Gefrustet, down und Resignation

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  • DSV, ich hoffe du meinst das ernst, ...ich finde die Idee spitze. Das könnte man bei der Hallenkreismeisterschaft ausschöpfen, denn da hast Du sie alle zusammen, ...aber auch das "private" Turnier wäre hier geeignet, ...das würde die Sache auf eine nette Art rüberbringen, ...wieso nicht. Gruß Andre

  • wenn den trainern der "mund geschlossen" werden soll, dann macht doch einen wettbewerb daraus.

    Cool. Somit hätten wir den Wettbewerb im Wettbewerb.
    Erst spielen die Kinder und dann kämpfen die Trainer ;)



    die fairplaypunkte werden dann auf dem spielbericht eingetragen und am ende der saison wird die fairste mannschaft und der 'fairste' trainer ausgezeichnet.

    Hm, nochmal cool. Aber wer soll das machen?
    Ein unabhängiges Schiedsgericht unter notarieller Aufsicht?


    Mal im Ernst. Wie Du schon gesagt hast: Bei so einem Wettbewerb wird der Ehrgeiz geweckt. Jeder will nach dem Spiel der Beste, äh...Fairste ;) gewesen sein. Das gäbe ein riesen Hickhack :evil:
    Und würde laaaaaaange dauern. Gähn

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • @ tom


    da könntest du natürlich recht haben ;)


    es hängt wohl wie alles im leben immer an der kompromißbereitschaft der menschen ab.
    aber das es halbwegs klappen kann, das hab ich beim straßenfußball beobachtet (auch wenn sich da am ende immer ALLE auf die fairplaypunkte geeinigt haben *g*).
    beim straßenfußball da gibts keine schiris, sondern nur teamer und die regeln und das fairplay werden vorher vereinbahrt. am ende wird gemeinsam abgerechnet.


    Andre


    ja, es ist mein ernst, auch wenn es wohl eher nicht mein weg ist und meiner einstellung entspricht----aber das heißt ja schließlich nicht, dass das woanders nicht aufgegriffen werden kann.
    kannst ja deine hallenkreismeisterschaft nach den strassenfussballregeln (hatte ich dir vor über hundert beiträgen mal gelinkt) durchführen. das würde wohl genau deinen vorstellungen für die kleinen entsprechen.



    gruß

  • Man könnte eine Jury bestimmen. Die Juri könnte aus ein paar Zuschauern bestehen, dem Hallensprecher und ein paar Kindern. Letztere sind hierbei sehr interessiert, vor allem dann, wenn sie Schwester eines Spielers und dann noch Fussballbegeistert sind. Man könnte die Trainernamen hinter die Mannschaftsnamen auf dem Spielplan posten. Sie bekämen für -noch aushandelbare- Verhaltensweisen Punkte von beispielsweise 1-5 pro Spiel, dass sie Betreuen. Ich denke, das gäbe ein Ergebnis. Wichtig dabei wäre, ...das das Punkteergebnis nur der Jury bekannt bliebe. Man könnte die drei "Besten" auswählen und ehren.


    Ferner könnte ich mir einen kurzen Klatschwettbewerb der Zuschauer vorstellen, irgendwo im Bereich der Siegerehrung der Mannschaften. Das geht natürlich nur, ...wenn es ein Turnier ist, wo niemand vorzeitig abreist. Hierbei würde ich eher an ein kurzes Turnier mit wenigen Mannschaften denken, wo jeder Platz ausgespielt würde, ...also beispielsweise ein fünfer Turnier.


    Da wären sicherlich auch andere Denkmodelle machbar, ...habe nur mal laut gedacht. Gruß Andre

  • Ferner könnte ich mir einen kurzen Klatschwettbewerb der Zuschauer vorstellen

    Andre, you made my day :D

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Gut, dann schalten wir jetzt alle unseren Verstand aus und öffnen uns gänzlich und vollkommen der Lehre des DFB.
    Ommmmm


    Ich kaufe übrigens ein E ;)


    Ja, das ist problematisch, das viele hier dem DFB blind vertrauen. Hab selber eben schlechte Erfahrungen damit gemacht und daher einen großteil der DFB-Lehre als Heuchelei abgestempelt, die auch den Kindern schaden könnte.


    Ich sage nur, man soll nicht alles und jedes blind übernehmen.


