Beiträge von Coach1976

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    Ich sehe es absolut nicht als Aufgabe der Kinder mit dem Trainer darüber zu sprechen. (nicht in dem Alter).

    Wenn Du der gleichen Meinung bezgl. Auftreten des Haupttrainers bist, dann solltest Du ihm DEINEN Eindruck in einem Gespräch unter Kollegen widerspiegeln. Dabei kannst Du unterstützend erwähnen, dass es von verschiedenen Spielern eine ähnlich Meinung dazu gibt.

    Wenn Du der Meinung bist, die Kinder übertreiben (was ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen kann, weil Kinder diesbezüglich schon ein sehr dickes Fell haben und erst etwas sagen, wenn es zu viel ist) dann solltest Du erst einmal mit denen oder den Eltern sprechen.

    let1612 ich nehme mich da jetzt mal ganz frech bei Deiner Kritik raus ;)

    Ein Berater ergibt für mich Sinn wenn ein Spieler bereits Teil des NLZ-Systems ist um bei der Entwicklung zu unterstützen und zu helfen, dass der Spieler sich auf Schule und Fußball konzentrieren kann bzw. die Eltern Eltern sein können und keine Trainer/Manager. Da liefert er - wenn er gut ist - mit Sicherheit einen Mehrwert, für den er dann, falls es mit der Profikarriere klappen sollte, im Nachhinein auch gerne gut entlohnt werden soll.

    Ich glaube auch wenn es gut läuft kann man den Berater gebrauchen, um z.B. vom von Dir angesprochenen anderen Netzwerk (Ärzte, Physiotherapeuten, Juristen, Vermieter usw.) zu profitieren. Aber auch im einen neutralen Ansprechpartner für sportliche Themen zu haben. Es ist manchmal nicht verkehrt sich auch mal gemeinsam mit jemandem zu reflektieren, der vieles kennt und sieht, Erfahrung in der Branche hat und nicht vom Verein (Trainer, NLZ-Leiter) kommt und auch nicht Verwandt (Eltern) ist.

    Ansonsten stimme ich Dir grundsätzlich zu. Berater wegen Vitamin B macht gar keinen Sinn.

    Sinn macht er aber schon, wenn es um Wechsel oder Verbleib geht, weil er Aufgrund seiner Tätigkeiten hoffentlich die Situation in vielen Vereinen kennt und dementsprechend auch den Stand und die Perspektiven des Spielers realistisch einordnen kann.

    Immer vorausgesetzt der Berater macht seinen Job auch wirklich gut...

    CoachT

    ich weiß nicht ob Du mich da vollkommen richtig verstanden hast. Ich finde, man sollte Spielerberater auch für Nachwuchsspieler nicht generell verteufeln. Es kommt aber darauf an, in welchem Alter und auf welchem Niveau die Spieler unterwegs sind.

    Berater bei U15 und jünger: definitiv nein. Da sollten Eltern noch in der Lage sein gemeinsam mit Ihrem Kind die Entscheidungen zu treffen und auch die Gespräche zu führen.

    Im weiteren Verlauf, wenn es tatsächlich vom Niveau her in Richtung Bundesliga gehen kann, macht für mich ein Berater schon Sinn.

    Durch sein Netzwerk, aber auch Erfahrungen über verschiedene Spieler, die er schon beraten hat ist er grundsätzlich besser in der Lage Optionen abzuwägen und kennt auch Alternativen.

    Dann sollte er aber auch z.B. im Gespräch bezüglich Perspektiven nach der U19 in der U23 dabei sein, damit er auch seiner Aufgabe als Berater nachkommen kann. Egal ob eine Unterschrift gefordert ist, würde ich als Spieler vermutlich diese Gespräche immer gemeinsam mit dem Berater führen, damit ein einheitlicher Wissensstand vorhanden ist.
    Entscheiden muss am Ende der Spieler (gemeinsam mit seinen Eltern). In deinem obigen Beispiel hättest Du von mir entweder gar keine Antwort bekommen, oder die Aussage: "Ich kann mir natürlich vorstellen in der U23 zuspielen, kann mir aber auch vieles anderes vorstellen."

    Man muss als Trainer immer auch berücksichtigen, dass der Spieler bei aller Vereinstreue hin oder her am Ende das Beste für sich will. Und das ist auch vollkommen in Ordnung.

    n NLZ ist es wohl schon soweit, daß man ohne Berater wohl schlechtere Karten hat.

    Da wären wir bei der Beantwortung meiner Ausgangsfrage.

    Es scheint also nicht nur meine Wahrnehmung zu sein, dass es ohne Berater schwieriger oder gar fast unmöglich ist, im höheren Altersbereich in ein NLZ zu kommen.

    Die Aussage ist mir zu pauschal und definitiv falsch.

    Ein Spieler der sportlich auf sich aufmerksam macht und z.B. in Probetrainings besser performt als die bestehenden Spieler im NLZ-Team hat durchaus Chancen unabhängig davon, ob er einen Berater hat oder nicht.

    Klar ist aber natürlich, dass die NLZ der oberen Kategorie ab U15 aufwärts nicht mehr regelmäßig (wenn überhaupt) in unteren Leistungsklassen mit Scouting unterwegs sind. Dementsprechend sollte ein Spieler in diesen Altersklassen schon in der NLZ-Schiene oder zumindest direkt darunter spielen und trainieren um überhaupt gesehen werden zu können. Gut möglich, dass ein Berater über seine Vernetzung mit Verantwortlichen die ein oder andere Tür aufmachen kann, damit Vereine sich einen Spieler anschauen oder zum Probetraining einladen, die Möglichkeit hat man aber auch ohne Berater indem man einfach ein Jahr überragend spielt und auf sich aufmerksam macht.

