Beiträge von Charles De Goal

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    Wir hatten heute unseren ersten Trainingstag mit Einschränkungen, insgesamt waren 4 Mannschaften da (F1, E1, C- und B-Jugend). Insgesamt waren dann ca. 40-50 Personen am Platz. Aber ich habe mit allen Trainern gesprochen, bei allen Teams hat das mit den Regeln bestens funktioniert.


    Ich denke, ich kann das ganze empfehlen. Und entgegen aller Sorgen war eine richtig lockere Stimmung am Platz, man kann auch mit 1,5m Abstand kommunizieren, erklären und tolle Sachen machen. Ich hatte 6 Kids da, mehr will ich auch erstmal nicht. Ich weiß nicht, ob ich mehr hätte überblicken können und ihnen gerecht hätte werden können.

    Das klingt so ja noch machbar. Vor und nach dem Training zu desinfizieren, wird dann noch einmal etwas Zeit beanspruchen. Ein kurzer Zwischenbericht von nächster Woche wäre ganz nett. Das hilft vielleicht einigen dabei, den Mehraufwand für sich selbst besser abzuschätzen.


    Meine E-Jugend wird frühestens im Juni starten. Das wären dann aber auch nur noch 4 Wochen a eine Trainingseinheit bis offiziellem Saisonende. Mich persönlich reizt es mit dem Wissensstand (und der Tendenz des Saisonabbruchs) wenig, den Aufwand zu betreiben.

    Dass das Training nach dem Abbruch und mit den Einschränkungen fußballerisch vielleicht nicht so viel bringt, denke ich auch.


    Aber zumindest die sozialen Strukturen stellt es wieder her und es gibt den Jungs Bewegung an der frischen Luft bei ihrem Hobby, welches 2 Monate ruhen musste. Gleiches gilt auch für Erwachsene.


    Bei uns im Ort gibt es 6 Vereine und nur zwei starten wieder. Was meinst du, welche Vereine für Kids aktuell am attraktivsten sind und welche Kinder aus der Schule nach Hause kommen und sagen "Beim FC XYZ wird schon wieder trainiert, warum nicht bei uns?"?


    Es geht mir nicht darum, dass das Training die Jungs jetzt weiterbringt. Es geht darum, dass sie sehen, dass der Verein und der Trainer sich darum bemühen, ihnen ein Angebot zu schaffen und sie zu denen gehören, die etwas machen können. Gleichzeitig ist in der momentanen Phase, in der der ein oder andere über Wechsel entscheidet, der persönliche Kontakt wichtig. Und da hat man als Trainer vor den Jungs und als Verein, der sich die Mühe macht, das Training anzubieten, bessere Karten als der Trainer, der noch weitere Wochen warten will und der Verein, dem das zu viel Aufwand ist.


    Muss man nicht so sehen, aber so sehe ich es und so läuft es auch bei unseren Herrenteams: Ab Montag geht es los und es haben sich schon mehrere Spieler bei den Trainern gemeldet, die gerne mal mittrainieren möchten oder sogar wechseln wollen, weil ihr aktueller Verein (vielleicht auch verständlicherweise) nicht aus dem Quark kommt. Das muss halt jeder Verein für sich entscheiden, aber man muss sich vielleicht auch dem beugen, was die Spieler wollen.

    Ich kenne auch keine. Aber irgendwie muss man doch darauf kommen, dass Materialien gewaschen werden müssen. Könnte natürlich auch einfach nur dazu gut sein, um zu zeigen, man tue doch etwas gegen die Ausbreitung und dabei spielt die Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit eher eine untergeordnete Rolle.


    Wenn das Virus für eine Infektion die Schleimhäute erreichen muss, dürfte es doch keine Rolle spielen, ob jeder seinen eigenen Ball hat oder sich mehrere einen teilen.

    Also ich kenne viele Übungen, in dem man Hütchen in die Hand nimmt oder sich Bälle zuwirft - hauptsächlich bei Aufwärmspielen. Zu den "gefährlichen" Bewegungen zählen außerdem Kopfbälle, da der Ball durchaus auch unglücklich ins Gesicht fliegen kann.

