Auswahltraining

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  • Bei uns im FVR ist es ähnlich wie andere es beschrieben haben.Man kann bis zu drei kinder melden eines Jahrgangs (dieses Jahr die 99er ). Die stärke des Kaders wurde aber vom DFB Reduziert auf 15 Spieler reduziert.Training des Kaders ist einmal in der Woche (zweimal nicht Entschuldigt gefehlt wars das schon ).


    Was mich bei der Sache ein bisschen stört ist das wir immer noch von kindern sprechen.Und wenn man dann den Umgang mit den Kindern sieht.Denkt man sich seinen Teil. Die Trainer waren ganz OK aber der Stützpunktleiter hat bei uns kein Fingerspitzengefühl und ist für den Umgang mit Kindern ungeeignet.
    Auch die Sonderbehandlung einiger größerer Vereine bei uns im Kreis fiel dieses Jahr auf .Da kamen dann fünf oder sechs Spieler eines Vereins. Und es hagelte Beschwerden richtung FVR.Hier gab es einen offenen Brief einiger Trainer.


    Einer meiner 99er hat es geschafft und gehört zum Kader. Ich freue mich natürlich für ihn aber ich warte auch mal ab ob er an dem Leistungsdruck so viel Freude hat.Er ist gerade aufs Gymnasium gewechselt und man muss mal Sehn was die Zeit bringt.


    LG.Mike

  • ja klar Steini nur her mit Meinungen daher ja auch der Thread. Wer weiss viell. gibts ja auch keine Probleme und das löst sich in Luft auf nur wenn Mutter beim 1. Training total abgehetzt ankommt, nicht mal guten Tag sagen kann und als erster Satz gleich das bringt und nachdem das gesagt ist wieder geht und in dre E-, F- Jugend es damals auch schoon gewisse Probleme in dieser Richtung gab, ist es wahrsch. das sich da was zusammen brauen könnte und dann sollte man gewappnet sein von daher kann ich mich hier gar nicht satt lesen weiter so.



    Aber wie schon gesagt würde nie schon dem Jungen wegen was schlechtes machen nur der Sinn erschliesst sich für mich nicht weil 1x Verein - 1x Auswahl ist net mehr als wie einer normal im Verein trainiert und ist für mich keine zusätzliche Förderung und das dann solche Leute wo im Endeffekt kein Interesse an einer zusätzlichen Förderung haben gefördert werden 12 weitere mind. gleichstarke Kinder aber beim Stützpunkt auf der Strecke bleiben und nicht gefördert werden können obwohl die das unbedingt wollen das ist NICHT in Ordnung für mich!!!!!

  • NF, bin voll auf deiner Linie,


    man kann sich nicht nur die Rosinen rauspicken.


    aber jeder sieht das anders.


    Beisoiel bei unserem Stützpunkt:


    C-Jugendjahrgang


    2 Vereine spielen in der Landesliga, beide trainieren 3 mal die Woche,


    der eine Verein schickt keinen Spieler mehr zum Stützpunkt, der zweite Verein aber 4 Spieler, obwohl am gleichen Tag Vereinstraining ist.


    Günter

  • Zunächst einmal finde ich es O.K., wenn man das Interesse des Kindes von der einer exzentrischen Mutter trennt. So, wie du sie näher beschreibst, würde die glatt zu einer Kundin, die sich an der Supermarktkasse an ihr vorgedrängelt hat sagen: "Mein Mann ist Anwalt. Und wenn Sie nicht sofort wieder zurück auf ihren Platz gehen, wird er Strafanzeige erstatten"!



    Leider ist meine Erfahrung mit solchen Eltern die, dass ihre Kinder, sobald sie nicht mehr im Mittelpunkt stehen, von Verein zu Verein gehetzt werden, weil nicht das Wohl des Kindes, sondern ihr Ego befriedigt werden soll. Nun noch mal zurück zum Fussball.



