Rechtsextremer Fußballtrainer

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  • Ich würde den Rechten auch garnicht erst rein lassen in den Verein, dieser aber ist dort schon seit Jahren, bis einem auffiel das das ja garnicht geht. Sowas hat im Fußball nix verloren! Richtig! Und der Verein sträubt sich ja gewissermassen auch gegen den Ausschluß des Trainers. Ich kann mir nicht vorstellen das der Verein ohne diesen zusammen bricht! Ich kann mir auch nicht vorstellen das da eventuelle finanzielle Zuwendungen der Partei ne Rolle spielen.
    Der Trainer ist nach den Vorwürfen so oder so unhaltbar gewurden, da er in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist und deshalb vermutlich der Nachwuchs ausbleiben würde. Nun noch ein Frage, warum blieb der Nachwuchs vorher nicht aus, obwohl er ja vorher schon als Mitglied besagter Partei bekannt war?! Ich kann mir nicht vorstellen das die gesamte Elternschaft die ihre Kinder dort hinbrachte die gleiche Einstellung teilt!

  • .


    So eine Diskussion kann man auch nur in Deutschland führen.


    Mal den rechtsextremen Trainer außen vor gelassen...


    Was macht ihr denn, wenn ihr in der B-Jugend einen dorfbekannten Rechten in euer Team bekommt und der Typ eigentlich nur kicken will.
    Klar, sofortiger Rausschmiß als Präventivmaßnahme, oder?

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • gerne kann ein 17 jähriger "was weiß ich was" zu mir kommen und spielen. Kein Thema. Ich lasse ihn aber immer auf der Bank sitzen ;-))
    Spaß beiseite, der Sportplatz ist der beste Integrationsplatz, finde ich, deswegen hätte ich nix dagegen. Da könnte er meine türkischen, russischen und spanischen Buben kennelernen und zusammenkicken. (war nicht als Drohung gedacht).
    Wie überall gibt es da auch Regeln, daran muss er sich halten, dann ist es wurscht, was er ist.


    Es ist aber nicht dasselbe. Ein Trainer hat eine Vorbildrolle und ein Spieler, eher weniger. Und darum ging es glaube ich. Und ich denke, dass Tom Bombadil hat es als Lob gedacht als er geschrieben hat:


    "So eine Diskussion kann man auch nur in Deutschland führen."


    Gruß,


    uzunbacak

  • Es braucht sich doch nur jeder die Frage zu stellen, ob er das eigene Kind einem Trainer mit offen rechter Gesinnung anvertrauen würde. Ich würde das jedenfalls nicht. Die fachliche Qualifikation ist dabei völlig unerheblich.


    Die Rechten sind ignorant und intolerant, fordern aber von anderen ihnen gegenüber stets Toleranz ein. Da geh ich nicht mit. Null Toleranz gegenüber Rechten! Wer sich zu einer extremen politischen Einstellung bekennt, muss auch mal "im normalen Leben" mit Widerständen rechnen...

  • Und ich denke, dass Tom Bombadil hat es als Lob gedacht als er geschrieben hat:


    "So eine Diskussion kann man auch nur in Deutschland führen."

    Doch, das war exakt so gemeint. Leider.



    Es braucht sich doch nur jeder die Frage zu stellen, ob er das eigene Kind einem Trainer mit offen rechter Gesinnung anvertrauen würde. Ich würde das jedenfalls nicht

    Das ist eine gute, weil entscheidende Frage. Leider hältst Du sie nicht allgemein, sondern bewertest sie, da Du von 'offen' rechter Gesinnung sprichst. Das ist schade.


    Denn, ich würde mein Kind einem Rechten genau wie einem Linken anvertrauen. Genau wie z.B. einem Scientologen (auch hier gibt es ein Klischee, welches zur Vorsicht auffordert).
    Glaube mir, meine Ohren wären offen.
    Macht er ein gutes Training, hält er die Jungs zusammen und läßt seinen politischen Ansichten Zuhause, dann spricht für mich nichts gegen so einen Trainer.


    Würdest Du oder man so einen Trainer trotzdem absägen, dann wäre ich gern dabei, wenn Du das den Kindern erklärst.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • ne tom, der rechte ist kein "trainer" für deine kinder. er hat zuviel einfluss, das ist gefährlich.
    denk an fußballfahrten etc. gleiches gilt für alle gruppenvertreter, die unsere demokratie oder verfassung anzweifeln oder bekämpfen.
    die haben in vereinen, die öffentlich gefördert und unterstützt werden, keine plattform zu bekommen, fertig.
    dies gilt gleichsam für den dfb, der hier viel härter durchgreifen sollte, von wg. dialog und so.


    und in diesem fall, mit dem rechten trainer, würde ich den lieben kindern einen ausschnitt aus den filmen rund um den jahrestag der befreiung ausschwitz zeigen und ihnen erklären, dass der liebe trainer zu einer gruppe gehört, die diese untaten als propaganda verleugnen. ja, das würde ich bei völligen unverständnis der betroffenen kinder und eltern wirklich tun.

  • da ich allem extremen absolut absage, kann ich diese Frage stellen.


