Extrem schwache Spieler "behindern" Trainingsablauf

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  • Hallo Leute


    Ich habe die gleiche Situation in meiner D - Mannschaft. Auch wir trainieren zwei Teams und stellen im Training, zwei homogene Truppen. In der Gruppe der schwären darf man jeweils weitere zwei Gruppen machen, weil ich ebenfalls solche Spieler habe. Das lustigste ist; der schlechteste spielt seit der F - Jugend. Da die Mutter am Mittwoch nach dem Training gekommen ist und sich informierte wie schlimm es sei, wenn Ihr Kindlein manchmal wegen andere Hobbys und der Schule fehlen würde, konnte ich ziemlich bald verstehen, dass da s'Mami das Ganze bremst.
    Na nu... bis jetzt stört es nicht all zu sehr. Das Kind ist ein lieber kerl und macht grundsätzlich auch gut mit. Wenn er sein Ding durchziehen kann, so wird auch dieser etwas lernen... jedoch gehe ich da fest davon aus, dass s'Mami früher oder später Probleme machen könnte, weil ich ziemlich streng bin und kein Larifari tolleriere.


    Auch ich habe ca. 4 - 6 Spieler die neu angefangen haben. Diese haben aber eine so hohe Begeisterung, dass diese sehr bald der Gruppe der Schwächeren anklopfen werden.


    Vielleicht hat Ranwie eine viel schlimmere Situation als ich. Ich sehe bei mir kein Bedarf, da einem Knaben zu sagen, dass er nicht mehr kommen soll, auch wenn es oft ziemlich schwierig ist. Hoffe aber schon, dass die Mutter den Jungen etwas mehr machen lässt und da nicht noch Ehrgeiz und Mut bremst, da dieser eine Mega Mämmä ist.


    Viele Grüsse
    TRPietro

  • Diese Erfahrung darf/muss vermutlich jeder Jugendtrainer erleben, wenn er (wie ich auch) mit den meisten Jungs schon einige Jahre trainiert. Wir sind ein reiner 2003er Jahrgang und sind jetzt gemeinsam fast 3 1/2 Jahre zusammen - aktuell spielen wir als F1 in der KL.


    Ich kann nur bestätigen, dass es die Jungs gibt, die auf den Platz gehen um gewinnen zu wollen und das zeigen sie auch bis zur letzten Minuten - ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn die Mannschaft verliert - gehört natürlich auch dazu und bessere Mannschaften wird es und soll es auch immer geben ! Was ich erwarte ist Einsatz und Laufbereitschaft und wenn dann eine Mannschaft besser war, dann ist dies überhaupt kein Problem !


    Jetzt aber zu den Spielern, die in der Entwicklung leider keinen oder nur einen unheimlichen kleinen Schritt nach vorne getan haben, den ist es, der Reaktion nach zu urteilen wohl egal, ob sie gewinnen oder verlieren und haben im Spiel eindeutig größere Probleme, wie die anderen Spieler ! Was im Spiel oder auch im Training daran zu erkennen ist: Wer bekommt eher den Ball ? Der Spieler der den Ball stoppen und verwerten kann oder der Spieler, der den Ball fast immer ins Seitenaus laufen lässt oder sofort wieder im Zeikampf verliert ? Da kann so oft wie man will als Trainer auf die Jungs einreden, dass ist einfach so !


    Tut man dem Kind einen gefallen, wenn es gegen Mannschaften spielt - gegen deren Spieler es vermutlich über die komplette Spieldauer einen oder zwei Zweikämpfe gewinnt und ansonsten keine Chance hat.


    Sicher gibt es vermehrt Trainingseinheiten, in denen ich versuche, den Jungs die Angst vor dem Zweikampf zu nehemen oder Übungen in denen sie lernen, zum Ball zu laufen. Mir ist auch bewusst, dass dies bei einigen länger dauert wie bei anderen - aber scheinbar gibt es Kinder mit weniger Talent auch in anderen Mannschaften.


    Wir erfolgt die Einteilung im Trainingsspiel bei Euch ? Bisher mache ich immer die Einteilung, wenn es die Kinder machen, dann werden immer die gleichen Spieler zuerst gewählt und immer die gleichen Spieler bleiben bis zum Schluss stehen !