    Ich bräuchte z.B. 5 Trainer/Betreuer für meine U14 denen ich jeweils vier Kinder fest zuteilen müsste. Falls der Betreuer mal ausfällt, haben die vier dann Pech, da auch kein Ersatz einspringen dürfte.

    Ich biete drei Einheiten an und lade jeweils 6 Spieler ein. Das ist überschaubar und jeder kann nächste Woche einmal trainieren. Wenn das gut funktioniert, kann ich drüber nachdenken, auch mehr pro Einheit einzuladen. Dann kann ich als alleiniger Trainer in der Woche alle Kinder beim Training gehabt haben. Gruppe 1 und 2 machen dann privat Fitness oder joggen, wenn Gruppe 3 Training hat.


    Es gibt (zumindest in NRW) keine Regel zur Gruppengröße, das sind alles nur Empfehlungen. Theoretisch kannst du eine Gruppe von 12 Spielern haben, solange gewährleistet ist, dass alle Regeln eingehalten werden. Je jünger die Spieler, desto schwieriger ist das natürlich.

    Wir haben heute alles klargemacht:

    Sportplatz hergerichtet, Platzbelegung geklärt und alle Trainer eingeladen und (mit Abstand und Mundschutz) alle Regeln bekanntgegeben.


    Nun erfüllen wir und die Trainer alles, was zum Training zur Corona-Zeit von Nöten ist. Ab Montag fangen wir an und lassen maximal 3 Gruppen gleichzeitig auf dem Platz.


    Die meisten Vereine in der Umgebung haben verlauten lassen, dass sie den Aufwand nicht betreiben und noch zwei Wochen warten wollen. Dafür mag es Argumente geben, aber es sprechen mehr Argumente dafür, die Chance zu ergreifen und langsam loszulegen. Kinder können endlich wieder in ein soziales Umfeld, das sie gewohnt sind, Trainer helfen sich gegenseitig und vor allem ist Bewegung auf dem Platz. Und der Aufwand ist tatsächlich überschaubar (Desinfektionsmittel, Pausenzonen, Handtücher, Seife, Ein- und Ausgang kennzeichnen). Organisatorisch müssen natürlich Listen geführt werden und Trainer müssen sich was einfallen lassen, um alle Regeln einzuhalten.


    Aber man wächst mit seinen Aufgaben und damit wächst auch der Verein enger zusammen!

    Wir haben soeben in einer kleinen Runde ein paar Dinge diskutiert: Es gibt bei uns (NRW) offiziell KEINE Begrenzung der Gruppengröße - nur Empfehlungen vom Landessportbund. Wir werden diese Empfehlung weitertragen (10m² pro Person) und somit theoretisch auch in Gruppengrößen von 10 Personen trainieren lassen. Dies natürlich nur unter Berücksichtigung der Altersklasse.


    Es wäre eigentlich sehr schön, wenn das zumindest deutschlandweit gleich wäre.

    Unser D Jugend hat schon gefragt, wie wir dazu stehen, aber bei diesen Vorgaben sehe ich darin nicht wirklich einen Sinn für ein FUSSBALL Training. Und ich denke auch, dass es zu früh ist. Der kleine Bruder eines der Mitspieler meiner Tochter ist lungenkrank...

    Und deshalb soll es niemandem ermöglicht werden? Dann sollte man eher darüber nachdenken, ob dieser eine Spieler nicht am Training teilnehmen kann. Oder willst du eine ganze Mannschaft oder einen ganzen Verein wegen eines Einzelfalls zu Hause lassen?


    Und was meinst du mit zu Früh? Aktuell gibt es knapp 15.000 Menschen in Deutschland, die in Quarantäne sind (0,02% der Bevölkerung) - die tauchen sicher nicht bei einem Training auf. Sicherlich gibt es Menschen, die draußen mit einer Infektion herumlaufen (Dunkelziffer) und es nicht wissen. Da momentan nicht mal alle Testkapazitäten ausgeschöpft werden, OBWOHL man bei nachvollziehbaren Kontakten testet, können das logischerweise nicht deutlich mehr sein. Und wegen diesen paar Menschen haben wir schon diese ganzen Einschränkungen. Und deshalb sollen wir jetzt trotz Ermöglichung des Trainings unter Einhaltung der Regeln weiterhin Mannschaften und Vereine wegen Einzelfällen zu Hause lassen? Dafür habe ich absolut kein Verständnis.

