Spielaufbau U9 (F + E Jugend Feld)

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  • let1612 ganz einfach. Der Unterschied ist das die ballhaltende mannschaft auf ballsicherung geht und intelligent situativ räume besetzt. Das bei der ballhaltenden auch einer im Zentrum ist ist klar. Geht ja auch um gg.pressing bei ballverlust.

    Die ballhaltende ist eben nicht auf 7 pässe aus um aufs tor zu spielen. Ich denke nicht das es zielführend ist beiden in Überzahl unterzahl spielen mit spielrichtung zuviele aufgaben zu geben. So ensteht eben kein -mindset-.

    Was mich da interessiert:

    Warum wolltest du das bewusst nicht?

    Und haben die kids ihre Aufgaben verstanden?

    Klappt das mit positions findung im spiel?

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

    Einmal editiert, zuletzt von Trainer E ()

  • Trainer E : ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Es gibt bei meinem Spiel nicht eine Spielrichtung, sondern zwei (wenn man die 4 Tore auf beiden Seiten nimmt) - für meine Kinder sind es eher vier (in die Richtung der 4 Tore), die für sie allerdings erst nach 7 Pässen oder bei 6 Pässen interessant wurde.

    Das Gegenpressing hatte ich gar nicht als Ziel. Mit 7 Spielern bei 4 Toren und 4 Gegenspielern muss das aus meiner Sicht auch nicht unbedingt sein.

    Die Kinder haben auf die 7 Ballkontakte gespielt und dann hat mein Spiel noch das "Kinderzuckerchen", dass sie ein Tor schießen dürfen (egal auf welchem der 4 Tore). Das Spiel wurde von den Kindern verstanden - die Umsetzung machte Probleme. Angefangen bei der Raumaufteilung über die Anspielbarkeit bis hin zu technischen Fertigkeiten. Das Spiel ist nicht einfach - der Raum ist normal für ein 3 gegen 3 ausgelegt und jetzt sind dort 11 anstatt 6 Spieler.

    Warum ich das bewusst nicht möchte? Weil außen/innen (Kreis) aus meiner Sicht nicht sehr spielnah ist und ich eine Staffelung und Dreiecke haben möchte.

    Nein, die Positionsfindung (und Raumaufteilung) im Spiel klappt noch nicht - deshalb trainieren wir es.


    Ich glaube, dass das Spiel mehr zum Mindset (Denkweise, Verhaltensmuster, Überzeugung) beitragen kann, als ein "statischeres" 3 gegen 1 (da geht es mir um 2 Anspielstationen im "90 Grad Winkel" der Arme) oder dem 5 gegen 2 (da geht es mir neben einem größeren Winkel der Arme auch um "auf Lücke" stehen (3 Möglichkeiten)). Das 7 gegen 4 stellt höhere Anforderung und gibt den Spielern aus meiner Sicht mehr Erfahrungswerte (Finte, Dribbling, Ballan- und -mitnahme, Passspiel, Selbstvertrauen u.a.).


    In unterschiedlichen Zusammensetzungen hatte ich auch alle Ergebnisse - knappe, hohe für die 4 oder die 7.

  • let1612 wir kamen aus dem Kontext des Rondo, vllt. habe ich es deshalb zuerst darauf bezogen.

    Zu Deiner Überzahlspielform mit Passgrenze und der, angestrebten, höheren Spielnähe, bzw. dem Mindset, bedingend den leichteren Transfer ins Wettkampfspiel, folgendes:

    Wenn nun in der Form bei Pass Nummer 5 eine perfekte Raumaufteilung durch -Positionsfindung- entstanden sind, müssen die Jungs noch 2 Pässe spielen, um sich zu belohnen. Extrem könnte die Situation entstehen, das ich wieder eine gute Position aufgeben muß,

    da ich noch 2 Pässe brauche.(falls sich die anderen noch nicht perfekt positioniert haben)

    Wenn bei Pass 7 die Raumaufteilung nicht perfekt ist, werden Sie aber gedanklich eher den Torabschluß trotz schlechter Position suchen, da es ja auch um ein Ergebnis geht. Da Du ja erst in der Phase des Erlernen der guten Raumaufteilung bist, halte ich das für

    wenig bis gar nicht zielführend.

    Punkt 2:

    Ich glaube, dass das Spiel mehr zum Mindset (Denkweise, Verhaltensmuster, Überzeugung) beitragen kann, als ein "statischeres" 3 gegen 1 (da geht es mir um 2 Anspielstationen im "90 Grad Winkel" der Arme) oder dem 5 gegen 2 (da geht es mir neben einem größeren Winkel der Arme auch um "auf Lücke" stehen (3 Möglichkeiten)). Das 7 gegen 4 stellt höhere Anforderung und gibt den Spielern aus meiner Sicht mehr Erfahrungswerte (Finte, Dribbling, Ballan- und -mitnahme, Passspiel, Selbstvertrauen u.a.).

