Denke auch, dass diese Idee nur in der Theorie bestehen kann. Ich hatte es vorher schon mal geschrieben, dass die Beiträge an den Verband uns auffressen. Da bleibt nicht mehr so viel über. Die Beiträge richten sich nach Anzahl der Sportler. Das lädt ja auch zu Betrug ein, wenn die Zahlen gemeldet werden müssen. Wenn ein Verein dann noch Schulden hat, dann benötigt man ja bald einen Steuerberater, der die Sache profesionell angeht. Das Vereinsrecht wurde ja vor ein paar Jahren geändert und damit wurde es sehr kompliziert.
Beitragshöhe und Wahrnehmung der Wertigkeit des Fußballs
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moin,
ich denke auch, dass eine, wie von andre vorgeschlagene, staffelung nicht klappen kann. zum einen geht das keinen etwas an, und zum andern, wer sollte den wust an bescheinigungen anträgen und listen auswerten??? wir sind doch alle ehrenamtlich dabei und hängen mit sicherheit schon sehr viel zeit ans bein, um den 'verein am laufen zu halten. ausserdem sind wohl die wenigsten von uns echte "finanz- und sozialhelden" und wissen, wie so ein bescheid bis ins kleinse auszuwerten ist (können ja oftmals nichteinmal die zuständigen ämter
).der punkt ist wohl echt der, dass die beitragshöhe sehr regional zu bewerten ist und damit sehr variiert. von aufwandsentschädigungen für die trainer kann man bei uns nur träumen, im gegenteil, die trainer fahren teilweise die kinder zum training und zu den spielen sowieso.
wer einen großen spieler/kinderpool hat, der kann sicher anders mit den beiträgen umgehen als ein verein, der um jedes kind kämpfen muß, um die wettkampfspielfähigkeit zu erhalten-und jetzt bitte keine anmerkungen wie " na dann meldet die truppen doch ab, lieber keinen spielbetrieb, als schlechten..."
die nachwuchsmannschaften sind unsere zukunft, also lieber schlechten spielbetrieb als keinen
da wir um jedes kind kämpfen, haben wir seit letztem jahr sogar einen 'hole und bringedienst' für die kinder eingerichtet, damit die lütten auch aus der nachbarstadt zu uns aufs dorf zum fußballspielen kommen können, besonders für finanziell schwache familien von vorteil, die es sich sonst kaum leisten könnten ihre kinder 2x die woche zum training zu bringen. die finanzierung solcher dinge ist natürlich ein problem, aber ohne nachwuchs ist der verein in wenigen jahren tod!
aus dieser sicht habe ich auch eine andere meinung als viele hier zum thema leistung.
der zulauf hat sich bei uns erhöht, seit dem wir mit den jungs erfolgreich spielen erfolg macht irgendwie sexy
trotzdem ist eine beitragserhöhung um größenordnung noch lange nicht drin, wir haben zb familien, die haben drei, oder vier kinder bei uns, da läppert sich ganz schön was zusammen.
aber ein weg zur finanzierung ist natürlich, dass man erfolgreich ist. man hat mehr aufmerksamkeit durch andere vereine, und wird im umfeld anders wahr genommen. damit sagt dann auch der eine, oder andere mal "hier habt ihr etwas für eure tolle nachwuchsarbeit".also jede medaillie hat wie immer zwei seiten

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trotzdem ist eine beitragserhöhung um größenordnung noch lange nicht drin, wir haben zb familien, die haben drei, oder vier kinder bei uns, da läppert sich ganz schön was zusammen.
Da gibt es aber Möglichkeiten. Wir haben Familienmitgliedschaften, die sich ab der dritten aktiven Person schon wirklich richtig lohnen.
aber ein weg zur finanzierung ist natürlich, dass man erfolgreich ist. man hat mehr aufmerksamkeit durch andere vereine, und wird im umfeld anders wahr genommen. damit sagt dann auch der eine, oder andere mal "hier habt ihr etwas für eure tolle nachwuchsarbeit".
Tja, da ist dann aber die Frage mit dem Huhn und dem Ei. "Tolle Nachwuchsarbeit" ohne Geld ist nicht so einfach. Und es bleibt in dieser Hinsicht vor allem das Problem, dass eine gut funktionierende Jugend-Abteilung eher als völlig selbstverständlich betrachtet wird. Lob gibt es dafür kaum, schon eher Schelte, wenn mal etwas nicht 100%ig funzt.
