Beiträge von -Nils-

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    Also als erstes möchte ich mal anmerken, dass mich die überbordende Zahl an Superlativen nervt und die Terminologie zu sehr ins polemische abdriftet. Mir fehlt es an "Seriosität" angesichts von angeblich drei Jahren Kinderfußballbeobachtung.


    Ferner irritiert mich, dass ich hier häppchenweise (seitenweise) mit dem Briefinhalt gefüttert werden soll. Warum nicht einfach den ganzen Brief hierher und fertig. Die gesamte Tonalität schreckt mich ein wenig ab. Mehr Souveränität würde dem ganzen sicherlich gut tun.


    Ich bin nun im 10. Jahr Jugendfußballtrainer und kann nur sagen, dass wir das im Württembergischen Fußballverband ganz ordentlich hinbekommen. Aktuell spielen wir - anders als der DFB empfiehlt - zwar in der E-Jugend noch im Ligasystem und fangen sogar an, nochmal einzelne Regelungen zu ändern, beispielsweise die Einführung der Rückpassregel in der U11, aber im Großen und Ganzen "machen wir es richtig".
    Die Regelung, keine Ergebnisse aufzuschreiben, hat nicht den Sinn, den Kindern das Verlieren zu ersparen. Sondern den Trainern den Drang zu nehmen, Tabellenführer sein zu müssen/wollen, was zur Folge hätte, dass er nur die stärksten Spieler spielen lässt und die Schwachen a) daheim lässt oder b) feigenblattartig die letzten 2 Minuten noch einsetzt.

    ich würde bei 3 und 2 ein Probetraining anstreben.


    Anders kann man die Mannschaft, in die sei kommt, nicht ansatzweise grob einschätzen. Sie kommt ja in erster Linie in die Mannschaft, nicht in den Verein. Der Verein ist das drumherum. Das sieht man sich dann an während des Probetrainings. Gelände, Gebäude, etc.pp.


    Dann bekommt man einen ungefähren Eindruck; mehr erfährt man in so kurzer Zeit eh nicht.

    Das auf's-Tor-schießen ist neben dem Dribbling das Wichtigste im kindlichen und auch jugendlichen Fußballspiel. Das ist im Grunde DER zentrale Aspekt dieses Sports. Beim Basketball ja genauso. Da geht es nicht ums richtige Prellen, um Fußstellungen etc. Sondern den Ball in den Korb zu werfen.

    Jeder hat es die ganze holprige Quali gesehen, aber keiner wollte es wahrhaben und zugeben. Wir sind da, wo wir hingehören. Fußball ist ein Mannschaftssport, da reichen halt gute bis sehr gute Einzelspieler nicht. Nagelsmann hat es nicht geschafft, eine Mannschaft zu formen. Bestes Beispiel die unnötige Nominierung von Manuel Neuer. Vielleicht mag er in der Phase etwas besser gewesen sein als Baumann, aber der Faktor Konstanz und Vertrautheit, Eingespieltheit darf man nicht vernachlässigen.


    Wenn wir Curacao mal beiseite lassen, da tatsächlich eher eine bessere Amateurmannschaft, dann hatten wir in jedem Spiel unsere Probleme.


    Und wenn man ständig die gute Stimmung in der Mannschaft wie eine Monstranz vor sich hertragen muss, ich weiß nicht. Das sind Nebensächlichkeiten. Bei jeder Pressekonferenz lügt sich die deutsche Nationalmannschaft in die Tasche und das Ergebnis sehen wir heute.

    Das ist auch meiner Meinung nach der Idealzustand. Ein großer "Störfaktor" in dieser Grundidee sind aber gar nicht hauptsächlich die Trainer, sondern zu einem erheblichen Teil auch die Eltern. Die müssen dann längere Fahrtwege auf sich nehmen, damit das Kind sich weiter entwickelt, aber am Ende dann bei den Spielen nicht so viel Spielzeit bekommt wie als Star in dem Team, in dem auch seine Freunde spielen.

