Beiträge von golfstrom

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Was in dieser Diskussion überhaupt nicht betrachtet wird ist die Tatsache, dass der Weg zum Profifußball oder Leistungssportler auch massiv den Charakter und Menschen prägen kann.


    Ich kenne viele sehr erfolgreiche Menschen, die in ihrer Jugend Leistungssport betrieben haben mit dem Ziel Profisportler zu werden und es dann aus verschiedensten Gründen nicht geschafft haben.


    Was haben Sie auf ihrem Weg dahin gelernt?

    Sich Ziele zu setzen und diszipliniert diesen Zielen entgegenzustreben.

    Auch außerhalb vorgegebener Trainingszeiten an sich zu arbeiten.

    Mit Rückschlägen umzugehen und die richtigen Rückschlüsse dafür zu ziehen.

    Mit anderen strebsamen und ehrgeizigen Menschen zusammen zu leben/trainieren.


    Jeder angehende Leistungssportler geht in Deutschland auch zu Schule und macht Abschlüsse. Das ist die Basis um auch verspätet ein Berufsleben einzugehen. Kinder und Jugendliche, die auf dem Weg zum Leistungssportler/Profisportler jahrelang hart an sich arbeiten, werden Eigenschaften sich aneignen, die sie auch im normalen Leben gut gebrauchen können.


    Wenn Kinder den eigenen Antrieb haben Leistungssportler zu werden, dann sollten wir als Elternteile und Trainer sie dabei unterstützen und ihnen die Plattformen bereitstellen, um diesen Willen ausleben zu können. Leider neigen wir häufig dazu, sehr negativ an diesen Stellen zu denken und die Kinder eher auszubremsen.

    Die große Kunst hierbei ist es zu erkennen, wann es möglicherweise zuviel ist.


    Halte regelmäßig Kontakt mit den Trainern und gebe deinen Sohn auch mal Auszeiten!

    Bspw. in den Ferien mal 2-3 Wochen abschalten und nichts tun.


    Ansonsten lass den starken Motor des Eigenantriebs laufen! Wenn dein Sohn noch außerhalb der regulären Trainings ohne Zwang deinerseits rausgeht und Eigentraining macht, dann ist das ein positives Zeichen von großartigen Ehrgeiz und Willen.


    Eigenantrieb ist der beste Motor zum Leistungssportler!

    Wir neigen dazu in Deutschland unsere Talente schnell auszubremsen, vor allem die Biodeutschen neigen dazu vor allem Angst zu haben und mögliche Entwicklungsstufen gar nicht anzugehen.

    Wenn ich mir den Anteil von Hochleistungssportlern mit Migrationshintergrund ggü. Hochleistungssportlern mit rein deutschem Hintergrund anschaue, dann bestätigt mich das in der These, dass Eltern mit Migrationshintergrund ihre Kinder deutlich weniger ausbremsen und den Trieb zum Leistungssport besser unterstützen als rein deutsche Eltern.


    Wir sollten nicht soviel Angst haben immer. Klar kann es auch mal sein, dass man harte Zeiten als Kind oder Jugendlicher auf dem Weg zum Profi durchstehen muss, aber der eventuelle Ruhm, der großartige Verdienst mit dem damit einhergehendem Status und priviligiertem Leben können auch ein super Antrieb sein und später vieles zurückzahlen.


    Wenn man viele ehemalige und aktuelle Bundesligastars fragt, ob ihr derzeitiges Leben die großen Einschränkungen in ihrer Jugend/Kindheit rechfertigen, würden wohl die meisten Stars den gleichen Weg noch einmal gehen.

    Das es nicht alle schaffen ist völlig klar, aber ich denke das es in Deutschland genügend Wege gibt auch mit Anfang/Mitte/Ende 20 noch Schulabschlüsse/Abitur, Ausbildungen oder Studium nachzuholen.

    Schalke 04 („Knappenschmiede“), die TSG Hoffenheim und Union Berlin

    Das nlz von Union hat meines Wissens eher einen besonders schlechten Ruf...