    Tom, Fussi...ich wusste, dass ich da mit meiner Aussage wieder einige hinter dem Ofen hervor hole...nur so kommen wir in der Sache weiter! :thumbup:


    Zu euren Aussagen, man (ich) solle dem DFB nicht in allem "blind vertrauen": Tue ich nicht in allen Dingen, aber solange es niemanden gibt, der das, was der DFB und dessen EXPERTEN erarbeitet haben wiederlegt, werde ich versuchen, dies weitgehend umzusetzen...wobei ich mich auch auf meinen gesunden Menschenverstand verlasse. Im Übrigen hat der DFB nichts davon gesagt, wie oft man korrigieren sollte, sondern nur, dass dies möglichst wenig geschehen sollte....im Umkehrschluss heißt dies: Auslegungssache - wie ihr bereits festgestellt habt.


    Nun meinte ich, dass alle zwei Minuten reinrufen i.S.d. DFB und auch nach meinem persönlichen Empfinden wohl eher zu viel sei(n könnte). Habe ich so vom Schreibtisch weg formuliert....und am Wochenende an mir SELBST überprüft. Da spielten wir mit unserer D ein Testspiel auf Kleinfeld gegen die eigene C. Letztlich trat genau das ein, wie ich mich bereits zuvor eingeschätzt hatte...das Spiel lief in Halbzeit eins bestens...wir führten nach einer Viertelstunde 3:0...ich "wenig" korrigiert....aber dennoch alle "gefühlten" zwei Minuten am "sprechen" (Lob inclusive). Zum Ende der ersten Hälfte und in HZ 2 setzte die C (im Schnitt zwei Jahre älter) ihre körperliche Überlegenheit ein, was logischerweise zu Fehlern unsererseits führte. Ich fast minütlich am korrigieren...letztlich 3:4 verloren. Fazit: Obwohl ich krampfhaft versuchte, mich an den Vorgaben des DFB (und den Inhalten dieses Forums) zu halten, habe ich es für MEIN EMPFINDEN nicht annähernd so hinbekommen, wie ich es mir eigenlich vorgenommen/gewünscht hatte.


    Bleibt immer noch die Frage: War das jetzt zuviel reingequasselt? Ich sage: JA, weil ich nicht alles hätte ansprechen müssen, von dem, was ich angesprochen habe. Dass dies und das falsch war, wussten meine Jungs in dem Moment auch selber - da hätte ich mir einiges sparen können...habe ich aber nicht hinbekommen. Dennoch meine ich, dass gut 2/3 letztlich okay war, im Sine der Ausbildung und des DFB.


    Es ist doch eigentlich schnurz-piep-egal, ob einer nun gar nichts oder 40 Mal was sagt. Es kommt auf das 'Was' und das 'Wie' an.
    Wenn Hänschen zum 27. Mal im Abseits steht, dann werde ich ihm sagen, dass wir die Abseitsregel für dieses Spiel nicht für ihn ändern werden. Und wenn mein Torwart Max zum x-ten Mal den Ball mit dem Fuß klärt, dann werde ich ihn an die Benutzung seiner Hände erinnern.


    Im Grunde stimme ich dir zu...auf das WAS und WIE kommt es an...vornehmlich, aber m.E. auch auf das WIE OFT. Bezogen auf dein Beispiel: Dein Torwart weiss doch selber...auch nach dem "x-ten Fußabwehr", dass dies nicht das Nonplusultra ist, auch ohne dein x-tes Zutun (im Übrigen sage ich das meinem Torhüter auch immer wieder...beim Training!). Ich für mich habe gemerkt, dass sich nach der dritten/vierten Korrektur (Kritik) an demselben Spieler dies eher negativ auswirkt...letztlich wird's für den Betroffenen nervig und demotivierend, er verliert neben dem Selbstvertrauen auch seinen Spass....und ich meine Stimme und die wenigen verbleibenden Haare.


    Deshalb meine ich, dass es eben auch eine Frage des WIE-OFT-Korrigierens ist. Ich selber muss mich diesbezüglich zurücknehmen, wie ich finde. Letztlich müssen und können wir uns hier aber auch nicht auf "Zahlen" einigen (weil nicht vom DFB "festgelegt" ;) ), das muss jeder für sich beantworten.

  • Bezogen auf dein Beispiel: Dein Torwart weiss doch selber...auch nach dem "x-ten Fußabwehr", dass dies nicht das Nonplusultra ist, auch ohne dein x-tes Zutun (im Übrigen sage ich das meinem Torhüter auch immer wieder...beim Training!).

