Hingeschmissen, nach Ärger mit dem Jugendleiter

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  • @Fußballbaron


    Wieso?


    Weil du eine sehr arrogante Art hast!


    Beide deiner Lösungsansetz wurden/werden in unserem Verein versucht. Kooperation des Vereins mit der Grundschule... aber was soll man mit ihrer Hoheit darüber sprechen. Eingebildet und selbstverliebt stolzierst und Urteilst hier über Personen und Vereine die du nicht kennst. Von deinem vorgesülztem Feingefühl zeigst du tatsächlich NULL. Mal wieder jemand der sich wohl zu oft selbstverliebt im Spiegel betrachtet.


    Junge, du bist genau der Grund warum ich mit meinem Sohn wie mit einem rohen Ei in dieser Sportart umgehe. Du und deine Leistungsorientierte Vereine sind eher das beste Beispiel für die Abschreckung vor diesem Sport!!! Warum? Weil du nicht bereit bist irgendwelche aufklärenden Beiträge zu leisten. Sprichst hier von Kinderseelen und deren Eltern aber vergisst, dass die VATERtrainer AUCH Eltern von Fußball begeisterten Kindern sind. Fußball ist nicht nur Leistung! Reduzier diesen Sport nicht auf deine beschränkte Sichtweise.

  • Respekt.


    Beim letzten Länderspiel ist mir ein Fahne aufgefallen, auf dem nur das Wort Respekt stand.


    ein Wort, das für mich wesentlich bedeutender ist, als das inzwischen inflationär benutze Fair Play


    gegenseitiger Respekt der Trainer, Vereinsverantworltichen Elternschaft, Spieler, der gegenerischen Mannschaft untereinander, das muss angestrebt werden.
    dort wo das gegeben ist, da funktioniert es.


    in diesem Forum sollte auch der Respekt vor der Meinung des anderen, als dessen Überzeugung vorhanden sein.


    Respekt bedeutet aber auch, die Argumente des anderen genau so zu respektieren.


    nur Thesen zu verbreiten, ohne auf Argumente anderer eingehen ist für mich keine respektvolle Diskussion.


    Beiträge können wir kritisch betrachten, nicht die Person, die dahinter steht, wir alle hier kennen uns nicht persönlich.


    das war jetzt nicht auf bestimmte Personen hier bezogen, sondern allgemein, ich schliesse mich da mit ein.


    gg

  • Eine Respekt Aktion wäre doch mal was.


    Um es ganz deutlich zu sagen, ich pfeife auch das ein oder andere Spiel meines Vereins und was da so abgeht ist schon in jüngeren Altersklassen nicht schön.


    Die Frage ist, woher kommts?


    Wenn wir hier als Erwachsene, die sich doch eigentlich gebildet haben, völlig respektlos miteinander umgehen, wie sollen wir es von den Kindern verlangen?

  • @alle
    Voraussetzung für den sinnvollen Meinungsaustausch ist der gegenseitige Respekt! Dieser ist unabhängig vom Bildungsgrad, Erfahrungsschatz und dem Eigenkönnen zu sehen.


    Es mag wichtig sein Visionen zu haben und dabei Bestehendes infrage zu stellen. Hier jedoch generell "Vatertrainer", die im Breitensport in der Anfangsstufe meist als "Notnagel" in den Trainerjob gelangen, in Generalverdacht einer negativen Auswirkung zu stellen, bedarf der Möglichkeit zu Alternativen, die in den wenigsten Vereinen vorhanden ist. Selbst im Leistungs- und manchmal sogar im Profibereich gibt es Väter, die in einer bestimmten Phase auch ihre Kinder mittrainieren. Daran ist auch dann nichts verwerflich, selbst wenn der Fillius in den meisten Fällen nicht in die Fussstapfen seines Vaters treten kann. Auch umgekehrt ist es nicht problematisch, wenn das Kind irgendwann aus den Fussstapfen des väterlichen Trainereinflusses hinaustritt, um in einen neue Welt zu schnuppern.


    Natürlich wünscht sich jeder die besten Trainer schon für unsere Jüngsten! Aber nicht jeder will und muß Nationalspieler werden! Respekt haben aber alle verdient: Spieler, Trainer und Eltern!