    Was wäre, wenn dieser Trainer seine Tätigkeit benutzen will, um aus dem rechtsextremen Kreis rauszukommen und sich ein anderes Umfeld langsam aufbauen will.


    hat nicht jeder seine Chance verdient? Wenn in allen Lebensbereichen eine so konsequente Ablehnung erfolgt, wie will da der Betreffende jemals
    aus diesem Kreis rauskommen?


    ich glaube es gibt andere Jugendgruppen, die man viel mehr im Auge behalten sollte als im Fussball, auch wenn es dort unter Umständen Einzelfälle gibt.


    .Bei uns in der Region hab ich zum Glück von einer derartigen Problematik noch nichts mitbekommen.


    dies ist mehr ein politisch-gesellschaftliches wie fussballspezifisches Thema


    Günter

  • ne tom, der rechte ist kein "trainer" für deine kinder. er hat zuviel einfluss, das ist gefährlich.

    Gefährlich vielleicht, aber das sind viele Dinge und ich habe Sorgen, ja, aber keine Angst.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Tom


    stimme dir zu


    Angst nein, Sorgen ja
    ergänze das aber noch mit Augen und Ohren offenhalten.


    ich sehe die Gefahr, die aus dem Elternhaus kommt, wesentlich grösser.



    Günter

  • sicher hat das elternhaus größeren einfluss, wir aber nicht auf dieses.
    aber eben auf den fußball in den vereinen.
    es darf einfach nicht sein, dass extremisten, egal welcher richtung unter dem verband des dfb tätig werden können.
    und eine resozialisierungs maßnahme ausgerechnet über den fußball durch einen menschen mit rechtem gedankengut halte ich für sehr gewagt.
    da gibt es bessere möglichkeiten, zb. in einem altersruhesitz, wo der kollege die braune gesinnung vorhandener herren einmal kontern könnte...

  • Ich hatte dies mit einer Arbeitskollegin gerade erst in der letzten Woche thematisiert...eben diesen Trainer. Ausgangspunkt waren aber die Wahlen in Sachsen-Anhalt...so kamen wir auf politische Einstellungen. Es mündete letztlich in der Frage dieses (kurz darauf eröffneten) Threads: Was mache ich als JL mit einem rechtsextremen Trainer?


    Offen gesagt hatte ich keine "rechte" Antwort (Achtung: Wortspiel! :thumbup: ). Ich weiss, dass ich sagte, dass ich diesen Trainer zumindest beobachten und bei der kleinsten negativen Auffälligkeit seines Amtes entheben würde. Allerdings hätte ich auch da so meine Bedenken, da das Gedankengut - wenn auch unbewusst! - in den Köpfen der Kinder/Jugendlichen platziert wird. Was ist, wenn der Gegner asiatischer oder afrikanischer Herkunft ist? Wie werden diese Menschen generell behandelt?


    Im Nachhinein hätte ich gewaltig Bauchschmerzen damit, diesen Trainer zu halten. Wenngleich ich eigentlich Sport und politische Gesinnung in unserem Verein trennen will, haben wir jedoch eine gewisse erzieherische Verantwortung gegenüber unserem Nachwuchs. Demnach wäre so ein Trainer nicht zu halten....ich würde ihm nicht trauen - seiner Gesinnung ohnehin nicht.

  • Gesinnung zu Hause lassen, geht das? Das glaube ich eher nicht. Wenn jemand eine Weltanschauung hat, von der er überzeugt ist, wird er dann nicht versuchen, andere von dieser richtigen Weltanschauung zu überzeugen, wenn sich eine Gelegenheit dazu bietet?
    Wäre es nicht geradezu ein Zeichen von seiner Unaufrichtigkeit, mit den Kumpels rechte Ideologien zu propagieren und beim Fußball alle gleich zu behandeln - unabhängig von der Herkunft?
    Günter fragt, ob es dem Trainer vielleicht gut tut, nicht nur in rechtsextremen Kreisen unterwegs zu sein, sondern im Verein noch andere Kontakte zu pflegen. Das ist sicher richtig, Ausgrenzung kann dazu führen, dass so einer noch radikaler wird. Aber sollte nicht der Schutz der Kinder an erster Stelle stehen?

  • Ja sicher hat man seine politische Gesinnung immer im Kopf, allerdings ist ja Politik kein Thema auf dem Fußballplatz und das schon garnicht mit Kindern. Mich hat auch noch kein Kind gefragt welche Partei ich wähle^^
    Wie glaube schon erwähnt ist der Trainer nicht mehr tragbar in dem Verein. Dafür ist der öffentliche Druck zu groß. Die Frage die sich wohl eher stellt ist ob man so jemand mit ins Boot holt, obwohl ihn im Ort jeder kennt und jeder weiß in welcher Partei er ist. Ich kann auch nicht nachvollziehen das die Eltern das scheinbar garnicht interessiert.

  • Ich habe da jetzt mal so als Privatmann nochmals drüber nachgedacht.


    Ich komme zu folgender Feststellung:


    Ich möchte nicht, dass ein Rechter meiner Kinder trainiert oder sonst wie beschult.