    Wenn er es wüsste, würde er es nicht machen. Er handelt also intuitiv. Dieser Torwart, ein ganz lieber Junge, hat große Schwierigkeiten, Automatismen zu entwickeln.
    Deswegen braucht er m.E. immer wieder, auch während der Spiele, 'Hilfe' von Außen.


    Hey Trainer2005,


    ich bin ja ansich bei dir, was die Aussage des DFB angeht, möglichst wenig reinzurufen.


    Ich denke aber auch, Fußball (ja, auch Kinderfußball) hat etwas mit Leidenschaft zu tun, und zwar auf beiden Seiten (Kinder und Trainer).
    Und Menschen sind nunmal verschieden.


    Im Endeffekt lässt sich das Reinrufen nicht standardisieren (nur alle 3,75 Minuten oder nur Phrasen aus einem vorgegebenen Katalog). Sowas ist völliger Quatsch.


    Auch mein Puls ist dann höher als beim Gucken der Tagesschau. Interessant ist, dass vieles, von dem was da so gerufen wird, einfach verpufft.
    Ja, die Kinder bekommen gar nicht alles mit.
    Frag mal deine Jungs danach. Ich hab das mal gemacht und war verwundert, wie wenig ankam während des Spiels.


    Insofern ist es für mich auch eine Art von Ventil, welches mir hilft, mit Leidenschaft dabei zu sein, ohne einem Emotionsstau zu erliegen ;)
    Ich meine, wir freuen uns doch alle wie ein Schnitzel, wenn wir ein tolles Spiel unserer Jungs sehen. Wenn sie das anwenden, was sie bei uns gelernt haben.
    Aber ein tolles Spiel heißt nicht um jeden Preis zu gewinnen.


    Meine Jungs sind gestern bei der Kreishallen-Zwischenrunde als 3. ausgeschieden. Na und? Sie hatten gut gespielt und alles gegeben.
    Und ich stand die ganze Zeit neben den anderen Trainern. Die haben erst blöd geguckt, aber dann haben wir neben dem Reinrufen auch zwischendurch geflaxt oder
    Spielzüge bewertet.


    DAS war eine sehr schöne Erfahrung.

    Das einzige, was wirklich gerecht verteilt ist, ist die Intelligenz.
    Ich habe noch nie jemanden sagen hören, er hätte zu wenig davon.

  • Im Endeffekt lässt sich das Reinrufen nicht standardisieren (nur alle 3,75 Minuten oder nur Phrasen aus einem vorgegebenen Katalog). Sowas ist völliger Quatsch.


    Insofern ist es für mich auch eine Art von Ventil, welches mir hilft, mit Leidenschaft dabei zu sein, ohne einem Emotionsstau zu erliegen ;)
    Ich meine, wir freuen uns doch alle wie ein Schnitzel, wenn wir ein tolles Spiel unserer Jungs sehen. Wenn sie das anwenden, was sie bei uns gelernt haben.
    Aber ein tolles Spiel heißt nicht um jeden Preis zu gewinnen.


    "Katalog" ist gut...


    "Ventil" trifft es wohl...bei mir zumindest...


    ...verstehe, was du meinst und bin grundsätzlich bei dir!

  • Zurück zur Realität, Stand Mai 2010..... :rolleyes:;)


    Wie in einem anderen Thread beschrieben, beabsichtigte ich, die kommende E 1 als Co Trainer zu begleiten. Das war alles schon in trockenen Tüchern. Der Trainer meines Sohnes ...ein Schreihals und Dirigent am Spielfeldrand,...sehr gewinndenkend....ansonsten ganz normal und gibt gute Trainings. Ich wollte den Gegenpol zu ihm bilden, eben eine ruhigere Ansprechstation für die Kinder sein, ...muß man sich mal vorstellen. ?(


    In der Vorzeit gab es im Bereich der letzten zwei Jahre bereits einige freundschaftliche Diskussionen einzelner -meist weiblicher- Personen, wo fair über sein Verhalten am Spielfeldrand, sowohl beim Training, als auch beim Spiel diskutiert wurde. Mein Sohn weinte oft vor dem Training....aus besagtem Grund. Dann ging es mal wieder ein, zwei Male gut und er verfiel spürbar -besser gesagt- hörbar in sein altes Verhaltensmuster.


