Beiträge von Coach1976

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    Ab 2024/2025: DFB-Nachwuchsliga ersetzt A- und B-Junioren-Bundesliga :: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V.


    Auch wenn es zum Thema Nachwuchsförderung und daraus entstehende Konflikte zwischen Profi- und Amateurbereich schon jede Menge Threads gibt, bin ich der Meinung diese Meldung hat einen eigenen verdient.

    Ob es jetzt der große Wurf ist, der die Nachwuchsarbeit in Deutschland schlagartig besser werden lässt wage ich zu bezweifeln.

    Trotzdem halte ich das Konzept für eine gute bis sehr gute Lösung und auf alle Fälle deutlich besser als das bisherige.

    Verbessern könnte man in meinen Augen noch die Anzahl der Amateurvereine, die die Möglichkeit haben an der Runde B teilzunehmen.

    Mir fehlt jetzt ehrlich gesagt der Überblick, welche Ligen bisher Aufstiegsmöglichkeiten in die Junioren Bundesliga hatten. Mein Gefühl sagt mir aber, das lediglich der Erste der jeweilige höchsten Regional- oder Oberliga seines Bereiches weiterkommt. Da wäre mit etwas mehr Durchlässigkeit in Runde 2 lieber. Aber für den Start klingt das nach einem guten Kompromiss, der entsprechend weiterentwickelt werden muss.

    Absolut OK und vertretbar ist für mich, dass Leistungszentren nicht aus der Nachwuchsliga absteigen können.

    Punkt für dich;)

    Aber trotzdem bleibt festzuhalten, dass seit ca. 1 1/2 Jahren der aller größte Teil der in diesem Zeitraum nominierten deutschen Nationalspieler nicht die Topleistungen auf den Platz gebracht hat, die erforderlich ist um international erfolgreich zu sein.

    Das gilt im Verein und in der Nationalmannschaft. letzteres kann der Bundestrainer zum Teil beeinflussen, ersteres die Vereinstrainer.

    Aber in erster Linie geht es um Profis der Kategorie A, die in der Lage sein müssten zu hinterfragen, warum es ihnen nicht gelingt ihre individuellen Fähigkeiten regelmäßig abzurufen.

    Hallo, erstmal danke für deinen Beitrag.


    Zu deinen Frage: Die D1 besteht aktuell aus 3 2010er 7 2011er und jeweils 1 12er und 13er ( die beiden sind von der Leistung her der E Jugend entwachsen und auch so gut dass sie direkt in der D1 spielen) aus der D2 würden dann ein 10er zwei 11er und noch ein Neuzugang bei dem mir der Jahrgang nicht bekannt ist in die C kommen. In den höheren Jugenden ist der Verein ziemlich schwach aufgestellt. Ab der C hat der Verein eigentlich eine Spielgemeinschaft mit 2 anderen Vereinen und im Moment gibt es zwei C - Jugenden.

    Wobei in der C1 nur ein Spieler unseren Verein angehört der aber in die B kommt. In der C2 kenne ich nur ein paar aber von diesen gehört niemand zu unseren Verein. Da eben geplant ist die komplette Mannschaft zu verschieben bin ich mal davon ausgegangen ,dass max 2-3 unseren Verein angehören geschweige denn die dann auch in der C bleiben. Auch interessant ist ,dass es durch Spielermangel nächstes Jahr generell zur Schieberei von Spielern in höhere Jugenden kommen wird, weil man sich nicht noch einen vierten Verein suchen will und dadurch auch die älteren Spieler von der C (2009) schon in die B müssen.

    Also existiert die Option einer Spielgemeinschaft in der C für die 2010er.

    Warum nimmt man die dann nicht wahr, lässt die 11er, 12er und meinetwegen auch den talentierten 13er in der D spielen und führ die Mannschaft dann in der übernächsten Saison als eigenes Team zusammen?

    Das würde doch vielmehr Sinn ergeben.

    ---


    Deutschland spielt seit 2016 eigentlich jedes Länderspiel schlecht. Egal gegen welchen Gegner. Spielweise und Ergebnisse.