    Nur, wenn man bereit ist, gegenseitig auch zuzuhören, kann man dazugewinnen. Der Hinweis der aus Japan stammenden Denkphilosophie "Kaizen" (grob formuliert: kontinuierliche, gemeinsame Weiterentwicklung des Bestehenden in kleinen Qualitätschritten) ist nur dann wichtig, wenn man evenutelle Fehlversuche im Prozess berücksichtigt. Wichtig ist dabei auch, das der Headcoach nach japanischem Vorbild nicht der Experte auf dem Sachbebiet sein muß, sondern eine von der gesamten Gruppe anerkannten Person mit sozialer Kompetenz, eng verbunden mit einem entsprechenden Erfahrungsschatz.


    Wir Menschen neigen zu Fehlern und irren uns nicht selten. Diese Form der Risikobereitschaft ist jedoch auch im Kaizen erwünscht und die Ergebnisse werden in der Ausgewogenheit der Gruppe, die durch den Headcoach moderiert wird, unter sozialen Aspekten "aufgefangen"! Sicherlich können wir von unseren asisatischen Kollegen auch Respekt lernen, denn für sie ist es von besonderer Bedeutung, das niemand sein Gesicht verlieren muß. D.h. es muß für ihn immer die Chance geben zwischen mindestens 2 Möglichkeiten zu wählen. Wenn man also eine Person in die Ecke drängt oder ihn argumentativ zu Boden wirft, darf man sich nicht wundern, das diese Person keine Alternative hat, sich in irgendeine Richtung zu bewegen.


    Respekt bedeutet in erster Linie die Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden!

  • @TW


    gut festzustellen, dass es immer wieder Punkte gibt, in denen Übereinstimmung herrscht.


    mein Rat:


    als Trainer in Vorlage gehen. egal welchen Kindern gegenüber, egal welchen Eltern gegnüber.


    wer Respekt sät, wird Respekt ernten.


    die wenigen Fälle , wo das dann nicht geschieht, soll man einfach abhaken, und dann nicht als Allgemeinproblem ansehen.


    gg

  • eist als "Notnagel" in den Trainerjob gelangen, in Generalverdacht einer negativen Auswirkung zu stellen, bedarf der Möglichkeit zu Alternativen, die in den wenigsten Vereinen vorhanden ist.


    In Teil Eins des Satzes....in Verbindung mit dem Rest des positiven Textes...gewinnt man -als Jemand der Neutral gegenüber Vatertrainern ist, weil ich einen guten oder schlechten Trainer nicht von seiner Vaterrolle abhängig mache- den Eindruck, das du hier neutral bis pro Vater eingestellt bist. In Teil Zwei (bedarf der Möglichkeit.....usw.) bestätigst du, dass Wahrheit in der These "Antivatertrainer" liegt.


    Was denn jetzt?


    ________________________________________________________________________________________________________________________________
    davon losgelöst......


    Ich finde es gelinde gesagt höchst bedenklich, den VATERtrainer als Negativbeispiel zu benennen. Ich bin Vatertrainer, habe selber Fußball gespielt, habe vor kurzem einen Trainerschein gemacht. Das hat mir auch Spass gemacht, ABER....bis auf ein zwei Dinge (Kleinigkeiten) habe ich nichts hinzu gelernt, was ich nicht vorher schon wußte. Im Gegenteil, ...ich habe den Ausbilder -der das sehr gut gemacht hat- auch in Diskussionen verwickelt, wo er ans überlegen kam oder schwach argumentierte. Ich bin Vatertrainer...und bin es u.a. auch, weil ich einigen anderen Trainern die nicht Väter sind, die Rolle nicht zutraue. Sind nun alle Nichtvatertrainer schlecht und auch....ist das jetzt so, weil ich es sage oder meine?


    Das ist restlos schwach und unsinnig und darüber brauchen wir auch nicht weiter zu diskutieren. Es gibt Dinge, die sind Sonnenklar und unterliegen dem normalen Menschenverstand!

  • Man könnte meinen, dass sämtliche Vater automatisch schlechte Trainer sind.
    Ich finde das dies nicht richtig ist.


    Zugegeben; Ich habe mich auch bereits mal an einem Vatertrainer verbrannt. Dieser wollte unbedingt mit seinem Sohn in die C-Jugend, die von mir besetzt war. Diese Situation hat mich betreffend Vatertrainer, sehr nachdenklich gemacht. Dies auch, weil ich damals so ziemlich ausm Verein raus gemobbt wurde. Dieser Vatertrainer hatte wirklich alles gemacht um ans Team zu kommen... mit mir als Jugendobmann hätte dieser die Saison mit seiner D-Mannschaft nicht fertig gespielt, weil Respekt untereinander erste Priorität hat und Trainerkollege raus mobben alles andere als respektvoll ist.


