Vorbereitung und die Probleme damit

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  • Ich habe das sehr wohl kapiert. Aber die Teilnahme an einer Veranstaltung kann entweder verpflichtend oder freiwillig sein. Wenn es aber eine freiwillige Veranstaltung ist, hat jeder das Recht nicht zu erscheinen, oder?


    PFLICHT wäre für mich:
    Papa Müller, du bleibst mal schön daheim vom Ausflug auf die Schwäbische Alb, damit Söhnchen Müller ins Training gehen kann.
    Halte ich - genau wie du - für Blödsinn.


    KONSEQUENZ wäre für mich:
    Wer in den Ferien daheim ist, kommt zum Training. Denn ich stehe als Trainer auch auf dem Platz und habe ehrenamtlich das Training vorbereitet und meine Zeit geopfert. Nichts anderes verlange ich nun vom Spieler auch.


    Zwischen diesen beiden Dingen gibt es durchaus einen Unterschied. Den kann man gerne diskutieren und auch seine eigene Meinung dazu haben. Du hast die deine, ich die meine. Kein Problem.
    Nur die Unterstellung (v.a. seitens Andre), die meinerseits vertretene Meinung sei Kifu-feindlich, die kann und will ich nicht stehen lassen.

  • Neues, anderes Thema. Und ich kenne da auch beide Seiten. Es gibt durchaus Eltern, die lieber den entsprechenden Beitrag zur Mannschaftskasse aus ihrer eigenen Tasche leisten würden, als sich mehrere Stunden an einem Tag, den sie sonst frei oder zur anderen Verfügung hätten, auf den Platz zu stellen.


    Das ist auch eine Einstellung, die mir zu akzeptieren schwerfällt.
    (Wobei es sie relaistisch gesehen gibt und bei mir in jeder von mir trainierten Mannschaft leider immer auch vorkam).


    Ich sehe es trotzdem grundsätzlich so, dass sich Eltern bewusst sein müssen, dass es in einer Gemeinschaft wie einem Sportverein nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gibt.


    Wir haben ca. 45 € als Jahresbeitrag im Verein, wovon ca. 25 € als Beitrag an die Abteilung fließen. Die Ausgaben pro Kind liegen um das Fünf- bis Sechsfache darüber. Da wir kein sponsorenfinanzierter Verein sind, holen wir den Unterschiedsbetrag über viele Veranstaltungen wieder rein. Da brauchen wir die Eltern als Helfer - realistisch gesehen sollte damit das klappt jedes Elternteil einmal im Jahr einen Dienst mit ca. sechs Stunden leisten.
    (Auch hier ist es leider wieder - wie wohl überall - so, dass einige doppelt schaffen und andere gar nicht.)
    Die Alternative wäre eine Anhebung des Beitrags um einen dreistelligen Betrag - da bekämen aber einige finanzschwächere Familien wahrscheinlich Probleme, daher ist das für mich jetzt auch nicht die ganz tolle Lösung.


    Ich weiß ja nicht, ob und wie viele eigene Kinder du hast, aber wenn man eines oder vielleicht sogar mehrere Kinder im Kindergarten- und/oder Grundschulalter hat und evtl. auch noch berufstätig oder ehrenamtlich tätig ist, so schrumpft die freie Zeit doch unglaublich stark zusammen.


    Treffer. :D Kinderlos.



    Aus meiner Sicht handelt der Verein klug, der bei der Verteilung der Termine für die Grilldienste versucht, auf die verschiedenen Bedürfnisse seiner Mannschaften einzugehen und diese nach Möglichkeit zu berücksichtigen.


    Das versteht sich von selbst - die Bambinis sollten nicht den Grilldienst während der Abendspiele machen müssen, weil die zu spät enden, als dass Kinder und Eltern beide noch auf dem Sportplatz sein könnten - so schüfe man u.U. ein Kinderbetreuungsproblem.