    Einige haben auch geschrieben, dass die "Explosion" bei einigen auch zum Ende der F- oder Anfang E-Jugend kommt, dann wollen wir mal hoffen....?

  • Hallo Ranwie,


    was mir dazu spontan einfiel : mein Sohn (Jg.2003) spielte früher als Bambini mit einigen anderen "normal" bis "mäßig" engagierten Kindern.Er hat nach dem Training oft geheult, wenn er beim Trainingsspiel in der "falschen" Mannschaft war und die anderen nicht genauso viel Einsatz gezeigt hatten wie er und er dies dann als ungerecht empfand und dann auch eben ziemlich kaputt war,weil er dann meinte für die mitspielen zu müssen.


    Der Trainer hat ihn dann als Bambini in der F trainieren und spielen lassen , das Problem war damit gelöst, mein Sohn geforderter und zufriedener.
    Ich weiß nicht, wie`s weitergegangen wäre, wenn's nicht so gelaufen wäre.....
    Inzwischen spielt er beim Bundesligisten, bitte keine bösen Kommentare, ich weiß, was die meisten darüber denken.


    Was ich eigentlich gesagt haben wollte: ich hab in den 4 Jahren den Eindruck gewonnen, daß sich die schwächeren Kinder hinter den stärkeren verstecken .
    Ich würde die 4 abfallenden mal zusammenpacken und dann 4 gegen 4 so ein kleines Turnier spielen und mal gucken, was die 4 eigentlich wirklich können, wenn kein starker dabei ist. Und wenn Du das mal ein paar mal gemacht hast und das alles wirklich keinen Sinn hat, evtl. doch mal mit den Eltern sprechen, denn vielleicht haben die Kinder ja auch einfach keine Lust und sind von ihren Eltern dort geparkt. Wer weiß ...

  • Das Thema habe ich in abgeschwächter Form auch in meiner Truppe. Ich hatte vor 2 Jahren die schwächeren 2003er und die ersten 2004er als "G2" übernommen und wir haben damals so viele Kinder gehabt, daß wir bald eine dritte Mannschaft brauchten. Ich habe damals nach dem aufgeteilt, was die Kinder so drauf hatten und es gab 2 gemischte 03/04er Gruppen. Die 2004er, die damals in der stärkeren Gruppe waren, sind bis heute die stärkeren Kinder in einer jetzt reinen 2004er Truppe. Es sind nun einige Kinder dabei, die damals in der schwächeren Gruppe waren und genau diese Kinder sind nach wie vor die schwächeren.


    Bei einem habe ich den Eindruck, daß er sich nicht so recht traut oder wenig Lust hat, ein anderer ist immer voll motiviert aber hat motorisch noch ziemliche defizite und das sieht man auch bei den Grundtechniken. Im Abschlusspiel stehen diese Kinder manchmal überfordert herum, wenn das Spiel schnell wird. Andere Kinder, die erst vor einem guten Jahr dazugekommen sind, haben diese Kinder längst "überholt" und sogar in der zweiten 2004er Gruppe, die es seit ca 1 Jahr gibt, spielen inzwischen Kinder, die besser sind. Ich habe in den 2 Jahren immer gehofft, daß eines der Kinder noch einen Schub macht - aber bislang ist das nicht der Fall.


    Nachdem ich nicht die jahrelange Erfahrung habe - können solche Kinder nochmal so einen Schub machen? Oder ist die Entwicklung da doch (fast) immer "linear". Ich denke, daß die Kinder sich in der anderen Gruppe vielleicht besser zurecht finden würden, da würden sie im Training (und im Spiel) mehr Zweikämpfe gewinnen und persönliche Erfolgserlebnisse erzielen.

  • Nachdem ich nicht die jahrelange Erfahrung habe - können solche Kinder nochmal so einen Schub machen? Oder ist die Entwicklung da doch (fast) immer "linear".


    Nach meiner Erfahrung (habe den 2001er Jahrgang zur Mitte der G2 übernommen, jetzt sind sie E1, wobei die Zahlen als Jahrgänge zu verstehen sind), verläuft die Entwicklung der Kinder generell linear, zwischendrin gibt es aber immer mal wieder Schübe. Wann diese Schübe stattfinden, ist von Kind zu Kind verschieden. Die Steigung des linearen Anteils der 'Kurve' ist aber auch unterschiedlich, so dass, wie ich meine, die Schere zwischen den begabten und/oder engagierten Kindern und den schwächeren sich eher weiter öffnet als sich zu schließen, sofern sie in einer Gruppe trainiert werden. Ich hätte die Hoffnung, dass man den schwächeren Kindern besser gerecht werden kann, wenn man sie intensiver betreut, d.h. in kleineren Gruppen. Leider ist das wohl aufgrund von fehlenden Trainern nur selten möglich.


