Arsch-Elfmeter

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
  • Hallo,


    ich wende mich hilfesuchend an dieses Forum - ich bin Vater eines Spielers in der F-Jugend.


    Bei uns im Verein gibt es neuerdings die Praxis, dass Kinder (F-Jugend), die zu spät kommen, sich einem sogenannten "Arsch-Elfmeter" unterziehen müssen.


    Dabei muss sich das Kind ins Tor stellen, mit dem Rücken zum Spielfeld und sich nach vorne beugen. Der Rest der Mannschaft, inkl. Trainer, versucht nun das Kind abzuschiessen und - im Idealfall - den Hintern zu treffen.


    Da die Eltern im Hallentraining nicht anwesend sein dürfen, gab es schon mehrere solcher Übungen und es kam nur deshalb heraus, weil ein Kind sich gegen seinen Willen dieser Prozedur unterziehen musste und sich verzweifelt an seine Mutter gewendet hat.

    Mich würde die Einschätzung des Forums zu dieser Trainingsmethode interessieren.




    Vielen Dank.
    Ein ratloser Papa2013

  • Keine Diskussion... geht gar nicht.


    Vielleicht bei den Älteren als Gag, wenn es auch alle wollen.



    Würde ich den Trainer unter 4 Augen in Ruhe mal ansprechen. Er meint es sicher nicht böse. Ggf. spielt er selber sogar in der A-Jugend, wo das wohlmöglich gängig ist.

    "Ihr fünf spielt jetzt vier gegen drei."

  • Diese Übung wird ja höchst kontrovers diskutiert.


    Leider ist diese Angelegenheit bereits eskaliert, da sich der Trainer in einem 4-Augen-Gespräch mit einem betroffenen Elternteil für "Dann-geh-doch-woanders-hin-wenn-Dir-mein-Training-nicht-passt" entschieden hat.


    Vielen Dank nochmals für die Antworten.

  • Diese Aussage ist in der Tat ein dicker Hund.


    Abgesehen davon, dass das menschlich total hinüber ist, kann man sich das in einem Breitensportverein gar nicht erlauben, da man auf alle Kinder angewiesen ist.

    "Ihr fünf spielt jetzt vier gegen drei."

  • Irgendwie scheint bei Euch einiges im Argen zu liegen.


    - Eltern dürfen nicht beim Hallentraining anwesend sein
    - Kinder kommen zu spät
    - Kinder werden zu Handlungen "gezwungen"


    Alles Sachen, die mich verwundern und nicht in Ordnung sind. Warum dürfen Eltern nicht anwesend sein ???
    Bei mir dürfen Eltern auch zum Hallentraining anwesend sein, solange sie pünktlich sind und während des Trainings keinen Einfluss auf die Kinder ausüben. Wer unabgesprochen zu spät kommt, hat bei mir Pech, da die Halle bei Trainingsbeginn abgeschlossen wird und er nicht mehr herein kann.
    Das "Arschschiessen" kann man eventuell machen, wenn es die Kinder selbst als Gaudi wollen. Kann ich mir aber im F - Junioren -Bereich nicht vorstellen. Jemanden dazu zwingen geht überhaupt nicht. Das betrifft aber nicht nur diese Übung.

  • Auf Wunsch der Spieler habe ich das auch schon in der E-Jugend gemacht. War seinerzeit beliebtes Spiel auf dem Bolzplatz.


    das Verhalten des Trainers ist jedoch höchst bedenklich.


    gewisse Spielchen, die so den Grenzbereich berühren, sollten nicht von ihm ausgehen. Auf gar keinen Fall sind bei solchen
    Sachen Kinder zum mitmachen gegen ihren Willen zu bewegen oder gar zu zwingen.
    Als die Jungs damals mit der Idee kamen, hatte ich sofort ein interessantes Alternativprogramm angeboten, das aber von keinem
    angenommen wurde.


    ich geb Uwe recht. "Arschschiessen" an sich wurde ja eigendlich ausdiskutiert.


    jedoch ist das Trainerverhalten diskussionswürdig. Nicht nur in seinen unmöglichen Aussagen, sondern auch in einem für mich
    vollkommen neuen Ansatz. Dass Eltern von F-Lingen nicht beim Hallentraining zugegen sein dürfen (!)