    Ich schaute hierbei aus der Ferne zu und dachte mir meinen Teil. Ich wollte aktiv nichts unternehmen, weil mir war klar, dass sofort gesagt werden könnte, ....das ich mich als ehemaliger Trainer und Vater hier wichtig machen könnte. Ich hatte hierbei aber immer die Hoffnung, das es im positiven Fall mal mit einem anderen Elternteil "knallen" würde. Das geschah aber nicht, ...weil sich wohl keiner traute, ...gesprochen wurde aber viel, besonders in der letzten Zeit.


    Fragte ich die Kinder auf dem Heimweg, ...sagten die immer...war gut. Ich hinterfragte auch mal, ob der Trainer heute nett war, ...was mit einem -Ja- beantwortet wurde. Das wunderte mich am allermeisten, weil die 30 Minuten die ich mir zum Trainingsende anschaute, ...waren immer sehr laut, kein Lob, nur Kasernenhofatmosphäre, keine Jokes, gemotze pur und Anweisungen mit lauter Stimme, hierbei wurde oft mit Dingen gedroht, ...die man eh nicht durchgezogen hat, ...warum auch.


    Dann kam der Tag, wo ich ein Spiel pfeifen sollte. Dort eskalierte es aus meiner Sicht und aus Sicht einer Mutter und zweier Väter. Die Väter suchten unabgesprochen und ihrerseits das Gespräch mit dem Trainer, wobei ich stille hielt, ...ich wollte ja noch ein Jahr mit ihm ein Team bilden :rolleyes: . Bei diesem Spiel schrie er extrem herum und drohte den Kindern mit Auswechselungen, wenn sie nicht.....ja unter dem Strich....ein Passspiel aufziehen würden. Genau kann ich das auch nicht sagen, denn die Anweisungen konnte ich dem Sinn nach auch nicht verstehen.


    Ich schlief dann zwei Trage drüber und holte mir Rat. Der Rat ging eher in die Richtung, noch ein bischen zu beobachten und positiven Einfluß zu nehmen. Das wollte ich eigentlich auch beherzigen, ...aber dann platzte mir der Kragen. Zum nächsten Training brachte ich meinen Sohn und bat ihn um ein Gespräch. Weil er aus meiner subjektiven Sicht abwinkte, waren alle guten Vorsätze für ein ruhiges Gespräch meinerseits über dem Haufen geworfen und ich war dirket auf 180 in einer Sekunde. Ich war dennoch ruhig, aber völlig, besser gesagt zu 100 Prozent schonungslos. Ich sagte das, was ich exakt dachte und brachte es auf den Punkt. Der Punkt hieß, dass ab sofort das diskutieren für mich ein Ende hat und seine Schonzeit beendet ist. Ich sprach als Vater und zukünftiger Partner, dass ich von ihm nun erwarte, dass er bei jedem Training, bei jedem Spiel nun dauerhaft die Klappe hält. Sollte das nicht klappen, würde ich mich offiziell beschweren und in Erwägung ziehen, mit meinem Sohn in die E -wasweisich- zu wechseln, ...wobei diese Entscheidung mein Sohn für sich treffen kann. Er sagte übrigens, ...9 Jahre alt....dass er gern bleiben würde, wenn das Geschrei endlich ein Ende hätte, ...wobei er nicht mehr der Leidtragende war, zu ihm war er in der letzten Zeit nett, ...aber dennoch nervte ihn das Gebrülle in Richtung anderer Spieler. Dabei meine ich nichtmal, dass ein Machtwort mit lauter Stimme schlecht ist, wenn sich einer nicht benimmt.


    Um ihm zu zeigen, dass ich exakt weiss wovon ich spreche, wollte ich ihm meinen Text zur "Goldenen A...." aushändigen. Er gab an, den nicht zu wollen, weil er ihn bereits kenne. Da ist mir die Hutschnur gerissen und ich sagte ihm, dass das dickfällig und egoistisch sei, weil er um die Dinge wüßte und dennoch nicht beherzigte, trotz der fielen Diskussionen mit Zusagen seinerseits.....und trotz der Tatsache, das er sogar einen Trainerschein inne hat. Bei der Ausbildung hierzu, sollte es doch wohl auch hierzu eine paar Aussagen gegeben haben. Wenn das nicht dickfällig ist, weiss ich es nicht.


