Persönlichkeitsbildung im Nachwuchsfussball

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  • So wie jeder seine eigenen Vorstellungen beim Fussball hat, so hat hier jeder seinen eigenen Stil Diskussionsbeiträge zu liefern.


    Das sollten wir wohl alle hier akzeptieren.


    Genauso wie man aber seinen eigenen Beitragststil akzeptiert haben möchte, sollte man aber auch akzeptieren , dass andere diesen Stil kritisieren.



    eine Diskussion unter absolut Gleichgesinnten bringt uns garantiert nicht weiter. es lebe die Vielfalt.


    gg

  • guenter: dein Wort in Gottes Ohr! Wenn man schon Angst hat, sich Antworten anzusehen, da man neue Bechimpfungen fürchtet, nu weil man anders denkt, schreibt, ist, dann kann's nicht richtig, fair zugehen. Wenn "Persönlichkeitsbildung" diskutiert werden soll, ist Revierverhalten o. Rivalität ok, wenn es sich auf Ideen o. Theorien dazu bezieht, alles weitere folgt keiner guten Absicht. Dass meine Sprache mitunter als Zumutung empfinden wird, dafür kann ich nur um Entschuldigung bitten - verbiegen kann man seine Sprache trotzdem nicht. Sonst bitte ich diejenigen darum Hegel o. Heidegger ins Einfache für "Dummies" zu übersetzen u. verspreche bei Gelingen, dass sie bald weltberühmt werden dürften dafür: da es noch keiner schaffte. Es gibt eben die Bild und die Zeit/FAZ, BigBrother-RTL2 und Arte, auch viel dazwischen, aber nicht komplexe FAZ-Inhalte in einfacher Bild-Sprache. Das geht nicht zusammen, ein Fachstudium dauert eben auch 4 bi 6 Jahre und nicht Minuten. Hier im Forum aber müssen sich alle gedanklich/sprachlich wie in einer Ü-40 fußballerisch der Ex-Nationalspieler (gegen den ich dort schon kicken dürfte) u. der Rumpelfußballer der 5. Kreisklasse zusammen raufen o. eben gegenseitig ignorieren, aus dem Weg gehen (was ein Verlust für beide ist). Aber Fouls sind keine gute Lösung!


    Trotzdem habe ich hier viel dazu gelernt, wieso man im Dorfverein schnell viel Hass erfährt, wenn man mit Neuem o. Anderen ankommt... Vllt hat man sich wegen Unsensibilität den Hass auch selbst zuzuschreiben, aber ich habe auch erlebt, wie in meinem Team in der Halbzeit besprochen wurde, wie wer wann den Ex-Bezirksliga-Spieler von hinten umtreten solle - schockierend, aber auch das gehört ebe zum Fußball, der BL-Spieler kennt es auch, weiß mit der Situation psychisch umzugehen... Nur, wo noch Kinder im Spiel sind, sollte das echt Tabu bleiben: das schulden Verantwortliche ihrer Persönlichkeitsbildung! Toleranz ist daher ganz wichtig, denn es gibt auch Theorien, nach denen das Alter auf die Jugend eifersüchtig sei, sie unten halten will, um selbst sich besser zu fühlen. Das solle man wissen, wenn man Kinder "unter sich" trainiert...

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

    Einmal editiert, zuletzt von Kicker ()


  • Hallo zusammen,


    ich kann jetzt leider nicht wirklich etwas zu diesen Thema beitragen. Aber ich wollte einfach mal erwähnen, dass ich diesen Beitrag für zielführend halte. Im Allgemeinen wünsche ich mir mehr davon und möchte hiermit Coerverfan und alle anderen, denen es ähnlich wie ihm geht, ermutigen sich vielleicht doch noch etwas mehr zu beteiligen. Ich für meinen Teil lese nach wie vor viel mit. Genau solche Beiträge bringen mich dazu hier regelmäßig reinzuschauen. Es geht mir pers. darum mein Wissen bezüglich aller denkbaren Facetten des Fußballs zu erweitern.


