Neid­de­bat­te unter Eltern

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  • Bei der Siegerehrung wurde meine Tochter mit einem Pokal als Wertvollsten Spieler geehrt

    Die Bezeichnung "wertvollster Spieler" habe ich erstmals in den USA gehört. Es meint im Gegensatz zum "besten Spieler" nicht sosehr die sportlichen Einzelleistungen, sondern auch die soziale Kompetenz (also der faire Umgang mit Mannschaftskameraden und Gegnern). Ob man soetwas in der F-Jugend überhaupt messen kann ist natürlich fraglich?


    Die Frage, ob man den Wert eines Spielers von fremen Trainern, die dieses Kind eigentlich gar nicht kennen, sondern lediglich ihr Verhalten an diesem Spieltag bewerten sollen, ist natürlich auch fraglich.


    Nicht neu ist mir allerdins der Neid von Eltern, wenn ein Mädchen (egal wofür) in einer Jungenmannschaft besondere Beachtung geschenkt wird! Denn richtigen Fussball können doch ohnehin nur Jungen oder Männer spielen.


    Teilweise wird sehr viel Energie von Eltern, Trainer und sogar Staffelleitungen darin verwendet, (besonders starke) Mädchen nicht in Jungenteams mitspielen zu lassen. So hörte ich neulich von Eltern eines Mädchens, dass ihre Tochter nur noch dann wieder im Jugenteam spielen dürfte, wenn sie eine eigene Betreuerin hätte.


    @Spieler-papa
    Lass dich also nicht von neidischen Eltern beeinflussen, sondern unterstütze das Hobby deiner Tochter. Freue dich einfach mit ihr, wenn sie Spaß und Erfolg dabei hat!

  • Steinigen muss ich dich sicher nicht, @Zodiak, aber Du hast meinen Punkt nicht verstanden: Es geht nicht drum, dass zuviele keinen Preis kriegen, sondern mir geht es darum, dass die Wahlen falsch ablaufen.


    Ich bin also nicht gegen Wettkampf, sondern für faire Ausgangsbedingungen. Die Wahl des Weltfussballers ist da aber ein gutes Beispiel. Auch da geht es eigentlich nur um Stürmer. So eindimensional ist Fussball doch gar nicht, zum Glück!


    Grüße
    Oliver

    Spektakel fällt eben mehr auf - Tore sehen Laien, Qualitäten eines Philipp Lahm eben nur Profis ...


    Habe den Punkt schon verstanden - aber finde eben das der allgemeinen Tenor in die falsche Richtung geht.


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Ich denke richtig und falsch gibt es bei den einzel Bewertungen nicht.
    Mit Sicherheit ist ein sportlicher Anreiz für die Jungs sinnvoll, ich denke aber dass es sich hier um eine Mannschaftssportart handelt und dieses den kleinen (vor allem bis min. zur E-Jugend ) auch vermittelt werden sollte. Zumal ja, wie auch schon geschrieben wurde, ein hervorragender Verteidiger, keine realistische Chance hat und Einzelspieler in zunehmender Alter Probleme bekommen.
    Wenn man unbedingt noch Zusatzauszeichnungen vergeben möchte, kann man ja auch z. B. das Team belohnen, welches den Spieler mit den meisten geschossenen Toren in seinen Reihen hatte oder das Team mit den wenigsten Gegentoren... .


    Ich trainiere einen älteren Jahrgang E-Jugend und bei uns wird zum Glück nur selten der beste Spieler/Torwart ausgezeichnet.
    Bei einem Turnier in diesem Jahr, wurde auch zufällig ein Mädchen zur besten Spielerin gewählt. Sie spielte in einem sehr starken homogenen Team, welches auch, verdient, das Turnier gewonnen hatte. Die Spielerin hat echt auffällig und gut gespielt, jedoch war ich der Meinung, daß in Ihrem Team noch zwei Jungs waren, welche ich noch stärker fand. Ich denke das hier evtl. auch ein Mädchen unter Jungs Bonus eine Rolle spielte. Was mich aber persönlich nicht störte, da ich solchen Auszeichnungen keine grosse Bedeutung zukommen lasse.
    Ach ja, bei dem Turnier wurde sogar auch noch ein Mädchen, aber aus einem anderen Team, zum besten Torwart gewählt. Meiner Meinung nach, absolut berechtigt.
    Gruß