    Und vielleicht auch Alternativen für den einen oder anderen Soziophob anzubieten, dessen Kinder diese Eigenschaft glücklicherweise nicht geerbt haben und die im Verein gut aufgehoben sind.


    Schwierig. Schlag mal Alternativen vor. ;)


  • Genau, das habe ich viel umständlicher ausgedrückt..


    PFLICHT wäre für mich:
    Papa Müller, du bleibst mal schön daheim vom Ausflug auf die Schwäbische Alb, damit Söhnchen Müller ins Training gehen kann.
    Halte ich - genau wie du - für Blödsinn.


    Darüber herrscht ja allenthalben Einigkeit. Zu dieser Form von Verpflichtung wärst du vermutlich ja auch nur legitimiert, wenn es ein Beschäftigungsverhältnis zwischen Söhnchen Müller und dem Verein gäbe. Lassen wir das also beiseite.


    KONSEQUENZ wäre für mich:
    Wer in den Ferien daheim ist, kommt zum Training. Denn ich stehe als Trainer auch auf dem Platz und habe ehrenamtlich das Training vorbereitet und meine Zeit geopfert. Nichts anderes verlange ich nun vom Spieler auch.


    Zwischen diesen beiden Dingen gibt es durchaus einen Unterschied. Den kann man gerne diskutieren und auch seine eigene Meinung dazu haben. Du hast die deine, ich die meine. Kein Problem.


    Ja. Meine unterscheidet sich auch von deiner und entspricht eher der von Ranwie. Es ist ja so: du hast keine Ferien mehr, seit du aus der Schule raus bist. Deine Spieler schon. Für dich in deiner Funktion als Trainer gibt es keinen Unterschied zwischen beiden Zeiträumen (Schulzeit und Ferienzeit), für sie sehr wohl. Ich halte es für klug, das zu berücksichtigen. Ebenso wie die Tatsache, dass während der Ferien ein signifikant höherer Anteil an Spieler und deren Eltern von dir nicht erwartet, dass du deine Zeit für das Training opferst. Wenn du es dennoch tust, kannst du ihnen das meiner Meinung nach nicht vorhalten, du tust es dann ja auch freiwillig. Meiner Meinung nach sind Ferientage nicht anhand des geografischen Aufenthaltsortes der sie erlebenden Subjekte zu beurteilen. Sorry, letzter Satz nochmal ohne Justus-Jonas-Sprech: ob ein Kind in Antalya ist oder zu Hause spielt für mich keine Rolle, Ferien sind Ferien.


    Nur die Unterstellung (v.a. seitens Andre), die meinerseits vertretene Meinung sei Kifu-feindlich, die kann und will ich nicht stehen lassen.


    Ich überlasse Andre seine Verteidigung gerne selbst. Ich kann aber schon nachvollziehen, dass er befürchtet, hier würde mit aus seiner Sicht überzogenen Forderungen an die Kinder herangetreten. Die Form, in der er dies tat, entspricht auch nicht derjenigen, die ich gewählt hätte. Seinen Grundgedanken kann ich aber durchaus unterstützen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Andre vermutet hinter jeder Belastung fuer die Kids eigene Interessen der Trainer. Da kann man nix machen. Zur konkreten Umretzung seiner Aqbeit aeussert er sich ja auch nicht. ich hoffe, wir treffen unr bald alle bei ihm,damit er uns erleuchten kann!

  • ...Hat er denn gefragt, wie ich das gestalten möchte? NEIN:_ Es ging gleich und einzig darum , das Vorbereitung totaler Schwachsinn ist- Anstatt ruhig und Sachlich zu bleiben wurde sofort wieder schikanöse Leistungsnichtausbildung vermutet, wie eigentlich hinter allem.

    Diese Frage wurde durchaus gestellt. Und die Beantwortung durch Dich hätte den Thread sicherlich in eine andere Richtung gelenkt:

    Zitat

    Verstehen hier wirklich alle das gleiche unter "Vorbereitung"?