    Zu Coerverfans Beitrag direkt: da finde ich mich wieder. Wenn man mal kurz darüber nachdenkt findet wohl jeder diese unterschiedlichen Typen in seiner Mannschaft. Und dass die "unbequemen" Typen bei einer weiteren Förderung durch das Rost fallen ist sicherlich nachvollziehbar. Aber gerade deshalb geht da das ein oder andere Talent verloren. Wäre ich als Stützpunkttrainer oder im Leistungszentrum tätig.....würde ich anders entscheiden? Da ist es wieder. Man muss sich ständig auch selbst hinterfragen. Im "normalen" Fall geht man den Weg des geringsten Widerstandes. Der Unbequeme bleibt aussen vor, da ich auswählen kann. Das ist aber derselbe Fall wie der körperliche Aspekt. Oft diskutiert: fussballerisch auf dem gleichen Niveau; der eine körperlich für dieses Alter weiterentwickelt als der andere....nehme ich doch den größeren.


    Mit dem Umdenken hast du sicher Recht. Aber wie fängt man das an? Schweres Thema......

    Wenn sie begriffen haben, daß zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät. Dann werden sie Trainer. (Luis Aragonés)

  • Hallo zusammen, ich finde, das ist ein sehr spannendes Thema.



    Aus meiner Sicht ist es schwer, die Persönlichkeit eines Spielers zu ändern. Allerdings kann man dem Spieler dabei helfen, eine gesunde, ich nenne es mal "Fußballpersönlichkeit" zu entwickeln.
    Das heißt, man kann bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen fördern, die beim Fußball zum Erfolg führen (und das heißt nicht nur Ergebnis, sondern Teamerlebnisse, Weiterentwicklung, Zufriedenheit mit der eigenen Leistung etc.).


    Wenn ein Spieler dann merkt, dass ihm diese Eigenschaften/Verhaltensweisen weiterhelfen, dann übernimmt er ggf. einige davon in seine "Alltagspersönlichkeit" und kann sie auch hier zu seinem Vorteil einsetzen. Vielleicht hört sich das ein bisschen seltsam an, aber jeder von uns kennt doch Spieler, die zwei Gesichter haben, die den Platz betreten und plötzlich Vollgas geben, obwohl sie eigentlich ruhige Jungs sind.


    Schwierige Charaktere sind kein Problem, solange sie für die Mannschaft als Sozialgefüge noch tragbar sind. Ich halte nichts davon, echte Stinkstiefel (und die gibt es) auf Teufel komm raus und zu Lasten aller integrieren zu wollen. Das heißt aber auch nicht, dass man jeden Spieler aussortiert, der seine eigene Meinung sagt und auch mal unbequem wird. Auf das Maß kommt es an.


    Im Bezug auf Erfolgsdenken kann ich nur anmerken, dass ich nicht verstehe, warum nicht alle Kinder spielen sollten, um zu gewinnen. So funktioniert Fußball nun einmal. Kinder wollen sich doch auch mit anderen messen und anstrengen. Sie freuen sich, wenn sie gewinnen und sind traurig, wenn sie verlieren. Wieso sollte man ihnen diese Erfahrungen vorenthalten. Gewinnen um jeden Preis und auf Kosten der Kinder lehne ich allerdings ab. Aber Gewinnen als Ziel und alles, was man an Können und Fähigkeiten im Training vermittelt als vernünftiger und schrittweiser Weg dahin erscheint mir durchaus machbar.


    Viele Grüße
    Daniel

  • Daniel78
    Prima Vorschlag! Wir sind leider keine Vorbilder, denn wir tragen weder einen Heiligenschein, noch wären wir sonst wo perfekt! Mit den bescheidenen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, können wir innerhalb der Famile unsere Kinder gemeinsam mit anderen Institutionen Werte, an die wir glauben, vermitteln und hoffen, das auch sie später diese Ideen zu einem gerechten Umgang mit einander weitertragen. Nach Sigmund Freud wäre der Mensch ein Produkt seiner Umgebung. Wäre dem so, dann müssten Geschwister, die identisches erfahren haben, stets nach gleichen Handlungsweisen verfahren. Dennoch verfügen sie über unterschiedlichen Temperament und Selbstbewußtsein und einen unterschiedlichen Charakter. Er ist ein Individuum, der nach und nach zwar durch seine Umwelt beeinflußt, aber letzendlich aus eigenen Erwägungen heraus die Entscheidungen trifft.


