Beiträge von golfstrom

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    Ich denke deine Situation haben die meisten schon mal durchlebt und insbesondere im F- bis D-Jugendbereich hast du in den Spielklassen in Deutschland leider riesige Leistungsunterschiede.


    Vor allem die jüngeren Jahrgangsteams können in der falschen Staffel in der E- bis D-Jugend schnell mal zu Kanonenfutter werden.


    Ich finde es überhaupt schonmal löblich, dass du den Austausch suchst hier und dich reflektierst. Das machen viele Trainer schon gar nicht.


    Mit den von Dirk Coerverfan genannten Ansätzen wirst du in vielen Bereichen bei konsequenter Umsetzung schon langfristig Erfolge erzielen.

    Und in diesem Satz steckt schon die Hauptproblematik und ich denke wenn ich deine Beiträge richtig gelesen habe, dann könnte hier auch dein Problem liegen.

    Du schriebst in einem deiner Beiträge, dass du viel umschwenkst in den Übungsinhalten.

    Und das könnte eines deiner Hauptprobleme sein!

    Bevor die Kinder, die von dir angefangenen Inhalte überhaupt verarbeiten und damit erlernen können, schwenkst du möglicherweise schon in neue Inhalte.

    Du meinst es gut mit den Jungs und möchtest abwechslungsreiches Training anbieten, es könnte aber sein, dass genau dies dein Hauptproblem für die geringe Lerngeschwindigkeit ist.

    Du gibst den Kids keine Chance bestimmte Inhalte wirklich zu verinnerlichen und zu üben. Du kratzt sie alle kurz an, sie lernen sie kennen und vielleicht erlernen auch einige wenige talentierte Spieler bereits diese Inhalte, aber ein Großteil des Teams wird neue Verhaltensweisen, neue Techniken so nicht anwenden, weil zu wenig geübt.


    Versuche dich mal auf wenige Übungen und Spielformen zu konzentrieren und wiederhole sie immer wieder mit nur sehr wenigen Veränderungen!

    Lege deinen Fokus darauf, dass diese Übungen und Spielformen von Training zu Training besser werden und perfektioniert werden.

    Ja, viele Trainer machen es viel zu kompliziert und suchen sich vor jedem Training neue Übungsformen heraus.

    Definiere für dich 5-6 Übungs- und Spielformen, die deinem gewünschtes Lernziel entsprechen und wende diese über mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate hinweg, nahezu permanent an im Training und beobachte wie sich der Lerninhalt verbessert!

    Und erst wenn die Kids die Inhalte gut anwenden können, auch in den Spielen, schwenke auf neue Übungsformen um.

    Hab keine Angst, dass die Kids die Übungs- und Spielformen langweilig finden könnten!

    Das sehe ich absolut genauso. Im Kinderfußball sieht man ja auch relativ schnell, dass die besten Offensivspieler auch die besten Defensivspieler wären, wenn sie hinten eingesetzt werden würden.


    Wenn du offensiv stark bist, kannst du im Erwachsenenfußball normalerweise auch die Defensivaufgaben relativ schnell umsetzen.

    Die taktisch relevanten Punkte kannst du schnell erlernen, das was du fußballerisch benötigst, hast du normalerweise drauf als guter Offensivspieler.

    Mit Bezug auf den Profifussball - setze mal einen Harry Kane in die Viererkette!

    Ich bin überzeugt, er wird diese Rolle nach ein paar Wochen Umgewöhnung herausragend ausüben.

    Jetzt mal umgekehrt - setze mal einen Jürgen Kohler in den Sturm oder als Spielmacher oder Flügelspieler ein. Er wird kaum in der Lage sein, dort Niveau reinzubringen mit seinen Fähigkeiten.


    Mal ganz einfach ausgedrückt - die fußballerisch besten Spieler spielen meistens im offensiven Mittelfeld, im Sturm oder auf den Flügeln. Dort wo du eben deren Fähigkeiten brauchst, um Torchancen zu erspielen.

    Und je früher diese festgelegte Positionierung im Kinderfußball beginnt und je länger sie durchgezogen wird, desto mehr wird die Schere zwischen den guten Spielern und sehr guten Spielern auseinandergehen.