    Außerdem wird sich die Infiziertenzahl/Dunkelziffer nicht signifikant nach unten verändern. Wenn das nun dein Argument ist, wird es das auch noch in 2 Jahren sein und solange kann es dann keinen Sport für diesen Verein geben. Außer man gesteht sich ein, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben.


    Also wir haben die Auflagen im Vorstand durchgesprochen und werden für unseren Verein einen Plan machen. Ich finde diese Auflagen zum kotzen, weil total penibel und kompliziert. Dennoch muss man mit der Situation jetzt umgehen. Man muss halt das beste daraus machen. Nur weil die Auflagen kompliziert sind und man als Verein keinen Bock darauf hat, sollte man nicht weiter Corona-Pause machen. Dann steht man ratzfatz ohne Mannschaften da, wenn die Vereine in der Umgebung schon was tun.


    Bei uns haben schon einige Trainer signalisiert, bei anderen Teams zu helfen, damit dort in Kleingruppen trainiert werden kann und der Trainer nicht alleine ist.


    Nennen wir es mal nicht Krise, sondern "temporär veränderte Bedingungen". Schon sieht man es als Chance!

    Puh, da muss einiges garantiert werden.


    Dieses Schreiben ist bei uns im Ort der Grund, dass die Stadt die Plätze nicht freigibt.


    Das sorgt dafür, dass andererorts Mannschaften schon auf den Platz gehen, weil das in deren Rathaus so durchgewunken wird. Bei uns arbeitet das Rathaus sehr gewissenhaft und wir können eben noch nicht auf die Plätze. Man wird hier die Checkliste abarbeiten und erst Training erlauben, wenn vor allen Punkten ein Haken ist.


    Auf der Tennisanlage nebenan war gestern schon Hochbetrieb, der Tennisverband hat sogar Doppelspiele erlaubt (bzw. den Vereinen freigestellt, ob man es zulässt oder nicht). Daraufhin hat unser D-Jugend-Trainer für Samstag seine ganze Mannschaft zum Training eingeladen, weil beim Tennis ist es ja auch erlaubt und der Verband erlaubt es. OHNE Rücksprache mit dem Verein!

    Parallel hat der Abteilungsleiter von der Stadt erfahren, dass weiterhin NICHTS erlaubt ist und Zuwiderhandlungen nach wie vor bestraft werden.


    Absolutes Chaos. Wie können Verbände etwas erlauben, wenn die Städte die Handhabe über manche Sportplätze haben und dies erst erlauben müssen? Wie kommen Menschen darauf, sowas einfach ohne Rückfrage auf eigene Faust zu machen?

    ist es nicht so,dass täglich 500 positiv getestet werden?

    Das heißt doch nicht, dass sich nicht viel mehr infiziert haben

    Natürlich heißt es das nicht, die Dunkelziffer ist ja uns nicht bekannt. Dennoch waren es vor einigen Wochen 15 mal so viele positive Tests pro Tag. Inzwischen werden mangels benötigten Tests nicht mal die Kapazitäten ausgeschöpft.


    Das ist ein ziemlich positives Zeichen - selbst wenn es eine gewisse Dunkelziffer gibt.

    "Lustig" wird es, wenn zwei Kinder nach Hause kommen, beide infiziert sind und man nichtmal feststellen kann, wer von beiden wen angesteckt hat. Geschweige denn, ob das beim Training passiert ist und ob die beiden tatsächlich in der gleichen Kette hängen. Kann ja auch sein, dass der eine einkaufen war und der andere es beim Bäcker bekommen hat.


    Noch dazu möchte ich anmerken, dass wir inoffiziell jetzt bei unter 10.000 momentan Infizierten in Deutschland sind (ergibt sich aus den Neu-Infizierten der letzten 14 Tage). Und wenn ich dann schon einen beim Training habe, dann muss da unheimlich viel falsch laufen, damit der trotz Abstandsregeln einen anderen ansteckt.


