Beiträge von golfstrom

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    Es steht so ein wenig für unsere Gesellschaft, dass im Frustabbau-Thread mehr als 10x soviel Einträge stehen, wie im Freude-Thread. Und das, obwohl wir hier über unser aller Hobby schreiben.

    Die drei Einträge hier von dieser Woche waren so erhellend und erfreulich, dass es richtig geil wäre, wenn wir noch mehr davon bekämen.

    Ich glaube es gibt schon unfassbar viele kleine und große tolle Momente bei unserem Hobby

    In unserem Landesverband müssen Vereine pro Mannschaft, die einen SR benötigt (als ab D-Jugend aufwärts) einen Schiedsrichter stellen. Wenn nicht, muss der Verein pro fehlenden SR abhängig von der Spielklasse eine Geldstrafe (unser Verein z.B. 200€) bezahlen. Im kommenden Jahr, würde die höchstspielende Mannschaft pro fehlenden SR einen Punkt Abzug bekommen.


    Bei einem SR-Fehl ist bei uns also die 1. Herren betroffen. Daher wurde bei uns im Verein versucht aus deren Reihen SR zu gewinnen. Ist allerdings wirklich schwierig, weil eine "SR-Karriere" und eine "Spieler-Karriere" zeitlich kaum miteinander vereinbar sind. Ich hatte damals deswegen auch als SR aufgehört.

    Bei D- und teilweise C-Jugend-Mannschaften ist es wegen des Mindestalter in unserem Kreisverband (14 Jahre) kaum möglich, dass diese Schiedsrichter stellen können. Da müssten dann Eltern oder Spieler aus den höheren Mannschaften ran. Bei uns stand tatsächlich einmal zur Diskussion, eine D-Jugend nicht zu melden, weil es nicht genügend SR gab. Diese Entscheidung hätte ich nicht akzeptiert.

    Das ist im Landesverband Brandenburg ebenso so geregelt. Geldstrafen und bei fehlender Verbesserungen gibt es Punktabzüge für die ersten Mannschaften.

    Führt dazu, dass Schiedsrichter wie Spieler richtig durch die Vereine transferiert werden und von Vereinen mit zahlungswilligen Sponsoren sogar noch extra monatliche Aufwandsentschädigungen bekommen, damit die Schiris zu ihnen wechseln.

    Zudem werden extrem viele Jugendliche gerade regelrecht zu Schiedsrichterschulungen und Zertifizierungen "überredet", damit die Vereine ihre Kontingente melden können.

    Das müssen aber dann drei sehr talentierte A-Jugendliche gewesen sein, wenn sie im Herrenbereich den Unterschied machen. Erstaunlich.

    Ansonsten ordentlich Klüngelei. Gut, da nicht mehr im Verein zu sein.
    Ich kann aber bestätigen, dass es glücklicherweise nicht zur Normalität gehört.

    Ja die haben unter falschem Namen gespielt

    Das ist kriminell, Betrug und kein Kavaliersdelikt. Eigentlich solltest Du wie Nils auch schon geschrieben hat, alle Hebel in Bewegung setzen. Ich vermute aber, dass das schwierig werden wird, wenn du keine handfesten Beweise liefern kannst. Der Vater alleine???


    Gegen so einen Trainer würde ich allerdings nie mehr ohne umfangreiches Bild und Videomaterial antreten. Optimal wäre es die Prüfung gleich während des Spiel durchzuführen. Bei begründeten Verdachtsfällen dann den Schiri darauf aufmerksam machen und darum bitten eine genauere Passkontrolle durchzuführen. Das kann man auch nach dem Spiel noch machen. Wird das verweigert und das Team inkl. Trainer haut ab, hast Du gute Karten vor dem Sportgericht.

    Bei uns im Verband wird keine Gesichtskontrolle mehr durchgeführt. Das macht es für Betrüger relativ leicht zu manipulieren. Viele Mannschaften kennt man allerdings mit den Jahren...

    Sehe ich ganz genauso. Hier muss gegen vorgegangen werden.

    Das ist unterste Schublade und sollte zumindest, auch wenn es vielleicht nicht mehr nachweisbar ist, beim Fußballkreis und den Verantwortlichen auf dem Tisch gebracht werden.