    Ein Rondo hat nicht zwingenderweise etwas mit einem statischen 3-1, 5-2 , also dem Schweinchen in der Mitte zu tun.

    Du kannst ja genauso ein 4+1 gg 3 mit passtoren auf den Stirnseiten spielen, geht es Dir da um Positionsfindung läßt du bei Balleroberung in der Mitte die außen erstmal -außen- vor. und spielst im 3-1 auf die Minitore(oder der Stirnseitenspieler darf mit verteidigen also ein 3-2 ). HAt auch den Effekt der aktiven Balleroberung, anders als beim Schweinchen in der Mitte.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Trainer E: für mich gibt es keine perfekte Raumaufteilung beim Fußball. Aber der Hinweis mit den Pässen und Toren könnte dazu führen, dass ich beim nächsten Mal zuerst die Pässe bepunkte und das Tor ein Zusatzpunkt wird. Danke.

    Punkt 2: ja, es gibt mehrere Varianten ein Rondo oder Überzahlspiel zu organisieren. Ich war und bin mit meinem zufrieden gewesen ;) - unter den Rahmenbedingungen (11 Spieler, Spielerstärke, Zusammensetzung des Teams, Zeit usw.) war die Spielform aus meiner Sicht gut.


    Ein Punkt zum Spielaufbau (dem Thema hier). Ich spiele im Training im 2. Jahr E-Jugend bereits mit der Rückpassregel und habe mich am Wochenende sehr gefreut, dass dies die Kinder im Spiel auch machen (obwohl der Torwart den Ball auch noch in die Hand nehmen darf).

  • Ich finde übrigens Rondos klasse - auch im Jugendbereich. "Kreis" und "Eck vor dem Training" klingt mir so nach 5 gegen 2 mit 2 in der Mitte und 5 außen. Und ja, für mich ist das kein Inhalt bzw. Vorbereitung auf ein F-Jugend-Training (bzw. das statische 5 gegen 2 ist für mich auch keine Vorbereitung auf ein anderes Training).

    Irgendwie ist dein Zitat aus dem Anfang des Threads und die Beschreibung Deines Trainings etwas widersprüchlich

    Die Frage nach dem Schwerpunkt gefällt mir - mein Trainingsaufbau war 3 gegen 1 und 5 gegen 2 im Viereck ohne Tore (u.a. weil ich 11 Kinder hatte).



    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Trainer E: erwischt ;) - schön, dass das hier nochmals thematisiert wird. Für mich ist ein 5 gegen 2 weiterhin kein Trainingsinhalt oder Vorbereitung in der F-Jugend. Ein 3 gegen 1 oder 4 gegen 2 habe ich im Training auch schon mal in der F-Jugend probiert - und dann wieder verworfen (tippe auf 2-3 Mal). Beim Training letzten Freitag in der E-Jugend (da sehe ich diese Spielformen einzuführen) ging ich von 12 Spielern und 3 Trainer aus - wären super 3x 3 gegen 1 gewesen. Leider kam ein Spieler und 2 Trainer nicht. Auf das 3 gegen 1 war ich fixiert - das wollte ich unbedingt machen. Blieben 7 übrig - da habe ich mich dann für ein 5 gegen 2 entschieden und gegen ein 3 gegen 1 und 2 gegen 1 oder das mitspielen. Nach dem Training würde ich eher zu einem 4 gegen 4 mit 3 Anspielstationen außen tendieren (Spielfeldform Dreieck oder Kreis) und evtl. Toren in der Mitte, die durch die Außenspieler aktiviert werden. Nachteil dabei wäre allerdings nur einen Ball pro 11 Spieler und somit weniger Ballkontakte, die ich beim 7 gegen 4 auch in Kauf genommen habe.

    Mein Trainerleben hat noch mehrere Widersprüche: ich bin kein 7 gegen 7 Fan und spiele es nun schon das 4. Jahr.

  • Trainer E: erwischt ;) - schön, dass das hier nochmals thematisiert wird. Für mich ist ein 5 gegen 2 weiterhin kein Trainingsinhalt oder Vorbereitung in der F-Jugend. Ein 3 gegen 1 oder 4 gegen 2 habe ich im Training auch schon mal in der F-Jugend probiert - und dann wieder verworfen (tippe auf 2-3 Mal). Beim Training letzten Freitag in der E-Jugend (da sehe ich diese Spielformen einzuführen) ging ich von 12 Spielern und 3 Trainer aus - wären super 3x 3 gegen 1 gewesen. Leider kam ein Spieler und 2 Trainer nicht. Auf das 3 gegen 1 war ich fixiert - das wollte ich unbedingt machen. Blieben 7 übrig - da habe ich mich dann für ein 5 gegen 2 entschieden und gegen ein 3 gegen 1 und 2 gegen 1 oder das mitspielen. Nach dem Training würde ich eher zu einem 4 gegen 4 mit 3 Anspielstationen außen tendieren (Spielfeldform Dreieck oder Kreis) und evtl. Toren in der Mitte, die durch die Außenspieler aktiviert werden. Nachteil dabei wäre allerdings nur einen Ball pro 11 Spieler und somit weniger Ballkontakte, die ich beim 7 gegen 4 auch in Kauf genommen habe.