    Trotzdem kenne ich auch sehr viele Väter, die als Trainer tätig sind und dies eigentich ganz gut machen.
    Ein Trainerkollege finde ich sogar sehr gut. Nur schade, dass sich dieser Grenzen setzt, weil er nur Teams trainiert wo seine Söhne spielen (was ich NIE machen würde).


    Vatertrainer sind nicht per se das Problem. Es gibt auch Trainer die nicht Väter sind, die ebenfalls keine Ahnung haben.


    Genau so falsch finde ich die Meinung, dass so quasi NUR Väter, die Kinder und Jugendlichen verstehen.
    Ich bin kein Vater und bin der Ueberzeugung, dass ich Kinder und Jugendliche grad so gut kenne und verstehe wie ein Vater (manchmal sogar mehr)... dafür benötigt man Sozialkompetenz (dies kann man lernen... andere kriegen dies als Gabe).


    Viele Grüsse
    TRPietro

  • Zu meiner Rettung muss ich sagen dass ICH nie behauptet habe, dass VaterTrainer schlechte Tainer oder Laien sind. DAS haben mir andere in den Mund gelegt !!
    Vatertrainer und Fussballlaien waren und sind für mich immer ZWEI verschiedene Probleme.
    Eigentlich wollte ich nur sagen, dass man das Laienproblem nicht allein durch Vatertrainer lösen soll oder kann.
    Als Notlösung ja, aber nur dann wenn das auch als Notlösung behandelt und nicht als "üblich" festgeschrieben wird.


    Vatertrainer sind problematisch, NICHT weil sie keine guten Trainer sind, sondern - im Gegenteil - weil sie ganz automatisch immer eine Sonderstelllung bei den Eltern haben und damit Abhängigkeiten und Dynamiken schaffen welche für Verein, Trainerkollegen, das generelle Mannschaftsgefüge und vor allem für die NichtTrainerEltern schnell einmal gefühlte "Ungerechtigkeiten" und "Bevorzugungen" schaffen, die man mit einem "neutralen" Trainer nicht hat. Je dominanter und "besser" Vatertrainer sind, umso grösser ist oft die gefühlte "Ungerechtigkeit" bei den anderen Protagonisten. Ausserdem ist es auch für den Jungen meist nicht einfacher seinen Vater als Trainer der eigenen Mannschaft zu haben.


    Das zweite Problem, das Laienproblem ist die die klassische "lieber kein Trainer als ein schlechter Trainer" Problem.


    Diese ZWEI Probleme hat jemand anderer zum VATER = LAIE Cocktail zusammengemixt - nicht ich !!
    Kann ja mal passieren. Schwamm drüber ;)

  • @Fußballbaron


    Respekt dafür, dass du die Teilaussage -hinsichtlich der Vatertrainer- überdacht hast, finde ich gut....


    ....da gehe ich mit, der Aussage kann ich mich so anschließen, weil der Vatertrainer oftmals tatsächlich eine Sonderstellung hat...das hat auch TRPietro so aus seiner Praxis bestätigt und das kann ich auch.....denn meist wichen andere Trainer, wenn der Vatertrainer kam....und das wäre und ist dann eine Sonderstellung, hat aber grundsätzlich nichts mit Qualifikation für den Job zu tun...birgt aber die größere Gefahr, dass ein "schlechter" Trainer/der Vater ist....sich länger "hält", als ein Trainer der ebend nicht Vater ist. Gruß

  • Diese ZWEI Probleme hat jemand anderer zum VATER = LAIE Cocktail zusammengemixt - nicht ich !!
    Kann ja mal passieren. Schwamm drüber ;)



    @ Fussballbaron


    das war ich. kannst du mir aber mal sagen, wie man aus deinem nachstehend zusammenhängenden zitierten Beitrag, da keine Verbindung vermuten soll.?