    Das einfach nur zu akzeptieren, wird dazu führen, dass derjenige dies noch weitere Male machen wird.

    Du meinst damit, dass Trainer nur Leute sein können, die selbst auch gespielt haben?

    Ich bin der Meinung, dass Fußball ein Alleinstellungsmerkmal hat, dass auch sportartenferne Personen das machen können (und auch in gewissem Umfang natürlich auch lernen können). Bei der Leichtathletik, Eiskunstlauf oder beim Judo in meinen Augen undenkbar.


    Hier liest man ja immer: niemanden aussortieren, selbst das größte Untalent kann noch Kassierer werden etc. Doch wird das Selbstverständnis hergestellt, dass man auch mal nen Trainerschein machen muss? Dass Schiris gestellt werden müssen? Dass ein A-Jugendlicher auch bei der F mithelfen kann? Oder ist hier der Sportler fein raus und das können gerne andere machen?

    Also aus dem Handball und Volleyball weiß ich, dass auch dort sehr häufig Leute als Jugendtrainer agieren, die selbst nie den Sport gespielt haben. Es geht auch oftmals gar nicht anders und gerade die bei Kindern sehr populären Sportarten werden es nicht hinbekommen, für alle Teams Trainer zu haben die selbst auch spielen oder gespielt haben.

    Beim Fußball kommt auch dazu, dass dieser Sport sehr präsent im TV ist und man sich zumindest in der Theorie sehr vieles relativ einfach aneignen kann. Also ich kenne ganz hervorragende Jugendtrainer, sie sich nur mit Interesse und Liebe viel theoretisches Wissen angeeignet haben und zumindest in Breitensportvereinen damit ganz hervorragende Jugendtrainer auch sind.

    Ich kenne auch B-Lizenz-Trainer, die selbst nie aktiv gespielt haben. Also möglich ist das alles bis zu einem gewissen Level.

    Du bekommst diese Thematik ganz einfach gelöst.

    Indem du komplette Rotationen in der Formation machst. Also in diesem Spiel spielen diese Kids vorne, im nächsten Spiel sind diese dann hinten und andere vorne. So können die Kids auf allen Positionen Erfahrungen sammeln und du hast keine Diskussionen diesbezüglich mehr, weil die Regeln komplett klar sind und dein Handeln konsequent ist.


    Wenn du so handelst "bei mir darf vorne spielen, wenn man den Ball trifft ... und clevere Spielzüge macht" wirst du eine immer größere Schere im Leistungsstand aufbauen zwischen deinen besten Spielern und den weniger guten Spielern, weil du nur den besseren Kids die Chance gibst, viel vorne zu spielen.

    Deine Bemerkungen hier in dem Chat wirken so, als ob du etwas überforderst bist mit deinem Jahrgang und deren Eltern. Die Eltern springen nicht ohne Grund auf. Wenn du klar kommunizierst und handelst, dann hast du normalerweise auch keinen Stress mit den Kids.

    Ich möchte mal die Meinungen hören, warum Dinge, die in vielen Randsportarten vollkommen normal sind, ausgerechnet beim Fußball nicht funktionieren.


    Ich habe Jahrzehnte Volleyball gespielt und immer hieß es in den Vereinen: wir melden euer Team nur, wenn ihr mindestens zwei Schiris habt und einen Jugendtrainer stellt. Aus einen Kader von 12 wohlgemerkt. In vielen Sportarten kann man gar nicht Sportartenfremd Training geben. Aber beim Fußball gucken alle reflexartig auf die Eltern.
    In meinem Verein ist genau einer aus der Herren auch im Jugendbereich engagiert. Einer (!) aus drei Herrenteams.


    Ist meine Beobachtung falsch?

    Du meinst damit, dass Trainer nur Leute sein können, die selbst auch gespielt haben?

    Aus den Herrenteams hast du nur sehr wenige, die auch als Trainer agieren. Das ist auch zeitlich sehr schwierig beim Fußball. Gerade im höherklassigen Fußball wird häufig 3-4x die Woche trainiert + die Spiele am Wochenende. Und selbst im unterklassigsten Bereich wird meist 2x die Woche trainiert + die Spiele am Wochenende.