    Ich kann es rechtlich aber nicht verhindern


    Deshalb bleibt mir....meine Kinder stark zu machen. Ich denke genau das ist der Punkt.


    Als Elternteil bleibt mir nur diese Möglichkeit


    Als christlicher Verein habe ich -notfalls versteckt- noch andere Möglichkeiten. ;)

  • Ich habe da jetzt mal so als Privatmann nochmals drüber nachgedacht.


    Ich glaube du kannst genauso wenig 100%ig Privatman sein =) , wie ein Rechts- oder Linksextremer auf dem Platz 100% neutral ist. Deshalb ein klares NEIN.



    Was ist mit reliösen Werten? Wenn ein Moslem, Araber oder Schiit kommt, die gibt es ja mehr oder weniger auch bei uns. Könnte man auch mal drüber nachdenken. Komischer Weise hätte ich damit irgendwie kein Problem aber mit extremer politischer Einstellung sage ich ganz klar nein.

  • Als christlicher Verein habe ich -notfalls versteckt- noch andere Möglichkeiten. ;)

    Was ist ein christlicher Verein bezogen auf den Fußball?
    Kenne gerade keinen...

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Otto,


    Privatmann, weil ich natürlich eine private Meinung haben darf. Bei Straftaten, die ich in meiner Freizeit feststelle, habe ich Verfolgungszwang.


    Spinnen wir das mal weiter. Ein Trainer der aktiv Rechter oder überhaupt Rechter ist wird Trainer und das kommt hinterher durch irgendwas raus.


    Er hat die Manschaft trainiert, sagen wir schon 1 Jahr und es gab keinerlei Auffälligkeiten....der trainierte nach den Merkmalen des Kifu und das machte er 100prozentig gut.


    Zudem trennte er seine politische Denkweise vom Sport. Man erkannte max....das er die "deutschen Tugenden" -brech-.....Fleissig, sauber, Respekt vorlebte und abverlangte.


    Hierbei gelang es ihm, Freund der Kinder zu sein, weil er es nicht mitlitärisch überbrachte.


    Das alles bestätigte sein Co.-Trainer, ....der bei den LINKEN ist.


    WAS DANN?


    P.S. Damit wir uns nicht falsch verstehen....mir wäre immer noch schlecht....aber....was dann...scheiss Thema....ich weiss.


    Ich könnte ihm nichts...weil er keine Straftaten begangen hätte. Seine Partei ist nicht verboten und er hat Meinungsfreiheit, die ich auch noch dienstlich schützen "darf".


    Erkennst du die Misere.....ist gefährlich.


    Mein Fazit:


    Der würde nicht auf Grund seiner Gesinnung aus dem Verein fliegen, sondern unter einem Vorwand.


    Es bleibt einem -unter dem Strich- die Kinder stark zu machen....oder den Verein/die Mannschaft....zu wechseln...um Angebot und Nachfrage anzukurbeln...im Sinne der freien Marktwirtschaft....damit der Verein über Mitgliedszahlen merkt, dass der Mann "untragbar" ist.....damit er dann, unter einem Vorwand entfernt wird oder gehen muß, damit die Mitglieder nicht gehen. Ganz schwierig das Thema...wie ich finde.

  • Ich kenne auch keinen christlichen Verein aber ich bin sehr bemüht christliche Werte zu vermitteln.


    Andre, ich verstehe dich sehr gut - wirklich große Misere

  • Ich auch (bezogen auf christliche Werte). Ich habe schon Kinder dessen Eltern grinsend daneben standen, als Sohnemann einen Kleinwüchsigen mit Lilliputaner ansprach oder einen brasilianischen Jungen mit Nigger ansprach...oder einen türkischen Jungen mit Kanake in der F ansprach gemaßregelt. Ich habe in allen Fällen kurz abgewartet, ob eine Reaktion der Eltern kam. Als das nicht geschah griff ich ein. Es kam nichts von den Eltern auch nicht nach meinem Statement.


    Ferner habe ich mal einen D Trainer bei einer Aktion zwischen revalisierenden Fans entdeckt (wir standen zwischen denen) und ich sah zweifelsfrei, wie er einige seiner Spieler hinführte und dann in erster Reihe eine dicke anstachelnde "Fresse" hatte. Der versuchte dort richtig Stimmung zu machen. Darüber schrieb ich einen Bericht. Ich hatte seine Personalien, weil ihn der Diensthund in den Hintern biss. Ich glaube er war noch eine Woche Trainer, weil mein Chef den Bericht natürlich an den Verein steuerte.


    Die politische Gesinnung kann ich nur erahnen...aber wenn so ein Mensch nicht klug genug ist, wird er Anlass geben, ihn rauswerfen zu können. Man muß -siehe Trainer2005 es als JL beschrieb- ihn beobachten und wachsam sein und vielleicht noch den richtigen Mittrainer/Cotrainer auf die Hacken stellen und er sollte -je nach Stand der Dinge- vielleicht wissen warum, das erhöht den Druck. Ferner...wieder mein Hinweis auf Controlling. Controller wäre der JL oder ein Koodi....der unabhängig neutral als Ansprechpartner für Eltern und Kinder fungieren würde.