    Gestern hatte ich ein sehr ernüchterndes Training. Mein Co konnte nicht, ergo hatte ich achtzehn Spieler alleine zu betreuen, davon sogar zwei 'Schnupperkinder', die, wie sich zeigte, noch gar nichts konnten.. Und dann als derzeitiges Schwerpunktthema Pässe... Sehr schwierig, sehr stressig, sehr frustrierend.. Naja, solche Tage muss es halt auch mal geben.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Ich finde es interessant wie hier von kindern der F bzw E-Jugend diskutiert wird, die ja noch ihre beste Lernphase vor sich haben.


    Solange ein Kind begeistert mit macht, sehe ich keinen Grund, warum es nicht mittrainieren soll.


    Viel schlimmer ist es , wenn sich Kindern weigern mitzumachen. Im Training, im Spiel. Das habe bis jetzt in jedem Team der Juniorinnen erlebt. Ich habe nicht herausfinden können, warum solche ins Training kommen.
    Wegen des Spaß am Fussball jedenfalls nicht, denn das sind oft diejenigen, die dich dann, wenn du sie aufstellst, am Sa hängen lassen und ohne Bescheid zu geben fehlen. Manchmal kennt man die Eltern, meistens nicht. Anrufe sind erfolglos, da oft Migrantenkinder darunter sind, wo der Vater ans Telefon geht und sofort auflegt.


    Inzwischen setze ich bei Verweigerung ein klares Ultimatum. Sie bekommen Gelegenheit über einen gewissen Zeitraum Verbesserung im verhalten zu zeigen. Ist das nicht der Fall, schliesse ich die Kinder bzw Jugendlichen für ein oder zwei Wochen vom Training aus. Das bewirkt dann, dass entweder die Kinder sich zusammenreissen oder endlich jemand von den Eltern aufschlägt, die sich ansonsten nicht blicken lassen.


    Sollte das stören des Trainings weiter gehen, ist bei mir ganz klar Schluß. Man hat schliesslich zwischen 15 und 20 andere Kindern zu betreuen und ist nicht der Therapeut für ein einzelnes. Das geht für einen ÜL einfach zu weit. Falls sich jetzt jemand aufregt....ich bin die letzte, die sich nicht für ein Kind ins Zeug legt, aber das darf nicht so weit führen, dass man keine Kraft mehr hat, eine Truppe zu betreuen und dann selbst aufhört.
    Da sollten dann auch ÜL von ihren Vereinsfunktionären mehr unterstützt werden.

  • Wir versuchen nach wie vor die "Fußkranken" in den Trainingsbetrieb zu integrieren. Aber so richtig Spaß macht das niemanden, weder den Trainern noch den Kindern. Die besseren Spieler sind genervt, weil es nicht vorwärts geht, was ich gut verstehen kann. Auch deren Eltern moppern schon rum, was ich auch verstehen kann. Nun stellt sich die Frage wie man mit den extrem schwachen Spielern bei insgesamt 18 Kindern im Spielbetrieb umgeht? Wir haben das gestern Abend im Vorstand diskutiert. In anderen Abteilungen (Handball, Volleyball) geht man damit sehr viel - ich nenne es mal "realistischer" - um. Wer nicht ein für Altersklasse und Sportart erforderliches Mindestniveau hat, muss sich erstmal im Training heran arbeiten und wird im Spielbetrieb erstmal nicht berücksichtigt.


    Man darf sich durchaus die Frage stellen, ob es irgendeinen Sinn macht, ein Kind in einem E2-Spiel einzusetzen, das auch in der F3 zu den schwächeren gehören würde? Muss man sich nicht auch die Frage stellen, wie die Mitspieler reagieren werden? Kann ich von 9 und 10jährigen so viel soziales Verständnis erwarten bzw. einfordern, dass sie den Mitspieler anspielen, obwohl der Ball immer sofort verloren geht? Tue ich einem Kind wirklich einen Gefallen, wenn ich es spielen lasse, obwohl es nicht an den Ball kommt und von seinen Kollegen im besten Fall ignoriert, aber ansonsten angemeckert wird? Letzteres wird sich wohl kaum ganz vermeiden lassen. Ich bin zwischenzeitlich geneigt der Auffassung der Kollegen vom Handball und Volleyball zu folgen...