    Gutes Fussballspielen lernt man nicht durch ein paar mal Training in der Woche. Wenn aus Hobby Leidenschaft und irgendwann Proffession werden soll, dann ist die runde Kugel täglich am Fuss.



    Man beklagt den Wegfall des Strassenfussball in unserem Wohlstandsstaat und versucht nach Alternativen zu suchen. Der Stützpunkt ist mehr als Nichts, aber auch nicht das Optimum, wie Günter schon richtig angemerkt hat.



    Denn je höher die Liga ist, je besser auch die Trainer und Trainingsbedingungen und das Leistungsniveau der Mannschaftskameraden. Die Stützpunkte sollen ja auch die Talente fördern, die (noch) nicht in ein Jugendeistungszentrum eines großen Vereins untergekommen sind.



    Wer es dann bis einschließlich der C-Jugend nicht geschafft hat (z.B. Jens Lehmann, Miroslav Klose und für die "Alteren" Hans-Peter Briegel), die nie einen Stützpunkt gesehen haben, weil die Sichter gerade beim Kaffeetrinken waren, sind selber schuld!



    Oder sie hatten keine hysterische Mutter, die den halben Verein und den Stützpunkt verrückt gemacht hat, dass ihr Kind der tollste Fussballer ist und später, wenn nicht in der Nationalmannschaft, so doch mindestens in der Bundesliga seinen Stammplatz erobern wird.

  • Tolles Thema! Im Übrigen hatte (habe) ich ähnliche Probleme - Trainingsorganisation: Verein vs. DFB-Stützpunkt...


    Wenn ich die Diskussion richtig deute, haben sich zwei "Lager" gebildet: Eines, das den Verein im Vordergrund sieht und das andere sagt - ich übertreibe mal - "Lass die Jungs doch machen....seht das nicht so eng!"


    Ich selber gehöre zur von mir erstgenannten "Fraktion", d.h. ich erwarte regelmäßige Anwesenheit beim Training, ansonsten "Bank". Ich bin da sehr nahe bei PaulBreitner! Einschränkend muss ich aber auch sagen, dass den Stützpunktjungs auch die Möglichkeit gegeben werden soll (muss), das Training dort mindestens 1mal wöchentlich wahrnehmen zu können! Also fände ich es unfair, das eigene Training genau auf die Trainingszeiten des Stützpunktes zu legen und gleichzeitig Anwesenheit beim eigenen Training einzufordern. Bei uns ist es so, dass der Stützpunkt montags und mittwochs trainiert und wir dienstags und donnerstags.


    Mir stehen in meiner C insgesamt 19 Spieler zur Verfügung und ich darf nur vier Spieler einwechseln (ohne permanentes durchwechseln). Ein Vorschlag meinerseits beim hiesigen KFV-Jugendtag, die Wechselbeschränkung bis zur A-Jugend aufzuheben, wurde von 2/3 der Anwesenden "weitsichtig" abgelehnt (nur so am Rande). Mir sind also die Hände gebunden, alle 19 Spiler einzusetzen - und ich graule mich jetzt schon davor, die Jungs nicht spielen zu lassen! Gleichzeitig möchte ich aber auch, dass alle möglichst viel spielen können. Die Entscheidung dafür, die Trainingsanwesenheit beim Verein als Kriterium für einen Spieleinsatz heranzuziehen, war da recht schnell getroffen. Ich bestehe also auf Anwesenheit beim Training, wer fehlt (Ausnahme Stützpunktturnier oder Klassenfahrten) hat am folgenden Wochenende geringere Chancen in der Startformation zu stehen - fertig! Die Jungs sollen sich den Einsatz beim Spiel über die Trainingsbeteiligung "verdienen"....und ich habe ein Argument, den "schwarzen Peter" den Spielern dann zuzuschieben. 8)


    Grund für diese zugegebenermaßen "unkonventionelle" Maßnahme war die mangelnde Trainingsbeteiligung in der letzten Saison (D). Daran hatten auch meine drei "Stützpunktkinder" maßgeblichen Anteil! Für eine Trainingsteilnahme beim DFB wurden Fahrtkosten, Zeit etc. von den Eltern in Kauf genommen und beim Vereinstraining hat man dann immer wieder mal gefehlt...weil ja 2mal beim Stützpunkt trainiert wird. Weil ich stetig durchwechselte kam natürlich jeder zu annähernd gleichen Einsatzzeiten - oder anders: Trainingsnichtteilnahme hatte keine wirklich Konsequenzen, was (auch wegen Spielermangels) dann nach und nach dazu führte, dass ich teils mit 4-5 Leuten beim Training dastand.