    Nichts gegen das Engagement von Vätern, aber Vatertrainer sind einfach IMMER problematisch ! Vor allem deshalb weil sie die Probleme zementieren, statt sie zu lösen und den Fussball mehr in Verruf bringen als sein Image zu verbessern.
    Solange sich völlige Laien als Notlösungen anbieten wird der Verein nicht reagieren. Solange Eltern ihre Kinder zu Laien senden, werden sie vielleicht Spass haben, aber selten richtig kicken können.


    es ist auch nicht so, dass sich diese Laien den Vereinen anbieten, auch nicht dass Vatertrainer sich von sich aus engagieren.


    umgekehrt gibt es einen Schuh: die meisten Vereine gehen von sich aus auf diese Personen zu, da sie ansonsten keine finden.
    das ist das eigendliche Problem. ohne diese als Notlösung einspringende Personen hätten viele Vereine keine Nachswuchsarbeit.
    zum Glück bilden sich viele dieser Personen weiter und werden dann zu einigermassen, einige auch zu guten, Jugendtrainern. das dauert aber.


    bisher hab ich noch keinen Vorschlag gehört, wie dieses Problem bis in die kleineren Vereine praktikabel zu lösen wäre.
    Wunschvorstellungen, wie es sein sollte, hab ich auch, nur die generellen Lösungsmöglichkeiten sehe ich nicht.


    gg


  • Ausserdem ist es auch für den Jungen meist nicht einfacher seinen Vater als Trainer der eigenen Mannschaft zu haben.

    Und das ist für mich der Hauptgrund, weshalb ich zum Ende dieser Saison mit dem Vatertrainer-Sein aufhöre. Ich möchte, dass er einen vollkommen neutralen Trainer bekommt.

  • Und das ist für mich der Hauptgrund, weshalb ich zum Ende dieser Saison mit dem Vatertrainer-Sein aufhöre. Ich möchte, dass er einen vollkommen neutralen Trainer bekommt.


    wie lange hast du deinen Sohn jetzt trainiert?


    gg

  • bisher hab ich noch keinen Vorschlag gehört, wie dieses Problem bis in die kleineren Vereine praktikabel zu lösen wäre.
    Wunschvorstellungen, wie es sein sollte, hab ich auch, nur die generellen Lösungsmöglichkeiten sehe ich nicht.

    Auf diese Lösungen bin ich auch sehr gespannt.



    @Fußballbaron: Ich weiß nicht, wo du tätig bist, aber du solltest dir mal die Zustände in einem typischen Dorfverein zu Gemüte führen. Jugendmannschaften, die chancenlos irgendwo in der Kreisklasse herumdümpeln. Spieler, die oft lustlos sind, mal kommen und mal nicht. Eltern, die entweder völlig uninteressiert sind oder ihre Sprössling maßlos überschätzen, sich einmischen und abstruse Forderungen stellen. Welcher Trainer soll das auf Dauer ertragen, wenn er keinen persönlichen Bezug hat? Unser letzter Nicht-Vatertrainer verlässt den Verein zum Saisonende, weil er die Nase voll hat und keinen Grund findet, warum er sich das weiter antun soll. Wir Vatertrainer finden einen Grund - unsere eigenen Kinder. Ich ertrage vieles nur, weil ich meinem Jungen ermöglichen will zu spielen. Ich würde es gerne so halten, wie Falcao, aber wenn ich gehe, ist keiner da, der die Mannschaft trainiert. Nicht mal für eine D- oder C-Jugend-Leistungsklasse bekommen wir einen externen Trainer, der ehrenamtlich arbeitet. Geld für Trainer ist aber keines da.


    Du bezeichnest das "System Vatertrainer" als Problem. Ich behaupte, es gibt überhaupt kein "System Vatertrainer", denn im Grunde gibt es überhaupt kein System. Die Väter versuchen lediglich das Fehlen eines Systems aufzufangen und dürfen sich dafür noch als "problematisch" beschimpfen lassen. Das ist hochgradig unfair und respektlos. Auch ist es m.E. völlig sinnfrei lautstark ein "Problem" zu beklagen, wenn man nicht mal den Ansatz einer Lösung dafür hat.


    Beseitigen wir doch mal im meinem Verein das "Problem Vatertrainer". Bumms, weg sind sie. Was bleibt über? Ups, keiner. Wie besetze ich jetzt meine 12 Jugendmannschaften? Bitte um konkrete Vorschläge...

  • Die Motivation des Vatertrainers auch dann weiterzumachen, wenn es Probleme gibt, ist meist deshalb höher, weil nach dem Rücktritt das Kind eventuell gar nicht mehr weiterspielen kann, wenn sein Team ohne Trainer abgemeldet werden muß. Auch deshalb sind den "Wald- und Wiesenvereinen" Vatertrainer angenehmer als solche Trainer, die es von Leistungen und Titeln abhängig machen.