    Die Spieler der 1.Herren werden dazu noch in ihren Vereinen teilweise sehr hofiert bzw. werden sie oftmals im Landesspielbetrieb auch bezahlt und sind sehr häufig vom Ursprung her überhaupt nicht aus dem Verein.


    Noch aktive Fußballer dazu zu motivieren, dazu noch auch als Trainer zu agieren ist sehr herausfordernd.

    Es gibt Vereine, die das aber auch beispielhaft auch fördern und fordern. Also möglich ist es schon, aber es erfordert gute Argumentationen.

    Unsere D1 spielt Tic Tac Toe meistens zum aufwärmen.. man muss eine schnelle Entscheidung treffen, am Laufweg Gas geben..

    Bei uns ist 15min vor dem Training treffen, da können die Jungs quatsch machen und quatschen. Im Training möchte ich 105min die ungeteilte Aufmerksamkeit wenn ich etwas erkläre. Anders herum wenn die Jungs was zu sagen haben, haben sie meine ungeteilte Aufmerksamkeit.

    Wer rum rennen und Stimmen machen will ist falsch in der Mannschaft und darf beim nächste Training gerne zu Hause bleiben und dort Stimmen machen.

    Wenn es mir zu viel wird sitzen die Jungs bei uns auch schonmal ein paar Minuten draußen. Ich bin keine Kinderbespaßung oder Betreuung... Es gibt Kids die wollen was lernen und sich entwickeln und dann müssen die Spaßvögel eben warten bis das Training vorbei ist.

    Ich finde es richtig, wie du das machst.

    In der D-Jugend kann man schon eine gewisse Disziplin einfordern. Und wer den Regeln nicht folgt, kann auch Konsequenzen spüren.

    Bei mir sind die Jungs, welche nicht sauber mitgemacht hatten, immer Runden gelaufen gegangen. Das kam nicht oft vor, aber es gab sowas.
    Ansonsten hängt halt auch viel von der Trainingsgestaltung ab. Wenig Stillstand, hohe Intensität und die Jungs werden weniger Zeit haben Quatsch zu machen. Dazu auch gerade bei unterhalb der D-Jugend genügend Trainer mit einer gewissen Aura und Autorität. 10 Jungs = 1 Trainer war immer meine Faustformel. Wenn du alleine über 12 Kids jünger D-Jugend trainierst ist es schwierig Disziplin einzubringen.

    Ich bin jetzt seit 4 Jahren auf dem Großfeld Trainer und da starte ich meistens in den letzten beiden Ferienwochen im Sommer wieder mit dem Training.
    In der fünften Woche sind meist 30-50% der Jungs nur dabei, der Rest ist beschäftigt, verreist oder hat noch keinen Bock.

    In der sechsten Woche sind meist 60-70% der Jungs dabei.

    In den Oktoberferien (bei uns immer 2 Wochen lang) biete ich meistens nur in der zweiten Ferienwoche Training an.

    In den Weihnachtsferien (Beginn meistens kurz vor Weihnachten, Ende kurz nach Neujahr) und Winterferien (eine Woche Anfang Februar) ist komplett Trainingsfrei. Ostern mache ich meistens auch komplett trainingsfrei.


    Ich bin in einem Breitensportverein und beobachte, dass die Trainingsleistungen und die Motivation in den Wochen nach den Ferien mit Abstand am Größten ist. Die Jungs kommen hochmotiviert in die Trainings nach den Pausen.

    Ich hatte auch mal Phasen als Trainer, wo ich fast immer Training anbot und meine Beobachtungen waren, dass dort zwar auch Kids kamen, aber die Konzentration und Motivation nicht immer ideal waren.

    Laut DFB Vorgaben darf bei einem E Jugend Spiel vom Torwart nicht über die Mittellinie geschossen werden. Ansonsten Freistoß für den Gegner

    Deswegen wird es häufig so gemacht, dass kurz zu einem Mitspieler eröffnet wird, der dann den langen Ball spielt.
    Meine Beobachtungen waren so, dass es meist nur 1-2 Spieler gab, der den langen Ball halbwegs präzise spielen konnte in der F-Jugend und E-Jugend. Und das war meist nicht der Torwart.