  • Die Aussage beißt sich massiv mit meiner Vorstellung von Ausbildung im Fußball.
    Gerade im Kleinfeld geht es massiv um die individuelle Ausbildung und individualtaktischen/technischen Aspekte.
    Natürlich im Rahmen einer Mannschaftssportart.


    Aber das wird erst dann wichtig, wenn Elemente wie das Verteidigen zu zweit etc. zum tragen kommen.


    Soweit zumindest meine Sicht.


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • @Zodiak, bzgl. Deiner Vorstellung um die individuelle Ausbildung kann und will ich nicht widersprechen, dafür fehlt mir die Erfahrung.
    Ich lese/höre immer wieder, dass man in den unteren Jugend Bereichen (bis E-Jugend ) das individuell Spiel bzw. das dribbeln fördern sollte und noch nicht zu viel auf das Passspiel setzen, um das offensive 1:1 (Dribbling ) auszuprägen, weil das später den Unterschied aus machen kann.
    Klingt für mich auch nachvollziehbar, jedoch finde ich, dass ein geordneter Spielaufbau, gepaart mit Dribblings (ab E-Jugend ), eine gesunde Mischung für eine solide Ausbildung auch sinnvoll sein kann.
    Da mir noch die Erfahrung fehlt, verfolge ich dieses Thema sehr interessiert um für mich die richtige Philosophie zu finden.


    Deswegen finde ich eine Einzelbewertung von Spielern nicht so gut (nur meine persönliche Meinung ) was aber nicht bedeutet, dass ich automatisch gegen eine individuelle Ausbildung bin.
    Gruß

  • Du wirst deine Vorstellungen und Ideen über Jahre hinweg (hoffentlich) immer wieder verändern.
    Ich denke nicht das mein Weg für alle und immer der richtige ist - und sein wird.


    Ich bin aber überzeugt von dem was ich tue, hinterfrage stets kritisch um voran zu kommen.


    Natürlich ist eine Mischung gemäß dem Prinzip "Einmal dribbeln, einmal spielen" die Königsslösung :)


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Das mit dem "Einmal dribbeln, einmal spielen" hört sich interessant an. Gibt es da irgendwelche Seiten / Infos / Übungen zum nachlesen?

  • Das mit dem "Einmal dribbeln, einmal spielen" hört sich interessant an. Gibt es da irgendwelche Seiten / Infos / Übungen zum nachlesen?

    Ist einer der Leitsätze in der Philosophie der Münchner Fussballschule.
    Gibt einige DVDs, Bücher und ein Trainingsvideoportal.


    Grüße
    Björn

    „Erfolg ist ein Geschenk – eingepackt in harte Arbeit." (Ernst Ferstl)

  • Ich denke das hier evtl. auch ein Mädchen unter Jungs Bonus eine Rolle spielte. Was mich aber persönlich nicht störte, da ich solchen Auszeichnungen keine grosse Bedeutung zukommen lasse.

    Sicher hast du recht, dass man solchen Auszeichnungen nicht allzuviel Bedeutung beimessen muß. Können doch beim nächsten Turnier ganz andere Kinder prämiert werden!


    Worüber ich jedoch gestolpert bin ist der "Bonus", den Mädchen unter Jungs zur Bewertung ihrer Leistungen haben sollen? Wie würdest du diesen Bonus beschreiben? Ist das so eine Art Mitleid-Bonus, weil es sich um ein armes, kleines Mädchen handelt, was sich unter diesen starken und frechen Jungs durchsetzen muß? Oder würdest du es eher in die Kategorie von körperlich unterlegenen Spielern einstufen, die sich dank ihrer Intelligenz, Technik und Schnelligkeit gegen körperlich überlegene Spieler durchzusetzen wissen?


