Beiträge von mrdunkee

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    Ich möchte, mal wieder, was beisteuern was im großen und ganzen dazu gehört aber dennoch etwas ausschweift.


    Kinder, und Jugendliche, werden ja von vielen Seiten beeinflusst und nicht immer ist es der Trainer.
    Im Nachbarverein in Giessen gab es vor ein paar Jahren den Fall das ein Spieler sich aus Angst vor der Reaktion seines Vaters auf seine Nichtaufstellung im Keller erhängt hat ...

    Judo ist sicher eine Sportart wo man fallen lernt, allerdings für den Torwart nicht immer dienlich...


    In welchen Situationen rollt sie sich denn nicht richtig ab? Weil abrollen ist kein muss bei 78,9% aller Torwartaktionen.


    Beherscht sie denn den Grundbewegungsablauf? (Auftaktschritt, Knie, Hüfte, Oberkörper, Schwungbein)
    Weil wenn wird abrollen in den meisten Situationen überflüssig, bzw wird sogar bewusst vermieden.
    Wenn es allerdings hoch hinaus geht ändert sich die Situation. Bei hohen Bällen die gefangen werden wird sich über den Ball abgerollt, also auf dem Ball mehr oder weniger gelandet und dann über die Schulter abgerollt.
    Wird der Ball nicht gefangen wird sich über den Unterarm abgerollt und dann über die Schulter usw....


    Trainieren muss man das am Anfang in aller Ruhe weil es Überwindung kosten kann. Aus der Hocke heraus, aus dem Stand. In der Halle auf Matten ... mühselig aber notwendig.
    Wenn gewünscht kann ich hierzu im laufe der Woche ein paar Bilder einscannen die es verdeutlichen! :)

    Ich sehe es ähnlich. Auf der einen Seite ist es super wenn Kinder im Kopf schon so weit sind das man nicht wegen jedem Furz hinterher rennen muss. Auf der anderen kann man aber Kindern keine Verantwortung in dem Rahmen blind übertragen.
    Wenn der Trainer daneben steht und die ganze Sache beobachtet ist es, wie ich finde, in einem Rahmen den man gerne noch dem Lernprozess zuschreiben kann.


    Nur wenn wirklich mal was passiert, grade beim Toraufstellen, und der Trainer ist nicht auf dem Platz na dann gute Nacht. Vor ein paar Jahren ist im Nachbarein ein E-Jugend Spieler Lebensgefährlich verletzt worden weil eben mit den Toren nicht verantwortungsvoll umgegangen worden ist. Mir selber ist auch mal ein Tor auf den Kopf gefallen ...


    Ein Trainer darf seine Kinder nie allein lassen. Schließlich ist mal in der Arbeit mit Kindern so wie so ständig mit einem Bein im Knast ...

    Normal beginnt diese Entwicklung erst mit einsetzen der Pupertät und nein, man kann es nicht beschleunigen! Es sei denn man kann gezielt Einfluss auf die Gene nehmen.


    1-4 Wochen ist auch nicht der Normale Zeitraum, normal spielt sich das innerhalb 2-3 JAHREN ab, deswegen bleibt in deinem Fall weiter die Vermutung das es einfach ein normaler Wachstumsschub war und da der Körper in diesem Alter lernfähiger ist als alles andere kann er es innerhalb ein paar Wochen wieder recht gut kompensieren. Aber wie gesagt, die Entwicklung wird von den Genen gesteuert und da muss man ab und wann einfach mal mit leben ... :|

    Hai ho,


    es ist sehr richtig das mit beginn des Wachstums koordinative Fähigkeiten verloren gehen da erst das Knochengerüst wächst und dann in der 2. Phase die Bänder und Muskeln und Sehnen nachkommen.


    Nach Abschluss der 2. Phase kehren die Fähigkeiten im Normalfall wieder zurück. Koordinative Übungen sind sicher keine Fehler nur muss man bedenken das der Körper in der Zeit so etwas nur sehr schwer umsetzen kann, von daher darf man nichts erwarten was nicht da sein kann! ^^

    Hallöchen,


    ich muss mal wieder die Sache von einer anderen Seite aufrollen.