    Auschluss von Eltern beim Training von Kleinkindern. Für mich ein absolutes Unding.
    Dies würde ich mir als Elternteil nicht vorschreiben lassen. Gerade in dieser Alterstufe möchte ich als Eltern schon gerne
    mitbekommen, was da so abgeht. Für mich nicht nur Diskussion, sondern sogar Streitpunkt mit Trainer und Vorstand.


    gg

  • Das Eltern nicht anwesend sein dürfen ist aber nicht unüblich. Meist kommt das allerdings, weil die Halle keine möglichkeit bietet das die Eltern sich aufhalten können (Grundschulhallen)


    Arschschießen ist kontrovers. Was aber gar nicht geht ist, das der Trainer mitmacht, Ansonsten ist es doch eher harmlos

  • @ Stefan:


    Auch wenn es eher harmlos ist, darf ich kein Kind dazu zwingen. Und Ausschluss der Eltern kenne ich überhaupt nicht. Auch nicht in "Grundschulhallen" . Üblicherweise sind es doch Ausnahmen, die zum training bleiben. Für die findet sich in der kleinsten Halle am rand ein Platz

  • Harmlos…. würd ich nicht sagen…


    so kleine haben schon einen richtigen Bums wenn sie den Ball gut treffen. der kann dann schon weh tun.
    1.) finde ich das entwürdigend
    2.) ist mir die Verletzungsgefahr zu groß


    haben die Kinder keine Angst vor der Strafe? Eigentlich sollte der Trainer den Kinder die Angst vor dem Ball nehmen und nicht noch schüren. Viel Spaß beim Kopfballüben dann

    Wer aufhört sich weiter zu entwickeln, hört auf besser zu werden.

  • @ Karl


    das ganze Leben ist ein "Zwang" oder zwingst du deine Kinder nicht? Wie ist das mit Schule, zu Bett gehen, Filme nicht sehen dürfen, PC-verbot........ das könnte ich endlos weiter führen.


    In diesem Falle ist es eine Strafe fürs zu spät kommen. Wenn dein Kind eine 5 mit nach Hause bringt, dann zwingst du es ja auch zum lernen.


    penaten


    Sag mir mal, was keine große verletzungsgefahr bedeutet? Zweikampf? Spielen auf der Straße? Einen Baum hinauf klettern? das Leben ist voller gefahren, aber Arschschießen gehört da sicherlich zu den gringsten.


    Entwürdigent? Ist es nicht auch entwürdigent Kinder zu maßregelen (verbal) wenn sie zu spät kommen? Eine Strafe ist IMMER entwürdigent, egal in welcher Form. Und dazu gehört auch das "Zwanskopfballspiel" (ich denke mal du wolltet das damit sagen)


    Achja, weist du eigentlich wieviel Gehirnzellen beim Kopfballspiel (auch beim Üben) geschädit werden? Auch das birgt eine gefahr

  • Stefan:


    Wenn ich als Erziehungsberechtigter meine kinder "zwinge" heisst dass noch lange nicht, das dies ein aussenstehender Nichterziehungsberechtigter darf. Du würdest als Trainer mit mir als Vater richtig grossen Ärger für solche Sachen bekommen. Das kann im konkreten Fall bis zu einer Anzeige gehen. Weiterhin würde ich Personen, die Eltern vom Training ausschliessen, gerade sehr genau auf die Finger schauen wollen ...

  • @ Stefan
    sicher ist das Leben kein Honigschlecken. wenn es nach dem geht dürfen wir erst gar nicht auf die Welt kommen…
    Aber schon mal was von einem Schädeltrauma, Peitschenschlag etc. gehört… So was kann passieren wenn man einen scharfen Ball unvorbereitet auf den Kopf bekommt.


    Sowas lustiges ist MIR passiert. Die Jungs gehen 15 Minuten vor dem Training schon auf den Platz und wie es so ist.. einer im Tor und 10 schießen drauf. .. einmal nicht aufgepasst und schon liegt einer mit einem Schädeltrauma weil er den Ball auf den Hinterkopf bekommen hat als er sich den aus dem Tornetz geholt hat.