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das mit der 'familiensammelmitgliedschaft' ist eine tolle idee

wie sieht bei euch die staffelung aus?
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Passive: 18 €/a
Aktive: 72 €/a
Familien: 156 €/aBei drei aktiven Kindern spart man also 60€ pro Jahr.
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danke

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Zw3rG, alles klar.
TRPietro, ich müßte -nach deinem Beispiel- 21oo Euro
bezahlen bei drei Söhnen, ....das wäre mir zuviel, trotz meiner an sich gleichen Ansicht.Nein Andre. Das sehe ich auch so; Im Falle, dass es pro Familie mehrere Vereinsmitglieder gäbe, würde ich den Vorschlag von Ranwie einsetzen. Zb. zwei Kinder zahlen und ab dem Dritten sind alle Gratis oder so. Mit höhere Beiträge muss auch der Marketing steigen (ACHTUNG: Nicht Marketingbudget gemeint). Werbungen und das Veröffentlichen von Aktionen müsste dann schon besser klappen.
Gruss TRPietro
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TRPietro, ...ich schrieb es selber auch, ...eine weitere soziale Komponente wäre beispielsweise, ab dem dritten Kind beitragsfrei zu stellen.
Ranwie, ....
ich hab da mal ne Frage: Du hast auch Kinder soweit ich weiss. Als du/ihr sie im Kindergarten angemeldet habt/hast, hast du dein Einkommen im Rahmen der Grenzen angeben müssen, richtig? Wieso dort und warum nicht beim Verein? Ich habe es so in Erinnerung, dass ich eine Gehaltsbescheinigung abgeben mußte. Meine Frau erklärte schriftlich, dass sie keine Nebeneinkünfte hat. So kommt es, dass ich weniger zahlen mußte, als mein Nachbar, der mehr Kohle als ich verdient.
Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht diese ewige Geheimnismacherei wegen der Einkünfte! Also ich bin ein kleiner A 9 èr mit drei Kindern beim Land NW und 25 Dienstjahren. Nun kannst du in die Tabelle für Beamte des Landes Nrw schauen, ...ich habe damit kein Problem, ich bin sowieso gläsern. Wiese ist das bei dir vor nur einer einzigen Person, die die Geschäftsstelle im Verein bekleidet so schlimm? Wieso? Bei mir können das jetzt 70 Millionen Menschen nachschauen, na herzlichen Glückwunsch.
Ich sehe hier keine Alternative bei dem Versuch, es für alle gleich zu gestalten, was die Belastung angeht. Ansonsten bleibt dir nur, feste Sätze zu gestalten, die einige sehr hart treffen würden und andere lachen sich immer noch einen Ast! Darüber nachdenken könnte man, ob es reichen würde, sich per Kreuzchen in der richtigen Spalte mit der Gehaltskategorie mit eidestattlicher Versicherung einzutragen, ohne den Beweis dafür zu erbringen. Da habe ich aber große Bauchschmerzen.
Vielleicht könnte man auch jemanden neutralen bestimmen, der sich hier als Zentrale für deinen Verein oder die Vereine bereit erklärt, diese Dokumentation/Überprüfung zu übernehmen. Andersherum finde ich das unnötig, wie bereits oben beschrieben, ...denn es gibt Leute, die haben vermutlich auch von Dir einen Gehaltsstreifen, den Steuerbescheid o.ä. gesehen (bei der Stadt/beim Finanzamt) und die trinken auch abends ein Bier und dein Gehalt wird dort kein Thema sein. -
Eben nicht jeder möchte da so gläsern sein wie du. Es gibt sowas wie den Datenschutz und der ist bei einer öffentlichen Einrichtung eher garantiert als bei einem x-beliebigen Verein. Die Auflagen sind da ganz andere. Auch wenn ich jetzt nicht jegliche öffentliche Einrichtung in Schutz nehmen möchte, was das Befolgen unserer Datenschutzgesetze (die im übrigen noch viel zu lasch sind) angeht. Da läuft auch manches schief. Aber dann gibts auch ordentlich auf die Finger, wenn es einer merkt. Das Einkommen ist nunmal ein recht sensibles Datum, dass ich beim Finanzamt im Allgemeinen für recht gut aufgehoben halte. Das wäre nicht der Fall, wenn es auf irgendeinem Heim-PC in einer Excel-Datei der Vereinsmitglieder schlummert.