    Ja, das ist richtig. Bringt den Kids vernünftigen Fußball mit einer flachen Spieleröffnung und vielen Ballkontakten bei.

    Wo ich noch in der F-, E- und D-Jugend trainiert habe, gab es immer wieder gegnerische Teams, die beim 6-6 oder 7-7 solche Spielanlagen hatten. Häufig war es auch gar nicht der Torwart, der den Ball nach vorne geprügelt hat, sondern der kräftigste Spieler ging zum Torwart, übernimmt den Ball und prügelt dann nach vorne, wo 2-3 sehr schnelle und technisch starke Spieler versuchen zu vollenden. An 3-4 Spielern lief das Spiel häufig vorbei und diese hatten nur defensive Rollen.


    Sehr beliebt war auch der Distanzschuss von der Mittellinie vom schussstärksten Spieler in die Winkel des im Verhältnis zum Torhüter viel zu großen Halbfeldtores.

    Ich habe aber über die Zeit Wege gefunden mit meinen Teams, das zumeist zu verteidigen. Wenn der lange Ball kurz bevor stand, habe ich mein Team immer tief zurückziehen lassen, damit wir dort diese Bälle abfangen und Überzahl haben gegenüber den 1-2 Stürmern.

    Den Schuss von der Mittellinie habe ich durch Pressing des relevanten Spielers meist verhindern können.

    Also du kannst Lösungen finden, das zu verhindern.

    golfstrom Ich denke, du hast mich falsch verstanden. Ich möchte doch nicht, dass Monate oder Jahre nachdem ein Spieler aufgehört hat, mit dem oder der Spielerin in Kontakt bleiben - mit den Spielern oder Spielerinnen sowie nicht direkt, hoffentlich sind die Eltern gemeint. Aber direkt, wenn ein Kind aufhört, spricht man doch noch einmal mit den Eltern, oder etwa nicht? Und genau in dem Gespräch bietet man andere Möglichkeiten an. Meistens merkt man doch sogar als Trainer, wenn ein Kind kurz vorm Aufhören ist, dann wäre doch auch ein Gespräch sinnvoll.


    Auch so eine große Datenbank halte ich nicht nur für übertrieben sondern rechtlich sogar für problematisch

    ja klar, bei anstehenden Vereinswechseln oder der Gefahr, dass das Kind/Teenager mit dem Sport aufhört, sollte man definitiv nochmal miteinander sprechen.

    Ich habe gerade in meinen ersten Jahren als Trainer es immer sehr persönlich genommen, wenn ein Kind/Teenager mit dem Sport aufhört oder die Sportart wechselt, mich immer stark hinterfragt und schlechtes Gewissen gehabt.

    Mit der Zeit habe ich natürlich gelernt, dass man nicht jeden bis zum Ende des Nachwuchsfussballs mitnehmen kann und es auch immer Veränderungen geben wird.

    Bei manchen merkt man schon als Trainer, dass das Interesse nachlässt, das Kind nicht mehr so häufig zum Training kommt etc.

    Es gab aber definitiv auch überraschende Beendigungen, die für mich nicht erkennbar waren oder sehr plötzlich in den Sommerferien die Erkenntnisse kamen, dass man etwas anderes machen möchte.

    Warum erlischt das Interesse von Trainern und Vereinen an Spielern sofort, wenn sie nicht im eigenen Team spielen wollen? Wir in der letzten Dekade mehr als ein dutzend Spielern, Kontakte für andere Mannschaften vermittelt, sowohl stärkere als auch schwächere Teams, wenn sie drohten mit dem Fußball aufzuhören.


    Bei Mädchen im Jungenfußball erleben wir das gerade extrem. Spielerinnen werden wortlos aufgegeben, statt auf Mädchenmannschaften ind der eigenen Umgebung, schlimmer noch in bestehenden Spielgemeinschaften, hinzuweisen. Gerade am Wochenende wieder erlebt. Eine Spielerin hatte bei den Jungen keine Chance, Dauergast auf der Bank, aufgehört weil ihr keine Perspektiven aufgezeigt wurden. Und das obwohl es eine Asprache mit der Jungenmannschaft, bzw. dem Verein gab. Nach kurzer Recherche betrifft das vier Spielerinnen. Drei haben sich jetzt für ein anderes Hobby entscheiden, die oben angesprochene Spielerin ist nach einem Jahr Pause zu einem anderen Verein gewechselt. Immerhin ist die dann dem Fußball treu geblieben.

