keine Interesse an Fussball mit 4,5 Jahre ?

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  • Hallo liebe Mitglieder,


    vorab ich weiss nicht ob das die richtige Rubrik hierfür ist, allerdings hätte ich folgende Frage. Mein Sohn ist 4.5 Jahre alt und ich habe ihn an einem Schnupperkurs für 3-4 Jährige angemeldet gehabt.


    Er kann schon den Ball gut schiessen weil ich zuhause ihm das beigebracht hatte, aber er hat überhaupt kein Interesse an Fussball und am Schnupperkurs hat er kurz vor dem Schiesstraining abgebrochen.


    Meint ihr das kommt noch ? Und kann ich ihm das Fussball "lieben" beibringen ?


    Er weiss dass ich selber spiele und selbst auch Fussball gucke, er versteht auch Fussball, Tore schiessen, faulen etc...


    Danke schonmal vorab


    Grüße


    easy10

  • Nein, du kannst ihm das "lieben" nicht beibringen. Ich denke sogar, dass du eher das Gegenteil bewirkst wenn du mit ihm zu Hause trainierst. Kinder mit 4 Jahren sollen sich ausprobieren und dann kann es sein, dass er mit 7 Jahren doch zum Fussball kommt. Oder zur Geige. Oder zum Tennis. Oder zur Feuerwehr. Er soll es aussuchen!

  • Naja, es gibt hunderte andere schöne Hobbys, da muss es ja nicht zwingend Fußball sein 🤷🏼.

    Nachbarn von mir (er aus einer Ringer-Familie, sie aus einer Handball-Familie) gehen jetzt zu den Konzerten ihres Sohnes, für den Sport ein Fremdwort ist 😂

    Ggf. hast Du ja mehr Glück🤞

  • Die beiden davor haben es ja schon beschrieben: deine Aufgebe als Vater ist es, deinen Sohn in dem was er möchte - natürlich im Rahmen der FDGO - zu unterstützen.

    Ich war Handballer, meine Frau ist begeisterte Chorsängerin, der Sohn begann Fußball zu spielen, die Tochter zu reiten. Wir haben sie immer in dem was sie wollten, unterstützt. Sie sang auch ne Weile im Chor, spielte sogar Fußball bis zur BOL und macht heute Kampfsport. Er spielt nach 30 Jahren immer noch Fußball mit einigen Jahren Pause dazwischen.

    Es ist die Lebensgestaltung deines Sohnes und nicht die Erfüllung deiner Wünsche!

  • In meiner Familie hätte ich Eishockey, Rudern, Leichtathletik, Volleyball, Fußball, Akkordeon, Reiten und Boxen im Angebot. Hier gab es nur einmal die Kombination, dass der Sohn dem Vater nachgetan hätte.

    Natürlich werden die meisten Kleinen zum Fußball gebracht. So viel Auswahl hat man in dem Alter noch nicht. Wenn du schon einfluss nehmen willst, dann mach mit deinem Kind einen Schwimmkurs.

    Mit den Besten zu siegen kann jeder. Du musst es mit allen können!

  • Lass dein Kind sein eigenes Hobby finden.

    Vielleicht kommt er zum Fussball, vielleicht nicht. Ich habe den damals komplett ohne äußere Einflüsse für mich entdeckt.

    Mein Sohn hat Fussball, Basketball und Handball ausprobiert. Meine Tochter spielt Musicals.

    Das wichtigste ist das es ihm Spaß macht. Egal was es ist.

  • Hier ist mittlerweile alles von den Vorrednern gesagt worden, nur noch nicht von Jedem.

    Deswegen hier auch mein Statement ;)


    Mit 4,5 Jahren muss sich dein Kind für keinen Sport entschieden haben. Auch mit 8 Jahren, 10 Jahren oder 15 Jahren muss man sich nicht entscheiden.

    Wir sprechen hier von einem Hobby!

    Hier mal die Definition von Hobby reinkopiert:

    Ein Hobby (Plural: Hobbys) ist eine Freizeitbeschäftigung, die der Ausübende freiwillig und regelmäßig zum eigenen Vergnügen oder zur Entspannung betreibt.


    Das sagt eigentlich alles aus!

    "Freiwillig" und "Vergnügen" sind dabei die entscheidenden Worte.

    Gebe deinem Sohn in den nächsten Jahren die Chance verschiedenste Sachen auszuprobieren!

    Beobachte, wofür er Begeisterung erzeugt und wofür er vor allem eine intrinsische Motivation erzeugt.

    Hier mal die Definition von intrinsischer Motivation:

    Intrinsische Motivation ist der innere, selbstbestimmte Antrieb, eine Tätigkeit um ihrer selbst willen auszuüben. Der Anreiz liegt direkt in der Handlung oder der Freude am Prozess, wie bei Neugierde, Spaß oder persönlicher Erfüllung, völlig frei von äußeren Belohnungen oder Druck.


    Und wenn er für keinen Sport eine starke Eigenmotivation erzeugt, dann ist das so.

    Dann versucht weitere mögliche Hobbies aufzuzeigen!

    Hobbys können auch Geocaching, Instrumente, Theaterspiel, Modellbau, usw. sein.

    Nicht jeder Mensch macht gerne Sport. Und er ist deswegen kein schlechter Mensch.