    Wenn ich den Begriff höre, denke ich an Konditionseinheiten und später evtl. an mannschaftstaktische Dinge. Ist für mich in der E-Jugend aus verschiedenen Gründen beides überflüssig.


    Wenn der Threadersteller damit allerdings lediglich den Start des "normalen" Trainings zum Ferienende meint, ist es natürlich etwas anderes.

    Ich gebe Dir allerdings Recht, dass Dir Gewinndenken aufgrund der unglücklichen Formulierung "Vorbereitung" unterstellt wurde.
    Ich finde Gewinndenken übrigens nicht verwerflich. Dass ein Kifu-Trainer mit seiner Mannschaft gewinnen WILL, hat noch niemandem geschadet. Schaden kann es erst, wenn er auch sein HANDELN danach ausrichtet. Das kann man durchaus trennen.

  • Tobias


    sachlichkeit, schön und gut. zugegeben, dein anfangsposting und dein spasstraining passen auch für mich nicht zusammen. ob jetzt zwei oder drei mehr den hügel hochkrabbeln, ist doch wohl egal. zum teambuilding sind eh alle spieler wichtig, sprich auch diejenigen, die offiziell im urlaub sind. deshalb verstehe ich die aufregung immer noch nicht. es kommt halt so rüber als wärest du überehrgeizig um deine 10 jährigen früh genug zu drillen. das du etwas anderes im sinn hattest, kommt reichlich spät rüber.


    auch die tatsache, dass eigentlich ALLE trainer hier regeln und verpflichtungen für unbedingt bindend und wichtig erhalten, scheinst du zu ignorieren. hier machen eben einige, auch ich, den unterschied zu den ferien als besonderer fall ohne allerdings für diese kinder konsequenzen auszuschließen, sprich, wer nicht trainiert spielt auch weniger oder gar nicht, erstmal. dürfte doch alles in deinem sinne sein, wenn du dich da nicht so knallhart auf deine position in den ferien stürzen würdest.


    du schreibst von vorbildfunktion, den kindern regeln mitzugeben und so weiter. passt alles hundertprozentig in meine linie, nur der ton macht die musik. wenn du innerhalb einer diskussion so persönlich wirst, dass du von "krank" und "patienten'"' sprichst, kannst du für mich auf dauer kein vorbild und guter jugendtrainer sein, da es ja immer den punkt gibt, wo deine meinung die einzig richtige zu sein scheint und das gegenüber "platt" gemacht wird. das ist alles andere als eine vorbildfunktion im jahr 2011, vlt 1980, aber jetzt nicht mehr, auch im hinblick auf das sozialverhalten der jugendlichen in ihrer späteren werdegang.


    womit wir beim nächsten thema sind, die eltern. sicher ist es notwendig die eltern als hilfe mit ins boot zu holen, als teammitglied würde ich sie allerdings niemals bezeichnen. fahrdienst, ok, hilfe beim bringen und abholen, ok bis zur d-jugend, beim grillfest, ja, warum nicht! aber alles andere sollte man mit seiner mannschaft allein machen. zu allen massnahmen im team gehören deine jungs, dein co und maximal ein betreuer, das wars. eltern nicht! ein elternabend vor beginn deiner saison macht den standpunkt klar und du hast ruhe für deine planung und kein querfeuer. lässt du sie zu eng dran, hast du auf einmal 10 cotrainer mehr, die aber dann nicht nur helfen wollen sondern anfangen dir reinzureden.


    und an der stelle, wo dann die eltern zwar verpflichtend alle mgl. aufgaben ausführen aber nicht ins "training oder spiel" eingreifen sollen, weil du ja der trainer bist, haben sie durchaus auch das recht, zu einer "grillveranstaltung" nein zu sagen und lieber 10 euro zu spenden. wer nicht entscheiden darf, aber beiträge zahlt und den tank für auswärtsfahrten stiftet, muss nicht noch für hilfsdienste verpflichtet werden. wenn er will gut, aber nicht zwingend. dann ist das zwar immer noch keine "verwahranstalt" aber durchaus "ein angebot" wo man weiss als eltern, dass seine kinder gut aufgehoben sind und sportlich betreut werden. hobby unter anleitung eben.


    und nochmal zu deiner vorbildfunktion: schalt mal von deiner app die korrekturfunktion aus. das kann man ja nicht lesen oder sind deine elternbriefe auch in dieser qualität? sorry, aber den hast du dir redlich verdient! ;)

  • Ich hab ne B-Jugend. Da grillen die Spieler selber.