    Ich ziehe das in Absprache mit meinen beiden Trainerkollegen (deren beiden Söhne beim Stützpunkt sind) seit Beginn der Saison durch und bin - ehrlich gesagt - froh, wenn ein paar Spieler aus irgendwelchen Gründen verhindert sind. Die Trainingsbeteiligung ist bei geschätzten 90-95% - was will ich mehr?!


    Im Übrigen plädiert der Stützpunkttrainer bei uns - laut Aussage eines Vaters - dafür, dass das Stützpunkttraining dem Verein vorgeht - und das 2mal die Woche! ...und schreien, toben und zusammenscheißen bei "schlechter" Leistung gehören da zum Alltag. Das ist aber wieder ein anderes Thema...


    Fazit: Nur wer sich mit dem nötigen Trainingseinsatz im Verein beteiligt, wird "bevorzugt" spielen! Ganz große Ausnahmen (s.o.) gelten, wozu das Stützpunkttraining nicht gehört. Stützpunkttraining wird zusätzlich zum Vereinstraining angeboten, nicht umgekehrt! Wer besser sein will als der "Durchschnitt", muss eben mehr tun als andere - inklusive aller sonstigen Probleme (Schule, Freizeit etc.)...

  • Hallo Paul,


    ich schildere dir mal drei Fälle. Es würde mich interessieren, wie du jeweils entscheidest. Es handelt sich jeweils um Fälle aus der Realität unseres Vereins.


    Fall 1:
    Du bist Trainer einer A-Jugend. Einer deiner Spieler engagiert sich als Trainer in der F-Jugend. Er kann ein Training der A-Jugend nicht wahrnehmen, weil es Überschneidungen mit dem F-Jugend-Training gibt.


    Fall 2:
    Du bist Trainer einer B-Jugend. Einer deiner Spieler engagiert sich als Schiedsrichter. Er kann ein Training nicht wahrnehmen, weil er ein Spiel zu leiten hat.


    Fall 3:
    Du bist Trainer einer B-Jugend. In der Vorbereitung gibt es vier Termine pro Woche. Ein Spieler teilt dir mit, dass er nur drei Termine wahrnehmen möchte, weil seine Freizeit auch Musikinstrument und Religionsgruppe mit einschließt und er schulisch auch einiges lernt.


    Wie würdest du jeweils reagieren?


  • Wie würdest du jeweils reagieren?


    In allen 3 Fällen würde ich das entschuldigte Fehlen als solches eintragen und wie gehabt nach Trainingsteilnahme und Leistung aufstellen.


    Wenn die jeweils zu oft fehlen - z.B. 50% wie Kind 2 - spielen sie nicht. Fertig.


    Ich sag's Dir noch mal deutlich: Mich interessiert das nicht. Wenn Du noch 70 Beispiele bringst: Die Antwort ist immer die Gleiche.

  • Da fände ich es interessant, wie du geschätzter Paul....handelst, wenn 80 Prozent deiner Spieler so verfahren und dir damit den Stinkefinger zeigen, ...vor allem auf dem Lande mit nur einer Jugendmannschaft pro Altersgruppe. Das machst du nicht lange mit deiner starren Haltung.

  • Papperlapap 80% ...


    Ich bin auf'm land in nem Dorfverein und wir haben nur eine Jugendmannschaft pro Altersklasse (ausser F - da sind's 2) und bisher hat sich noch keiner beschwert - ausser die genannten Eislaufeltern vielleicht. Erstens ist aber jeder froh, wenn die wieder abziehen und zweitens bellen die meist nur und beissen nicht.