    Weil es kaum händelbar ist, mit allen Jugendspielern und Jugendspielerinnen, die nicht mehr im Verein sind, in Kontakt zu bleiben.

    Wer soll das denn machen?


    Ich habe es als Trainer meist noch hinbekommen mit Spielern in Kontakt zu bleiben, wenn sie gewechselt waren. Aber sobald ich den Jahrgang gewechselt hatte, klappte das meistens nicht mehr.


    Dafür bräuchte man sportliche Leiter, Teammanager oder ähnliches.
    Unser Teammanager im Herrenbereich pflegt eine riesige eigene Datenbank mit allen ehemaligen Spielern oder allen Spielern mit denen er mal in irgendeiner Art in Kontakt war. Da hat sich in den 10 Jahren, seit denen er diese Rolle macht, ein großes Netzwerk aufgebaut, auf das er zurückgreift, wenn es um Neuverpflichtungen geht.

    Dort sind auch alle unseren ehemaligen Jugendspieler drin, die aus irgendwelchen Gründen aufgehört oder gewechselt hatten.


    Im Jugendbereich halte ich das aber kaum für machbar.

    Hier mal meine Tipps dazu:


    1. Erwartungen herunterschrauben - damit wirst du deine Punkte 1, 2, 3, 4 und 5 beseitigen

    2. Kleingruppen nach Leistungsstand einteilen und max.10 Kinder pro Trainer - damit verbesserst du deinen Punkt 1 zusätzlich

    3. Eltern vom Platz und außer Sichtweite - erkläre den Trainingsraum und die Trainingszeit als EUREN Raum. Du bist der Chef und die Kinder können sich loslösen von den Eltern während der Trainingszeit. Zudem ist es auch für euch Trainer entspannter, weil ihr auch mal Fehler machen könnt ohne das Gefühl zu haben, dass Eltern euch beurteilen - mit diesem Ansatz hast du deine Punkte 2 und 4 komplett erschlagen

    4. Passen priorisieren ist der völlig falsche Ansatz in dieser Altersgruppe. Lass sie dribbeln und kreativ sein! Zeig ihnen in Spielformen lieber auf, dass Passen manchmal sinnhafter ist oder gestalte die Spielformen so, dass sie für Torerfolge vorher passen müssen (alle Spieler brauchen Ballberührungen vor Tor bspw.) - Punkt 5 ist damit komplett erschlagen


    Du machst das für die Kinder und ja, es lohnt sich gewaltig. Es werden Situationen kommen, wo dich strahlende Kinderaugen anleuchten. Also nicht die Geduld verlieren und die oben genannten Punkte beherzigen, dann wirst du auch Freude haben.


    Viel Erfolg und Spaß bei der Umsetzung

    Also grundsätzlich hast du das erste Großfeldspiel 5:2 verloren und nicht 18:0. Das ist für mich erstmal rein ergebnistechnisch keine Katastrophe.

    Sei einfach geduldiger und mache der Mannschaft klar, dass einige gegnerische Teams schon etwas Erfahrung haben und deswegen möglicherweise in ihrer Entwicklung schon weiter sind.


    Wenn die Mädels erfolgsverwöhnt sind, hast du erstmal nicht soviel falsch gemacht in den letzten Jahren. Ich gehe davon aus, sie werden deshalb gute fussballerische Grundlagen haben und auch ein gewisses Fussballverständnis schon mitbringen, sonst hättet ihr in den Vorjahren nicht so erfolgreich sein können.


    Auf Kondition würde ich erstmal keinen spezifischen Wert legen. Das sie in den letzten 20min platt waren ist völlig normal für Großfeldneulinge. Die Wege sind länger, die Spielzeit ist länger und möglicherweise bewegen sie sich noch nicht so intelligent, wie es sein sollte und lassen viel Kraft bei unnötigen Wegen.


    Wie -Nils- schon ansprach, würde ich erstmal die Übungen ebenfalls deutlich weitläufiger machen. Passschärfe, Passweite usw. müssen dem Großfeld angepasst werden!