    Das mag ja sein, interessiert aber nicht, denn wir sprachen ja über das Training einer E-Jugend, oder irre ich mich da?


    Ich bin selbständig und komme nie auf die üblichen 6 Wochen Urlaub im Jahr. Dieses Jahr sind es die letzten beiden Wochen der Sommerferien, wenn alles gut geht. Diese Zeit möchte ich mit der Familie verbringen und so gestalten, wie ich es für richtig halte. Ich werde niemandem Auskunft oder Rechenschaft dafür ablegen, wann ich wo bin und was ich wann mache und ob wir nun an den Trainingstagen wirklich etwas vorhaben oder nur faul im Garten liegen. Es ist mir dann auch wirklich scheißegal, ob da einer auf dem Platz steht und meint Training machen zu müssen. Ist das so schwer zu kapieren? Dieses Recht steht aus meiner Sicht jeder Familie zu, denn es soll noch Familien geben, die gerne Zeit miteinander verbringen. Wieso willst Du das nicht verstehen?


    Dass ich als Trainer trotzdem in diesen beiden Wochen Training anbiete, ist eine ganz andere Sache.

  • Ja. Meine unterscheidet sich auch von deiner und entspricht eher der von Ranwie. Es ist ja so: du hast keine Ferien mehr, seit du aus der Schule raus bist. Deine Spieler schon. Für dich in deiner Funktion als Trainer gibt es keinen Unterschied zwischen beiden Zeiträumen (Schulzeit und Ferienzeit), für sie sehr wohl. Ich halte es für klug, das zu berücksichtigen. Ebenso wie die Tatsache, dass während der Ferien ein signifikant höherer Anteil an Spieler und deren Eltern von dir nicht erwartet, dass du deine Zeit für das Training opferst. Wenn du es dennoch tust, kannst du ihnen das meiner Meinung nach nicht vorhalten, du tust es dann ja auch freiwillig. Meiner Meinung nach sind Ferientage nicht anhand des geografischen Aufenthaltsortes der sie erlebenden Subjekte zu beurteilen. Sorry, letzter Satz nochmal ohne Justus-Jonas-Sprech: ob ein Kind in Antalya ist oder zu Hause spielt für mich keine Rolle, Ferien sind Ferien.


    Naja, ich habe studiert - ich hatte quasi über Jahre Ferien am Stück. :D


    Aber mal im Ernst:
    Der Logik, dass ich von meinen Spielern keine Konsequenz (im oben erläuterten Sinne) fordern darf, ich ich selber ja freiwillig konsequent bin, kann ich nicht ganz folgen.


    Im Gegenteil - dieses Jahr sind vier meiner bisher genommenen 20 Urlaubstage für den Verein draufgegangen. In denen bin ich bei unserem Jugendcamp rumgehampelt oder hab unseren Mannschaftsausflug vor- und nachbereitet.
    Da kann und will ich dann nicht akzeptieren, dass jemand nicht kommt, weil ja gerade Ferien sind.

  • Das mag ja sein, interessiert aber nicht, denn wir sprachen ja über das Training einer E-Jugend, oder irre ich mich da?


    Aha. Von einem B-Jugend-Schüler darf ich verlangen, dass er in den Ferien trainiert, von einem E-Jugend-Schüler aber nicht?
    Oder habe ich dich falsch verstanden?