    Meine Jungs haben auch Musikunterricht. Beide in unterschiedlichen Gruppen. Bei beiden geht's. Ihr werdets nicht glauben: Mit den Musiklehrern in der Musikschule kann man reden. Es ist halt alles so organisiert, dass es geht. Man muss das halt VORHER machen und nicht hinterher - nach eigenem organisatorischen Versagen - rumjammern.


    Und wenn ein A/B-Jugendlicher ne F trainiert, dann muss man sich schon - sorry Willi - im Verein schon gar nicht abstimmen, wenn die beiden Trainigns zusammen fallen. Das ist doch lächerlich.

  • wer viel spielen will muss auch trainingszeit investieren . wer halt unbedingt noch viele andere hobbys betreiben will/muss , für den ist das hobby fussball halt nicht so wichtig wie für andere , deshalb bekommt er halt auch weniger einsatzzeit . das sollte für denjenigen ja dann nicht so schlimm sein :P . wie will man das denn sonst vor den kindern rechtfertigen die immer da sind ? für das klima in der mannschaft wäre das bestimmt sehr förderlich ...


    wer etwas haben will , sprich so oft wie möglich spielen , der muss auch etwas dafür tun . regelmässige trainingsbeteiligung , ordentliches verhalten gegenüber den mitspielern , sich mühe geben im training (schlecht drauf sein kann jeder mal) , ...


    mfg

  • durch viele Themen hier geht es immer wieder darum, wie geh ich mit den jüngeren Jahrgängen als Trainer um, was erwartet der Trainer von seinen Spielern.
    Anforderungen an die Jungs, einsatzzeiten us.


    es gibt da die kontroversen Hardliner wie Paul und Andre, und viele, die dazwischen liegen.


    deshalb werde ichmal ein konkretes Beispiel aufzeigen, wie es gehen kann, natürlich nicht repräsentativ.


    Vorraussetzung: Dorfverein, 18 Jungs eines Jahrganges (1997) im Kindergarten.



    im Alter von 4 Jahren mit dem Kindergarten zusammen eine Ballsportspielstunde abgehalten
    nach 2 Monaten Spielstunde aus dem Kindergarten herausgelagert, 1 mal die Woche Samstag morgens), wer da war, war da, 15 Kinder kamen (14 Jungs u. 1 Mädchen)


    mit 5 Jahren einige wenige Bambini-Turniere mitgemacht


    mit 6 feste Bambinimannschaft, mit vielen Turnieren, zu denen ich immer maximal 10 Spieler mitgenommen habe, am Jahresende hatten alle gleiche Spielzeit,
    wer nicht abgemeldet nicht zum Turnier erschien, bekam beim nächsten Turnier ohne grosse Worte keine Berücksichtigung.


    mit 7 in die F-Jugend noch alle Kinder waren dabei.


    ab jeztzt gab es klare Regeln: Eltern halten sich aus allem sportlichem raus, auch auf dem Platz während des spiels, Kinder, die nicht ins Training kommen können
    sind abzumelden. diesen Anspruch wie ein Pastor 1 Jahr lang immer wieder wiederholt, jedoch noch ohne Konsequenzen für die Spieler.
    immer nur 11 Spieler im Wechsel zum Spiel mitgenommen (wer da ist, muss mindestens 1/2 Stunde spielen, immer wieder mal auch ein ganzes Spiel)
    am Jahresende gleiche Einsatzzeit), viel Wert auf Pünktlichkeit gelegt.


    zum Saisonende haben sich 3 Jungs vom Fussball verabschiedet, was schon lange vorhersehbar war, weil die mit Sport nichts am Hut hatten,
    2 kamen neu dazu. (diese trainierten zuerst 3Monate bis zum 1. Spiel)


