Beiträge von golfstrom

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    Du hast ja schon wahnsinnig viel aufgelistet.

    Ich würde mich aber auf einige wenige Prinzipien bei der Technikanwendung konzentrieren und diese den Kids coachen.
    Ich denke da an die Position des Standbeins, ohne dabei aber zu konkret zu werden.

    Dann würde ich noch die Lage des Oberkörpers und den Schwung des Beines beim Passen nehmen.


    Diese drei Grundprinzipien sollten die Kids kennen und du solltest in den Übungen immer wieder daran erinnern und auf die richtige Ausführung drängen. Wenn die Kids dies nicht in der F- und E-Jugend lernen, gewöhnen sie sich falsche Techniken an, die du nur sehr schwierig später wieder rausbekommst. So zumindest meine Erfahrung.


    Idealerweise zeigst du immer wieder selber den richtigen Ablauf, auch mal in "Slow Motion".

    Meist hast du auch im Team mindestens ein Kind, was dies schon vorbildlich von Natur aus macht. Nimm dir diesen Spieler und lasse ihn das vorführen.


    Beidfüssigkeit sollte immer mit einbezogen werden. Bei Schuss- oder Passübungen habe ich immer synchrone Abläufe mit dabei, die von beiden Seiten umgesetzt werden müssen und so die Jungs zumindest eine passable Beidfüssigkeit antrainieren.


    Mir geht es nicht dabei, dass sie mit dem schwächeren Fuß dass auf identischem Niveau machen wie mit dem starken Fuß, aber sie sollten zumindest in der Lage sein den schwachen Fuß auch passabel anwenden zu können. Das hilft im Spiel enorm.


    Auf Kommunikation, Pass in den richtigen Fuss und solche Dinge würde ich in der E-Jugend noch gar nicht soviel eingehen.

    Erstmal die Basics und dann geht es im D- und C-Bereich in den fortgeschrittenen Technikbereich.

    Ich trainiere eine C-Jugend und habe von Spielern mit der Größe S bis zu Spielern der Größe XL alles dabei.


    Von daher werden die Trikots nach Größe verteilt. Es gibt keine festen Nummern, was auch nicht funktionieren würde, da ich rund 25 Spieler im Kader habe, aber nur etwa 18 Trikots im Trikotsatz habe. Das war schon beim Teamfoto eine Herausforderung ;)


    Die Nummern trage ich während der Erwärmung immer ins DFBnet und dem Spielberichtsbogen.


    Klappt wunderbar und es gibt auch kein Gejammer in der Kabine.

    Ich trainiere seit über 10 Jahren Kindern in der E- und D-Jugend und seit dieser Saison in der C-Jugend.


    Bei mir ist seit 10 Jahren so gut wie jedes Training durchgeplant. Ich gehe in den seltensten Fällen ohne Vorbereitung in ein Training.

    Vom Konzept her orientiere ich mich immer daran wie der aktuelle Stand der Mannschaft und der einzelnen Spieler ist und was auf Basis unseres Jugendkonzepts in der Altersklasse trainiert werden sollte. Das ist das langfristige Konzept.

    Kurzfristig und konkret im Detail habe ich dann immer quasi monateweise Trainingsschwerpunkte, die im Zentrum des Trainings stehen.

    Wobei ich dabei bestimmte Übungen habe, die ich leicht abgewandelt und nicht hintereinanderweg aber doch regelmäßig auch über mehrere Wochen hinweg wiederhole.


    Ich arbeite sowohl mit Spielformen, nutze aber durchaus auch, insbesondere für das Trainieren von Grundlagen auch Drillübungen und Passschleifen. Kann sein, dass dies altmodisch ist, aber meine Erfahrung sagt, dass für bestimmte Themen, gerade im Bereich des richtigen Anwendens von bestimmten Techniken, ich damit einfach mehr Lerngeschwindigkeit hineinbekomme.