    Und ja, ich bin fest davon überzeugt, dass es vor allem am Trainer liegt. Die Spieler sind im Vergleich zu allen anderen Ländern deutlich besser, als die Summe der letzten ca. 100 Länderspiele. Die waren ja quasi alle mies.

    Und da kann man auch - wie gesagt - in der taktischen Detailanalyse festmachen. Das ist einfach nicht gut. Das ist quasi nur verlassen auf die individuelle Qualität. Dafür braucht es aber keinen Trainer, da tut es auch ein Übungsleiter.

    100% Zustimmung und der Trainer hat einen nicht zu vernachlässigten Anteil daran.

    Aber bezogen auf die Saison 2022/23 inkl. 1. HJ 2022 fällt mir (Ausnahme Gündogan und mit Abstrichen Musiala) kein Spieler ein, der in der Zeit im Nationalkader war, der konstant über mehr als 3-4 Wochen im Verein und / oder Nationalteam die Qualität und das Potential, dass fraglos vorhanden ist auf den Platz bringen konnte. Da ist dann eben nicht nur der Trainer der Nationalmannschaft verantwortlich, sondern zum einen die Trainer der Vereinsmannschaften und vor allen anderen der Spieler selbst.

    Und by the way: Konstanz ist auch ein Qualitätsmerkmal.

    Bei welcher erfolgreiche Nationalmannschaft steht denn der Matchplan und die Eingespieltheit über der individuellen Qualität der Spieler?

    Am ehesten noch bei Spanien 2008 - 2012. Allerdings war es da auch das Optimum: unendliche Qualität mit perfektem System.

    Vielleicht noch Kroatien. Deren Matchplan ist pure Leidenschaft, die aber auch nur funktioniert, weil die Spieler die Qualität haben die Leidenschaft auf den Platz zu bringen (im Verein wie in der NM). Das wiederum ist ja auch eine individuelle Qualität, die den deutschen Nationalspielern 2022/23 abgeht.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Option die 4 Spieler in einer Spielgemeinschaft im Nachbarverein unterzubringen geprüft wurde, das wäre nämlich die erste Option.

    Die nächste wäre zu schauen, ob man die 4 2010er in einer B-Jugend unterbringen kann, sofern der Verein oder Spielgemeinschaft eine hat. Wobei der Sprung für die 2010er in die B-Jugend nach meinem Gefühl größer wäre als für die 2011er in die C.

    Grundsätzlich finde ich es eher problematisch, dass ganze Mannschaften hochgezogen werden. Abhängig von der Qualität der Mannschaft kann es aber klappen.

    Ich habe dieses Jahr einige Spiele eine NLZ-U13 (2010er) gegen C-Jugenden (2008/09 gemischt) auf Kreisklassen-, Kreisliga-, Bezirksoberliga-Niveau gesehen. Die U13 hat gegen die Kreisklassen sehr deutlich, gegen die Kreisliga deutlich bis knapp gewonnen. Gegen die BOL-Teams war alles dabei (Sieg, Niederlage, Unentschieden). Spielerisch war die U13 durchweg besser, körperlich war es aber schon happig. Da es nur vereinzelte Freundschaftsspiele waren, völlig OK. Eine komplette Saison auf diesem Niveau hätte ich nicht gebraucht.

    Im Nachbarort meines Heimatvereins wurde aus Personalgründen eine C-Jugend gebildet, die aus ca. 25%08ern, ca. 30%09ern und ca. 45%10ern bestand. Wobei die 2010 spielerisch die stärksten Jungs im Team stellten.