    So schnell kann es gehen und ich steh da und muss erklären wie es zu dem gekommen ist. Mein Glück war, dass der Vater mein Trainerkollege ist.

    Wer aufhört sich weiter zu entwickeln, hört auf besser zu werden.

  • 1.) finde ich das entwürdigend
    2.) ist mir die Verletzungsgefahr zu groß



    Wie kann was im Training entwürdigend sein, das die gleichen Kinder auf dem Bolzplatz mit Begeisterung machen?


    ich kenne wenige Spiele, die weniger Verletzungsgefahr haben.


    irgendwie fand ich es auch seltsam, als mein Sohn mir erstmals davon erzählt hatte.


    nachdem ich dann jedoch dies mal auf dem Bolzplatz verfolgt hatte, sah ich eine Gaudi bei diesem Spiel, und Spieler, die es darauf anlegten sich ins Tor stellen zu müssen.
    Ein Urteil kann man erst fällen, wenn man mal zugeschaut hat.


    Es war aber auch schon E-Jugend-Alter, und von mir als Trainer aus, würde ich dieses nicht vorschlagen.
    Aber wenn die Kids selbst mit diesem Vorschlag kommen, warum nicht? Trotzdem würde ich jedem dann noch selbst überlassen, ob er mitmacht oder nicht.


    das Fehlverhalten des Trainers liegt doch nicht an dem Angebot dieses Spieles, sondern in seinem Verhalten und Vorgehensweise.


    gg


    gg

  • Irgendwie scheint bei Euch einiges im Argen zu liegen.
    - Eltern dürfen nicht beim Hallentraining anwesend sein


    Das kann ich ein Stück weit nachvollziehen. Wie Stefan67 schon schreibt, sind einige Hallen so klein, dass es kaum Möglichkeiten für Eltern oder andere Zuschauer gibt, sich am Rande aufzuhalten, ohne praktisch auf dem Feld zu stehen. Mich hat als Trainer auch immer gestört, dass die Kinder, deren Eltern da am Rand standen, dadurch halt doch abgelenkt waren, da ging der Blick dann immer wieder zu Mama oder Papa. Das kann ich verstehen, ich finde auch, dass man von einem G- oder F-Kind nicht erwarten kann, dass es das nicht macht. Dazu kam noch, dass einige Eltern es halt einfach nicht schaffen, nur Mäuschen zu spielen, und immer wieder ihre Kinder während des Trainings ansprechen, was ich als Trainer auch als störend empfinde. Da ich andererseits durchaus Transparenz für die Eltern haben möchte, habe ich Eltern beim hallentraining zwar zusehen lassen, habe sie aber auf die in ca. 2,8 m Höhe befindliche Tribüne geschickt. Die größere Entfernung und die Höhe wirken Wunder. =)


    - Kinder kommen zu spät


    Naja, in der F kommt sowas schon noch mal vor, oder? Natürlich bemüht man sich darum, dass es nicht ausufert oder zum Lari-Fari wird, aber gänzlich ausschließen lässt es sich doch nicht.


    - Kinder werden zu Handlungen "gezwungen"


    Und auch das ist doch normal. Man zwingt als Trainer im eigentlichen Wortsinne zwar niemanden, aber man erwartet doch schon von allen Kindern, dass sie mitmachen. Entscheidend ist halt, was man macht, wie das Programm aussieht. Man sollte halt als Kindertrainer nur Handlungen aussuchen, die von den Kindern auch gerne durchgeführt werden.


    Aber ich denke, wir liegen schon ziemlich dicht beieinander.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

    • Offizieller Beitrag

    Na ja, letztendlich ist jedes Kind das mit Angst zum Training kommt ein Kind zuviel.


    Dann ist der Trainer gefordert, die Ursache festzustellen und muss entscheiden was wichtiger ist, eventuell kann dann auf das wichtige Arschschießen verzichtet werden. Auch wenn die Kids das vorschlagen, sollte man genau überlegen und die Kinder beobachten, es gibt ja noch den Gruppenzwang.