    Folgende grundlegende Tipps gebe ich noch mit:

    - sei flexibel und darauf vorbereitet, dass du erst kurz vor der Übung die genaue Anzahl der Teilnehmer weißt, das kann wichtig sein in Bezug auf ungrade und grade Anzahl von Teilnehmern

    - versuche keine Warteschleifen oder Langeweile entstehen zu lassen, du hast mehr Ruhe beim Training wenn alle in Bewegung sind, sobald lange Wartezeiten entstehen wirst du auch Unruhe und Undiszipliniertheiten haben

    - vom leichten zum schweren, habe die Erwartungshaltung, dass nicht jede Übung sofort klappt. Versuche den Ablauf leicht zu starten und dich dann zu steigern in der Übungsschwierigkeit

    - versuche komplexe Aufbauten zu verhindern, es gibt zahlreiche Übungsformen die mit sehr wenig Aufbau auskommen. Übungen mit viel Aufbauzeit erzeugen Stillstand und verhindern flexible und schnelle Anpassungen und erhöhen die Komplexität der Übung für die Teilnehmer deutlich

    - nicht zu viel erklären, halte dich kurz für Erklärungen, keine lange Monologe, lass die Kinder die Lösungen erarbeiten

    - trenne wenn möglich die Gruppe auch nach Leistungsstärke, gerade bei unhomogenen Gruppen ist dies wichtig um alle Teilnehmer auf ihrem Niveau auch trainieren zu können, ansonsten sind manche Kinder überfordert und manche sind unterfordert

    Wichtig ist dass ihr eine gewisse Durchlässigkeit auch schafft. Also wenn Kids sich aus der schwächeren Mannschaft richtig gut steigern, dann sollten sie quasi "aufsteigen" können in die stärkere Mannschaft. Das motiviert und schafft gewisse Anreize.

    In den Spielen kann es auch sinnvoll sein, mal einen "Leistungsträger" aus dem stärkeren Team im schwächeren Team mitspielen zu lassen. Im E- und D-Bereich kann ein einzelner guter Spieler den Spielfluss des Teams nochmal deutlich verbessern.
    Wichtig ist aber dabei, dass ihr diesen Spieler dann dort nicht die Aufgabe gebt alles allein zu machen, sondern er soll mit den Jungs zu kombinieren.

    Wir haben bei uns in der E-Jugend Jahrgangsteams und wenn diese Jahrgangsteams zu groß werden teilen wir diese normalerweise nach Leistungsstärke auf. Alles andere macht keinen Sinn. Es muss immer das Ziel sein, homogene Mannschaften zu bilden.


    Wenn ganz schwache Spieler mit ganz starken Spielern zusammen spielen, ist das extrem demotivierend für die starken Spieler.

    Ich habe das aktuell mit meiner C-Jugend. Dort habe ich Jungs dabei, die im höheren Landesniveau spielen könnten und ich habe Jungs dabei, wo du froh bist, dass sie sich nicht verletzen beim Geradeauslaufen. Und auch einige Neulinge im Fussball, was in der C-Jugend auch immer schwierig ist.

    Häufig geht einem Vereinswechsel irgendeine Unzufriedenheit voraus. Der Trainer spürt das und fühlt sich anscheinend angegriffen und schließt den Spieler aus. Viele Trainer können überhaupt nicht damit umgehen, wenn ihre ehrenamtliche Arbeit kritisiert wird. Das sieht man immer wieder. Sie fühlen sich im Recht, weil sie hier ja ihre Freizeit opfern.


    Hier muss aus meiner Sicht folgendes geklärt werden:

    - ist er noch Mitglied im Verein? --> wenn ja, dann steht ihm auch zu im Training mitzuwirken

    - wenn er noch Mitglied ist, dann abklären warum der Trainer ihn nicht mittrainieren lässt

    - das Mittrainieren ist immer die Grundlage für die Aufstellung in den Spielen

    Noch ein Hinweis - man darf nicht mit dem Ziel die Mannschaft trainieren, 11 Freunde müsst ihr sein.

    Das ist aus meiner Sicht immer eine Illusion im Fußball. Im Herrenfussball lässt sich dies eventuell noch erreichen, indem du bestimmte Charaktere ins Team holst und schwierige Charaktere rausnimmst.


    Im Kinderfussball hast du normalerweise die Kids, welche nunmal in der Gegend wohnen und spielen wollen. Und das können ganz unterschiedliche Typen sein, die normalerweise nie Freunde werden würden.