    Ein Berater ergibt für mich Sinn wenn ein Spieler bereits Teil des NLZ-Systems ist um bei der Entwicklung zu unterstützen und zu helfen, dass der Spieler sich auf Schule und Fußball konzentrieren kann bzw. die Eltern Eltern sein können und keine Trainer/Manager. Da liefert er - wenn er gut ist - mit Sicherheit einen Mehrwert, für den er dann, falls es mit der Profikarriere klappen sollte, im Nachhinein auch gerne gut entlohnt werden soll.

    Dass sich ein 14-/15-jähriger einen Berater nimmt, damit dieser ihn überhaupt ins NLZ bringt macht gar keinen Sinn. Ein Spieler, der in der U15 Regional- oder Oberliga 40 Tore schießt, wird automatisch von irgendeinem NLZ kontaktiert werden. Wer in der U15 Bezirks- oder Kreisliga 40 Tore schießt, der kann sich ja im ersten Schritt mal beim Regional- oder Oberligisten vorstellen.

    Der Punkt an dem ein Berater mehr erreichen und bewirken kann als die Eltern wird irgendwann kommen.

    Als sinnvolle Zeitpunkt sehe ich den Übergang von U16 zu U17 (evtl. auch schon U15 zu U16, früher aber nicht), wenn der Spieler in einem NLZ ist dessen Team in der Bundesliga spielt, oder zumindest zwischen Bundesliga und Regionalliga pendelt. (d.h. Profis spielen höchstwahrscheinlich in einer der ersten drei Ligen).

    Wünschenswert wäre es natürlich, wenn man von einer oder mehreren seriösen Agentur(en) angesprochen wird, es spricht aber auch nichts dagegen Pro-Aktiv auf die Suche zu gehen.

    Das Standing der Agenturen, die sich für den Spieler interessieren sind dann letztendlich auch ein ganz guter Hinweis darauf welche Perspektiven (bzw. "Marktwert" auch wenn ich den Begriff in dem Zusammenhang und Alter ungern benutze) da sind.

    Wie Sir Alex und PapaGKratos wollen die Berater irgendwann Geld mit dem Spieler verdienen, aber sie tun es tatsächlich erst, wenn der erste Vertrag unterschrieben ist und vorher investieren Sie in die Zukunft, weshalb sie natürlich immer mehrere hoffnungsvolle Nachwuchsspieler parallel betreuen.

    Gerade in der NLZ-Zeit wäre mir beim Berater dementsprechend sportliche Kompetenz fast genauso wichtig oder sogar wichtiger als die juristisch/ wirtschaftliche. Mit entsprechender Expertise und sozialer Kompetenz dringt er nämlich in dem Alter oft besser zu den Jungs durch als die Eltern wenn es darum geht, was sportlich schon gut ist, und wo noch zu arbeiten wäre. Ein guter kompetenter Berater kann also auch einen Beitrag zur Entwicklung leisten, den die Eltern (sportliche Kompetenz hin oder her) nicht in dem Maße bringen können.

    Wichtig dabei aber: sportlich und sozial Kompetent.

    Die Kunst liegt also darin den richtigen Partner zu finden. Im Idealfall jemand, der schon den ein oder anderen in den Profibereich gebracht hat, egal ob sie danach bei ihm geblieben sind oder dann die Agentur gewechselt haben. Genauso ist es interessant, was mit den Spielern passiert ist, die der Berater betreut hat und die nicht oben angekommen sind. Das zeigt nämlich noch viel mehr über die Arbeitsweise und Serosität eines Beraters im Jugendbereich.
    Wenig Sinn machen für mich die beiden Extrembeispiele:
    - man schließt sich einer großen Agentur an, die einige Topstars im Portfolio hat und hunderte von Nachwuchsspielern (da fehlt mir die Individualität)
    - Berater / Quereinsteiger, der 3-4 Regional- oder Oberligaspieler und einige Jungendspieler betreut
    (macht auch mich den Eindruck, jemand versucht halt irgendwie sein Glück zu machen, ohne nachhaltiges Konzept).

    Ich bekomme jetzt nach zwei Jahren in einem kleinen NLZ, obwohl es gut läuft und auch viel Spaß macht (für Kind und Eltern) bereits mit, wie das ein oder andere Thema anstrengender und komplexer zu beantworten ist als im Breitensportverein. Sollte es tatsächlich die nächsten drei Jahre für meinen Sohn auf diesem Niveau oder sogar noch eine Stufe höher weitergehen, würde ich mich vermutlich mit dem Gedanken an einen Berater beschäftigen, obwohl ich diese Option vor zwei Jahren noch kategorisch ausgeschlossen hätte.

    Bei allem, was hier zurecht am Vorgehen des Trainers kritisiert wird und bei aller positiver Einstellung gegenüber den neuen Spielformen meinerseits, stellt sich mir ganz generell die Fragen nach Sinn oder Unsinn für 4 und 5 jährige bereits Wettbewerbe anzubieten.