    Ich kenne das aus meiner Kindheit, wir mussten vom Trainer und Co als harte Einwürfe zugeworfene Bälle zurückköpfen und wer den Kopf nicht hingehalten hat, bekam den nächsten Ball noch härter. Die letzte Konsequenz war der Ausschluss beim nächsten Spiel. In der Halle wurden mehre Kästen hintereinader und übereinander gestellt, Aufgabe: Flugrolle. Da hatte man als Kind oft Angst zum Training zu gehen.
    Eine ehemalig Arbeitskollegin hat mir mal erzählt, sie hat als Kind keinen Sport gemacht, weil sie in der Schule gezwungen worden sind über einen Bock zu springen. Sie hatte immer Angst, dass sie im Sportverein noch mehr Dinge machen muss, vor denen sie Angst hat ... und irgendwie ist sie so nie zum Sport gekommen.



    ... und nein, es hat mir nicht geschadet ... obwohl meine Frau das anders sieht. X(
    Es hat mir auch nicht geholfen im harten Leben besser klar zu kommen.

  • Dazu kam noch, dass einige Eltern es halt einfach nicht schaffen, nur Mäuschen zu spielen, und immer wieder ihre Kinder während des Trainings ansprechen,


    tobn


    hast du mal bedacht, welche Riesenmöglichkeit du gerade bei diesen Situationen und vor allem in der Halle hast, Einfluss auf das Verhalten
    der Elternschaft, zumindest auf die Anwesenden, die dann aber Multiplakor werden, hast.


    Überleg mal, welche Wirkung das hat, wenn du bei den Eltern sitzt, ihnen erklärst, warum die Kids gerade das und das machen und machen sollen, und nur auf Anweisungen des Trainers reagieren sollen.
    und wie wichtig dabei ist, dass sie ansonsten von aussen nicht gestört werden.


    Gerade in der G waren bei mir immer viele Eltern anwesend. bei Neulingen war das bei mir sogar in der Anfangszeit Pflicht.
    die Zeit, die da für Elterngespräche am Rande aufgewendet wurde, kann man als Fehlzeiten beim eigendlichen Training ansehen,
    für mich war es in Investition, die sich später im Verhalten der Eltern beim Spiel voll auszahlte.


    wo es Nachteile gibt, gibt es immer auch Vorteile, und oft sind die Vorteile entscheidender wie die Nachteile, die dafür in Kauf genommen werden müssen.

  • Auch wenn`s ein wenig off-Topic ist: Auch wir haben die Eltern in diesem Jahr gebeten, nicht mehr zum Training zu kommen und dabei folgende Formulierung gewählt:

    Zitat

    die Trainer würden es begrüßen, wenn die Eltern dem Training fernbleiben oder nur sporadisch beiwohnen, erfahrungsgemäß fördert das die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Kinder und kommt ihren Leistungen zu Gute

    Es ging uns hauptsächlich dabei um zwei, drei Kinder, die zu viel an Mamas Rockzipfel gehangen haben. Seitdem wird nicht mehr geweint, diskutiert oder weg gelaufen. Es wird zusammen Trinkpause gemacht und die Kinder lassen sich weniger ablenken. Auch leistungstechnisch haben einige Kinder davon profitiert, ich würde sogar so weit gehen, dass wir durch die Reglung ein Kind vom Leistungsdruck der Mutter befreit haben. Er spielt eigentlich immer am stärksten, wenn sie nicht dabei ist.
    Es gibt natürlich auch Kinder, bei denen hat sich nichts geändert, die waren schon vorher unabhängig genug, aber das Fazit ist durch die Bank positiv. Jetzt müssen wir noch die Trainersöhne in den Griff kriegen... :D

    C 1 Viktoria Buchholz


    Auf jede Mannschaft, die in Schönheit stirbt, kommen hundert, die in Hässlichkeit sterben – kein Grund also, sich auf Hässlichkeit zu fokussieren.
    Martin Rafelt

  • hast du mal bedacht, welche Riesenmöglichkeit du gerade bei diesen Situationen und vor allem in der Halle hast, Einfluss auf das Verhalten
    der Elternschaft, zumindest auf die Anwesenden, die dann aber Multiplakor werden, hast.


    Überleg mal, welche Wirkung das hat, wenn du bei den Eltern sitzt, ihnen erklärst, warum die Kids gerade das und das machen und machen sollen, und nur auf Anweisungen des Trainers reagieren sollen.
    und wie wichtig dabei ist, dass sie ansonsten von aussen nicht gestört werden.


