Beiträge von golfstrom

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    Bin ja der Meinung, dass ein Hobby Geld und Zeit kosten darf, will daher auch kein Benzingeld o.ä.

    Für mich bedeutet das auch einen gewissen Grad an Freiheit.


    Muss fairer weise sagen, dass ich bei Turnieren etc. von Eltern auch mal zu Kaffee und Kuchen, einer Wurst etc. eingeladen werde.

    Also Benzingeld würde ich schon erwarten, wenn ich als Ehrenamtlicher in einem Verein als Trainer tätig bin.
    Als Spieler sollte das nicht zu erwarten sein, aber als Trainer gibst du eher als das du nimmst und da sollten die Ausgaben für Benzin schon irgendwie vom Verein getragen werden.

    Ich sehe es immer so. Als Spieler gehst du deinem Hobby nach, aber du nimmst vor allem eine Leistung in Anspruch. Nämlich das dir die Sportanlage gestellt wird, ein Trainer gestellt wird, Schiedsrichter gestellt werden und Klamotten für die Spiele vorhanden sind.

    Als Trainer gibst du eher eine Leistung. Und hier sollten zumindest die Ausgaben schon gedeckt sein.

    ich hätte es die Mannschaft selber regeln lassen. Wenn sie möchte, dass sie mitspielen möchte, dann braucht sie einen Torwart.

    Wie auch immer sie das regelt, ihr habt zwei Minuten Zeit, diskutiert es aus und nennt mir einen Torwart oder als weitere Option, jeder geht mal ins Tor - diese Option musst du mit reinbringen in die Diskussion

    Was du beim Hallenturnier hättest machen können, wäre mit einem letzten Mann, also fünften Feldspieler spielen.

    im Brandenburger Raum werden bei den meisten Breitensportvereinen keine Aufwandsentschädigungen für Jugendtrainer bezahlt.

    Was manchmal gemacht wird ist, dass die rund 300,-, die der Landesverband für jeden Lizenztrainer an die Vereine bezahlt, direkt weitergegeben werden an die jeweiligen Lizenztrainer. Da kommst du dann umgerechnet auf rund 25,- bis 30,- im Monat an Aufwandsentschädigung. Also ich rede hier von Lizentrainer im Nachwuchs, die im Kreisspielbetrieb oder niedrigen Landesspielbetrieb aktiv sind.

    Aufwandsentschädigungen im Nachwuchsbereich bekommen hier meist nur Trainer von Großfeldnachwuchsteams, die mit ihren Teams min. 3x die Woche trainieren und mindestens im Verbandsspielbetrieb aktiv sind.

    Das was du beschreibst sind die ganz klassischen Themen in Breitensportvereinen.


    Erstmal muss euch bewusst sein, wofür euer Verein steht.

    Ich gehe von Breitensport aus.


    Du machst mit deinem Ansatz grundsätzlich erstmal im Sinne der Ausbildung schon extrem viel richtig.

    Wer in den Leistungssport möchte und das Talent dazu hat, sollte von euch auch dahin gefördert werden, den Verein zu wechseln. Dazu gehört also auch, dass ihr die Eltern beratet und eventuell auch mal ein Probetraining bei einem Leistungsverein begleitet oder das Sichtungstraining vom DFB begleitet.

    Das wird in vielen Breitensportvereinen nicht gemacht, weil diese Spieler die Ergebnisse garantieren und die Trainer Angst haben, diese Spieler zu verlieren.


    Dann solltest du tatsächlich auch abwägen. Die Kids in Dorfvereinen wollen normalerweise einfach nur Spaß haben und ab und zu auch Spiele gewinnen. Und wenn sie mal oben in der Tabelle dabei sind, wollen sie auch durchaus die Meisterschaft im Kreisspielbetrieb mal gewinnen.

    Das sollte man definitiv auch mal berücksichtigen, wenn es um Aufstellungen und Einsatzzeiten geht.

    Ihnen geht es normalerweise nicht um den Männerfußball oder sie haben dieses weitsichtigen Denken von uns nicht so ausgeprägt. Sie leben eher im Moment und im Hier und Jetzt.