Andererseits teile ich deine Bedenken ohne eine EStErklärung nicht die sozialverträglichen Beiträge erheben zu können.
Da besteht auch ein gewisser Unterschied zwischen einem Kindergartenplatz, den ich unbedingt brauche und daher eher gewogen bin mein Gehalt mitzuteilen, und einem Sportverein, der selibges von mir verlangt. Sich da einen anderen Verein zu suchen, der so etwas nicht verlangt, mag der leichtere Weg sein. -
Wer mehr verlangt, muss auch mehr bieten.
Ich hadere schon die ganze Zeit mit mir, ob ich mich zu dem Thema äußern soll.
Zum einen ist klar: Ein Verein muss allein aus Beitragszahlungen überlebensfähig sein. Wenn das nicht der Fall ist, muss der Beitrag angehoben werden.
Was mir hier im Forum so ein bisschen sauer aufstößt ist, dass viele hier ganz laut darauf hinweisen, wie wertvoll ihr Beitrag für den Verein ist und wie wenig
die Mercedes-fahrenden Eltern doch bezahlen.Hier werden lustige Berechnungen angestellt, die zeigen, dass die Stunde Fußball nur 30 Cent kostet, aber der Klavierlehrer mal eben10 oder 15 Euro in derselben Zeit in seine Tasche fließen lässt.
Und mit Euros in den Augen wird dann gerufen: Das will ich auch. Und, nicht böse gemeint, ich unterstelle mal dem einen oder anderen (nein, nicht Du, der das gerade hier liesst
dass da auch ein bisschen an die eigene Kohle gedacht wird. Wie gesagt, ich mag da falsch liegen.Insofern würde ich folgendes unterstützen:
- Fußball ist Breitensport (in erster Linie) und muss von allen bezahlbar bleiben
- moderate Anpassung auf Basis der effektiven Kosten(keine Gewinnmaximierung, sonst droht Verlust der Gemeinnützigkeit)
- keine Aufwandspauschalen im Bereich Ehrenamt (wir sollten unser Geld woanders verdienen)
- Trennung der Jugend von den Senioren im Bereich Finanzen (Gruß an Peter Pan)
- Glücklich sein und freuen, dass es auch noch günstige Dinge in diesen teuren Zeiten gibt
Ich sehe aber auch die andere Seite.
Es gibt auch ne Menge Leute hier, die über das normale Maß hinaus ihren Einsatz bringen und sich aufopfern.
Aber hier wird's schwierig. Was der eine fordert und auch verdient, will der andere auch.Und ich sehe auch, dass ein Mitgliedsbeitrag, der hoch genug ist, pure Motivation für diejenigen wäre, die das Thema Beteiligung am Training/Spiel
ansonsten eher lapidar handhaben.Zum Vorschlag von Peter Lustig aka Andre
was die Staffelgebühr und die damit verbundene Offenlegung meines Gehalts angeht nur soviel:
Niemals. -
Das ist Dein Schicksal als Staatsdiener ;). Da Du aus Steuermitteln bezahlt wirst, kann auch jeder Steuerzahler (so er denn den Aufwand betreiben möchte) rausfinden, wieviel er Dir bezahlt.
Falls Du noch andere Einkommensarten hast, findet das aber niemand raus: Z.B. Deine 5 vermieteten Häuser, die vermietete Ferienimmobilie in Spanien
und Deinen Beratervertrag für eine Sicherheitsfirma.
Bevor das jemand in den falschen Hals bekommt: War nur Spaß. Natürlich hat Andre diese Einkommensarten nicht. Und wenn doch, weiß ich es nicht. Ich kenne Andre gar nicht persönlich.All diese Einkommensarten müssten dem Sportverein bei der sozialen Beitragsstaffelung aber offengelegt werden. Ein anderes Problem sind die Selbständigen. Bei denen soll doch keiner wissen, wenn sie auf viel zu großem Fuß leben...