    Ich habe die Situation wohl nicht richtig erklärt. Ich dachte an alte F- und junge E-Jugend, da waren die meisten Kids schon recht lange bei mir. Und da gab es aber insbesondere einen Papa, der etwas problematisch war: nur am Samstag in der Halle beim Training, gerne zu spät, weil am Vorabend gefeiert und auch sonst 9:15 Uhr am Wochenende ja geradezu unchristlich ist, würde am liebsten selbst mit spielen, und dann aber nach dem Motto: "Holla, hier bin ich!"
    Wir hatten uns mal mal zu einem Kinder- und Eltern-Turnier in der Soccer-Hall im Nachbarort getroffen. Wer kam erstens zu spät und ignorierte anschließend konsequent die Absprache, dass pro Team nur zwei Erwachsene gleichzeitig auf dem Feld sein sollen (damit die Erwachsenen den Kindern das Spiel nicht aus der Hand nehmen)? Drei mal darfst du raten.


    Der Rest der beim Training ab und an anwesenden Elternschaft war einwandfrei. Die habe ich sogar immer mal wieder zu Assistenzdiensten heran gezogen, z.B. wenn wir mal McDonalds-Abzeichen (im inoffiziellen Rahmen) oder andere Formen von Stationstraining gemacht haben. Ansonsten war mir eine Anwesenheit der Eltern, wie gesagt, durchaus Recht, aber ich habe gerne einen gewissen Abstand. Nicht zuletzt auch wegen der nicht selten mir etwas zu vorsichtigen Mütter, die sich schwer zusammen nehmen müssen, um nicht jedes Mal auf den Platz zu laufen, wenn ihr Kind mal hinfällt o.ä. Ich habe sie ganz gerne dabei, war auch immer froh, dass unsere Betreuer-Mama meistens da war, damit ich ein Kind, das sich tatsächlich schlimmer weh getan hat, gleich in geeignete Obhut übergeben kann. Aber immer direkt dran in einer kleinen Halle... Nee, da brauche ich auch mal etwas Ruhe.


    Wobei ich, wie du ja weißt, durchaus die Kommunikation gesucht habe, auch darüber, was ich wann, wie und warum mache. Aber auch, was keinen besonderen Hintergrund hat, außer dass es Spaß macht. ;)


    Gerade in der G waren bei mir immer viele Eltern anwesend. bei Neulingen war das bei mir sogar in der Anfangszeit Pflicht.


    Bei mir war das zwar keine Pflicht, ich habe aber durchaus empfohlen, dass die Eltern zuschauen, wenn ihre Kinder in unser Training reinschnuppern. Die G-Trainings werden sicher überall am stärksten von Eltern frequentiert, das war bei uns auch nicht anders. In der F ließ das dann nach, es gab da ein paar übliche Verdächtige, die sich auch mehr interessiert haben. Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass der Rest unzufrieden war, im Gegenteil.


    die Zeit, die da für Elterngespräche am Rande aufgewendet wurde, kann man als Fehlzeiten beim eigendlichen Training ansehen, für mich war es in Investition, die sich später im Verhalten der Eltern beim Spiel voll auszahlte.


    Einige Eltern, insbesondere die Väter, kamen ja nur zu den Spielen. Daher habe ich dann dort solche Gespräche geführt, habe die Kids einfach mal ein paar Minuten völlig unkommentiert spielen lassen, und habe mich dabei unter die Zuschauer gemischt und ihnen beiläufig so ein paar Dinge erzählt. Das hat sich auch ausgezahlt.


    wo es Nachteile gibt, gibt es immer auch Vorteile, und oft sind die Vorteile entscheidender wie die Nachteile, die dafür in Kauf genommen werden müssen.


    Sicher. Ich bin, wie gesagt, auch nicht dafür, Eltern vom Sportplatz zu verbannen, ganz und gar nicht. Aber ich habe beim Training wie beim Spiel gerne einen Mindestabstand, der sich, wie ich meine, positiv auswirkt, ohne dass sich dadurch Nachteile ergeben.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)