    Man sollte jetzt eben nicht so tun, als wären 30 Mio Menschen infiziert und es wäre nur eine Frage der Zeit, bis die anderen 50 Mio Deutschen es auch bekommen. Momentan infizieren sich täglich im Schnitt ca. 500 Personen in Deutschland. Das sind 0,0006%. Mit der aktuellen Quote dauert es theoretisch noch 450 Jahre, bis jeder Deutsche infiziert ist. Da ist es wahrscheinlicher an Altersschwäche zu sterben. Selbst zur Hochzeit mit knapp 7500 neu-Infizierten am Tag hätte es 30 Jahre gedauert, bis der Virus einmal durch Deutschland gefegt wäre.


    Ich verstehe absolut, dass man sich darüber Gedanken machen muss, FALLS das passieren sollte. Und ich möchte den Virus auch nicht runterspielen. Aber diese Sorge ist überhaupt nicht rational und deshalb verschwende ich als Trainer keinen Gedanken daran, was wäre wenn. Wenn es wieder erlaubt ist, werde ich Training nach den Regeln anbieten und wenn sich herausstellt, dass jemand aus einer Trainingsgruppe infiziert ist, dann kann er eben für 2 Wochen nicht teilnehmen. Wobei das grundsätzlich Blödsinn ist: Denn Abstandsregeln ODER Quarantäne - eins von beidem sollte ja nun reichen, oder?

    lt. Kicker sind zu den 3 bestätigten Kölner Fällen jetzt 7 aus anderen Buli-Vereinen dazu gekommen. Also wenn selbst auf der Ebene Ansteckungen nicht verhindert werden können mit dem ganzen Aufwand der dort getrieben wird

    Also das hat ja nun überhaupt keinen Zusammenhang!


    Zunächst mal wurden knapp 1800 Tests durchgeführt, wobei ca. 1000 Spieler getestet wurden und 800 Personen, die zum Trainerteam/Staff gehören. Natürlich geht der Physio auch mal zum Bäcker oder der Videoanalyst einkaufen.


    Ist doch klar, dass da der ein oder andere Corona hat. Hättest du genauso, wenn du 1800 Menschen von der Straße testest.


    Diese Tests sollen übrigens nicht beweisen, dass niemand infiziert ist, sondern sollen filtern, wer weiterhin mit der Mannschaft arbeiten darf und wer erstmal zwei Wochen in Quarantäne gehen soll, damit die Kette unterbrochen wird. Es wäre ja hirnrissig zu sagen, dass die Idee bei 0,5% Infizierten nun versagt hat. Denn 99,5% sind weder infiziert, noch werden sie es jetzt tun, weil die 10 Personen ja jetzt erstmal aus dem Verkehr gezogen werden.


    Von daher sehe ich, dass der Plan der DFL Früchte trägt und Infizierte von Gesunden trennt. Nichts anderes läuft beim Rest der Bevölkerung ab: Wer infiziert ist, geht in Quarantäne und steckt keinen anderen mehr an.

    Wie meinst du "auf eigene Verantwortung"?

    Ich vermute mal, dass das bedeuten soll, dass die Eltern sich selbst über das Ansteckungsrisiko bewusst sein müssen und selbst über die Teilnahme entscheiden können.


    Und wenn sich am Ende jemand ansteckt, ist der Trainer NICHT schuld! Stattdessen tragen die Eltern die Verantwortung.


    Nichts wäre schlimmer, als wenn sich einer irgendwo ansteckt und am Ende der Trainer verantwortlich gemacht wird. Und das kann auch noch fälschlich passieren, wenn die Kette falsch interpretiert wird. Niemand kann beweisen, dass sich jemand beim Training angesteckt hat, aber es wäre das einfachste.


    Ganz abgesehen davon, dass eine Verantwortung bzw. Schuld bei sowas vollkommen egal ist.

    Ich könnte mir wunderbar vorstellen, meinen 20er Kader zu splitten und jeweils 6-7 Leute an einem Trainingstag einladen. Für den Anfang wäre jeder einmal in der Woche auf dem Platz und hätte dann zweimal in der Woche nochmal Home-Training.


