da passt das dann eben einfach nicht zusammen ?(


    Wenn dein Sohn mit der Situation klarkommt, dann solltest Du das auch tun :)

  • Zitat Baert:

    Zitat

    So unterschiedlich meine Söhne sind, so unterschiedliche Vorstellungen haben sie von Fußball .

    So ist es. Nun kommt es bloss noch darauf an: lassen wir sie ihre Vorstellungen ausleben, oder stülpen wir ihnen die unsrigen über ?

  • guenter: Eigentlich hatte ich nur eine klare Frage gestellt: was kann man als Betroffener tun, wenn gegen die Vereinssatzung verstoßen wird, hier im Speziellen: wenn ein Kind gern auch im Team seiner Freunde mittrainieren will, wo zuletzt ganze 7 Kinder (vs 20 bei ihm) waren, er schon oft bei Spielen aushalf etc. Zwecks Hilfe, wobei ja keiner antworten muss (zumal, wenn er nicht kann). Eine echte - und sei es versuchsweise - Antwort, ein Tipp o.ä. kam bisher überhaupt nicht, stattdessen wird man angegriffen, persönlich hinterfragt, über Kinder (die man gar nicht kennt) wild spekuliert... Und dann versucht man sich in diese Bedrängnis bzw. derart an den Pranger gestellt zu erklären und wieder kommst du nur und beschimpfst mich als völlig arrogant, weil ich die Binsenweisheit anführe (überall in Trainingsratgebern o. beim DFB nachlesbar), dass Kinder ab einem gewissen Alter eben nicht nur theoretisch von Nichtfußballern (die sich Trainer nennen und TR-Anzüge kaufen) zugetextet, sondern mittels praktisch vorgeführten Beispielen animiert werden sollten... Woher ich "diese Arroganz" nehme? 3 Kinder haben schon mangels Lust aufgehört, seitdem ich weg bin, fast alle jammern, wie schlecht das Training sei, gestern bettelte unser Sohn solange, dass er nicht zum Training wolle, da es überhaupt keinen Spaß mache, bis meine Frau sagte, dass er nicht hin "müsse"... Und da soll man als vom Klüngel abgeschossener Trainer nicht Frust haben und den, der das alles verursacht, als "Trainer" hochachten. Mann, Mann, ich schreibe jetzt hier gar nichts mehr: Hilfe kommt absolut keine, nur Häme o.ä.? Guenter, für einen Trainer ist es ungemein wichtig, Persönliches auszublenden, hintanzustellen, jeden gleich zu behandeln o. zu bewerten, um so jedes Teammitglied zu fördern, im Aufstellen jedem gerecht zu werden zB: beurteile dich selbst, ob du das mir gegenüber tust - mir kommt es nicht so vor. Wieso keine hilfreiche Antwort, dafür solch ein Anprangern? Und: ich habe nicht das Handtuch geworfen, sondern wurde wie schon ca. 7 Kollegen vorher (in 6 Jahren) entfernt, bitte bleib da bei der Wahrheit statt mir sowas anzuhängen...


    Baert: Ich habe ihn nur beim Arzt gelesen und Hattie war genau einen Tag vorher bei uns an der Uni. Es ist schon komisch, dass diese Einsichten aus Neuseeland kommen müssen, als einem wirtschaftlichen Randgebiet der entwickelten Welt, und bei uns alles nur auf den Schülerschultern lastet, abgeladen wird: welches Kind scheitert, hat so selbst die ganze Schuld zu tragen, gilt als Versager, muss aus der Klasse bzw. von der Schule runter... Hattie erinnert uns bzw. die Lehrerschaft an ihre Rolle - und dies kann man natürlich m.E. auf den KiFu voll übertragen, das war ja der Tenor meines Beitrags zu Hattie, anknüpfend an die Vorab-PR der Uni, Titel: "Auf den Lehrer (i.d. Trainer) kommt es an!". Diese Position vertrete ich hier ja seit jeher. Klar müssten daher schlechte bzw. Pseudo-Trainer zum Schutz der Kinder in ihrer Motivation, ihrem Lernwillen wie ihrer Leistungsfähigkeit z.T. dringendst ausgetauscht werden, zB bevor ganze Teams aufgelöst werden "dank ihrer Arbeit". Deren Mühe sei unbestritten, aber es muss um Qualität gehen, weil es um Kinder als unser eigentlich höchstes Gut geht. Schau dir zB jetzt die "Alternative für Deutschland" an: woran hängen die sich wieder vor allem auf - am Geld, der D-Mark vs Euro, der egozentrisch verankerten Profitökonomie.... - also eigentlich gar nichts Neues, nur dass man sich wieder protektistisch abschließen statt "seine Schatulle" für alle aufschließen will: Maßgabe ist u. bleibt aber das Geld als oberster "Wert.", weil man gar nicht begreift, dass Geld nur Zahlungs-Mittel im Wertersatz ist wie sein sollte, keine in sich ruhender Zweck, kein Wert... Dies ein letztes Mal gesagt, da sich eben auch im Fußball längst alles ums Geld dreht u. Kinder ganz unten stehen im sog. "Wertgefüge", veranschaulicht am o.g. Verein, wo die Jugendabt. die Herren- wie Damenabt. bis zum qualitativen Ausbluten sponsert, subventionieren muss, gleichwohl außer mir aber kein einziges bloßes Elternteil bei der Abteilungsversammlung war, was dann eben ein Freibrief dafür gibt, das Geld der Jugend zweckzuentfemden, letztlich dem Trainer der 1.Herren in die Tasche zu stecken.