    Ich bin selbständig und komme nie auf die üblichen 6 Wochen Urlaub im Jahr. Dieses Jahr sind es die letzten beiden Wochen der Sommerferien, wenn alles gut geht. Diese Zeit möchte ich mit der Familie verbringen und so gestalten, wie ich es für richtig halte. Ich werde niemandem Auskunft oder Rechenschaft dafür ablegen, wann ich wo bin und was ich wann mache und ob wir nun an den Trainingstagen wirklich etwas vorhaben oder nur faul im Garten liegen. Es ist mir dann auch wirklich scheißegal, ob da einer auf dem Platz steht und meint Training machen zu müssen. Ist das so schwer zu kapieren? Dieses Recht steht aus meiner Sicht jeder Familie zu, denn es soll noch Familien geben, die gerne Zeit miteinander verbringen. Wieso willst Du das nicht verstehen?



    Ich verstehe das ja. Absolut.
    Nur musst du als Vater eben verstehen, und da könnte dein Sohn noch so gut sein, dass er in den ersten Wochen erst mal die Bank näher betrachtet. Denn die Regeln gebe ICH als Trainer vor und nicht DU als Vater.

  • Aber mal im Ernst:
    Der Logik, dass ich von meinen Spielern keine Konsequenz (im oben erläuterten Sinne) fordern darf, ich ich selber ja freiwillig konsequent bin, kann ich nicht ganz folgen.

    Das solltest Du aber. ;)

    Zitat

    Im Gegenteil - dieses Jahr sind vier meiner bisher genommenen 20 Urlaubstage für den Verein draufgegangen. In denen bin ich bei unserem Jugendcamp rumgehampelt oder hab unseren Mannschaftsausflug vor- und nachbereitet.
    Da kann und will ich dann nicht akzeptieren, dass jemand nicht kommt, weil ja gerade Ferien sind.

    Es ist sehr lobenswert, dass Du dafür Deinen Urlaub verwendest, dennoch darfst Du nicht von Dir auf andere schließen, denn Deine Prioritäten sind naturgemäß nicht die gleichen, wie die von anderen. Ich verwende ebenfalls einen hohen Anteil meiner Freizeit für den Verein. Stunden, die ich oft abends dranhängen muss. Ich weiß aber auch, dass das mein persönliches Engagement ist und dass ich das eben von anderen nicht in gleichem Maße verlangen kann.


  • Das ist auch eine Einstellung, die mir zu akzeptieren schwerfällt.
    (Wobei es sie relaistisch gesehen gibt und bei mir in jeder von mir trainierten Mannschaft leider immer auch vorkam).


    Ich lebe offenbar bezüglich dieses Themas in der selben Realität wie du. Und ich kann persönlich diese Haltung auch nicht nachvollziehen. Aber ich kann sehr wohl erkennen, dass es sie gibt, schon bei mir sehr nahestehenden Personen gibt es da Beispiele. Ich möchte nicht, dass versuchen, mich in Belangen zu missionieren, die ich verstanden habe und in denen ich anderer Ansicht bin. Daher lasse ich es auch bei ihnen.


    Nichtsdestotrotz:


    Ich sehe es trotzdem grundsätzlich so, dass sich Eltern bewusst sein müssen, dass es in einer Gemeinschaft wie einem Sportverein nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gibt.


    Sicher, das ist so. Schließlich sind sie Vereinsmitglieder und keine Kunden. Eine Gemeinschaft hat ihre Regeln, die müssen auch befolgt werden, niemand zwingt den anderen zum Verbleib. Bei uns ist es aber nun so, dass diese Grilldienstgeschichte nicht schriftlich geregelt ist, so dass neue Mitglieder erst von ihr erfahren, wenn ihnen der Termin mitgeteilt wird. Es wäre hier besser, wenn alle Neumitglieder einen Flyer bekämen, der die Regeln, die Philosophie des Vereins, die Grundgedanken etc. enthält. So würde ein Teil des Unmuts gar nicht erst entstehen.