    Ich bin damit ganz gut gefahren, dass die Kids mindestens im ersten (besser noch auch im zweiten) Jahr fleißig gemeinsam trainiert haben. Wettkämpfe und sich messen können Sie in gemeinsamen Trainingsspielen mehr als genug, und wenn sie dafür Trikots bekommen sollen, dann gerne auch das.

    Wettkämpfe, Turniere, Spiele, Festivals etc. wären in meinen Augen ab der U6 / U7 völlig ausreichend.

    Coach1976 Mich würde einmal interessieren, wie du Vereinsidentifikation erzeugen willst, ohne die Mannschaften hoch zu hängen. Ich habe eher die Beobachtung gemacht, dass Vereinsidentifikation im Fußball vor allem aus dem Zusammenhalt in der Mannschaft entsteht. Das mag später im höheren Alter passieren, wenn die 1. Herren mal anklopft.

    Das wäre sicher ein Lernprozess.

    Ich erlebe es aber beim unterschiedlichen Vereinen im Umfeld (egal ob Dorf oder Kleinstad) wo man auf Spielgemeinschaften angewiesen (nicht mit einem festen Partner, sondern je nach Konstellation mit unterschiedlichen) ist und oder die Spieler aufgrund von Personalmangen zwischen den Altersklassen springen.

    Durch gute offene Kommunikation der Jugend-/ Vereinsleitung mit Eltern und Sportlern gelingt es, dass sich die Familien trotzdem als klarer Bestandteil des Heimatvereins sehen, obwohl die Kinder vielleicht schon seit Jahren beim Kooperationspartner trainieren und spielen.

    Warum? Auch wenn nur zwei Spieler auswärts untergebracht werden, schaut immer wieder jemand aus dem Verein dort vorbei. Wenn möglich werden die Spieler neben der Spielgemeinschaft ab und zu bei den älteren Teams im Heimatverein integriert.

    Sportart- und altersklassenübergreifende Events wie Grillfeste, Trainingswochenenden, Zeltlager ... runden das Bild ab.

    Dazu benötigt es eine sehr rührige Mannschaft im Orga-Team des jeweiligen Vereins. Das kann ein Trainer nicht stemmen, wenn der Gesamtverein das nicht vorlebt. Es benötigt aber natürlich auch eine Kultur unter den Mitgliedern (Eltern, Kinder, "normale" Erwachsene Mitglieder) die das annehmen und mit Leben füllen.

    Zugegebenermaßen ist das vermutlich eher die Ausnahme als die Regel, wo es gelebt wird funktioniert es aber hervorragend und transportiert eben den Charakter von Vereinssport deutlich besser als eine erfolgreiche Mannschaft, die sich nur gut versteht wenn sie gewinnt.

    Das ist die Altersklasse, wo sich einfach vieles neu sortiert.

    Mitte- / Ende der Pubertät. Viele konzentrieren sich auch wegen der Schule auf eine Sportart oder ein anderes Hobby oder hören ganz mit Sport auf. Freundschaften sortieren sich neu, so dass die Jungs mit denen man in der F-Jugend angefangen hat nicht mehr den alten Stellenwert für einen haben.

    Viele Breitensportvereine bekommen trotz Spielgemeinschaft nur noch eine 9er Mannschaft aufs Feld.

    Es ist im Endeffekt nur vernünftig, wenn Jungs, die in diesem Alter den Fußball nur als kurze Bewegungstherapie sehen bevor es dann auf die Piste geht, sondern so gut und hoch es ihnen eben möglich ist spielen wollen, sich nach einem Verein umschauen, in dem sie das hoffentlich mindestens die nächsten zwei Jahre tun können.

    Der Sinn von Sport ist ja (nicht nur im NLZ-Bereich) unter anderem die eigenen Grenzen auszuloten und das Beste aus seinen Möglichkeiten herauszuholen. Wenn die Rahmenbedingungen im Heimatverein dafür nicht vorhanden sind, ist es völlig OK sich anders zu orientieren. In dem Zusammenhang empfiehlt es sich für die Vereine nach Möglichkeiten Ausschau zu halten, dass die Leistungswilligen über Kooperationen mit anderen Clubs auch in dieser Phase Ihre Ziele verfolgen können, und später trotzdem gerne wieder zurückkommen.

    Vielleicht bin ich für das Thema einfach zu alt.

    Aber einerseits regt man sich über die zunehmende Kommerzialisierung und die Tatsache, dass Fußball mehr und mehr zur Show und zum reinen Entertainment verkommt auf und auf der anderen Seite werden solche Fantasy Formate wie die Kings-League erfunden.

    Braucht es in meinen Augen alles nicht. Nicht im Training und vor allem nicht im Spiel. Und wenn doch sollte man sich für die Sportart auch gleich einen neuen Namen ausdenken.


    Es gibt doch jede Menge Provokationsregeln, die ich in Spielformen im Training anwenden kann, ohne dabei künstliche Effekte durch Kartenziehen zu benötigen.

    - "Joker" als Überzahlspieler für die Mannschaft im Ballbesitz oder auch mal gegen den Ball

    - Kopfballtore zählen doppelt (heute bei Kindern vielleicht nicht mehr so ideal)

    - Man spielt ohne Torwart und der letzte darf die Hände nehmen

    - verschiedene Anzahl und Position von Toren

    - letztes Tor entscheidet

    - 3 Ecken sind ein Elfmeter; wahlweise auch 5-mal ins aus gespielt ist ein Elfmeter

    - Tore, die durch Kombination durch eine bestimmte Zone erzielt werden zählen doppelt

    Mit diesen Regeln kann man immer wieder spielen. Sie können für einen bestimmten Zeitraum während der Spielform gelten oder dauerhaft oder eine Regel für die eine Mannschaft, eine andere für die andere Mannschaft.