    Meiner Erfahrung nach merken die Kids sehr schnell, ob sie eher zu den stärkeren Spielern oder schlechteren Spielern gehören. Und auch ich habe schon die Beobachtung gemacht, dass diese Kids dann Einwechslungen im Sinne des Ergebnisses sogar ablehnen. Ich habe ein solches Verhalten immer als sehr teamdenkend vor der ganzen Mannschaft gelobt und diesen Spieler dann im nächsten Spiel deutlich mehr oder sogar komplett spielen lassen.

    Auch so kann sich ein Handeln im Sinne des gesamten Teams bilden.


    Also grundsätzlich kann ich dir nur raten, mache weiter so - du bringst sehr gute Ansätze dort hinein und ich denke, dass deine Mannschaft auch gut mitspielen kann in ihren Spielligen.

    Wir erfinden schon immer noch eine ganze Menge Dinge in unserem Land.

    Bei den Anmeldungen an Patenten liegen wir in den Top5 weltweit.
    Nur die wenigsten Erfinder machen mit ihrer Erfindung ein Geschäftsmodell daraus, weil das heutzutage einfach schwieriger ist als vor 100 Jahren, weil es eben schon unzählige Geschäftsmodelle gibt und die Entwicklung von Geschäftsmodellen nicht immer im Naturell eines Erfinders ist. Zudem neigen wir Deutschen auch nicht unbedingt dazu, Erfindungen zu hypen und gut darzustellen.


    Viele Erfinder verkaufen ihre Patente sehr früh für sehr großes Geld an große Unternehmen. Erfinder arbeiten heutzutage auch weniger allein in ihrer Garage, wie man sich das häufig vorstellt, sondern sind oft in Teams bei Start-Ups, in Forschungseinrichtungen und in großen Industriekonzernen.


    Viele heutige Erfindungen sind auch nicht mehr sichtbar, stecken in Chips, Software oder Prozessen.


    Sorry, ich bin etwas am Fußball vorbei mit diesem Posting. Aber so richtig, wollte ich deinen Standpunkt nicht so stehenlassen ;)

    Hey Dirk Coerverfan,


    aber das ist doch das, was ich in meinem Beitrag, vielleicht zu umständlich beschrieben, schreibe.

    Wir erzeugen viel zu wenige Weltklassespieler gemessen an der Anzahl der Bevölkerung und der Anzahl der aktiv Fussball spielenden Kinder und Jugendliche.

    Und in meinem Beitrag habe ich weiter versucht aufzuzählen woran das liegt.

    Wir machen einfach in den zur Verfügung stehenden Trainings nicht das Richtige. Oder zu wenig richtige Sache.

    Fall 2 klingt aber relativ dramatisch.

    Mit diesem Kind würde ich mich erstmal überhaupt nicht fussballerisch kümmern. Defizite hin oder her - hier sollte erstmal nur im Mittelpunkt stehen, als Verein mitzuwirken, dieses Kind wieder emotional stabil zu bekommen und als Mensch aufzufangen.

    Und wenn da mal eine Absage steht, dies nicht mit anderen Kindern zu vergleichen, sondern seine Situation zu berücksichtigen.

    Vielleicht tut der Verein auch gut, um es abzulenken

    Ich glaube dass wir nach wie vor in den Top10 sind, was die Ausbildung von Talenten für die absolute Spitze angeht.

    In der Breite erzeugen wir leider meiner Meinung nach wenig Weltklasse. Wir haben also seit vielen Jahren nicht die Talentvielfalt wie Frankreich, Spanien, Portugal oder England, wenn wir mal nur bei den europäischen Nationen bleiben.

    Zwischen 2000 und 2005 hatten wir auch weniger als 5 Weltklassespieler. Zwischen 2005 und 2020 hatten wir mal sehr viele wirkliche Weltklassespieler, seitdem ist es wieder etwas gesunken, aber nicht auf dem Niveau von 2000 - 2005.

    In Italien oder auch bei den Niederländern ist ähnliches zu beobachten.


