Kreisvorstand will Tabellen im F-Jugendbereich wieder einführen

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  • @Uwe,


    ich habe damals mit einer Person mit einem griechisch klingenden Namen beim Dfb gesprochen. Der erlärte es mir so wie geschrieben und dabei benannte er auch diese Studie, von der ich nicht weiss, wo sie zu finden ist/wäre. Ob die Studie wissenschaftlich war, ....weiss ich ebenfalls nicht. Nur der Vollständigkeit halber....tut aber auch nicht viel zur Sache....Gruß Andre

  • wir hatten in der F-Jugend heissumkämpfte Spiele ohne Tabelle - ohne besondere Vorkomnisse


    wir hatten in der E-Jugend heissumkämpfte Spiele mit Tabelle - ohne besondere Vorkomnisse




    so jetzt kann das jeder als Argument für oder gegen Tabellen , benutzen.


    was teilweise auf den Plätzen abgeht hat nichts mit Tabellen, sondern mit Eltern zu tun (auch noch der ein oder andere Trainer)


    und ein guter Trainer muss die in den Griff kriegen, sonst hat er diese Probleme auch bei jedem Freundschaftsspiel.


    Günter

  • Günter, du hast folgendes nicht bedacht:


    Was ist, wenn der Trainer auch nicht richtig tickt?


    Ergebnis der alten Diskussion war für mich damals wie heute,


    a. das die Tabellen -wie hier auch schon benannt, nicht wegen der Kinder abgeschafft werden sollten/wurden, sondern wegen den Eltern und mancher Trainer


    b. das es eine von vielen anderen kleinen Maßnahmen war/ist/sein kann. Viele Tropfen höhlen den Stein.


    Zudem war es der Auslöser für viele Gespräche, Streit, Diskussionen, ...welche in der Masse zu einem Besinnen bis Umdenken führte, jedenfalls bei Einigen.


    Diese Leute wiederum sind im Augenblick ihrer Selbstkritik, im Augenblick ihres Umdenken....Multiplikatoren. ....Der Ball rollt....das meinte ich damit.


    Ich war jemand, der ganz stark für die Tabellen pledierte. Sie fehlen mir heute überhaupt nicht mehr. Ich war einer der laut am Rand war, ...weil erfolgsversessen und wenig Ahnung....heute bin ich fast still, ...als Zuschauer, ...was ich sonst nicht war, überhaupt nicht! Warum verhalte ich mich heute anders? Weil ich durch die durch die Abschaffung der Tabellen damals begonnene Diskussion wachgerüttelt wurde und selbstkritisch umdachte, ...bin also das beste Beispiel für die Wahrheit in meinen Zeilen und auch ein passendes Beispiel dafür, das das Abschaffen ein kleiner Erfolg war.

  • .
    Ich mag auch diese alten Stadien, wo noch Beton statt Plastik ist (......, Bremer Brücke Osnabrück,....)


    :thumbup:




    Zum Thema: Ich finde das System mit den "Play-Offs" sehr gut, da dadurch in der darauffolgenden Saison in der Regel gleichstarke Mannschaften gegeneinander spielen. Ist für mich als Trainer ein guter Gradmesser wo man im Vergleich steht und wie sich meine Truppe im Vergleich zu anderen weiter entwickelt (oder auch nicht :wacko: ). Dieser Vergleich ist mir schon wichtig. Das ist aber unabhängig vom Tabellenstand, sondern ich schaue da von Spiel zu Spiel (ist das schon was fürs Phrasenschwein? :rolleyes: ) Ergebnisse in diesem Jahrgangsbereich schwanken doch sehr stark. Bei uns zumindest. Spricht ja auch für die Ausgeglichenheit. Deswegen sehe ich eine Tabelle hauptsächlich als Hilfsmittel für den Staffelleiter zur Einteilung. Ob die dann auch veröffentlich werden muss... Keine Ahnung. Gebe aber zu, dass ich dann und wann mal drauf schaue. Warum? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Ich weiß aber das es mich nicht beeinflusst beim nächsten Training oder beim nächsten Spiel. Auch bei mir fragen die Kinder wo sie in der Tabelle stehen. Wenn ich es nicht weiß schaue ich nach und sag es ihnen beim nächsten Training. Kurzes Fachsimpeln der Jungs........und dann wird gefragt was wir als nächstes machen.