    Die Formation halte ich auch nicht für so relevant, kann dir aber nur empfehlen, nicht zuviel in den ersten 2 Jahren die Formationen zu wechseln. Lieber eine Formation richtig spielen können, als mehrere Formationen nur ein bissschen spielen zu können.


    Die Taktiktafel sollte jetzt zudem deutlich mehr in den Mittelpunkt rücken. Zeige dort auf, wie die Mädels sich zu positionieren und zu bewegen haben. Ich würde mich erstmal auf die Abläufe beim Spielaufbau konzentrieren. Also was muss passieren, wenn die Torhüterin den Ball hat. Wo müssen die IV´s stehen, wo die AV´s und wo die 6er und 8er, damit ihr sauber hinten raus spielen könnt.


    Das kannst du im Training auf einer Großfeldhälfte auch gut trainieren mit 12-15 Spielerinnen. An der Mittellinie stellst du 3 Minitore hin, die den Übergang in die gegnerische Hälfte simulieren. Dann hast du eine Mannschaft mit deiner Viererkette, der Torhüterin und eine 6er und 8er, welche versuchen mit flachen Bällen hinten das Spiel aufzubauen und in die Minitore Tore erzielen müssen und du hast die gegnerische Mannschaft mit Stürmerin, 2 Flügelspielerinnen, einer 10er und eventuell noch eine 8er, die versuchen den Spielaufbau zu stören und bei Ballgewinn natürlich versuchen ein Tor zu erzielen auf das Tor mit der Torhüterin. Dort kannst du auch die Abstände in der Viererkette und nach vorne üben, bei Ballgewinn breit machen, bei Ballbesitz des Gegners zusammenziehen.


    Je mehr Spielerinnen du hast, desto mehr kannst du auch das ganze Spiel simulieren. Wenn du gar 22 Spielerinnen hast, kannst du im Trainingsspiel sogar die kompletten Abläufe trainieren. Frierst immer wieder das Spiel ein, erklärst die Abläufe, idealerweise auch mit Taktiktafel auf dem Platz. Wenn der Ball im Aus ist, dann geht der Ball immer wieder zu den Torhüterinnen, sodass du mehr diese Situationen hast usw.

    Im vorderen Ablauf würde ich gar nicht soviele Abläufe einstudieren am Anfang. Lass ihnen dort Freiheit, zeige Optionen auf, aber zwinge sie nicht in Abläufe rein offensiv.

    Hinten ein sauberer Spielaufbau ist meiner Meinung nach am Anfang wichtiger. Wenn das gut sitzt, kommt ihr je nach Gegner, relativ zuverlässig und regelmäßig in die gegnerische Hälfte und könnt Torchancen herausspielen.


    Ansonsten zusammenfassend gesagt, sei vor allem geduldig!
    Der Umstieg von Kleinfeld auf Großfeld braucht Zeit und es werden auch einige Spielerinnen dabei sein, welche vorher auf Kleinfeld noch geglänzt haben, die sich erstmal komplett neu zurechtfinden müssen.

    Probiere deine Spielerinnen auch mal auf verschiedene Rollen aus. Sei mutig dabei und gebe ihnen auch mal 2-3 Spiele Zeit sich in neue Positionen einzuleben und zu gewöhnen.


    Ein weiterer Tipp noch - nehme für deine IV-Positionen Spielerinnen, welche technisch und taktisch gut sind und auch kommunizieren und anleiten können. Es ist wichtig, dass dort Spielerinnen stehen, die das Spiel verstehen und coachen können. Ihre Vorder- und Nebenleute auch anleiten können. Wenigstens ein IV sollte eine kommunikative Führungspersönlichkeit sein. Die technischen und taktischen Fähigkeiten auf dieser Position sind wichtig, um saubere Pässe zu den Vorderleuten zu bringen, auch mal Pässe durch 1-2m breite Gassen spielen zu können mit der richtigen Schärfe und Genauigkeit. Auch mal einen langen Diagonalball auf die Flügel spielen zu können usw. sind wichtige Fähigkeiten auf den IV-Positionen. Mir wären diese Fähigkeiten dort wichtiger, als reine Zweikampffähigkeiten.
    Auf den AV-Positionen sind im Nachwuchsfussball die Anforderungen etwas niedriger. Die AV´s schalten sich noch nicht soviel ein in die Angriffe, wie das bspw. im Profifussball der Fall ist. Dort kannst du bspw. auch Fussballneulinge oder unsichere Spielerinnen am Anfang gut aufstellen, um sich ins Spiel hineinzufuchsen. Diesen Positionen kannst du 2-3 Instruktionen mitgeben und da können sie sich schnell und einfach hineinarbeiten.