    Ich habe mich früher schon gewundert, nach welchen Kriterien eine Talentselektierung vorgenommen wurde und mich deshalb näher mit dem RAE-Effekt (Real Age Effekt) beschäftigt, wonach die Spätgeborenen eines Jahrgangs weitaus weniger Chancen haben, sich für höhere Aufgaben in besseren Teams zu empfehlen. Nunmehr muß ich diese Erfahrungen dahingehend ergänzen, dass ein Mädchen in einer Jungenauswahl nur dann eine Chance bekommt, wenn man sie zu den Top 3 des Jahrgangs zählt! Da wäre ich schon dankbar die Motive für die Entscheidung, warum die Kriterien für ein Mädchen enger gesetzt werden müssen als bei Jungen, zu erfahren? Denn ich bin eigentlich der Meinung, dass jede/r eine faire Chance verdient hat, unabhängig vom Geburtsdatum, Ort und Geschlecht?

  • Worüber ich jedoch gestolpert bin ist der "Bonus", den Mädchen unter Jungs zur Bewertung ihrer Leistungen haben sollen? Wie würdest du diesen Bonus beschreiben? Ist das so eine Art Mitleid-Bonus, weil es sich um ein armes, kleines Mädchen handelt, was sich unter diesen starken und frechen Jungs durchsetzen muß? Oder würdest du es eher in die Kategorie von körperlich unterlegenen Spielern einstufen, die sich dank ihrer Intelligenz, Technik und Schnelligkeit gegen körperlich überlegene Spieler durchzusetzen wissen?

    Dazu kann ich Dir leider keine Objektive Aussage geben. Aus meiner Subjektiven Wahrnehmung heraus, würde ich vermuten, weil sie als Mädchen in einer spielstarken Mannschaft sehr gut mithalten konnte und spielerisch echt gut war. Denke nicht das es sich um Mitleid handelte. Wie schon geschrieben, hatte die Mannschaft noch min. 2 richtig starke Spieler dabei. Ich vermute nur, wäre das Mädchen ein Junge gewesen, wäre einer der beiden anderen Spieler gewählt worden (ist aber nur meine persönliche Einschätzung ) Die Jungs hatten sich aber auch wohl für das Mädchen gefreut zumindest konnte ich keine neidischen Blicke erkennen.

  • @bob-rooney


    Eine objektive Meinung darf man in einemm Diskussionforum nicht erwarten.


    wäre das Mädchen ein Junge gewesen, wäre einer der beiden anderen Spieler gewählt worden

    Deshalb ist auch die subjektive Wahrnehmung O.K.


    Je höher die Jahrgänge, je seltener werden die Mädchen in den Jungenteams. Aber wie läßt sich die Leistung dieser Mädchen gegenüber Jungen beurteilen? Soll man das Geschlecht dabei berücksichtigen oder nicht?


    Bislang hat sich mir gegenüber nur 2 Trainer (1 x Verein, 1 x Auswahl) geäußert. Der Vereinstrainer meinte, dass es (unnötige) Diskussionen geben könnte, wenn nicht für jeden Laien (z.B. Eltern) sichtbar wäre, das dieses Mädchen zu den Besten im Team zählt. Der Auswahltrainer äußerte sich in ähnlicher Richtung. Hier sollte es keine Diskussion innerhalb des Trainerstabs geben.
    Eindeutig ist damit wohl, dass das Geschlecht bei der Leistungsbeurteilung eine Rolle gespielt hat?!


    Über Nichts wird im Nachwuchsfussball mehr gestritten als über Leistung und Talent? Wenn dann noch andere Faktoren (Geschläft, Spätgeborene des Jahrgang) hinzukommen, wird es noch schwieriger.


    Allerdings würde ich mir mutigere Entscheidungen bei den Trainern wünschen, anstatt sich jeweils den Weg des geringsten Widerstands zu suchen. Die Kinder und nicht wir Trainer sollten im Mittelpunkt der Entscheidungen rücken!