    Ich bin daher der Meinung, dass es den Kindern nicht schadet und sie sich sehr wohl mit den anderen Mannschaften vergleichen möchten. Auch in einer Tabelle.


    Sind wir also bei den Erwachsenen. Trainer und Eltern. Zu den Eltern: Ob man die "Choleriker" tatsächlich ohne Tabellen ruhig stellt? Das denke ich nicht, da es eine allgemeine innere Einstellung ist. Manche sind ruhig, manchen feuern lautstark an, manche schreien. Es gibt bestimmt nicht wenige ( von den "Schreihälsen") die dabei eine Tabelle im Kopf haben. Vielleicht achten wir aber nur zu sehr auf gerade Die und empfinden sie als Mehrheit.


    Zu den Trainern: Wer sich im Breitensport in diesen Jahrgangsgruppen von Tabellen lenken lässt, d.h. sein Training und erst recht seine Aufstellung danach ausrichtet, der ist auch ohne Tabellen eine Fehlbesetzung als Kindertrainer.


    Bei allen anderen, so behaupte ich, ist es egal ob es Tabellen gibt oder nicht ! Der eine schaut drauf, der andere nicht. Aber er lässt sich davon nicht beeinflussen.




    Ab D-Jugend im Leistungsbereich ist er allerdings auch eine Fehlbesetzung, wenn er nicht drauf schaut ;)

  • Natürlich hat - ob's Tabellen gibt oder nicht - grundsätzlich keinen Einfluß auf die G'schichten am Spielfeldrand. Die Ausnahme sind vielleicht diese "Endspiele" um die Meisterschaft. Da wird der Ton mglw. etwas rauer.


    Den einzigen wirklichen Zusammenhang den ich positiv sehe ist der Indirekte über die Diskussion, den Andre genannt hat. Das der aber signifikant ist, wage ich zu bezweifeln.


    Man muss eines ganz klar sehen: Ein A... bleibt ein A.... Egal ob sein Sohn in ner Runde mit oder ohne Tabelle spielt. Und diese Kunden geilen sich ja eher situativ an Szenen am Spiel auf. So what!?

  • Es gibt tatsächlich Menschen, die ÄNDERN ihre Einstellung auf Grund guter Argumente und gemachter Erfahrungen. Andre und einige andere hier im Forum sind ein gutes Beispiel dafür. Dies geht nur, wenn die Themen (z.B. Erfolgsdenken im Kinderfußball) auch diskutiert werden, im Gespräch sind. Und die Abschaffung der Tabellen ist einfach ein super Mittel zum Zweck!

  • TRPietro und Trainerlegende,mußte jetzt wieder herzhaft lachen,wie Ihr mein Statment angenommen habt. :thumbup:
    Lächerlich,ein Schweizer der uns Fußball erklärt :D und eine Legende,na welche denn überhaupt :?:
    Ich hau mich jetzt aber ins Bett,meine Jungs spielen morgen in Crossen,da gehts bei mir um 6.30 Uhr raus. :rolleyes:
    Versteht,Praxis und so.Ihr könnt ja in der Zeit bisl Fussballmanager spielen ;) Soll da Programme im Internet geben,da erreichen selbst Blindgänger was :rolleyes: Sonntag bisl Familientag,aber Montag werde ich mich Euern sachlichen Beiträgen gewiss widmen :thumbup:
    Ja und Aue hat gewonnen :P

  • manne


    Ja... genau Du könntest von der schweizer Fussball - Philosophie, die vom DFB fast vorbildlich nachgemacht wird, vieles lernen.