    Dass aber eine Unterbrechung her muss, damit sich ein Team überlegt, wie es jetzt den nächsten Joker einsetzen kann ist für mich im Training Verschwendung wertvoller Spielzeit und im Spiel einfach eine neue Sportart.

    Da schau ich mir lieber den 1.000sten Torjubel von irgendeinem Paradiesvogel an, obwohl ich die auch nicht ausstehen kann.

    In U12 und U13 kann das NLZ bei nur (!) 30 Minuten Fahrzeit schon eine sinnvolle Option sein, muss es aber nicht.

    Viel wichtiger bei der Betrachtung (und das kommt mir bei den bisherigen Beiträgen zum Thema etwas zu kurz) ist wie die Alternative aussieht.

    Du schreibst Leistungsverein + Stützpunkt.

    Wie gut ist der Leistungsverein aufgestellt (Spieler + Trainer)

    Wie gut ist die Spielklasse, Häufigkeit der Spiele, Qualität der Gegner im Leistungsverein

    Wie weit ist es zum Leistungsverein (Fahrrad, 5 Minuten, 15-20 Minuten; bei letzterem wäre die Entfernung eigentlich kein Kriterium mehr).

    Wie weit ist die Entfernung zum Stützpunkt und die Qualität der Spieler und Trainer dort.

    Wie viel Zeit verbringt Dein Sohn im Moment in der Freizeit zu Hause mit Freunden (egal, ob Bolzplatz, Basketball, Fahrrade, Skaten etc. nicht Playstation!)? => das würde mit NLZ vermutlich weniger werden.


    Die Gemengelage aus all dem legt am Ende fest, welche Entscheidung richtig ist.

    Wenn Du die obigen Punkte zum Leistungsverein durchweg als gut bis sehr gut bzw. vorteilhaft bewertest, macht Ihr mit zwei weiteren Jahren ohne NLZ vermutlich nichts falsch und verbaut Eurem Jungen auch nichts.


    Unser Sohn hat den Wechsel vor zwei Jahren zur U12 vollzogen. (Entfernung 30-45 Minuten)

    Allerdings waren die Rahmenbedingungen der Alternative vollkommen anders.

    Im Lokalen Umfeld gab es eigentlich nur Teams auf Gruppen-/Kreisklassenebene. Eine Kreisliga war vorhanden, aber die Teams daraus wären in anderen Regionen eher in Kreisklasse oder Gruppe einsortiert worden. Ein Team spielte BOL (Entfernung 20-25 Minuten) da wäre mein Sohn als U12er der Topspieler einer U13 gewesen. Die Mannschaft spielte halt BOL, weil der Kreisligameister aufsteigt und hat dort dann mit Mauerfußball versucht die Klasse zu halten.

    Fahrzeit zum Stützpunkt ca. 20-25 Minuten. Das Niveau am Stützpunkt war aufgrund der Qualität der Teams in der Umgebung entsprechend. Gleiches galt für die Trainer dort. Anfänger, die Jugendmannschaften auf Kreis-/ Gruppenniveau trainiert haben oder Seniorentrainer, die sich noch etwas dazu verdienen...

    Für unseren Sohn stand also letztendlich die Entscheidung Wechsel oder dauerhaft im Heimatverein mit Freunden (die nicht seine besten sind, sondern Teamkameraden; die besten Freunde vor Ort sind entweder Älter oder betreiben andere Sportarten) und parallel dazu mehr Energie in Leichtathletik zu stecken und dort mehr auf Leistung zu setzen.

    Wie seine Entscheidung ausfällt war uns eigentlich klar, trotzdem haben wir ihm diese Alternativen aufgezeigt. Organisatorisch war es nicht ganz einfach, aber über Fahrgemeinschaft, Großeltern, flexible Arbeitszeiten bei beiden Eltern funktioniert es ganz gut. Gleichzeitig hatte er das Glück, dass das Team menschlich gut zusammengestellt ist und er da neue Freunde gefunden hat, die ihm mittlerweile genauso wichtig sind wie die, die er zu Hause hat. Zur U14 stand kurzfristig mal die Option eines Wechsels mit sportlich etwas besserer Perspektive im Raum, die aber auch wieder mehr Aufwand mit sich gebracht hätte. Für uns Eltern war eigentlich klar, dass das aktuell noch keinen Sinn machen würde, haben aber ergebnisoffen mit unserem Sohn darüber gesprochen. Nach einem kurzen Anflug von Stolz und Euphorie, hat er dann relativ schnell entschieden, dass er sich das im Moment noch nicht vorstellen kann und gerne noch mindestens die nächsten zwei Jahre mit seinen Jungs verbringen will...

    Die Gefahr, dass er damit einen wichtigen sportlichen Entwicklungssprung verpasst ist vermutlich größer als bei Deinem Sohn, der in die U12 kommt.

    Wir sind trotzdem sehr froh, dass er ohne unsere Einflussnahme die Entscheidung so getroffen hat.

    Bei U14 kann man schon mal 3-4 Tage einplanen, sofern Ihr noch Ferien habt und Du es mit Deiner Urlaubsplanung vereinbaren kannst würde ich die letzte Fereienwoche z.B. Dienstag bis Freitag empfehlen.