    Nicht immer sind die Auslöser für Probleme und Verhaltensauffälligkeiten auch zwangsläufig sportlich bedingt. Torwarttraining ist schön und gut aber wenn der Bub eine innere Blockade hat kann man damit nicht viel erreichen und drängt ihn, unbewusst, in eine Ecke wo er vielleicht sich sehr unwohl fühlt.


    Wenn ich das richtig raus gelesen habe geht es um einen Keeper im D-Jugend Alter. Ohne wichtig klingen zu wollen oder sonst was möchte ich zu bedenken geben das es sich hier um eine Altersgruppe handelt die sich in der 1. Puperteralen Phase befindet.
    In dieser Phase kommen die Kinder aus der Vorpupertät raus (diese macht sich dadurch bemerkbar das ein Kind auf einmal nach dem "Warum" fragt) und beginnen eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln! Das heißt: Kinder im jüngeren Alter sind 100% auf ihre Eltern geprägt. Ein Trainer kann sich zwar das Vertrauen der Jungs holen, aber die Eltern sind und bleiben die Nummer Eins im Denken der Kinder.
    Setzt nun die erste Phase ein beginnt Kind A sich aus diesem Denken zu lösen und fängt an sich umzusehen was um es herum passiert. Die Psyche verändert sich soweit gehend das eben Kind A nun seinen Stand in der Gruppe sucht, vor allem in der Schule, Freundeskreis und eben in den verschiedensten Vereinen.


    Du hast erwähnt das die Eltern nicht grade reich sind. In unsrer heutigen Gesellschaft kann dies durchaus zu Problemen führen. Wie erwähnt suchen Kinder in diesem Alter (wohlgemerkt nur Jungs, Mädchen entwickeln sich anders) nun ihren Stand, und besagter Junge muss nun feststellen das er leider nicht die Möglichkeiten hat wie andere, was nicht mal in großen Sachen sich bemerkbar machen muss. Es reicht schon an kleinen Dingen, die sehr unterschiedlich sein können! (Kein Geld für Kino, oder eben nur die F10 von Adidas)


    Wenn du sagst das der Junge aggrressives Verhalten zeigt ist das schon ein deutliches Zeichen dafür das er eine innere Unruhe hat, sicherlich auch "gefördert" durch die allgemeine Grundstimmung der Eltern. Die Eltern müssen, trotz allem, ein Kind in der Phase unterstützen viel halt geben da ja auf einmal wieder alles neu ist. Da man von ausgehen kann/muss das es daheim nicht sehr harmonisch zugeht ist das eine noch mal eine belastende Situation mehr für das Kind was nun noch mehr verunsichert wird. Man muss aber auch anmerken das eine leichte aggrressivere Stimmung in dieser Phase durchaus normal ist, mit den Ellenbogen vorraus sich eben an die Spitze einer Gruppe bringen.
    Man kann leider auch immer wieder beobachten das schon Kinder in diesem Alter in solchen Situationen zu Deppressionen neigen, was einen Umgang leider noch schwerer macht.


    Das er nicht mit dir sprechen will, bzw kann, muss erstmal nichts gegen dich sein. Das er sich in sich zurück zieht ist, wie ich finde, auch erstmal eine natürliche Schutzreaktion seiner Psyche, die allerdings nicht von dauer sein darf und leider in dauerhaften Depressionen enden kann Jeder Mensch weiß das es nicht leicht ist über Sachen zu sprechen die einen, vermeitlich, abwerten können oder sonst was in der Richtung. Wichtig ist hier selbstverständlich das er nicht unter Druck gesetzt wird, er wird irgend wann den Mut finden und wird sich öffnen und ich kann dir jetzt schon sagen das er explodieren wird. (Redeschwall). Ich hatte eine ähnliche Sitiation mit dem Keeper meiner C, wo ich auch einen Leistungseinbruch feststellen musste und die Ursache hatte nich im geringsten was mit Fussball zu tun ...