    Deswegen ist das was Dirk Coerverfan als Punkte aufgezählt hat auch so wichtig, weniger Ergebnisorientierung, weniger Tabellen - nimmt den Trainern den Druck Ergebnisse erzielen zu müssen und kann der Fokus auf eine sinnhafte Ausbildung der Kinder gelegt werden.

    Meine Erfahrung ist, dass insbesondere im Breitensportvereinen die meisten Trainer diesen Druck nicht standhalten und teilweise schon früh im F- und E-Bereich knallhart nach Leistung aufstellen und die Kids auf bestimmten Positionen regelrecht "festspielen" und zudem den besseren Kindern deutlich mehr Spielzeit geben, weil sie die Ergebnisse sichern.

    Herauskommt dann in der C- oder B-Jugend ein total unausgewogener Haufen Fußballer, wo 2-4 Spieler ein sehr gutes Niveau haben und dann der ganze Kader extrem stark abfällt nach Stärke. Die schwächsten hören dann häufig schon in der D-Jugend, spätestens C-Jugend auf.

    Dann lamentieren diese Trainer häufig, dass sie ja in ihrem Dorfverein nur wenige starke Spieler haben und sie nichts dafür können, dass der Kader so ist, wie er ist.

    In der Mehrheit hatten sie das aber selber in der Hand in den letzten 10 Jahren der Ausbildung dieser Jahrgänge.


    Ich sage nicht, dass man aus jedem Spieler einen Messi machen kann, ich behaupte aber ziemlich sicher, dass man aus den allermeisten Spielern zumindest für den Kreisbereich und unteren Landesspielbetrieb sehr passable Spieler ausbilden kann, die die Grundlagen beherrschen.

    Sehe ich definitiv genauso, man sollte im Training von G- bis D-Jugend wirklich viel Dribbling auch erlauben und die Übungsformen so gestalten, dass viele 1-1-Situationen vorhanden sind. Dribblings und Finten sind Grundlagen für jeden guten Fußballer, und die meisten Profis, welche ihr im TV bei den Topklubs seht, waren in ihrer Jugend Offensivspieler und sind erst als ältere Jugendspieler bzw. sogar erst im Männerfußball zu Defensivspielern geworden.


    Wie einige meiner Vorredner bereits erwähnt haben, kann man aber auch einem D-Jugendspieler oder sogar E-Kids bereits erklären wann Dribblings Sinn machen und wann ein Passspiel sinnhaft ist. Das hat etwas mit dem Erlernen von Spielintelligenz zu tun und gehört aus meiner Sicht genauso in die Ausbildung, wie die technischen Themen.


    Man sollte nur bei den kleinsten Kindern noch viel rotieren, sodass alle Kids auch mal in die Positionen kommen, wo Dribblings auch sinnvoll sind.

    5+1 kommt schon äußerst selten vor. Zumeist wird 4+1 gespielt. Und ja, ich hatte auch schon Turniere, wo ich ohne Wechsler durchgekommen bin. Meist die eigenen Turniere, wo ich aus meinem Team 2 Mannschaften mache. Wenn dann einer fehlt oder sich verletzt, dann müssen die anderen Jungs schonmal auf die Zähne beißen.


    Erfahrungsgemäß ist man aber nicht schlechter dadurch, weil ich es so kenne aus den Breitensportvereinen, dass ja kaum ein Team ausgeglichene Kader hat. Und wenige Wechsel lassen das Team einspielen und das kann gegenüber der Konkurrenz sogar ein Vorteil sein.


    Von der Formation her lasse ich defensiv meist ein 2 + 2 spielen, also 2 Spieler sind eher tief und 2 Spieler greifen ab der Mittellinie an.

    Im Offensivspiel formiert sich das Ganze meist zu einem 1 + 3, also ein Spieler sichert hinten noch ab, die restlichen Spieler rotieren vorne und sind in massiver Bewegung. Wenn ich mit mitspielendem Torwart spiele, dann ist die Formation 2 + 3.

    Also grundsätzlich ist ein Verein kein Wirtschaftsunternehmen und es geht in einem Verein ja nicht darum, bestimmte Teams stellen zu müssen etc., sondern normalerweise bildet der Verein aus der Anforderung seiner Mitglieder seine Teams.