    In der Hinrunde landete man auf Gruppenebene im Mittelfeld, die Frühjahrsrunde hat man als Meister abgeschlossen und plant jetzt im der neuen Saison für die Kreisliga, wo die Mannschaft sicher irgendwo im Mittelfeld landen wird, obwohl sie hauptsächlich aus dem jüngeren Jahrgang besteht. Der Trainer selbst und die Spieler Eltern sind mit der Entwicklung sehr zufrieden, weil die Jungs im Dorf bleiben können und der Zusammenhalt passt. Es kamen sogar im Winter ein paar Spieler von außerhalb dazu, obwohl die vorher Stammspieler in der Kreisklasse waren, aber immer verloren hatten. Man muss dazu noch wissen, dass der Verein in den Vorjahren keine C-Jugend hatte und dann entweder Spieler in Spielgemeinschaften, per Wechsel bei anderen Vereinen oder in der eigenen B-Jugend untergebracht hatte und diese Spieler dann aus unterschiedlichen Gründen (keine Lust auf Fahrerei, im neuen Verein etabliert und hängen geblieben, Gegen zu groß und zu wenig Spielzeit) verloren hat.

    Es kann also auch mit der Idee deines Vereins funktionieren.

    Was ich nicht ganz an der Ausgangssituation verstehe:

    Dein Sohn ist 2011er und spielt D2. Soweit klar. Besteht die D1 nur aus 4 2010ern und der Rest aus 2011ern? Gibt es bei Euch im Verein keine Spieler aus dem 2009er Jahrgang?

    In dem Punkt hast Du absolut recht.

    Speziell Belgien, Kroatien, Portugal und auch England haben in Ihren Kadern deutlich mehr Top-Spieler als früher.

    Im Prinzip stehen in den Kadern dieser Nationen sogar mehr Top-Spieler und in Summe mehr Qualität als in unserem Kader.

    Und da muss man sich eben doch fragen, was die Ausbildung oder die Spieler selbst in diesen Ländern besser machen bzw. besser macht.

    Toni Kroos über Nationalelf: „Dahingekicke ohne großes Aufbäumen“ - WELT


    Sicher hat auch der Trainer mit Matchplan und vorgaben seinen Anteil

    ABER: wenn ich nur mal die Bayernspieler nehme, dann hatten folglich wie oben schon beschrieben Nagelsmann, Tuchel und Flick keinen Matchplan.

    Zitat Toni Kroos: "Ich glaube, dass überhaupt keine Form da ist."

    Mit Form meint er meiner Meinung nach die individuelle Verfassung jedes einzelnen Spielers. Und da fällt mir außer Gündogan, Füllkrug und (mit Abstrichen, weil es ab der WM auch im Verein immer weniger wurde) Musiala kein einziger Nationalspieler ein, der in deser Saison auf Vereins und / oder Nationalmannschaftsebene konstant oder in längeren Phasen gut performt hat.

    Das sind aber alles Spieler, die dies in der Vergangenheit zumindest im Verein hinbekommen haben.

    Zu Löw-Zeiten konnte man noch sagen, im Verein läuft es, aber in der NM nicht. Also liegt es am Trainer.

    Mittlerweile läuft es aber bei 90% der Nationalspieler weder hier noch dort.

    d.h. es müssten insgesamt ca. 10-15 Trainer an dem Dilemma schuld sein.


    Früher gab es mal Zeiten, da haben Spieler, die im Verein Probleme hatten sich bei der Nationalmannschaft neues Selbstvertrauen und ihre Form zurückgeholt. Auch das gehört der Vergangenheit an.


    Und ja: Auch mir wirkt Flick im Moment zu zögerlich zu wenig aktiv und dynamisch und gefühlt färbt das auch auf den Spielstil der Mannschaft ab. Aber vielleicht arbeitet er auch nur mit dem was die Spieler aktuell anbieten können.

    zwei EMs mit katastrophaler Leistung hintereinander

    2016 fand ich jetzt ehrlich gesagt ziemlich gut. Da war deutlich ja mehr oder weniger die beste Mannschaft im Turnier und hatte im Halbfinale einfach etwas zu wenig Spielglück.

    2016 kann man vielleicht relativieren, vor allem weil die vorherige Quali überragend war.

    Bei der EM selbst, waren die Leistungen zugegebenermaßen ansprechend (KO-Phase besser als in der Vorrunde, da hat es schon noch ganz schön geruckelt). Aber auch hier begann sich schon abzuzeichnen, dass es nicht mehr gelingt aus Ballbesitz Chancen zu kreieren, bei denen man sagt, das Tor fällt zwangsläufig, so wie es vorbereitet wurde (2014 war das meist der Fall).