    In der gerade abgeschlossenen EM gab es die Kampagne "Respect", in der dazu aufgerufen wurde, sich gegen jegliche Form von Rassimus im Sport zu wenden! Wenn wir Trainer es schaffen, unsere Trainingsgruppe aus den unterschiedlichen Typen den gegenseitigen Respekt voreinander beim Fussball zu vermitteln, dann ist das viel mehr, als sie erwarten können. Denn leider gibt es zu viele Zweige, in denen der Respect nur noch an 2. oder 3. Stelle steht und durch unbedingten Leistungswissen (Schule) und Gehorsam (Betrieb) ersetzt wurden. Wenn denn den Kleinen schon beim Schuleintritt durch permanente Zensur ihrer Leistungen einen "Strick um ihre kleine Seele" gelegt wird, dann solchen wir Trainer das Ventil sein, was sie wenigstens für ein paar Stunde als gleichwertige Menschen sieht und nicht auch noch im Breitensport als Leistungsträger und Wasserträger ungleich respektiert! Schon das fällt uns schwer genug, von Erziehung möchte ich da gar nicht erst sprechen.

  • Ich habe zur zeit eine B-jugend im besten teenie alter von 15 bis 16 jahren.
    da sind alle persönlichkeiten drin, die von dirk beschrieben wurden.
    den obligatorischen stinkstiefel inklusive...


    bis zum winter habe ich versucht, sie ein wenig zu erziehen:
    werd mal lauter, weniger spässe mehr konzentration, benimm dich, heute holst du mal die bälle usw.
    irgendwann merkte ich, dass ich mich daran abarbeite und es wenig bringt, da ich zu selten zugriff auf sie habe.
    nebenher bemerkte ich, dass sich der spielstil änderte und sogar verschelchterte.
    manche wurden unsicher, andere liefen mit einem rucksack rum, der soooo schwer war...


    hiernach bin ich zurückgetreten von dieser geschichte und bin mit mir und meinem co überein gekommen,
    meine jungs so zu belassen, wie sie sind: ruhig, spassig, laut usw.
    einzig den stinkstiefel nahmen wir uns wiederholt vor, da er das sozialgefüge störte.
    die folge: es läuft besser. viele dinge werden intern geregelt, aufgaben anders wahrgenommen und verteilt.
    natürlich gibt es hin und wieder trainings oder auch spiele wo alles rausbricht und recht sinnlos wirkt.
    aber auch das gehört zu ihnen und ist ihre sache. es ist ihr spiel, ihre art und sie führt zum ergebnis.
    so versuche ich ihre art positiv zu nutzen und zu lenken. das ist viel einfacher als alles andere,
    wenn man nur diesen schlüssel gefunden hat.


    kann ich nur empfhehlen, das ganze.
    es ist allerdings nur ein "leistungsklasse" mannschaaft.
    nix dolles, keine vorgaben vom verein und wenig erfolgsstress.
    nur der eigene anspruch und das kriegen wir geregelt, denke ich...

  • siebener


    Kann dir da nur zustimmen! Leute, die den Trainings- und Spielbetrieb stören und meinen, sie hätten (egal worauf basierend) mehr Rechte als andere, bedürfen einer Beratung durch den Trainer. Bei "beratungsresitenten Ekelpakten trennt man sich. Ansonsten sollte man nicht versuchen, die Charaktere seiner Mannschaft zu ändern, sondern lediglich auf einen normalen, respektvollen Umgang miteinander achten! Aber so wie dir, geht es erst mal vielen unerfahrenen Trainern, weshalb die am meisten auch von ehrlichen Meinungen profitieren. Welcher Trainer, welcher Spieler möchte bei seinem Hobby Stress haben? (Selbst ein Leistungsspieler und Profi trainiert lieber, wenn er sich dabei wohlfühlt! Auch das ist nicht immer selbstverständlich! Denn es gibt durchaus Trainertypen, die glauben, mit Disziplin würde man mehr Leistung herausquetschen als mit Motivation!)

  • siebener, TW-Trainer, Ihr sprecht mir aus der Seele. Wir Trainer sollten die Spieler nehmen, wie sie sind, solange es sich innerhalb des Rahmens bewegt. Auch in der Ausbildung sollten wir zwar einige Spieler auch mal zu ihrem Glück zwingen, z.B. indem man einen Stürmer auch mal in die Abwehr rotiert, jedoch stets begleitet mit großer Anerkennung für ihre Kooperationsbereitschaft und deutlicher Unterstützung. Dadurch kann die Motivation, auch Ungewohntes auszuprobieren, bei den Spielern steigen. Häufig reagieren Kinder und Jugendliche ja auch auf den Vorschlag, auf einer ungewohnten Position zu spielen, deshalb reserviert, weil sie Angst davor haben, Fehler zu machen.