    Wenn ihr also weniger Mitglieder aus demografischen Gründen habt, kannst du das schlecht ändern. Du nimmst grundsätzlich ja nur den anderen Vereinen die Kinder ab und dann haben die das Problem.


    Ihr müsst euch zusammentun in eurem Ort und überlegen, wie man GEMEINSAM mit der Situation umgeht!

    Vielleicht orientiert sich ein Verein etwas leistungsorientierter, ein anderer Verein eher etwas breitensportorientierter.


    Mit dem JFV ist doch schonmal ein richtiger Ansatz gestartet worden.

    Und wenn dieser sogar runter geht bis in die E-Jugend, dann kann das doch nur förderlicher sein. Vielleicht sogar runter bis in die G-Jugend, sodass die Vereine gar keine Ausbildung mehr machen und nur noch die Erwachsenenteams betreuen?

    Wenn 5 Leute insgesamt auf dem Feld spielen, würde ich nicht mehr als 3 Wechsler mitnehmen. Also mit 8 Leuten anreisen.


    Das viele Gewechsel macht niemanden glücklich und die Jungs bekommen neben den normalerweise langen Pausen bei Hallenturnieren auch genügend Einsatzzeiten.


    Wie du wechselst hängt extrem stark von deinen Spielerinnen ab.

    Normalerweise hast du immer wenige starke Spieler, die das Spiel tragen. Die solltest du als Säule auch mehr Spielzeit geben, wenn du möchtest, dass dein Team etwas reißen soll beim Turnier.

    Ich mache das auch vom Gegner abhängig.

    ich kenne tatsächlich das Gefühl und habe in meinen 15 Jahren als Nachwuchstrainer auch bereits die sogenannten zweiten Mannschaften trainiert.

    Es wird im Nachwuchsfussball viel zu sehr auf die Ergebnisse geschaut. Diese führen dazu, dass du auch nicht gerecht aufstellst.

    Die in der F- und E-Jugend talentierteren Spieler oder körperlich bereits weiter entwickelten Spieler bekommen dort bereits deutlich mehr Einsatzzeiten als die kleineren und untalentierteren Spieler.


    Dies führt dazu, dass die Schere zwischen diesen Spielern von Jahr zu Jahr weiter auseinandergeht.


    Viele Trainer nutzen die Leitung der Mannschaften natürlich auch dazu sich zu profilieren. Sie geben mit ihren Ergebnissen an, berichten von Siegen in ihrem Status und geben natürlich auch mit ihren Erfolgen an.


    Aber zu deiner Ausgangssituation zurückkommend - ja, du hast es mit Sport zu tun. Da wird sich mit Ergebnissen definiert und die meisten Eltern möchten ihre Kinder natürlich siegen sehen.

    Man merkt häufig, dass erfolgreiche Trainer von den Eltern und auch Vereinsfunktionären regelrecht angehimmelt werden. Es wird kaum hinterfragt, wie sie zu den Erfolgen kommen. Den Eltern der Kids, die nicht oder kaum spielen, wird meist kaum gehört. Der Trainer hat ja recht, er ist erfolgreich und dementsprechend besser als der Trainer des Nachbarorts.

    Häufig führt das dazu, dass diese Kinder dann kündigen und aufhören mit Sport. Die besseren Kinder verlassen dann den Verein zu leistungsorientierten Vereinen und über bleibt meist ein Scherbenhaufen, der dann häufig auch nicht mehr von dem ehemaligen Erfolgstrainer trainiert wird. Da musst du dann ran und den Haufen wieder neu aufbauen.

    Im Kinderfußball hat es oftmals was mit den Zusammenstellungen der Teams zu tun.

    Drauf achten, dass die Teams in den richtigen Staffeln spielen und so zusammengesetzt sind, dass möglichst ausgeglichen gespielt werden kann.

    1:18 oder 0:15 verliert man meist nicht nur wegen dem Kopf, sondern da sind dann meist auch qualitativ große Abstände zum Gegner sichtbar, die die eigenen Kinder dann resignieren lässt.