    Was bei dieser Diskussion oft übersieht: Über viele Jahre ist der Fußball weltweit ein anderer geworden. Früher machten vergleichsweise wenige Länder, in denen systematisch Fußball trainiert und gefördert wurde, die Spitzengruppe der Nationalmannschaften aus. In den letzten Jahrzehnten haben hier aber viele Länder aufgeholt, die man früher nie auf dem Schirm hatte. Und das wird auch noch so weiter gehen, wenn ich z.b. die Entwicklung in China oder Arabien sehe. Anders ausgedrückt: die Konkurrenz ist einfach deutlich größer geworden und damit sinkt einfach schon statistisch die Wahrscheinlichkeit für die bisherigen Top-Mannschaften weiterhin zu den besten zu gehören.

    Also das predige ich schon seit 2020 (siehe #221)! :D

    Dass die Anzahl der Nationen, die systematisch und professionell Fußball betreiben und trainieren und dadurch die Spitze breiter wird ist unbestritten und auch vollkommen ok.

    Problematisch finde ich aber, dass Deutschland derzeit auf dem besten Weg ist nicht mal mehr Teil dieser breiten Spitze zu sein.

    Festmachen lässt sich das an 2 WMs mit Vorrunden-Aus hintereinander, zwei EMs mit katastrophaler Leistung hintereinander, maximal einer Hand voll Länderspiele mit überzeugender Leistung in den letzten 6 Jahren. Deutsche Spieler, die Begehrlichkeiten bei Top-Klubs wecken werden von Jahr zu Jahr weniger.

    Natürlich sinkt die Wahrscheinlichkeit Spitze zu sein je breiter die Spitze wird.

    Es muss aber schon erlaubt sein zu Fragen, was andere Nationen mit deutlich weniger Spielerauswahl (Belgien, Kroatien, Niederlande?) anders oder besser machen, um Mannschaften aufzustellen, die besseren und erfolgreicheren Fußball spielen als die deutsche, oder warum er Kolumbien gelingt Deutschland 75 Minuten herzuspielen wie eine Schülermannschaft.

    Haben die anderen das bessere Ausbildungssystem? Haben Spieler und Trainer vom Nachwuchs bis zu den Profis eine bessere Einstellung und Leistungsbereitschaft wirklich zu den besten gehören zu wollen?

    Wenn man das Abschneiden der U-Mannschaften (Ausnahme vielleicht U21 dieses Jahr sieht) wirkt es ja so, als ob die Probleme im jungen Alter noch gar nicht so groß sind, aber viele in den Folgejahren zwischen 19 und 23 von der ausländischen Konkurrenz abgehängt werden. Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass Spieler heute zu früh zu satt sind.

    Ein Sportler will Titel gewinnen und zu den Besten gehören und dieser Wunsch hört doch nicht auf, wenn man der ersten Bundesligavertrag unterschrieben hat. Aber vielleicht fehlt tatsächlich der Biss und Wille (fußball-)lebenslang lernen und trainieren zu wollen um immer weiter zu kommen.

    Andererseits weiß niemand, wie es in Kroatien und Belgien weitergeht wenn die jetzigen goldenen Generationen sich in die Rente verabschieden. In den Niederlanden träumt man immer noch von Cruyff, Gullit, van Basten und Rijkaard und die Engländer haben eine deutlich längere Durststrecke hinter sich lassen müssen als unsere 6-7 Jahre aktuell und haben trotz der aktuell unendlichen Möglichkeiten nichts zählbares erreicht.

    Das heißt nicht automatisch, dass die oben genannten unbedingt die Startelf der Nationalmannschaft bilden müssen.