    2. F-jugendjahr, 2 mal Training, Regeln verschärft, Abmelden wurde zur Pflicht (Glücksfall: 1 Kind meldete sich daheim zum Training ab, war aber nicht
    im Training sondern sonstwo, Sicherheitsbedürfnis der Eltern war geweckt)
    wer Freitags unabgemeldet nicht im Training war, spielte Samstags nicht (musste ja davon ausgehen, dass er krank war), wobei jedoch bei mir das nachträgliche Abmelden auch zählte. Kinder die auffällig weniger im Training waren, bekamen auch mal weniger Einsatzzeiten , hatte sich aber bis zum Saisonende ausgegichen.
    ab 2. F-Jugend Jahr wurde von mir Spiel- und Trainingsleistungsbereitschaft (bitte nicht verwechseln mit Leistungseinforderung) gefördert.
    da wir mit 3 Trainern auf dem Platz waren, wurde ca 20 Minuten in Gruppen nach Leistungsvermögen eingeteilt, um gezielter mit den Schwächeren , deren
    Schwachpunkte zu trainieren. sehr viel auf Technik und Spiel gelegt.


    1. E-Jugendjahr
    ab jetzt wurden nicht mehr die Eltern, sondern die Kinder Ansprechpartner. in der Regel klärte ich jetzt alles mit den kindern ab.
    Intensivierung des Trainingsverhaltens (z. 5 Minuten vor Trainingsbeginn, ist jeder auf dem Platz, keine rumgebolze bis Trainingsbeginn, sondern
    eigenständige sinnvolle Beschäftigung (Ball jonglieren)
    Nichtabmelden hatte Konsequenzen, Stören des Trainings ebenso (Einzelbeschäftigung)
    Abmeldungen mussten qualitativ begründet sein. viel Gruppentraining, auch einzeltraining, um die Jungs individuell zu fördern.
    Abmeldungen aus banalen Gründen: müssen einkaufen gehen, Oma (wohnt im Dorf, hat Geburtstag), wurden nicht mehr so ohne weiteres akzeptiert.
    Beispiel: ein Junge kam oft zu spät oder meldete sich öfters zum Training wegen Hausaufgaben ab. da ich diese aber immer kannte.
    Gespräch geführt. er fing erst immer 30 Minuten vor Trainingsbeginn damit an. Elterngespräch. dann Entscheidung, dass ich diese Ausred
    grundsätzlich nicht mehr akzeptiere. anschliessend war das Problem ausder Welt.


    Folge: Eltern kamen von sich aus auf mich zu, wenn z.B Kindergeburtstag anstand , um Termine abzuklären.


    30 Minuten vor Trainingsbeginn wusste ich definitiv wieviel Kinder im Training sind.


    2. E-jugendjahr


    1 Spieler verloren wg. Umzug, Mädchen wechselte (leider in die Mädchenmannschaft)
    Förderung des Leistungswillens, Trainingsdisziplin, Förderung des Verhaltens vor und nach dem Spiel
    Jungs haben inzwischen obige Regeln zu ihren eigenen gemacht, rregulierten sich selbst.



    ab D-Jugend ergab sich folgende Situation:
    mit 12 Jungs in die D-9er Saison
    Trainingsliste führen wurde überflüssig, da alle Spieler grundsätzlich immer da waren.
    Trainingsinhalte wurde auch schon mal mit den jungs abgestimmt, bestimmte Trainingseinheiten auch schon mals von ihnen selbst durchgeführt.
    Pünktlichkeit war kein Thema mehr, 10 Minuten vor dem eigendlichen Trainingsbeginn standen alle Jungs auf dem Platz, beschäftigten sich mit dem Ball und
    machten sich selbständig warm.
    von Trainerseite konnte alles viel lockerer angegangen werden, da oben geschildertes zur Selbstverständlichkeit geworden war.
    Als Trainer konnte man sich voll auf Trainingsinhalte konzentrieren.
    Eltern halten sich total draussen, suchen lediglich (auch von mir ausgehend) das Gespräch mit dem Trainer, aber nie vor oder nach dem Spiel.
    30 Minuten vor und nach dem Spiel waren tabu für Eltern.
    trotz geringer Spielerzahl nie Personalprobleme, private Termine wurde verschoben.