    Als Trainer sollten wir, meiner Meinung nach, versuchen, allen Spielern einen Grundstock an Fähigkeiten zu vermitteln, uns aber dabei auch die Neigungen der Spieler zu Nutze machen und nicht übermäßig versuchen, gegen sie anzukämpfen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • @DirkCoerverfan

    Der informelle Führer (Führungsspieler vom Team erwählt)

    Auch ich fand den Post gut. Nur zum Verständnis bitte mal erläutern: Enthält Dein Zitat oben nicht einen Widerspruch? Wie kann ein Führer "informell" sein, wenn er vom Team "erwählt" wird. Dann ist er doch auch formell der Führer. Oder meinst Du mit "ERwählt" eine Persönlichkeit, die auf große Akzeptanz im Team stößt ohne formell "GEwählt" (zum Kapitän oder Mitglied des Mannschaftsrates) zu sein.


    Vielen Dank für kurze Aufklärung. Soll echt keine Haarspalterei sein, ich beschäftige mich in meinem Team gerade sehr intensiv mit dem Thema "Persönlichkeiten"

  • Ich versuche regelmäßig wähend der Sasionvorbereitung zu schauen, welche Spieler aus meinem Team (B-Jgd) Persöhnlichkeiten sind. Erkennt man übriens in alles egel relativ schnell. Diese Spieler picke ich mir raus und mache sie zum Mannschaftskapitänen. Den dritten Kapitän können die beiden selber bestimmen.


    da ich mit meinen Mannschaften immer sehr viel über Facebook arbeite, habe ich grundsätzlich auch immer iene eigene Grp mit den Kapitänen. Dort besprechen wir teilweise aufstellungen, probleme und veranstalltungen. Bei den problemen werden natürlich auch die Problemfälle besprochen. Gute erfahrungen habe ich gemacht, wenn man die Kapitäne mal drauf anspricht ob sie nicht eine Lösung haben. Viele sachen erledigen sich dann von selber. denn es ist immer étwas anderes ob ich einem spieler etwas sage, oder die mannschaft.

  • Stefan67
    So wie du machen es leider noch viel zu wenig Trainer. Meist aus Unerfahrenheit und manchmal leider auch, weil man irgendwo auch mal was zu sagen haben möchte. Natürlich muß man in der Gesamtgestaltung Unterschiede bezüglich des Alters der Trainingsgruppe machen. Insgesamt ist jedoch eine interaktive Kommunikation einer Befehls- und Gehorsamshirachie vorzuziehen.


    Die einfachste Form dieser interaktiven Kommunikation kann über Mannschaftskapitäne geführt werden. Je mehr Verantwortung der Trainer delegieren kann, je mehr Freiheiten bleiben ihm für die Nutzung von Impulsen für das Team. Dieser Vorgang kann als Übergang vom Fussballlehrer zum Partner im Fussball beschrieben werden. Die Mitwirkung bei der Gestaltung des "Mannschaftslebens" sorgt dann auch für besondere Harmonie in Situationen, wo der Fussball mehr als nur ein 1 : 0 bedeutet. Denn man muß sich vergegenwärtigen, das die Spieler nicht ihr Privatleben am Stadioneingang abgeben, sondern sehr vieles mit hineinnehmen. Wenn jemand so sein darf, wie er ist und im Rahmen seiner Möglichkeiten seine Ideen einbringen darf, dann sorgt dies auch für eine insgesamte Herhöhung der Zufriedenheit, die sich meist auch in einem größeren sportlichen Erfolg auszeichnet.


    Wenn du also magst, dann schreibe ruhig mehr darüber, wie du deine Teammitglieder in die Aufgaben einbindest. Denn vermutlich hat ein Teil der Trainerschaft noch in der Trainer-Lizenz-Ausbildung mitbekommen, das die Teammitglieder ausschließlich bei Gemeinschaftsveranstaltung ausserhalb des Punktspielbetriebs mitbestimmen dürfen.


    Meine Talente werden nach Abschluß der Grundausbildung, wo ich noch als Fussballlehrer auftrete, in der Phase der Individualisierung in partnerschaftlicher Form interaktiv ausgebildet. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, denn die schrittweise Reduzierung von fremdbestimmtem Willen führt zur Selbstständigkeit. Ich möchte, das meine Keeper später selbständig Lösungen für ihre Aufgaben finden. Das Können setzt immer den eigenen Willen dazu voraus.

  • Am Anfang einer Saison ist es ja auch immer für einen Trainer schwierig die Mannschaft so aufzustellen, das sie funktioniert. Ich habe die Erfahrung gemacht, die die Jungs (15-16 Jahre) über sich selbst und ihren Freunden sehr viel wissen.