    Wie ich erfuhr, wird nun erzählt, dass ich beleidigend war. Ich -ihr kennt mich- bin der Meinung, dass hier nicht beleidigt wurde, sondern das nach langem, sehr langem Vorgeplänkel mal schonungslos die Wahrheit auf seinen Tisch kam. An diesem Scherbenhaufen hat er selber lange gearbeitet und nichts anderes. Sicher war das wenig behutsam meinerseits, ...aber die behutsame Linie war ja nun lange gefahren worden und brachte anscheinend dauerhaft nichts,...ganz im Gegenteil. Ich werde mich für die Wahrheit jedenfalls nicht entschuldigen, ganz im Gegenteil. Ich finde, dass ich hier etwas ausgesprochen habe, was von anderen Leuten im Verein längst hätte geschehen müssen. Hier wird immer und immer wieder auf den Adressaten eingeredet und mit Blümchen gewedelt.


    Wenn ein MItarbeiter erkennbar Fehler macht und der Chef ihn 10 mal auf den Fehler ansprach, dieser ihn Verstand und dann vor den Augen der übrigen Belegschaft erneut und immer wieder praktiziert, ...was glaubt ihr wohl, was mit so einem Mitarbeiter dann geschieht. Ja, genau....aber nicht beim Fußball, da wird noch ein bischen Bitte, Bitte und tutti tutti gemacht....unerträglich und so gesehen, habe ich mal das gemacht, was andere hätten längst tun müssen.


    Fazit: Wie erwartet -und ich wußte genau was passiert- ...trennten sich unsere Wege mit Abschluß des Gesprächs. Ich werde nun -Stand heute- leider nicht mehr der Co-Trainer der E1, sondern man hält erwartungsgemäß an ihm fest, ...jedenfalls ist das mein letzter Wissensstand und ich werde mich hier auch nicht aufdrängen.


    Das nächste Training und das letzte Spiel nach dem Supergau....war er jedenfalls super ruhig. Wenns so bleibt, ist es ja gut, ...ich fürchte nur leider....tja.


    Für diesen Fall habe ich mir vorgenommen, ihn jedesmal auch weiterhin schonungslos anzusprechen und ich werde zudem jedesmal eine offizielle Beschwerde beim Verein einreichen. Alles andere geht mich nichts an und da gab es auch nichts, was zu bemängeln war, ganz im Gegenteil. Ich denke, das er das auch weiss und das ist gut so! Es liegt entsprechend nur an ihm selbst, wo die Stimmungslage hingeht. Eines steht jedenfalls fest, jetzt ist Schluß mit dem Zuschauen und Wegschauen, ich bin lieber das Arschl...., als hier weiter zuzuschauen, wie ein Trainer die einzigartige Zeit der Kinder hier -was seinen Ton angeht- zerstörrt. Schrecklich finde ich dabei, ...das dieser Ton für die Kinder schon normal war....Gruß Andre

  • Andre nach deinen bisherigen Infos zum E-Trainer und deinen (bisherigen) Absichten, dessen CO zu werden, war mir eigentlich schon immer klar - so wie ich dich aus deinen Statements kenne - dass das eigentlich auf ein "reinigendes" Gewitter oder ein alles zerstörendes Unwetter hinausläuft. Fest stand für mich jedenfalls, dass es zwischen dir und dem Trainer so richtig krachen wird!


    Dein Ansatz, als "Gegenpol"...."Ruhepol"...."KiFu-bekehrendes Individuum" einem nicht altersgerecht auftretenden Trainer entgegen zu wirken, ist sicherlich gut gemeint und wäre, eine gewisse Selbstkritik/Einsicht dieses Trainers vorausgesetzt, auch das Beste für die Kinder (gewesen). Aber da hast du, wie von mir in meinem "stillen Kämmerlein" befürchtet, die Rechnung offensichtlich ohne den Wirt gemacht. Schade, wie ich finde!


    An deiner Vorgehensweise sehe ich nichts auszusetzen! Du hast es mehrfach im Guten...unter 4 Augen...versucht. Auch deine Bewegungsgründe dafür, dich "öffentlich" zurückzuhalten, sind nachvollziehbar - ich kann mich da wirklich hineinversetzen! Vielleicht hat deine Ansprache bei ihm ja nunmehr einen Veränderungsprozess in Gange gesetzt...bei mir hättest du, so wie du argumentierst, dies jedenfalls bewirkt... Aber mit deinen KiFu-Argusaugen in dessen Nacken erreichst du dies auch bestimmt bei ihm! Steter Stein...