    Dienstag früh los, drei Übernachtungen und am Freitag Abend ggf. ein Teamabend inkl. Eltern, damit das Team ums Team auch zusammenwächst (sofern die Jungs das nicht uncool finden).


    Pro Tag solltest Du da zwei Trainingseinheiten + eine eher auf Teambuilding / Regeneration ausgelegte Einheit unterbringen.

    Wenn Du gegen Ende der Vorbereitung planst, empfiehlt es sich natürlich auch möglichst viele Spiele zu integrieren, sofern Gegner auf entsprechendem Niveau zur Verfügung stehen.


    Örtlichkeiten:

    Verfügbarkeit von Plätzen möglichst nah an der Unterkunft (sie sollten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sein). Damit könntest Du den Weg von der Unterkunft zum Training gleich ins Aufwärmprogramm integrieren und nach dem Training noch eine kleine Ausdauereinheit anhängen.

    Unterkunft: Jugendherberge wäre natürlich perfekt, anbieten würden sich aber auch Turnhallen oder Sportheime der Gastgebenden Vereine.

    Je nachdem ob das Event eher sportlichen oder Teambildenden Charakter haben soll, wäre es aber wichtig darauf zu achten, dass nicht zu viele weitere Parteien am gleichen Ort übernachten (wegen der Ablenkung) und dass die Schlafräume nicht zu viele Jungs beinhalten (alle in einer Turnhalle ist immer schwierig um ausreichend Schlaf und Regeneration zu gewährleisten).

    Ich habe auch schon mal ein Trainingslager mit Zelten am Platz mitgemacht. Eigentlich eine super Sache, sportlich aber kritisch zu sehen, weil Nachts einfach nicht ausreichend Regeneration möglich ist.

    Events für Teambuilding (je nach Möglichkeit): Schwimmbad, Minigolf, Kletterwald oder -halle, Segel-/oder Surf-Schnupperkurs (wenn finanzierbar), gemeinsamer Koch- / Grillabend zu dem alle etwas beitragen. Wenn im Verein oder Umfeld jemand Kontakt zu einem aktuellen oder ehemaligen Profispieler oder - Trainer hat ist auch ein "Meet-and-Greet" in diesem Rahmen eine tolle Sache, sofern der betreffende nicht Mario Basler o.ä. heißt, sondern die Jungs mit den Geschichten aus seinem Sportlerdasein tatsächlich fesseln und bereichern kann.

    Tipps zu Örtlichkeiten kann ich leider keine Beitragen, da bin ich geografisch einfach zu weit weg.

    Hier geht es ja nicht nur um 8-jährige oder jünger, sondern eigentlich um E-Jugend. Da sind die Kinder dann schon 9 und aufwärts. Spätestens da sollte dann schon eine Vergleichbarkeit hergestellt werden. Heute spielt man bei uns in der E mit Staffeln, ich hoffe das bleibt so, wenn auch da ein neues Spielformat ab 24/25 kommt.


    Früher war bei Weitem nicht alles besser. Aber in meiner Beobachtung ist schon auffällig, dass viele Kinder/Jugendliche heute Probleme mit Frustrationsbewältigung haben. Evtl. kommt das auch daher, dass sie immer später mit vermeintlich negativen Erlebnissen konfrontiert werden. Dazu gehört eben auch, dass man mal verkraften können muss wenn ich ein Spiel verliere, in der Tabelle hinten stehe, andere in der Schule bessere Noten schreiben usw usw. Stattdessen wird versucht, solche Umstände so weit wie möglich hinauszuschieben. Mag sein, dass man es dem Durchschnitt damit zuerst etwas leichter macht. Das bleibt aber nicht so und die Leistungswilligen werden gebremst.


    Vor einigen Wochen wurde bei einem Lehrgang die neuen Spielformen im Detail vorgestellt. Ich habe damals gefragt, warum diese neue Formen eingeführt werden. Sprich, wie sieht die wissenschaftliche Basis aus. Kurz: es gäbe keine. Die neuen Spielformen seien das Resultat, weil in den oberen Mannschaften immer mehr Spieler/innen fehlen würden und man sich so erhofft, eine größere Anzahl beim Fussball zu halten. So sehr ich den Wunsch auch nachvollziehen kann, halte ich den Weg für falsch. In meinen Augen wird dabei nur auf Masse gesetzt zu Lasten von Klasse. Dass immer weniger Kinder/Jugendliche beim Fussball bleiben, hat in meinen Augen nichts mit den Trainings-/Spielformen zu tun, sondern schlicht mit der Tatsache, dass es heute mehr Auswahlmöglichkeiten für Kinder gib,t als meinetwegen noch vor 30 Jahren. Der Umstand, dass es immer weniger Kinder werden, ist nichts, was es im Fussball exklusiv gibt. Nahezu jede Sportart kann davon berichten.

    Die Leistungswilligen sind ja nicht Leistungswillig, weil sie in der Tabelle oben stehen, oder in der E-Jugend sinnlose Meisterschaften gewinnen wollen. Sie sind es, weil sie Spaß daran haben im Sport das beste aus sich herauszuholen und sich mit ebenso starken und Leistungswilligen Spielern zu messen. Die sind in der Regel unter der Woche im Trainingsspiel genauso ehrgeizig und engagiert, wie am Samstag im Meisterschaftsspiel. So sollte es zumindest sein, wenn Ihnen der Trainer den Leistungsbegriff richtig vermittelt.
    Diese Spieler benötigen die Tabelle also schon mal nicht. Die Spieler, die eh nur zum Spaß kommen erst recht nicht.