    6-7 ist eine überschaubare Zahl und man könnte Passübungen, Dribbelübungen ohne Gegenspieler und Torschüsse machen. Kreisspiel ist denke ich auch möglich, dort gibt es ja kaum Zweikämpfe.

    Wer nicht niest, hustet etc. kann eben auch keine Viren verteilen, außer er spuckt mutwillig Menschen an.

    Gute Punkt!


    Zwar ist niesen kein Symptom, aber du hast recht: Verteilen ist ja regulierbar. Aktuell tragen wir Masken. Und selbst ein Baumwollschal verhindert einen gewissen Prozentsatz von Verteilung. Abstand verhindert einen weiteren Prozentsatz. Bewegung und Luft verhindert noch mehr. Wer keine Symptome hat, muss auch nicht husten und verteilt weniger - FALLS er damit überhaupt ansteckend ist.


    Am Ende stehen wir mit Schal und Abstand an der frischen Luft und haben unheimlich viel Risiko minimiert. Sollte das nicht reichen, um etwas Sport zu treiben?


    Und was bei den ganzen Einschränkungen vollkommen vergessen wird: Um jemanden anzustecken, muss ja auch einer der anwesenden Personen das Virus haben. Auch diese Wahrscheinlichkeit ist bei aktuell 20.000-30.000 Infizierten in Deutschland und ~1000 neuen Infizierten pro Tag wohl nicht so akut. Ca. 5000 freie tägliche Testkapazitäten sprechen auch ihre Sprache. Offenbar gibt es inzwischen nicht mal mehr genügend Verdachtsfälle für die Testkapazität.

    Ich denke, das wird sich durch die anonyme Wahl regulieren. Der eine möchte Trainingsfleißigen eins auswischen, der andere mag Trainingsfaule nicht. Am Ende werde ich auch nicht bekanntgeben, wer wieviele Stimmen hat. Nur die ersten Plätze. Da wird keiner zu Hause sitzten und weinen, weil er erfährt, dass er 0 Stimmen bekommen hat.


    Ich bin mir sicher, dass sich am Ende das kreativste und lustigste Video durchsetzen wird und nicht der beliebteste.


    Grundsätzlich finde ich es wichtiger, dass die Jungs das entscheiden und nicht ich. Wenn ich entscheide, dann fasst das der ein oder andere als Abneigung auf.

    Kleine Idee für eine weitere Challenge, habe ich mit einem Spieler überlegt:


    Jeder schickt ein 5-15-sekündiges Video, indem er einen Trickshot macht, jongliert oder sonst was mit dem Ball anstellt. 10 Tage Zeit, damit jeder genügend Zeit zum überlegen und üben hat.


    Am Ende stimmen alle ab und die ersten drei Plätze gewinnen etwas.


    Toll dabei: auch der mit dem größten Bügeleisen im Fuß kann mit viel Übung den geilsten Fallrückzieher auf dem Trampolin machen oder der unbeweglichste seinem Bruder eine Plastikflasche vom Kopf schießen!


    Jeder hat eine Chance und jeder kann sich was überlegen, was er kann. Am Ende zählt die beste Show!

    Also wir Trainer und Vorstandsmitglieder nutzen die Corona-Zeit, um unsere Sportanlage auf Hochglanz zu bringen. Natürlich alles in Zweiergruppen oder Zweierschichten. Dabei halten wir über Facebook unsere Mitglieder auf dem neusten Stand, sodass sie es kaum erwarten können, in einigen Wochen/Monaten zurück auf die Anlage zu kommen.

    Wir machen etwas ähnliches. Allerdings gemeinsam. Mit einer befreundeten Mannschaft haben wir eine Challenge ins Leben gerufen.

    Die Trainer stellen abwechselnd Aufgaben. Beide Mannschaften haben 3 Tage Zeit diese zu erledigen. Mit Klopapier jonglieren oder sachen aus dem Coerver Training.