    Möchte zu deimen Tread zurückkommen, da dies ja eher mein Schreiben provoziert hast. Hast Du Dich schon mal gefragt, warum die Leute hier deine Treads nicht mal annähernd kritisieren? Warum antworten die nicht? Warum erhälst Du nur solche lästige ironische Bemerkungen, wie solche von mir?
    Ganz einfach; Mittlerweilen haben wir doch verstanden wie VIEL AHNUNG Du ja von Fussball hast. Was muss man da nur sagen?
    Ich persönlich schreibe lieber mal so ein Schwachsinn rein wie vorher... da kann man wenigstens etwas lachen.


    Meine Mitteilung an Neulingen zu deinen Treads; Nicht lesen, Ueberschauen, Durchblättern... und falls doch gelesen, dann einfach das Gegenteil anwenden!


    Abgesehen davon, währe es wirklich toll, wenn Du mit deiner ständigen Anfickerei insbesondere zum Thema "Treffen" was mich mächtig auf die Palme gebracht hat (Uwe weiss auch wieso), einfach aufhören würdest. Denk einfach, dass für diese Treffs etwas organisiert wurde und sich Niemand (inkl. Leute mit grosse Klappe) angemeldet hat!


    ... und tschüss!

  • zeit meines Fussballlebens stellte die Elternschaft das zentrale Problem im Kifu dar.


    ich selbst hatte als ganz junger Jugendtrainer deshalb aufgehört.


    gestern abend eine Begegnung gehabt, die mich doch sehr nachdenklich stimmte.


    einen mir bekannten JUugendtrainer, der wegen der Elternschaft vor 3 Jahren das Handtuch geworfen hatte, bei einem Spiel als Trainer gesehen.


    in etwa ergab sich folgender Dalog:


    ich: ich dachte, du wolltest nichts mehr machen.


    er: du weisst ja, irgendwie ist man ja bekloppt, aber es macht jetzt spass.


    ich: wie keine Probleme mehr mit Eltern, wie das?


    er: unbedeutend, ich habe diesmal den Eltern ganz klar gesagt, wo und wie es langgeht. dass ich kein Einmischen, kein Gejohle als Zuschauer mehr dulde.
    wem das nicht passt, soll sein Kind abmelden. und ich hab noch eins draufgesetzt, ich hab angekündigt, wer sich nicht dran hält, werde ich halt das Kind auswechseln


    ich: na ja , ein bischen hart.


    er: hat geklappt, keiner hat sich abgemeldet, ich wurde natürlich von einem Hardliner-Vater ausgetestet, und ich hab den Jungen sofort ausgewechselt.


    ich: na ja, das Kind kann ja nichts für das Verhalten seines Vaters.


    er: ich hab natürlich mit dem jungen gesprochen, er fand das aber sogar in Ordnung, und meinte ihm wäre das eh immer peinlich (Verhalten seines Vaters)
    und er habe sich schon überlegt deswegen aufzuhören:
    das habe ich seinem Vater mal bei einem Bierchen gestochen, der war darauf sehr nachdenklich geworden und seitdem ist er derjenige, der draussen die Elternschaft
    zur Raison ruft, wenn sie laut werden.
    klar wird immer noch hier und da gemosert, und unter der Elternschaft Entscheidungen diskutiert, aber das hält sich in einem ordentlichen Rahmen.
    Mir macht es zur Zeit richt Spass Trainer zu sein. Hätte ich nur beim ersten Mal so gehandelt, aber man muss wohl zuerst seine Erfahrungen sammeln.




    mir ging den ganzen Abend nicht aus dem Kopf: sind nicht doch wir Trainer entscheidend, was sich auf und neben dem Platz abspielt? sollten wir zuerst die
    Elternschaft erziehen, um dann in Ruhe arbeiten zu können. Ist dieses knallharte Vorgehen nicht letztendlich zum Vorteil der Jungs?