    Das hat sich längst geändert.
    Mit der größeren Popularität durch den Aufstieg in die Bundesliga und Qualifikation für internationale Wettbewerbe legt auch Union mehr Fokus auf die Jugendarbeit.
    Hat also bspw. 25Mio Euro in das NLZ investiert und auch allgemein den Fokus sehr auf die Jugendarbeit gelegt.

    Kooperationen mit leistungsstarken Sportschulen und Vereinen in Berlin und dem Umland wurden gelegt und somit möchte Union im Berliner Raum auch ganz klar heraus aus dem Schatten der traditionell sehr starken Jugendarbeit von Hertha BSC in Berlin.

    Union möchte Wolfsburg, Leipzig und Hertha BSC als Anlaufstelle für die größten Talente im Nordosten massive Konkurrenz bieten.

    Hey,


    hier auch mal der Ablaufplan eines Feriencamps mit dem Ziel der fußballspezifischen Kinderbetreuung.


    Die Abläufe sind eigentlich oftmals relativ identisch. Die Unterschiede sind zumeist in den Inhalten der jeweiligen Trainingseinheiten zu erkennen.


    Du solltest dir in der Konzeption einige Fragen stellen und die Antworten darauf sollten der Mittelpunkt deines Organisationsablaufs sein:

    1. Welche Zielgruppe hast du? (Alter der Kinder)

    2. Sollen die Kinder Grundvoraussetzungen mitbringen?

    3. Was soll das Ziel des Camps sein? (Betreuung, fußballerische Verbesserung,...)

    4. Wieviel Trainer hast du maximal zur Verfügung? (pro 10 Kinder sollte 1 Trainer zur Verfügung stehen)

    5. Welche Trainingsstätten hast du zur Verfügung?

    6. Welche Partner hast du zur Verfügung? (Stichworte Mittag, Snacks, Getränke,...)

    7. Was soll das Ziel für dich sein? (Einnahmen, Ausgaben,...)


    Wenn das Camp einer reinen Ferienbetreuung dient und die Kids fußballerisch beschäftigen soll, dann empfiehlt es sich auch andere Sachen mit einzustreuen, wie bspw. der Besuch eines Sees/Freibad in der Nähe, Besuch Spielplätze/Freizeitparks in der Nähe,...). Hier musst du natürlich den logistischen Aufwand berücksichtigen und deine Verantwortung berücksichtigen (Stichwort Badeerlaubnis ...)

    Interessantes Thema.


    Gibt es irgendwo eine gute Übersicht oder website welche Camps in verschiedenen Regionen angeboten werden?

    Ich würde gerne mal mit meiner US Kindertruppe (E & F Jugend) ein "Trainingslager" in Deutschland organisieren.

    Nein, mir ist keine übergreifende Übersicht bekannt, da die Camps nicht zentralisiert organisiert werden,


    Hier handelt jede Organisation oder jeder Verein in Eigeninteresse und meldet die Camps nicht an irgendeine übergeordnete Stelle.

    Wir spielen bis zum Ende der D-Jugend mit Jahrgangsteams, in denen es nur wenige Ausnahmen gibt.


    Ab der C-Jugend, wenn wir genug Kids zusammen haben, trennen wir aber nach Leistung, weil es schlicht und ergreifend mehr Sinn macht und vor allem die stärkeren Spieler auch besser motiviert und fördert.


    Die riesigen Leistungsunterschiede innerhalb eines Teams führen auf Großfeld unbewusst zu wenig sinnhaften Fußball, weil von Seiten der leistungsstarken Spieler einfach kein Vertrauen in die schwachen und überforderten Spieler aufgebaut werden kann. Also machen diese vieles alleine und ein sinnvoller Fußball ist kaum möglich. Die schwachen Spieler hingegen bauen kaum Selbstvertrauen auf, schauen bei Ballbesitz sofort, dass sie den Ball einem besseren Spieler übergeben können und spielen mit kaum Selbstbewusstsein, da sie einfach Angst haben den starken Spielern mit eigenen Fehlern das Spiel zu zerstören.


    Zudem kannst du in den Trainingsgruppen viel gezielter trainieren.

    Wir veranstalten als Verein auch solche Camps und sie dienen schlicht und ergreifend der fußballspezifischen Ferienunterhaltung als Entlastung für die Eltern.