    Andre
    Wenn man diesen Halbsatz zum Vatertrainer mit negativem Generalverdacht herausgreift, könnte man in der Tat darauf kommen, das Vatertrainer die schlechtere Lösung wären. Ich hatte jedoch gehofft, das ich es durch die nachfolgende Beschreibung klargestellt hatte, das die Qualität eines Trainers nicht daran festgemacht werden kann, ob und in welchem Verwandschaftsverhältnis er zu Spielern steht. Ein Vatertrainer hat es sogar noch etwas schwieriger sein Kind neutral im Team beurteilen zu können und das Sportliche nicht noch mit ins Privatleben mitzunehmen. Gemeint war, das Vereine häufig keine Alternative zu Vatertrainern haben. Dies aber nicht so verstanden werden darf, das das Fehlen der Alternative zu schlechterer Trainerqualität führt, sondern zunächst gar keinen Einfluss hat.


    Weil Vereine die stärkere Bindung von Vatertrainern zu ihrem Team kennen, wird leider die Trainerförderung (Schulungen, Lizenzausbildung) im unteren Jugendbereich gerne vernachlässigt. Dabei ist die Trainerausbildung noch am ehesten geeignet zufriedene Trainer, Kinder und Eltern im Verein zu haben.

  • Follkao


    passt.


    wenn ich für mich den Vater, als Vatertrainer, in de Fordergrund stelle, und mehr den Sohn im Blickpunkt habe , sehe ich es wie du.


    Trainiert man als Vater von G oder F an, dann sollte nach E, spätestens nach D Schluss sein.


    im Interesse des eigenen Sohnes.


    zu deiner anderen Frage:


    in G und F hatte ich nur die Väter, die bei Bedarf aushalfen.


    ab E wurde dann einer von diesen zum festen Co,, der sich um alle organisatorischen Dinge kümmerte, aber fast immer im Training dabei war, auch in der Lage war, das Training selbständig zu leiten. halt gezielt ausgesucht und auf diese Lösung längerfristig hingearbeitet.
    der hat es gar nicht so richtig gescheckt wie er langsam vom glegentlichen Helfer zum richtigen Co wurde.
    Später meinte er mal, ich hätte ihn ja ganz schön gelinkt.


    man kann auch über Zwschenlösungen weiterkommen. notfalls auch damit zufriedengeben.


    gg

  • Ich kann euch nichts raten, wenn ihr mir dauernd Dinge unterstellt, um mich damit "fertig" zu machen.
    Ich komme selber aus einem Dorf und war selber Vatertrainer. Dank meiner Tätigkeit als Coach war ich in vielen verschiedenen kleinen und grossern "Dörfern" tätig, welche genau dieselben Probleme hatten wie ihr: nicht nur Trainermangel, sondern allgemeiner generelles Vereinssterben nämlich.
    Damit kenne ich nicht nur die damit verbundenen Probleme, sondern durfte wiederholt mithelfen auch aus dieser Misere rauszukommen. Hierbei gibt es, nach meiner Erfahrung, nicht EINE Patent-Lösung sondern, je nach Gegebenheit, verschiedene Ansätze die Früchte tragen können. Keiner dieser Ansätze ist einfach. Jeder braucht qualifizierte Führung und vor allem Geld !
    Vereinssterben hat mit sozikulturellen Veränderungen zu tun, dessen Auswirkungen Trainer als zweitletztes und Eltern mit ihren Kindern als letztes Glied einer langen Kette zu spühren bekommen. Trainer und Eltern sind aber weder Auslöser noch schuld an der Misere, können aber, und DAS ist der Punkt den viele nicht begreifen wollen - in ihrem ALLEINIGEN Rollenverständnis als Trainer und Eltern dieses Problem der Rahmenbedingungen nicht lösen. Sie versuchen es zwar mit Laien und Vatertrainern, können damit aber die Abwärtsspirale bis zur vollständigen Vereinsauflösung nur verlangsamen, aber in keinem Fall verhindern.