    Nicht in jedem Spiel bekammen alle Spieler, die gleichen Einsatzzeiten, habe doch darauf geachtet, dass im Laufe der Saison alle spiele gleichlang auf dem Platz waren.
    wurde von den jungs voll akzeptiert.
    Spieler haben in jedem Spiel einen Siegeswillen entwickelt, hatten mit Niederlagen aber keine Probleme (ausser sich selbst geärgert), Schiedrichterleistung
    wurden immer akzeptiert. trotz gesunder Härte gab es in 2 Jahren keine einzige gelbe karte.


    Selbstverständlich gab es immer wieder Probleme, die wir gemeinsam angesprochne und gelöst haben. AB D-Jugend
    habeich den Jungs das Gefühl gegeben mitentscheiden zu dürfen.


    Erfoge: Vizekreismeister bei der E-Jugend, als Dorfverein in der D-jugend in die Leistungsgruppe gekommen sind für mich ein Nebenprodukt.


    Erfolg ist für mich, dass in den 8 Jahren kein einziger wegen der Vorgehensweise von mir dem Fussball aufgehört hat.
    dass alle 12 in die C-Jugend gewechselt sind, dort weitermachen, und dort mit ihrer Einstellung die Richtung für den älteren Jahrgang vorgeben.
    der jetztige Trainer hat sich auf diese Jungs schon gefreut, die vergleichsweise auch von ihrer technischen Ausbildung auf einem guten Stand sind.
    .
    Nebeneffekt: noch heute sind fast alle Eltern beim Spiel Zuschauer.


    klar war es für mich vielleicht einfacher, dass ich im Dorf alle Spieler auch privat gut kenne, ihre Probleme (z.B. Schule) kannte, viele gingen bei mir im Haus ein und aus.
    aber es war auch schwierig die sportliche Distanz zu den Eltern, die ich ja ebenfalls privat kenne, herzustellen. das war schon oft ein gefährlicher Seilakt.
    ich hatte auch einen Betreuer und einen Co-Trainer (hab ich mir sorgfältig ausgesucht) die mitgezogen haben, und mir auch mal den Rücken freigehalten haben.



    bis jetzt ist meine Konzeption, die ich aufgrund von 40 Jahren Fussballerfahrung aufgestellt hatte, aufgegangen. bin mal gespannt wieviele es
    bis in den aktiven Bereich schaffen, denn das ist schliesslich die Aufgabe des Trainers, nicht Jugendarbeit zum Selbstzweck,Trainerego zufriedenstellen, sondern hierfür
    Fussballe heranzuziehen.


    das war mal eine Erfahrung dargestellt, im Gegensatz zu vielem theoretischen Papier.


    Günter


  • Ich denke, eine weitere Diskussion bringt nicht mehr viel.
    Einen Jugendtrainer wie dich würde sorry, für die harten Worte, ich in meinem Verein spätestens nach einer Saison entfernen. Wer Mannschaftswohl über Vereinswohl stellt, mit dem möchte ich nicht zusammenarbeiten.

  • Ich denke, eine weitere Diskussion bringt nicht mehr viel.
    Einen Jugendtrainer wie dich würde sorry, für die harten Worte, ich in meinem Verein spätestens nach einer Saison entfernen. Wer Mannschaftswohl über Vereinswohl stellt, mit dem möchte ich nicht zusammenarbeiten.


    Ganz schwacher Konter! Organsiert Euch g'scheit, dann stellen sich die Probleme erst gar nicht.

  • Du bist Trainer einer A-Jugend. Einer deiner Spieler engagiert sich als Trainer in der F-Jugend. Er kann ein Training der A-Jugend nicht wahrnehmen, weil es Überschneidungen mit dem F-Jugend-Training gibt.