All das wär kein Problem, wenn die Daten beim Verein 100%-ig sicher wären. Sind sie aber nicht.
Was den Kindergarten angeht: Bei uns gibt es auch einen festen, nicht einkommensabhängigen, KiGa-Beitrag. Nur bei sozialer Notlage kann man auf Antrag bei der Gemeinde Rabatt bekommen.
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Ich reagiere mal auf den Beitrag von Tom:
Ich glaube, dass du fast allen Leuten mit deiner Vermutung ("würden gerne mehr Geld haben") Unrecht tust. Ich denke, den meisten geht es wie bei uns: Sie wollen einfach eine gesunde finanzielle Grundlage für ihren Lieblingssport schaffen, in den sie so viel Zeit und Engagement stecken. Wenn du bei all der Zeit auch noch immer wieder gefrustest wirst, weil das Geld nicht für Stutzen oder ein paar Bälle reicht, macht das einfach keinen Spaß mehr. Von unserem neuen Etat z.B. sind weniger als 20 % für die Trainerentschädigungen vorgesehen. Dafür aber über 50 % für Spielerausrüstungen und Gerätschaften.
Auch mit unserer neuen Struktur werden Trainer bei uns kaum etwas "verdienen", sondern lediglich ihre Unkosten herausbekommen. Kann mir jemand plausibel machen, warum ich oder andere Trainer ihre Zeit opfern sollen UND NOCH GELD MITBRINGEN sollen, für Leute, die in 5er-BMWs, Porsche Cayennes oder A6 vorgefahren kommen? (Nein, hier spricht kein Sozialneid, ich fahre selber ein schönes nagelneues Auto mit 4 Ringen). Mir tut das Geld, das ich mitbringe, nicht wirklich weh - aber ich sehe es einfach nicht mehr ein.
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@ chris
da triffst du den nagel auf den kopf. geld mitbringen ist leider gang und gebe, sei es, dass man turniergebühren aus eigener tasche bezahlt, weil die turniere sonst flach fallen würden (20 bis 50 euro sind ja inzwischen gang und gebe), oder sei es auch nur das geld, was man verfährt, da, anders als im seniorenbereich (wo man es wenigstens theoretisch aufteilen könnte), ja immer nur die gleichen leute mit dem auto voller kinder zu den spielen fahren.
aber nichts desto trotz machen wirs wohl alle irgendwie doch gerne

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Ich glaube, dass du fast allen Leuten mit deiner Vermutung ("würden gerne mehr Geld haben") Unrecht tust.
Hey Chris,
deswegen sagte ich ja auch, dass ich mit der Annahme falsch liegen kann.
Und was die Beitragserhöhungen im allgemeinen angeht, habe ich durchaus Verständnis. Aber eben nur, um kostendeckend zu arbeiten.
Das heißt natürlich auch, dass 'Betriebsmittel' wie Hütchen, Bälle, Trikots, etc, mit einkalkuliert werden müssen.Kann mir jemand plausibel machen, warum ich oder andere Trainer ihre Zeit opfern sollen UND NOCH GELD MITBRINGEN sollen, für Leute, die in 5er-BMWs, Porsche Cayennes oder A6 vorgefahren kommen?
Ja, da scheiden sich die Geister. Zumindest unsere beiden.
Natürlich verstehe ich den Frust eines jedes, der sich so aufopfert, wie Du es zu tun scheinst.Aber wenn es Leute wie dich nicht gibt, dann macht es keiner. Und die Dummen sind die Kinder.
Ich meine, Du musst wissen, was Du willst und was dich erwartet.Wir haben alle Kosten, die mit dem Trainerjob verbunden sind. Sei es Verschleiß am Auto, Benzinkosten, die Fußballschuhe, Bekleidung, wir kaufen den Kindern mal ein Eis, und was was ich noch alles.
Wusstet Du das nicht vorher?
Oder ist es die Zeit, die Du mit der Erledigung deiner Aufgabe verbringst?Gut, wenn's das ist, dann tritt kürzer. Deligier deine Aufgaben, lass dir helfen.
Das geht nicht, weil's keiner machen kann oder will?Siehst Du, wenn Du es nicht machst, dann macht es keiner. Ist bei uns genauso. Ich hab mich daran gewöhnt.