    Gerade am Anfang hole ich mir die Drei kapitäne herbei und bespreche mit Ihnen die Aufstellung. Vorschläge nehme ich da immer sehr gerne an, aber letztlich habe ich natürlich die Verantwortung. Sagen mir aber alle drei das gleiche lasse ich mich gerne überzeugen. Wichtig ist dabei, das man vorher eine Aufstellung nicht als gegeben ansieht. Kommt ein anderer Vorschlag, ruhig mal in die Trickkiste greifen und sagen: Ja habe ich auch schon mal überlegt. Die kompetenz des Trainers darf NIE in Frage gestellt werden.


    Bei Strafen habe ich die Kapitäne auch mit an Bord und überlasse es ihnen zu sagen was sie meine. Ich gebe da nur einen Rahmen vor. Hat bisher immer super geklappt, zumal die Spieler sich untereinander besser kennen. So bekommt man schon mal Tips für "Strafen" auf die man selber nicht kommt^^ (zB früher zu Spielen am Sonntag kommen als der rest der Mannschaft bei Langschläfern).


    Grundsätzlich lasse ich außerfussballerische tätigkeiten immer von den Spielern (Kapitäne haben die Verantwortung) organisieren.


    Meine kapitäne übernehmen auch nach einer gewissen Zeit das Aufwärmen vor dem Spiel und dem training. Meine Aufsichtspflicht bleibt natürlich und gelegentlich muss man ihnen mit einem Wink zu verstehen geben dass das vielleicht doch etwas zu kurz war.


    Bei trainingsspielchen am ende eines jeden Trainings lasse ich in der Regel auch die Kapitäne die einteilungen vornehmen. ggf bekommen sie ein paar Vorgaben.


    Wichtig ist aber: die Mannschaft muss das mitbekommen, das ich denen eine gewisse Menge an Verantwortung übergebe. das Team erkennt sehr schnell an wen sie sich dann wenden können, bzw sie erkennen dadurch auch die Führungsstellung an.

  • Interessant, einen Teil dieser Dinge mache ich übrigens schon in der D-Jugend so, andere Dinge aus (guten?) Gründen nicht

    Gerade am Anfang hole ich mir die Drei kapitäne herbei und bespreche mit Ihnen die Aufstellung. Vorschläge nehme ich da immer sehr gerne an, aber letztlich habe ich natürlich die Verantwortung. Sagen mir aber alle drei das gleiche lasse ich mich gerne überzeugen. Wichtig ist dabei, das man vorher eine Aufstellung nicht als gegeben ansieht. Kommt ein anderer Vorschlag, ruhig mal in die Trickkiste greifen und sagen: Ja habe ich auch schon mal überlegt. Die kompetenz des Trainers darf NIE in Frage gestellt werden.

    Das mache ich nicht, wäre auch in einer D wegen Rotation und gleichberechtigten Spielzeiten zu früh. Es kommen aber ab und zu (selten) Vorschläge von einzelnen Mannschaftsmitgliedern, auf die ich dann eingehe und meinen Standpunkt erkläre. Stefan67, Deine "Trickkiste" macht mich staunen, wortwörtlich so mache ich das auch.

    Bei Strafen habe ich die Kapitäne auch mit an Bord und überlasse es ihnen zu sagen was sie meine. Ich gebe da nur einen Rahmen vor. Hat bisher immer super geklappt, zumal die Spieler sich untereinander besser kennen. So bekommt man schon mal Tips für "Strafen" auf die man selber nicht kommt^^ (zB früher zu Spielen am Sonntag kommen als der rest der Mannschaft bei Langschläfern).

    Wir hatten im letzten Jahr D2 noch vom Trainerteam einen "Strafenkatalog" erstellt, da hat sich vor allem der andere Trainer drum gekümmert, der die Mannschaft ein Jahr länger kannte. Ich selber war mit dem Thema über die Saison nicht ganz zufrieden, habe deshalb für die nächste Saison vor, den Mannschaftsrat (Kapitän und zwei Stellvertreter) in das Thema Strafen aktiv mit einzubeziehen.

    Grundsätzlich lasse ich außerfussballerische tätigkeiten immer von den Spielern (Kapitäne haben die Verantwortung) organisieren.