    M7ein Trainerleben hat noch mehrere Widersprüche: ich bin kein 7 gegen 7 Fan und spiele es nun schon das 4. Jahr.

    das 7gg.7 ist(war) ja auch vorgegeben.


    um zu der Ausgangsfrage zurückzukehren.

    Das Hintenheraus-Spielen steht und fällt ja mit dem Selbstvertrauen des TW, dieses zu tun, bzw. auch Fehler machen zu dürfen.

    Der Tw der wie selbstverständlich in Spielformen im Training trainiert ist hier sicherlich im Vorteil.

    Wende ich z.b. im Training schon die Rückpassregel an, wird der TW sich aus der Gegebenheit stärker ins Spiel einbinden, weil er aktiver ins Geschehen eingebunden ist.

    Das habe ich auch im E Jugendbereich schon so gespielt(auch in den Wettkampfspielen). Den Tw kann man durchaus aus weiteren Mitspieler betrachten,

    der auch, in dem Bereich, die hohen Klopp-Bälle des Gegners abfängt.

    Dann fällt, m.e. auch die Spieleröffnung leichter.

    Für das Anbieten der Spieler sind im Training Prov-Regeln, wie das Verbot hoher Bälle (Dadurch mehr besetzen freier Räume, mehr Intensität) sinnig.

    M.e. wird der TW in den Fähigkeiten oft zu isoliert betrachtet. Auf der anderen Seite werden im Spiel dann Dinge erwartet, die er gar nicht trainiert hat, obwohl Sie zum Torspieler Spiel elementar dazugehören.

    Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (J.P.Satre)

  • Hi, also ich habe es in der F-Jugend so gemacht, dass ich den Spielaufbau andauernd gefordert habe und deswegen durften/dürfen meine Kinder zum Beispiel selbst unter den höchsten Drucksituationen keinen Ball wegschießen und keine langen Torwartabschläge machen. Sie mussten immer selber eine Lösung finden, welche entweder Pass/Doppelpass hieß, oder 1vs1.


    Von der U7 an gab es bei uns keine Torwartabschläge und wir sind jetzt in der U10.


    Heute würde ich bei einem Torwartabschlag nichts sagen, wenn der Spieler der im Tor steht, den Ball nach vorne abschlägt, wenn es eine ideale Chance zum Kontern ist oder es gegen ein starkes NLZ-Team ist oder es ein Trainer derart übertreibt, dass seine Kinder im Strafraum zum Pressen stehen.


    Hört sich zwar etwas radikal an, dass ich es den Kindern so schwer gemacht habe, aber jetzt haben die Kinder kein Problem das Spiel aufzubauen.


    Entweder sie gehen als Verteidiger ins 1vs1 oder sie spielen sich da raus. Solange es nicht die U10 des 1.FC Köln oder Bayer Leverkusen ist, schaffen es die Kinder nun sich da rauszuspielen ohne den Ball nach vorne abschlagen zu müssen.


    Sie haben auch keine Angst den Ball zu verlieren und einen Gegentreffer zu kassieren, und ich habe noch nie ein Kind dafür kritisiert oder gar ausgewechselt wenn es als Verteidiger ins 1vs1 gegangen ist und den Ball verloren hat. Denn das habe ich ja gefordert. Sollte der Druck für ein Kind zu hoch sein, oder es mehrmals nicht schaffen, habe ich es zum Beispiel durch Fragen/Anregungen meinerseits oder auch einen Positionstausch gesteuert.


    Bei einem Spiel gegen einen spielschwächeren Gegner hat das Kind dann nochmal dort gespielt und haben dort die Lösungsmöglichkeiten und die Erfolgserlebnisse geholt.


    Um es abzuschließen, also ich würde die Zeit als U9 weiterhin viel mit 1vs1 nutzen, insbesondere beim Spielaufbau. Denn jeder überdribbelte Angreifer bedeutet für dich Überzahl.


    Und ist es nicht super, wenn jedes Kind in der Lage ist, diese Überzahl aus eigener Kraft zu schaffen?


    Gegen Pressingmonster oder NLZ-Teams kann man ja auch mal einen Torwartabschlag machen.


    Just my two cents zu dem Thema ;)

    "Kinder die nichts dürfen, werden Spieler die nichts können!"