    Wir machen es so, dass wir die Kinder nach ihrem aktuellen Entwicklungsstand in die eine oder andere Mannschaft am Spieltag geben. Trainiert wird gemeinsam, aber auch da bilden wir ggf. Gruppen aus leistungsmäßig homogenen Spielern. Wo wir einen erheblicheren Unterschied machen natürlich ist im Fleiß.

    Also quasi kein Training, sondern Spielen wie auf dem Bolzplatz? Das finde ich in der Tat wenig.
    Dem Sachverhalt folgend schlage ich vor:
    Findet heraus, wer Jugendleiter ist. Sprecht ihn darauf an. Fordert ein anderes, engagierteres Training, wenn notwendig von einem anderen Trainer.


    Fordert ein, dass die drei Spieler wieder zurückkehren dürfen. Zur Not kommt ihr geschlossen nicht ins Training. Das sind die Wege die man gehen kann. Wichtig: Zunächst das Gespräch suchen mit dem Jugendleiter, da ein Gespräch mit dem Trainer ja offenbar zum Rauswurf führt.

    Hallo zusammen, unser aktueller Trainer in der C-Jugend spielt mit uns im Training immer nur. Wir machen nichts anderes. Und bis jetzt wurden 3 Spieler von ihm aus der Mannschaft geworfen weil sie sich beschwert haben. Was soll man da machen?

    Geht es hier um die Hallensaison oder draußen auf dem Feld?

    Zuallererst möchte ich, dass Regeländerungen von Leuten diskutiert und geändert werden, die Fußball spielen und ihn nicht nur im Fernsehen anschauen.


    Zweitens: Wie sieht denn dann ansonsten die Spielfortsetzung aus? Und sind dann überhaupt noch Flanken, also von Freistößen z.B. oder gar aus dem freien Spiel heraus, in den Strafraum erlaubt? Oder nur noch Flachpass? Kann man mal bitte einfach etwas weniger an dem Fußballspiel, was seit 150 Jahren ganz gut funktioniert, herumdoktern, weil man aus der Tribünenperspektive dies und das gern anders sehen will?


    Eine Sache wäre ok: Früher gab es die Auffassung, der Keeper darf im Torraum nicht angegangen werden. Führt das ein und lasst den Schiedsrichter - übrigens in allen Spielklassen von Kreisliga bis CL entscheiden, und lasst den Schiedsrichter Mensch sein.
    Lasst wieder zu, dass es strenge Schiris, lockere Schiris, gelb-freudige Schiris und Collinas gibt. LASST SIE UNTERSCHIEDLICH SEIN. Fußball ist in erster Linie ein Sport - den übrigens unabhängig des Ergebnisses beide Teams betreiben - und es ist nicht die Schuld des Fußballs, dass es um so viel Geld geht. WERDET WIEDER LOCKERER.

    In meinem Beispiel geht es um Kids die immer beim Training sind aber gar nicht oder nur für ein par Minuten zum Einsatz kommen. Im Breitensport.

    Da geht es um die goldene Ananas und die Kids sind nicht viel schwächer als die, die immer spielen und gesetzt sind.

    Diese Kinder nicht einzusetzen ist schlicht ein großer Fehler.

    Warum soll ich denn in der E-Jugend immer ins Training kommen

    Weil ich kicken will und Spaß daran habe.

    Wenn ich am Spieltag auf der Bank sitze, dann bin ich nicht motiviert in der Freizeit zu kicken, sondern mache dann was anderes.

    Zudem habe ich auch kein Selbstvertrauen mehr, weil ich ja anscheinend zu schlecht bin.

    Das sehe ich wieder anders. Klar, wäre ich enttäuscht auf der Bank zu sitzen und klar, dass jeder Spieler im Kader auch Spielzeit kriegen muss. Aber die von Dir genannten wenn-dann-Fälle sind doch zu einfach formuliert.
    Und solche Spieler, die sich nur anstrengen, wenn auch Belohnung dafür in Aussicht steht, womöglich (kenn ich selbst einen Fall) erst einen Vorschuss brauchen, um motiviert zu sein ("Ich will mehr Spielzeit, dann strenge ich mich auch an") geht mir komplett gegen den Strich.

    Die in der F- und E-Jugend talentierteren Spieler oder körperlich bereits weiter entwickelten Spieler bekommen dort bereits deutlich mehr Einsatzzeiten als die kleineren und untalentierteren Spieler.