    Wer die Tabelle benötigt sind Trainer und Eltern.

    Tabellen haben den Effekt, dass man egal ob es Meisterschaften zu gewinnen oder Abstiege zu vermeiden gilt als Trainer auf die stärksten setzt und den schwächeren weniger Spielzeit gibt. Damit sorgt man aber dafür, dass der schwächere sich weniger bis gar nicht mehr entwickelt.

    Gerade im Leistungsbereich geht man in den jüngeren Jahrgängen (U12-U14 Tendenz steigend) weg von den Ligen, damit man der breiten Masse an Talenten die man hat Spiel- und Entwicklungszeit geben kann.

    Ein Kind entwickelt sich wenn es trainiert und spielt und nicht wenn es Meisterschaften gewinnt oder absteigt.

    ... Mit der Logik, dass Wettbewerb nicht wichtig sei, dürfte es dann auch keine Turniere mit einem Sieger geben…

    Es muss auch keinen Sieger bei Turnieren geben.

    Grundsätzlich reicht es vollkommen, wenn man jedes Spiel für sich isoliert als Wettkampf betrachtet.

    Und durch den CL-Modus ist ja beim Festival schon mal gesichert, dass man nach der Niederlage einen schwächeren Gegner bekommt.

    Ich gebe Dir aber recht: Meldung nach Leistungsstufen (1-2-3) wäre noch besser als die Teams einfach vogelwild regional oder lokal zusammenzuwürfeln.

    Ich glaube dass der Verein weiter das Prinzip der Jahrgangsmannschaften weiterführen wird.

    Also D1 2011 und D2 2012 dazu kommt dass unser junger E Jugend Jahrgang als D3 2013er auch hoch gehen wird.

    Zusätzlich haben wir dann noch die aktuelle E2 , die die eigentlich schwächeren 2012er enthält, das wäre dann ja die D4. Dort gibt es bestimmt ein paar KInder die wir gebrauchen könnten, im Gegenzug gehen dann aber ja einige bei uns.

    Zur Zeit wäre mir ein komplettes Durchmischen auch lieber, dann würde man bestimmt eher 2 starke Mannschaften hinbekommen , auch wenn dann ggf nach einem Jahr das Problem wieder von vorne anfängt...

    Jahrgangsmannschaften und Leistungsprinzip schließt sich meiner Meinung nach in nicht NLZ-Vereinen (oder zumindest NLZ-artig strukturierten) von selbst aus.

    Wenn ich Jahrgangsmannschaften auf Leistungsniveau bilden will, bleibt z.T. nichts anderes übrig, als regelmäßig im Umfeld zu scouten und neue Spieler von außerhalb dazu zu holen und andere dafür abzugeben.
    Im Breitensport kann man dies auf anderem Level schon gut so steuern, dass man genau die Doppeljahrgänge nutzt und dann die stärksten in die erste und die schwächeren in die zweite Mannschaft packt unabhängig vom Geburtsjahr. Eine Verteilung wie oben von Follkao beschrieben ergibt sich dann vermutlich automatisch, muss aber nicht zwingend der Fall sein.

    Was mich persönlich am meisten an den neuen Spielformen nervt, ist, dass damit der Wettbewerbsgedanke zu sehr in den Hintergrund rückt. Da kann man mich jetzt auch gerne für steinigen, aber ich stehe dazu. Ich halte nichts davon, nur Festivals durchzuführen, ohne, dass nicht auch auf das Ergebnis geschaut wird. Das muss bei Babini/G-Jugend nicht sein, aber spätestens ab der F sollte es auch um einen Wettbewerbscharakter gehen. Kinder wollen sich auch vergleichen und man muss auch für die Kinder ein Angebot schaffen, die mehr Leistung zeigen wollen als nur dabei zu sein.


    Das fehlt mir in meinem Umfeld aktuell komplett. Wir spielen das zweite Jahr nur Festivals bei denen jedes Mal nur die Gesamttore zählen. Und diese Festivals sind in ihrer Zusammensetzung zu unterschiedlich. Ich wünsche mir, dass es auch für die neue Spielformen, als Ergänzung meinetwegen, eine Art Wettbewerb gibt. So wie das momentan bei uns läuft, kenne ich das von keiner anderen Sportart. Beim Tischtennis kommen auch nicht alle Schüler zusammen und spielen 'ne Runde Rundlauf... Da werden auch Punkte gezählt und es gibt Gewinner und Verlierer.


    Was wir mit den Festivals machen, ist, wie wenn in der Schule zwar alle eine Klassenarbeit schreiben, korrigiert oder benotet wird aber nicht.

    Der Aussage würde ich gerne widersprechen, ohne Dich dabei zu steinigen.

    Wir müssen Wettkampf und Wettbewerb unterscheiden.

    1. Wettkampf: zwei Parteien treten gegeneinander an und wollen gewinnen

    2. Wettbewerb: Ergebnisse der Wettkämpfe werden über einen längeren Zeitraum gesammelt und ausgewertet (Tabelle)


    Den Wettkampf braucht es definitiv (gerne auch schon bei den Bambini, ohne dass er hier zu wichtig genommen wird).

    Der Wettbewerb ist meiner Meinung nach sogar bis in den älteren Jugendbereich hinein nicht wichtig.