    Sei offen und versuche nicht deine Hobbies auf die Kinder zu übertragen!

    Häufig bilden Kinder die selben Hobbies wie ihre Eltern, weil die Eltern natürlich als Vorbilder dienen und die Kids sehen, wieviel Begeisterung und Spaß das Elternteil bei dem jeweiligen Hobby hat.

    Und dann habt ihr die schönste Konstellation - nämlich ein gemeinsames Hobby, welches Gesprächsstoff bildet und gemeinsame Aktivitäten schafft.

    Aber als Elternteil sollte man sich auch für andere Hobbies der Kids begeistern können, auch wenn es nicht das eigene Hobby ist.

  • Wenn du schon einfluss nehmen willst, dann mach mit deinem Kind einen Schwimmkurs.

    Danke 👍

    Ein wirklich sehr sehr wichtiger und guter Hinweis, der Leben retten kann.

    Schwimmen hat mich erst zweitrangig etwas mit Sport zu tun. Erstrangig ist es für mich eine Fortbewegungsform, die jeder gesunde Mensch können sollte. Wer schwimmen kann, geht mit dem Element Wasser ganz anders um.

    Wir als Eltern haben die Verantwortung dafür zu sorgen, dass unsere Kinder das Schwimmen erlernen.

  • Schwimmen hat mich erst zweitrangig etwas mit Sport zu tun.

    nicht dein Ernst... mach mal den Fernseher an, aktuell sind Europameisterschaften.


    Und was meinst du, welche körperliche Leistung es für einen Vierjährigen ist, eine ganze Bahn zu schwimmen?

    Mit den Besten zu siegen kann jeder. Du musst es mit allen können!

  • nicht dein Ernst... mach mal den Fernseher an, aktuell sind Europameisterschaften.

    Golfstrom meint doch das Schwimmen an sich. Das "im Wasser nicht untergehen". Gehen ist auch eine Sportart, ich würde aber nicht auf die Idee kommen, wenn ich zum Bäcker gehe zu sagen "ich habe eben Sport gemacht".

  • nicht dein Ernst... mach mal den Fernseher an, aktuell sind Europameisterschaften.

    Golfstrom meint doch das Schwimmen an sich. Das "im Wasser nicht untergehen". Gehen ist auch eine Sportart, ich würde aber nicht auf die Idee kommen, wenn ich zum Bäcker gehe zu sagen "ich habe eben Sport gemacht".

    Richtig, so sehe ich das auch.


    Ich finde es super, wenn Kinder sich für den Schwimmsport interessieren und diesem mit starker intrinsischer Motivation nachgehen.


    Aber grundsätzlich sollte jedes Kind das Schwimmen erlernen. Da sollte für mich keine Freiwilligkeit dahinterstecken.

    Und Kinder, die aus Elternhäuser kommen, welche sich dort nicht hinterklemmen, sollten auch nicht einfach Pech haben, sondern da muss meiner Meinung nach Vater Staat dahinterstehen und sicherstellen, dass jedes Kind das Schwimmen erlernt.


    Meint also, für mich sollte der Schwimmunterricht als Zwangsfach in den Schulen wieder eingeführt werden, sodass sichergestellt ist, dass jedes Kind das Schwimmen erlernt. Aktuell ist es leider abhängig von den Elternhäusern.

  • Schwimmen hat mich erst zweitrangig etwas mit Sport zu tun.

    nicht dein Ernst... mach mal den Fernseher an, aktuell sind Europameisterschaften.


    Und was meinst du, welche körperliche Leistung es für einen Vierjährigen ist, eine ganze Bahn zu schwimmen?

    Ich meine damit, dass Schwimmen erstrangig eine Fortbewegungsform ist, die jeder können sollte, und zweitrangig eine Sportart ist, die man als Hobby betreiben kann.

    Natürlich weiß ich, welche körperliche Leistung dahintersteckt und dass Schwimmen auch Sport ist.

  • Und ich meinte, dass ein 4,5 jähriges Kind, was keinen Bock auf Fußball hat, durchaus im Schwimmkurs gut aufgehoben sein könnte.


    Natürlich ist schwimmen lernen Pflicht. Und natürlich sind da die Eltern gefordert. Genau wie radeln. Man kann nicht alles in Schulen abwälzen. Wie sollen denn zwei Lehrkräfte 28 Kinder im Schwimmbad managen, wovon einige super schwimmen, einige uberleben und reichlich viele können es noch gar nicht? Und das bei 20-30 min Wasserzeit? Btw, hier erst in der 3. Klasse, also viel zu spät.


    Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, genügend Möglichkeiten, eine Kurs zu buchen oder Lehrschwimmbecken zu besuchen. Von mir aus auch Kurse in den Kitas und Schulen für Nichtschwimmer aber Unterricht für alle ist Ressourcenverschwendung.

    Mit den Besten zu siegen kann jeder. Du musst es mit allen können!

  • Leider - ich weiß es ist hier neben der eigentlichen Themenspur - hilft auch der Schulunterricht nicht immer weiter.

    Bei mir haben sich - wir hatten je 3. Sportstunde Schwimmen und das Hallenbad war neben der Schule - vier Jahre lang drei Sportlehrer abgemüht und ich konnte beim Abitur immer noch nicht.