Ich setz noch einen oben drauf: Es ist mein Hobby -
Aber eben nur, um kostendeckend zu arbeiten.
Dass wird bei fast allen der Anspruch sein, ich glaube keiner hier beabsichtigt durch Beitragserhöhungen mit dem Verein eine goldene Nase zu verdienen. Die Wenigsten im Breitensport Bereich machen es wegen des Geldes. Wenn man etwas dafür bekommt, dann sehe ich das als Wertschätzung der Arbeit, die man leistet auch wenn diese in Geld nicht zu bezahlen ist. Aber damit verdienen die wenigsten hier ihre Brötchen!
Ich setz noch einen oben drauf: Es ist mein Hobby
Stimmt, ist meines auch. Aber im Gegensatz zu anderen Hobbies, sagen wir mal Briefmarken sammeln, profitieren andere von meinem Hobby als Jugendtrainer. Der Verein hat einen engagierten und ausgebildeten Jugendtrainer, die Eltern haben eine Freizeitbeschäftigung für ihre Sprösslinge und natürlich profitieren vor allem die Kids von meinem Hobby, weil sie einem Sport nachgehen können, zu dem es nun mal uns Trainer braucht und Spaß an diesem Sport haben können.
Da kann ich den einen oder anderen verstehen, wenn er es Leid ist mit seinem Geldbeutel zusätzlich zur Arbeit auf und abseits des Platzes Turniergebühren, Bälle oder anderes Material zu bezahlen. Da hat auch jeder seine eigenen Grenzen. Ich zahle die Bälle meiner Kids nicht, dafür hat der Verein zu sorgen. Wenn er das nicht kann oder will, ist für mich keine Zusammenarbeit möglich. Gott sei Dank bin ich aber nicht in einer solchen Situation. -
Andre: Was das Thema Gehaltsnachweis angeht, gibt es keinen Konsens. Du wirst mich nicht überzeugen können. Die Gründe wurden schon von anderen genannt.
tom: Mit geht es hier nicht um Geld für mich und die meisten meiner Kollegen sind mit ihrem Ehrenamt auch ganz zufrieden. Wir bekommen ein bisschen Kilometergeld und eine Spendenbescheinigung für unsere Stunden. Das ist so schon okay, mehr will ich gar nicht, denn ich mache das ja letztlich, weil es mir Spaß macht und nicht weil ich damit Geld verdienen will. Geld kann ich - wie wohl alle hier - mit meinem Job leichter verdienen. 30, 50 oder auch 100 Euro im Monat für einen 20 Stundenjob? Das reizt mich nicht wirklich und ein angemessener Stundenlohn ist eh völlig unrealistisch. Ich bin sogar bereit zusätzlich noch eine gewisse Summe in dieses Hobby zu investieren, auch wenn, wie Zw3rg schreibt, andere davon profitieren. Aber diese anderen sind schließlich mein Sohn und seine Kumpels, insofern gebe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten gerne.
Mir bzw. uns als Verein geht es darum, dass Geld da ist, um mich, meine Kollegen und zukünftige Übungsleiter weiter zu qualifizieren und damit neben dem Spaß perspektivisch auch sportlich etwas zu erreichen. Es ist außerdem für mich völlig klar, dass ein Trainer, der weiß, was er tut, viel mehr Spaß an seinem Job hat, als der, der sein Training mehr oder weniger improvisiert und aus Unkenntnis nicht altersgerecht und ohne große Fortschritte arbeitet. Auch die Position gegenüber Eltern und Spielern steht und fällt mit der Qualifikation.
Wir suchen aktuell einen Jugendkoordinator, der den gesamten Jugendbereich sportlich betreuen und auch die Weiterbildung der Übungsleiter koordinieren bzw. selbst durchführen soll. Wenn Du da jemand haben willst, der qualifiziert ist, dann bekommst Du den nicht umsonst, zumal der Zeitaufwand den eines einfachen Jugendtrainers noch deutlich übersteigt. Viele unserer Übungsleiter haben keine Zeit zusätzlich zu Job, Familie und Training auch noch Fortbildungen zu machen, zumal diese zum Teil richtig zeitaufwändig sind. Die meisten sind aber durchaus bereit, sich im Rahmen ihres Trainings zeigen zu lassen, wie man es besser machen kann, oder auch mal an einem Samstagnachmittag für eine interne Schulung bereit zu stehen. Auch durch einen "Profi" erstellte Trainingspläne o.ä. wären für die meisten sehr hilfreich. Ich bin auch sicher, dass wir einige Übungsleiter, die im Laufe der Zeit aufgehört haben, so hätten halten können.