  • Ranwie
    Wenn Du diesen Gedanken konsequent zu Ende denkst, kannst Du damit auch ungleiche Einsatzzeiten begründen.
    Wo willst Du die Grenze ziehen? Wer entscheidet, ob sich das Kind "herangearbeitet" hat? Wenn die, die nix können, gar nicht spielen, dann dürfen die, die etwas können, auch nur etwas spielen. Wollt Ihr das so?

  • Schwierig, und 18 Spieler ist beim typischen 6+1-Spiel auch eine ganz blöde Größe. Ideal sind da wohl zwölf Kinder, scheint mir, davon hast du, wie wir übrigens auch, genau das Anderthalbfache. Wir hatten in den zwei Saisons zuvor mit ähnlich vielen Spielern nur eine Mannschaft gemeldet und waren mit immer wieder anders zusammen gestellter Truppe zu den Spielen gezogen. Alle, die regelmäßig im Training waren, haben gespielt, alle annähernd gleich oft. Wir haben versucht, im Rahmen der Möglichkeiten (durch den Wunsch nach gleichmäßigen Einsätzen für alle) unsere Truppe ähnlich stark wie den Gegner zu machen, damit keiner, weder wir noch unser Gegner, so richtig abgeschossen wird. Aber bei unserer stark leistungsheterogenen Truppe wurden damit viele auch nicht richtig glücklich.


    In dieser Saison sind wir durch Abgänge von fünf unserer stärksten sieben Spielern (davon drei umzugsbedingt, einer wollte woanders hin und hat dann einen Kumpel mitgezogen) sportlich geschwächt, haben aber am unteren Ende fünf Neuzugänge bekommen, so dass die Kaderstärke konstant blieb. Wir haben nun den Schritt gewagt, zwei Mannschaften zu melden. Diese zwei Mannschaften sind ähnlich stark, bei uns im Kreis wird aber ja auch bei der Kreisklasseneinteilung nicht auf die Leistungsstärke geachtet. Das ist zeitlich deutlich aufwendiger, aber ich finde, es zahlt sich bisher schon aus, dass die Kinder häufigere Spieleinsätze haben, und dass auch die Schwachen benötigt werden, weil man sonst in Unterzahl antreten müsste. Noch bin ich hoffnungsvoll, dass es sich für sie am Ende auszahlt.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Wer entscheidet, ob sich das Kind "herangearbeitet" hat?

    Na wir als Trainerteam, wer sonst?

    Zitat

    Wenn die, die nix können, gar nicht spielen, dann dürfen die, die etwas können, auch nur etwas spielen.

    Warum sollte das so sein? Das eine ist nicht die natürliche Konsequenz des anderen, denn die Regeln machen wir ja schließlich selber. Oberste Maxime bleibt: wer zum Spiel mitgenommen wird, der muss auch seine Einsatzzeit bekommen. Die Frage ist halt nur in welchem Rhythmus die Kinder zum Spiel mitfahren. Der Volleyballer gestern hatte es leicht, denn der konnte sagen: "wer keinen Aufschlag kann, den kann ich auch nicht mit zum Spiel nehmen." So einfach ist das. Und zeige mir den Basketballtrainer, der einen Spieler, der nicht dribbeln kann oder die Schrittregeln nicht beherrscht, in einem Punktspiel einsetzt. Beim Fußball lassen sich solche "Knock-Out"-Kriterien halt nicht so leicht definieren.


    Wir versuchen hier möglichst immer fair zu sein. Dabei richten wir unser Augenmerk zumeist auf die Schwachen. Das ist im Grunde ja auch okay. Die Frage ist nur, ab wann man nicht mehr fair mit den anderen Kindern umgeht.


    Noch einmal: ich spreche hier nicht von Kindern, die so lala sind, sondern von Kindern, die kaum in der Lage sind aus dem Stand einen ruhenden Ball zu treffen. Da muss man sich wirklich die Frage stellen, ob die Voraussetzungen zur Ausübung dieser Sportart in einem Wettkampf gegeben sind...