    Unsere Trainer sind meist A-B- und Männerspieler, teilweise mit Lizenz, teilweise ohne Lizenz.


    Wir nehmen auch Kinder auf ohne Vereinszugehörigkeit, setzen also überhaupt keine Grundkenntnisse voraus.

    Grundsätzlich teilen wir die Trainingsgruppen auch nach Alter, meist F- und E-Jugend und D- und C-Jugend und dann gibt es spezifische Übungen, Spielformen und Bewegungsspiele mit Wettkampfcharakter für die Kids.


    An einem Tag fahren wir mit der ganzen Gruppe zudem noch in einem örtlichen Freizeitpark, der den Eintritt aller Kids uns sponsert.


    In diesen Sommerferien haben wir das Camp an zwei Wochen veranstaltet und hatten in einer Woche etwa 25 Kids als Teilnehmer und in der anderen Woche gar 55 Kids als Teilnehmer. Jetzt in den Oktoberferien sind wir bei 35 Kids etwa. 3-6 Trainer veranstalten das Ganze.

    Wir nehmen um die 160-170,- für Mitglieder und 180-190,- für Nichtmitglieder als Preis für die Woche inklusive coolem Shirt (Sommercamps) oder Langarmshirt (Oktobercamp) und Mittagsessen + Snacks.


    Bei den Camps der Profivereine geht es auch meiner Beobachtung nach auch eher um Einnahmen durch Ferienbetreuung.
    Die Camps haben also eher einen wirtschaftlichen Zweck und dienen natürlich noch der Markenstärkung.
    Die Trainer sind meist Studenten oder interne Nachwuchstrainer die 300,- bis 500,- pro Woche erhalten und die Preise sind meist etwas höher als in den Vereinscamps.

    Das Niveau der Übungen ist meiner Beobachtung nach auch eher überschaubar und ohne dem Ziel der Verbesserung der Kids.


    Du solltest also nicht unbedingt mit einer großen Zielsetzung in diese Camps gehen oder explizit nach Camps suchen, die möglicherweise schon gewisse Voraussetzungen verlangen oder direkt damit werben, dass sportliche Ziele erreicht werden sollen.

    Ziemlich ausartende Diskussion.


    Das Torwartthema kennen glaube fast alle Trainer von Großfeldteams.

    Es ist im Amateursport wirklich schwierig bis unmöglich einen Ersatzkeeper bei Laune zu halten.

    Und darin liegt meiner Meinung nach das Kernproblem.


    Selbst im Profisport ist dies ja schon sehr schwierig, obwohl die Keeper dort noch die finanzielle Entschädigung bekommen. Normalerweise wird es da so geregelt, dass du einen starken Torwart hast und dahinter einen schwachen Torwart, der einfach nur froh ist, dass er bei einem Verein ist, der normalerweise gar nicht seinem Niveau entspricht.


    So ist es häufig auch im höheren Amateurbereich geregelt. Zweiter Torwart ist dort häufig ein Jungtorwart, der "lernen" soll vom Stammkeeper, oder ein alter Torwart, der seine beste Zeit bereits hinter sich hat und die "Karriere" ausklingen lässt auf der Bank.


    Im Nachwuchsbereich sollte man von Anfang an seine Torhüter auch spielfähig ausbilden. Damit sie eben auch im Feld eingesetzt werden können. So hast du immer auch Alternativen.


    Vom Wechsel in der Halbzeit halte ich gar nichts, auf Deutsch gesagt. Mir geht da die Identifikation und Verantwortung mit dem Spiel verloren und die Kids lernen da nicht dabei, in welchen Wellen sich ein Spiel entwickeln kann und wie sie auch über die ganze Spielzeit hinein ein Spiel bestehen sollen. Ein Spiel in der Anfangsphase verhält sich anders als in der Endphase.


    Im Nachwuchs- oder niedrigen Amateurbereich macht es eher Sinn mit nur einem Stammkeeper in die Saison zu gehen und Feldspieler im Kader zu haben, die auch mal ins Tor gehen können bei Bedarf. So kommt man aus meiner Erfahrung heraus ganz gut durch die Saison. Feldspieler an die Torwartposition zu gewöhnen, kann man im Training gut umsetzen. Ich bin 100% sicher, dass es in jeder Mannschaft Feldspieler gibt, die auch auf der Torwartposition passabel aussehen können.