Letztlich sind wir doch allemal verrückt auf Fußball. Wenn es gelingt die eigenen Fähigkeiten zu verbessern, wird uns der "Job" viel leichter von der Hand gehen und auch die Fähigkeiten der uns anvertrauten Mannschaften werden wir so verbessern können. Dann macht die Sache gleich doppelt so viel Spaß und es fällt einem viel leichter dauerhaft dabei zu bleiben und auch andere dafür zu begeistern und zu motivieren.
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Leute, ...mein bestreben ist nicht die Bereicherung. Mein Anliegen ist, das man so die Qualität der Ausbildung anheben könnte, ...das ist für mich der Hauptgrund der Aktion. Anderes spielt auch hinein, natürlich. Die Satzung derart zu verändern, wäre ein großes Risiko. Hierbei muß die Verhältnismäßigkeit stimmen. Zudem muß die Begründung für die Aktion bei denen, die das finanziell tragen sollen, ausreichend stimmen und auf Verständnis stoßen.
Zw3rG, ...ich will nicht gläsern sein, ich bin es einfach.
Davon ab, ...ich bin der festen Überzeugung, dass eine kräftige Beitragserhöhung zur Finanzierung aller/der genannten und bekannten Gründe von mir nicht getragen würde, wenn keine soziale Komponente zu erkennen ist, ...das wäre für mich Grundvorraussetzung. Ich bejahe jeden einzelnen Grund, jeder davon hat seine Berechtigung. Wer hier eine soziale Komponente einarbeiten will, müßte, wenn wir nicht von Kleckererhöhungen sprechen wollen, mir eine entsprechende Lösung präsentieren.
Eine Lösung wäre für mich -nach neuerlicher Überdenkung- nicht, das kinderreiche Familien weniger zahlen usw.. Es gibt ausreichend kinderreiche Familien, die haben ausreichend Geld. Z.B. erhalten Landesbeamte ab dem dritten Kind einen üppigen Zuschlag auf ihr Gehalt. Deshalb wurden beispielsweise Kinderfreibeträge bei der Beitragsbemessung zum Krankenkassenbeitrag für Frau und Kinder abgeschafft, ...schließlich bekommen diese Leute hier mehr Geld, kosten mehr, weil mehr Kinder, mehr Krankenkosten und hierfür erhalten sie mehr Geld vom Arbeitgeber. Eine Ungleichstellung war, hier nur die Frau bei der gesetzlichen Krankenversicherung anzumelden und die Kinder -egal wie viele- waren frei, ...obwohl ja mehr Geld vom Arbeitgeber gezahlt wurde.
Genauso hält sich das für mich, wenn man von einem Familienbeitrag spricht. Gut gemeint, aber völlig falsch am Platze, ...oft (nicht immer) sozial, manchmal aber falsch, weil mehr Kinder = mehr Geld, ...dann können sie zumindest auch das gleiche zahlen, wie alle anderen. Hier muß man aber wieder differenzieren und unterscheiden, ob ich beispielsweise einen Beamten oder einen Arbeiter anspreche. Der Arbeiter bekommt nämlich nicht mehr Kohle vom Arbeitgeber ab dem dritten Kinder.
Ich möchte damit klar machen, dass die Denkweise hier unangebracht ist, was da als sozial erklärt wird -gut gemeint- ist es bei genauerer Hinschau aber nicht.
Die Lösung wäre eine nach dem Familieneinkommen gestaffelte Beitragsbemessung, dabei bleibe ich. Kommt nur auf das WIE an, da lasse ich mit mir streiten.