  • Hallo ,


    erst einmal vielen Dank das ihr euch so ausführlich zu diesem Thema geäußert habt.


    Ich finde es Super , das der Veranstalter erstmals ein Mädchen gewählt hat .


    Für ein Mädchen was leider keine alternative zu einer Jungen Mannschaft hat , ist es schwieriger Fußball zu spielen als für einen Jungen. In den unteren Jahrgängen spielt das Geschlecht sicher noch nicht die Rolle . Aber ich sehe es auch so das ein Mädchen mehr auffällt als ein Junge der Spielt. Immer wieder höre ich Sätze wie " für ein Mädchen spielt sie ja Super "


    Unstrittig ist für mich auch , das Mädchen anders Fußball spielen.


    Wie in anderen Beiträgen schon geschrieben ist dies aber nicht das erste mal das meine Tochter anderen auffällt. Fast regelmäßig kommen andere Trainer und Eltern auf mich zu .
    Ich kann vieles davon nicht nachvollziehen. Weil ich das , was andere in Ihr sehen , nicht sehe !!


    Dann kommen aber diese Ereignisse wie " Wertvollster Spieler " " spielen im allstars Team " .


    Letztens hat mir eine fremder Trainer ein Formular für die Anmeldung zur Fußball Sportschule in die Hand gedrückt . Ersten möchte sie das nicht , zweitens ist sie erst 9 !!! und drittens nicht gut genug .


    Zusammenfassend möchte ich sagen : Mädchen haben es leider schwerer als Jungs . Es gibt viele Mädchen die gerne spielen würden und viele die guten Fußball spielen . Leider gibt es zu wenige Vereine die Mädchen-Mannschaften zulassen/haben.

  • etztens hat mir eine fremder Trainer ein Formular für die Anmeldung zur Fußball Sportschule in die Hand gedrückt . Ersten möchte sie das nicht , zweitens ist sie erst 9 !!! und drittens nicht gut genug .


    Zusammenfassend möchte ich sagen : Mädchen haben es leider schwerer als Jungs . Es gibt viele Mädchen die gerne spielen würden und viele die guten Fußball spielen . Leider gibt es zu wenige Vereine die Mädchen-Mannschaften zulassen/haben.

    Super Kommentar und Glückwunsch zu deinen Entscheidungen! Deine Tochter wird es dir später danken, dass du sich nicht schon zu früh weggeschickt hast, damit Andere nach Fussballkritieren ihren Alltag bestimmen.


    Auch bei den Mädchen setzt der Hyp, sich so früh wie möglich die Talente zu sichern und wenigstens kleines Geld (in der Bundesliga sind`s dann schon mal 6-stellige Beträge) zu sichern. Das geht häufig an den Interessen der Mädchen vorbei, die eigentlich erst mal nur Spaß am Fussball haben wollen! Hinzu kommt (geschlechtsunabhängig) die Ungewissenheit darüber, in welche Schulform (Haupt-, Realschule oder Gymnasium) man sich empfehlen kann.


    Mögen es Mädchen in oder gegen Jungenmannschaften vielleicht schwerer haben, so ist für talentierte Mädchen das genau die Herausforderung, die sie gegen oder mit gleichaltirigen Mädchen ansonsten nur in den Auswahlmaßnahmen finden können. Doch auch hier steckt manches, was bei den Jungen schon selbstverständlich ist, noch in den Kinderschuhen. So findet das Auswahltraining bei den Jungen in aller Regel 1 x wöchentlich (meistens montags) statt, während bei den Mädchen eher 2 x monatlich der Standard ist.


    Manches mag sich durch das Rollenverständnis der Elterngeneration erklären, die als Funktionäre in allen Ebenen für eine Verbesserung der Mädchensituation in den Vereinen sorgen sollen. Jedoch gibt´s auch bei den Mädchen andere Vorstellungen vom und über den Fussball, die eine Berücksichtigung finden sollten.