    Bei Bambinis muss der Fokus darauf liegen was sie mit dem Ball machen und nicht was sie ohne Ball machen.


    Die müssen den Ball haben wollen und dann lass sie dribbeln.

    Mit Abspielstafetten kannst du ab der E-Jugend beginnen. Vorher mache viele 1 gegen 1, 2 gegen 2 und 3 gegen 3 Spielformen mit möglichst vielen Ballaktionen. Coervermethodiken, Jonglieren und weiteres verbessern das Ballhandling.

    Klingt sehr abenteuerlich, was du schreibst.


    Fakt ist, die meisten Trainer sind nichts anderes als Väter, die sich ehrenamtlich engagieren. Viele haben noch eine C-Lizenz als erste Grundlagenqualifikation gemacht und/oder selbst früher einmal Fußball gespielt.

    Aber diese Personen haben genau die gleichen Stärken und Schwächen wie andere Menschen und entscheiden oftmals nicht auf Basis von pädagogischen, sportlichen oder psychologischen Qualifikationen und Erfahrungen.


    Im Amateur- und Nichtleistungsbereich ist es deshalb enorm wichtig, dass über Probleme miteinander fair und konstruktiv gesprochen wird und notfalls noch eine höhere Instanz wie der Jugendleiter hinzugezogen wird, um Fehlentwicklungen zu verhindern.

    Und zur allerhöchsten Not wechselt man eben den Verein.


    Aber du wirst die Lösung hier im Chat nicht finden, sondern das muss vor Ort Auge in Auge besprochen werden.


    Ich bin als Trainer seit über 11 Jahren aktiv in verschiedenen Jahrgängen und habe selbst sehr oft miterlebt, wie ein Trainer eine komplett andere Startelf bevorzugt als ein anderer Trainer. Da können Kleinigkeiten auch auf zwischenmenschlicher Basis den Ausschlag geben.

    Wir sind ein Verein mit ca. 400 Fußballern. Ca. 20 Mannschaften aller Altersklassen sind im Spielbetrieb. 1.Herren und einige Großfeldjuniorenmannschaften spielen im Landesspielbetrieb und der Rest im Kreisspielbetrieb.


    Bei uns bekommen die Trainer sämtliche Fahrtkosten erstattet, sollen aber vorrangig mit einem der 3 Busse zu den Auswärtsspielen fahren. Die Kleinfeldmannschaften benutzen die Busse nur sehr selten.

    Lizenztrainer bekommen zudem jährlich den Zuschuss vom Landesverband direkt weitergeleitet. Das sind ca. 300,- im Jahr.


    Monatliche Pauschalen und ähnliches bekommt bei uns niemand. Die meisten Trainer und Betreuer der Kleinfeldteams sind auch Eltern von Spielern der jeweiligen Teams.

    Kernproblem wird wohl eher sein, dass du ihn nicht abgeben möchtest, weil er eurem Team die Ergebnisse sichert.

    Am sinnhaftesten wäre, wenn er mit hoch geht in die E-Jugend.

    Leistungsmäßige Homogenität ist sehr wichtig im Kinderfußball. Ihr fördert den starken Spieler auch nicht sonderlich, wenn er derartig überlegen ist.


    Kernfokus in deiner Trainerarbeit sollte ja nicht sein, wie du diesen einen Spieler bei Laune hältst und Übungen um ihn herum erarbeitest, sondern wie du den Rest des Teams auf ein solches Niveau bringst.

    Ja, das kann ich mir auch vorstellen, dass Eltern mit ihren Kindern von anderen Vereinen kamen und ihren Sohn in das Team von Lothar haben wollten.
    Vor allem weil die Ergebnisse ja wohl auch stimmten und er mehrere Meisterschaften mit dem Team feierte.


    Und wenn Lothar dann diese Kinder ins Team genommen hat, weil sie eventuell stärker als andere Kids waren und dadurch andere Kinder wiederum weniger spielten, die vorher viel spielten, dann wird das mit Sicherheit für Unmut unter den Eltern gesorgt haben.

    Quasi Neid.