    Die Kinder sollten möglichst immer das Gefühl haben mithalten zu können. Bei Spielständen mit mehr als 10 Toren Abstand, hat meist nur ein Team am Spiel teilgenommen, das andere Team stand nur vor dem eigenen Tor.


    Dann ganz klar die Eltern auch instruieren, welch Wirkung die "dritten Halbzeiten auf den Rückfahrten" auf die Kinder haben können!

    Wenn der Fußball zu hoch in den Familien aufgehangen wird, dann wird die Wichtigkeit eines Spiels in immense Höhen gehoben. Das baut Druck auf das Kind auf. Manche Kids können damit gut umgehen, andere Kids zerbrechen regelrecht daran.


    Zudem ist das Coaching sehr wichtig.

    Viele Trainer coachen bei einem positiven Spielstand deutlich mehr als bei einem negativen Spielstand. Ich habe Trainer erlebt, die aktiv anfangen zu coachen und mit jedem Gegentor immer ruhiger werden und bei mehr als 5 Toren Abstand resigniert nur noch an der Seite stehen, obwohl die Kids da gerade die Hilfe bräuchten.


    Also, Teams die stark unterlegen sind brauchen auch vom Coaching her viel Hilfe.

    Positives Zureden, setzen von kleineren Zielen (wir versuchen nur 5 Gegentore zu fangen/die zweite Halbzeit zu gewinnen/wenigstens 1-2 Tore zu schießen) und konkrete Hilfestellungen sind gerade bei großen Rückständen sehr wichtig.

    Wenn man mit 5-10 Toren führt braucht man nicht viel coachen. Aber bei großen Rückständen brauchen die Kids eure Hilfe von der Seite, und sei es nur zum Motivieren

    Absolut, das beobachte ich auch oft. Spieler, die es bei den ambitionierten Breitensport- und Leistungsvereinen nicht schaffen, hören sehr oft komplett mit dem Fußball auf.

    Sie sind sich oft zu schade, wieder zu ihrem Basisverein zurückzukehren oder haben aufgrund des meist sehr stark vorherrschenden Ergebnisdrucks die Lust verloren.

    Ich mache seit 10-15 Jahre regelmäßig Hallenturniere und auch Turniere draußen und nehme immer Startgeld von den Teams.

    Bis vor etwa 5 Jahre waren das meist 20-25€, seit einigen Jahren meist 30/35€ pro Team. Ich hatte es noch nie gehabt, dass sich irgendein Team dafür beschwert hat. Das zahlen doch meist die teilnehmenden Vereine und nicht die Trainer persönlich.


    Unsere Hallenturniere dienen vor allem der Aufbesserung der eigenen Teamkasse.

    Wir haben auch zumeist einen Sponsor, der zudem alle Ausgaben für Pokale, Essen, Schiedsrichter usw bezahlt.

    Nach dem Sponsor ist das Turnier meistens auch benannt.


    Die Durchführung benötigt einen Großteil der Elternschaft und wie schon gesagt, gehen dann die Einnahmen aus Startgeldern, Essenverkäufen direkt in die Teamkasse. Einmal haben wir das Geld auch einer Organisation komplett gespendet.


    Normalerweise nehmen wir um die 1000,- ein für ein Turnier und stecken das meist in die Abschlussfahrten oder Teamevents.

    Als die Kids kleiner waren haben wir davon auch Teamequipment oder Weihnachtsgeschenke gekauft

    Du kannst doch in Spielformen einbauen, dass Tore nur nach vorherigen Übersteigern zählen.

    Klingt vom Ablauf her doof und ist nicht wirklich spielnah und sollte auch nicht zu oft und ständig gemacht werden, würde aber dazu führen, dass sie es zumindest probieren müssen in den Phasen dieser Regulation.


    Ich würde sowieso mehr wert auf das Erlernen von Körper- und Schussfinten legen. Diese bringen meiner Meinung in den Spielen deutlich mehr Effekte als Übersteiger in jeglicher Form.