  • Ich finde es interessant wie hier von kindern der F bzw E-Jugend diskutiert wird, die ja noch ihre beste Lernphase vor sich haben.

    Das mag richtig sein, aber wir befinden uns hier dennoch in einem echten Dilemma. Wir versuchen ums Verrecken selbst den Allerschwächsten noch im vollen Umfang gerecht zu werden und ignorieren dabei die Tatsache, dass wir damit den anderen Kindern gar nicht mehr gerecht werden können. Die Kinder erwarten, dass sie im Training gefordert und gefördert werden. Richten wir unser Training auf die schwächsten aus, müssen zwangsläufig alle anderen enttäuscht werden. Wir denken darüber nach Sondertraining zu machen, um die Allerschwächsten an die übrigen E2-Spieler heran zu führen. Könnten denn nicht die E2-Spieler zurecht verlangen, dass wir mit ihnen auch Sondertraining machen, um sie an die E1-Spieler heranzuführen?


    Der Umgang mit dem Thema ist nicht so leicht, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mag.

  • Na wir als Trainerteam, wer sonst?


    Gefährlich - jetzt stell dir vor dein Sohn ist in der Mannschaft - man könnte dir schnell einen Interessenskonflikt andichten!
    Es ist doch bei vielen die ihr eigenes Kind trainieren, das es über Wert verkauft wird.


    Soll heißen du bist in deiner Objektivität als Vater stark eingeschränkt und wirst Konkurrenten wohl eher schlechter sehen!


    Nur als kleiner Denkanstoß!


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Ich kann Ranwie schon gut verstehen, bei uns war das auch ein Problem. Wenn die Leistungsunterscheide zu krass werden, zerreißt es jedes Team. Daher würde ich inzwischen versuchen, aus einer großen zwei kleine Gruppen zu machen, die dann für sich möglichst leistungshomogen sein sollten, um diese dann spezifischer trainieren zu können. Allerdings braucht man dazu auch die personellen Ressourcen. Und Platzzeiten. Beides wäre bei uns auf jeden Fall schwierig gewesen.. Dennoch würde ich, wäre die Uhr um zweieinhalb Jahre zurück gedreht, versuchen, das so hin zu bekommen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Ich kann Ranwie schon gut verstehen, bei uns war das auch ein Problem. Wenn die Leistungsunterscheide zu krass werden, zerreißt es jedes Team. Daher würde ich inzwischen versuchen, aus einer großen zwei kleine Gruppen zu machen, die dann für sich möglichst leistungshomogen sein sollten, um diese dann spezifischer trainieren zu können. Allerdings braucht man dazu auch die personellen Ressourcen. Und Platzzeiten. Beides wäre bei uns auf jeden Fall schwierig gewesen.. Dennoch würde ich, wäre die Uhr um zweieinhalb Jahre zurück gedreht, versuchen, das so hin zu bekommen.


    Brauchen in diesem Fall 9 Spieler den soviel Platz? Als ich bin mir sicher, dass 18 Spieler Problemlos auf einem Großfeld in 2 Gruppen trainieren könnten!
    Anders sieht es aus wenn nur der halbe Platz zur Verfügung steht - was bei 18 Spielern nach meiner Auffassung auch zu wenig ist :)


    Sollte also nicht das große Problem sein!


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Brauchen in diesem Fall 9 Spieler den soviel Platz? Als ich bin mir sicher, dass 18 Spieler Problemlos auf einem Großfeld in 2 Gruppen trainieren könnten!


    Das wäre in der Tat ein Luxus-, also kein Problem.


    Anders sieht es aus wenn nur der halbe Platz zur Verfügung steht - was bei 18 Spielern nach meiner Auffassung auch zu wenig ist :)


    Tja, aber so ist es, tut mir leid, dich desillusionieren zu müssen. ;)

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Ich bin schockiert!
    Auf so engem Raum müsst ihr mit 18 Spielern arbeiten - das ist extrem schwer!