    Hey,


    der Trainer kann natürlich den Spieler nicht aus dem Verein werfen, aber aus der Mannschaft schon.


    Nichtsdestotrotz sollte hier der Mannschaftsrat, der betroffene Spieler, der Trainerstab und der Sportliche Leiter oder Abteilungsleiter Fußball sich an einem Tisch setzen und diese Thematik mal gemeinsam besprechen, vor allem auch wie es jetzt weitergeht.


    In einem Amateurverein gilt es immer sich auch anzupassen, tolerant zu sein. 11 Freunde müsst ihr sein ist sowieso eine Floskel - arrangieren muss man sich, tolerieren muss man sich.


    Der Disput klingt wie ein hochgeschaukeltes Mismatch der Beiden. Also die beiden scheinen sich grundsätzlich nicht besonders zu leiden und an diesem Thema jetzt hier ist es unter dem Frust der Situation eskaliert.

    Hey,


    schön, dass du einen Assistenten hast.

    Aus meiner Sicht hängt vieles vom Wissenstand und der Persönlichkeit deines Assistenten ab.

    Zweimal wöchentlich trainieren und ein Spiel am Wochenende klingt nach Kreisklasse bzw. unterer Landesspielbetrieb in Deutschland - also eher weniger leistungsorientiert.


    Wenn dein Assistent fachlich sehr stark ist, selber Fußballer war und vielleicht auch schon Trainer irgendwo war, dann solltest du ihn mit einbeziehen in die Konzeptionierung deines Trainings, also in die Trainingsphilosophie und Gestaltung sowie Spielausrichtung etc.

    Das gibt dir gute Möglichkeiten Feedback für deine Ideen zu erhalten und sie eventuell sogar zu ergänzen oder anzupassen mit seinen Ansätzen.


    Du solltest ihn auch fragen, wie er sich die Rolle vorstellt.


    Wenn er nur assistieren möchte, dann suchst du die Inhalte heraus, weist ihn vor dem Training in deine Ideen ein, lässt ihn eventuell den Übungsplatz aufbauen oder ihr macht zusammen den Aufbau und gibst ihn Instruktionen was er während der Übungsformen machen soll und wo er sich aufhalten soll (aktives Mitcoachen eventuell mit Fokus auf bestimmte Sachen oder passiv dabei bleiben)

    Derzeit ist ja das Thema Lothar Matthäus und sein Ende als Jugendtrainer in Grünwald extrem präsent in den Medien.


    Grundtenor und auch Inhalt vieler Diskussionspunkte ist die Meinung, dass die Eltern zu viel in die Belange des Trainers hineinreden, den Trainer quasi als Dienstleister sehen, der die Belange der Eltern erfüllen muss etc. Wie ist euer Standpunkt dazu?


    Ich sehe dieses Thema relativ gespalten. Lothar Matthäus ist schon ein sehr spezieller Trainer, weil es sehr selten vorkommt, dass Ex-Profis diesen Bekanntheitsgrades so im Amateurbereich mitwirken.


    Mich würde hier wirklich mal die andere Seite interessieren!

    Wir hören ja in den Medien nur Lothar Matthäus seinen Standpunkt, dass er Aufstellungen und Spielzeiten erklären und vor allem rechtfertigen muss, die Eltern ihn quasi rund um die Uhr kontaktieren und es innerhalb der Eltern einen sehr unentspannten Umgang miteinander gibt, worauf er keine Lust mehr hat. Sein Kind ist wohl auch nach Ismaning gewechselt und er hat deswegen und auch aus Zeitgründen aufgehört.


    Ich glaube in kleinem Rahmen kennt ja jeder Jugendtrainer diese Themen. Je besser die Kommunikation und je besser der Draht zu den Eltern, desto weniger Ärgernisse hast du eigentlich als Trainer.

    Lothar wird keinen engen Draht zu den Eltern aufgebaut haben, denke ich.

    Er ist einfach eine zu große Persönlichkeit dafür - und ich kann mir vorstellen, dass er mit den Kindern auf dem Platz sicherlich sehr eng agiert hat, aber die Kommunikation mit den Eltern quasi überhaupt nicht stattfand.