    Wir haben ca. 45 € als Jahresbeitrag im Verein, wovon ca. 25 € als Beitrag an die Abteilung fließen. Die Ausgaben pro Kind liegen um das Fünf- bis Sechsfache darüber. Da wir kein sponsorenfinanzierter Verein sind, holen wir den Unterschiedsbetrag über viele Veranstaltungen wieder rein. Da brauchen wir die Eltern als Helfer - realistisch gesehen sollte damit das klappt jedes Elternteil einmal im Jahr einen Dienst mit ca. sechs Stunden leisten.
    (Auch hier ist es leider wieder - wie wohl überall - so, dass einige doppelt schaffen und andere gar nicht.)
    Die Alternative wäre eine Anhebung des Beitrags um einen dreistelligen Betrag - da bekämen aber einige finanzschwächere Familien wahrscheinlich Probleme, daher ist das für mich jetzt auch nicht die ganz tolle Lösung.


    Nein, sicher nicht. Und das Problem bzw. das Thema der Beiträge hat wohl auch jeder Verein. Letztendlich ist es ein soziales Problem. Ich denke schon, dass die meisten Eltern, wenn man ihnen für sie nachvollziehbar mitteilt oder erklärt, wie der Hase läuft und warum er das auf diese Weise tut, und sie dazu noch mitbekommen, dass von Vereinsseite auch für sie engagiert gearbeitet wird, zur Mitarbeit innerhalb ihrer Möglichkeiten durchaus bereit sind. Ich kann mich über das Engagements des allergrößten Teils 'meiner' Elternschaft überhaupt nicht beklagen, im Gegenteil. Auf die Gefahr des nicht ganz so lecker duftenden Eigenlobs hin betrachte ich das aber auch als Verdienst unseres Trainer/Betreuer-Gespanns. Als die Eltern (mich als Vatertrainer eingeschlossen) mal den Eindruck hatten, die Belange unserer Mannschaft würden weniger berücksichtigt als die anderer, sank die Bereitschaft zum Engagements für Vereinsbelange drastisch, für die Belange des Teams war sie weiterhin ungetrübt..
    Es ist also in meinen Augen für eine Vereins-, Abteilungs- und Jugendleitung aus meiner Sicht eminent wichtig, dafür zu sorgen, dass sich alle gleichermaßen geachtet und beachtet fühlen, dass eben nicht nur die erste Herren zählt und irgendwelche Kultfiguren aus der Vergangenheit, sondern als erstes der Verein, wie er sich zum aktuellen Zeitpunkt darstellt. Die Mitglieder machen den Verein.


    Treffer. :D Kinderlos.


    Vielleicht ändert sich das ja noch. Ich vermute, dass alle, die dann noch moderne Papas und aufgeklärte Ehemänner sein wollen, leider nicht mehr viel Freizeit haben. Das soll jetzt keine Klage sein, ich bin beides sehr gerne bzw. versuche, es zu sein. Aber ich habe einfach nicht mehr dieselben zeitlichen Möglichkeiten wie zuvor.



    Das versteht sich von selbst - die Bambinis sollten nicht den Grilldienst während der Abendspiele machen müssen, weil die zu spät enden, als dass Kinder und Eltern beide noch auf dem Sportplatz sein könnten - so schüfe man u.U. ein Kinderbetreuungsproblem.


    Ja, aber ich dachte dabei auch an die Verteilung dieser Termine auf das Jahr. Andererseits ist das wohl eher Unsinn, denn die Schulferien gelten für alle Jugendmannschaften, da sind die jüngeren Jahrgänge keine Besonderheit..


