Trennung nach Leistung und Entwicklungsstand ist grundsätzlich auch in der F durchaus schon möglich, wenn die Kinder auch harmonieren.
In der Altersklasse ist - neben altersgerechtem Training - der Hauptjob von Trainern und Jugendleitern zu erkennen, wie die Gruppen (idealerweise 10 - 15 Spieler) am besten zusammengestellt werden können und welche Kriterien den größeren Einfluss auf eine funktionierende Struktur haben.
In der Regel können und wollen die leistungsstärkeren hier eher und besser miteinander spielen und trainieren. Das ist aber kein muss.
Wenn die zwischenmenschlichen Rahmenbedingungen dafür sprechen, dass man leistungsgemischte Gruppen bildet, die aber sozial gut funktionieren kann das auch Erfolg haben. Der Knackpunkt beim obigen Beispiel liegt doch ganz allein in der Kommunikation, und dass Spieler in einer großen Gruppe mehr oder weniger komplett ausgeschlossen werden bzw. keine Spielzeit erhalten.
Die Phase vor Saisonstart ist nun mal dazu da sich Gedanken zu machen, welche Spieler und Trainer zur Verfügung stehen, wie diese in Trainings- und Spielgruppen aufgeteilt werden sollen, und in welchen Wettbewerben, Turnierformen etc. die Teams starten.
Das ist Aufgabe von Jugendleitung und Trainern. (Sollte keine übergeordnete fachlich geeignete Jugendleitung da sein, müsste das das Trainerteam gemeinsam entscheiden.
Hier zeigt sich in meinen Augen auch tatsächlich ein Schwachpunkt beim Thema Elterntrainer. Oft wird der Vereinsgedanke und die langfristige Entwicklung der Kinder und Teams den Interessen und Erfolgswünschen der eigenen Kinder und von einem selbst untergeordnet. Vielleicht nicht mit Absicht, aber dann evtl. unterbewusst.
Deshalb muss ich in dem Punkt auch Goodie widersprechen bzw. kann nur teilweise zustimmen.
Ja Papatrainer dürfen sich prinzipiell die stärksten rauspicken und eine Wunschmannschaft zusammenstellen. Aber in dem Moment wo ich im Verein ein Amt übernehme muss ich auch das Gesamtgebilde im Auge haben und mittragen. Es kann z.B. nicht sein, dass 3 oder vier Trainer die 12 besten Spieler holen, eine Topmannschaft aufbauen und die restlichen 12 weniger talentierten bleiben auf der Strecke. Da kann man als Verein erwarten, dass die 4 zumindest abwechselnd auch für die anderen da sind, bzw. einer zumindest das Heft in die Hand nimmt und Trainer der schwächeren wird und zusätzlich aus der Gruppe z.B. noch weitere Eltern als Betreuer gewonnen werden.
Sollte diese Bereitschaft nicht da sein, würde ich den Standpunkt vertreten: Sucht Euch einen Verein, wo ihr so agieren könnt, oder kauft Euch Bälle, Trikots, Tore, Trainingsmaterial und trainiert mit Euren zukünftigen Profis im Park oder auf der nächsten Kuhweide.