    Günter

  • zeit meines Fussballlebens stellte die Elternschaft das zentrale Problem im Kifu dar.


    ich selbst hatte als ganz junger Jugendtrainer deshalb aufgehört.


    gestern abend eine Begegnung gehabt, die mich doch sehr nachdenklich stimmte.


    einen mir bekannten JUugendtrainer, der wegen der Elternschaft vor 3 Jahren das Handtuch geworfen hatte, bei einem Spiel als Trainer gesehen.


    in etwa ergab sich folgender Dalog:


    ich: ich dachte, du wolltest nichts mehr machen.


    er: du weisst ja, irgendwie ist man ja bekloppt, aber es macht jetzt spass.


    ich: wie keine Probleme mehr mit Eltern, wie das?


    er: unbedeutend, ich habe diesmal den Eltern ganz klar gesagt, wo und wie es langgeht. dass ich kein Einmischen, kein Gejohle als Zuschauer mehr dulde.
    wem das nicht passt, soll sein Kind abmelden. und ich hab noch eins draufgesetzt, ich hab angekündigt, wer sich nicht dran hält, werde ich halt das Kind auswechseln


    ich: na ja , ein bischen hart.


    er: hat geklappt, keiner hat sich abgemeldet, ich wurde natürlich von einem Hardliner-Vater ausgetestet, und ich hab den Jungen sofort ausgewechselt.


    ich: na ja, das Kind kann ja nichts für das Verhalten seines Vaters.


    er: ich hab natürlich mit dem jungen gesprochen, er fand das aber sogar in Ordnung, und meinte ihm wäre das eh immer peinlich (Verhalten seines Vaters)
    und er habe sich schon überlegt deswegen aufzuhören:
    das habe ich seinem Vater mal bei einem Bierchen gestochen, der war darauf sehr nachdenklich geworden und seitdem ist er derjenige, der draussen die Elternschaft
    zur Raison ruft, wenn sie laut werden.
    klar wird immer noch hier und da gemosert, und unter der Elternschaft Entscheidungen diskutiert, aber das hält sich in einem ordentlichen Rahmen.
    Mir macht es zur Zeit richt Spass Trainer zu sein. Hätte ich nur beim ersten Mal so gehandelt, aber man muss wohl zuerst seine Erfahrungen sammeln.




    mir ging den ganzen Abend nicht aus dem Kopf: sind nicht doch wir Trainer entscheidend, was sich auf und neben dem Platz abspielt? sollten wir zuerst die
    Elternschaft erziehen, um dann in Ruhe arbeiten zu können. Ist dieses knallharte Vorgehen nicht letztendlich zum Vorteil der Jungs?


    Günter

  • nochwas zu alte Zeiten,


    Manne, du hast recht, früher war vieles besser,


    meine ersten Fussballschuhe hatten noch Stahlkappen (!), gäbs die heute noch, wäre ich auch noch mit 60 ein wahrer "Spitzen"fussballer, mit nem richtigen Bums.
    der erste Ball war noch geschnürt (!) je nachdem wie du den getroffen hast, wusste kein Tormann, welche Flugrichtung der Ball nahm.
    Schade, ich würde heute wohl in der Ü60 doch ein paar Tore mehr schiessen.


    tja, die guten alten Zeiten, leider vorbei


    Günter

  • Ich bin ein 70er-Jahre Kind und kann einiges (nicht alles) aus Manne´s Link bestätigen. Aber wir leben jetzt in 2010 und die Zeiten haben sich geändert, ob man will oder nicht. Es bringt nichts, sich an der Vergangenheit festzuklammern, frei nach dem Motto, die Erde ist eine Scheibe und damit basta.


    Insbesondere der Kinderfussball wird mittlerweile anders bewertet, und das ist auch gut so. Wer sich hier an der Vergangenheit "festkrallt" hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt und ist meiner Meinung nach nur bedingt für den KIFU geeignet. Und wer heute immer noch meint, Kleinfeldfussball sei Mist, der lebt wirklich in einer anderen Welt fernab jeder Realität. Die Dummen sterben nie aus.