    Aber Übersteiger können den Kids Spaß machen und deswegen ruhig mal mit einbauen in die Spielformen

    Ich sehe es auch so wie du. Auch im F- bis D-Bereich kann man den Jungs schon sinnhaftes Dribbling beibringen. Ihnen also aufzeigen, dass ein Innenverteidiger vielleicht nicht immer losdribbeln sollte und ein Stürmer/Flügelstürmer oder OM schonmal mehr Dribblings probieren darf. Wichtig ist aber, dass die Spieler dann auch im F- bis D-Bereich rotiert werden. Also nicht immer dieselbe Position einnehmen.

    Ab dem C-Bereich, wo ja dann auch das große Feld bespielt wird, halte ich es schon für wichtig, den Jungs deutlich aufzuzeigen, wo Pässe sinnhafter sind, wie man sich ohne Ball auf den jeweiligen Positionen gut bewegt und auf welchen Positionen und in welchen Räumen Dribblings sinnvoll sein können

    Absolut.


    Das war gestern echt ein Statementsieg!

    Ich habe lange keine solche Spielfreude mehr gesehen wie gestern bei der deutschen Mannschaft.

    Von Anfang an ein sehr hohes Pressing, komplettes Hochschieben und dadurch unfassbarer Druck für die Slowaken, welchen sie nicht lange standhalten konnten.

    Ob das gegen bessere Teams auch so klappt, weiß ich nicht, aber gestern war dies gegen diesen Gegner und zu diesem Zeitpunkt eine perfekte Vorstellung der deutschen Nationalmannschaft.

    Die Art und Weise des Spielens ist schon sehr ausschlaggebend, um eine Leistung beurteilen zu können. Und da hat die deutsche Nationalmannschaft seit ihrem Nationsleague-Aus gegen Portugal nur noch selten überzeugt.


    Ich war Anfang des Jahres noch sehr positiv gestimmt, muss aber aktuell sagen, dass ich kein gutes Gefühl mit Blick auf die WM 2026 mehr habe. Irgendwie werde ich auch den Eindruck nicht los, dass der Abgang von Sandro Wagner damit zu tun haben könnte. Ich fand ihn im Gespann mit Julian Nagelsmann echt klasse und der Fußball wirkte strukturiert, zielstrebig und war auch größtenteils erfolgreich.

    Aktuell habe ich das Gefühl, dass die Nationalmannschaft keine richtige Spielidee hat, die sie mit Überzeugung vorträgt. Ich habe nur in kurzen Sequenzen das Gefühl, dass Energie, Leidenschaft und Zielstrebigkeit dabei ist.


    Mal schauen, wie Julian Nagelsmann das bis zur WM hinbekommt. Schon das Spiel heute Abend wird sehr interessant sein, weil es eine hohe Wichtigkeit hat und der Gegner zwar schlagbar, aber kein Fallobst, ist

    Im Landesspielbetrieb brauchst du bei uns (Brandenburg) eine C-Lizenz in diesen Altersklassen. Im Kreisspielbetrieb ist keine Lizenz meines Wissens nach notwendig in diesen Altersklassen.


    Was ihr im Training macht, ist euch völlig selbst überlassen. Da kann rein formell auch der Platzwart trainieren.

    In guten Vereinen wird im Rahmen eines sportlichen Konzepts zumeist definiert, welche Qualifizierungen ein Trainer in den jeweiligen Altersklassen mitbringen sollte. Zumeist ist das aber "nur" die C-Lizenz.

    Der Status eines Nationalspielers einer der Topnationen im Weltfußball steigert deinen eigenen Marktwert signifikant. Du bist auf dem Fußballmarkt einfach mehr wert, wenn du deutscher oder englischer Nationalspieler bist als türkischer oder algerischer Nationalspieler.

    Die Chance bei besseren Vereinen unterzukommen und bessere Verträge zu erzielen ist dann einfach höher.


    Und nur darum geht es im Wesentlichen dabei. Was bringt deiner Karriere mehr? Da spielen die Berater eine ganz entscheidende Rolle.


    Aber wie schon geschrieben, es gibt Beispiele von Spielern die sich auch für ihr Herz entscheiden, und das hat man auch zu respektieren und nicht zu kritisieren!

    Wir haben bei uns am Platz einfach ein Ausschankverbot von Alkohol bei Kinder- und Jugendspielen, bzw es ist einfach kein Bier da zu den Spielen. Nur das Rauchen kriegen wir nicht in den Griff....