    Zumindest nicht wenn alles normal läuft. Es zeigt aber eindeutig, dass die Spieler, die aufgrund ihres Anspruchs, des Vereins in dem sie spielen und ihres Potentials eigentlich den Stamm bilden müssten, zumindest den größten Teil der vergangenen Saison (vermutlich eher schon länger) weit weg von Ihrer Topform sind. Dementsprechend liegt auch nur der kleinere Teil des beeinflussbaren beim Bundestrainer, sondern eher bei den Vereinstrainern bzw. den Spielern selbst.

    Der einzige Nationalspieler, der im letzten Jahr im Verein konstant seine Leistung gebracht hat ist Ilkay Gündogan. Leide konnte auch er diese nicht in die Nationalmannschaft rüber retten. Was aber auch schwer ist, wenn der Rest um einen rum von der Rolle ist.

    Musiala hat die deutschen U-Mannschaften ja quasi übersprungen und ist direkt in der A-Mannschaft gelandet.

    Außerdem hatte er mit Bayern + WM im Winter auf wenn die leider sehr kurz war ein enormes Pensum für sein Alter in dieser Saison.

    Wenn man ihn in den letzten Wochen auf dem Feld gesehen hat (das entscheidende Tor gegen Köln man außen vor gelassen), hatte der eine Pause / längeren Urlaub sicher nötig. Ich glaube er war physisch und mental "durch" und hätte in der neuen Saison noch lange an der EM zu knabbern gehabt. Da ist ein ausgeruhter Musiala in der neuen Saison mit "richtiger" EM am Ende vermutlich mehr wert.

    Bei Wirtz denke ich, dass es schlicht um Belastungssteuerung nach der Kreuzbandverletzung geht. Er soll regenerieren, dann einen guten Aufbau für die neue Saison mitmachen um auch zu EM 2024 fit zu sein.
    Bei Thiaw verstehe ich es nicht. Da hätte es sicher auch genügt, wenn er die EM noch gespielt hätte und wäre dann erst im September zur A-Mannschaft gekommen.

    Ich gebe Dir einerseits recht, andererseits bin ich von den bisherigen Ergebnissen schon etwas enttäuscht, weil ich mir nach all den Vorschusslorbeeren für Team und Trainer etwas mehr erwartet habe.

    Ich muss zugeben, dass ich bisher noch kein Spiel gesehen habe und somit nur die Ergebnisse und nicht die Leistung in den Spielen bewerten kann.

    Man hat lange kritisiert, dass bei der U21 ausschließlich Spieler mit Junioren-Spielpraxis oder aus den Zweitvertretungen zum Einsatz kommen. Beim aktuellen Kader sind schon einige dabei, die man klar als Stammspieler von Bundesligisten, oder zumindest von Zweitligisten bezeichnen kann. Was natürlich fehlt, sind Spiele die in dem Alter schon Leistungsträger bei Bundesligisten im oberen Tabellendrittel sind. (Moukoko ist ja aktuell doch eher Ergänzungsspieler). In die Kategorie fällt aus dem aktuellen Kader nur Keitel und da muss man ehrlicherweise sagen, dass Freiburg ja auch nicht der klassische oberes Drittel-Verein ist.

    Wie U21 Europameister von 2009 (spätere Weltmeister von 2014) waren in dem Alter schon andere Kaliber.

    Fairnesshalber muss man noch sagen, dass Wirtz, Musiala und Thiaw noch bei der EM mitspielen dürften und der Mannschaft mit Sicherheit einen ordentlichen Schub mitgegeben hätten.

    Das trifft aber u.a. bei England (Saka), Frankreich (Camavinga), Belgien (Bakayoko, Doku), Spanien (Fati, Gavi) Niederlande (Simons, Timber) genauso zu.

    Neue Spieler in eine schwächer eingestufte Mannschaft zu geben, weil sie dort leichter zu integrieren sind ist völlig legitim und vermutlich auch zielführender als jemanden nur weil seine Freunde dort spielen in die Topmannschaft zu geben.

    Ich verstehe auch vollkommen, dass jemand der mitten in der Saison kommt nicht davon ausgehen kann von Beginn an allen Spielen teilzunehmen.

    Mich stört der Begriff Auffangmannschaft, weil er mich an Resterampe erinnert.