  • Also bei uns trainieren die Auswahlteams ( zumindestens in der D-Jugend ) noch zusammen und zwar wie bei euch jeden Montag und zwar jede Woche ( außer in den Ferien )
    Da bei mir auch ein Mädchen dort anwesend ist ( + ein paar Jungs ), schaue ich mir auch desöfteren diese Trainingseinheiten an.


    Anfang der Saison habe ich noch Montag/Mittwoch trainiert, aber der Rückrunde jedoch Dienstag/Mittwoch, da dann diejenigen, die meinen ins Stützpunkttraining gehen zu müssen, dies auch tun sollen.
    Jedoch wurde ich auch etwas dahingegend gezwungen, da mir von den Eltern gesagt wurde, dass Ihre Tochter neben dem Stützpunkttraining noch 2x ins normale Training gehen sollte. Wenn dies jedoch nicht möglich ist, Sie dann bei unserem Nachbarverein ( welcher 2 Ligen höher spielt ) jeweils am Dienstag ins training gehen würde. Da ich den Trainer dort recht gut kenne, wäre dies auch kein Problem, doch bringt es das wirklich?!? Was ich bei einer noch 11 jährigen, welche es niemals irgendwo in den bezahlten Fußball finden wird, doch recht heftig finde. Wenn ich jetzt noch unseren Spielplan anschaue, dann kommt Sie teilweise auf 5x die Woche Fußball, was mit nicht wirklich gut ist, da die Schule ja auch noch ruft. ( Mo Stützpunkt, Di traininig, Mi training, Do spiel, Sa Spiel )


    Wenn man sich doch dann mal mit anderen Personen unterhält ( Trainer von den einzigsten BOL Teams und Auswahltrainer ), dann fällt immer wieder der Begriff der Mädchenquote, die eine Stützpunktmannschaft haben muss.
    Diese wird bei uns vom BFV vorgegeben. Wie hoch diese ist, kann ich nicht genau sagen, jedoch gibt es diese Quote mit recht hoher Wahrscheinlichkeit.


    Ich will damit nur sagen, dass es die Mächen nicht immer schwerer haben als die Jungs. In dieser Hinsicht haben die etwas stärkeren Spielerinnen doch etwas leichter wie die Jungs.
    Wie es dann ab der C bishin zur A aussieht, kann ich derzeit nicht beurteilen, da ich mich bislang nur mit der D auseinandergesetzt habe. Alles weitere werde ich in den nächsten Jahren ja erfahren, falls der Weg der Richtige ist.

  • Wie @Danielano kann ich auch nicht bestätigen, dass es Mädchen immer schwerer haben als Jungs.
    Bei uns trainieren die talentierten Mädchen genauso am Stützpunkt, wie die Jungs. Im Gegensatz zu den Jungs gibt es bei den Mädels sogar eine Regionalauswahl, wo regelmäßig unter einem fachlich sehr guten Trainer trainiert wird. Auch die Landesauswahlaktivitäten finden regelmäßig statt und in meiner Wahrnehmung sogar öfter, als bei den Jungs. Natürlich ist es für die Mädels/Eltern ein großer Aufwand, zu den Trainings zu fahren. Allerdings kann ich rückblickend behaupten, dass die Chancen für Mädels im Fußball voran zu kommen, nie höher waren als aktuell.

  • @Danielano


    1. Mädchenquote
    Mädchenquote auf dem Stützpunkt für Jungen gibts nicht! Im Gegenteil: es werden meist nur solche Mädchen aufgenommen, die unter den Top 3 sind, damit es keine Diskussion unter den Trainern gibt! Dankbar ist der Mädchen- und Frauenfussball über jedes Talent, was bei den Jungen ausgebildet wird. Denn dieses Niveau gibt es bei den Mädchen-Stützpunkten leider (noch) nicht!


    2. 5 x Training plus Spiel in der D-Jugend
    In den Niederlanden gibt es eine Art D-Jugend-Landesliga. Dort ist es üblich 4 -5 mal wöchentlich zu trainieren. Lernen sollen die auch noch. Es gibt in einigen europäischen Ländern als Normalform die Ganztagsschule mit integrierter Freizeitgestaltung. Also das geht schon, ohne die Kinder zu überfordern.


