Alles anzeigenTSG Hoffenheim ist da ein sehr gutes Beispiel wie sowas funktionieren kann. Die sind hier in der Region sehr viel unterwegs. Nennt sich „TSG on Tour“, dabei kommen sie zu den Vereinen und Schulen die Trainer anhand eines Trainings mit mehreren Jahrgängen (G-E oder F-D). Auch gibt es Partnerschaften der TSG-Akademie mit anderen Vereinen. Das geht dann von Trainingscamps bis zu Leistungsvergleichen. Man kann als Trainer hospitieren und auch kostenfrei an einzelnen Seminaren teilnehmen. Ich war schon vor Ort, da hatten sie den U16-Trainer von Feyenoord Rotterdam zu Gast.
Hoffenheim ist genau das richtige Beispiel um zu zeigen wie es gehen kann.
Sie starten im NLZ ab der U12. Vorher gibt es noch das KinderPerspektivTeam, in dem sich Talente der Region beweisen dürfen, ohne dass es da einen festen Kader gibt.
Mit TSG on Tour erreichen sie eine deutlich breitere Basis an Spielern und Vereinen und finden rechtzeitig die besten Talente der Spitze für ihre eigenen Teams.
Die flächendeckende Ausbildung führt aber auch zu mehr guten bis sehr guten Fußballern in der Region, was das Niveau weiter hebt und erhält und auch Spätentwicklern ein gutes Spiel- und Trainingsumfeld ermöglicht.
Schaut man sich an, wie viele Talente Hoffenheim schon herausgebracht hat und berücksichtigt, dass die TSG-Teams in allen Altersklassen meist zu den stärksten in Deutschland gehören, obwohl das Einzugsgebiet oft deutlich regionaler ist als bei anderen Vereinen macht man dort vieles richtig.
Vielleicht liegt es daran, dass man in Hoffenheim aufgrund der eher ländlichen Lage viel mehr dazu gezwungen ist genauer hinzuschauen und die Qualität der Ausbildung im Umland zu fördern.
Viele andere Vereine aus Großstädten und Ballungsgebieten, warten nach wie vor eher ab was ihnen in jungen Jahren zufliegt und kaufen in de höheren Jahrgängen überregional oder international zu.
Hoffenheim hat schon vor vielen Jahren einen sehr innovativen Ansatz im Nachwuchs entwickelt, um sich von etablierten Vereinen abzusetzen und ein eigenes Profil vor allem zu bilden.
Dabei spielten einige sehr starke Persönlichkeiten eine Rolle, die nicht nur in Hoffenheim ihre Spuren hinterlassen haben.
Dietmar Hopp - als Visionär und Geldgeber war er die entscheidende Figur für diese Entwicklung. Aber er verbrennt eben das Geld nicht in teure Transfers, sondern setzt auf nachhaltige Entwicklung und holt dafür die richtigen Leute ins Boot
Bernhard Peters - brachte innovative und erfolgreiche Ansätze aus dem Hockeysport, indem Deutschland unter seiner Regie weltweit führend war, nach Hoffenheim und entwickelte im Wesentlichen das Ausbildungskonzept der TSG. Zudem führte er wissenschaftlich getriebene Trainingsmethodiken ein, die mittlerweile überall sich etabliert haben.
Ralf Rangnick - führte systematische Spielphilosophien und Spielstrukturen ein, von den Nachwuchsteams bis zu den Profis, was den Nachwuchsspielern den Übergang zu den Profis erleichtert und der TSG die Möglichkeit gibt immer wieder hochtalentierte Spieler in die eigene Bundesligamannschaft zu integrieren
Hoffenheim investiert große Beträge darin, vor allem auf strategisch wichtigen Positionen hochqualifizierte Leute zu haben. Inbesondere die Jugendtrainer und Funktionäre sind hochqualifiziert und folgen klaren Ideen.