    .


    wenn schon Beispiele, doch dann die, die eine Grundlage haben.


    noch nirgendwo mitbekommen, dass AJugend zur gleichen Uhrzeit wie die F-Jugend trainiert, für die einen zu früh, für die anderen zu spät.
    am gleichen Tag ja, aber dann kann der Spieler doch nach dem f-Jugendtraining locker trainieren


    wo ein Wille, da ein Weg. na ja fehlt dann wohl doch am Wollen, dann hätte Paul recht.


    Günter

  • @Günther 26.08.10 um 10:02:
    Grandioses Beispiel. Vor allem was die Rahmenbedingungen angeht und wie sie den Eltern und den Kindern vermittelt werden. Das werden zwar viele wieder als zu harte Linie empfinden was man nicht durchführen könne, weil die Familien auch etwas anderes vorhaben und da müsse man ja auch Rücksicht nehmen. Ich bin komplett deiner Meinung. Die Regeln müssen genau so sein. Wer einen Mannschaftssport betreiben will muss sich bei bestimmten Dingen in eine Gruppe einordnen. Wenn er das nicht will soll er es bleiben lassen. Gerade bei den kleinen sind das Problem ja meistens die Eltern und nicht die Kinder. In einem anderen Thread schreibt ein Trainer, dass er für seine E1 und E2 je 20 Kinder hat und er an einem Wochenende in seiner E1 nur 8 Kinder zu einem Spiel zur Verfügung hat, weil Geburtstage bei der Tante und solche Dinge anstehen. Das passiert genau wenn man diese Dinge akzeptiert. Eine Mannschaft kann nur erfolgreich sein, wenn alle regelmäßig trainieren und zu den Spielen da sind. Das hat jeder Spieler für sein Training und Spiel einfach zu organisieren. Tut er es nicht, bestraft er ja nicht dich als Trainer, sondern in erster Linie seine Mannschaftskammeraden. Und wenn sich ein A-Jugendlicher in der F-Jugend engagiert, was ja sehr zu begrüßen ist, dann muss das vereinsintern eben organisiert werden, das sich das Training eben nicht überschneidet. Das kann ja nicht wirklich das Problem sein.



  • Lässt sich nicht immer vermeiden. Beispiel Hallenzeit F-Jugend, A-Jugend trainiert noch im Feld.

  • Ganz schwacher Konter! Organsiert Euch g'scheit, dann stellen sich die Probleme erst gar nicht.


    Mindestens ein weiteres Mitglied dieses Forums kann bezeugen, dass der Organisationsgrad unseres Vereins recht hoch ist. Ist aber auch egal, denn das ist nicht das Thema...


    Nochmals, weil du mich vielleicht falsch verstehst: Geburtstage der Oma, Heirat der Tante oder Arztbesuche sind für mich kein Grund, nicht zum Training oder Spiel zu erscheinen. Das gibt jedes Jahr erstmal nen Kampf mit einigen Spielern, die meisten kapieren es dann irgendwann.


    Die Sachlage ist für mich aber anders, wenn das Fehlen des Spielers mit dem Gesamtwohl des Vereins zusammenhängt. Da muss man eben als Trainer auch mal die Zähne zusammenbeißen und nicht nur die ureigensten Interessen verfolgen. Da sind wir dann aber wieder beim Thema schwarz/weiß und Grauschattierungen.


    Für die Zukunft noch viel Spaß beim Verfassen von Postings wie "schwacher Konter" oder "Papperlapapp". Ich hab auf diesen Diskussionsstil keinen Bock mehr. Du bist zu sehr auf Krawall gebürstet.