    3. Die wird bestimmt nie ihr Geld mit Fussball verdienen ...
    Bitte nimm das jetzt nicht persönlich. Ich habe es nur deshalb aufgegriffen, weil es so oder so ähnlich (auch bei den Jungen) häufiger vorkommt, dass Trainer, die weder als Profi- oder Nationaltrainer Erfahrungen sammeln konnten, sich ein Urteil über die Perspektiven von Talenten bilden. Natürlich ist das schwierig, sogar fast ausgeschlossen. Aber dennoch hat doch jetztes Talent das Recht, seinen eigenen Weg gehen zu dürfen. Das muß auch kein Millionenvertrag sein, wie bei den Männern, sondern die Möglichkeit, ihrer Leidenschaft zum 'Fussball nachgehen zu dürfen. Wie sagt man so schön: Reisende sollte man nicht aufhalten!


    4. Mädchen im oberen Jungenbereich
    Es kursieren auch hier allerlei Gerüchte (z.B. ein Mädchen in einem Jungenteam müßte eine Extra-Betreuerin haben, Mädchen dürften nur bis max. C-Jugend bei den Jungen spielen, usw.) Diese Dinge werden meist von Trainern oder Staffelleitern verbreitet, die sich nicht damit anfreunden können, wenn es Mädchen mit gleichaltrigen Jungen aufnehmen. Im gesamten Jugendbereich dürfen Mädchen in Jungenmannschaften spielen. So spielte bis vor wenigen Monaten eine U 17 Nationalspielerin in ihrem Heimatverein bei den A-Junioren mit. Grätsche: nein ich werde wieder keine Namen nennen. Dann musst du dir eine Blödzeitung kaufen! Ich versuche zu informieren, Vorurteile zu beseitigen, um den Blick aufs Wesentliche zu erleichtern.

  • In Hessen dürfen Juniorinnen bis max. B-Jugend in Junioreteams mitspielen, siehe

    . Das Spielen von Juniorinnen in Juniorenmannschaften ist bis einschließlich der B-Junioren gestattet. In denAltersklassen bis einschließlich C-Junioren dürfen Spielerinnen ein Jahr älter sein als die männlichen Spieler.

    Offenbar ist das (mal wieder) in jedem Landesverband separat geregelt, aber Dein Beispiel von oben (U17 Nationalspielering spielt in der A mit) wäre hier nicht erlaubt gewesen.


    Grüße
    Oliver

  • 1. Mädchenquote
    Mädchenquote auf dem Stützpunkt für Jungen gibts nicht! Im Gegenteil: es werden meist nur solche Mädchen aufgenommen, die unter den Top 3 sind, damit es keine Diskussion unter den Trainern gibt! Dankbar ist der Mädchen- und Frauenfussball über jedes Talent, was bei den Jungen ausgebildet wird. Denn dieses Niveau gibt es bei den Mädchen-Stützpunkten leider (noch) nicht!


    Da muss ich dir leider nicht zustimmen. Das es diese Quoten geben würde, weiß ich jedoch zu 100 %. Vielleicht liegt es auch an den Bundesländern. Bei meinem Mädchen ist es zumindestens so, dass Sie derzeit nur da spielt, damit Sie auf diese Quote kommen. Natürlich bekommt man dies nicht geradeaus gesagt, jedoch ist Sie definitiv aktuell nicht unter den stärkeren Mädchen ihres Jahrganges anzusiedeln. Aber vielleicht auch nur ein schlechtes Beispiel



    2. 5 x Training plus Spiel in der D-Jugend
    In den Niederlanden gibt es eine Art D-Jugend-Landesliga. Dort ist es üblich 4 -5 mal wöchentlich zu trainieren. Lernen sollen die auch noch. Es gibt in einigen europäischen Ländern als Normalform die Ganztagsschule mit integrierter Freizeitgestaltung. Also das geht schon, ohne die Kinder zu überfordern.