Eines stimmt aber so nicht:
Oben wurde gesagt -ich glaube von Zw3rG oder Tom B. ....dass man nicht möchte, dass in einem Vereinsheim (oder so ähnlich), irgendwo ein Gehaltsstreifen von mir schlummert. Richtig, das möchte ich auch nicht, ....würde es aber auch nicht, es reichte beispielsweise, die letzte Lohn.-oder Einkommensteuererklärung zu kopieren, vorzulegen und wieder mitzunehmen und fertig. Da steht dein Gesamtbrutto und Netto drauf, den Rest kannste schwärzen und das wars. Herr Doktor, hat überhaupt nicht wehgetan, da stellt Euch mal nicht so Mimosenhaft an bei Euren paar Kröten

In diesem Zusammenhang könnte ich mir -für den Fall- andere Vereine ziehen da zeitgleich mit, eine Institution vorstellen, die Eurer Vertrauen genießt. Z.B. könnte man im gerade beschriebenen Rahmen (geschwärzte Steuererklärung) der Sportbeauftragten der Stadt vorzeigen und die meldet es dem Verein mündlich zurück. Hierbei wäre auch nicht wichtig, ob es nun 32.500 Euro oder 46,345 sind, sondern nur, ob du in Kategorie 1, 2 oder 3 (je nach Stufe) fällst und fertig.
Ich sehe hier jedenfalls kein Problem. Es stellt für mich die einzige Möglichkeit, sozial gerecht und für finanzielle Schwache tragbar die Sache zu gestalten. Ansonsten würde ich nicht mitmachen, es sei denn, jemand hat eine bessere Idee. Gruß Andre
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...ich sehe das gerade, ...Zitat
Beitragsstaffelung in Abhängigkeit vom Einkommen? So gerecht sich das auch anhört - das geht auf keinen Fall. Einkommensdaten sind (neben Gesundheitsdaten) die sensibelsten Daten, die es über uns gibt.
Wieso das denn? Der Mauer verdient im Monat beispielsweise 1800 Euro, der Supermarktleiter 1900 Euro, der Sparkassenbedienstete 2000 Euro, ein Polizist, 2300 Euro, der Müllmann 1850 Euro, der Elekriker 1720 Euro und der Vater von Paul der hat ein gutes Unternehmen, der höhrte auf bei 10000 Euro im Monat zu zählen. Im Bekanntenkreis heißt er Dagobert. Wo ist das Problem? Wieso sind solche Daten sensibel? Sensibel sind die Daten hinsichtlich meiner Gesundheit oder wieviele Sex ich im Monat habe, aber wieviel ich verdiene ist datenschutzrechtlich sensibel? Ich begreife das nicht. Ist das nicht vielmehr der Neid, die Mißgunst usw. was da unter einem Deckmantel der Sensibilität von Daten verdeckt wird. Damit meine ich nicht dich, sondern so ganz allgemein. Ich brauche niemandem zu erzählen, wie wieviel Kohle ich verdiene, ...wer das nötig hat, um sich dicke zu tun, der tut mir echt leid. Aber sensibel sind diese Daten nicht, ...eher peinlich für den ein oder anderen mit zu wenig Selbstvertrauen oder schädlich, wenn ich was zu verbergen habe. Hier würden die Daten -also nur eine Zahl/das Brutto oder Netto im Jahr einer Person des Vertrauens, die sich schriftlich zur Verschwiegenheit verpflichtet hat, ...vorgelegt für eine Einstufung und fertig.
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Und dann jährlich bei allen Mitgliedern erneut die Einkommensnachweise einfordern?
Menschen werden arbeitslos oder bekommen wieder Arbeit, verändern sich beruflich usw. Der bürokratische Aufwand da ist nicht unerheblich! -
möchte zu dem Thema mal anmerken, mein Sohn spielt in einer Fußballschule und wir zahlen für die Fußballschule neben dem dem "normalen" Vereinsbeitrag nochmal über 30 Euro im Monat . Mit "Zusatzkosten" und Mannschaftskasse kommt da schon was zusammen .
Und dennoch .... VIELE kommen zu uns, weil das Training eben einen guten Ruf hat . Auch die jenigen, die das Geld eben nicht so locker sitzen haben .
Wenn die Gegenleistung im Verhältnis steht, gibt es doch für keinen einen Grund , sich zu beschweren . Auf der anderen Seite geht MIR das so , wenn ich mit einer Leistung NICHT ZUFRIEDEN bin, sind mir schon 3 Euro zu viel !
