Charles De Goal : Ja, genau. Es sollten ausgewählte Kinder sein, bei denen das Kind dann mitmacht. Als Trainer muss man das aber auch gut abwägen und einschätzen können, welche Kinder man auch mit und gegen ihn spielen lässt. Mit der Zeit kennt man ja seine Kinder und kann das ja auch etwas steuern.
Und wie du schon richtig sagst, sie sind zurückhaltender und vorsichtiger, aber es sind halt Jungs die auch spielerisch mitspielen können. Der Junge der aus der Verletzung kommt, wird hier ja auch nicht seine 100% abrufen und ganz behutsam mitspielen. So kann er hier langsam ins Spiel finden und mit leichtem Gegnerdruck und Körperkontakt ohne große Angst vor Verletzungen.
Ganz zu Beginn, darf dieser Spieler zb auch nicht angegriffen werden, und da achten wir auch als Trainer drauf und steuern das.
Hauptsächlich ist für uns aber wichtig, dass sich das Kind langsam vom Einzeltraining in das Gruppentraining/-spiel einführt. Denn wie ihr oben schon erwähnt habt, ist es ja nicht nur der Zweikampf an sich, sondern auch die vielen sonstigen Bewegungen im Fussball die ebenfalls ein Risiko mit sich bringen.
Durch dass Spielen mit den jüngeren bieten wir ihm eine Situation wo er Pässe erstmal nur von den jüngeren Spielern verarbeiten muss die nicht mit so viel Druck gespielt werden, und der Spieler selber behutsam Pässe aus dem Lauf oder Bewegung spielen kann, er leichter an Gegner vorbeidribbeln kann, er einfacher Bälle ablaufen und erobern kann ohne groß in den Zweikampf gehen zu müssen.
Wir erleichtern ihm all diese Faktoren um es ihm zu Beginn so leicht wie möglich zu machen, er aber dennoch Fussball spielt.
Aber wie gesagt, dass geht auch nur bei Spielern die auch nicht übermotiviert sondern eher zurückhaltender sind und auch nur mit Kindern die die Grundlagen und auch das Spielverständnis schon besitzen und Fussball spielen.
Coach1976: Ist schon ok, nur den ersten Satz fand ich nicht so nett und hatte mich da über den Ton etwas gewundert, aber alles ok.
Natürlich kannst du selbstverständlich auch einen älteren Jugendlichen/Erwachsenen als Partner auswählen. In beiden Fällen /jüngere oder ältere Partner) werden wir Pro und Contras finden und ich wollte wie gesagt lediglich eine weitere Option reinbringen.
Und ich finde es einfach riskant einen Spieler, der aus einer anscheinend schweren Verletzung kommt gegen jüngere, dann vermutlich noch besonders motivierte Kids spielen zu lassen.
Du gehst leider immer davon aus, dass die jüngeren übermotiviert sind, was sie aber nicht immer sind. Es gibt viele Kinder die in ihrem Kopf und ihrem Verhalten weiter/reifer sind.
Man kann dies auch nicht analog anwenden und sagen, dass wenn jetzt als Beispiel ein E-Jugend-Kind eine schwere Verletzung hat, es bei der F-Jugend mittrainieren soll. Nein, dort auf keinen Fall. Bei einem D-Jugenspieler ihn bei einer guten E-Jugend mittrainieren zu lassen, finde ich persönlich vertretbar.
Ich stimme dir aber natürlich zu, dass bei übermotivierten jüngeren Kindern die Gefahr einer Verletzung sehr groß ist. Aber eine Gefahr kann genauso auch von einem älteren Kind/Erwachsenen ausgehen allein von der Geschwindigkeit, Masse und der Kraft die es besitzt, ausgehen.
Ein Risiko gibt es auf beiden Seiten.
Und unsere Vorgehensweise ist ja auch nur ein Teil aus dem ganzen Prozess. Man fängt ja erstmal mit ganz anderen Dingen an und steigert es dann über das Einzeltraining bis man zu den Zweikämpfen und dem Spiel kommt.
Das Training, den Zweikampf mit gleichaltrigen oder älteren würden wir als folgenden Schritt umsetzen.
Aber wie gesagt, dass ist nur ein Vorschlag und basiert auch nur auf meine Erfahrungen. Das wichtigste ist aber, dass der Junge wieder zu alter Stärke findet und verletzungsfrei bleibt und da drücke ich deinem kleinen Großen fest die Daumen und dass es die letzte große Verletzung ist 