    Den Text der "Goldenen Ananas" kennt er?! Woher hat er den? Ist er Forumleser? Kann eigentlich nicht sein, dann würde er sich anders verhalten...

  • Den Text der "Goldenen Ananas" kennt er?! Woher hat er den? Ist er Forumleser? Kann eigentlich nicht sein, dann würde er sich anders verhalten...

    Es würde mich wundern, wenn irgendjemand in Andres Umfeld den nicht kennt, dafür schätze ich Andre zu offen ein :thumbup:

    "Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen."
    Lao-Tse (chinesischer Philosoph)

  • Hallo Andre,


    dieses Thema habe ich ja auch schon länger verfolgt. Was ich allerdings immer noch nicht verstehe ist: wieso bist du der einzige, der hier tätig wird? Was ist denn mit den Entscheidungsträgern im Verein? Wenn auch schon Eltern sich beschwert haben muss da doch jemand tätig werden.


    Du schreibst, dass dein Sohn teilweise vor dem Training weint. Hallo? Das kann es ja wohl nicht sein. Schlimmer kann man seinen Job eigentlich nicht verfehlen.


    Dass einige Kinder, die du befragt hast, eigentlich nichts negatives über den Trainer sagen kann ich mir nur dadurch erkären, dass sie sich einfach an den Kasernenton gewöhnt haben und/oder sich nicht trauen den "Übungsleiter" zu kritisieren. Er scheint schon einen gewissen Einfluß auf die Kinder zu haben. Die Kinder scheinen fußballverrückt zu sein, denn die Trainingsbeteiligung scheint ja auch zu stimmen ( ist das so?).


    Ich glaube aber auch, dass zukünftig die Mannschaft stark schrumpfen wird. Die Kinder wachsen und entwickeln sich weiter und werden sich eines Tages gegen den Trainer entscheiden. Sie werden den Verein verlassen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Die Kinder sind doch beim Fußball um Spaß zu haben. Und den haben sie offensichtlich nicht. Spätestens da müssen doch die Alarmglocken im Verein läuten. Dann ist es aber wohl schon zu spät.


    Du erwähnst auch, dass er eigentlich, abgesehen vom Gewinndenken, ein "normaler" u. guter Mensch ist. Hast du ihm mal erzählt, dass dein Sohn vor dem Training (ab u. zu) weint? Hast du ihn mal mit den menschlichen Aspekten seines Verhaltens konfrontiert? Dass es sein könnte, dass die Kinder ihn eigentlich wegen seines Verhaltens nicht mögen? Den sportlichen Teil mal ganz außen vor gelassen.

    Wenn sie begriffen haben, daß zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät. Dann werden sie Trainer. (Luis Aragonés)

  • Hi,


    ja, ...der Mensch liest hier mit und sein Co auch....zudem gibt es einen Link der Vereinsseite auf diese Seite. Das finde ich gut, weil ich kann mir sicher sein, das meine Botschaft ankommt und damit kann ich gut leben, denn mein Gewissen ist diesbezüglich rein und ich kann jedem ins Gesicht schauen, vor allem deswegen, weil ich es den Verantwortlichen und den Adressaten sachlich und nüchtern auch persönlich gesagt habe, statt hier nur zu schreiben. Hier zu schreiben bedeutet mir viel, weil ich kann es mir nochmals runter schreiben und es bringt dem ein oder anderen von Euch auch etwas.


    Mein Sohn weinte oft vor dem Training und weil wir ihn zwangen, wurde es auch mal lauter. Als er wieder zurück kam, sagte er teils nichts, manchmal war es o.k.., direkte ehrliche Freudensprünge machte er immer, wenn der andere Trainer das Training allein gab. Das ist die Wahrheit. Mit diesem Thema ging meine Frau mehrere Male zum Adressaten und redete sich offenbar Fussel an den Mund. ....Meinen Sohn ließ er dann mehr zufrieden und lobte dann auch mal....er war so gesehen seitdem nicht mehr Betroffen, jedenfalls nicht direkt, ...jedoch indirekt schon, weil zwei Ohren hat er schon.