    Sofern aber leistungs- (oder besser: entwicklungs-)mäßig abgestufte Mannschaften existieren, können die neuen natürlich zunächst mal in der starten, die eher die schwächere ist. Aber auch für diese Mannschaft sollten vergleichbare Trainer-/ Spielerschlüssel wie für die anderen gelten und auch hier sollte die Möglichkeit für regelmäßige Spielpraxis vorhanden sein. Wenn nicht im Verbandsbetrieb, dann durch Freundschaftsspiele.

    Wenn ich nämlich am Ende eine "Auffangmannschaft" mit 30 Kindern und einem Trainer habe, dann hat niemand was davon.

    Weiß zwar nicht wo jetzt genau der Schuh drückt, aber ich habe nirgends in meinem Beitrag das irgendwie gewertet, beurteilt oder Forderungen aufgestellt. Also locker bleiben…


    Ich habe lediglich dargestellt, dass es schwer ist, drei bis vier Jahre Trainingsvorsprung aufzuholen. Nicht mehr, nicht weniger. Dabei spielt es keine Rolle, ob welche mit 5 anfangen und dann im Alter von 9 neue dazukommen oder ob man mit 9 anfängt und dann 13 jährige Anfänger hat. Wer meint, dass man das so einfach in ein und derselben Gruppe trainieren kann, darf gerne vorbeikommen und es vormachen.


    Du darfst gerne Vorschläge machen, wie es Deiner Meinung nach besser geht, statt nur zu kritisieren. Deinen indirekten gesellschaftlichen Vergleich spare ich mir jetzt mal zu kommentieren…

    Wenn man nicht Leistungs- und Ergebnisorientiert denkt (was ja in der E Standard sein sollte).

    Ist es bei Kindern, die einigermaßen Bewegungsbegabt sind Sache von kürzester Zeit, bis sie mit dem Durchschnitt einer E-Jugendmannschaft mithalten können, selbst wenn diese schon seit 4 Jahren zusammen spielt. Es geht um Laufen, Dribbeln, Passen. Mehr brauchts in dem Alter nicht um in einem normalen Team mithalten zu können. Den Weg dazu hat let1612 ja gezeigt (Spielformen, Wettbewerbsformen, Training in Kleingruppen).

    Wenn man natürlich das extrem vorzeichnet, nämlich den dicken Paul, der bis er 9 Jahre alt war noch nie eine sportähnliche Aktivität gemacht hat, sondern seine Tage bisher am Fernseher oder Basteltisch verbracht hat und der dann in die perfekt eingespielte E-Jugend volle Mini-Messis kommt, die sich vermutlich auch noch wagenburgmäßig gegen alle Schlechten von außen abschirmen, damit die Topspieler keinen von außen verschuldeten Leistungsabfall erleiden, dann wir Paul keine Chance haben.

    Übungsleiterpauschale: »Wir müssen das Ehrenamt neu denken!« - FuPa
    Spricht offen aus, das bald der Ofen aus ist mit den Ehrenamtler/innen.

    214 EUR Mitgliedsbeitrag pro Jahr für 2x pro Woche gutes Training und 1 Spiel / Turnier ist in meinen Augen nicht zu viel.

    Die Infrastruktur (Plätze und im Winter Halle) müsste natürlich bei dem Beitrag ebenfalls vernünftig vorhanden sein.

    Voraussetzung wären dann aber wirklich ausschließlich qualifizierte Trainer (sportlich wie pädagogisch). d.h. auch bei der Trainerauswahl dürften die Kompromisse, die heute eingegangen werden nicht stattfinden.

    Problem dabei: je mehr die Mitglieder (speziell Eltern für Ihre Kinder) zahlen, umso größer ist die Erwartungshaltung, dass am Ende auch etwas (Leistung) herauskommt. Da reicht es dann nicht mehr, dass die Kinder gut aufgehoben sind und mit Freunden kicken dürfen.

    Rein von der sturen Auslegung des Begriffs her würde ich ja eigentlich die Bezeichnung Trainer bevorzugen.

    Dahinter steckt für mich mehr Nachhaltigkeit.