    Ein Wettkampf gegen eine andere Mannschaft ist super! Werde ich auch in den nächsten Tagen gegen den Jahrgang unter uns machen. Fördert erstmal das Zusammgehörigkeitsgefühl und dann hat es auch den Wettbewerbsgedanken, der aktuell im Leben der Jungs/Mädels fehlt!

    in dieser Woche als Team 50 km joggen (von jeder Spielerin zählt eine Strecke) und als Einzelaufgabe einen (kreativen) Trickshot in eine Mülltonne..

    Ich wollte das auch machen, aber habe dann die Truppe in Kleingruppen unterteilt, die gegeneinander Punkte sammeln.


    Problem (bei meiner Truppe) ist: Wenn du es als Team machst, machen am Ende wenige Motivierte viel und viele Unmotivierte wenig. Bei mir jongliert einer über 300 mal den Ball, ein anderer läuft mit seiner Tante einen Halbmarathon pro Woche. Dann können es sich die anderen leicht machen.

    Man muss vielleicht auch einfach mal aktzeptieren, dass nicht jeder für Fussball gemacht ist :/

    Und wenn man dann in ein Alter kommt, in dem man mehr Möglichkeiten hat und die Charakterbildung voranschreitet, gibt es eben immer mehr Pull-Faktoren, die einen vom Fußball wegziehen. Das wäre das D/C-Alter. Wenn jemand nicht der beste ist und dann merkt, dass er woanders besser ist, dann ist er eben woanders. Gibt eben auch kaum noch schlechte Fußballer in A- oder B-Jugenden, aber eben dann auch weniger als früher.


    Und das wird eben in den letzten Jahren immer extremer, weil es immer mehr Pull-Faktoren gibt (2020 vs. 2000). Simpel auf den Punkt gebracht.

    Charles De Goal : ich verstehe das nicht. Warum muss im Fußball etwas aufgeholt werden? Alle spielen gerade nicht - im Verhältnis zu wem muss ich etwas aufholen? Bei dem einen geht die Zeit im Goldenen Lernalter verloren, bei den anderen in der Phase des Kraftaufbaus. Warum muss ich da etwas aufholen? Keiner kann sich gerade "eine Führung ausbauen", somit muss auch niemand etwas aufholen (auch keine Spielminuten, weil die gehen den anderen auch verloren).


    Ich höre die Argumentation auch aus den NLZs, die sich überlegen, wenn es wieder normal läuft mit Zusatztrainings (z.B. Sonntags) das aufzuholen. Es gibt nichts aufzuholen - die Jungs werden dann wahrscheinlich überlastet. Und wenn ich diese Einstellung zugrunde legen würde, könnte eine längere Verletzung gar nicht aufgeholt werden, weil die anderen in der Zeit ja weiter arbeiten und immer dieses Viertel- oder Halbjahr voraus sind.

    "Aufholen" nicht im Vergleich zu anderen, die selbstverständlich auch nichts machen können.


    "Aufholen" im Sinne der Entwicklung, die normalerweise in diesem Alter genommen wird.


    Natürlich gibt es da etwas aufzuholen!


    Bei dem einen geht die Zeit im Goldenen Lernalter verloren, bei den anderen in der Phase des Kraftaufbaus. Warum muss ich da etwas aufholen


    Und speziell nochmal auf diesen Satz: Du gibst dir die Antwort ja damit selbst. Was meinst du, was passiert, wenn ein Kind "im goldenen Lernalter" nichts über Fußball lernt? Oder wenn ein Junge in der "Phase des Kraftaufbaus" auf dem Sofa sitzt und nicht zum Sport geht?


    Genau das war mein Punkt: Es geht hier nicht um Ergebnisse oder um Vergleiche mit anderen Teams (wie im Profibereich oder bei den ambitionierten Senioren) - genau das habe ich geschrieben: Es geht um die Entwicklung jedes einzelnen und z.B. die 07e/08er Generation, die aktuell im goldenen Lernzeitalter ist, lernt eben nicht gerade viel, wenn nichts gemacht werden darf.


    Wenn ein (unter-)durchschnittlicher Spieler mal 8 Monate nicht beim Training ist, dann würde ich sogar von Rückschritten sprechen, wenn der Körper weiter wächst aber die Technik auf dem alten Stand bleibt. Und das hast du dann nicht nur einmal in der Mannschaft, sondern bei 3/4 des Kaders.