    Du redest hier aber von Landesliga und nicht wie bei uns von Kreisklasse. Das ist doch der kleine aber feine Unterschied. Selbst BOL Teams bei uns in der Gegend trainieren nur 2x die Woche. Aber auch hier, vielleicht wohne ich einfach in der falschen Gegend und anderswo in Deutschland ist es komplett anders. Ich finde es einfach für einen D-Jugendspieler viel zu viel.



    3. Die wird bestimmt nie ihr Geld mit Fussball verdienen ...
    Bitte nimm das jetzt nicht persönlich. Ich habe es nur deshalb aufgegriffen, weil es so oder so ähnlich (auch bei den Jungen) häufiger vorkommt, dass Trainer, die weder als Profi- oder Nationaltrainer Erfahrungen sammeln konnten, sich ein Urteil über die Perspektiven von Talenten bilden. Natürlich ist das schwierig, sogar fast ausgeschlossen. Aber dennoch hat doch jetztes Talent das Recht, seinen eigenen Weg gehen zu dürfen. Das muß auch kein Millionenvertrag sein, wie bei den Männern, sondern die Möglichkeit, ihrer Leidenschaft zum 'Fussball nachgehen zu dürfen. Wie sagt man so schön: Reisende sollte man nicht aufhalten!


    Wenn sich das sog. Talent jetzt noch nicht in der Kreisklasse ( weiter oben spielen die aktuell nicht ) als Leistungsträgerinn herauskristalisiert, wird es in höherem Alter natürlich nicht einfacher. Ausschließen kann man dies jedoch nie, aber die Quote liegt da einfach bei unter 0.000000.....%. Bei uns hätte Sie im nächsten Dorfverein die Chance höher zu spielen, nur da wäre Sie aktuell nur in der 2ten Mannschaft.



    4. Mädchen im oberen Jungenbereich
    Es kursieren auch hier allerlei Gerüchte (z.B. ein Mädchen in einem Jungenteam müßte eine Extra-Betreuerin haben, Mädchen dürften nur bis max. C-Jugend bei den Jungen spielen, usw.) Diese Dinge werden meist von Trainern oder Staffelleitern verbreitet, die sich nicht damit anfreunden können, wenn es Mädchen mit gleichaltrigen Jungen aufnehmen. Im gesamten Jugendbereich dürfen Mädchen in Jungenmannschaften spielen. So spielte bis vor wenigen Monaten eine U 17 Nationalspielerin in ihrem Heimatverein bei den A-Junioren mit. Grätsche: nein ich werde wieder keine Namen nennen. Dann musst du dir eine Blödzeitung kaufen! Ich versuche zu informieren, Vorurteile zu beseitigen, um den Blick aufs Wesentliche zu erleichtern.


    Bei uns wurde deswegen auch eine Mädchenmannschaft seit 4-5 Jahren ins Leben gerufen. Ab frühestens der C werden dort die Damen aufgenommen. Bis zum ende der D werden die Mädchen demzufolge jedesmal mit den Jungs trainieren. Das Gerücht bis zur C hält sich jedoch hartnäckig. Ab der C wird es halt dann wegen der Pubertät etwas schwieriger und viele nehmen dann den einfachen Weg. Ab der C braucht man jedoch dann eine Einverständnisserklärung der Eltern, dass das so i.O. ist. Ist bei uns zumindestens so. ( Thema Duschen, Kabine, Umziehen usw. )
    Für den Trainer dann nicht immer wirklich so einfach

  • @Don Quijote


    Das ist mir in der Tat neu und vor allen Dingen sehr seltsam? Deshalb gilt Ähnliches für die Änderung eines Mädchen (oder Jungenteams) in ein gemischtes Team mit Mädchen und Jungen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass diese Verbandsregelungen dauerhaften Bestand haben wird? Wir haben nun mal Gleichberechtigung und die fängt nicht erst mit der Volljährigkeit an. Übrigens die U 17 Nationalspielerin, die bis vor kurzem in ihrem Heimatverein in der A-Jugend spielte, stammt aus NRW (als Google-Hilfe )!