    Was in Deutschland verloren gegangen ist, ist der Bolzplatzfußball!

    Dort wurden die Stürmer und Techniker ausgebildet.

    Also technisch starke und durchsetzungsfähige Vollblutstürmer wie Rudi Völler, Jürgen Klinsmann, Ulf Kirsten oder Rummenigge das waren.

    Die letzten Weltklassestürmer, die wir hatten, waren Miroslav Klose und Mario Gomez.


    Der DFB hat dies aber erkannt und möchte mit seinen Transformationen im Nachwuchs dem entgegenwirken und die Kinder, wenn sie dann mal beim Fußballtraining sind, wieder mit den kleinen Spielformen mehr Bolzplatzfußball spielen lassen.


    Was ich ebenso sehr häufig beobachte ist, dass die Trainer sich über die Ergebnisse ihrer Teams profilieren.

    Also schon bei E-Jugenden und F-Jugenden die Kinder dazu bringen auf Ergebnis zu spielen. Also nicht mehr dribbeln, einstudierte Passabläufe zu spielen und damit Ergebnisse zu bringen. Das gab es früher auch schon - nur früher haben die Kids deutlich mehr neben dem Training gesocct und konnten so ihre individuellen Fähigkeiten trainieren. Heute soccen sie häufig nur noch im Verein und müssen dann Fußball in massiv regulierter Form spielen ohne Möglichkeiten sich auszuprobieren.


    Ich sehe im Kreisspielbetrieb B-Jugend als Beispiel ganz viele Teams mit Spielern, die technisch eklatant schwach sind, obwohl die Jungs seit 10 Jahren Fußball spielen. So ein schwaches Niveau im unteren Bereich gab es früher nicht. Das habe ich nicht so in Erinnerung. Da gab es einzelne schwache Spieler mal, aber nicht in der Menge.

    Das kommt davon, weil diese Kids nicht mehr frei spielen dürfen. Sie soccen dann nur noch 2xpro Woche im Training in massiv regulierten Trainingseinheiten stupide Passabläufe oder Torschüsse ohne Gegnerdruck und spielen einmal die Woche auf unterstem Niveau einen streng regulierten Ergebnisfussball, der ebenso kaum Freiheiten den Kids gibt oder wo nur 2-3 Spieler auf festgespielten Positionen kreativ sein können. Der Rest kloppt den Ball einfach weg oder soll nur zerstören oder den Ball sofort weitergeben.


    Also zusammengefasst:

    Weniger Bolzplatzfußball

    Stupide Trainingsmethodiken

    Veraltete Spielprinzipien

    Falsche Fokussierung in den Spielen


    Hier muss angesetzt werden und wenn wir in einem großen Fußballland wie Deutschland an den richtigen Stellschrauben drehen, dann werden wir schnell auch wieder tolle Talente wie jetzt Florian Wirtz oder Lennart Karl entwickeln. Das Potential ist riesig.

    Wenn die Spielform intensiv ist und auch gecoacht wird, dann kann es durchaus fruchtbar sein, auch wenn mit vernünftigen strukturierten Übungen sicher ein größerer Lernfortschritt erreicht werden kann.


    Ich kenne aber auch Trainer, die sich Übungen aus dem Internet heraussuchen, häufig mit stumpfen Passabläufen, Dribblings oder Torschüssen, diese kaum coachen und wenig Intensivität drin ist, viel Stillstandszeit vorhanden ist und dann denken sie machen hervorragendes Training.


    Da wird die oben genannte Spielform mehr Sinn machen und den Kids mehr bringen.


    Laut deinen Erzählungen wird es aber vermutlich eher Bolzplatzfussball sein. Da würde ich auch über den Jugendwart gehen und fragen, ob das der Sinn und Zweck des Trainings dauerhaft sein soll

    Hallo Coach_T - was du ansprichst sind die ganz typischen Themen in einem Breitensportverein, vermutlich in einer Großstadt oder im Speckgürtel einer Großstadt.