    Das ist mir in der D-Jugend noch zu früh, aber in der B natülich absolut empfehlenswert. Ideen nehmen wir aber gerne auf.

    eine kapitäne übernehmen auch nach einer gewissen Zeit das Aufwärmen vor dem Spiel und dem training. Meine Aufsichtspflicht bleibt natürlich und gelegentlich muss man ihnen mit einem Wink zu verstehen geben dass das vielleicht doch etwas zu kurz war.

    Das Aufwärmprogramm vor dem Spiel kennen die Spieler gut, das habe ich schon in der D2 vom Kapitän und einem weiteren Spieler durchführen lassen. Ich habe mich auf das Beobachten und ggf. Korrigieren bei der sorgfältigen Ausführung beschränkt. Klappte für meine Begriffe ganz hervorragend.


    Das Aufwärmprogramm vor dem Training ist bei uns als D-Jugend sicher anders als in der B-Jugend. Wir machen jedesmal etwas Anderes: technische und koordinative Übungen zum Schwerpunkt werden ergänzt um Gymnastik- oder Dehnübungen. Das bereite ich für jedes Training individuell vor und führe es deshalb auch durch.


    Wie sieht Dein Aufwärmprogramm vor dem Training aus, Stefan67? Wenn ich B-Jugenden beim Aufwärmen zuschaue, läuft das einerseits individueller (jeder macht die Dehnübungen, die er braucht) und andererseits standardisierter (fast immer "Schweinchen in der Mitte"). Da finde ich eine Organisation durch die Kapitäne auch machbar.

    Bei trainingsspielchen am ende eines jeden Trainings lasse ich in der Regel auch die Kapitäne die einteilungen vornehmen. ggf bekommen sie ein paar Vorgaben.

    Mache ich noch nicht

    Wichtig ist aber: die Mannschaft muss das mitbekommen, das ich denen eine gewisse Menge an Verantwortung übergebe. das Team erkennt sehr schnell an wen sie sich dann wenden können, bzw sie erkennen dadurch auch die Führungsstellung an.

    Sehe ich genauso, auch schon in einer D. Dass die Jungs die Stellung nicht missbrauchen werden, ist schon Teil der Einschätzung, wen man zum Kapitän und den Stellvertretern macht.

  • Gewissen Standarts sind auch bei mir üblich. Schweinchen in der Mitte ist natürlich sehr beliebt, allerdings immer wieder mit Variationen. Meine Lieblingsübung allerdings ist das Fuß-Handballspielen. Spielen nur mit der Hand und Tore mit dem Kopf (habe da sehr gute Erfahrunen gemacht). Habe ich mal keinen Platz, dann gibt es den Schalker-Kreisel. Am Ende eines jeden Aufwärmens kommt immer Dehnen.

  • Interessant, was du schreibst! In der B kann man Kapitäne so je nach Persönlichkeit sicher fordern, aber seit wann machst du es o. hast diese Verantwortungsübernahme aufgebaut?
    Dein Lieblingsübungen kannst du gern mal im entsprechenden Thread näher beschreiben: wie du was machst... "Schweinchen" ist bei den 2001ern gar nicht beliebt, aber eben effektiv. Vllt liegt es an deinen Variationen o. eben doch am Alter, der Einsicht, der Chance auf Smalltalk dabei (die wir bei den Herren immer nutzten: entspannend, aber zulasten der Dynamik)... Danke vorab!

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • Mit den Kapitänen schon seit 3-4 Jahren. Mir ist es einfach wichtig, ein Sprachrohr innerhalb der Mannschaft zu haben.


    Versuchen würde ich das schon innerhalb der C-jgd, aber auf keinen Fall früher. Und in der C-Jgd sicherlich nur dann, wenn man merkt dass einige Spieler dazu auch schon befähigt sind.


    Spannend wird es dieses Jahr, da ich ja den kompletten Verein gewechselt habe. Von daher kenne ich keinen der Spieler vovorher. Mal sehen ob das mit diesem system dort auch klappt. Die ersten Tests waren auf jedenfall schon mal vielversprechend


    Meine Lieblingsübung hatte ich schon in dem entsprechenden Forum gepostet.

  • Warten wir die WM ab .. möglicherweise gibt es dann die Rolle zurück ( da sollten Wir mal die Alten fragen ) . Was ich vermisst habe waren nicht die Typen sondern die Verdrängung typisch deutscher Eigenschaften . Wer hat mal aus der zweiten Reihe geschossen , warum wollten wir wie dei Brasilianer spielen ( 2cm vor der Torlinie noch mal abspielen.. ); die können das besser .


    =)