Danke TW-Trainer,
ich hatte den Thread schon aufgegeben.
Als User mit knapp 40 Beiträgen hat man es hier nicht leicht. Man wird sofort missioniert, in Schubladen gesteckt und bekommt blöde Sprüche um die Ohren gehauen.
Ich besitze sowohl das Buch von Horst Wein als auch das DFB-Buch, zudem habe ich viele Threads und Grundsatzdiskussionen hier gelesen.
Ich bin in meinem Umfeld einer der wenigen Trainer, der die theoretischen Inhalte des Kinderfussballs kennt und sie versucht in die Praxis zu transferieren.
Wenn ich hier nach einem System frage dann wird das bestimmt nicht zu Lasten der Kinder gehen. Das kann ich euch garantieren. Ich werde mich nicht plötzlich um 180° drehen und mit aller Macht meine Idee vom Systemfussball durchdrücken.
Der Straßenfussball und vor allem Horst Wein machen vieles durch die Hintertür. Die Kinder werden spielerisch und unbewusst, vor "Probleme" gestellt, die sie selbstständig lösen müssen, dadurch eine Entwicklung durchleben, Erfahrungen sammeln und daran wachsen. Genau so würde ich auch den Übergang vom freien Spiel zum Positionsspiel gestalten.
Das geht aber nur, wenn man irgendwann damit anfängt. Dabei ist das für mich absolut zweitrangig, wie es am Anfang in der Praxis funktioniert. Die Kinder sollen im Laufe der Jahre langsam und selbstständig die Vorteile vom Positionsspiel erkennen. Ich möchte ihnen nix aufdrängen, es wird kein Druck von mir geben und das freie, unbeeinflußte Spiel soll nicht unterbunden werden. Das eine schließt das andere ja nicht aus.
Die Frage ist nur, wie man damit in der Praxis anfängt. Die Idee von Germancoach finde ich nicht schlecht. Das machen meine Kinder auch im freien Spiel fast schon so. Die Jungs laufen bei Abstoß zurück und stellen sich relativ gleichmäßig im Raum auf. Die Umstellung sollte also kein großer Schnitt in unsere Spielweise darstellen. Mal schauen, wie es dann bei Ballbesitz läuft. Vielleicht hat ja jemand noch andere Ideen...
Gruß, Christoph