    Was ich eigentlich sagen will: Halte dir vor Augen das der Junge eben eine sehr schwere Phase durchlebt. Diese Phase geht im normalfall bis zum 14. - 15. Lebensjahr, dann beginnt die 2. Entwicklungsphase.
    Selbstverständlich darf er keine Regeln brechen und selbstverständlich darf er nicht mit einem Messer hantieren, achte aber auf jeden Fall auf autoaggrressive Handlungen, in welcher Form auch immer. Entscheident ist das er das Gefühl, oder eher die Gewissheit, bekommt das er auf jeden Fall dazu gehört, was aber sicher nicht einfach ist.
    Ratsam wäre auch Professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
    Das das ganze ist ein Kreislauf wenn man nicht irgend wo ansetzen tut. Im Fussball geht es nicht immer nur um das Spiel und nicht alle Lösungen haben was mit Training zu tun.


    Ich wünsch dir auf jeden das ihr eine Lösung findet, allein schon für den Bub!


    Daniel

    Es ging Luca aber nicht um Bälle sondern um einen Vertrauensbruch. Das is mal ganz was anderes.


    Im übrigen bin ich der Meinung das du an seiner Stelle erstmal alles zerstören würdest und dann sagen: Ihr seit schuld ...


    Und im weiteren schreibt er das sein Cheffe dann noch eine Mannschaft zerstört hätte, also kann man sich doch da raus lesen das man es hier mit einem zu tun hat der gerne mal über Leichen geht um sich selber zu schützen!


    Zu guter letzt muss man sich dann fragen ob in so einem Umfeld man mit Kindern arbeiten sollte .. ich war in einer ähnlichen Situation drauf und dran mit all meinen Kids mir einen anderen Verein zu suchen und glaub mir, das wirkt Wunder! ^^

    Die Mutter hat ja wohl offensichtlich gestänkert und Stress geschoben und als Traner sollte man Autoritär genug sein um auch mal Eltern die Grenzen aufzuzeigen!


    Aber es stimmt schon, wenn euer Jugendchef so wenig Arsch in der Hose hat selber auf die Personen zu zugehen sollte man sich fragen was hier schepp läuft und sehen wie es wieder grade wird ...

    Muss man denn immer gleich weg rennen und was ich viel schlimmer finde: Müssen denn immer die scheiss Probleme der Erwachsenen auf den Rücken der Kinder ausgetragen werden??


    Meine Herren, benehmt euch bitte nicht wie im Kindergarten. Das sind Sachen die einen sicher sauer aufstoßen und ich wüsste nicht was mir alles durch den Kopf gehen würde, würde sowas mir passieren ABER ein klärendes Gespräch von Angesicht zu Angesicht, in dem Fall mit der Mutter erspart einem eine riesen Schlammschlacht ....

    DJ Coone - Words
    Manowar - Number One
    Frauenarzt - Das geht ab


    um nur mal 3 Lieder zu nennen!


    1954 hat man sich mit einem Walzer oder einem Marsch eingestimmt, vielleicht zieht das ja auch ^^

    Jürgen Klopp, Jürgen Klopp, Jürgen Klopp!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Fand ihn bei Mainz schon klasse und nun ist er bei Borussia! Nur so der liebe nette wie er nach außen hin macht ist er im Training nicht immer! Nen Freund von mir war mit ihm im Trainingslager und meinte das die ganz schön schufften mussten. ^^
    Aber als Mensch ist er unereicht. Ich leihe mir auch des öfteren mal ein Zitat bei ihm aus! :D

    Verletzungen ausm Fussball haben mir in dieser Saison von C- bis A-Jugend ein verstauchtes Handgelenk und ein rüdes Foul an einem aus meiner B das er unkontrolliert auf den Kopf gefallen ist und einen Gedächtnissverlust hatte.


