Die Trainingsphilosophie Deutschland ist sicherlich ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, man merkt ihr aber definitiv an, dass sie nicht von Breitensporttrainern mit Erfahrung an der Basis beraten wurde.
Klar, es wird in einer Trainingseinheit den Trainern etwa 15 Minuten zugestanden, die Technik zu erklären und zu üben und ansonsten ist zusammengefasst der Ansatz: Lasst sie kicken (wie auf dem Bolzplatz). Ich halte das für in Ordnung, aber es werden eben ziemlich viele Aspekte des Amateurfußballs (und das ist und bleibt es in der Masse) außer acht gelassen: Diejenigen Vereine, die es umsetzen, sind dann die, die Spiele ggf. verlieren, weil sie auch ihre weit entwickelten Leistungsträger auswechseln. Wenn das alle machen, haben wir gleichstand. Wenn es aber nur ein paar Vereine machen, sind es dann diejenigen, die ihre Leistungsträger verlieren, die zu Teams wechseln, die häufiger gewinnen und im Laufe der Zeit dann eben "die Teams sind, die leistungsorientiert trainieren und wo gute Spieler hingehen". Das heißt für mich, dass ich darauf schauen muss, dass wenigstens die zweitbesten Spieler bei mir bleiben, die später in unsere 1. Mannschaft nachrücken. Dafür machen wir Jugendarbeit, nicht für das 1%, das später vielleicht Profi wird.