    Ihr müsst den Kids beibringen, wie man sich untereinander toleriert und akzeptiert. Mach Teambuildingübungen. Da gibt es tolle Sachen, wo die Jungs gemeinsam sich arrangieren müssen

    Das mit den Belohnungen der Eltern müsst ihr in der Elternversammlung klar und deutlich ansprechen. Auch welche Auswirkungen dies hat und dass es komplett gegen eure Prinzipien verstößt.

    Eisspray hat doch in den meisten Fällen eine Placebowirkung.

    Bei jüngeren Kindern würde ich absolut davon abraten. Diesen Placebo-Effekt bekommst du auch sehr gut durch eine kurze aufmunternde Umarmung aus deiner Trainerrolle heraus hin.

    Was denkt ihr denn, was ich so schon an schwersten Verletzungen geheilt habe

    Hallo,


    also man liest ja nur deine Seite und kann natürlich daraus ableitend keine neutrale Meinung einbringen.

    Was ich heraus lese ist, dass es überhaupt keine gemeinsame Vorgehensweise zwischen euch als Trainerteams gibt.

    Es scheint überhaupt keine Beziehung zwischen den Trainerteams der B1 und B2 von Anfang an vorhanden zu sein. Oder zumindest keine positive Beziehung.


    Hier werdet ihr einen Vereinsfunktionär benötigen, der sich eure Situation von außen mal anschaut und prüft ob dort so gehandelt wird, wie es die Konzeption vorsieht.

    Bei einer JSG sollte in jedem Fall eine Konzeption vorhanden sein und es müssen Leute vorhanden sein, die das Umsetzen der Konzeption auch kontrollieren und aus übergeordneter Rolle auch gegensteuern können.

    Wenn ihr so weiter macht, kann das euch die komplette JSG sprengen. Schließlich sind es noch 2-3 Jahre bis zu den Männern.

    Also es gibt zwei Situationen:

    1. Du bist in einem Leistungsverein, wo auch Aufwandsentschädigungen gezahlt werden und mitunter Verträge aufgesetzt werden.

    --> Hier solltest du in Trainerforen, Facebookgruppen oder auch auf Trainerlehrgängen deiner Region suchen.


    2. Du bist in einem Breitensportverein, wo keine Aufwandsentschädigungen gezahlt werden und keine Verträge aufgesetzt werden.

    -->Hier wirst du nur im Bekannten- und Verwandtenkreis oder innerhalb des Vereins suchen können. Innerhalb des Vereins bieten sich die Teams älter der C-Jugend an. Gerade bei den B- und A-Jugendlichen solltest du es mal probieren!

    Gerade wenn du die ganze Führung und Kommunikation mit Eltern und Kids weiterführst, könnte ich mir vorstellen, dass für die reine Trainings- und Spielunterstützung einer der Jugendlichen durchaus Lust drauf hat. Hier musst du die Lust und das Interesse bei den Jungs ruhig ein wenig wecken. Zeit haben sie meist dafür. Idealerweise haben sie nach euch an den selben Tagen Training.

    Macht mal ein gemeinsames Training mit den B- und/oder A-Jugendlichen um eine Brücke aufzubauen.

    Problem in Dorfvereinen ist häufig, dass die guten Spieler wissen, dass ohne ihnen die Spiele nicht gewonnen werden können.

    Dementsprechend werden sie teilweise unbewusst anders behandelt als die schlechten Spieler und agieren dementsprechend arrogant und herrisch über die schlechten Spieler.


    Es gibt zwei Möglichkeiten der Sache Herr zu werden.

    1. Die Unruhestifter sofort aus dem Training herausnehmen und mit ihnen zusammen einen Termin mit ihren Eltern machen. Die Spieler zudem nicht für die Spiele/Turniere nominieren.


    2. Auf Gruppendynamik setzen - wenn das Training sich nicht ordentlich durchführen lässt, macht die ganze Gruppe eine Strafhandlung. Bei mir waren das immer Rundenlaufen oder Burpees. Das bestraft aber auch die "lieben" Spieler. Könnte aber dazu führen, dass die Gruppe sich selber erzieht.


    Ich würde in deinem Fall Möglichkeit 1 versuchen umzusetzen.