    Ich habe selbst in Jugendauswahlteams gespielt. Als es darum ging, eine Kindermannschaft zu trainieren, habe ich mich intensiv mit dem Thema Kinderfussball beschäftigt. Da kam alles auf den Prüfstand. Und dabei musste ich feststellen, das zu meiner Zeit leider vieles falsch gemacht wurde. Ich habe in der E-Jugend auf Großfeld gespielt, Koordination kannte niemand und Lightbälle ?.......da schüttelt sogar heute manch unwissender noch mit dem Kopf. Da hätte ich mir so manche Knie-OP ersparen können. Und die Beidfüssigkeit habe ich mir selbst ab der D-Jugend beigebracht (leider war es da schon zu spät). Man, was hätte aus mir ein guter Fussballer werden können :rolleyes:




    Für mich ist es zu spät, aber die mir anvertrauten Kinder haben das Recht, modern ausgebildet zu werden. Das ist meine Motivation. Die Vergangenheit ist dabei ein schlechter Ratgeber.

  • @ steini
    Du behauptest jetzt allen Ernstes, dass ich als D-Jugendtrainer eine Fehlbesetzung war/bin? Puhh das ist harter Tobak.


    Andre google mal nach "Dissertation drop out fußball" dort findest Du ganz viele Abhandlungen. Leider kann man anhand der Überschriften nicht erkennen, welches die Richtige ist. Wer also sehr viel Zeit hat, kann uns ja mal den richtigen Link posten.


    zu Manne
    Manchmal ist es besser neue Erkenntnisse einfach zu ignorieren oder zu verschlafen.
    Er hat die Dehnwahn-Welle Mitte der 80er bis Ende der 90er bestimmt auch nicht mitgemacht. Dadurch hat er wohl intuitiv das Richtige gemacht.
    Nicht alles was modern ist ist auch gut.
    Wir brauchen in unserer Gesellschaft immer mal wieder die Bremser (Bedenkenträger), die aufpassen das die Lokomotiven (Vordenker)
    nicht entgleisen. Manne ist halt eher der Bedenkenträger. Er muss nur aufpassen er den Zug auf Freier Strecke nicht zum Stehen bringt. Zurzeit habe ich das Gefühl, dass Manne seine Bremsen aus glüht. Er geht nicht mehr von der Bremse obwohl der Zug gerade volle Fahrt aufnimmt und die Strecke frei von Gefahren und Haltestellen ist.


    manne
    Was ich persönlich ganz sch........ade finde: "Manne wenn Dir die Sachargumente ausgehen, musst Du nicht auf der persönlichen Schiene abfahren."

    Ein Kind trainieren heißt nicht, eine Vase zu füllen, das heißt, ein Feuer anzuzünden

  • Für mich ist es zu spät, aber die mir anvertrauten Kinder haben das Recht, modern ausgebildet zu werden. Das ist meine Motivation. Die Vergangenheit ist dabei ein schlechter Ratgeber


    Widerspruch!!


    die Vergangenheit ist der beste Ratgeber den es gibt.


    nur wenn man erkennt was in der Vergangeheit falsch gelaufen (aber auch gut) kann man für die Zukunft anders machen.


    Günter

  • Korrekt......da habe ich mich falsch ausgedrückt

  • @ steini
    Du behauptest jetzt allen Ernstes, dass ich als D-Jugendtrainer eine Fehlbesetzung war/bin? Puhh das ist harter Tobak.