    Wer wirklich Profi werden möchte, muss die richtigen Trainer zur richtigen Zeit haben. Es wird nicht automatisch jeder willige und talentierte Spieler/Spielerin Profi, sondern es muss wirklich alles zusammenpassen.


    Und wenn man sich die Geschichten von Profis anhört, dann sind da oft solche Geschichten mit langen Anfahrtszeiten, Nachmittagen/Wochenenden in Öffis und in Eltern-PKW´s zu hören, um die richtigen Trainer zu erreichen.

    Je nach Landesverband gibts unterschiedliche Regelungen für die Mädels.


    Wer bei den Damen durchstarten will, muss im wesentlichen als Jugendliche bei den Jungs mithalten können. In sofern macht man nichts falsch, wenn sie bei den Jungs mitspielt und sofern sie dort mit Tempo und Körperlichkeit kein Problem hat. In unserem LV ist STP-Platz die Eintrittskarte in den Jungsbereich ab der C-Jugend. Ohne STP darf man dann nicht mehr bei den Jungs spielen und muss in eine Mädchenmannschaft.


    Prinzipiell muss man festhalten, dass bei den Mädchen die Leistungsdichte nicht so hoch ist wie bei den Jungs aber sie ist da! Bei den besten gibts inzwischen eine ähnliche Auslese mit Selektion und Deselektion wie bei den Jungs.

    Das ist bei ihr auf der TW-Position schon etwas anders. Als Feldspieler gebe ich recht, wenn Mädels da solange wie möglich bei den Jungs mitspielen, dann hilft das ihrer Entwicklung enorm.


    Auf der TW-Position wird sie sicher in bestimmten Situationen auch in Zweikämpfe müssen, aber ihre Rolle ist da schon sehr gesondert.

    Die Erfahrung von D88J liest sich mal wieder wie eine ganz typische Situation, wo einzelne Nasen über den Karriereweg von Talenten bestimmen. Unglücklich natürlich auch die Doppelrolle als Trainerin im Leistungsverein und bei der Auswahl. Aber solche Konstellationen gibt es häufig.


    Ich würde auch sagen, dass ihr gemeinsam erarbeiten solltet, was deine Tochter möchte.

    Das ist ausschlaggebend für ihren weiteren Weg. Möchte sie wirklich versuchen das Bestmögliche herauszuholen, solltet ihr die Chance nutzen und zur Verbandsauswahl zu gehen und beim DFB-Stützpunkt bleiben. Die positive Meinung der Stützpunkttrainerin kann auch bei der Verbandstrainerin ein Umdenken erzwingen. Und von einer Einladung vom Verband träumen viele Kids.


    Ansonsten soll sie entspannt bei der Jungsmannschaft weiterspielen oder eben zur Mädelstruppe aus dem Nachbarort wechseln. Gerade die Mädelstruppe aus dem Nachbarort könnte bei ihr auch den Spaß am Sport erhalten.

    Da war ein nach dem WM-Aus enttäuschter Fussballfan, der in den Pressekonferenzen irgendwo aufgegriffen hat, dass die Fehler im Nachwuchs gemacht werden und vermutlich war er/sie selbst mal kurzzeitig im Nachwuchs als Trainer oder Vater präsent und hat dort noch einige eigene Erfahrungen mit eingebracht.


    Die Diskussion begann in den Wochen nach dem WM-Aus und der Text ist definitiv mit KI erstellt worden und in einigen Phasen mit menschlich ergänzt/modifiziert worden. Da ich mich beruflich mit KI relativ viel beschäftige und auch privat einige KI-Tools regelmäßig nutze, erkenne ich die typischen Muster in jedem Beitrag.