    Jedes Spiel auf jedem Festival ist ein eigener Wettkampf, der gewonnen werden will. Durch den CL-Modus mit Auf- und Abstieg nach jedem Spiel kommt sogar noch ein Wettbewerbscharakter dazu.

    Was es definitiv nicht braucht ist eine Tabelle, die festhält, wer in einer Saison, die im September beginnt und im Mai endet auf dem ersten oder letzten Platz steht.

    Die "richtige" Zusammenstellung von Mannschaften und Trainingsgruppen variiert von Verein zu Verein je nach Anzahl, Leistungsvermögen der Spieler, Verfügbarkeit, Leistungsvermögen der Trainer etc.

    Ich verstehe worauf let1612 hinaus will, finde aber hier ist wie auch bei den neuen Spielformen Flexibilität und sinnvolle Adaption an die Rahmenbedingungen wichtig.

    Grundsätzlich wollen sich auf im Breitensport alle weiterentwickeln sowohl die stärkeren als auch die schwächeren.

    Deshalb spricht in meinen Augen auch nichts dagegen im Training immer wieder die Gruppen zu mischen.

    Mal Leistungshomogene Gruppen innerhalb einer Altersklasse, mal heterogene Gruppen innerhalb dieser Klasse.

    Es spräche auch nichts dagegen gelegentlich Altersklassenübergreifendes Training anzubieten, damit die Spieler körperlich öfter auf Augenhöhe agieren können.

    Wichtig ist, dass der Verein bzw. die Jugendleitung und die Trainer einheitlich agiert und dahinter steht.

    Im Breitensport wird meiner Meinung nach das Thema Mannschaft zu hoch gehängt. Viel wichtiger ist doch die langfristige Identifikation mit dem Verein, dem man möglichst lange erhalten bleiben soll / will. Am Ende ist das Ziel ja, dass möglichst viele ehemalige Jugendspieler in den Seniorenmannschaften über viele Jahre aktiv sind. Da ist die Denke der 1 oder 2 Jahrgänge umspannenden Jugendmannschaften einfach zu eng...

    Sorry für die Schlaumeierei,

    aber du meinst vermutlich heterogen...

    2. Vorwurf: Seine Tochter bekommt bei mir keine Chance

    - Sie ist ein eher kleines und schmächtiges Mädchen, Geburtstag 2 Quartal 2013 (Zu jung für eine U11). Sie traut sich nur sehr selten in Zweikämpfe. Ich hab ihm bei der Besprechung und auch außerhalb davon mehrmals erklärt, dass seine Tochter in unserer Mannschaft wenig Licht sehen wird und sie besser in der U10 oder U9 aufgehoben ist. Er hat sich da aber entschieden weiter Co-Trainer sein zu wollen, weil er bei mir aufgrund meiner Erfahrung und Ausbildung (C-Lizenz) das eine oder andere lernen kann.

    Was denn für eine Chance? Ihr bietet Training an und jeder, der gerne Fußball spielen möchte, kann erstmal die Chance des Trainings nutzen und sich dort verbessern. Von wahrscheinlich 4 Stunden Vereinsfußball in der Woche macht das Spiel am Wochenende nur ein Viertel aus und da würde ich auch nur diejenigen einsetzen, die dem gewachsen sind, ich brauche doch nicht salopp gesagt einen kompletten Anfänger gegen eine eingespielte Truppe, die nächstes Jahr vielleicht Bezirksliga spielt, ohne Hoffnung auf Ballkontakte einsetzen.

    Ich weiß ja nicht, in welcher Liga ihr euch gemeldet habt oder spielt, aber bei großen Leistungsunterschieden in einer Mannschaft werden nun mal manche geeigneter und manche ungeeigneter für den Spielbetrieb sein und jemanden in ein Spiel zu werfen, in dem er komplett überfordert ist, halte ich auf jeden für Fall falsch (das kannst du als Trainer sicherlich am besten bewerten). Das Angebot, in der U10 oder U9 zu spielen wäre ja eine sinnvolle Lösung gewesen. Da braucht man aber als Elternteil - wenn man dem nicht zustimmt - auch später kein Fass aufzumachen, wenn es dann wie prognostiziert nicht bei den Älteren klappt.

    Das Problem liegt ja vermutlich grundsätzlich in der Einteilung bzw. Inkonsequenzen Umsetzung der Mannschafts- / Altersklasseneinteilung

    1. Wenn der Verein eine U10 und U11 hat, dann spielen Kinder aus dem Jahrgang 2013 in der U10. (U9 in diesem speziellen fall ggf. möglich weil Mädchen, da bin ich ehrlich gesagt nicht so Regelfest)

    Eventuelle Ausnahme: Spieler oder Spielerin ist so talentiert, körperlich weiter entwickelt, dass er / sie in der eigentlichen Jahrgangsstufe unterfordert wäre oder alles in Grund und Boden spielt, dann wäre nach gemeinsamer Abwägung ein Einsatz im älteren Jahrgang denkbar

    2. Wenn gemeinsam vereinbart wurde, dass das Mädchen zur U11 zählt, dann ist sie vollwertiges Kadermitglied und hat bei entsprechender Trainingsbeteiligung wie alle anderen auch Anspruch auf einigermaßen ausgewogene Spielzeiten.

