Übungslänge und Wiederholungen.

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  • Im Großen und Ganzen habe ich mir über das Thema schon oft Gedanken gemacht,
    momentaner Auslöser ist aber mein Co-Trainer. Sein älterer Sohn (99er) ist in der Kreisauswahl.


    Dort werden wohl die Übungen extrem lang trainiert. Also z. B. 30-45 Min. immer dieselbe Passübung.
    Der Grund ist natürlich, dass bestimmte Bewegungsabläufe sich nur verfestigen, wenn sie
    richtig intensiv und lange trainiert werden.
    Der Auswahltrainer legt da sehr viel Wert darauf.


    Ich muss mir irgendwann das Mal selbst anschauen, da ich im Moment nur vom Hörensagen berichten kann.


    Ich versuche so etwas schon immer bei meinem Training, aber spätestens nach 15 Minuten
    muss ich was variieren, damit meine Truppe konzentriert bleibt. Ich versuche aber ein
    Thema mit verschieden Übungen zu vermitteln, damit sie dabei bleiben.


    Wie macht ihr das? Würden eure Truppen so lange ohne zu murren eine einzige Übung durchziehen?

  • In meinen gerade absolvierten Trainerlehrgang wurde es mir so vermittelt:
    20 Minuten Erwärmung (Einstimmung)
    40 Minuten Technik, dabei sollten immer zwei Übungen zum gleichen Technikthema durchgeführt werden
    30 Minuten Fußballspielen.
    Ich persönlich halte 30 - 45 Minuten für eine Übung für zu lange.

  • ich habe in e und auch d jugend immer lieber mehr übungen zum gleichen thema durchgeführt und sie dafür aber kürzer gehalten. sie sollten allerdings am besten aufeienander aufbauen und nahtlos zu einer komplexeren abschlussübung führen.


    in der c trainiere ich schwerpunktmässig dann auch eher übungen, die dann auch mal 20 maximal 25 minuten dauern können, länger aber nicht, denn dann wird es langweilig für die jungs. sicher, drill führt auch zum ziel wie die soundsovielte wiederholung beim vokabeln lernen, aber macht vokabeln lernen spass? :D

  • Nein mach es nicht, der Vorteil der Kreisauswahl ist, dass sie keine Kinder halten muss, ich denke wenn man die Kinder fragt, bekommen die bestimmt das kot… :rolleyes:



    Wir Vereinstrainer müssen aber die Kinder jedes Mal wieder aufs Neue begeistern, dazu gehören natürlich auch die Abwechslung und die Varianten dazu.

  • 45 Minuten für eine Übung ohne jede Variation ist sicherlich viel zu lange. Für jede Altersklasse. Versuche bei Übungsformen nach dem Motto "vom Leichten zum Schweren" vorzugehen. Da kann man z.B. eine Passübung doch schön nach und nach ausbauen.

  • Wie ich schon geschrieben habe, mache ich das selbst auch nicht.
    Also ich versuche schon ein Thema im Training über eine längere Zeit zu
    verfolgen aber damm mit mehreren Übungen und Varianten.


    Wenn ich mal Zeit finde, werde ich mir mal das Training anschauen,
    vielleicht variieren sie ja auch mehr, als es sich angehört hat.

  • Wenn ich der Kreisauswahltrainer wäre,


    dann würde ich den Warmmachteil um 20 Minuten verländern
    die Technikübungen auch
    ja und das Fußballspielen, ....gibt es nicht mehr. Schluß aus, die sollen doch kein Spass empfinden. Achtung Ironie! :(


    Ich kann nur hoffen, dass du -nachdem du dir das angeschaut hast- positives berichtest.


    Ich kenne sehr viele Talente, die hier nicht lange dabei wären. Könnte man sagen, dass auf die Willensschwachen auch nicht gesetzt wird.
    Ich für meinen Geschmack sehe -Dfb. Talentsichtung.- und Förderung hin oder her- nur eines neben dem Förder.-und Fordergedanken, ....dass dort die Besten der Talente in ihrer Altersgruppe mal zusammenfinden.


    Wenn die Truppe steht, ....dann hat -meiner Ansicht entsprechend- das Training gem. den Alterzielen stattzufinden. Hier kann man die Intensität und den Schwierigkeitsgrad mit Sicherheit erhöhen, weil die Leistungsgruppe ja auch irgendwo ein höheres Niveau hat. Die Altersziele dürfen sich meiner Einschätzung entsprechend nicht verändern! Das bedeutet, dass der Faktor SPASS und Motivation nicht zu kurz kommen darf. Die Balance zwischen Fordern und Spass sollte altersgerecht stimmen. Wer hier überzieht, ...verliert die Spieler, ...macht sich "mitschuldig" im Sinne der Anklage ;) was den Drop Out angeht.