    Um die Zeiten zu denen eine so junge Mannschaft trainiert, sollte doch mehr Platz sein, oder?
    Bin ich froh, dass wir ausreichend Platz haben - wenngleich wir kein großer Verein sind, aber ich mag unsere beiden großen Rasenplätze zusehends mehr :)


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Gefährlich - jetzt stell dir vor dein Sohn ist in der Mannschaft - man könnte dir schnell einen Interessenskonflikt andichten!
    Es ist doch bei vielen die ihr eigenes Kind trainieren, das es über Wert verkauft wird.


    Soll heißen du bist in deiner Objektivität als Vater stark eingeschränkt und wirst Konkurrenten wohl eher schlechter sehen!


    Nur als kleiner Denkanstoß!

    Mein Sohn ist aber nicht in der Mannschaft, und "die Leute" dichten Dir so oder so was an... ;o)

  • Ich bin schockiert!
    Auf so engem Raum müsst ihr mit 18 Spielern arbeiten - das ist extrem schwer!


    Ich widerspreche dir nicht. Habe ich eigentlich schon erwähnt dass unser Platz (zwei haben wir nicht) kein FIFA-Maß hat, sondern gerade eben in der nationalen Norm (laut Wikipedia) liegt? Er ist also dazu noch klein. Es wird immer besser, nicht wahr?


    Um die Zeiten zu denen eine so junge Mannschaft trainiert, sollte doch mehr Platz sein, oder?
    Bin ich froh, dass wir ausreichend Platz haben - wenngleich wir kein großer Verein sind, aber ich mag unsere beiden großen Rasenplätze zusehends mehr :)


    Tja, wir haben halt nur einen Platz. An einem Trainingstermin hätten wir tatsächlich den gesamten Platz, am anderen nicht. Wir sollten vermutlich an den Tagen, an denen sowohl mein Co-Trainer als auch ich da sind, tatsächlich mal den ganzen Platz auch nutzen, das nehme ich mal als Anregung mit.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Mein Sohn ist aber nicht in der Mannschaft, und "die Leute" dichten Dir so oder so was an... ;o)


    Wie schon gesagt nur ein Denkanstoß über deine Situation hinaus ... :)


    Grüße
    Zodiak

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Na wir als Trainerteam, wer sonst?

    Das meine ich ja. Die Entscheidungskriterien müssen in jeder Mannschaft gleich sein. Nicht, dass Du mich falsch verstehst - ich kann mir Euer Problem gut vorstellen. Nach allem, was Du uns bisher erzählt hast, geht Ihr nach klaren, verlässlichen Regeln vor. Das finde ich gut. Ich weiß nur nicht, wie Du diesen Prinzipen in diesem Punkt folgen willst. Wonach bemisst sich die Platzreife eines Fußballers?

    Zitat

    Warum sollte das so sein? Das eine ist nicht die natürliche Konsequenz des anderen, denn die Regeln machen wir ja schließlich selber. Oberste Maxime bleibt: wer zum Spiel mitgenommen wird, der muss auch seine Einsatzzeit bekommen. Die Frage ist halt nur in welchem Rhythmus die Kinder zum Spiel mitfahren. Der Volleyballer gestern hatte es leicht, denn der konnte sagen: "wer keinen Aufschlag kann, den kann ich auch nicht mit zum Spiel nehmen." So einfach ist das. Und zeige mir den Basketballtrainer, der einen Spieler, der nicht dribbeln kann oder die Schrittregeln nicht beherrscht, in einem Punktspiel einsetzt. Beim Fußball lassen sich solche "Knock-Out"-Kriterien halt nicht so leicht definieren.

    Genau das meinte ich oben.

    Zitat

    Wir versuchen hier möglichst immer fair zu sein. Dabei richten wir unser Augenmerk zumeist auf die Schwachen. Das ist im Grunde ja auch okay. Die Frage ist nur, ab wann man nicht mehr fair mit den anderen Kindern umgeht.


    Noch einmal: ich spreche hier nicht von Kindern, die so lala sind, sondern von Kindern, die kaum in der Lage sind aus dem Stand einen ruhenden Ball zu treffen. Da muss man sich wirklich die Frage stellen, ob die Voraussetzungen zur Ausübung dieser Sportart in einem Wettkampf gegeben sind...

    Ich würde vielleicht eine "Mindestmittrainierzeit" für Neueinsteiger definieren. Z.B.: Neueinsteiger trainieren 3 Monate nur mit und kommen dann mit zum Spiel.
    Bringt´s das? Keine Ahnung. Ist nur so eine Idee.