    Lothar ist in der Öffentlichkeit auch kein besonders nahbarer Mensch, sodass ich mir diese Spannungen schon gut vorstellen kann.

    Ob er moderne Trainingsphilosophien des Jugendfußballs angewendet hat, kann ich zwar nicht beurteilen, kann mir aber vorstellen, dass er sehr traditionell das Training geführt hat. Die Ergebnisse seiner Teams sollen ja sehr gut gewesen sein. Gute Ergebnisse kannst du aber auch erzielen, wenn du die immer selben 5-6 Kinder spielen lässt und den Rest hinten dran lässt. Ich weiß es nicht, vielleicht hat ja jemand aufklärende Erfahrungen in diesem Fall, sodass man die Chance hat, auch die andere Seite mal zu hören.

    Ich habe es ja in meiner Nachricht geschrieben, dass Kettenverhalten und individuelles Abwehrverhalten schon oft vor meiner Nachricht angesprochen wurde, deswegen bin ich auf dem meiner Meinung nach auch wichtigen mentalen Thema eingegangen, der sich beim Abwehrverhalten meistens auch zeigt.


    Die Konzentration im Abwehrverhalten und der Wille zur Konzentration beim Abwehrverhalten ist bei vielen Spielern sehr unterschiedlich ausgeprägt. Das lässt sich auch im hochklassigen Leistungsfußball und sogar im Profifussball beobachten.


    Welch eine Mentalität ein Mensch mitbringt zeigt sich oft bei den unbeliebten und stupiden Tätigkeiten. Und das Verteidigen macht im Fußball nun mal weniger Spaß als das Angreifen. Das sieht man schon bei den jüngsten Kindern.


    Die individuellen Punkte im Abwehrverhalten, welche du oben angesprochen hast, erfordern Konzentration, Wille und natürlich das Wissen wie man es umsetzt und auch Kommunikation untereinander

    Schwaches Abwehrverhalten hat häufig was mit Einstellung, Teamspirit und Mentalität zu tun.


    Kettenverhalten und individuelles Defensivverhalten wurde hier schon oft angesprochen.


    Möglicherweise sind dir Spieler weggebrochen, die den unbedingten Willen hatten Zweikämpfe zu gewinnen, nachzusetzen und bei Ballverlust auch schnell umzuschalten.


    Gerade offensiv denkende Spieler haben oftmals nicht den Willen sich bedingungslos am Defensivverhalten zu beteiligen, machen das oftmals widerwillig oder nur halbherzig.


    Prüfe das mal in deinem Kader!

    Prüfe in den Spielen wie die Intensität deiner Spieler in den Zweikämpfen und in der Rückwärtsbewegung ist.

    Prüfe wie sie sich ohne Ball bewegen und wie sie sich bewegen, wenn der Gegner am Ball ist.

    Möglicherweise findest du hier schon einen Ansatz!

    Supercoole Idee. Lass dich nicht von Zweiflern oder Skeptikern abschrecken, a la dafür gibt es "Kinderturnen" oder "Mutter-Kind-Turnen".


    Dir muss bewusst sein, dass vor allem bei den 2-3jährigen es nicht ohne Eltern geht!

    Ideal wäre 1-2x pro Woche eine Hallenzeit dafür zu haben. In der Halle hast du einfach mehr Möglichkeiten, weil normalerweise viel Equipment zur Verfügung steht und weniger ablenkende Quellen vorhanden sind.


    Als Kernthema deiner Gruppe kann der Ball dienen!

    Bälle fangen, Bälle werfen, Ziele abwerfen, Ziele abschießen, kleine Bälle, große Bälle, Körbe, Tore, alles ist möglich!

    Man kann da sehr kreativ sein.

    Auch Fangspiele, Laufspiele, erste einfache Koordinationen wie vorwärts laufen, rückwärts laufen, Rolle vorwärts, Rolle rückwärts, alles in spielerischer Form vielleicht auch untermauert mit Kindermusik und gemeinsamen Singen, ...


    Lass dich treiben in deiner Kreativität, sei empathisch und geduldig und habe keine Erwartungen in irgendwelche Entwicklungen, dann kann das viel Spaß machen und du wirst schnell eine Menge "Mitmacher" finden