    Wird nachtürlich der ein oder andere sagen, ...dann hat das Kind wohl nicht den entsprechenden Willen gehabt. Mag sein, dass das auch mitspielt, aber vielleicht wäre der Wille mit einem größeren Faktor Spass auch größer gewesen und das Talent wäre mit Spass in den Backen zu ganz anderen Leistungen fähig gewesen.


    Fällt und viel mir -aus der Ferne und vom Hörensagen- auf, ....dass beim Stützpunkt immer dieser Leistungsgedanke im Nacken der Spieler steht und auch der Eltern, die den Kindern den Druck hier eher nehmen müßten, statt zu verstärken, weil sie die Sache viel zu wichtig nehmen.

  • Aus sportwissenschaftlicher Sicht muss für die Sinnhaftigkeit einer Übung mit dem Ziel der Technik-Automatisierung auf jeden Fall ein ermüdungsfreier Zustand der Spieler gewährleistet sein. Ist die Übungsdauer so lange gewählt, dass der Ermüdungsgrad in einer Art und Weise steigt, die eine ungenaue Technikausführung zur Folge hat, ist dieser Sinn nicht mehr gegeben. Es ist zu beachten, dass neben der reinen körperlichen Ermüdung auch eine senso-motorische (bzw. neurale) Ermüdung stattfindet und ebenso eine Geistige. Insbesondere muss deshalb die Position einer solchen Übung innerhalb der Trainingseinheit passen.


    Kurz gesagt: Praktisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass 30-45min zu lang sind. Ggf. auch im Hinblick auf folgende, ähnliche Übungen. Im Zweifel muss man genau hinsehen. Wobei das schon ein riesen Spread ist. 45min ist 50% länger als 30min. Das ist ne Menge. Evtl. geht 30min ja noch und 45 ist aber schon drüber.

  • Am besten selbst mal beim Stützpunkt vorbeischauen, ob es wirklich so ist. Erzählt wird manchmal viel. Ich kann es mir jedenfalls nicht in der beschriebenen Form vorstellen und es wird hier auch nicht so gehandhabt. Wenn das Ausbildungsthema "Passen" heißt, dann zieht es sich zwar wie ein roter Faden durch das Gesamttraining, vom einleitenden Teil angefangen. Jedoch beinhaltet das Training verschiedene Übungsformen und Spiele diesbezüglich, so dass das Training abwechslungsreich ist, aber trotzdem zielorientiert.


  • Am besten selbst mal beim Stützpunkt vorbeischauen, ob es wirklich so ist.

    Er hat ja eingangs von der Kreisauswahl gesprochen, ich kann es mir ebenfalls überhaupt nicht vorstellen, dass es hier um Stützpunkt geht. Kreisauswahltrainer wird manchmal auch der, der gerade da ist, egal wie kompetent.

    "Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen."
    Lao-Tse (chinesischer Philosoph)

  • Also ich habe es jetzt mal geschafft mir das einmal anzuschauen.


    Es war nicht so wie mir berichtet wurde, der Trainer hat das Training eigentlich
    genauso aufgebaut, wie ich das mache.
    Er hat zwar ein Thema verfolgt aber dazu immer wieder die Übungen geändert.
    Eine Übung dauert so 10-20 Min. je nach dem halt.


    Ansonsten Kreisauswahl und Stützpunkt scheint bei uns das gleiche zu sein.
    Hier redet aber eigentlich keiner von Stützpunkt.

  • @ Coach Oliver



    Daran kannst Du wieder einmal sehen, wie viel erzählt wird.Dann wird lange diskutiert und zum Schluß stellt sich raus, dass alles ganz anders ist. Manchmal meinen es die Leute auch gar nicht böse, die Dir solche Sachen erzählen. Sie nehmen es für sich vielleicht so wahr oder sehen eine Ausnahme und verallgemeinern diese. Oder sie verdrehen die Aussagen, die getroffen wurden unabsichtlich, weil sie diese nicht verstanden haben.



    Deshalb finde ich es gut von Dir, dass Du Dir das Training selbst mal angeschaut hast.