    Was haben wir gemacht:
    Wir sind in die Gemeinden und haben mit den Behörden zuerst einmal darüber gesprochen, wie viel die Gemeinden, resp. ihre Bevölkerung noch in die Sportentwicklung investieren möchte. Das Interessante dabei war, dass die Gemeinden das Sportbudget immer weiter kürzen obwohl die Bevölkerung gerne für einen Ausbau des Sportangebotes zahlen würde!
    Als nächstes durften wir feststellen, dass Gemeinden mit intaktem Vereinsleben sehr viel weniger Geld für Sozialarbeit, Suchtprävention und Sicherheit investieren müssen.
    Unter dieser Prämisse konnten wir die Gemeinden überzeugen dass es sich lohnt in den Sport, und vor allem in einen der billigsten aller Sportarten, den Fussball, zu investieren.
    Im nächsten Schritt haben wir Roundtables für die Vertreter von Gemeinde, Schule und Vereinen organisiert. Einfach damit die sich überhaupt einmal kennenlernen (resp. war es erschreckend wie wenig die voneinander wussten!).
    Daraus resultierten verschiedene Ansätze:


    1. Polisportiver Einheitsverein:
    Eine Gemeinde hat beschlossen Kinder bis 10 alle GEMEINSAM in einem polisportiven Verein "zusammenzulegen" wo neben Fussball noch vieles andere geboten wurde. Dieser polisportive Verein war direkt der Gemeinde unterstellt und die Trainer/-innen von dieser bezahlt.
    Nach dieser "Grundausbildung" ging es dann wie gehabt in die einzelnen "Fachvereine". Das grösste Probelm dabei waren überambitionierte Eltern, die nicht verstehen wollen, dass wenn sie mehr möchten, ausserhalb des subventionierten Vereinswesens entsprechende Trainer selber organisieren und finanzieren müssten.


    2. Private Fussballschulen
    In einkommensstarken Gemeinden sind private Fussballschulen en vogue. Sie lösen, mit entsprechender Bezahlung der Trainer, das Problem des Trainermangels und schaffen zudem Anreize für Neutrainer. Kurzfristig entziehen diese Privatschulen den Vereinen die letzten verbleibenden Trainer und verschärfen damit in kleinen Gemeinden das Problem noch zusätzlich.
    Langfristig aber sehen wir das eine angemessene Bezahlung sehr viele junge und fähige Fussballer motiviert eine ernsthafte Trainerkarriere ins Auge zu fassen. Auch ist die Bezahlung der Trainer kein grosses Hindernis, wenn man den Eltern einmal erklärt, dass ein Fussballtrainer gemessen am Geld für Hortplätze, Musikunterricht, Nachhilfestunden etc. immer noch sehr konkurrenzfähig ist. Dieses Umdenken in Richtung Privatisierng des Fussballs braucht viel Arbeit und Ueberzeugungskraft weil sich die Bevölkerung nur sehr schwer von 100 Jahren Gratis verabschieden kann.


    3. Breitere Spitzenvereine
    Gerade in meiner Umgebung machen Spitzenvereine sehr gute Erfahrungen mit kleineren Partnervereinen. Der Spitzenverein stellt dem Kleinverein die ganze Organisation, Planung und vor allem das ganze KnowHow unentgeltlich zur Verfügung, bildet dort Trainer aus etc.
    Im Gegenzug nimmt sich der Spitzenverein das Recht über die im "Dorf" gesichtete Talente zur Vefügung. Rein rechtlich sind diese Gentleman-Agreements zwichen diesen Vereinen noch haarsträubend, aber diese Symbiosen funktionieren tatsächlich sehr gut sobald die "Dorf-"Leitung den neuen Groove mitatmet oder durch eine Vereinsführung ersetzt wird, die wieder am Fussball und nicht nur am sozialen Status und Kleingewerbegemauschel interessiert ist.


    4. Engagement der Schule
    Für mich ist augenfällig dass überall dort wo sich engagierte Lehrer für den Fussball an ihrer Schule einsetzen, es auch mit dem Fussballverein noch klappt. Genial ist es wenn Lehrer gleich auch noch Fussballtrainer sind. Auch Sozialarbeiter können durchaus angehalten werden ein gewisses Pensum an "Kinderarbeit" zu leisten als sie ausschliesslich nur mit Randgruppen zu verbringen.