    Zusammengefasst - viele Kinder, großes Leistungsgefälle, wenig Ehrenamtliche und Ergebnisdruck von dir selber oder von den Eltern.


    Also erstmal brauchst du definitiv Hilfe!

    Im Verein nach einem Co-Trainer oder "Spielfeldbegleiter" suchen oder bei den Eltern nochmal nachfragen!

    Du musst klarstellen, dass du so kein qualitativ gutes Training machen kannst und das eher einer Betreuung gleicht und dass du so vor allem ausbrennst, man also mittelfristig auch dich verliert als Trainer so.

    Pro ca.10 Kinder = 1 Trainer, das war immer meine Faustformel.


    Dann empfehle ich immer nach Leistung aufzuteilen in Spielen und Training.

    Ich bin jetzt 15 Jahre als Jugendtrainern in Jahrgängen von der E- bis B-Jugend dabei und habe alle möglichen Aufteilungen bereits ausprobiert und die Aufteilung nach Leistung wird auch Schmerzpunkte hervorbringen, die aber mittelfristig besser zu moderieren sind als umgekehrt.


    Nur so kannst du die leistungsstarken Spieler weiter fördern und bei den leistungsschwachen Spielern einen Fokus auf die Basics legen.

    In den Spielen wirst du mit großen Leistungsunterschieden mittelfristig vor allem bei den Leistungsträgern Unzufriedenheiten wahrnehmen, weil es sie einfach frustriert neben sich keine gleichstarken Mitspieler zu finden.

    Das leistungsschwache Team wird anfangs auch Klatschen einstecken, aber gebe diesen Jungs Zeit sich zu finden, suche Testspielgegner auf deren Niveau. Sie werden lernen Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen und werden sich schneller entwickeln als wenn du sie mit den leistungsstarken Spielern "mitschwimmen" lässt. Zusammen mit den leistungsstarken Spielern werden sie meistens zu Statisten auf dem Feld oder zu Zulieferern. Erobern Bälle und suchen sofort den Leistungsträger, um den Ball dorthin zu geben. Sie übernehmen meist keine Verantwortung dort und haben überhaupt kein Selbstvertrauen in ihrem Handeln, weil sie die "Schlechten" im Team sind und meist Schuld sind, wenn das Team verliert.

    Wir hatten immer bei den klassischen Spielformen ein starkes und ein schwächeres Team. Die Spieler aus dem starken Team haben sich meistens als nächsten Schritt aus dem Verein herausentwickelt und sind zu Leistungsvereinen gewechselt und die besten Spieler aus dem schwächeren Team sind dann nachgerückt ins bessere Team. Die Abgänge im schwächeren Team wurden dann meist durch Neuanfänger aufgefangen. Diese Vorgehensweise war transparent und auch motivierend für alle Beteiligten.

    Hallo zusammen, unser aktueller Trainer in der C-Jugend spielt mit uns im Training immer nur. Wir machen nichts anderes. Und bis jetzt wurden 3 Spieler von ihm aus der Mannschaft geworfen weil sie sich beschwert haben. Was soll man da machen?

    Spielt immer nur ist noch etwas unscharf.

    Wie sind denn die Spielformen? Immer gleich oder variieren diese? Ist Schärfe und Coaching in den Spielformen oder plätschert das so daher und der Trainer steht neben und macht andere Dinge?

    Die Vorgehensweise des kompletten Durchwechselns macht nur Sinn, wenn du das konsequent in allen Wettbewerben durchziehst. Dann wissen deine Eltern Bescheid und gehen diesen Weg mit oder nicht und auch deine Kids wissen Bescheid und halten eventuelle ergebnistechnische Nachteile auch als Normal. Es muss eine klare Prinzipie deiner Handlungsweise sein.


    Wenn du bei bestimmten Spielen davon abweichst, machst du dich angreifbar.

    Und auch nur ein konsequentes Durchziehen dieser Vorgehensweise von Anfang an führt zu einer ausgeglichenen Ausbildung der Jungs.

    Ich sehe es genauso, dass im Nachwuchsbereich ohne Bande gespielt werden sollte.