    Bei Kinder- und Jugendspielen gibt es bei uns auch kein Bier. Auch das Rauchen ist nur außerhalb des Geländes erlaubt.

    Dafür wird umso mehr bei den Herrenteams getrunken. Insbesondere bei den Spielen der Herrenmannschaften verdienen wir mit Bier richtig gutes Geld.

    Und auch nach den Trainings unserer Herrenmannschaften ist der Bierkonsum sehr hoch. Da gehen teilweise mehrere Kästen Bier weg

    Ja, Fußball ist definitiv der unfairste Sport und im Umgangston ist Fußball mit Sicherheit in weiten Teilen ganz unten anzusiedeln.


    Auch Alkohol ist im Fußball extrem weit verbreitet. Nicht nur im Zuschauerbereich, sondern auch innerhalb der Teams.

    Interessant finde ich aus meinen Beobachtungen innerhalb der Herrenteams, dass Zusammenkünfte außerhalb des Platzes quasi nur mit Bier stattfinden können. Wenn nach einem Herrentraining kein Kasten Bier da steht, verlassen alle sofort das Gelände ;)

    Das fragt sich jetzt auch der DFB: Der beispielhafte Fall Maza

    Ich glaube, dass durch die Berater sehr häufig abgewogen wird, welche Nationalmannschaft den Wert eines Spielers auch steigern kann.

    Özil, als bestes Beispiel, hat sich mit Sicherheit nicht für Deutschland entschieden, weil sein Herz dies so gesagt hat, sondern weil er talentiert genug war für Deutschland zu spielen und dies seinen eigenen Wert deutlich gesteigert hat und er damit auch überragende Verträge anschließend erreichen konnte.


    Da geht es also immer auch darum, wie talentiert bin ich, habe ich in den nächsten Jahren Chancen für Deutschland zu spielen.

    Insbesondere Spieler mit Migrationshintergründen aus der Türkei, Tunesien, Algerien etc. sind häufig nicht so sozialisiert in Ländern wie Deutschland, Frankreich oder anderen westlichen Ländern, dass ihr Herz bedingungslos für das Land ihrer Geburt schlägt.


    Can Uzun und Kenan Yildiz haben sich sogar trotz ihres herausragenden Talents für die Türkei entschieden. Ich denke beide hätten auch der deutschen Nationalmannschaft sehr gut zu Gesicht gestanden und haben das Talent dort auch prägend zu sein.


    Man sollte dies aber nicht zu kritisch sehen. Wenn ich als Sohn deutscher Eltern in Australien geboren bin und aufwachse, werde ich mich vermutlich auch in einem großen Teil als Deutscher sehen.

    Ich kann diese Entscheidungen für das Heimatland der Eltern immer auch nachvollziehen.

    Die Kovac-Brüder bspw. haben auch für Kroatien gespielt und niemand hat es kritisiert.


    Die Diskussion über die Ausbildungsentschädigung halte ich aber definitiv für gerechtfertigt. Der DFB bildet natürlich im Wesentlichen dafür aus, dass die Spieler irgendwann einmal deutsche A-Nationalspieler sind. Genau wie andere Verbände für ihr Land.

    Und da kann ich es schon verstehen, dass diese Investitionen natürlich nicht für die unmittelbare Konkurrenz gemacht werden sollen.


    Ich kann mich noch gut an die WM 2002 in Japan/Südkorea erinnern.

    Dort kam Senegal bis ins Viertelfinale, schaltete vorher den amtierenden Weltmeister Frankreich aus mit einer Mannschaft aus Spielern, die zu 90% in Frankreich ausgebildet wurden und auch einen französischen Trainer hatte. Also sowohl Spieler als auch Trainer wurden von den Franzosen selbst ausgebildet und schalteten ihr Ausbildungsland quasi aus der WM aus.


    Die Türkei kam damals sogar bis ins Halbfinale.

    Mit Spielern wie Bastürk, Havutcu, Davala und Mansiz war sie auch mit einigen Spielern ausgestattet, die in Deutschland geboren wurden und vom DFB ausgebildet wurden.