    5. Medienarbeit
    In allen Projekten war Medienarbeit immer eines der wichtigsten Themen. Alles nützt nichts wenn keiner weiss dass es Vereine gibt. Es nützt auch nichts wenn es Vereine gibt und jeder nur darüber lacht. Und dabei wären wir wieder bei der Laien und Elterntrainer Diskussion. Es reicht nicht nur Kinder zu trainieren, man muss das auch unbedingt positiv gegen aussen verkaufen um den zwangsläufig aufpoppenden Vorurteilen was entgegensetzen zu können.
    Ein Verein muss auch Dienst an der Bevölkerung leisten. Er muss in den Medien durch Resultat glänzen. Er braucht Präsidenten mit Ausstrahlung, kompetente Finanzchefs, engagierte Visionäre und Stories welche die Bevölkerung stolz auf ihren Verein macht. Dann wird es auch wieder für Sponsoren interessant, mit Sponsoren kommt Geld, kommen Trainer, kommt Infrastruktur, kommt nochmehr Stolz, ....
    Es ist gewaltig was Dörfer leisten können wenn sie, getrieben durch die Presse, ein WIR-Gefühl entwickeln bei dem es - so wie früher keiner mehr versäumen möchte - ein Teil des ganzen zu sein.
    Leider tun sich gerade Fussballvereine damit schwer sich ein neues Image zu verpassen. Karnevalsgesellschaften, Trendsportvereine, etc. tun sich da wesentlich leichter und kriegen die Finanzierung trotz teurer Infrastruktur und weniger Mitgliedern oft besser geregelt als Fussballclubs deren Infrastruktur zu 100% von der Gemeinde gestellt wird.


    So, das sind mal ein paar Ideen. Nicht Phantasie. Alles life !
    Fragt wenn ihr dazu Fragen habt. Zudem gibt es auch noch andere Ansätze. Vielleicht interessiert das ja sogar wen.


    Aber ich warne euch: Wenn jetzt wieder jemand kommt wegen von hohem Ross, geht bei UNS nicht, zu abstrakt und wirklichkeitsfremd - dann könnt ihr mich mal ;)

  • Ich kann euch nichts raten, wenn ihr mir dauernd Dinge unterstellt, um mich damit "fertig" zu machen.



    eins kann ich dir garantieren, hier will dich kein Mensch "fertig" machen. auch wenn der Diskussionstil das hier manchmal vermuten lässt.


    eins hab ich gelernt in diesem Forum:


    die unterschiedlichen Vorraussetzungen der einzelnen Diskussionsteilnehmer sowohl in der Person und wesentlich mehr in ihrem tätigen Umfeld
    können nicht unterschiedlicher sein. Auch ich tat mich anfangs damit schwer.
    für mich Selbstverständliches kannte ander gar nicht, umgekehrt genau so.


    Somit werden dann Beiträge für für einige oder viele von uns als Utopie angesehen, die für andere als selbsverständlich erreichbar sind.
    dementsprechend werden dann Beiträge auseinandergenommen.


    Beispiel von mir:


    für mich kein Problem Co-Trainer zu aktivieren, andere haben da massive Probleme
    durchgängiges Kinder und Jugendkonzept im Verein, für die einen Regelfall, bei mir absolut nicht durchführbar, trotz diverser Versuche.


    Elternschaft, bei mir wenig Probleme auch ihr Verhalten auf dem Sportplatz
    für andere das Problem überhaupt.


    bei mir seit 15 Jahren Tabellen in der F-Jugend kein Problem
    bei anderen das aktuelle Thema


    nur mal 3 Beispiele, die ich beliebig fortsetzen könnte.


    jetzt kommst du, stellst was vor, forderst das, was bei dir irgendwie durchsetzbar war, was den anderen als utopisch erscheint.


    deine letzte Schilderung finde ich einfach super, fast Idealzustand, in meinem Umfeld undenkbar.
    komm jetzt nicht, man muss es auch mal versuchen, ich hab einiges versucht, sogar bis an die Grenze persönlicher Anfeindung gegangen, in einem Fall sogar überschritten.


    da ist es doch normal, dass diese Beiträge auseinandergenommen werden.


    Überleg auch mal bitte, wie dein Kenntnisse zu Beginn deiner Trainertätigkeit waren. das vergessen leider viele, die schon eine Zeitlang Trainer sind.
    Kindertrainer oder Jugendtrainer werden nicht geboren, die müssen sich entwickeln.



    also, hier gibts kein Fertigmachen, eher manchmal Unverständnis, vielleicht auch manchmal etwas Neid, das gewisse Vorrausetzungen bei dem ein oder anderen nicht gegeben sind.


    gg