    Das ist nicht meine Welt, das regt mich tierisch auf, vor allem die scheinbar absolute Ohnmacht dagegen und, dass es so doch überall sein solle (so der Abteilungsleiter, der sogar den angesichts der Überschüsse der Jugendabt. schon lächerlichen Antrag auf Erwerb eines Koordinationstrainingspakets für 99 Euro unterschlug: damit dies nicht peinlicherweise von allen abgelehnt werden müsse. Leider hatte ich nach verlorener Wahl keine Kraft mehr in mir, dagegen, also für die Antragsverlesung, noch zu opponieren. Sorry, wenn ihr das alles richtig, gar toll findet, nur verteidigt, dann trennen uns auch Welten... Und wie gesagt: unser Jüngster ist nun hin- und hergerissen, er war bei mir in der D4, spielt jetzt in der D3 als der Ersten (deren Besetzung 3mal jährlich zelebrierend vor allen Kindern verlesen wird, um Hierarchien zu zementieren: denn in Erster u. Zweiter sind stets die gleichen Kids, die Ersten jubeln u. johlen dann, die Zweiten drücken sich weg, teils fast Tränen in den Augen...), sein bester Freund aber ließ sich nicht dadurch fangen (von der D4 in die D3 aufzurücken), spielt nun D2, alles oben ja genauer beschrieben. Ich hatte natürlich den Fehler gemacht, die beiden in die D4 zu nehmen, auch als Zeichen, dass dort eben nicht (außer bzgl. Torwart) alle Schlechten vom Trainer einsortiert werden, aber klar: mein Sohn war deshalb nur sauer, da er eben dann beim Teameinteilen nicht jubeln u. johlen konnte, als Sieger über den unten plazierten Rest. Daher wollte er unbedingt zeigen, dass er D3 war und ist, obwohl es ihm in der D2 (die aber wiederum deren Trainer mangels Lust im Sommer auflösen wollte, wie er mir im Dez. sagte) im Training besser gefällt, dort sein Freund ist, er mehr Lernimpulse kriegt etc. - es sind eben Kinder, die wissen noch nicht exakt, was sie wollen! Daher müssen Eltern für sie entscheiden, was das Beste ist, nach bestem Wissen & Gewissen. Und nun verbietet der D3-Trainer ihm (der einfach hingehen wollte) die zusätzliche Trainingsteilnahme, um ihn/uns auszubremsen, ihm zu schaden (im sanften Übergang), ihn für sich zu bunkern - satzungswidrig... Wem es zu verdanken ist, dass er sich nun so hin- u. hergerissen fühlen muss, was schon für sich viel energetische Fokussierung raubt, ist ja wohl auch klar: mein Sohn kommt gar nicht mehr klar, steht auch kurz davor, aufzuhören, wie sein Freund o. der Sohn meines Vorgängers :(

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Kicker,


    was erwartest Du eigentlich. Du hast hier im Forum zig Beiträge mit Tipps und Hilfen bekommen, das Problem ist wohl nur, dass diese nicht so aussehen, wie Du es möchtest. Stattdessen verfasst Du hier Romane, bei denen ich am liebsten antworten würde:


    tl;dnr


    Erwartest Du, dass wir uns auf die A2 begeben, zu Euch kommen und eine Demo zu veranstalten?
    Du wirst Deinen Verein nicht ändern, schon gar nicht, wenn Du den Verantwortlichen, die ich mal als Fussballer wie alle anderen auch einstufe, mit solchen Argumentationen kommst wie Du sie hier anbringst. Deshalb gibt es für Dich (und Deine Söhne) doch nur eine begrenzte Auswahl an Optionen:


    a) lebt damit (halt Dich raus)
    b) erkenne dass Du es nicht ändern kannst
    oder
    c) wechselt den Verein.


    Im Interesse Eures Familienlebens..


    Callahan