    Der Prozess der Verteilung der Termine sollte allerdings transparent sein, das wäre seiner Akzeptanz sicher auch förderlich. Und, ach ja, du hast richtig bemerkt, im Nennen von Selbstverständlichkeiten bin ich ganz groß. :D



    Schwierig. Schlag mal Alternativen vor. ;)


    Tja, das ist zugegebenermaßen nicht leicht. Wenn es um Arbeitsdienste geht, gibt es ja in manchen Vereinen die Möglichkeit, stattdessen einen Obulus zu leisten. Das kann dann natürlich zu einer Art Ablasshandel führen. Ob einem Verein das recht ist oder nicht, muss er für sich entscheiden. Bei uns liegt die größte Belastung für die Elternschaft in der Bewirtung von vom Kreis angesetzten Hallenturnieren. Da mussten wir in den vergangenen zwei Hallensaisons für einen ganzen Tag, d.h. für bis zu drei Turniere, die Turnierleitung und die Bewirtung übernehmen. Unsere eigene Mannschaft hat bei einem dieser Turniere mitgespielt. Ich kann schon verstehen, dass die wenigsten Eltern davon begeistert sind, sich am späten Samstagnachmittag hinter die Kuchentheke zu stellen, den Unmut über das zur Neige gehende und zu diesem Zeitpunkt sowieso nicht mehr so sehr umfangreiche Angebot anhören zu müssen, und dazu noch an diesem Tag evtl. nicht mal das eigene Kind spielen sehen zu können. Es ist natürlich aber auch so, dass die Last des Einzelnen mit der Zahl der Schultern deutlich sinkt. Und dass die übrig bleibende Last deutlich leichter zu tragen fällt, wenn sich andere beteiligen. Es ist wohl aber klug, die alten Einsatzpläne aufzuheben, damit man bei der nächsten Einteilung berücksichtigen kann, wer letztes mal die Königs- und wer die Drecksschicht hatte.


    Ach so, noch eine Alternative: oft gibt es ja auch Kuchen-, Brezel- oder Getränkespenden. Da könnte man ja sagen, dass jemand, der keine Schicht übernehmen kann oder will, entsprechend mehr spenden sollte. Der Umrechnungskurs wäre dann noch zu bestimmen.

    "Be yourself; everybody else is already taken." (Oscar Wilde)

  • Hm, was soll ich jetzt dazu sagen?


    Wir machen SIEBEN Tage Jugendhallenturnier, die Eltern müssen zu Zeiten arbeiten, an denen das eigene Kind nicht spielt (Erfahrungswerte - sonst ist plötzlich die Küche leer), drei Tage Jugendcamp, eine Woche Hallenhobbyturnier, drei Tage Pfingstfest --> Zelt für 2000 Leute, usw.


    Obulus halte ich für schwierig.
    Wenn es dumm läuft, hat man lauter Zahler, aber keine Schaffer mehr. ;)

  • Aha. Von einem B-Jugend-Schüler darf ich verlangen, dass er in den Ferien trainiert, von einem E-Jugend-Schüler aber nicht?
    Oder habe ich dich falsch verstanden?

    Nein, hast Du nicht. Da ist ein großer Unterschied zwischen E und B. Zum einen macht eine Vorbereitung bei einer B sportlich Sinn, zum anderen verbringen B-Jugendliche ihre Ferien wohl weit weniger im Kreise der Familie als E-Jugendliche.

    Nur musst du als Vater eben verstehen, und da könnte dein Sohn noch so gut sein, dass er in den ersten Wochen erst mal die Bank näher betrachtet. Denn die Regeln gebe ICH als Trainer vor und nicht DU als Vater.

    Nein, das kann ich nicht verstehen. Das ist auch völliger Blödsinn. Kinder, deren Eltern in den ersten Wochen Urlaub haben und Kinder die "außer Landes" weilen, müssen solche Repressalien nicht fürchten. Sorry, aber das ist einfach nur beliebig.


    Wenn ich das schon höre, "in den ersten Wochen die Bank näher betrachten". Hallo, wir sprechen hier von einer E-Jugend. Wenn da mal einer nicht zum Training kommt, verliert er ja auch nicht sofort das Recht zu spielen. Es ist nicht böse gemeint, aber hättest Du selber ein Kind in dem Alter, könntest Du vielleicht besser nachvollziehen, was ich meine.