    Muskuläre Probleme in einer C-Jugend stehen in jedem Lehrbuch für den angehenden Mediziner ^^. Das ist einfach der Übergang von der 1. puperteralen Wachstumsphase in die 2. ^^

    Faszinieren, ich dachte wir sind die einzigsten bei denen der Ballraum wie Sau ist! :thumbup: *betont unschuldig guck*


    Ich denke mal das es bei vielen Vereinen das selbe ist. Der Vorstand sagt Hallo und hält seinen Vortrag wo schon jeder weiß was drin vor kommt weil es das selbe wie beim letzten mal ist. In einem Verein der eine "normale" Jugendarbeit hat (maximal 2 Mannschaften pro Altersklasse) fällt auch ein Bericht der Trainer eher standatisiert aus, es sei denn irgend was ist passiert! (Wenn hier die negativen Punkte überwiegen sollte man sich Gedanken machen).


    Desweiteren sollte man sich den Rahmen mal betrachten. Mir haben vor Jahren das Rauchen und Trinken auf den Sitzungen abgeschafft. Davor, während und danach!


    Weiterbildung find ich einen sehr interessanten Punkt. Man meint gar nicht was es alles für interessante Punkte gibt und wenn man da schon dabei ist find ich auch sehr wichtig das man ein Einheitliches Konzept erarbeitet, in meinem Glubb scheitert es da leider dran da nicht jeder was mit allen Spielsystemen anfangen kann und dergleichen ...
    Auch sehr wichtig fänd ich wenn man so Punkte wie Erste Hilfe mal anspricht und sich da das nötige Grundwissen erabeitet, wie auch immer. (Ich könnte hier zum Beispiel unseren Mannschaftsarzt zur Rate ziehen)


    Der Punkt mit den Stammtischen der Trainer ist auch sehr interessant, sofern genug vorhanden! :D
    Ich weiß von anderen Vereinen das is üblich ist das einmal im Monat alle Väter der Jungs einer Mannschaft zusammen einen Trinken gehen oder sonst was und die Mütter eher gediegen sich zu Kaffee und Kuchen treffen. Sowas schafft natürlich eine unheimlich positive Atmosphäre.
    Aber ich schweife schon wieder ab ...


    BTT: Bei uns ist es auch eher gelangweilt ... deswegen bleibe ich auch des öfteren gern mal fern. In einer eher kleinen JSG wie der unsrigen passiert nicht oft was echt spannendes. Das einzigste was brauchbares bei raus gekommen ist das nächste Woche (EEEEEEEEEEEEEEEEEEENDLICH) unsre erste Mädchenmannschaft an start geht, nach vielen Jahren des redens ...
    Was bleibt ist die Erkenntniss das es ohne ein Treffen sicher nicht geht aber jeder immer wieder sagen wird: schon wieder ...


    In diesem Sinne .... ;)

    Danke danke:)


    Aber Einstellung hin oder her, der gesunde Menschenverstand sollte von vorne herein eigentlich sich einschalten ...


    Ich kann mich nur noch mal wiederholen, es ist ein Spiel was wir spielen!

    "Glücklich ist der, der sich duch die Augen anderer betrachten kann"


    Ich habe mir die Beiträge hier durchgelesen und möchte, wenn auch leider nicht ganz zum Thema passend, noch einen anderen Aspekt mit in die Runde bringen.
    Wir reden, zum Großteil, hier von Kindern die vorpupertär sind. Kinder in diesem Alter haben kein Verständniss für den Leistungsgedanken, keine Augen für Ergebnisse.


    Schaut euch mal in Ruhe Kinder beim spielen an. Egal was es auch immer für ein Spiel ist, welches Kind fragt am Ende: "Wie ist es eigentlich ausgegangen?". Kinder wollen spielen aus ihren inneren Antrieb heraus, aus einem Überschwang an Freude und Bewegungsdrang. Natürlich gibt es unterschiede bei der motorischen Entwicklung innerhalb einer Mannschaft, aber ein Kind im F- oder E-Jugend Alter interessiert das nicht so stark wie man vielleicht vermuten möchte.