    Innerhalb des Vereins wäre es sicherlich am sinnhaftesten, wenn dein Sohn erstmal in der E1 mittrainiert und mitspielt. Dann hat er im Training zumindest mal ein Jahr ältere und bessere Mitspieler und hat die Herausforderung sich in Trainings und Spielen mit körperlich stärkeren Kids zu messen.


    Ansonsten solltet ihr mal ein wenig auch auf die Tabellen schauen. Welche Vereine stehen ganz gut da. Das ist meist in diesen Altersklassen auch ein Indikator für vernünftiges Training, weil die Teams bis zur E-Jugend meist noch organisch wachsen. Die Wechsel kommen häufig erst später.

    Frage an die, die die Bälle ihren Kindern mitgeben:


    - Wie läuft das, wenn ein Kind seinen Ball vergisst? Oder auch ihn wiederholt vergisst?

    - Gibt es Diskussionen unter den Kindern wer jetzt gerade mit welchem Ball übt? Oder wird alle paar Minuten neu sortiert, bis jeder wieder seinen eigenen Ball

    Wenn jemand seinen Ball vergisst, dann habe ich in einem Ballsack einige wenige Ersatzbälle mit. Während des Trainings trainieren die Jungs mit allen Bällen, da wird nicht geschaut, ob ich jetzt den eigenen Ball am Fuß habe.


    Nach dem Training suchen sich die Jungs ihre Bälle

    Hey Trainer,


    klingt jetzt nach einer sehr banalen Frage, mich interessiert aber mal wie ihr das mit den Bällen in euren Kindermannschaften organisiert. Ich sage mal kleiner B-Jugend.


    Gebt ihr jedem Kind einen Ball aus, um welchen es sich kümmern muss und immer mitbringen muss? Wenn ja, kaufen die Kinder diese Bälle?

    So machen wir es nämlich. Bei uns kauft jedes Kind sich den Ball für 10,- Eigenanteil, beschriftet ihn und bringt sich den Ball zu Trainings und Spielen/Turnieren immer mit.

    Ca. 5 Bälle habe ich dann immer noch im Ballsack, falls mal jemand den Ball vergisst.

    Diese Vorgehensweise ist relativ umstritten bei uns im Verein. Die Einen finden es gut, dass das Kind die eigene Verantwortung hat, und sie sich nicht um Bälle kümmern müssen. Die anderen sind genervt, weil am Ende des Trainings immer umfangreich die Bälle gesucht werden müssen und immer wieder Kids die Bälle auch vergessen.


    Wie macht ihr es in diesen Altersklassen?

    Absolut - wie die Vorredner schon schrieben.

    Im Jugendfussball muss das Ergebnis nur das Resultat der eigenen Trainingsarbeit sein.

    Es darf nicht das Kernziel des Trainings und Spiels sein.


    Bedeutet im Klartext für die Analysen - analysiere vor allem die Situationen der eigenen Mannschaft!

    Sowohl individuell als auch die einzelnen Mannschaftsteile.

    Wie habe ich mich verhalten? Wie kann ich Situationen lösen?

    Was können wir insgesamt verbessern an unserem Spiel?

    Es darf sich also nicht an dem Gegner in der Hauptsache orientiert werden, sondern es muss in den Analysen größtenteils um das eigene Verhalten und das Verbessern von Situationen gehen.

    Im Nachwuchs gehört immer auch dazu, dass ich an individuellen Fähigkeiten arbeite, um für die entsprechenden Situationen auch Mittel zur Verfügung zu haben.

    Das sehe ich nicht ganz so. Ein Gießkannenprinzip ist in bestimmter Höhe sicherlich sinnvoll und es sollte ein Teil des Geldes definitiv unter allen Vereinen verteilt werden. Ich halte es aber trotzdem auch für wichtig nicht alles Geld im Gießkannenprinzip zu verteilen, sondern der Ursprungsverein eines Profis sollte durchaus auch dafür belohnt werden, dass sein Junge es zum Profi geschafft hat und mit Ablösen etc. auch Summen generiert.

    Denn wie schon oben geschrieben ist es nicht reiner Zufall, dass der Junge zum Profi wurde, sondern es hat schon einen entscheidenden Anteil gegeben, damit dieser Junge überhaupt dorthin kommen konnte.

    Hier braucht man meiner Meinung nach nicht immer Regeln für.