  • Was ich bei dem ganze Drama nicht begreife ist das "big picture". Den Straßenfußball in den Verein holen - das ist das Kredo, auch und insbesondere des DFB.


    Also bei uns war das so, das wir gerade in den Ferien Straßenfußball gespielt habe. Gerade da. Jeden Tag und oft den ganzen Tag.


    Straßenfußball bedeutet insbesondere in den Ferien zu kicken und Straßenfußball in den Verein zu holen bedeutet doch dann völlig natürlich auch in den Ferien im Verein zu kicken. Jetzt sollen die Ferien auf einmal dazu da sein, nicht zu kicken und das DFB Kredo erstmal auf Eis zu legen? Ich check's nicht.


    Ferien bedeutet für Kinder doch gerade Zeit für Hobbies, Zeit für Sport, Zeit für Fußball.


    Alle Kinder und Eltern müssten doch eigentlich dankbar sein, dass es in den Ferien ein Programm gibt. Man ist von den sechs Wochen vielleicht zwei nicht da - ok, passt. Zwei oder drei Wochen ist dann evtl. so oder so mal Pause. Evtl. fällt das auch irgendwo zusammen aber ansonsten ist der Großteil doch eh Zuhause. Warum soll man da bitte nicht seinem Hobby nachgehen? Das check ich nicht.


    Je mehr ich mir das überlege, umso mehr hege ich den Verdacht, dass bei den zwei/drei Eltern (Kindern) irgendwo ein grundsätzliches (verstecktes) Problem mit dem Trainer vorliegt - ein kalter Konflikt vielleicht?

  • Nein, hast Du nicht. Da ist ein großer Unterschied zwischen E und B. Zum einen macht eine Vorbereitung bei einer B sportlich Sinn, zum anderen verbringen B-Jugendliche ihre Ferien wohl weit weniger im Kreise der Familie als E-Jugendliche.


    So, jetzt kommen wir wieder zu dem Punkt, an dem ich dir aus Erfahrung sage, dass genau die B-Jugendlichen, die als E-Jugendliche diese Konsequenz nicht erfahren haben, nicht mehr dazu zu bringen sind, diese Konsequenz anzunehmen.
    Irgendwie drehen wir uns im Kreis.


    Nein, das kann ich nicht verstehen. Das ist auch völliger Blödsinn. Kinder, deren Eltern in den ersten Wochen Urlaub haben und Kinder die "außer Landes" weilen, müssen solche Repressalien nicht fürchten. Sorry, aber das ist einfach nur beliebig.


    Verstehe ich nicht. Es ist einfach nur so, dass Kinder, die im Training sind, wenn sie in der Gegend sind, Vorteile haben.
    Und hör bitte mit dem Begriff "Repressalien" auf. Das klingt so, als würde ich meine Jungs einmal pro Woche Waterboarding unterziehen. ?(


    Wenn ich das schon höre, "in den ersten Wochen die Bank näher betrachten". Hallo, wir sprechen hier von einer E-Jugend. Wenn da mal einer nicht zum Training kommt, verliert er ja auch nicht sofort das Recht zu spielen. Es ist nicht böse gemeint, aber hättest Du selber ein Kind in dem Alter, könntest Du vielleicht besser nachvollziehen, was ich meine.


    Also ich sprach von meiner B-Jugend. Deswegen ja die "ich"-Form.


    Ich halte es aber auch für angemessen, in einer E-Jugend einen Zusammenhang zwischen Trainingsbesuch und -einsatz und Spielzeit herzustellen.



  • Sehr guter Punkt.



    Vielleicht aber auch ne "Überinterpretation" des von tobn erwähnten "modernen Vaters"?
    Hab es schon mehrere Male in unserer Jugend mitbekommen, dass gerade bei Scheidungsfamilien der Sohn am Samstag nicht kicken kann/darf, weil er 14tägig was mit Papi am Wochenende unternimmt. Auch wenn der Sohn viel lieber kicken würde.