    Nein. Das ist dann falsch rüber gekommen. Ich habe es am Ende mit einem Augenzwinkern versehen, weil ich generell der Ansicht bin, dass man sich nicht vom Tabellenstand leiten/lenken lassen soll/darf. Entweder ich habe klare Zielsetzungen wo die Mannschaft am Ende der Saison der Saison fussballerisch steht bzw. stehen soll oder nicht. Tabellen haben doch oft (nicht immer) einen begrenzten Aussagewert. Wie oft hat man Spiele, wo die Jungs noch drei Stunden spielen könnten, die Bude aber wie vernagelt ist. Einmal entdeckt für ca. 1 Minute auch der Gegner das zwei Tore auf dem Platz stehen, schon steht es 0:1. Beim nächsten Spiel ist es absolut ausgeglichen und das "entscheidene" Gegentor fällt in der letzten Sekunde. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Man schaut auf die Tabelle und sieht, dass man zwei, drei oder was weiß ich wieviel Plätze abgerutscht ist und meint nun "Da muss sich dringend was ändern". Oder man schaut sich nur die beiden Spiele an und erkennt: Im ersten Spiel haben sie gut gespielt, nur das Tor haben sie nicht getroffen. Beim zweiten Spiel haben sie auch gut gespielt, nur der ebenbürtige Gegner war cleverer o. glücklicher. Die Trainingsinhalte jedoch wurden umgesetzt. Dann ist für mich alles im Lot. Ich mache allerdings auch keinen Hehl daraus das ich mich sehr darüber freue, wenn sie am Ende der Saison ganz oben stehen. Ich weiß, irgendwie ein Widerspruch. Aber man ist eben Fußballer durch und durch und da gehören eben auch Tabellen dazu. Deswegen kann ich auch Manne gut verstehen. In meiner Jugendzeit gab es auch Tabellen und ich kann mich gut daran erinnern, wie wir uns über einen "Meister"titel gefreut und diesen gefeiert haben. Und ich glaube auch, dass mich mein damaliger (sehr guter) Trainer sehr dahingehend beeinflusst hat, wie ich heute selber trainiere. Nicht so sehr von der Methodik sondern von der Einstellung her. Fußball spielte sich nach seiner (und daher wohl jetzt auch meiner) Meinung nach zu 90% im Kopf ab. Wenn ich mich nicht auf das Training oder Spiel konzentriere, dann spiel ich auch dementsprechend (schlecht). Er hatte damals Recht und es hat auch noch heute Bestand. Deswegen erwarte ich auch, dass sich die Jungs beim Training konzentrieren. Wenn einer Faxen macht und die anderen dabei in der Konzentration stört, macht er 5 Minuten Pause. Und wer sagt, das sie trotz (oder wegen?) dieser klaren Vorgaben keinen Spaß haben?


    Ich kann aber auch Uwe,Andre usw. verstehen. Es geht ja weniger um Tabellen oder nicht, sondern um die Absicht, zum Nachdenken zu bewegen.


    Bin bei diesem Thema aber weder "Fisch noch Fleisch". Vielleicht hat mich am Ende eine Seite überzeugt ;)

  • Nicht so sehr von der Methodik sondern von der Einstellung her. Fußball spielte sich nach seiner (und daher wohl jetzt auch meiner) Meinung nach zu 90% im Kopf ab


    dies ist auch eindeutig meine Meinung, und ich hatte es als Trainer immer vorrangig gesehen, dies gerade im Kifu zu vermitteln.


    und das hat nichts, aber auch gar nichts mit Leistungsdruck oder Tabellenstand zu tun.


    und meine ganz persönliche Meinung: wer das nicht versucht zu vermitteln, sollte Freizeitbetreuer werden.


    Günter

    • Offizieller Beitrag

    Lächerlich,ein Schweizer der uns Fußball erklärt :D

    Oh, vorsichtig, kennst du die riesigen Erfolge in der Jugendarbeit der Schweiz? Die stellen mit ihren paar Fußballern (wahrscheinlich etwas mehr Fußballer als in Aue :)), Weltklasse Mannschaften auf. Beleidige mir die Schweizer nicht, die haben wahrscheinlich das beste Ausbildungssystem der Welt, auch wenn das Viele hier nicht gerne hören.