    Und dann betrachtet mal die Situation im Training und im Spiel durch die Augen der Kinder. Der Trainer ist ist die Person an denen die Kinder aufschauen, nicht nur wegen der Körpergröße. Ein Kind legt Hoffnungen in seinen Trainer und Vertrauen. Ein Kind mag durchaus verstehen das nicht jeder anfangen kann, aber ein Kind wird niemals verstehen warum es vielleicht doppelt so lange draußen stehen muss und zugucken muss wie andere die in der Zeit vielleicht schon zwei mal raus und wieder rein sind. Wenn man dann zu einem Kind sagt "... der ist besser als du" oder was auch immer in dieser Richtung dann versteht es die Worte aber nicht deren Inhalt. Wie gesagt, der Leistungsgedanke ist einem normal entwickeltem Kind fremd.


    Und dann muss man sich auch die Mühe machen mal weit über den Tellerrand zu schauen. Beispiel: Ein Spieler im jüngeren Jahrgang hat gute Technische Ansätze und geht gerne mal in einen Zweikampf. Nun bekommt er aber gesagt das es falsch ist und er mehr abspielen soll. Im Prinzip richtig, aber was kann das für die Zukunft bedeuten? Sehr wahrscheinlich ist das der Spieler im laufe der Zeit seine Fähigkeiten oder eher noch den Mut verlieren wird in Zweikämpfe zu gehen, was sich bis ins Erwachsenenalter fortragen kann und dort wird dann gesagt: Warum geht der denn nicht in die Zweikämpfe, hat der denn gar nichts gelernt??


    Hier die goldenen Mittelweg zu finden ist wichtiger als alles andere. Und im wieder die Kurve zum Thema zu bekommen möchte ich anfügen: Es ist egal ob es sich um Zweikämpfe dreht oder irgend was anderes. Kein Trainer im unteren Alter sollte sich das Recht herraus nehmen und sagen: du bist schlecht oder weniger gut ... weil man weiß nie was später wird. Lasst die Kinder spielen, was besseres kann den gar nicht passieren.


    Und wer echt der Meinung ist das der Leistungsgedanke doch richtig ist: Fragt die Jungs nach dem Spiel wie es ausgegangen ist, 80% werden es nicht wissen.

    Hallöchen,


    erstmal Danke für alle antworten. Mit solch einer Reaktion habe ich nicht gerechnet.


    Das zeigt aber wohl leider recht deutlich das es ein allgemeines Problem ist. Das man als Trainer eh immer am Rade des Kollaps steht ist ja nichts neues, aber spätestens seit dem Herzinfakt von Ottmar Hitzfeld ist es keine Sache mehr die nur die "kleinen" betreffen kann.


    Und ja es ist auch richtig das ich zu der Sorte Mensch gehöre die nur schwer "NEIN" sagen kann. Die C hatte ich damals übernommen weil mir die Jungs so leid getan haben. Keiner wollte sich um die kümmern, es war auch echt eine Katastrophe wie die gespielt haben. Da ist schon sehr viel Kraft reingeflossen von mir um aus den Jungs was brauchbares zu machen ....
    Dann hatte ich dieses Jahr die B2 ins Leben gerufen um den Jungs die aus der C raus gekommen sind eine Mannschaft zu bieten. Dass das nicht gut gehen kann wusste ich von Anfang an eigentlich aber ich wollte es nicht einsehen.
    Die A-Jugend konnte ich auch nicht im Stich lassen da die Jungs zum Teil schon seit der E-Jugend bei mir sind/waren....


    Es ist aber ein typischen Symptom des Burn-Outs das man sich immer mehr in eine Sache rein steigert und vollkommen den Bezug zur Realität verliert. Deswegen hat es durch aus seine Vorteile wenn man Hinweise anderer aufnimmt, was leider nicht immer möglich ist denn durch den Realitätsverlust ignoriert man sowas einfach. Sehr viele Menschen haben mir immer wieder gesagt: Daniel übertreibs nicht so und schalt auch mal ab ... und meine Reaktion war nur ein grinsen oder manchmal nicht mal das. Ich hab mich am Ende gefühlt wie die Titanic, groß und unsinkbar und dann kam eben mein Eisberg.