    Bei uns ist es offt üblich, dass auf einer Seite mit Bande gespielt wird, dass ist dann oft die Wand. "Richtige" umlaufende Banden habe ich tasächlich noch nie live gesehen.


    An den Banden kommt es dann Gelegentlich auch zu gefährlichen Situationen und auch die Zweikämpfe an der Bande sind überhaupt nicht sehenswert. Oft wird die Bande ja damit begründet, dass der Ball im Spiel bleiben soll und es nicht soviele Unterbrechungen gibt. Aber ich kann mich Golfstrom da nur anschließen, die Kids müssen lernen sauber zu spielen und den Ball auch sauber zu verarbeiten. Die Ausline kann da ein gnadenloses Feedback geben, genau wie der Gegenspieler. Aus meiner Sicht sollte man das den Kids so früh wie möglich zutrauen.

    Ja, Rundumbanden sind auch absolut selten und nur im Rahmen von größeren Turnieren zu finden.

    Oft ist es die eine Turnhallenseite gegenüber den Zuschauern, die als Bande genutzt wird.


    Die wenigsten Kids nutzen die Bande aber, um bspw. mit ihr zu passen und an Gegenspieler vorbeizukommen.

    Normalität ist eher, dass größere Spieler ihre körperliche Überlegenheit an der Bande zu wilden Zweikämpfen nutzen und sich dort vorbeischieben und dabei kann es wie Atzeikke schon schrieb auch schnell zu Verletzungen kommen.

    In dem Link ist, zumindest bei mir, nichts mehr zu finden.


    Um zur Überschrift zurückzukehren.

    Im Nachwuchsfußball hat eine Bande nichts zu suchen beim Hallenfußball. Zumindest nicht beim offiziellen Hallenfußball.

    Ich erlebe das jetzt gerade wieder, dass dies häufig dazu führt, das sinnlos dort gegengeschossen wird oder die Spieler wilde Zweikämpfe an den Banden führen.


    Klare Auslinien führen dazu, dass sie gezwungen werden, die Bälle sauber zu verarbeiten, technischeren Fußball zu spielen und alles etwas überlegter stattfinden zu lassen. Für mich im Nachwuchs eine klare Argumentation gegen die Banden.


    Die Tore sollten zu den Torleuten passen! Bei G-D-Jugend sind Handballtore durchaus gut geeignet. Anschließend können die größeren Tore verwendet werden

    Du musst wirklich abwägen, welche Grundkonstellation du vorfindest.


    Bist du im Nachwuchs tätig, dann muss deine Philosophie entscheidend auf Ausbildung ausgerichtet sein und die aktuellen Ergebnisse zeigen nur den Fortschritt deiner Ausbildung an. Deine Ausbildung darf sich nicht an den Ergebnissen orientieren, sondern an dem Können der Kinder/Jugendlichen.


    Bist du im Männerfußball tätig, muss im Breitensportbereich berücksichtigt werden, was die Spieler auch wollen.

    Wollen sie Ergebnisorientierung und bestimmte kurzfristige Erfolge, dann musst du natürlich den Kader und die Fähigkeiten berücksichtigen und schauen, welche Taktik und Spielidee gut zu den Spielern passt und mit welcher Spielidee sich die Spieler auch wiederfinden.

    Wollen Sie Entwicklung haben, da gelten ähnliche Grundsätze wie bei den Kindern und Jugendlichen.

    Im Breitensport ist eher schwer bspw. 30jährige Spieler, die aufgrund von Arbeit und Familie vielleicht nur an 50-60% der Trainings (meist 2x die Woche) teilnehmen können, noch signifikant zu verbessern. Da gilt häufig nur der Blick auf das nächste Spiel und die gemeinsame Diskussion, wie man ein Wunschergebnis am besten erzielen kann.

    Eckball: pro und contra - siehe kicker.de

    Sehr interessante Diskussion!

    Ecken abschaffen oder anpassen oder nicht.


    Ich halte es eher wie der zweite Journalist. Ecken gehören zum Fußball dazu und sind ein wunderbares Instrument auch als technisch und spielerisch unterlegene Mannschaft zu Torchancen oder gar zu Toren zu kommen.