  • Hallo Willi,


    klar sollte das Pfeiffen gehen während einer Trainingseinheit auch als solche zählen.


    das sind aber Einzelfälle


    ich sehe das hier als eine grundsätzliche Diskussion



    grass formuliert


    auf der einen Seite: die Befürworter, die das einzelne Kind im Vordergrund sehen, kaum Ansprüche und Forderungen an diese stellen, Leistung aussen vorstellen,
    den Bedürfnissen des einzelnen Kindes gerecht werden. die Vereine und Trainer was anbieten, was man dann nutzen kann wie es einem passt.



    auf der anderen Seite. klar strukturiertes Mannschaftsgebilde mit klaren Regeln und Verhaltensanforderungen, an die sich alle halten sollten, und nicht nur einige,
    wem das nicht passt, hat immer noch die Möglichkeit wegzubleiben. nur so kriegen wir aus Jugendlichen später vernünftige Aktive für den Verein.



    dass man das nicht immer korrekt trennen kann, und dass man nicht alles über einen Kamm scheren soll, auch mal fünf gerade sein lassen muss, ist wohl normal.


    ich selbst hatte beide Stile in der Vergangenheit durchgezogen.


    langfristiges Ergebnis: bei klaren Anforderungen im unteren Jugendbereich erreichten mehr als die doppelte Anzahl von Spielern den Aktivenbereich, als in dem von mir so genannten Larifaristil. und darum geht es doch letztendlich im fussball, und ist für die kleineren Vereine lebenswichtig. gibt es keine aktivenmannschaft, gibt es auch keine jugendabteilung mehr. Will ich Jugendarbeit der Jugendarbeit wegen machen, dann werde ich Freizeitbetreuer und kein Fussballtrainer.


    Günter

  • Zitat Günter:



    Zitat

    dass man das nicht immer korrekt trennen kann, und dass man nicht alles über einen Kamm scheren soll, auch mal fünf gerade sein lassen muss, ist wohl normal


    Darum geht es doch, Günter! Das man zwar Regeln und Grundsätze hat, aber es auch manchmal gewisse Ausnahmen bzw. Kompromisse zulassen kann oder muß.


    Im aktuellen Fall kennt nur der zuständige Trainer den Spieler mit seinen Eltern und die Hintergründe. Ich selbst weiß, dass in unserem Umfeld die Stützpunkte eine sehr gute Arbeit abliefern und den Vereinen auch keine Konkurrenz machen. Deshalb könnte ich hier mit einem Kompromiss leben. Woanders mag das anders sein und der Trainer schließt keinen Kompromiss. Einen generellen Grundsatz kann es wohl nicht geben, weil die Voraussetzungen nicht unbedingt einheitlich sind. Man sollte nur die Meinungen anderer aktzeptieren, auch wenn man sie nicht teilt. Es heißt für mich zum Beispiel nicht, dass ein Trainer, der hier den Spieler trotzdem spielen läßt, insgesamt eine "lasche Einstellung hat, kaum Ansprüche stellt und Leistung aussen vor läßt". Diese Ansprüche und Leistungsbereitschaft werden vielleicht nur unterschiedlich interpretiert.


  • Darum geht es doch, Günter! Das man zwar Regeln und Grundsätze hat, aber es auch manchmal gewisse Ausnahmen bzw. Kompromisse zulassen kann oder muß.
    Im aktuellen Fall kennt nur der zuständige Trainer den Spieler mit seinen Eltern und die Hintergründe. Ich selbst weiß, dass in unserem Umfeld die Stützpunkte eine sehr gute Arbeit abliefern und den Vereinen auch keine Konkurrenz machen. Deshalb könnte ich hier mit einem Kompromiss leben. Woanders mag das anders sein und der Trainer schließt keinen Kompromiss. Einen generellen Grundsatz kann es wohl nicht geben, weil die Voraussetzungen nicht unbedingt einheitlich sind. Man sollte nur die Meinungen anderer aktzeptieren, auch wenn man sie nicht teilt. Es heißt für mich zum Beispiel nicht, dass ein Trainer, der hier den Spieler trotzdem spielen läßt, insgesamt eine "lasche Einstellung hat, kaum Ansprüche stellt und Leistung aussen vor läßt". Diese Ansprüche und Leistungsbereitschaft werden vielleicht nur unterschiedlich interpretiert.


    Super Posting. Genau das ist es. Ich unterstütze auch kein Larifari, beileibe nicht, aber es muss eben immer der Einzelfall betrachtet werden.