    Der Tag wo mein Arzt meinte das es fünf vor zwölf wäre und eben hier eine Grenze gezogen werden muss war für mich die Hölle. Wies im Leben so ist kommt dann auch noch einiges zusammen wie das im Radio von Juli "geile Zeit" lief! (Ja ich weiß es war ne geile Zeit, hey es tut mir leid ... es ist vorbei ...). Da geht einem so viel durch den Kopf ... alles was man erlebt hat. Die schönen Zeiten und aber auch das was einen belastet, wie die beiden Situationen letztes Jahr wo ich nen Notarzt rufen musste weil die Jungs sehr schwer verletzt waren....
    Und dann kommt der Moment wo man es den Kids sagen muss, und den anderen im Verein. Ich war sehr überrascht welche Welle es ausgelöst hatte, das am Abend meines damaligen Abschieds so viele Menschen da waren. Spieler (aktuell und ehemalige), Eltern, der Vereinsvorstand und sogar Menschen von anderen Vereinen. Ich weiß nicht wie ich beschreiben soll was es für ein Gefühl ist wenn man den Menschen die einen seit Jahren begleitet haben sagen muss das man von heute auf morgen nicht mehr da ist. Nicht weil man weg zieht, oder wegen sonst etwas man greifen oder begreifen kann. Nein, man kommt nicht mehr weil sich alles in einem weigert zu kommen, weil die Welt einen erschlägt, weil man auf einmal hasst was man doch liebt.


    Die erste Zeit danach war alles andere als einfach, ich mein ich hatte ja so gesehen keine alternativen zum Fussball. Es war sein sehr komisches Gefühl für mich von der Arbeit zu kommen und nicht gleich wieder zum Fussball zu fahren sondern einfach mal das TV anmachen und Simpsons gucken. Ich hätte es nicht für möglich gehalten aber ich habe gemerkt das sich meine Seele in ne Hängematte gepackt hatte und sich hat baumeln lassen.


    Wie ich ja schon mal geschrieben hatte ging es aber nicht lange gut. Ich hatte dann noch mal ne Abschiedsfeier mit der C gemacht und es danach auch echt sein gelassen mich um den Fussball zu kümmern. In der JSG ging es seit dem drunter und drüber, auch krass wenn man so merkt welche Rolle man eigentlich hatte.


    Ich hab dann wieder alte Hobbys von früher in Angriff genommen. Schallplatten sammeln, an meinem Astra basteln, quer durch Deutschland fahren für irgend welche Fussballspiele (Gruß nach Lotte).
    Aber vor allem hab ich mir irgend wann die Frage gestellt: War es das wert?
    Ich denke ja, weil ich genau weiß wie glücklich meine Kids mit mir zusammen waren. Ich bin stolz drauf das ich zum Teil drei Generationen einer Familie bei mir im Fussballtraining hatte.


    Was das Alter angeht: ich bin jetzt 27. Die einen meinen jung, ich fühl mich allerdings schon recht alt! :D
    Die ganze Sache hat auch auswirkungen auf meinen Beruf, bin eigentlich Elektriker aber da ich nun massive Probleme habe Stress zu bewältigen und zu verarbeiten sieht es so aus das ich diesen Beruf an den Nagel hängen kann/muss.
    Wenn man sowas alles vorher wüste könnte man einiges anders machen nur frag ich mich auch was ich weg lassen könnte ohne das Gefühl zu haben einen Fehler zu machen ... aber ich denke das sind Sachen die man echt in einer Therapie auferbeiten muss.


    Ich möchte auch noch anmerken das ich wirklich recht lange gebraucht habe bis ich über dieses Thema sprechen konnte und es wird auch noch viel Zeit vergehen bis ich auch wirklich ehrlich mir gegenüber sein kann.


    Abschließend kann und möchte ich noch los werden das es jedem zu Wünschen ist das er, egal in welcher Situation, immer Rückendeckung bekommt von der Seite wo man es braucht.


    In diesem Sinne ...


    Daniel