    Trainieren impliziert für mich eher dem Ausbildungscharakter im Sinne von Fähigkeiten vermitteln und festigen, damit die Spieler langfristig in der Lage sind den Sport auf einem bestimmten Niveau ausüben. Dazu gehört dann eben auch die Planung der Einheiten, der Entwicklung der Spieler, Reaktion auf Stärken oder Schwächen des einzelnen, die man Fördern bzw. Verbessern will.


    Coachen sehe ich eher als situative Hilfestellung wie man sich in bestimmten Spiel- und Trainingssituationen verhalten soll um erfolgreich zu sein.


    Dementsprechend ist der Coach ein Teil der Trainerdaseins, während der Trainerbegriff für mich umfassender wirkt.


    Aber wie gesagt nur persönliche Meinung und natürlich kein Seitenhieb auf das Standing von let1612 innerhalb seiner Mannschaft.

    Er ist in meiner Sichtweise nämlich mit Sicherheit "Trainer"...

    Trainer91
    wir sprechen hier über eine E-Jugend.

    Die haben ein Spiel gewonnen, in dem sie am Anfang anscheinend ganz schön gut gespielt haben, wenn sie so deutlich in Führung lagen, oder gegen einen Gegner, der erst gegen Ende des Spiels sein wahres Gesicht gezeigt hat die Führung über die Ziellinie gebracht hat.

    Mal abgesehen davon, dass das Ergebnis ja eh nur zweitrangig ist.

    Da passt es einfach nicht, wenn man nach einem Spiel als Trainer emotional und lautstark kritisiert.

    Eine sachliche Entschuldigung vor der Mannschaft (gerne mit der Aufarbeitung dessen, was nicht gut war, und dazu geführt hat, dass man den Vorsprung verspielt hat) ist da definitiv angebracht. In dem Zug kann man nämlich direkt Regeln für den Umgang des Teams untereinander, Team mit Trainer und Trainer mit Team festlegen.

    Stell Dir mal vor, beim nächsten mal schreit ein Feldspieler den Torwart an, was er für einen Mist spielt und der Trainer bekommt auf den Hinweis, dass wir so nicht miteinander umgehen wollen die Antwort: " Das habe ich aber von Dir so gelernt."

    Also: Entschuldigen, nur im Mannschaftskreis intern. Die Eltern müssen das Thema gar nicht mitbekommen und wenn ein Spieler was zu Hause erzählt hat und der Trainer von Eltern angesprochen wird, kann er im Einzelfall antworten, dass das Thema intern geklärt wurde und entsprechend Stellung dazu nehmen.
    Anschließend wäre auf jeden Fall die von Leodinho angesprochen Analyse sinnvoll. Dabei ist, wie er richtig sagt, wichtig, dass man das Thema als gemeinsames "Problem" sieht und gemeinsam Lösungen findet wie man z.B. besser und ohne Ballverluste von hinten raus spielt. (Das läuft im Handball ja prinzipiell nicht anders als beim Fußball, nur dass man andere Extremitäten zur Ballverarbeitung verwendet.).

    Trennung nach Leistung und Entwicklungsstand ist grundsätzlich auch in der F durchaus schon möglich, wenn die Kinder auch harmonieren.

    In der Altersklasse ist - neben altersgerechtem Training - der Hauptjob von Trainern und Jugendleitern zu erkennen, wie die Gruppen (idealerweise 10 - 15 Spieler) am besten zusammengestellt werden können und welche Kriterien den größeren Einfluss auf eine funktionierende Struktur haben.

    In der Regel können und wollen die leistungsstärkeren hier eher und besser miteinander spielen und trainieren. Das ist aber kein muss.

    Wenn die zwischenmenschlichen Rahmenbedingungen dafür sprechen, dass man leistungsgemischte Gruppen bildet, die aber sozial gut funktionieren kann das auch Erfolg haben. Der Knackpunkt beim obigen Beispiel liegt doch ganz allein in der Kommunikation, und dass Spieler in einer großen Gruppe mehr oder weniger komplett ausgeschlossen werden bzw. keine Spielzeit erhalten.