    Die Verantwortlichen kenne ich alle. Sie sind wirklich engagiert und die, dass sind Menschen mit Gesichtern und Gefühlen....ich glaube, dass ihnen meinen Meinung und Reaktion zu krass ist. Das hätten sie so nie gemacht, ...vielleicht auch...weil sie es sich nicht getraut hätten oder auch, weil sie es nicht gut fanden, was ja der krasse Unterschied zu meiner Einstellung in diesem speziellen Fall wäre. Ich bin der Meinung, dass der Trainer ein gutes Training geben muß, ...was auch so ist...und darüber hinaus....muß er menschlich das abgeben, was auch gut ist für die Kinder. Hier hat der Trainer bis hier meist versagt und zwar im Gegensatz zu vielen anderen Trainer teilweise extrem versagt. Er bekam seine Chancen hin zur Veränderung und er hat sie alle ignoriert, jedenfalls sehen die praktischen Ergebnisse faktisch so aus. Hier müßte eigentlich der Verein -also die netten Leute, deren Gesichter ich kenne- solchen Trainern sagen, dass sie zwar nette Kerle sind, aber völlig ungeeignet im Jugendfußball sind und man ihnen deshalb eine Zwangspause verordnet, Punkt aus Basta.


    Hier ist der Trainer jedoch seit vermutlich cirka 30 Jahren Vereinsmitglied und darüber hinaus wurde er sogar noch jüngst in den Jugendvorstand gewählt. Da muß ich wohl nicht viel mehr schreiben.... ?(


    Mir bleibt da wohl nur diese unbequeme Rolle oder die Möglichkeit, dass wir gehen. Das hängt in weiten Teilen von meinem Sohn ab, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad, ....dann würde ich die Entscheidung für meinen Sohn fällen. So siehts aus. Gruß Andre

  • Wenn die Trainer hier mitlesen, wäre es sehr interessant, auch einmal ihre Meinung zu hören. Falls ihr das lest: Meldet euch an und tragt eure Sicht bei.


    Zum Fall selber will ich bis das geschehen ist nichts sagen. Ich finde auch, dass andere das nicht tun sollten. Bei offensichtlichen die Sache betreffenden Dingen sollte man im Forum klar Stellung beziehen. Hier geht's aber um eine zwischenmenschliche Beziehungskiste - da finde ich es immer diffizil, meine Meinung zu äußern, ohne die Argumente beider Seiten gehört zu haben.


    Vielleicht bin ich aber auch ein gebranntes Kind. Ich hab als Jugendleiter mal einen Trainer rausgeworfen, weil es seinerseits Fehlverhalten gab und über Monate Einladungen zu Gesprächen nicht angenommen wurden.
    Der konnte sich verbal auch gut ausdrücken - u.a. hat er nach seinem Rauswurf einen elf DINA4-Seiten langen Brief an alle im Verein Engagierten geschrieben. Ich möchte nicht wissen, was hier über den Fall geschrieben worden wäre, hätte er auch ausschließlich seine Sicht schildern können.

  • Willi, das ist vollkommen richtig was du da sagst, zu einem Streit gehören immer Zwei.


    Zudem pachte ich weder die Weisheit, noch die Wahrheit. Was ich sagen darf ist, ...das das hier geschilderte meine Wahrheit ist. Ich habe es so geschildert, wie es sich aus meiner Sicht darstellt, ohne das Namen genannt sind.


    Es passte zum Thema und mir gehts jetzt besser, weil ich mal mit Euch Insidern drüber reden konnte.


    Darüber hinaus möchte ich sagen, das der Co Trainer nie anderer Meinung als ich war. Er hat nur ein besseres Händchen mit der Situation umgehen zu können.


    Einen Streit in diesem Sinne gibt es eigentlich nicht. Es gibt eine von mir erzwungene Situation die sich durch das -aus meiner Sicht- nicht veränderte unerträgliche Verhalten des Trainers in Verbindung mit meiner Art und Einstellung ergeben hat. Diese Situation ist weder für mich, noch für den Trainer schön, ...aber ich kann sie leider nicht ändern. So sieht`s aus. Irgendwie knistert die Luft.