    Dies führt dazu, dass die Schere zwischen diesen Spielern von Jahr zu Jahr weiter auseinandergeht.

    Das halte ich für einen fehlerbehafteten Schluss. Es sind nicht die 45 Minuten am Wochenende, die die Schere auseinander gehen lassen, sondern die mangelnde Beschäftigung mit dem Ball außerhalb des Trainings und die Teilnahme am Training selbst.


    Was ich allerdings tatsächlich unfair fände, wenn die kleineren Spieler wenig Spielzeit bekämen, obwohl sie regelmäßig mit entsprechender Motivation und Enthusiasmus ins Training kommen.

    Das Startgeld bei den Turnieren dient vor allem der Finanzierung der Schiedsrichter und Preise. Was dann am Catering umgesetzt wird, generiert am Ende den Gewinn des Vereins, der ins Jahresbudget fließt. On Top natürlich die Sponsoren. Ohne solche Veranstaltungen würde der Verein jedes Jahr an der finanziellen Schmerzgrenze entlanghangeln.

    Im WFV ist es nicht erlaubt, jüngere A-Jugend in den Aktivenbereich spielen zu lassen. Da könnte ein Kreisjugendleiter auch nichts ausrichten oder "nicht so wirklich mitmachen". Es ist schlicht nicht möglich.

    Sie sollen aber in jeder Woche an je einem Mannschaftstraining der beiden Teams teilnehmen.

    Das ist eine gute Lösung, besonders wenn der eigene Verein keine eigene Juniorinnenmannschaft hat.

    parallel zu dem Training und Spiel in unserem "Jungs-Team" beim Nachbarverein bei den Juniorinnen mit Zweitspielrecht spielen und trainieren.

    Da ist ja der Sachverhalt anders gelagert. In dem Fall hier ist es ja andersherum: Sie ist ein Mädchen und trainiert bei einer Mädchenmannschaft, will aber "irgendwoanders" bei einer Juniorenmannschaft mittrainieren, augenscheinlich ohne weitere Perspektive bzw. Zukunftsidee außer dass sie sich dort mehr gefordert fühlt und dieser Verein ja "eher ein Leistungsprinzip verfolgt". Das ist so betrachtet nahezu eine Ohrfeige für das eigene Team, zumal die Spielerin laut Aussage der Trainerin jetzt nicht immens heraussticht.

    Zunächst ist die Jugendleitung zu informieren, die im Rahmen der rechtlichen Seite prüfen muss, ob und wie die Teilnahme an einem Sportangebot eines anderen Vereins (im gleichen Verband?) unfallversicherungstechnisch abgedeckt ist. Vermutlich muss sie dort Mitglied werden, dann dürfte das kein Problem darstellen. Auch kann die Jugendleitung Verbindung aufnehmen mit dem anderen Verein und

    Es gibt ja auch im Juniorenbereich Talentförderung, die ebenfalls zusätzlich einmal die Woche trainieren, allerdings zumeist ohne das Vereinstraining zu beschneiden und das Mannschaftsgefüge deshalb auseinanderzuziehen.


    Der Aspekt Mannschaft kommt mir in der Überlegung - auch in denen der Spielerin bzw. der Eltern - etwas zu kurz. Ich übertreibe jetzt etwas, aber man stelle sich vor, die Hälfte der Mannschaft trainiert an einem Tag bei einem anderen Verein, weil "man da anders gefordert wird". Klar, bei einer einzelnen Spielerin stellt das im Grunde kein Problem dar, aber das darf keinesfalls in irgend einer Art Normalität werden.
    Die nächste Frage lautet, wieso diese Spielerin weiterhin einen Platz im Stammkader bekommen sollte, wenn 11 andere Spielerinnen regelmäßig und zuverlässig ins 'eigene' Mannschaftstraining kommen.

    Festivals werden statt dem 4+1 gespielt. Ein Spieltag mit mehreren Vereinen, die ihre Teams entwicklungsgerecht und nach Stärke aufstellen und gegeneinander spielen lassen etwa 2-3 Stunden lang.