    Die Phase vor Saisonstart ist nun mal dazu da sich Gedanken zu machen, welche Spieler und Trainer zur Verfügung stehen, wie diese in Trainings- und Spielgruppen aufgeteilt werden sollen, und in welchen Wettbewerben, Turnierformen etc. die Teams starten.

    Das ist Aufgabe von Jugendleitung und Trainern. (Sollte keine übergeordnete fachlich geeignete Jugendleitung da sein, müsste das das Trainerteam gemeinsam entscheiden.

    Hier zeigt sich in meinen Augen auch tatsächlich ein Schwachpunkt beim Thema Elterntrainer. Oft wird der Vereinsgedanke und die langfristige Entwicklung der Kinder und Teams den Interessen und Erfolgswünschen der eigenen Kinder und von einem selbst untergeordnet. Vielleicht nicht mit Absicht, aber dann evtl. unterbewusst.

    Deshalb muss ich in dem Punkt auch Goodie widersprechen bzw. kann nur teilweise zustimmen.

    Ja Papatrainer dürfen sich prinzipiell die stärksten rauspicken und eine Wunschmannschaft zusammenstellen. Aber in dem Moment wo ich im Verein ein Amt übernehme muss ich auch das Gesamtgebilde im Auge haben und mittragen. Es kann z.B. nicht sein, dass 3 oder vier Trainer die 12 besten Spieler holen, eine Topmannschaft aufbauen und die restlichen 12 weniger talentierten bleiben auf der Strecke. Da kann man als Verein erwarten, dass die 4 zumindest abwechselnd auch für die anderen da sind, bzw. einer zumindest das Heft in die Hand nimmt und Trainer der schwächeren wird und zusätzlich aus der Gruppe z.B. noch weitere Eltern als Betreuer gewonnen werden.

    Sollte diese Bereitschaft nicht da sein, würde ich den Standpunkt vertreten: Sucht Euch einen Verein, wo ihr so agieren könnt, oder kauft Euch Bälle, Trikots, Tore, Trainingsmaterial und trainiert mit Euren zukünftigen Profis im Park oder auf der nächsten Kuhweide.

    Vergessen und Gras drüber wachsen lassen ist auf alle Fälle der falsche Weg.

    Nachdem Du die Situation ja richtig reflektierst und deinen Fehler einsiehst, solltest Du es vor dem nächsten Training ansprechen und dich entschuldigen.

    Wenn Du in der Sache (schlecht gespielt und Sieg fast hergeschenkt aufgrund mangelnder Disziplin oder Konzentration) recht hast, ist es auch vollkommen ok, wenn Du das sachlich nochmal ansprichst und erklärst, dass es trotzdem falsch war das nach dem Spiel in diesem Ton zu bemängeln.

    Du und Dein Trainerkollege sollten aber auch hinterfragen, ob die Mannschaft am Ende tatsächlich schlecht gespielt hat, oder ob vielleicht auch der Gegner am Anfang schlecht ins Spiel kam und am Ende einfach aufgedreht hat. Dann wäre der knappe Erfolg ja auch positiv zu bewerten.

    Du solltest Deinen Trainerkollegen auf alle Fälle in das Vorhaben Dich zu entschuldigen einbinden. So wie Du es beschreibst ist er vermutlich ja auch nicht gerade ruhig und sachlich geblieben und möchte sich gleich mit entschuldigen. Sollte er andere Meinung sein, würde ich an Deiner Stelle deinen Plan trotzdem durchziehen, ihn aber eben nicht im Mannschaftskreis vor dem Training damit überfallen, sondern vorher einweihen.

    Ganz so dramatisch wie Christof1984 sehe ich das aber nicht. Ich würde weder die Eltern mit einladen, noch meinen Rücktritt / Rausschmiss anbieten. Eine vernünftige Entschuldigung bei den Kindern und im Nachgang verlässliches Verhalten deinerseits, damit das nicht wieder vorkommt, reicht meiner Meinung nach vollkommen aus.