    Also, ...ich werde es nicht ändern können und ihr alle könnt aus meiner Erfahrung/Situation alle nur lernen, ...ein Beispiel daran nehmen oder auch erkennen, dass es der falsche Weg für Euch persönlich gewesen ist, beides finde ich in Ordnung. Damit möchte ich das Thema dann auch beenden. Gruß Andre


  • Ich grabe mal diesen alten Kommentar wieder aus, da wir küzlich die Möglichkeit hatten, diverse U9-Teams von Proficlubs auf einem Turnier zu treffen. Als ich damals diesen Kommentar las, war ich schon sehr gespannt darauf, all das mal live zu sehen.


    Ich habe dort vorbildliche Kindertrainer gesehen. Ich habe aber auch die größten Idioten gesehen, die man sich an der Außenlinie eines F-Jugend-Spiels vorstellen kann :!: Ein paar Beispiele :?:


    Gespräch vor dem Spiel beim Shakehands der Trainer:


    Dorftrainer: "Gutes, faires Spiel und viel Spaß."


    "Profi"trainer: "Zum Spaß sind wir nicht 150 km gefahren. Ihr müsst Leibchen anziehen. Unser Hauptsponsor hat uns das verboten."


    Dorftrainer (grinsend): "Unser auch. Aber ich nehm das einfach mal auf meine Kappe."


    Nach dem Spiel, das 0:0 ausging (mit Konterchancen für den Dorfverein und rüden Fouls um sie zu verhindern).


    Dorftrainer: "Da haben wir ja den richtigen Moment erwischt. Unsere Jungs sind mächtig stolz."


    "Profi"trainer (, der sich während des Spiels als Joystick-Trainer präsentierte): "Unsere Jungs haben jetzt erstmal keinen Spaß." Einem seiner Spieler sagte er, mit der gezeigten Leistung könne er direkt wieder nach Hause fahren...


    Wenige Minuten später konnte man beobachten, wie diese 8-9jährigen Jungs Liegestützen pumpten... Die Jungs des Dorfclubs waren da schon auf dem Weg zum Eisstand.


    Anderes Spiel andere Vereine:
    Proficlub führt 1:0; Dorfclub erarbeitet sich aber immer wieder Konterchancen, die äußerst hart gestopt werden.


    Dorftrainer: "Muss das denn sein?"


    "Profi"trainer: "Stell Dich mal nicht so an. Alles unter einem doppelten Bänderriss ist doch kein Foul."


    Ja, Ihr habt oben richtig gelesen: Es handelte sich um ein U9-Turnier.


    Im nächsten Spiel lag dieser Verein lange gegen einen Dorfverein (es handelt sich nochmals um den oben schon einmal genannenten Verein) 1:0 zurück. Wieder wurden Konterchancen durch "geschickte" Fouls kurz vor der Strafraumgrenze gestoppt. Am Ende ging es 1:1 aus und diese Jungs durften sich an kurzen Sprints -einen auf dem Sportgelände befindlichen Hügel hinauf- erfreuen.


    Bei diesem Turnier sind zwei renommierte Bundesligisten in meiner Achtung tief gesunken. Irgendjemand muss diesen Menschen ja die Verantwortung für die Kinder übertragen haben...

  • Follkao: dein Bericht erstaunt mich doch sehr. Ich kann das eigentlich kaum glauben. Da scheint dann doch der in unserer Gesellschaft allgemein verbreitete Leistungsgedanke den Ton an zu geben. Die anschließenden Bestrafungen der Kinder setzen dem Ganzen dann noch die Krone auf.

    Wenn sie begriffen haben, daß zum Fußball auch Arbeit gehört, ist es zu spät. Dann werden sie Trainer. (Luis Aragonés)

  • Ich kanns nicht glauben,
    ansonsten könnte man ja den Ort des Turniers hier mit angeben.
    Auch die Mannschaften nennen. ^^
    Aber hat er mal wieder ein Spruch gemacht :rolleyes:

  • Ich kanns nicht glauben,
    ansonsten könnte man ja den Ort des Turniers hier mit angeben.
    Auch die Mannschaften nennen. ^^
    Aber hat er mal wieder ein Spruch gemacht :rolleyes:


    Wird das für Dich glaubwürdiger, wenn ich die beiden Vereine nenne? Vergiss es. Vereinbashing betreibe ich hier nicht.


    Ich möchte Uwe nicht der Gefahr aussetzen, dass ihm morgen eine einstweilige Verfügung auf den Tisch flattert.


    Was ich bei diesem Turnier gelernt habe? Die 10% Vollpfosten, die man bei normalen Vereinen trifft, trifft man bei Profivereinen auch.