    Sie können strategisch sehr unterschiedlich ausgelegt werden, von kurzen Ecken bis zu Varianten an den Strafraumrand ist vieles schon geboten worden.


    Aber ich halte es auch für richtig, dass genauer hingeschaut werden muss mithilfe der Videowiederholungen.

    Torhüter werden oft hart angegangen oder in ihrem Raum stark eingeschränkt. Das gehört stärker sanktioniert.


    Ich sehe es aber mittlerweile auch immer öfter, dass Torhüter dieses Gerangel ausnutzen und sich bei jeder Berührung fallen lassen, um die Ecke abgepfiffen zu bekommen.

    Der italienische Weltklassekeeper Donnarumma ist hier das Paradeexemplar.

    Beobachtet ihn mal bei Ecken!

    Er sucht regelrecht den Kontakt mit den gegnerischen Spielern und lässt sich dann häufig im richtigen Moment sehr theatralisch fallen und bekommt damit sehr häufig die Ecken weggepfiffen. Sehr clever und ein umgekehrtes Ausnutzen dieser Situation.

    ich bin seit vielen Jahren als Trainer tätig und kann jetzt keine signifikanten Verschlechterungen der allgemeinen Koordinationsfähigkeiten bei den Jungs feststellen. Ich bin jetzt aber auch im Speckgürtel einer Großstadt tätig, wo viele Kinder aus gut behütetem Elternhaus stammen und die Eltern auch auf Bewegung etc. achten.


    Es gab zu meiner Zeit als Fußballer schon koordinativ gute und schlechte Fußballer und auch als ich anfing als Trainer vor ca.15 Jahren gab es koordinativ gute und schlechte Fußballkids.


    Koordinative Übungen und Spielformen gehören ins Training jeder Altersklasse wie der Zucker in den Kuchen.

    Bei den Kleinfeldkids jeder Altersklasse natürlich idealerweise in Spielformen und in Form von Wettkämpfen.

    Auch Stabilisierungsübungen und Übungen mit dem eigenem Körpergewicht sollten ab der D-Jugend schon gut integriert werden ins Training.

    Es geht ja bei dem Training mit Kindern nicht nur darum, den Kindern den Fußball beizubringen, sondern ich sehe in unserer Rolle als Trainer auch ganz klar den Auftrag, den Kindern einen sorgsamen Umgang mit dem eigenen Körper beizubringen und den Kindern beizubringen, wie sie den Körper und damit ihre eigene Leistungsfähigkeit in Form bringen können.

    Das gibt ihnen neben den fußballerischen Fähigkeiten auch Skills mit ins Leben, auf denen sie jederzeit zugreifen können und ihrem Körper Gutes tun können.

    Bei Erwachsenenteams oder Teams der A- und B-Jugend kann man mit dem Team bspw. auch mal eine Session im Fitnessstudio unter Anleitung eines Trainers buchen oder in der Vorbereitung auch körpereigenen Übungen verteilen.

    Ich würde es anders angehen: geh mal ein paar Wochenenden zu den Spielen in deiner Umgebung und der passenden Altersklasse und achte drauf, welcher Trainer/Team dich von der Art her anspricht.

    Den Trainer kannste dann sicher nach dem Spiel freundlich anquatschen. Frag am Besten nach einer Hospitation. Dann ist klar, dass du zwar lernen möchtest aber niemanden aus dem Amt kicken.
    Falls es menschelt, werden sie dich dann schon von sich aus fragen ob du bleiben möchtest.

    Ich sehe es auch wie Goodie

    E-Mails zu schreiben, da wird oft nicht drauf reagiert in Breitensportvereinen.

    Schaue dir Spiele von Vereinen in deiner Umgebung an und beobachte die Trainer.

    Und dann gehe persönlich auf die Trainer zu.

    Auch Trainingseinheiten wirst du dir anschauen können, die Zeiten stehen meist auf den Websites der Vereine.

    In Breitensportvereinen läuft viel über diese persönliche Basis.