    Im Endeffekt schützen sich die Spieler selbst. Wenn sie der Meinung sind, dass kleine Schienbeinschoner für sie ausreichen, dann müssen sie mit den Konsequenzen rechnen im Falle eines Unfalls.


    Als Trainer sollte man Kinder und Eltern darauf hinweisen und die eigene Meinung mit Argumenten vertreten. Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Kinder, Jugendlichen und Eltern.


    Bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen kann man auch gern mal Bilder eines Schienbeinbruchs zeigen

    Die Jahrgänge G-Jugend bis D-Jugend sind ganz entscheidend für die spätere Entwicklung. Von daher ist es auch richtig, dass die Basisvereine Entschädigung bekommen. Schaut euch doch nur mal einen schlecht trainierten D-Jugendjahrgang und einen gut trainierte D-Jugendjahrgang an. Meist sind die Spieler beider Teams schon 4-6 Jahre im Training. Wenn du diese Teams gegeneinander spielen lassen würdest, gehen diese Duelle zumeist mit 15-20 Toren Abstand aus.

    Das hat nichts mit Zufall zu tun. Aus meiner Erfahrung heraus und bereits einigen trainierten Jahrgängen, hast du von 10 Kindern meist 1-2 sehr talentierte Kids dabei, die bei richtigem Training absolut durchstarten können. Dann hast du meist 4-5 durchschnittlich talentierte Kinder dabei, die gutes Training brauchen um sich zu guten Fußballern entwickeln zu können und du hast 3-4 Kinder dabei, die eher weniger talentiert sind und du sie selbst mit gutem Training maximal zu akzeptablen Kreisligakickern bekommst. In bestimmten Vereinen werden letztgenannte Kinder häufig gar nicht erst genommen, sie fallen quasi einem Probetraining zum Opfer, oder sie bekommen kaum Spielzeit, sodass sie den Verein wechseln oder ganz aufhören.


    Also die ersten Jahre sind absolut relevant dafür, dass die Kids überhaupt ins Raster der NLZ oder Stützpunkte kommen können und dort den Feinschliff bekommen können und sich zu Profis entwickeln können.



    Also, dass die Ausbildung bis zur D Jugend für die spätere Entwicklung nicht bedeutend ist, halte ich für schlicht falsch. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Das wäre wissenschaftlich zu prüfen. Kann man natürlich mal so behaupten. Stimmt aber m.E. überhaupt nicht, dass es nicht so ist.

    Ohne gute fußballerische Grundlagen geht schon mal gar nichts. Und die werden nun mal einschließlich der allgemeinen Bewegungs-/Koordinationsfähigkeit ganz klar im Kindesalter entwickelt und vermittelt. Was dann kommt ist Feinschliff und vor allem Kraft durch körperliche Entwicklung.

    Gerade deswegen gibt es ja auch die Reform im Jugendfußball, weil man erkannt hat, dass man da nicht gut aufgestellt ist.

    Und ne, jetzt mal im Ernst. Der spätere Buli Profi wird es sowieso egal in welchem Verein er die ersten Jahre kickt. Das sehe ich komplett anders. In einem miesen Verein mit miesem Trainer hört der einfach auf und wird Handballer, Basketballer oder Leichtathlet oder sonst was.

    Die Jugendteams bis zu D für unbedeutend zu halten ist übrigens genau die Einstellung die dazu führt, dass wir im Fußball im Vergleich zu anderen Sportarten da so oft schlechte Trainer haben. Gerade wieder auf einem Hallenturnier gesehen, was da so teilweise zum Fremdschämen unterwegs ist. Die dürfen da halt mal rumwerkeln. Bei der Menge an Fußballkindern, die wir haben, kommt einfach viel zu wenig raus. Und das liegt m.E. genau daran, dass die Grundausbildung in vielen Vereinen zu schlecht ist. Und das reißt dann kein Großfeldtrainer mehr raus. Der Irrtum ist ja gerade, dass man ja immer noch so viel Zeit für die Entwicklung hat. Schaut man in andere Sportarten sieht man aber, was in jungen Jahren schon möglich ist. Da hinken wir einfach hinterher. Von der Menge her müssten viel mehr Deutsche in ausländischen Profiligen kicken.