    In der U10/U11 sollte es keine Spieler (außer totale Neueinsteiger) geben, die überhaupt nicht für den Spielbetrieb geeignet sind. Ein mehr und weniger für den Spielbetrieb geeignet und große Schwankungen in der Verteilung der Spielzeiten aufgrund von Leistung und Potential finde ich in diesem Bereich nicht angebracht.


    Dementsprechend verstehe ich nicht, dass dein Ex-Co-Trainer seine Tochter in einer Jahrgangsstufe platziert hat, für die sie eigentlich nicht vorgesehen und so wie es klingt auch noch nicht bereit ist, andererseits deute ich deine Argumentation zu den Punkten 2 und 3 so, dass die Vorwürfe nicht ganz ungerechtfertigt sind.


    Den Vorwurf eins kann man so und so sehen, ich würde bei einer U11 den Kader am Spieltag auch nie größer als 12 machen (wir hatten meist sogar nur 10 dabei). Wichtig ist dabei aber, dass alle mal nicht im Kader stehen und Du nicht 4-7 Stammspieler hast, die immer dabei sind und der Rest dann um die Plätze auf der Ersatzbank rotiert.


    Am Ende steht und fällt erfolgreicher (im Sinne der Ausbildung und Förderung) Jugendfußball mit vernünftigen Kadergrößen, an die Kadergröße angepasste Trainerzahl und an die Kadergröße angepasste Anzahl von Spielen und Turnieren.

    Mit einem 16er Kader wenn immer alle zur Verfügung stehen wirst Du nur mit den Spielen der Verbandsrunde nicht allen Kindern gerecht werden können. Dafür braucht es zusätzliche Spiele oder Leistungsvergleiche

    Ist natürlich Off Topic die Entwicklung zum Ausgangsthema, aber da wir gerade dabei sind:


    Bei der Medienpräsenz gerade in den öffentlich-rechtlichen, die ja nicht von Werbeeinnahmen abhängig sind, könnte man natürlich schon mehr Frauenfußball zeigen. Trotzdem wollen die sich auch mit Einschaltquoten rechtfertigen und vermuten, dass es weniger Leute interessiert. Was im Alltagsfußball sicherlich auch der Fall ist. Wenn jetzt aber z.B. nicht einmal die Spiele der FrauenNM bei der WM im Sommer übertragen werden, obwohl auf dieser Ebene die Einschaltquoten mittlerweile top sind, dann wäre das schon ein Hammer. Da ist das Interesse mittlerweile so, dass da auch ein anständiger Betrag geboten werden darf.

    Off-Topic ja, aber sicherlich ein interessantes und wichtiges Thema.

    Vielleicht lohnt sich ein eigener Thread dazu...

    Das Ausgangsthema ist nämlich mittlerweile untergegangen.

    Meine idelle Vorstellung geht tatsächlich in die Richtung neuer Strukturen auf Verbandsebene. Ja das würde ordentlich Geld kosten. Realisierbar ggf. durch einen gemeinsamen Topf von DFL und Bundesligisten, die sich ja die Teams unterhalb der U15 sparen würden. Ich glaube auch, dass bei vielen Bundesligisten zu viel Geld bereits in diese jungen Jahrgänge fließt, das völlig unnötig ist. Zu Große Trainerteams, zu umfassende physiotherapeutische Betreuung, Fahrdienste, die nicht nötig wären, wenn die Förderung noch regionaler stattfinden würde, riesen Apparat für pädagogische Betreuung, was in vielen Fällen entfallen könnten, wenn die Kids aufgrund der kürzeren Wege mehr Zeit zu Hause verbringen können, Kosten für lange Fahrzeiten und Übernachtungen etc...

    Ich glaube nicht, dass in der Richtung etwas passieren wird, weil die größten Vereine schon viel zu viel in Ihre NLZ auch im unteren Bereich investiert haben, bin aber trotzdem überzeugt, dass mit der Idee in Summe mindestens so viele Talente oben ankommen wie heute und dass die Fallhöhe für die, die es nicht schaffen wesentlich geringer ausfällt.


    Grundlagenbereiche (- inkl. U11): Vereine (Breitensport)

    Aufbaubereich (U12-U15): Verbandsleistungszentren mit eigenen Ligen (ca. alle 75-100 km, so dass ein Spieler max. 50km Anfahrt hat)

    Parallel dazu Spielbetrieb in den Vereinen, aber ohne Ligen, sondern auf Leistungsvergleichsbasis. Sichtung bleibt bestehen und ermöglicht nach jeder Saison Aufnahme von Spielern in die Verbandsleistungszentren

    Ab U16:

    Hochleistungszentren (ähnlich heutige BuLi-NLZ):

    "geschlossene" Förderrunden ohne Auf-/ Abstieg, unter Ermittlung von deutschem Meister und Pokalsieger. Denkbar wäre auch ähnlich wie es in U19 und U17 dieses Jahr läuft in der Vorrunde regionale "Bundesligen" auszuspielen und anschließend eine Sonderspielrunde in der sich die stärksten und schwächsten Teams der Staffeln deutschlandweit miteinander messen. (ggf. in Turnierform mit Spielorten in der Mitte um Reisezeiten und Kosten zu reduzieren). Möglich wäre auch die Einführung einer U18, um die Entwicklungschancen für die Spätstarter zu verbessern.

    Parallel:

    Parallel dazu Spielbetrieb in den Vereinen, aber ohne Ligen, sondern auf Leistungsvergleichsbasis. Sichtung bleibt bestehen und ermöglicht nach jeder Saison Aufnahme von Spielern in die Hochleistungszentren